Die Einnahme von Nahrungseränzung ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

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Heilpflanze

Euphrasia

Autor

Gertrud Winkelmair
Chefredaktion Superfoods
Euphrasia

enthaltene
Wirkstoffe

zu behandelnde
Symptome

30

recherchierte
Studien

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behandelnde
Symptome

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30

recherchierte
Studien

Was ist Euphrasia?

Euphrasia (Euphrasia officinalis), auch Augentrost genannt, stammt aus der Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae). Sie gehört zur Familie der Braunwurzgewächse.

Durch ihre mittlerweile fast 350 verschiedenen Arten ist Augentrost nahezu überall auf der Weltkugel zu finden. Am meisten verbreitet ist diese Pflanze allerdings auf der Nordhalbkugel, da dort die Standortbedingungen am besten für die Pflanze sind.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Euphrasia einnehmen?

Bereits der Name verrät, für welche Verwendung Augentrost angewandt wird: Sowohl als Umschlag, als auch als Spülung hilft Augentrost bei verschiedenen Entzündungen des Lidrandes oder des Auges direkt. Hierfür wird häufig ein Tee aus Augentrost zubereitet, um die nötige Flüssigkeit für die Spülung zu gewinnen. Auch Ermüdungserscheinungen des Auges, die meisten Formen und Lichtscheu oder Brennen der Augen, lässt sich hervorragend mit Augentrost behandeln und kurieren. Eine innerliche Anwendung von Augentrost ist ebenfalls möglich. Durch getrunkenen Tee wird der gesamte Organismus beruhigt und die Anwendung im Auge von innen unterstützt.

Die Pflanze wird auch zur Behandlung von Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt. In diesem Fall wird sie als Tee getrunken und bewirkt eine Beruhigung des Magen-Darm-Traktes.

Auch gegen Heuschnupfen wurde die Pflanze früher gern als Tee oder Lösung zum Tupfen verwendet. In der Alternativmedizin wird dies heute noch praktiziert, da es als schonender gilt, als viele künstlich hergestellte Mittel.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Euphrasia?

Augentrost gilt in der pflanzlichen Medizin als Allheilmittel gegen Entzündungen des Auges. Euphrasia besitzt eine heilende und beruhigende Wirkung. Gereizte Flächen werden beruhigt und können somit in Ruhe abheilen. Ebenso besitzt Augentrost eine antimikrobielle und antiseptische Wirkung. Dadurch wirkt sie weiteren Entzündungen des Auges entgegen und hilft, bereits bestehende Infektionen schneller abheilen zu lassen.

Ebenso gibt es Studien, die besagen, dass Augentrost signifikant Vergiftungserscheinungen lindern konnte. Diese zusätzliche Wirkung der Pflanze ist allerdings noch nicht abschließend bewiesen.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Euphrasia auftreten?

Augentropfen mit dem Wirkstoff der Heilpflanze können bei ihrer Anwendung in seltenen Fällen zu Augenreizungen führen. In Folge dessen kann es ebenfalls zu Augenbrennen oder Rötungen der Augen kommen. Diese Nebenwirkungen treten in der Regel sehr selten auf, sind allerdings in jeder Form einem Arzt vorzustellen. Bei auftretenden Nebenwirkungen ist es angeraten die Behandlung mit Augentrosttropfen umgehend einzustellen und das Auge mit klarem Wasser zu spülen.

Durch die Einnahme von Tees, die aus der Augentrostpflanze gewonnen werden, kann es zu allergischen Reaktionen und Rötungen der Mundschleimhäute kommen. Auch in diesem Fall sollte eine Einnahme unmittelbar abgebrochen und der Arzt nach Alternativen befragt werden. In der Regel gilt die Pflanze allerdings als ausgesprochen reizarm und leicht bekömmlich.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Euphrasia, bis sich erste Erfolge einstellen?

Erste Ergebnisse bei der Behandlung mit Euphrasia stellen sich unmittelbar nach den ersten Anwendungen ein. Unmittelbar nach der ersten Anwendung von Augentrosttropfen ist eine beruhigende Wirkung zu spüren. Das Auge, beziehungsweise die betroffene Stelle, wirkt weniger gereizt und kann zusätzlich abschwellen. Spätestens ab der zweiten Anwendung kann Augentrost auch seine antiseptische Wirkung entfalten und helfen, die vorliegenden Entzündungen zu kurieren. Augentrost sollte nicht länger als in einem Zeitraum von zwei Wochen eingenommen werden. Nach diesen zwei Wochen ist keine weitere, signifikante Verbesserung mehr zu erwarten und es sollte zusätzlich ein Arzt konsultiert und nach Alternativen gesucht werden.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Euphrasia?

Euphrasia officinalis gehört zur Familie der Sommerwurzgewächse. Diese Pflanze ist in den meisten Ländern Mitteleuropas, Südeuropas und Westeuropas sehr weit verbreitet. Dieses Heilkraut, welchem eine große Bedeutung in der Medizin zugewiesen wird, wächst bevorzugt auf Flächen, die landwirtschaftlich genutzt werden. Häufig zu finden ist Euphrasia in Hochgebirgs- oder Hügellagen mit meist trockenen Böden. Euphrasia besitzt keine hohen Standortansprüche und kann problemlos auf nährstoffarmen Böden wachsen.

Auch mit Gebirgshöhen hat diese Pflanze keinerlei Probleme. Selbst in 2.400 Meter Höhe finden sich noch häufig Augentrostpflanzen. Bis heute besitzt Augentrost eine große Bedeutung im Gartenbau. Sowohl in privaten Haushalten als Zierpflanze, oder auch im Erwerbsgartenbau wird sie häufig kultiviert und geerntet. Im Erwerbsgartenbau besitzt Euphrasia eine große Bedeutung, da sich einige Gartenbaubetriebe auf den Anbau von Heilpflanzen spezialisiert haben. Abnehmer hierfür ist hauptsächlich die Pharmaindustrie.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Euphrasia aus?

Euphrasia ist eine sehr krautige und ausschließlich einjährig wachsende Pflanze. Je nach den Bedingungen, die der Standort und der Boden der Pflanze liefern, sind Wuchshöhen zwischen 10 Zentimetern und 30 Zentimetern möglich. Bei Augentrost handelt es sich um einen so genannten Halbschmarotzer. Die Pflanze ernährt sich durch das Wasser und die Salze, welches sie von den benachbarten Pflanzen nimmt. Meistens sind es Gräser, bei denen sich die Pflanze mit Hilfe ihrer langen Saugwurzeln bedient.

Trotz dieser Lebensweise ist die Pflanze in der Lage eigenständig Photosynthese zu betreiben und Nährstoffe zu assimilieren.

Sie besitzt sehr kleine, hellgrüne Blätter, welche elliptisch geformt sind. Am Rand sind diese Blätter gezackt und dadurch gut gegen Fressfeine geschützt. Die Unterseite der Blätter ist, ähnlich wie die Sprossachse, kurz und mit Drüsenhaaren besetzt. Diese Drüsenhaare sind ausschließlich nachts aktiv. Die Blätter sitzen völlig ohne Stiel an den Stängeln.

Die Pflanze besitzt rundliche Stängel, welche meistens auffällig und besonders schön verzweigt sind.

Besonders charakteristisch für die Euphrasia sind die schönen Blüten dieser Pflanze. Die Blüte ist zweilippig, grundsätzlich weiß und besitzt violette Adern, welche die gesamte Blüte durchziehen. Lediglich die unteren Blütenblätter weisen einen sehr auffälligen, gelben Fleck auf. Durch diesen Fleck und durch ihre gesamte Zeichnung sieht die Blüte ähnlich einem Auge aus. Diesem Umstand verdankt die Pflanze ihren Namen.

Trivialnamen

Unter welchen Bezeichnungen ist Euphrasia noch bekannt?

Euphrasia, auch Euphrasia officinalis, besitzt neben Augentrost viele verschiedene Namen, die sich in der Heilpflanzenkunde finden. Einige deutsche Trivialnamen sind Augendank, Gibinix, Heuschelm oder Wegleuchte.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Euphrasia enthalten?

Verantwortlich für die beruhigende und entzündungshemmende Wirkung der Augentrostpflanze sind verschiedene Iridoide, Flavonoide und die enthaltenen Gerbstoffe.

Weitere Bestandteile der meisten Augentropfen, welche Euphrasia enthalten, sind Natriumchlorid, Natriumhydrogenkarbonat und Wasser.

Ähnliche Heilpflanzen

Gibt es ähnliche Heilpflanzen, die wirken wie Euphrasia?

Euphrasia ist in seiner Wirkungsweise eine ganz besondere Pflanze. In der Alternativmedizin wird Augentrost zur Herstellung anthroposophischer Heilmittel verwendet. Diese Heilmittel gegen Augenleiden gelten in der Alternativmedizin als ziemlich alternativlos, da es kaum eine andere Pflanze mit ähnlich nützlichen Wirkungsweisen gibt, wie die Euphrasia.

Lediglich in der Behandlung von Magen-Darm-Beschwerden kann auf alternative Pflanzen problemlos zurückgegriffen werden. Pflanzen, die ähnlich beruhigende Wirkungen auf den Magen-Darm-Trakt des Menschen haben, sind beispielsweise Calendula oder Kamille.

Auch die grundsätzlich entzündungshemmende Wirkung von Augentrost kann mit Hilfe von anderen Pflanzen erzielt werden. Hierfür empfehlen sich in der Alternativmedizin beispielsweise Kamille oder auch Calendula.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Euphrasia am Markt zu kaufen?

Durch ihre Vielfältigkeit gibt es Euphrasia in zahlreichen verschiedenen Produkten zu kaufen. Das meist gekaufte Präparat sind allerdings die Augentropfen, welche Augentrost enthalten und gern zur Therapie zahlreicher Erkrankungen am Auge eigesetzt werden. Mit niedriger Dosierung gibt es auch spezielle Spülungen zu kaufen. Diese werden meistens ebenfalls am Auge angewendet und mehrmals täglich genutzt.

Augentrost-Tee ist ebenfalls ein gängiges Produkt. Hierbei werden aus oberirdischen, getrockneten Pflanzenteilen Tees hergestellt, welche dann in größeren Mengen zur inneren Anwendung empfohlen sind. Eine Höchstmenge für den Verzehr gibt es in diesem Falle nicht. Im Falle von Magen-Darm-Beschwerden ist es jedoch ratsam über den gesamten Tag kleinere Mengen zu sich zu nehmen. Dadurch wird der Magen nicht zusätzlich gereizt und es wird sichergestellt, dass die wohltuende und beruhigende Wirkung über einen möglichst langen Zeitraum wirken kann.

Zur Behandlung von gereizten und geröteten Augen gibt es auf dem Markt ebenfalls zahlreiche Salben und Cremes, die Augentrost enthalten. Diese sind über einen kurzen Zeitraum auf die betroffenen Stellen aufzutragen, um eine schnelle Linderung festzustellen.

Zur Behandlung von Ödemen wird von einigen Alternativmedizinern eine Butter empfohlen, welche Augentrost enthält. Diese Butter kann großflächig auf den Körper aufgetragen werden und wirkt antiödematös und beruhigend auf die gereizte und gespannte Haut.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Euphrasia als NEM?

Euphrasia ist kein typisches Nahrungsergänzungsmittel im herkömmlichen Sinne. Bis auf die Verwendung in Tees ist ein Verzehr dieser Pflanze unüblich. Ihre heilenden Eigenschaften entfaltet die Pflanze beim Auftragen auf betroffene, erkrankte Körperstellen oder auf die Haut.

Einzig als Tee findet Augentrost in den Küchen dieser Welt häufig eine Verwendung. Heiß aufgegossen gibt es keine bekannte Tageshöchstmenge, die empfohlen wird, nicht zu überschreiten. Da es wie jedes andere Heilkraut allerdings als Medizin zu betrachten ist, sollte sorgsam mit dem Konsum der Pflanze umgegangen werden, da der Körper sich schnell an die Wirkung gewöhnt. Reaktionen auf eine Überdosierung sind allerdings keine bekannt, so dass es bei einmaliger, hoher Einnahme keine gravierenden, negativen Reaktionen zu erwarten sind.

Gibt es beim Kauf von Euphrasia etwas zu beachten?

Wichtig ist, dass die Qualität der Produkte mit Augentrost so gut wie möglich ist. Qualitativ hochwertige Produkte stellen eine möglichst hohe Reinheit sicher und sind daher für die Anwendung am Auge besonders gut geeignet. Da es sich bei dem Auge um eines der empfindlichsten Organe handelt, welches wir im menschlichen Köper besitzen, ist es besonders wichtig, dass ausschließlich Produkte ohne unnötige Zusatzstoffe verwendet werden. Diese Zusatzstoffe können sonst zusätzliche Reizungen am erkrankten Auge verursachen und würden kontraproduktiv wirken.

Bei Anwendungen am Auge sollte darauf geachtet werden möglichst Tropfen zu verwenden, die so keimfrei wie möglich verpackt, hergestellt und gelagert werden. So gelangen keine weiteren zusätzlichen Keime in das erkrankte Auge. Eine Herstellung von Euphrasiatropfen in der heimischen Küche wird daher allerdings ausdrücklich nicht empfohlen.

Studien zu Euphrasia

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