Die Einnahme von Nahrungseränzung ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

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Heilpflanze

Frauenhaarfarn

Autor

Sabrina Laidner
Expertin für Ayurveda
Frauenhaarfarn

enthaltene
Wirkstoffe

zu behandelnde
Symptome

30

recherchierte
Studien

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Wirkstoffe

behandelnde
Symptome

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30

recherchierte
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Was ist Frauenhaarfarn?

Frauenhaarfarn, mit wissenschaftlichem Namen Adiantum capillus-veneris, gehört zur Familie der Frauenfarnhaargewächse (Adiantaeceae). Er ist eine der weltweit am häufigsten verbreiteten Farnarten und die einzige Frauenhaarfarnart, die ursprünglich aus Europa stammt.

Frauenhaarfarn ist in der Natur vor allem in Süd- und Westeuropa oft zu finden. Er wird zwischen 10 und 40 Zentimeter groß und wächst in Büscheln. Er bevorzugt eine feuchte Umgebung wie Felsspalten und Brunnen. Er kann bis zu einer Höhe von 1300 Metern gefunden werden.

Bei uns in Deutschland ist die Pflanze eher als Zierpflanze bekannt. Wegen seines zarten Aussehens wird er oft bei der Zusammenstellung von Gestecken aus trockenblumen verwendet. Die Pflanze sieht sehr fein und filigran aus. Wenn man sie in Wasser taucht, bleiben die Blätter trocken, denn das Wasser gleitet einfach von ihnen ab. Frauenhaarfarn wirkt sich sehr positiv auf das Raumklima und auf die Luftfeuchtigkeit in einer Wohnung aus. Allein schon dieser Umstand beugt Atemwegserkrankungen vor.

Bei den alten Griechen war Tee aus dem Farm sehr beliebt, um den festsitzenden Schleim bei Husten zu lösen. Im Mittelalter wurde er in der Naturheilkunde gegen Lungenkrankheiten und gegen Tuberkulose eingesetzt. Er wurde traditionell auch als mildes Mittel zur Förderung der Harnausscheidung, das Menstruation fördernd wirkt. Man benutzt dazu vorwiegend die Wedel.

Obwohl seine heilende Wirkung heute nur noch wenigen Menschen bekannt ist, wird er auch heute noch von Kräuterkundigen bei Husten oder einer Bronchitis zur Behandlung eingesetzt, um festsitzenden Schleim zu lösen, um Halsschmerzen erträglicher zu machen oder gegen eine verstopfte Nase eingesetzt.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Frauenhaarfarn einnehmen?

Frauenhaarfarn kann innerlich und äußerlich angewendet werden. Bei starkem Husten bei Kindern wird er beispielsweise als Sirup oder als Aufguss eingesetzt. Die Inhaltsstoffe der Heilpflanze wirken Husten stillend und leicht harntreibend. Bei der innerlichen Anwendung wird aus den Blättern ein Tee hergestellt, der je nach Erkrankung unterschiedlich aufbereitet wird.

Die Heilpflanze wird bei den folgenden Beschwerden eingesetzt:

  • Bronchitis
  • Asthma
  • Nierenerkrankungen
  • Menstruationsbeschwerden
  • Mittel zur Förderung des Haarwuchses
  • Fiebermittel

Sehr gute Ergebnisse erzielt man bei:

Angina: Zur Behandlung kocht man 100 Gramm frische oder getrocknete Blätter, filtert die Flüssigkeit, nachdem sie abgekühlt ist und gurgelt damit mehrmals täglich.
Bronchitis: Man kocht 100 Gramm frische oder getrocknete Blätter in einem Liter Wasser und lässt alles in einem gut verschlossenen Topf für sechs Stunden ziehen. Danach filtert man das Ganze und presst die Blätter aus. Mit der doppelten Menge Zucker wird es dann noch einmal eine Minute lang aufgekocht, erneut ab geseiht und dann abgefüllt. Man nimmt davon täglich vier bis fünf Esslöffel.

Halsschmerzen: Man kocht 100 Gramm frische oder getrocknete Blätter eine halbe Stunde lang. Dann lässt man alles abkühlen, filtert die Flüssigkeit und gurgelt damit.
Der Frauenhaarfarn wird als Mittel, das den Haarwuchs fördert, und gegen Schuppen sehr geschätzt.

Dafür wird das Kraut mit Apfelessig und etwas Rosmarin kurz aufgekocht und dann abgekühlt. Dann kann es als Haarspülung gegen Schuppen und Haarausfall eingesetzt werden.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Frauenhaarfarn?

Frischer oder getrocknete Blätter der Heilpflanze wirken:

  • adstringierend
  • harntreibend
  • krampflösend
  • fiebersenkend
  • Stein-lösend
  • Nieren-stärkend

Er wird als Mittel gegen Husten, als Brechmittel, als Mittel zur Stärkung oder zum Schwitzen verwendet. Gegen Husten, Bronchitis, Rachenproblemen und zur Entgiftung nach zu viel Alkohol wird er als Tee oder Sirup eingesetzt. Die Pflanze ist ebenfalls hilfreich bei Wurmbefall.

Wenn man zerriebenen Blätter der Heilpflanze auf Bienenstiche oder Schlangenbisse gibt, wird die Heilung beschleunigt und das Gift wird herausgezogen. In Nepal stellt man aus Frauenhaarfarn und Ginkgo einen Brei her und legt diese, wenn man Kopfschmerzen hat auf die Stirn oder wenn man Schmerzen in der Brust hat auf die Brust.

In Peru am Amazonas wird Tee oder Sirup aus Frauenhaarfarn verwendet, um die Menstruation zu regulieren, zum Schwitzen und zur Linderung von Husten. Sirup wird dort auch als Mittel gegen Rheuma, Erkältungen, Harnprobleme, Gallensteine, Sodbrennen, zu viel Magensäure und sogar gegen Haarausfall benutzt.
Schon Dioskurides und Plinius kannten die Heilpflanze als ein Mittel gegen Husten und gegen eine Brustfellentzündung.

Der Engländer Culpeper erwähnte die Wirksamkeit von Frauenhaarfarn gegen Asthma, Gelbsucht und Steinleiden.

Heute gelten die Blätter der Pflanze in der südamerikanischen Kräutermedizin als Mittel zur Behandlung von Entzündungen des Kehlkopfes, Trockenheit der Kehle, zur Appetitsteigerung und zur Regulierung der Monatsblutung bei Frauen.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Frauenhaarfarn auftreten?

Beim Frauenhaarfarn sind keine Nebenwirkungen und Gegenanzeigen bekannt.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Frauenhaarfarn, bis sich erste Erfolge einstellen?

Da bei der Anwendung von Frauenhaarfarn keine Nebenwirkungen bekannt sind, kann das Mittel so lange und so oft benutzt werden, wie Bedarf besteht.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Frauenhaarfarn?

Der Frauenhaarfarn ist, da er keinen starken Frost verträgt, weltweit in allen Regionen mit nicht zu kaltem Klima vertreten. Dazu gehören auch die Tropen und die Subtropen. In Europa findet man diesen Farn im Mittelmeerraum bis in geschützte Lagen der Südalpen, sowie in Südengland. In Nordamerika ist er bis in die südlichen Staaten der USA zu finden.

In Deutschland und Österreich gibt es keinen Frauenhaarfarn. Er kommt aber in der Schweiz im Tessin, im Kanton Waadt und am Neuenburgersee vor. In Oberitalien im Weltlin kann man ihn sogar bis auf 1500 Meter Höhe finden.
Er ist auf nassen Kalkfelsen, kalkreichen Böschungen entlang von Flüssen oder Bächen und auf porösen Mauern und an den Wänden von Brunnen zu finden.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Frauenhaarfarn aus?

Der Frauenhaarfarn ist eine filigrane krautige Pflanze, die mehrere Jahre überdauert. Sie hat ein kurzes, kriechendes Stämmchen, das mit goldbraunen bis mittelbraunen Hautschuppen bedeckt ist. Die dicht an dem Stämmchen wachsenden Blattwedel sind hängend bis aufrecht und überhängend. Die länglichen Blattwedel sind 20 bis 35 Zentimeter lang. Sie sind unregelmäßig zwei- bis dreifach gefiedert, wobei die einzelnen Abschnitte entweder wie eine Rhombe, ein Fächer oder ein Keil aussehen. Sie sind ungefähr so lang wie breit. Der vordere Teil der einzelnen Blättchen ist ein wenig gelappt. An der Basis sind die Blättchen schmal. Die Achsen der Wedel sind dünn, glänzend und nahe der Basis bis meist weit hinauf dunkel gefärbt. An der Blattunterseite sitzen die Sporangien, die sich in der Nähe des Blattrandes befinden.

Trivialnamen

Unter welchen Bezeichnungen ist Frauenhaarfarn noch bekannt?

Frauenhaarfarn, mit wissenschaftlichem Namen Adiantum capillus-veneris, ist auch unter anderen, teils nur regional gebräuchlichen Namen bekannt, nämlich als Frähenhor (Siebenbürgen), Frauenhaar, Frauenzopf, Güldenwiderthon (Rendsburg), Jungfrawenhaar (mittelhochdeutsch), Minnenhaar (mittelhochdeutsch), Vrowenharr (mittelniederdeutsch) Frauenmoos, Steinraute, Haarfarn oder Venushaar.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Frauenhaarfarn enthalten?

Wichtige Inhaltsstoffe sind: Bitterstoffe, Gerbstoffe, Zucker, ätherisches Öl, Schleimstoffe, Flavonoide, Chinasäure, Triterpene, Gallussäure und Capillarin.

Ähnliche Heilpflanzen

Gibt es ähnliche Heilpflanzen, die wirken wie Frauenhaarfarn?

Bei Angina und Erkältungen beispielsweise kann auch Sonnenhut (Echinacea) als Heilpflanze eingenommen werden. Die Inhaltsstoffe Alkylamide, Kaffeesäure-Derivate und ätherische Öle haben eine positive Wirkung auf die Immunzellen und helfen so als natürliches Antibiotikum gegen Erkältungskrankheiten.

Gegen Bronchitis helfen bewährte Heilpflanzen wie Salbei oder Eukalyptus. Die darin enthaltenen ätherischen Öle haben eine schleimlösende und entzündungshemmende Wirkung.

Bei Menstruationsbeschwerden helfen die folgenden Heilkräuter/Heilpflanzen:

Die folgenden Heilkräuter/Heilpflanzen können bei Kopfschmerzen Linderung verschaffen:

Es gibt sogar noch andere Heilpflanzen/Heilkräuter gegen Schuppen oder Haarausfall. Diese sind:

Gegen Nierensteine können die folgenden Heilpflanzen/Heilkräuter eingesetzt werden:

  • Eine Kombination aus Zitronensaft, Apfelessig und Olivenöl
  • Sellerie
  • Basilikum-Tee
  • Löwenzahn
  • Zinnkraut (Ackerschachtelhalm)
  • Granatapfel-Saft
  • Uva Ursi (Bärentraube)

und gegen Gallensteine:

Fieber senkend wirken:

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Frauenhaarfarn am Markt zu kaufen?

Die Blätter des Frauenhaarfarns können in getrocknetem und zerkleinerten Zustand im Handel gekauft werden.

Ansonsten sind die Pflanzen als Zimmerpflanzen oder als Staude für den Garten im Handel erhältlich.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Frauenhaarfarn als NEM?

Da von Frauenhaarfarn keine Nebenwirkungen bekannt sind, kann die Heilpflanze unbedenklich in größeren Mengen und über einen längeren Zeitraum eingenommen werden.

Von dem Sirup aus der Heilpflanze nimmt man täglich drei bis fünf Esslöffel bei Bedarf ein.

Gibt es beim Kauf von Frauenhaarfarn etwas zu beachten?

Wenn Sie Tee aus getrocknetem Frauenhaarfarn kaufen wollen, sollten Sie wie bei allen anderen Kräutertees auch darauf achten, dass die verwendeten Blätter aus kontrolliertem biologischen Anbau stammen. Die Blätter sollten schonend getrocknet worden sein und es sollten sich in dem Tee keinerlei Spuren von Pilzen oder Schimmel befinden.

Wenn Sie diesen Farn als Topfpflanze oder als Staude für Ihren Garten kaufen wollten, sollten Sie darauf achten, dass die Pflanze beim Kauf gesund ist und keinerlei Schädlinge aufweist.

Die Pflege der Pflanze ist nicht aufwendig, sollte aber gewissenhaft durchgeführt werden, da er sonst braune Blätter bekommen kann.

Er sollte einen halbschattigen bis schattigen Standort mit hoher Luftfeuchtigkeit haben. Ist die Luftfeuchtigkeit zu gering, sollte der Farn mit Wasser eingesprüht werden.
Die Zimmertemperatur sollte zwischen 20 und 25 Grad liegen und nicht zu sehr schwanken. Das Badezimmer ist ein sehr geeigneter Standort.

Die Erde sollte nährstoffarm sein. Auch Orchideen-Erde ist sehr gut geeignet.
Die Pflanze sollte regelmäßig gegossen werden, damit der Wurzelballen nie austrocknet. Am besten ist abgestandenes, warmes Leitungswasser oder Regenwasser.
Die Pflanze sollte alle zwei Jahre umgetopft werden. Dabei werden die Wurzeln mit einer scharfen Gartenschere gekürzt und die Pflanze in einen etwas größeren Topf umgepflanzt.

Der Farn sollte nur von April bis Ende August alle zwei Wochen mit wenig flüssigem Farndünger zusammen mit dem Gießwasser gedüngt werden.
Braun gewordene Stängel sollten regelmäßig abgeschnitten werden, damit der Farn wieder austreibt.

Studien zu Frauenhaarfarn

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