Die Einnahme von Nahrungseränzung ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

Wurzel

Alantwurzel

Autor

Gertrud Winkelmair
Chefredaktion Superfoods
Alantwurzel

enthaltene
Wirkstoffe

zu behandelnde
Symptome

30

recherchierte
Studien

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behandelnde
Symptome

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30

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Was ist Alantwurzel?

Die Alantwurzel, auch als Echter Alant bezeichnet trägt den Namen Inula helenium und gehört zu der Familie der Korbblütler. Das Superfood wird bereits seit der Antike als Gewürz- und Heilpflanze verwendet. Die krautige Pflanze kann eine Höhe von bis zu zwei Metern erreichen. Die gelben Blüten sind sehr auffällig. Von Juli bis September blüht der Alant. Die bis zu fünfzig Zentimeter langen Blätter besitzen an der Unterseite Filzhaare. Der Wurzelstock ist sehr kräftig und an dem aromatischen Geruch erkennbar.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Alantwurzel einnehmen?

Die Einsatzbereiche des Alants sind sehr vielseitig. Er kann bei folgenden Problemen und Erkrankungen helfen und zeichnet sich durch folgende Eigenschaften aus:

  • Lungenprobleme
  • Husten
  • chronische Bronchitis
  • Asthma
  • Magen- und Darmerkrankungen
  • wassertreibend
  • Zuckerkrankheit
  • Reizhusten
  • Krämpfe
  • Rippenfellentzündung
  • gallebildendes und galletreibendes Mittel
  • beruhigende Effekte
  • Hauterkrankungen und Juckreiz
  • Wunden, die schlecht heilen
  • antibakteriell
  • schleimlösend
  • COPD
  • Beschwerden in den Wechseljahren
  • Menstruationsbedingte Schmerzen

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Alantwurzel?

Während längst vergangener Zeiten wurde der Alant von der Normalbevölkerung, aber auch von Hexen eingesetzt, um Dämonen abzuwehren. Ein Weihebusch, der Alant enthielt, sollte das Vieh und die Familie schützen. Je nachdem, an welchem Ort er aufgehängt wurde. Die Geschichte des Alants geht also weit über die medizinischen Anwendungen hinaus. Als Gewürz und Heilpflanze wurde der Alant bereits in der Antike verwendet. Aus dem alten Ägypten stammen Aufzeichnungen, in denen der Alant erwähnt wurde.

Theophrast und Dioskurides, antike Heilkundige empfahlen den Alant gegen Krämpfe, Magenschwäche und Husten. Nicolas Culpepper, ein englischer Arzt im siebzehnten Jahrhundert und Carl von Linné schreiben ebenfalls von einem Heilmittel, das in nahezu allen Bereichen eingesetzt werden kann. Auch damals wurde der Alant bereits äußerlich eingesetzt, zum Beispiel als Salbe bei Muskelrissen, Knochenbrüchen, Hautproblemen und Ekzemen.

Der Alant blickt also auf eine lange Geschichte und zahlreiche Einsatzmöglichkeiten zurück. Er hat auch heute noch ein sehr breites Wirkungsspektrum und wird bei vielen Problemen und Erkrankungen eingesetzt. Bei Verdauungsproblemen wird Alant seit Jahrhunderten eingesetzt. Um die Wirkung der Alantwurzel besonders gut zu nutzen, wird sie im Herbst ausgegraben. Sie enthält nach dem Sommer besonders viel Inulin. Inulin ist ein Kohlenhydrat, das dem Fruchtzucker sehr ähnlich ist. Der Ballaststoff Inulin wirkt probiotisch und hat somit einen positiven Effekt auf die Verdauung.

Die in der Alantwurzel enthaltenen ätherischen Öle helfen bei Husten, Lungenproblemen und anderen Krämpfen. Sie haben eine schleimlösende und entspannende Wirkung. Der Hustenreiz wird gedämpft und die Verkrampfungen, die beim Husten entstehen werden gemildert. Das Abhusten wird durch die Kombination der Wirkstoffe erleichtert. Zusätzlich helfen die antibakteriellen und entzündungshemmenden Wirkstoffe beim Ausheilen der Bronchitis oder des Hustens, also eine natürliche Abhilfe bei diesen Problemen. Die Wurzel hilft sowohl bei chronischen als auch bei akuten Schwierigkeiten. Es spielt keine Rolle, ob es sich um eine Bronchitis oder einen Erkältungshusten handelt. In der traditionellen Medizin wurde die Wurzel sogar gegen Lungenentzündung, Tuberkulose und Keuchhusten eingesetzt. Heute wird höchstens eine begleitende Therapie zur Schulmedizin empfohlen.

Der Alant wirkt sowohl auf die Verdauung als auch auf den Stoffwechsel. Er kann so bei den verschiedensten Arten von Verdauungsproblemen eingesetzt werden und schafft schnell Abhilfe und Erleichterung. Der Anwendungsbereich bei Blähungen, Magenbeschwerden und Gallenschwäche war im Altertum noch weit verbreitet und galt als Anwendung der Wahl. Heute steht der Alant eher bei Problemen im Bereich der Atemwege an erster Stelle und die Anwendung bei Magenproblemen ist ein wenig in den Hintergrund getreten.

Bei Wechseljahrbeschwerden und Menstruationsbeschwerden kann der Alant auf natürliche Weise ebenfalls Abhilfe schaffen. Die krampflösende Wirkung ist hier sehr hilfreich. Der Bitterstoff des Alants regt den Gallenfluss an. Menschen, die Probleme mit der Fettverbrennung und der Leber haben, kann Alant ebenfalls helfen.

Bei Problemen mit der Haut oder schlecht heilenden Wunden empfiehlt sich eine äußerliche Anwendung mit einer Salbe oder ein Umschlag mit der Atlantwurzel. Die Heilung wird gefördert und die Haut beruhigt sich wieder. Das natürliche Heilmittel, der Alant, wird seit Jahrtausenden auch bei Hautproblemen oder Wunden eingesetzt und zeigt eine relativ schnelle Wirkung.

Auch ein Kauen der Wurzel wird bereits seit dem Altertum empfohlen. Das Kauen der Wurzel soll die Verdauung anregen, den Geschmackssinn verfeinern und die Stimmung verbessern. Vor den Mahlzeiten gekaut, regt die Wurzel den Appetit an. Frische gereinigte Wurzel enthalten am meisten Wirkstoffe.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Alantwurzel auftreten?

Die in der Wurzel vorhandenen Sesquiterpenlactone kann die Schleimhäute reizen und zu allergischen Kontaktdermatitis führen. Bei einer extrem hohen Dosierung kann die Einnahme von Alant Durchfall, Lähmungserscheinungen, Krämpfe, Erbrechen, allergische Reaktionen und Magenschmerzen hervorrufen. Durch den relativ hohen Gehalt an Allergenen und die Wirkung auf die Gebärmutter sollten Schwangere und Frauen in der Stillzeit auf die Einnahme der Alantwurzel verzichten. Das Allergiepotential wird mittlerweile als bedeutend betrachtet. Für diejenigen, die keine Allergieprobleme haben, ist die Alantwurzel ein hilfreiches Mittel bei vielen Problemen. Empfohlen wird jedoch generell eine Einnahmeunterbrechung nach einer Einnahmezeit von sechs Wochen. Anschließend kann Alantwurzel wieder für weitere sechs Wochen eingenommen werden.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Alantwurzel, bis sich erste Erfolge einstellen?

Die Anwendung von Alantwurzel macht sich sehr schnell bemerkbar. Eine längere Einnahmezeit bewirkt eine länger andauernde Wirkung, wobei die Wirkung an sich sehr schnell spürbar ist. Selbstverständlich ist die von dem gewünschten Erfolg abhängig. Die Einnahme sollte bei Husten und Magen-Darm-Problemen etwas länger sein, als bei Krämpfen. Die entspannende Wirkung von Alantwurzel macht sich sehr schnell bemerkbar.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Alantwurzel ?

Ursprünglich stammt der Alant aus Zentralasien. Die Pflanze fühlt sich in der Nähe von Bächen und Flussläufen am wohlsten und gedeiht dort auch hervorragend. Der ideale Boden für den Alant ist durchlässig, humusreich und nicht zu nass. Die Pflanze ist winterfest und eignet sich ausgezeichnet zum Anbau in naturbelassenen Gärten. Der Alant hat eine Neigung zur Selbstaussaat und lässt sich wiederum in einem naturbelassenen Garten am besten integrieren. Wichtig ist die Entfernung des Unkrauts damit sich die Wurzeln des Alants ausbreiten und entwickeln können. Der Anbau von Alant erfolgt vor allem in Belgien, Kroatien, Kleinasien, Nordholland, Frankreich, Nordamerika, Deutschland, Ungarn und Japan. Was Europa angeht, so ist der Allant nahezu überall zu finden. In Thüringen wird der Alant in großen Mengen angebaut.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Alantwurzel aus?

Das Ausgangsprodukt des Tees und der Kapseln ist die Alantwurzel. Sie wird nach dem Sommer ausgegraben und getrocknet. Aus den getrockneten Wurzeln lassen sich dann Tees und Kapseln herstellen. Manche benutzen das Pulver der Wurzel auch zum Würzen von Speisen. Insbesondere zum Würzen von Süßspeisen ist die gemahlene Wurzel sehr gut geeignet.

Trivialnamen

Unter welchen Bezeichnungen ist Alantwurzel noch bekannt?

Ähnlich wie beim Wirkungsspektrum ist auch bei den Namen und Bezeichnungen eine große Anzahl zu finden. So ist die Alantwurzel unter anderen unter folgenden Namen bekannt und zu finden:

  • Altkraut
  • Brustalant
  • Darmwurz
  • Darmkraut
  • Edelwurz
  • Helenenalant
  • Schlangenkraut
  • Glockenwurz
  • Odinskopf
  • Alantkraut
  • Galantwurzel
  • Donnerkraut
  • Heilwurz
  • Schlangenwurz
  • Gottesauge
  • Hexenschusskraut
  • Grosser Heinrich
  • Krätzenwurz

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Alantwurzel enthalten?

Die Wurzel enthält zahlreiche Wirkstoffe und Inhaltsstoffe. Diese sind: ätherische Öle, Kampfer, Alantsäure, Inulin, Harze, Pektin, Bitterstoffe, Wachs, Azulen, Polyacetylene, Helenin, Mineralien, Vitamine, Triterpene, Sterole, Sesquterpenlactone, Fructoside und Sitosterol.

Ähnliche Superfoods

Gibt es ähnliche Superfoods, die wirken wie Alantwurzel?

Es gibt sicher einige Superfoods, die einzelne Wirkungen der Wurzel aufweisen. Ein Superfood, das genau die gleichen Wirkungen aufweist, gibt es jedoch nicht. Alantwurzel wirkt sehr schnell und wird seit Jahrtausenden eingesetzt.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Alantwurzel am Markt zu kaufen?

Alantwurzel gibt es vor allem als Tee. Es steht auch eine Tinktur, Salbe oder Kapseln zur Verfügung. Die Wurzel wird auch in der Homöopathie verwendet. Das Homöopathikum Inula helenium wird aus den Wurzeln hergestellt und bei chronischem Husten angewendet.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Alantwurzel als NEM?

Die Einnahme der Alantwurzel bei Tee liegt bei zwei Teelöffeln auf ungefähr zwei Deziliter Wasser. Den Tee sollte man fünfzehn Minuten ziehen lassen und dreimal täglich eine Tasse trinken. Bei Alantkapseln liegt die Empfehlung bei ein bis zwei Kapseln pro Tag, verteilt auf morgens und mittags. Generell sollten die Empfehlungen der Hersteller beachtet und eingehalten werden. Unterschiedliche Produkte von unterschiedlichen Herstellern können verschiedene Stärken aufweisen, dies muss bei der Einnahme berücksichtigt werden.

Gibt es beim Kauf von Alantwurzel etwas zu beachten?

Wie bei jedem Superfood oder Nahrungsmittel, sollte natürlich auch bei Alantwurzel auf die Qualität geachtet werden. Insbesondere ist vor dem Kauf zu überlegen, mit welcher Einnahmeform es sich besser zurechtkommen lässt. Jemand der viel unterwegs ist, hat wahrscheinlich eher Schwierigkeiten, dreimal pro Tag eine Tasse Tee zuzubereiten. Hier sind Kapseln die bessere Alternative. Sie lassen sich leicht und einfach mitnehmen und können problemlos unterwegs eingenommen werden. Wer ausreichend Zeit und die Möglichkeit hat, Tee zuzubereiten kann auf den Tee zurückgreifen. Die Wirkung ist hier ein wenig schneller spürbar. Wie bei allen Superfoods und Wirkstoffen, sollte die Einnahme generell vorher mit dem Arzt abgesprochen werden. Dies gilt insbesondere dann, wenn bereits Erkrankungen vorliegen.

Fazit

Die Alantwurzel bietet zahlreiche Einsatzbereiche und hat im Verhältnis zu früher kaum an Bekanntheit eingebüßt. Sowohl bei Atemwegsproblemen, als auch bei Verdauungsschwierigkeiten und Krämpfen ist der Alant heute noch ein hilfreiches natürliches Mittel, um Abhilfe zu schaffen. Wer keine Allergien auf die Wirkstoffe aufweist, findet mit der Alantwurzel ein nahezu als Allrounder einsetzbarer Hilfsmittel.

Studien zu Alantwurzel

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