Was ist Eucalyptusöl?

Eucalyptus in Ölform ist ein sehr beliebtes Mittel gegen Beschwerden der Atemwege, bei chronischen Erkrankungen wie Rheuma oder Arthritis oder bei einem schmerzenden Hals im Folge einer Erkältung. Es ist nicht umsonst ein beliebter Wirkstoff in einigen Medikamenten gegen Erkältungen, Hautpilze oder Entzündungen geworden. Bereits seit vielen Jahren schwören die Menschen auf die heilenden Wirkstoffe des Eucalyptusbaums.

Auch Leute, die unter unreiner Haut leiden, sollten es einmal mit Eucalyptussalbe versuchen. Durch die entzündungshemmende Wirkung können Hautprobleme besser abheilen.

Aber auch zur Behandlung der Mundhygiene ist Eucalyptus inzwischen ein sehr beliebter Inhaltsstoff in Zahncremes geworden, da Eucylyptus für einen lang anhaltenden frischen Atem sorgt und Bakterien abtötet, damit keine Entzündungen im Mundbereich auftreten.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Eucalyptusöl einnehmen?

Wer unter den Folgen einer Erkältung leidet und das Gefühl hat, dass sich die Symptome nicht bessern, der sollte ein Präparat mit Eucalyptus als Inhaltsstoff wählen. Durch das ätherische Öl kann Schleim weitaus besser abgehustet werden, die Atemwege werden viel schneller frei und man hat das Gefühl bereits nach wenigen Stunden besser durchatmen zu können.

Aber auch Menschen, die unter chronischen Erkrankungen wie Rheuma oder Arthritis leiden, die sollen versuchen, ob das Öl vom Eucalyptusbaum bei ihnen Linderung verschafft. Durch die verbesserte Durchblutung, die die Inhaltsstoffe vom Eucalyptus fördern, können die Ablagerungen besser abtransportiert werden und die Beweglichkeit wird gesteigert. Sportler, die oft mit schmerzenden Muskeln zu tun haben, können das Öl direkt auf die betreffenden Hautpartien auftragen. Das Öl zieht schnell in die Haut ein und beginnt die Muskelrisse durch eine bessere Durchblutung und Wärmeförderung abzuheilen.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Eucalyptusöl?

Vor allem in der kälteren Jahreszeit ist Eucalyptusöl sehr beliebt. In vielen Produkten gegen Erkältungen oder Halssschmerzen ist Eucalyptusöl als Wirkstoff enthalten. Eucalyptusöl hat eine entzündungshemmende und schleimlösende Wirkung und hilft schnell, dass Erkältungen sowie Schmerzen und Beschwerden gelindert werden. Dies geschieht dadurch, dass das Öl die Bronchien stimuliert, indem sie mehr Wasser abgeben. Dadurch löst sich gefestigter Schleim und er wird besser abgesondert. Folge davon ist das befreiende Abhusten und ein besseres Durchatmen. Das Eucalyptusöl hilft aber nicht nur bei Husten, sondern auch bei einer verstopften Nase.

Aber auch Patienten, die unter Asthma und chronischer Bronchitis leiden, schwören auf die Wirkung des Eucalyptusöls und dessen beruhigende Wirkung. Langfristig soll es die Beschwerden mildern und dauerhaft bessern.

Auch bei Muskelkater und Muskelschmerzen ist Eucalyptusöl eine super Möglichkeit, um die Beschwerden schnell und zuverlässig zu mildern. Dadurch, dass das Öl für eine stärkere Durchblutung sorgt, werden die kleinen Muskelrisse schneller heilen können und auch Krämpfe der Muskeln werden vermindert.

Selbst bei schwereren Erkrankungen wie Arthritis und Rheuma hat Eucaltyptusöl eine nachgewiesene Wirkung. Durch die bessere Durchblutung, die das Öl fördert, werden die Ablagerungen in den Gelenken, die durch die Erkrankungen entstehen, weitaus besser abgesondert. In Folge dessen mindern sich die Schmerzen erheblich.

Eucalyptusöl ist aber auch häufig in Hautcremes enthalten, da es eine antibakterielle Wirkung hat. Es hilft Entzündungen zu hemmen und ist sogar ein zuverlässiger Helfer, bei einer Pilzinfektion.

Ebenfalls beliebt ist Eucalyptusöl in Zahncremes. In Zahncremes wirkt Eucalytpusöl antibakteriell, tötet somit Bakterien ab, bevor sie in Magen oder die Lungen gelangen. Außerdem sorgt sein frischer Geruch für langanhaltende Mundhygiene und ist deswegen bei vielen Leuten so beliebt.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Eucalyptusöl auftreten?

Ein Wirkstoff, der in Eucalyptusöl enthalten ist, nennt sich Cineol. Cineol kann auf der Haut extrem reizend wirken, da er so viele Aromastoffe enthält. Aber auch aufgetragen auf die Schleimhäute, kann Eucalytpusöl eine stark reizende Wirkung haben. Vor allem sollte man vermeiden, dass Eucalyptusöl in die Augen gerät. Sollte dies dennoch vorgekommen sein, dann ist es wichtig die Augen sofort mit reichlich Wasser auszuspülen und bei Beschwerden sofort ärztlichen Rat einzuholen.

Frauen, die sich gerade in einer Schwangerschaft befinden, sollten absolut auf eine komplette Einnahme des Eucalyptusöls verzichten. Das Öl kann, egal in welcher Einnahmeform, bei zu starker Konzentration Schäden an der Leber hervorrufen.

Aus diesem Grund ist eine Einnahme bei kleinen Kindern nicht ratsam, um Gesundheitsschädigungen zu vermeiden.

Wer einen empfindlichen Magen hat oder eine chronische Magenerkrankung, sollte auch dringend auf die Einnahme verzichten. Aufgrund der möglichen reizenden Wirkung des Öls, kann es somit die Beschwerden verstärken.

Bei einer regelmäßigen Einnahme von Medikamenten muss die Einnahme vorher mit einem Arzt besprochen werden, da es sein kann, dass die zusätzliche Einnahme des Öls die Wirkung von Medikamenten herabsetzen kann.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Eucalyptusöl, bis sich erste Erfolge einstellen?

Wird Eucalyptusöl als Öl auf die Haut aufgetragen, um Muskelschmerzen zu verbessern, dann kann man bereits nach wenigen Stunden eine deutliche Verbesserung der Beschwerden spüren. Die Durchblutung wird direkt nach dem Auftrag gefördert, weswegen sich die schnelle Wirkung bemerkbar macht.

Aber auch Hustenbonbons, die Eucalyptusöl als Wirkstoff enthalten, versprechen eine schnelle Abhilfe. Durch die entzündungshemmende Wirkung verbessern sich die Beschwerden innerhalb eines Tages. Nach mehreren Tagen sollten die Beschwerden so gut wie komplett abgeheilt sein. Wird Eucalytpusöl als Salbe verwendet, um die Atemwege zu befreien, tritt die Wirkung schon nach kurzer Zeit auf. Durch das Einatmen des Öls, werden die Wirkstoffe direkt aufgenommen und ein besseres Durchatmen ermöglicht.

Wird Eucalyptusöl bei Erkrankungen von Rheuma und Arthritis eingesetzt, wird die Anwendungsdauer, je nach Schweregrad, einige Zeit benötigen, bis sich erste Erfolge einstellen. Nach etwa zwei Wochen sollte man allerdings bereits Milderungen der Symptome verspüren.

Bei Hautpilzen stellt sich ebenfalls eine rasche Wirkung ein. Das Öl verhindert eine weitere Infektiongefahr und dämmt die Entzündung ein, sodass sich bereits nach wenigen Tagen ein sichtbar verbessertes Hautgefühl einstellt.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Eucalyptusöl ?

Beheimatet ist der Eucalyptusbaum in subtropischen Klimaregionen. Das Heimat- und Ursprungsland ist Australien, wo der Eucalyptusbaum tatsächlich 70% des Baumbestandes der Waldregionen einnimmt. Auch in Tasmanien ist er weit verbreitet.

Zum wirtschaftlichen Abbau wird er auch in Europa, Südamerika und Nordafrika angebaut. Der Eucalyptusbaum ist vor allem für seine gute Holzqualität beliebt, aber auch aufgrund seines extrem schnellen Wachstums, was gerade für die Holzindustrie ein großer Vorteil ist.

Allerdings ist der Anbau des Eucalyptusbaums auch sehr umstritten. Durch seine tief greifenden Wurzeln trocknet der Baum den Boden komplett aus und entzieht vielen Tieren somit den wichtigen Nährboden. Um den Wasservorrat wieder zu steigern, werden Eucalyptusbäume sogar systematisch abgebaut. Auch zählt er für die meisten heimischen Tiere nicht als Lebensraum und verdrängt durch sein Wachstum viele andere Pflanzenarten, die somit immer mehr aussterben. Ebenfalls erhöhen tut der Eucalyptusbaum die Waldbrandgefahr, da er nicht nur für Trockenheit sorgt, sondern auch Waldbrände stark anfeuert.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Eucalyptusöl aus?

Eucalyptusöl wird aus dem Eucalyptusbaum gewonnen. Eucalyptusbäume sind immergrün, sehr groß und haben viele Sträucher. Unter den gesamten Eucalyptusarten gilt der Riesen-Eucalyptus sogar als größter Laubbaum der Welt. Ein Exemplar davon wurde mit einer Größe von 97 Metern gemessen. Sein Stammumfang hat sage und schreibe 20 Meter betragen. Die Blütenstände eines Eucalyptusbaums enthalten sehr viele Blüten. Die Bestäubung der Blüten erfolgt durch Vögel oder Insekten.

Die Eucalyptusfrucht ist eine zapfenartige und holzige Kapselfrucht. An ihrem Ende erhalten sie eine Öffnung, die die neuen Samen freigeben. Die Blätter des Eucalyptusbaums riechen sehr stark und strahlen ihren Duft deutlich aus.

Trivialnamen

Unter welchen Bezeichnungen ist Eucalyptusöl noch bekannt?

FrĂĽher war der Eucalyptusbaum unter dem Namen „Drachenbaum“ bekannt. Diesen Namen hat er seiner enormen Größe und Wuchtigkeit zu verdanken. Ein anderer Entdecker nannte den Baum damals „Harz-Drache“.

Der Name Eucaplytus setzt sich aus dem altgriechischem εὖ eu zusammen, was so viel heiĂźt wie gut und schön. Und aus καλυπτός kalyptos, was auf deutsch so viel heiĂźt wie versteckt. Das „versteckt“ bezieht sich dabei auf die Frucht des Eucalyptusbaums, die versteckt unter den Blättern wächst. Der Eucalyptusbaum hat bis heute mehr als 700 Untergattungen, welche zur Gattung Eucalyptus zählen.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Eucalyptusöl enthalten?

Im Eucalyptusöl sind bis zu 400 verschiedenen Inhaltsstoffe anzutreffen. Zu den bekanntesten zählen Cineol, Pinen, Harze, Limonen, Geraniol und Bitterstoffe.

Ă„hnliche Superfoods

Gibt es ähnliche Superfoods, die wirken wie Eucalyptusöl?

Das wohl mit bekannteste Dupe zum Öl vom Eucalyptusbaum ist das Teebaumöl. Teebaumöl wirkt ebenfalls antibakteriell, tötet Bakterien ab und wirkt entzündungshemmend. Es verhindert eine weitere Ausbreitung einer entzündeten Stelle und wirkt dabei desinfizierend. Genauso wie das Eucalyptusöl wird Teebaumöl auch bei der Behandlung von Pilzinfektionen eingesetzt.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Eucalyptusöl am Markt zu kaufen?

Die wohl bekannteste Einnahmeform des Eucalyptus ist die Form des ätherischen Öls. Das Öl wird direkt auf die betreffenden Hautpartien aufgetragen, wo es seine Wirkung direkt beim Hautkontakt entfaltet.

Auch sehr bekannt ist Eucalyptus in Form des Wirkstoffes in Tabletten. Das Öl ist beispielsweise im beliebten Erkältungsmedikament Gelomyrtol enthalten, welches in Tabletten und Kapselform erhältlich ist und mit Wassser eingenommen wird. So entfaltet der Eucalyptus seine Wirkung quasi bon innen.

In den kalten Wintermonaten findet man den Wirkstoff vom Eucalyptus auch gerne in Hustenbonbons. Dabei werden diese Bonbons gelutscht und entfalten ihre Wirkung direkt beim Schlucken an den entzünden Hals- und Rachenbereich. Auch beliebt ist die Anwendung von Eucalyptus als Salbe, welche auf den Brustkorb aufgetragen wird. Hierbei hilft die Salbe beim Befreien der verstopfen Atemwegen als Resultat einer Erkältung. Gleichzeitig wirkt Eucalyptus in dieser Form als reizend, sodass sich Schleim weitaus besser löst und in Folge dessen Ablagerungen besser abgehustet werden können und sich eine schnelle Verbesserung des Atemgefühls einstellt.

Auch als Badeöl ist Eucalyptus erhältlich. Dabei werden ein paar Tropfen des Öls mit in das Wasser gegeben und der Wasserdampf wird inhaliert.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Eucalyptusöl als NEM?

Wird das Öl zum Inhalieren verwendet, reichen bereits 2-4 Tropfen, die im heißen Wasser aufgelöst werden, damit sich der Dampf des Öls genügend entwickelt. Tagsüber sollte bis zu drei Mal mit dem Öl inhaliert werden, damit sich eine schnelle Verbesserung der Symptome einstellt.

Bei Verwendung einer Salbe, die Eucalyptus enthält, reicht bereits eine dünne Schicht aufgetragen auf dem Brustkorb, sodass die Einatmung des Öls erfolgt.

Die Verzehrempfehlung als Tablette ist direkt auf den Medikamenten vermerkt, an die man sich auch halten sollte. Eine Überdosierung kann nämlich zu Schädigungen an der Leber führen, weswegen man davon dringend abraten sollte.

Nimmt man Eucalyptus in Form von Hustenbonbons ein, so ist die Wirkung eher gering, sodass es nicht so schnell zu einer Ăśberdosierung kommt. Sobald neue Beschwerden auftreten, kann man wieder ein neues Bonbon einnehmen.

Gibt es beim Kauf von Eucalyptusöl etwas zu beachten?

Vor einer regelmäßigen Einnahme sollte erst die Verträglichkeit überprüft werden. Wird das Öl als Salbe verwendet, sollte man erst eine kleine Menge der Salbe auf eine Hautpartie geben. Anschließend wird ein Pflaster über die behandelte Stelle geklebt werden. Treten nach 24 Stunden keine Hautreizungen auf, dann kann die Verwendung der salbe problemlos fortgesetzt werden.

Bei der Einnahme zum Inhalieren sollte erst mit wenigen Tropfen des Ă–ls begonnen werden, um keine Ăśberreaktion hervorzurufen. Treten nach der Inhalation Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Ăśbelkeit auf, dann sollte auf eine weitere Inhalation verzichtet werden oder die weitere Einnahme vorher mit einem Arzt besprochen werden.

Wird Eucalyptus als Kapsel oder Tablette eingenommen, kann es unter Umständen zu Nebenwirkungen wie Durchfall, Magenbeschwerden oder Erbrechen kommen.

Schwangere sollten komplett von einer Einnahme absehen, damit es zu keinen Schädigungen kommen kann.

Ebenfalls sollten Leute, die von einer Magen-Darm-Erkrankung betroffen sind von einer Einnahme absehen, da Eucalytpus eine zustätzliche Reizung darstellen kann und sich die Beschwerden somit verstärken.

Kleinkinder und Säuglinge dürfen in keinen Kontakt mit Eucalyptus-Zubereitungen kommen, da sämtliche Einnahmeformen gegebenenfalls Schäden an der Leber hervorrufen können. Asthmatiker sollten ebenfalls auf eine Einnahme von Eucalyptus verzichten. Durch die Wirkung der Inhaltsstoffe können die ohnehin schon vorbelasteten Atemwege noch weiter gereizt werden, sodass ernsthafte Probleme auftreten, die anschließend ärztlich behandelt werden müssen.

Wichtig ist, dass das Öl auf keinen Fall auf Schleimhäute oder den Augenbereich aufgetragen wird. Das Öl kann extrem reizend Wirken. Bei Kontakt mit den Augen sollten diese direkt gründlich ausgewaschen werden. Tritt die Reizung dadurch nicht zurück, sollte so schnell wie möglich ein Arzt aufgesucht werden.

Unsere Produkt-Empfehlung für Eucalyptusöl
Hilde Sonntag
  • Expertin fĂĽr Heilkräuter empfiehlt

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Quellen zu diesem Beitrag
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