Die Einnahme von Nahrungseränzung ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

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Heilpflanze

Edelgamanter

Autor

Sabrina Laidner
Expertin für Ayurveda
Edelgamanter

enthaltene
Wirkstoffe

behandelnde
Symptome

zu behandelnde
Symptome

30

recherchierte
Studien

Eckdaten zu Edelgamanter

Was ist Edelgamanter?

Der Edelgamanter, mit wissenschaftlichem Namen Teucrium chamaedrys L., gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Sein wissenschaftlicher Name geht auf die Ähnlichkeit seiner Blätter mit Eichenblättern zurück. Die Blattform schließt auch eine Verwechslung mit anderen in Europa heimischen Gamander-Arten aus. Die Pflanze ist meist an trockenen, sonnigen Standorten zu finden. Er bevorzugt kalkreiche Böden. Er wächst in Süd- und in ganz Mitteleuropa, wobei er in Deutschland meistens in Süddeutschland zu finden ist.

Der Edelgamanter ist ein zwergwüchsiger kleiner Strauch, bei dem die älteren Äste nach unten und die jungen, noch nicht verholzten, Zweige nach oben stehen. Sie entwickelt lange, den Boden entlang kriechende Ausläufer. Die Pflanze kann 10 bis 30 Zentimeter hoch werden. Sie hat rotviolette dünne Stängel und ledrige dunkelgrüne Blätter. Diese sind mit kurzen Stielen versehen, elliptisch geformt und auf der Unterseite behaart. Am auffälligsten sind die rosa bis purpurrote Blüten, die sich zwischen Juni und September entwickeln. Aus diesen entstehen im Hochsommer Klausen-Früchte, die die Samen enthalten. Die Pflanze riecht leicht aromatisch. Ihr Geschmack ist ziemlich bitter.

Die Heilpflanze wird bereits seit Jahrhunderten als Heilpflanze eingesetzt, indem aus dem Kraut der Pflanze ein Tee zubereitet wird. Dieser Tee ist sehr aromatisch, aber etwas bitter. Nachdem bekannt wurde, dass die Pflanze die Leber belasten kann, wurde sie in der Naturheilkunde kaum noch eingesetzt. Allerdings besteht dieses Risiko nur, wenn die Heilpflanze zu hoch dosiert wird und über einen längeren Zeitraum angewendet wird..

Aufgrund seines Gehaltes an ätherischen Ölen, Bitterstoffen und Gerbstoffen wird der Edelgamanter auch zur Herstellung von verdauungsfördernden, appetitanregenden und belebenden Likören verwendet.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Edelgamanter einnehmen?

Die Anwendungsbereiche der Heilpflanze sind, wie folgt:

  • Appetitlosigkeit
  • Asthma
  • Blähungen
  • Bronchitis
  • Darmschwäche
  • Gallenschwäche
  • Gicht
  • Hautentzündungen
  • Husten
  • Kopfschmerzen
  • Langsam heilende Wunden
  • Magenschwäche
  • Rheuma

Zuerst einmal sollte vermerkt werden, dass Menschen mit Leberschäden, diese Heilpflanze nicht verwenden sollten, da sie die Leber belasten soll. Die Leber-schädigende Wirkung ist allerdings nur dann zu befürchten, wenn die Heilpflanze zu hoch dosiert und über einen zu langen Zeitraum eingenommen wird..

Ansonsten kann das Heilkraut oral eingenommen oder auf der Haut verwendet werden. Innerlich angewendet werden kann es als Tee oder in Wein eingelegt. In dieser Form ist er wirksam gegen Atemwegserkrankungen wie Reizhusten und Bronchitis. Damit können auch asthmatische Leiden behandelt werden. Weiterhin wird die Pflanze gegen Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt, seien s ein Reizmagen, Darmschmerzen, Blähungen, Magen- und Gallenschwäche, Appetitlosigkeit, Verdauungsprobleme oderd chronischer Durchfall.

Weil die Heilpflanze auch Wirkstoffe hat, die das Fieber senken und antiseptisch wirken, kann sie auch für die Behandlung von grippalen Infekten benutzt werden. Weiterhin dient die Pflanze zur Behandlung von Gicht und rheumatischen Beschwerden, sowie chronischen Kopfschmerzen.

Zur äußerlichen Anwendung, also als Zusatz zum Bade- oder Waschwasser und als s Heilmittel, das auf bestimmte Stellen auf der Haut aufgetragen wird, eignen sich frische Teeaufgüsse und Tinkturen, die aus in Doppelkorn eingelegten Blättern des Edelgamanter hergestellt werden. In dieser Form eignet sich das Heilkraut bei entzündlichen Hauterkrankungen und bei Wunden oder Verletzungen, die schlecht abheilen oder sich entzündet haben. Bei Rheuma sollte die Heilpflanze hauptsächlich im Bade- oder Waschwasser eingesetzt werden.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Edelgamanter?

Diese Heilpflanze hat die folgenden Wirkungen:

  • antiseptisch (keimtötend)
  • fiebersenkende
  • Gallensekretions-fördernd
  • Magen-wirksam (verdauungsfördernd)
  • wundheilend
  • adstringierend
  • anregend
  • entzündungshemmend
  • harntreibend
  • tonisierend.

Aufgrund dieser Wirkungen gilt der Edelgamanter als effektives Heilmittel gegen Beschwerden der Atemwege wie Reizhusten, Bronchitis und Asthma bronchiale. Auch gegen Magen-Darm-Leiden wie einen Reizmagen, Schmerzen im Darm, Blähungen, Verdauungsstörungen, chronischen Durchfall und gegen Gallen- und Magenprobleme kann das Heilkraut erfolgreich eingesetzt werden.

Des Weiteren hat die Heilpflanze eine fiebersenkende Wirkung, was ihn auch zur Behandlung von grippalen Infekten geeignet macht. Sie ist auch wirksam gegen rheumatische Erkrankungen, chronische Kopfschmerzen und Gicht.

Die Inhaltsstoffe der Heilpflanze beschleunigen äußerlich angewendet den Prozess der Wundheilung.

Verwendet werden in der Naturheilkunde die blühenden Sprossspitzen und die Blätter. Gesammelt wird von Mai bis September. Nach dem Sammeln werden die Pflanzenteile an einem luftigen, schattigen Ort möglichst schnell getrocknet.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Edelgamanter auftreten?

Bei Überdosierung oder langfristiger Einnahme kann der Edelgamanter die Leber belasten. Eine Überdosierung liegt vor, wenn Sie mehr als drei Tassen des Tees am Tag trinken und das über den Zeitraum von sechs Wochen fortsetzen.

Vor allem wegen dieser Belastung der Leber sollten Sie vor der Einnahme der Heilpflanze immer vorher mit einem Arzt Rücksprache halten. Wie Sie später in diesem Ratgeber sehen gibt es außerdem viele wirksame Heilpflanzen, die dieselbe Wirkung aufweisen, bei denen aber keine Nebenwirkungen zu befürchten sind.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Edelgamanter, bis sich erste Erfolge einstellen?

Aufgrund der möglichen Belastung der Leber sollte die Anwendungsdauer dieser Heilpflanze sechs Wochen nicht überschreiten. Nach einer sechswöchigen Pause kann dann die Behandlung bei Bedarf wieder fortgesetzt werden.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Edelgamanter?

Der Edelgamanter wächst in Süd- und Mitteleuropa. Die Pflanze bevorzugt sonnige und trockene Standorte auf Kalkgestein. Sie kann bis in Höhenlagen von 1800 Metern gefunden werden. In Deutschland wächst die Pflanze vorrangig im Süden.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Edelgamanter aus?

Der Edelgamanter ist ein kleiner Strauch. Seine älteren Äste liegen nach unten nieder und die jungen Zweige, die noch nicht verholzt sind, ragen nach oben. Der Strauch kann eine Höhe von 10 bis 30 Zentimetern erreichen. Er hat rotviolette dünne Stängel. Seine Blätter sind ledrig und dunkelgrün glänzend mit kurzen Stielen. Die Blätter sehen wie Eichenblätter aus und sind auf der Unterseite behaart. Die Pflanze entwickelt von Mai bis September purpurrote bis rosa Blüten in der typischen Form der Lippenblütler. Die Blüten haben drei Millimeter lange Stiele. Ihr Kelch ist sechs bis acht Millimeter lang. Aus den Blüten entwickeln sich Früchte mit einer fein adrigen Oberfläche, die 1,5 bis 2 Zentimeter lang sind. Die Samen werden durch den Wind verbreitet. Die Pflanze hat einen angenehm aromatischen Geruch.

Trivialnamen

Unter welchen Bezeichnungen ist Edelgamanter noch bekannt?

Der Edelgamanter, mit wissenschaftlichem Namen Teucrium chamaedrys L., ist auch unter den Namen Gamander, echter Gamander, breitblättriger Edelgamander, Kalenderkraut oder Schafkraut bekannt.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Edelgamanter enthalten?

Wichtige Inhaltsstoffe des Edelgamanter sind:

  • Gerbstoffe
  • ätherisches Öl
  • Bitterstoffe

Ähnliche Heilpflanzen

Gibt es ähnliche Heilpflanzen, die wirken wie Edelgamanter?

Atemwege können die folgenden Heilkräuter/Heilpflanzen eingesetzt werden:

Bei Magen-Darm-Beschwerden können die folgenden Heilkräuter/Heilpflanzen eingesetzt werden:

Gegen Gicht helfen die folgenden Heilkräuter/Heilpflanzen:

Gegen Kopfschmerzen können die folgenden Heilkräuter/Heilpflanzen verwendet werden:

Gegen rheumatische Beschwerden finden die folgenden Heilkräuter/Heilpflanzen ihren Einsatz:

Heilkräuter/Heilpflanzen, die wundheilende Wirkung besitzen, sind:

  • Arnika
  • Beinwurz
  • Breitwegerich
  • Ehrenpreis
  • Eichenblätter
  • Enzian
  • Fichte
  • Gänseblümchen
  • Kamille
  • Lärche
  • Leinkraut
  • Ringelblume
  • Schafgarbe
  • Ziestkraut
  • Zinnkraut

Die folgenden Heilkräuter/Heilpflanzen haben eine fiebersenkende Wirkung:

  • Holunder
  • Linde
  • Pfefferminze
  • Salbei
  • Kamelie
  • Ingwer
  • Thymian
  • Fenchel

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Edelgamanter am Markt zu kaufen?

Edelgamanter ist nur in Form von getrockneten, zerkleinerten Blättern am Markt erhältlich. Daraus lassen sich Tee und Tinktur herstellen.

Für einen Edelgamander-Tee übergießt man ein bis zwei Teelöffel getrockneter Blätter mit einer Tasse kochenden Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Anschließend wird er ab geseiht und in kleinen Schlucken getrunken.

Edelgamanter wurde auch gerne als Gewürz für Wein verwendet. Dazu legt man einige Edelgamanter Blätter oder Triebe zwei bis sechs Wochen in Wein ein. Dann seiht man den Wein ab und kann dreimal täglich ein bis zwei Esslöffel davon einnehmen.

Für den Anbau in Ihrem eigenen Garten können Sie auch Edelgamander-Pflanzen erstehen. Sie eignen sich gut für einen Steingarten.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Edelgamanter als NEM?

Da der Tee eine Leber-belastende Tendenz hat, sind höchstens drei Tassen am Tag erlaubt. Vom Edelgamander-Wein sind höchstens drei Esslöffeln am Tag erlaubt.

Damit die Leber nicht angegriffen wird, sollte die orale Anwendung der Heilpflanze nur Kurweise erfolgen. Nach spätestens sechs Wochen sollte sie abgesetzt werden. Nach einer sechswöchigen Pause, die die gesundheitsschädigende Langzeitwirkung verhindert, kann die Behandlung dann bei Bedarf fortgesetzt werden. Die Kurweise Behandlung führt nicht zur Gewöhnung und die Wirkung des Edelgamanters wird dadurch nicht beeinträchtigt.

Gibt es beim Kauf von Edelgamanter etwas zu beachten?

Wenn Sie getrocknete Edelgamader-Blätter für Tee kaufen, sollten Sie darauf achten, dass die Blätter schonend getrocknet wurden und dass sie keinerlei Spuren von Pilzen oder Schimmel aufweisen.

Vom Edelgamanter werden die Blätter und das Kraut verwendet. Wenn Sie die Pflanze in Ihrem Garten anpflanzen, sollten Sie die Pflanzenteile nach dem Sammeln an einem luftigen, schattigen Ort möglichst schnell trocknen. Dasselbe gilt natürlich auch, wenn Sie die Möglichkeit haben, die Pflanzenteile wild zu sammeln.

Die Pflanze liebt einen sonnigen, wenig nährstoffreichen Standort. Sie sollte mit einem Abstand von 20 bis 30 Zentimeter zueinander gepflanzt werden. Pflanzen in Containern können das ganze Jahr über gepflanzt werden, obwohl das Frühjahr zur Anpflanzung die beste Zeit ist. Edelgamanter blüht selbst bei Trockenheit. Sie ist eine ideale Futterpflanze für Bienen und Hummeln. Die Pflanze sollte im Frühjahr nachgeschnitten werden. Das kann allerdings bei starkem Wuchs auch schon während der Blütezeit geschehen. Sie blüht dann wieder neu, ohne negativ auf den Rückschnitt zu reagieren.

Der Edelgamanter stellt ansonsten keine großen Ansprüche. Er übersteht auch Trockenzeiten ebenso wie niedrigere Temperaturen sehr gut, ohne Schaden zu nehmen.

Studien zu Edelgamanter

  1. Iridoid glycosides and polyphenolic compounds from Teucrium chamaedrys L.
  2. Isolation and identification of a new neo-clerodane diterpenoid from Teucrium chamaedrys L.
  3. Hepatotoxicity of Germander (Teucrium chamaedrys L.) and One of Its Constituent Neoclerodane Diterpenes Teucrin A in the Mouse
  4. Neo-clerodane diterpenoids and phenylethanoid glycosides from Teucrium chamaedrys L.
  5. Would Sacaca, Croton cajucara Benth (Euphorbiaceae) be an hepatotoxic plant like Germander, Teucrium chamaedrys L. (Labiatae)?
  6. Composition of the essential oil of Teucrium chamaedrys L. (Lamiaceae) from Turkey
  7. The effectiveness of Teucrium chamaedrys L. extracts on endometriotic implant regression in rat endometriosis model
  8. Secondary metabolites and metal content dynamicsin Teucrium montanum L. and Teucrium chamaedrys L. from habitats with serpentine and calcareous substrate
  9. The essential oil composition of Teucrium chamaedrys L. from Iran
  10. Analysis by high-performance liquid chromatography of teucrin A in beverages flavoured with an extract of Teucrium chamaedrys L.
  11. Chemical Composition of the Essential Oils of Teucrium chamaedrys L. from Corsica and Sardinia
  12. Ecophysiological adaptations of water relations of Teucrium chamaedrys L. to the hot and dry climate of xeric limestone sites in Franconia (Southern Germany)
  13. Hepatotoxicity of Teucrium chamaedrys L. decoction: role of difference in the harvesting area and preparation method
  14. Chemical Composition and Antimicrobial Activities of the Essential Oils of Teucrium chamaedrys. subsp. chamaedrys., T. orientale. var. puberulens., and T. chamaedrys. subsp. lydium.
  15. Direct inhibition of calcineurin by caffeoyl phenylethanoid glycosides from Teucrium chamaedrys and Nepeta cataria
  16. Morphology and phytochemistry of Teucrium chamaedrys L. (Lamiaceae) cultivated at the Ghirardi Botanic Garden (Lombardy, Northern Italy)
  17. Compositions of Essential Oils and Trichomes of Teucrium chamaedrys L. subsp. trapezunticumRech. fil. and subsp. syspirense(C. Koch) Rech. fil.
  18. Antioxidant Activity, Phenol and Flavonoid Contents of Different Teucrium Chamaedrys L.Exstracts
  19. Potential of Teucrium chamaedrys L. to modulate apoptosis and biotransformation in colorectal carcinoma cells
  20. Chemical Fractionation Joint to In-Mixture NMR Analysis for Avoiding the Hepatotoxicity of Teucrium chamaedrys L. subsp. chamaedrys
  21. Isolation and characterisation of selected germander diterpenoids from authenticated Teucrium chamaedrys and T. canadense by HPLC, HPLC-MS and NMR
  22. The Effects of Light on Callus Growth and Somatic Embryogenesis from Lavandula vera and Teucrium chamaedrys: A Preliminary Study
  23. Bioactivity-guided isolation of compounds with antiproliferative activity from Teucrium chamaedrys L. subsp. sinuatum (Celak.) Rech. f.
  24. Composition of the Essential Oil of Teucrium chamaedrys L. subsp. syspirense (C. Koch) Rech. fil. Growing Wild in Iran
  25. Effect of Different Treatments on Breaking Dormancy of Teucrium chamaedrys L. Seed
  26. PHYTOCHEMICALS AND ANTIOXIDANT STUDY OF TEUCRIUM CHAMAEDRYS (L.) PLANT
  27. Evaluation of Antioxidant and Antimicrobial Activities and Phenolic Profile for Hyssopus officinalis, Ocimum basilicum and Teucrium chamaedrys
  28. Altered apoptosis and biotransformation signaling in HCT-116 colorectal carcinoma cells induced by Teucrium chamaedrys L. extract
  29. Importance of phenolics in populations of Teucrium chamaedrys (Lamiaceae) from serpentine soils
  30. Inter-population variation in phenolic content of Teucrium chamaedrys L. from the localities in the Balkan Peninsula

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*Da es sich um ein Naturprodukt handelt, können diese Werte leicht abweichen.

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