Die Einnahme von Nahrungseränzung ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

Wirkstoff

Aucubin

Autor

Peter Erwin
Chefredakteur Nährstoffe
Aucubin

enthaltene
Wirkstoffe

zu behandelnde
Symptome

recherchierte
Studien

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Symptome

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Was ist Aucubin?

Als häufiger Stoff von Pflanzen gehört Aucubin zur Gruppe der Iridoide.

Man findet es zweitrangig und als Leitsubstanz bei Wegerichgewächsen vor. Auch in anderen Pflanzen, wie in Cornaceaegewächsen, beim Augentrost und in einigen Gewächsen des Braunwurzes.

Zusammengesetzt ist es aus Aucubigenin und Glucose.

Aucubigenin wirkt entzündungshemmend und antibakteriell.

Das Aucubin in den Beeren der Aukube ist giftig.

Der Spitzwegerich zum Beispiel ist ungiftig. Jedoch können bei einer Überempfindlichkeit gegenüber Wegerichgewächsen Komplikationen auftreten.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Aucubin einnehmen?

  • Bei Bakterienbefall.
  • Bei Diabetes.
  • Bei Insektenstichen.
  • Bei Wunden.
  • Bei Husten.
  • Bei einer Erkältung.
  • Bei Hautproblemen.
  • Bei dem prämenstruellen Syndrom oder bei Rhythmusstörungen der Regelblutung.
  • Bei Magenschleimhautentzündungen und beim Reizdarmsyndrom.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Aucubin?

Aucubin hemmt Entzündungen und wirkt dem Wachstum von Mikroorganismen entgegen. Die antibiotische Wirkung kommt von dem aus Aucubin freigesetzten Aucubigenin.

Bei Diabetes zeigen Untersuchungen, dass die Nerven im zentralen Nervensystem geschützt werden und des Weiteren eine Förderung der Durchblutung erfolgt. Dadurch, dass es antioxidativ wirkt, beeinflusst es auch die Bauchspeicheldrüse zu einem antidiabetischen Effekt.

Bei Insektenstichen hilft es reizmildernd gegen das Brennen und Jucken.

Es beschleunigt außerdem die Wundheilung. Eine Versiegelung von entzündeten Hautregionen tritt ein und eine Förderung der Abheilung dieser. Es zeigt sich ebenso eine beschleunigte Blutgerinnung.

Auch bei Husten ist es sinnvoll, Aucubin einzusetzen. Es wirkt hier schleimlösend auf die Atemwege und erweitert die Bronchien.

Der Mönchspfeffer enthält als Nahrungsergänzungsmittel unter anderem Aucubin. Er verhilft zu einer Normalisierung des Zyklus und bei Beschwerden des Prämenstruellen Syndroms. Bei Schmerzen in den Brüsten kann er ebenfalls eingesetzt werden.

Der Mönchspfefferextrakt kann auch bei Männern sinnvoll sein. Beispielsweise bei Lustlosigkeit. Hier wirkt der Mönchspfeffer, durch das Reduzieren des Prolaktinspiegels, mehr Testosteron zu produzieren.

Des Weiteren hilft es bei aggressivem Verhalten bei Hunden, Katzen und Pferden. Diesbezüglich muss man aber auf jeden Fall einen Tierarzt konsultieren.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Aucubin auftreten?

Es sind wenige Nebenwirkungen bekannt, wenn man das Aucubin bestimmungsmäßig verwendet.

Ist es hoch konzentriert, können Magen- und Darmreizungen auftreten. Meistens sind die Präparate aber dafür zu niedrig dosiert.

Bei einer Überempfindlichkeit gegenüber Spitzwegerich sollte man es ebenfalls nicht einnehmen.

Beim Mönchspfeffer, der Aukubin enthält, ist besonders achtzugeben. Vorsicht geboten ist bei Frauen, die schwanger sind oder stillen. Nimmt man das Präparat in den Wechseljahren, ist eine Rücksprache mit der Frauenärztin anzuraten.

Mönchspfeffer hat Nebenwirkungen und wechselwirkt mit anderen Medikamenten. Nebenwirkungen sind zum Beispiel Kopfweh, Magen-Darm-Beschwerden, Juckreiz, Akne und allergische Reaktionen.

Auch, wenn es als Hustenmittel eingenommen wird, sollte man aufpassen. Hat man zum Beispiel eine Unverträglichkeit gegen bestimmte Bestandteile des Saftes, sollte man ihn nicht zu sich nehmen. Außerdem sind Wechselwirkungen zwischen anderen Medikamenten möglich. Des Weiteren können Durchfall und eine allergische Reaktion auftreten.

Bei Säuglingen unter einem Jahr darf keine Anwendung erfolgen. Ebenso in der Schwangerschaft und Stillzeit.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Aucubin, bis sich erste Erfolge einstellen?

Dies ist unterschiedlich, je nachdem gegen welche Beschwerden man das Aucubin einnimmt. Und wie man es zu sich nimmt.

Legt man die zerdrückten Blätter des Spitzwegerichs auf die Haut, lindert er kurz danach das Jucken und Brennen von Insektenstichen.

Aucubin als Bestandteil in Spitzwegerich-Hustensaft ist nur kurzzeitig anzuwenden. Es werden bald erste Erfolge eintreten.

Bei Mönchspfeffer, in dem reichlich Aucubin enthalten ist, können Wochen vergehen. Eine Regelmäßigkeit der Einnahme wird vorausgesetzt. Nach zwei bis drei Monaten stabilisieren sich der Hormonhaushalt und der Zyklus.

Bei Flohsamen, in denen der Stoff ebenfalls enthalten ist, tritt die Wirkung 12- 24 Stunden nach der Einnahme ein. Selten sogar nach sieben bis zehn Tagen.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Aucubin ?

Aucubin ist unter anderem in Spitzwegerich enthalten. Dieser kommt ursprünglich aus Europa. Mittlerweile wächst er überall auf der Welt. Am meisten ist er an Wegen und in Fettwiesen aufzufinden.

Auch im Augentrost kommt er vor. Augentrost ist mit mehr als 350 Arten weltweit zu finden. Hauptsächlich auf der Nordhalbkugel.

Des Weiteren enthält die Königskerze Aucubin. Diese gibt es überall.

Echter Ehrenpreis wird ebenso damit in Verbindung gebracht und wächst in Vorderasien, Europa und Makaronesien.

Aucubin ist noch in anderen Pflanzen vorhanden. Wie in der purpurroten Taubnessel (Verbreitungsgebiet Europa), im Mönchspfeffer (das Vorkommen ist der Mittelmeerraum, Südwestasien und bis Pakistan reichend). In der gewöhnlichen Vogelmiere, die weltweit verbreitet ist und im Breitwegerich (hat mittlerweile ein weltweites Vorkommen).

Die japanische Aukube, die in Asien heimisch ist und in Europa eingeführt wurde, enthält auch Aucubin.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Aucubin aus?

Da Aucubin in verschiedenen Pflanzen als Ausgangsprodukt vorkommt, hier ein Überblick über die bekanntesten Pflanzen.

Der Spitzwegerich wächst krautig 5 bis 50 Zentimeter in die Höhe. Die Wurzeln sind viel verzweigt und die Reichweite in die Tiefe ist bis zu 60 Zentimetern. Er besitzt Laubblätter, die in einer Rosette stehen. Diese sind ungestielt. Die Blätter sind schmal und spitz, außerdem lanzettlich.

Die Königskerze ist eine krautige Pflanze mit Laubblättern in grundständigen Rosetten, die abwechselnd am Stängel verteilt sind. Die Blüten haben eine doppelte Blütenhülle, die fünfzählig ist. Meistens sind die Kronblätter gelb. Die Kapselfrucht der Königskerze ist voll von Samen.

Der echte Ehrenpreis ist krautig und ausdauernd. Er wird 10 bis 20 Zentimeter hoch. Er hat einen graugrünen Stängel, der behaart ist und manchmal wurzelt. Die Laubblätter sind breit, lanzettlich und am Rand leicht gesägt. Die Blüten sind traubig und hellblau, weißlich oder helllila.

Der Mönchspfeffer ist ein Strauch, der vier Meter und höher werden kann. Er hat sanft behaarte Zweite. Die Blätter sind aromatisch und handförmig gefingert. Die kleinen violetten, rosafarbigen oder weißen Blüten duften. Die Frucht ist rundlich und schwarz, ungefähr 2 bis 3 Millimeter groß und glatt.

Trivialnamen

Unter welchen Namen ist Aucubin noch bekannt?

Der Stoff ist auch unter dem Namen Tetrahydro-5-hydroxy-7-(hydroxymethyl)cyclopenta[cc]pyran-1-yl-β-D-glucopyranosid bekannt. Außerdem unter den Bezeichnungen Aucubosid und Rhinanthin.

Funktionsweise​

Wie ist die Funktionsweise von Aucubin?

Aucubin unterstützt den Körper dadurch, dass er antientzündlich, reizlindernd und immunstärkend wirkt.

Die in der Pflanze enthaltenen Polysaccaride wirken als Schleimstoffe. Die farbgebenden Plavonoide verfahren als Antioxidantien im menschlichen Körper. Sie schützen ihn vor den freien Radikalen.

Die Gerbstoffe schlagen zusammenziehend und abdichtend an. Deswegen wird zum Beispiel die Wundheilung beschleunigt. Außerdem fördern sie die Entzündungshemmung.

Beim Mönchspfeffer wirkt das hoch dosierte Extrakt dopaminergen und reduziert die Prolaktinfreisetzung. Die Vermutung liegt nahe, dass die dopaminerge Wirkungsweise und die reduzierte Prolaktinfreisetzung positiv gegen die Beschwerden helfen.

Andere Inhaltsstoffe im Mönchspfeffer sind Substanzen wie Cineol, Sabinen und Alpha-Pinen. Des Weiteren Agsnusid aber auch Diterpene, Gerbstoffe und Flavonoide.

Ähnliche Wirkstoffe

Gibt es ähnliche Wirkstoffe, die wirken wie Aucubin?

Catalpol hat ebenfalls eine antibakterielle Wirkung.

Bei Insektenstichen können kalte Umschläge mit Essig oder Quarkkompressen helfen. Aber auch Zitrone, Teebaumöl, Petersilie, Lavendelöl oder Tonerde.

Wird man von Husten geplagt, können mehrere Heilpflanzen, wie Efeu, die echte Kamille oder der Holunder Linderung verschaffen. Die Wirkungsweise des Efeus erfolgt durch die enthaltenden Triterpensaponinen. Der Holunder wirkt durch Lavonoide, durch ätherische Öle. Sowie durch Schleimstoffe und durch Gerbstoffe. Diese helfen auch bei Erkältungen.

Weiterhin hilft bei einer Erkältung Hustensaft aus Honig und Zwiebeln. Oder Wickelumschläge aus Zwiebeln und Kartoffeln. Eukalyptus ist in gleicher Weise hilfreich. Wenn man ihn zum Beispiel als Zusatz ins Badewasser gibt. Ebenso unterstützen Teesorten wie Salbei, Ingwer und Thymian die Heilung. Knoblauch im Essen lindert und verkürzt die Erkältung.

Bei dem prämenstruellen Syndrom kann Johanniskraut Stimmungsschwankungen reduzieren. Dieses beeinträchtigt jedoch die Wirkung anderer Medikamente und Verhütungspräparate. Magnesium ist beim PMS ebenfalls hilfreich. Magnesium ist vor allem in grünem Gemüse enthalten oder als Präparat in der Apotheke erhältlich. Auch Schüßlersalze können eine Verbesserung bewirken. Des Weiteren können Öle wie Lein- oder Borretschsamenöl wirksam sein. Oder man nimmt Cimicifuga, als Traubensilberkerze bekannt, zu sich.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Aucubin am Markt zu kaufen?

Aucubin ist beispielsweise neben anderen Wirkstoffen in Mönchspfeffer enthalten. Diesen gibt es als Kapseln, als Beeren, in Tropfenform sowie als Filmtabletten.

Da im Spitzwegerich Aucubin ist, werden aus ihm jede Menge Verarbeitungen verwendet. Zum Beispiel die Ausführung als Salbe und Tinktur, als Tee, als Ölauszug, als Aufguss, als Saft, als Lutschbonbons und als Shampoo.

Auch die gepflückte Pflanze wird für die Heilung benutzt. Wie etwa seine frischen Blätter. Man kann sie bei Insektenstichen auf die Haut legen.

Die getrockneten Pflanzenteile sind wichtig für die Gesundheit und können als Tee verarbeitet werden.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Aucubin als NEM?

Sucht man nach Nahrungsergänzungsmittel mit Aucubin wird man beim Mönchspfeffer fündig.

Beim Mönchspfeffer beträgt die Verzehrempfehlung 30 bis 40 mg pro Tag. 20 Milligramm reichen jedoch auch schon aus.

Bei Flüssigpräparaten 30 bis 40 Tropfen.

Gibt es beim Kauf von Aucubin etwas zu beachten?

Beim Mönchspfeffer sollte man immer den ärztlichen Rat vor der Einnahme einholen.

Laut der Empfehlung der Kommission E ist eine Einnahme von 30 bis 40 Milligramm getrockneter Kräuter in Kapseln anzuraten. Auch als Flüssigpräparat ist er zu sich zu nehmen.

Mönchspfeffer kann man in unterschiedlichen Zubereitungen kaufen.

Am einfachsten ist es, ihn als Tablette einzunehmen.

Zusammengefasst kommt Aucubin in mehreren Pflanzen vor und wird zur Heilung verschiedener Krankheiten und Probleme verwendet.

Es ist ein Allrounder unter den Naturheilmitteln, da es gegen viele Leiden wirkt.

Als Nahrungsergänzungsmittel ist es als Mönchspfeffer zu erwerben.

Aber auch als Spitzwegerichprodukt zeigt es seine Wirkung in etlichen Präparaten. Angefangen von Hustensaft über Tee bis hin zu Öl.

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