Die Einnahme von Nahrungseränzung ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

Heilpflanze

Breitwegerich

Autor

Gertrud Winkelmair
Chefredaktion Superfoods
Breitwegerich

enthaltene
Wirkstoffe

zu behandelnde
Symptome

30

recherchierte
Studien

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behandelnde
Symptome

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recherchierte
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Was ist Breitwegerich?

Der Breitwegerich, mit wissenschaftlichem Namen Plantago Major, gehört zur Pflanzenfamilie der Wegerichgewächse (Plantaginaeceae) und ist eng mit dem Spitzwegerich verwandt. Er ist eine der bekanntesten Wildpflanzen in unseren Breiten.

Der Breitwegerich ist eine sehr alte Heilpflanze, die schon den Assyrern bekannt war. In der griechischen Antike und im Mittelalter wurde er in der Volksheilkunde zur Behandlung rheumatischer Erkrankungen eingesetzt. Bei dem römischen Autor Plinius der Ältere, der ein Jahrhundert nach Christus lebte, steht zu lesen, dass die Pflanze sogar bei Skorpion-Stichen und Tierbissen half.

Die Blätter der Pflanze haben die Form einer menschlichen Fußsohle. Daher stammt auch ihr wissenschaftlicher Name. Plantago wurde von Planta, das Fußsohle bedeutet, abgeleitet. Die Indianer nannten den Wegerich „Fußstapfen des weißen Mannes“. Er verbreitet sich nämlich über all dort, wo die Europäer in Amerika siedelten.

Die Pflanze ist als Liebhaber von stark verdichten Böden auf Wegen und am Wegesrand zu finden. Er ist ziemlich unempfindlich gegen Tritte von Menschen oder Tieren.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Breitwegerich einnehmen?

Die Anwendungsbereiche sind, wie folgt:

  • Appetitlosigkeit
  • Asthma
  • Blasenschwäche
  • Bronchitis
  • Durchfall
  • Geschwüre
  • Halsentzündung
  • Husten
  • Keuchhusten
  • Entzündung der Magenschleimhaut
  • Mückenstiche
  • Verdauungsschwäche
  • Wunde Füße
  • Wunden
  • Würmer

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Breitwegerich?

In der Volksheilkunde gilt der Breitwegerich als bewährtes Hausmittel gegen unterschiedliche Beschwerden. Er hat eine abschwellende und adstringierende Wirkung. Er wirkt blutreinigend, blutstillend, entzündungshemmend und harntreibend. Besonders dem Saft der Blätter werden verschiedene Heilwirkungen zugeschrieben.

Zur Wundheilung

In dem Pflanzensaft ist das entzündungshemmende Aucubin enthalten. Er fördert die Wundheilung und wird daher zerkaut oder zerrieben auf kleine Wunden der Haut oder Insektenstiche gelegt.

Zur Linderung und Vorbeugung von Blasen

Wenn Sie sich unterwegs eine Blase an den Füßen laufen oder ganz allgemein die Füße schmerzen, sind die Blätter der Pflanze ein ausgezeichnetes Mittel, um die Schmerzen zu lindern. Dazu wird ein Blatt in den Schuh gelegt, um etwaige Druckstellen zu kühlen.

Gegen Husten und Erkrankungen der Atemwege

Als Brei oder Tee wird er zur Behandlung von Husten oder Erkrankungen der Atemwege eingesetzt. Da dieser Gerbstoffe enthält, lindert er Reizhusten und hilft bei Atemwegs- und Schleimhautentzündung.

Gegen Durchfall

Tee aus Breitwegerich findet seinen Einsatz bei Magen-Darm-Erkrankungen und bei Durchfall. Die verdauungsfördernde Wirkung ist wissenschaftlich nicht nachgewiesen.

Tee aus Breitwegerich selber machen

Um Tee aus der Pflanze zu machen, gibt man ein bis zwei Teelöffel frische Blätter oder einen Teelöffel getrocknete Blätter in einen Topf. Die Blätter werden mit kochendem Wasser übergossen. Die Mischung muss fünf bis zehn Minuten lang ziehen. Dann kann der Tee durch ein Sieb abgegossen werden und in kleinen Schlucken getrunken werden. Man kann bis zu drei Tassen Breitwegerich-Tee am Tag zu sich nehmen.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Breitwegerich auftreten?

Breitwegerich ist grundsätzlich gut verträglich und es sind keine Nebenwirkungen bekannt. Während der Blütezeit von Mai bis September können manche Menschen allergisch auf die Blütenpollen reagieren.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Breitwegerich, bis sich erste Erfolge einstellen?

Da beim Breitwegerich keine Nebenwirkungen und keine Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten bekannt sind, kann er so lange angewendet werden, bis die Beschwerden verschwunden sind. Wie alle Naturheilmittel braucht er sehr wahrscheinlich etwas Zeit, bis er wirkt.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Breitwegerich?

Der Breitwegerich war ursprünglich in Europa heimisch, hat sich aber mittlerweile weltweit verbreitet. Die europäischen Siedler brachten ihn nach Nordamerika, weshalb er von den Ureinwohnern auch als „Fußstapfen des weißen Mannes“ bezeichnet wurde.

Die Pflanze ist sehr widerstandsfähig und wächst auch zwischen Pflastersteinen und auf häufig benutzen Rasenflächen. Seine Wurzeln reichen bis zu einer Tiefe von 80 cm. In den Alpen wächst er bis zu einer Höhe von 2090 Metern.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Breitwegerich aus?

Der Breitwegerich ist eine langlebige krautige Pflanze, die aus einem Rhizom wächst. Er kann zwischen 3 und 25 Zentimetern hoch werden. Seine löffelförmigen Blätter bilden eine Rosette. Von Juni bis Oktober bildet er einen blattlosen Blütenstandschaft, der in etwa die Höhe der Blätter erreicht. Die Blüten, die ährenförmig angeordnet sind, haben keinen Geruch. Die Pollen werden durch den Wind verbreitet. In einer Frucht sind 6 bis 30 Samen enthalten. Die Verbreitung der Samen findet durch Tiere statt, an deren Pfoten die klebrigen Samen haften.

Trivialnamen

Unter welchen Bezeichnungen ist Breitwegerich noch bekannt?

Breitwegerich, mit wissenschaftlichen Namen Plantago major, ist auch als breitblättriger Wegerich, Wegebreit, Wegeblatt, Wegtritt, Wegetrene, Rippenblatt, Saurüssel, Mausöhrle, Arnoglosse (von lateinisch arnoglossa) oder Ackerkraut bekannt.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Breitwegerich enthalten?

Obwohl der Breitwegerich allgemein als Unkraut im Garten ausgerissen wird, sollte er mehr Beachtung finden, denn er hat einige wertvolle Inhaltsstoffe. Diese sind:

Aucubin: Diese Substanz ist im frischen Pflanzensaft enthalten. Sie hat eine antibiotische und entzündungshemmende Wirkung.

Gerbstoffe: Gerbstoffe sind äußerst wirksam, wenn die Schleimhäute entzündet sind.

Schleimstoffe: Dieser Inhaltsstoff schützt bei einer Erkältung die angegriffenen Schleimhäute und wirkt keimtötend.

Kalium: Kalium dient dazu, dass die Muskeln Reize besser übertragen können. Es ist verantwortlich für das Wachstum der Zellen und für die Regulierung des Blutdrucks.

Kieselsäure: Kieselsäure kann bei entzündlichen Krankheiten den körpereigenen Heilungsprozess beschleunigen.

B-Vitamine: B-Vitamine werden vom menschlichen Körper für Stoffwechselprozesse benötigt.

Vitamin C: Es stärkt das körpereigene Immunsystem.

Zink: Dieses Spurenelement ist wichtig für die Verdauung und für das Immunsystem.

Ähnliche Heilpflanzen

Gibt es ähnliche Heilpflanzen, die wirken wie Breitwegerich?

Eine Heilpflanze mit ähnlicher und sogar besserer Heilwirkung ist der Spitzwegerich.

Ansonsten können gegen Appetitlosigkeit Ingwer, Zwiebeln, Knoblauch, Wacholder, Chili, Paprika und Anis empfohlen werden.

Bei Blasenschwäche können Sie Salbei, Melisse, Brennnessel, Löwenzahn, Schafgarbe und Wermut einsetzen.

Gegen Asthma, Bronchitis, Halsentzündung, Husten, Keuchhusten

Gegen Durchfall, Entzündung der Magenschleimhaut und Verdauungsschwäche helfen Fenchel, Kamille, Kümmel, Schafgarbe und die Bittere Schleifenblume.

Gegen Mückenstiche sollten sie Rosmarin oder Zwiebeln einsetzen.

Wunde Füße und Wunden können Sie mit Salben und Cremes auf Basis von Lavendel oder Thymian behandeln.

Gegen Würmer helfen ein Extrakt aus Grapefruitkernen, Knoblauch, Weißkohlsaft und Karottensaft.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Breitwegerich am Markt zu kaufen?

Die Blätter des Breitwegerich können in getrockneter Form im Handel gekauft werden. Allerdings ist es am besten, die frischen Blätter der Pflanze zu verwenden. Diese können Sie selbst sammeln:

Tipps zum Sammeln von Breitwegerich

Die beste Sammelzeit für die Blätter liegt zwischen den Monaten April bis Juni. In diesen Monaten haben sie viel Aroma und schmecken am besten. Sie können gut in einem Salat verwendet werden. Man sollte die jungen Blätter aus der Mitte der Rosette auswählen. Pflanzen am Straßenrand sollte man nicht ernten, da sie dort den Schadstoffen von Autos ausgesetzt sind. Auch am Rande eines Ackers sollte man auf das Ernten der Pflanze verzichten, da hier oft giftige Herbizide eingesetzt werden. Hundewiesen und Naturschutzgebiete sollte man ebenfalls meiden.

Verwendung der frischen Blätter

Frische Breitwegerichblätter sollten gewaschen werden und dann mit einem Nudelholz zu einem Blätterbrei zerrieben werden. Dieser Brei kann dann auf wunde Stellen aufgelegt werden.

Tee stellt man aus einem gehäuften Teelöffel Blätter her, die man mit einem viertel Liter Wasser aufgießt. Der Tee sollte zwei Minuten lang ziehen. Man kann 2 bis 3 Tassen davon am Tag trinken.

Sirup wird aus zwei gehäuften Doppelhänden gewaschener Breitwegerichblätter hergestellt. Diese werden durch den Fleischwolf gedreht oder klein geschnitten. Man gibt ein wenig Wasser, 300 g Zucker und 250 g Honig dazu. Man lässt das ganze bei schwacher Hitze unter ständigem Rühren sieden, bis eine dickflüssige Konsistenz entsteht. Dann füllt man die Masse in ein ausgekochtes Glas ab, das man abkühlen lässt und dann im Kühlschrank aufbewahrt. Man nimmt täglich viermal einen Esslöffel vor dem Essen ein.

Um Wunden oder die Augen auszuwaschen, nimmt man 2 Esslöffel frische Blätter und setzt diese zwei Stunden lang mit 1 ½ Tassen Wasser an. Dann seiht man das Wasser ab und benutzt es zur Waschung.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Breitwegerich als NEM?

Von Breitwegerichtee werden zwei bis drei Tassen am Tag empfohlen. Ansonsten können die frischen Blätter bedenkenlos in einem Salat verwendet werden. Sirup wird bei Husten nach Bedarf genommen.

Gibt es beim Kauf von Breitwegerich etwas zu beachten?

Breitwegerich ist nicht einfach zu kaufen. Er wird bei wenigen Händlern Online getrocknet angeboten. Bei einigen Händlern können Sie Samen oder auch Pflanzen finden, die Sie in Ihrem eigenen Garten anbauen können.

Andererseits können Samen und Pflanzen so ziemlich überall vor der Haustür gefunden werden. Zum Anbau eignen sich allerdings der Spitzwegerich besser. Er wächst dichter und hat eine etwas ausgeprägtere Heilkraft.

Wenn Sie trotzdem Breitwegerich anbauen wollen, gehen sie, wie folgt, vor:

Ernten Sie Samen bei wilden Exemplaren. Wählen Sie einen sonnigen, warmen Standort mit humoser und leicht saurer Erde. Bohren Sie etwa 1,5 cm tiefe Löcher in den lockeren Boden. Legen Sie Samen in die Löcher und bedecken Sie sie mit Erde. Feuchten Sie die Erde mit einer Sprühflasche gut an. Die Pflanzen keimen nach etwa 14 Tagen. Wenn Sie danach den Breitwegerich einfach wachsen lassen, vermehrt er sich von alleine über seine vielen Samen oder er bildet Ableger.

Der Breitwegerich benötigt nicht viel Pflege. Die Erde sollte nie ganz austrocknen und im Frühjahr sollte er etwas Kompost oder Pferdemist als Dünger erhalten.

Sie sollten nur die jungen Blätter der Pflanze ernten. Die alten Blätter sind zäh und haben hartnäckige Fäden, die kaum gekaut werden können. Vor Erscheinen der ersten Blüten schmecken die Blätter aromatischer und sind reicher an wertvollen Inhaltsstoffen. Die Blätter können zur Aufbewahrung getrocknet oder verarbeitet werden. Auch Samen sollten vor der Lagerung sorgfältig getrocknet werden.

Studien zu Breitwegerich

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