Rheuma

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Rheuma ist ein Sammelbegriff fĂŒr eine Vielzahl von entzĂŒndlichen Beschwerden hauptsĂ€chlich der Gelenke, teilweise aber auch der Weichteile. Sie kann durch viele verschiedene Ursachen, wie Mangelerscheinungen, Autoimmunerkrankungen, Stoffwechselstörungen oder auch durch Viren und Bakterien ausgelöst werden. So unterschiedlich die Krankheitsformen und ihre Auslöser sind, so verschieden sind auch die Therapiemöglichkeiten. Eine genetische Veranlagung besteht, allerdings wird diese weniger als ausschlaggebend eingestuft, als andere Faktoren.

Was ist Rheuma?

Der Begriff Rheuma bezeichnet mehr als 100 verschiedene Krankheiten, die den Bewegungs- und den StĂŒtzapparat betreffen. Rheuma-Patienten leiden unter chronischen Schmerzen und EntzĂŒndungen. Daher kommt auch der Name der Krankheit, denn er bedeutet auf Griechisch „ziehender Schmerz“.

Auftreten & Vorkommen von Rheuma

Rheuma ist eine Krankheit, die sehr hĂ€ufig vorkommt. SchĂ€tzungen zu Folge leiden rund ein Viertel der Bevölkerung darunter. Vor allem Ă€ltere Menschen ĂŒber 50, wobei die Krankheit bei jungen Menschen durchaus auch auftritt. Bei Ă€lteren Menschen handelt es sich eher um eine degenerative Erkrankungen, bei jungen ist sie meist autoimmunbedingt. Auch Kinder können davon betroffen sein.

Rheuma-Formen

Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Formen von Rheuma, die durch unterschiedliche Ursachen ausgelöst werden und auch unterschiedlich behandelt werden mĂŒssen. Deshalb ist es in der Rheuma-Therapie unerlĂ€sslich, festzustellen, welche Form der Krankheit wirklich vorliegt.

EntzĂŒndlich-rheumatische Erkrankungen

HĂ€ufige entzĂŒndlich-rheumatische Erkrankungen sind zum Beispiel Morbus Bechterew, rheumatoide Arthritis und Psoriasis-Arthritis. EntzĂŒndlich-rheumatische Erkrankungen sind nicht durch Verschleiß bedingt, sondern entstehen aus einer fehlerhaften Funktion des Immunsystems. Zu den entzĂŒndlich-rheumatische Erkrankungen zĂ€hlen daher auch Kollagenosen und GefĂ€ĂŸentzĂŒndungen. Oft werden diese Krankheiten erst spĂ€t entdeckt, da sie unspezifische Symptome zeigen. Eine frĂŒhe Behandlung ist aber wichtig, da sie zur Symptomfreiheit fĂŒhren kann.

Rheumatoide Arthritis (chronische Polyarthritis)

Die Rheumatoide Arthritis ist eine entzĂŒndliche Erkrankung, bei der vor allem die Gelenke betroffen sind. Bei leichteren Formen können entzĂŒndete und geschwollene Gelenke auftreten, schwerere Formen können das Gewebe der Gelenke zerstören.

Vaskulitiden (EntzĂŒndungen der GefĂ€ĂŸe)

Bei Vaskulitiden entzĂŒnden sich Kapillaren, Arterien, Arteriolen, Venen und die Venolen aufgrund von autoimmunologischer Prozesse. Meistens liegt eine Allergie zugrunde. Dadurch können auch die Organe geschĂ€digt werden, die durch die GefĂ€ĂŸe versorgt werden. Als Ursache wird eine genetische Veranlagung in Kombination mit Bakterien- oder Viren-Infektionen vermutet.

Kollagenosen (Bindegewebserkrankungen)

Kollagenosen werden manchmal auch Kollagenopathie genannt und stellen eine nicht einheitliche Gruppe von Autoimmunerkrankungen dar, die vor allem im Bindegewebe und den BlutgefĂ€ĂŸen vorkommen. GrundsĂ€tzlich können sie aber in allen Organen vorkommen.

Degenerative Gelenk- und WirbelsÀulenerkrankungen

Degenerative Gelenk- und WirbelsĂ€ulenerkrankungen rufen SchĂ€den im Gelenkknorpel hervor, verursachen dadurch Schmerzen und schrĂ€nken die Beweglichkeit ein. Oft wird dabei auch Bandscheibenverschleiß beobachtet. Ein weithin bekanntes Beispiel fĂŒr degenerative Gelenk- und WirbelsĂ€ulenerkrankungen ist die Arthrose.

Arthrosen

Bei einer Arthrose ĂŒbersteigt der Gelenkverschleiß das fĂŒr das persönliche Alter ĂŒbliche Maß. Ursachen können eine erhöhte Belastung, angeborene Fehlstellungen der Gelenke oder Knochendeformierungen durch Osteoporose sein. Arthrosen können aber auch als Folgen von GelenkentzĂŒndungen auftreten.

Spondylosen, Spondylarthrose, Chondrose

Spondylose ist ein WirbelsĂ€ulenverschleiß, der mit einer Degeneration der Wirbelkörper zusammenhĂ€ngt. Als Ursache fĂŒr die Spondylose werden Degenerationen der Bandscheiben angenommen, die Chondrosen. Bei einer Spondylarthrose handelt es sich um einen WirbelsĂ€ulenverschleiß im Bereich der Zwischenwirbelgelenke.

Weichteilrheumatismus

Weichteilrheumatismus betrifft in den meisten FĂ€llen Frauen. Zu einem großen Teil sind die Betroffenen in einem Alter zwischen 30 und 40 Jahren. In selteneren FĂ€llen können auch schon Kinder betroffen sein. Weichteilrheumatismus betrifft das weiche Gewebe, wie Bindegewebe, Muskeln, Fettgewebe oder auch die Sehnen.

Lokalisiertes Weichteilrheuma

Das Lokalisierte Weichteilrheuma tritt nur an einer bestimmten Stelle des Körpers auf. Beispiele fĂŒr Lokalisiertes Weichteilrheuma sind Probleme im Bereich der Achillessehne, das Schulter-Arm-Syndrom oder auch der Tennisellbogen.

Generalisiertes Weichteilrheuma

Beim Generalisierten Weichteilrheuma treten die Schmerzen im gesamten Körper in Bindegewebe, Muskeln, Fettgewebe oder in den Sehnen auf. Ein Beispiel fĂŒr diese Erkrankung wĂ€re die Fibromyalgie.

Stoffwechselstörungen mit rheumatischen Beschwerden

Stoffwechselstörungen, bei denen rheumatische Beschwerden auftreten können, sind zum Beispiel Gicht und weitere metabolische Erkrankungen der Gelenke, hormonelle und endokrine Erkrankungen wie eine SchilddrĂŒsenĂŒberfunktion, Diabetes mellitus oder eine Eisenstoffwechselstörung.

Gicht

Gicht ist eine Erkrankung des Stoffwechsels, die mit Purin zusammenhĂ€ngt und sich in SchĂŒben Ă€ußert. HarnsĂ€urekristalle lagern sich in Gelenken und Geweben ab und fĂŒhren zu einer Resorption des Knochens und zu KnorpelverĂ€nderungen. Durch Gicht kann es auch zur SchĂ€digung der Niere und zu einer Niereninsuffizienz kommen, die oft erst zu spĂ€t bemerkt wird, weil sie schmerzfrei ablĂ€uft.

Chondrokalzinose

Bei der Chondrokalzinose lagern sich Àhnlich wie bei der Gicht Kristalle in den Gelenken ab. Es handelt sich in diesem Fall aber nicht um Urinkristalle, sondern um Kalziumpyrophosphat-Kristalle. Chondrokalzinose wird daher auch Pseudogicht genannt. Die abgelagerten Kristalle können den Knorpel verÀndern. Es gibt die primÀre und die sekundÀre Chondrokalzinose. Die primÀre Form ist die Haupterkrankung, bei der sekundÀren Form entstehen die Beschwerden in Folge einer anderen Krankheit.

HĂ€mochromatose

Bei einer HĂ€mochromatose wird vermehrt Eisen im DĂŒnndarm aufgenommen, das vom Körper in verschiedene Organe eingelagert wird und diese schĂ€digt. Besonders betroffen sind das Herz, die Leber, die BauchspeicheldrĂŒse, die Milz, die SchilddrĂŒse, die Gelenke, die HirnanhangdrĂŒse aber auch die Haut. In den meisten FĂ€llen ist die HĂ€mochromatose eine ererbte Krankheit, die öfter bei MĂ€nnern als bei Frauen auftritt.

Osteoporose

Osteoporose ist eine Verminderung der Knochendichte, die vor allem im Alter und frĂŒher bei Frauen als bei MĂ€nnern auftritt. Bei einer Osteoporose ist die Gefahr von KnochenbrĂŒchen erhöht, die im Alter schlechter ausheilen als bei jungen Menschen.

Symptome von Rheuma

Die typischen Rheuma-Symptome sind Schmerzen in den Gelenken, eine Steife der Gelenke vor allem am Morgen, Schwellungen der Gelenke, ein allgemeines GefĂŒhl von Krankheit, das sich in Erschöpfung und MĂŒdigkeit oder in Fieber und Gewichtsabnahme zeigen kann. Des Weiteren kann Nachtschweiß auftreten. Die Verteilung der Beschwerden ist auf der linken und rechten KörperhĂ€lfte gleich, eine Deformierung der Knochen und EinschrĂ€nkung der Bewegungsfreiheit kann ebenfalls vorliegen.

Ursachen von Rheuma

Die Ursachen fĂŒr Rhema sind genauso vielfĂ€ltige wie die Formen der Erkrankung. Die Krankheit kann entzĂŒndungsbedingt sein oder auch durch Abnutzung und Verschleiß entstehen. Gleichermaßen können Autoimmunerkrankungen rheumatische Beschwerden auslösen oder auch UnfĂ€lle, Infektionen oder Verletzungen.

Rheuma durch genetische Veranlagung

Patienten, die an rheumatischen Krankheiten leiden, berichten oft, dass diese im Familienkreis öfter auftreten. Die Krankheit ist zwar nicht direkt vererbbar, es kann allerdings eine genetische Veranlagung bestehen. Dies gilt zumindest fĂŒr die entzĂŒndlichen Erkrankungen. Das Risiko einer genetischen Übertragung ist allerdings so gering, dass es keinen Sinn macht, es zu untersuchen.

Rheuma durch Autoimmunerkrankungen

Ein Beispiel fĂŒr Rheuma durch Autoimmunerkrankungen ist die rheumatoide Arthritis. Dabei greift das Immunsystem das Bindegewebe der Gelenke an, verursacht eine dauerhafte EntzĂŒndung von Knorpel und Knochen und baut diese ab.

Rheuma durch bakterielle oder virale Erkrankungen

Rheuma, das durch bakterielle oder virale Erkrankungen ausgelöst wird, ist eine vorĂŒbergehende Erscheinung, denn bestimmte Viren und Bakterien können rheumaĂ€hnliche Symptome auslösen. Die Infektion kann allerdings auch chronisch werden, daher besteht eine Schwierigkeit in der Unterscheidung zu anderen Rheuma-Arten.

Rheuma durch Überlastung der Gelenke

Durch eine permanente Überlastung der Gelenke kann der Gelenkknorpel immer weiter abnutzen. Aber auch bei zu wenig Bewegung kann dies passieren. Abgeriebene Teile des Knorpels können sich innerhalb des Gelenks entzĂŒnden und den Knorpel somit schĂ€digen.

Rheuma durch Bewegungsmangel

Auch durch Bewegungsmangel kann Rheuma entstehen, deshalb ist besonders auf ausgewogene Bewegung zu achten auch wenn die Krankheit schon da ist. Ein andauernder Bewegungsmangel kann ansonsten zu einer Verschlimmerung fĂŒhren.

Rheuma durch Stoffwechselstörungen

Die hauptsĂ€chlichen Stoffwechselstörungen, die als Rheuma-Auslöser gelten, sind Gicht und Osteoporose. Bei Gicht liegt eine Störung im Puren-Stoffwechsel vor, Osteoporose entsteht aus eine Stoffwechselstörung der Knochen. Obwohl diese Krankheiten zunĂ€chst nichts mit den Gelenken zu tun haben, können sie in Schmerzen und Störungen des Bewegungsapparats mĂŒnden.

Diagnose von Rheuma

Bei einer Rheuma-Diagnose erfolgt zunĂ€chst die Aufnahme der demografischen Daten. Danach befragt der Arzt den Patienten zu seiner Vorgeschichte, zu aktuellen Beschwerden, frĂŒheren Erkrankungen und Therapien und einem eventuellen Vorkommen der Krankheit in der Familie. Daraufhin erfolgt eine Untersuchung des ganzen Körpers und vor allem der Gelenke. Auch bestimmte Laboruntersuchungen werden zur Diagnose durchgefĂŒhrt. Möglich ist auch die Nutzung bildgebender Verfahren, wie Röntgen oder Ultraschall. Meist wird zur Diagnose eine Kombination der unterschiedlichen Verfahren herangezogen, um die richtige Form der Krankheit feststellen zu können.

Diagnosemöglichkeiten durch den Facharzt

Der Facharzt wird bei einer Diagnose von Rheuma zunĂ€chst einige Fragen stellen, wie zum Beispiel seit wann Gelenksschwellungen bestehen, ob mehrere Gelenke betroffen sind und ob es sich immer um die gleichen handelt oder ob die Schwellungen im Körper immer wieder an unterschiedlichen Stellen vorkommen. Als nĂ€chstes können verschiedene Blutwerte untersucht werden, die allerdings nur in Kombination mit anderen Krankheitswerten aussagekrĂ€ftig sein können. Da Rheuma auch durch Viren oder Bakterien ausgelöst werden kann, ist die DurchfĂŒhrung eines Erregernachweises sinnvoll. Über bildgebende Verfahren wird zusĂ€tzlich der Zustand der Gelenke festgestellt.

Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese)

Innerhalb der Anamnese stellt der Arzt zunĂ€chst Fragen zu den Krankheitssymptomen, ĂŒber die der Patient berichten kann. Die Beschwerden sollten mindestens seit sechs Wochen und in zwei Gelenken oder mehr bestehen, bevor ein Rheumatologe aufgesucht wird. Der Arzt kann in der Anamnese eine rheumatische Erkrankung mit hoher Wahrscheinlichkeit annehmen, wenn eine Schwellung in den Fingergelenken mit Druckschmerz vorliegt, wenn die Gelenke am Morgen ĂŒber einen Zeitraum von ĂŒber 30 Minuten hinaus steif bleiben, wenn Rheuma in der Familie bereits vorkam oder wenn Faktoren, wie WĂ€rme oder KĂ€lte die Schmerzen beeinflussen.

Untersuchung der Gelenke

Die Untersuchung der Gelenke erfolgt im ersten Schritt durch das Abtasten und die ÜberprĂŒfung der Beweglichkeit. In einem zweiten Schritt kann der Zustand der Gelenke durch bildgebende Verfahren, wie Ultraschall, Röntgen, Kernspintomografie, einen Rheumascan oder die Gelenkszintigrafie untersucht und beurteilt werden.

Blutuntersuchung

Blutuntersuchungen können Aufschluss darĂŒber geben, ob ein Patient an Rheuma erkrankt ist. Einzelne Ergebnisse haben zwar keine Aussagekraft, die Kombination mehrerer Werte allerdings schon. Zum Einsatz kommen Laborwerte aus den Bereichen CRP, Rheumafaktor, ACPA, AntinukleĂ€re-Antikörper, Anti-DNS Antikörper, Antineutrophilen-Cytoplasma-Antikörper, ein Erreger-Nachweis von Borrelien, Chlamydien, Yersinien, Salmonellen und Shigellen und die HarnsĂ€urewerte.

Untersuchung mit bildgebenden Verfahren

Mit Hilfe von Ultraschall kann eine Sonografie der Gelenke durchgefĂŒhrt werden. Sie macht FlĂŒssigkeitsansammlungen und EntzĂŒndungen in den Gelenken sichtbar, genauso wie SchĂ€den an Knochen und Gelenken, Sehnenrisse, SehnenscheidenentzĂŒndungen, SchleimbeutelentzĂŒndungen und Kalkablagerungen im Gewebe. Auch kann eine verstĂ€rkte Durchblutung der Gelenkhaut festgestellt werden, was auf EntzĂŒndungen hinweist. So wird es möglich mittels Ultraschall auch eine Aussage zu treffen, in welcher Form die Krankheit aktiv ist.

Auch auf Röntgenaufnahmen können zerstörte Gelenke vor allem an HĂ€nden und FĂŒĂŸen sehr gut sichtbar gemacht werden. Das gleiche gilt fĂŒr die Entkalkung von Gelenkknochen. Das Problem bei den Röntgenaufnahmen ist, dass viele VerĂ€nderungen hier oft erst nach einem Jahr festgestellt werden können, wenn eine Behandlung lĂ€ngst hĂ€tte begonnen werden mĂŒssen.

Die Kernspintomografie gehört zusammen mit dem Ultraschall zu den Standard-Methoden bei der Untersuchung von Rheuma. Gelenk- und WeichteilverĂ€nderungen können hier bereits in einem sehr frĂŒhen Stadium erkannt werden. Hinzu kommt, dass die Behandlung fĂŒr den Patienten strahlenfrei stattfindet.

Der Rheumascan ist bisher noch wenig verbreitet. Er bildet die HĂ€nde in einer fluoreszenz-optischen Darstellung ab. Das Fluoreszenz-Mittel zeigt eine erhöhte Durchblutung der Gelenke an, die auf EntzĂŒndungen hinweist.

Bei der Gelenkszintigrafie erfolgt ein Screenings des ganzen Körpers. Das Verfahren wird nur dann eingesetzt, wenn andere Verfahren keine Ergebnisse geliefert haben, denn der Patient wird dabei radioaktiver Strahlung ausgesetzt.

Behandlung von Rheuma

Bisher ist Rheuma nicht heilbar. In der Behandlung wird daher das Augenmerk auf die Linderung von Symptomen und eine Verzögerung des Fortschreitens der Krankheit gelegt. Bestimmte Medikamente, wie Ibuprofen können vor allem zu Beginn der Krankheit Schmerzen und EntzĂŒndungen stoppen. Bei schweren VerlĂ€ufen hilft oft nur noch Kortison. DafĂŒr wirken Basistherapeutika zwar spĂ€t, aber fĂŒr eine lange Dauer. NatĂŒrliche Arzneimittel werden zwar erforscht, es fehlen aber bisher detaillierte Erkenntnisse. Meist werden sie nur begleitend zur Therapie mit schulmedizinischen Medikamenten eingesetzt.

Behandlung von Rheuma durch eine Optimierung des Lebsensstils

Mit der richtigen ErnĂ€hrung kann Rheuma positiv beeinflusst werden. Sie kann sowohl ein Auslöser fĂŒr die EntzĂŒndungen sein, was zum Beispiel bei Gicht klar ersichtlich ist, als auch grundsĂ€tzlich EntzĂŒndungen reduzieren. Auch eine Gewichtsreduktion durch eine bessere ErnĂ€hrung kann bei Rheuma sinnvoll sein. Neben der richtigen ErnĂ€hrung ist es wichtig fĂŒr ausreichend Bewegung zu sorgen, ohne dabei zu ĂŒbertreiben und generell zu versuchen Stress abzubauen. Auch ein Verzicht auf das Rauchen wird bei Rheuma empfohlen. In Bezug auf die ErnĂ€hrung kann ein wichtiger Punkt auch sein, nach LebensmittelunvertrĂ€glichkeiten zu suchen, denn sie liegen bei Rheuma-Patienten hĂ€ufig vor.

Behandlung von Rheuma durch Medikamente

Die medikamentöse Behandlung von Rheuma kann sich auf verschiedene Ziele konzentrieren: Schmerzen sollen gelindert, EntzĂŒndungen bekĂ€mpft und die Zerstörung der Gelenke soll gestoppt werden. Hierzu kann fĂŒr jeden Patienten die passende Medikation ganz unterschiedlich sein.

Die medikamentöse Behandlung von Rheuma lĂ€uft nach einem Stufenplan. Je nach dem in welchem Stadium der Krankheit sich ein Mensch befindet, kann der Stufenplan unterschiedlich sein. Die Medikation teilt sich auf in die beiden Bereiche Schmerzlinderung und EntzĂŒndungshemmung. Medikamente, die Symptome bekĂ€mpfen werden unterschieden in kortisonhaltige und kortisonfreie.

Behandlung von Rheuma durch natĂŒrliche NahrungsergĂ€nzungsmittel

Es gibt eine Reihe natĂŒrliche NahrungsergĂ€nzungsmittel, die Rheuma verbessern können. Dazu gehören Produkte mit Vitamin D. Auch eine SĂ€ure-Basen-Kur kann helfen, da die Krankheit ein Ergebnis einer ÜbersĂ€uerung sein kann. Antioxidantien können bei Rheuma als NahrungsergĂ€nzungsmittel eingenommen werden und erzielen gute Ergebnisse. Dazu gehören Produkte mit Vitamin C, Astaxanthin, OPC, Curcumin, Gerstengrassaft und Weizengrassaft oder Sulforapan. Auch den Vitaminen A und E und dem Vitamin-B-Komplex werden gute Wirkungen zur Linderung von Rheuma nachgesagt. In der Ananas ist zudem ein Enzym enthalten, das Bromelain, das zur EntzĂŒndungshemmung eingesetzt werden kann. Hilfreich sind außerdem die Spurenelemente Mangan, Selen und Bor. Des Weiteren kann ein Magnesiummangel die Entstehung von Rheuma fördern. Magnesiummangel wirkt sich auch auf die Osteoporose aus, die ja bei Rheuma eine begleitende Krankheit sein kann. Es kann auch hilfreich sein die Zink-Werte zu untersuchen und bei einem Mangel Zink einzunehmen. Spezielle NahrungsergĂ€nzungsmittel mit zum Beispiel Hagebutte werden gegen Rheuma angeboten. Das gleiche gilt fĂŒr Sulforaphan, einem Stoff, der in Brokkoli enthalten ist und fĂŒr SchwarzkĂŒmmelöl.

Behandlung von Rheuma durch Rhus toxicodendron

Rhus toxicodendron ist ein bekömmliches und natĂŒrliches Mittel zur Behandlung von Schmerzen in der Muskulatur und in den Gelenken. Es kann langfristig eingesetzt werden, denn es belastet den Körper nicht. Es wirkt gegen akute chronische Schmerzen und kann alleine oder auch in Begleitung anderer Medikamente gegeben werden, denn Wechselwirkungen sind nicht zu erwarten. Das natĂŒrliche Arzneimittel kann rezeptfrei in der Apotheke gekauft werden.

Behandlung von Rheuma durch Aconitum napellus

Aconitum napellus ist der natĂŒrliche Wirkstoff aus dem Blauen Eisenhut. Rheumatische EntzĂŒndungen sprechen auf eine Behandlung mit Aconitum napellus sehr gut an. Normalerweise wird der Wirkstoff zur Behandlung von ErkĂ€ltungen, Fieber, Husten, Schock, Kopfschmerzen oder auch bei Schlafproblemen eingesetzt.

Behandlung von Rheuma durch Apis mellifica

Das homöopathische Mittel Apis mellifica wird aus der Biene hergestellt und zeigt immer dann eine Wirkung, wenn die Beschwerden denen eines Bienenstiches Ă€hneln. Das können neben rheumatischen Beschwerden unter anderem auch EntzĂŒndungen der Haut, Mittelohr- oder BindehautentzĂŒndungen, EierstockentzĂŒndungen oder Fieber sein.

Behandlung von Rheuma durch Bryonia cretica

Bryonia cretica wirkt auf HĂ€ute innerhalb des Körpers, wie SchleimhĂ€ute, Rippen- oder Bauchfell, auf die Hirnhaut und auch auf die InnenhĂ€ute der Gelenke. Das homöopathische Arzneimittel hemmt EntzĂŒndungen dieser HĂ€ute, deswegen wirkt es unter anderem auch bei ErkĂ€ltungen.

Behandlung von Rheuma durch Ledum

Ledum palustre gehört zu den HeidekrautgewÀchsen und wird generell bei Verletzungen eingesetzt. Es wirkt gut im Bereich der Muskeln, der Sehnen, der BÀnder und Gelenke. Auch bei Insektenstichen kann es lindernde Wirkungen haben.

Behandlung von Rheuma durch Colchicum autumnale

Colchicum autumnale kommt in den Herbstzeitlosen vor. Der Wirkstoff kann zur Behandlung akuter GichtanfÀlle eingesetzt werden und wirkt daher auch bei rheumatischen Beschwerden.

Behandlung von Rheuma durch Berberis vulgaris

Die Behandlung von Rheuma ist ein klassisches Einsatzgebiet von Berberis vulgaris. Berberis wird aus den Wurzeln der Berberitze gewonnen. Es wirkt gut bei Beschwerden, die mit einem erhöhten HarnsĂ€urespiegel zu tun haben, wie zum Beispiel bei Nieren- und BlasenentzĂŒndungen, Leber- und Gallenleiden oder bei Gicht.

Behandlung von Rheuma durch Acidum salicylium

Meistens wird Acidum salicylium zur Behandlung von starkem Schwitzen angewendet, nicht nur unter den Achseln, sondern auch an den FĂŒĂŸen. Gleichzeitig wirkt es bei rheumatischen Beschwerden und bei einer ÜbersĂ€uerung des Magens.

Behandlung von Rheuma durch Dulcamara

Dulcamara ist ein NachtschattengewĂ€chs und nennt sich auch BittersĂŒĂŸ. Es wirkt nicht nur gegen rheumatische Beschwerden, sonder auch bei SchleimhautentzĂŒndungen, BlasenentzĂŒndung oder MittelohrentzĂŒndung.

Behandlung von Rheuma durch Beinwell

Beinwell ist eine sehr alte Heilpflanze, die schon seit Jahrtausenden eingesetzt wird. Er zeigt auch gute Wirkungen gegen Rheuma. In Studien konnte nachgewiesen werden, dass Beinwell bei Sportverletzungen sogar genauso gut hilft wie Diclofenac.

Behandlung von Rheuma durch Löwenzahn

Löwenzahn wird in der Behandlung von Rheuma oft in Mischungen mit anderen HeilkrÀutern, wie zum Beispiel Schafgarbe, Ackerschachtelhalm, BirkenblÀtter oder Weidenrinde gegeben.

Behandlung von Rheuma durch Heilerde

Heilerde wird bei Rheuma in Ă€ußerer Form als Wickel angewendet. Die Heilerde muss mit sehr kaltem Wasser angerĂŒhrt werden und dann auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden und so lange dort belassen werden, bis ein GefĂŒhl von WĂ€rme eintritt.

Behandlung von Rheuma durch Petersilie

In der Petersilie sind Stoffe enthalten, die die AktivitÀt von Superociddismutase erhöhen. Superociddismutase ist ein Enzym, das Gelenkbeschwerden lindern kann und die Rheuma-Zellen im Organismus zerstört.

Behandlung von Rheuma durch MĂ€desĂŒĂŸ

MĂ€desĂŒĂŸ wird in Mischungen mit anderen HeilkrĂ€utern als Tee gegen Rheuma verwendet. Vor allem in Verbindung mit Weidenrinde wirkt MĂ€desĂŒĂŸ entzĂŒndungshemmend und gegen Schmerzen. UnterstĂŒtzen können diesen Effekt HeilkrĂ€uter wie Brennessel, BirkenblĂ€tter oder auch HolunderblĂŒten.

Behandlung von Rheuma durch Teufelskralle

Teufelskralle ist ein altbekanntes Mittel gegen Rheuma, das allerdings noch nicht wissenschaftlich belegt werden konnte. Betroffene berichten aber, dass sich die Beweglichkeit durch die Einnahme von Teufelskralle steigern lÀsst.

Wer schreibt hier eigentlich?

Hilde Sonntag
  • Expertin fĂŒr HeilkrĂ€uter empfiehlt

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