Die Einnahme von Nahrungseränzung ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

Heilpflanze

Campher

Autor

Hilde Sonntag
Expertin für Heilkräuter
Campher

enthaltene
Wirkstoffe

zu behandelnde
Symptome

30

recherchierte
Studien

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Wirkstoffe

behandelnde
Symptome

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30

recherchierte
Studien

Was ist Campher?

Campher ist ein Feststoff, der in Wasser beinahe unlöslich und farblos ist. Er wird aus dem Holz von Kampferbäumen gewonnen, in dem man das Verfahren der Wasserdampfdestillation anwendet. Dieser Kampferbaum ist eng mit dem Zimtbaum verwandt. Der Kampferbaum gehört zu der Familie der Lorbeergewächse und wird speziell aus dem Kampferlorbeer gewonnen. Dieser Feststoff gehört zu den homöopathischen Wirkstoffen. Bei diesen Wirkstoffen handelt es sich um Substanzen, die bei einer Regulationstherapie angewandt werden. Sie regen den menschlichen Organismus an, damit er seine Heilungskräfte selbst aktiviert und Körper und Geist in einem gesunden Einklang sind.

Dieses Verfahren nennt man Homöopathie und die Entdeckung geht auf Samuel Hahnemanns Entdeckungen zurück.

Die homöopathischen Wirkstoffe werden seit Jahrzehnten bei Therapien eingesetzt und dienen manchmal als Ergänzung oder als Ersatz für konventionelle Medikamente eingesetzt. Die Wirkung konnte vor einigen Jahren nicht umfassend bewiesen werden, allerdings wird die Wirksamkeit mittlerweile wissenschaftlich anerkannt.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Campher einnehmen?

Campher wird eingesetzt bei Symptomen wie hohem Blutdruck, Schwindel oder Müdigkeit. Außerdem wurden ebenfalls Besserungen bei Konzentrationsschwäche beobachtet. Der Wirkstoff wird auch eingesetzt bei Rheuma, Jucken, inneren und äußeren Entzündungen, Weichteilrheumatismus, Herzrhythmusstörungen Herzbeschwerden oder Muskel- und Gelenkschmerzen, in dem man das Campher einreibt. Der Wirkstoff wird also überwiegend in Form von Salben genutzt und ist auch meistens ein Inhaltsstoff von vielen Erkältungsmitteln.

Die Ausführung in Tropfen findet Einsatz bei Herz-Kreislauf-Problemen und hat sich als sehr effektiv bewiesen, weil die erfolgreiche Behandlung von niedrigem Blutdruck beobachtet werden konnte.

Neben den äußeren Anwendungen gibt es auch andere Verfahren. Bronchitis-Erkrankte inhalieren beispielsweise Campher und somit wird das Abhusten von festsitzenden Sekreten erleichtert. Es hat einen krampflösenden Effekt auf die Bronchialmuskulatur und löst den Schleim. Die Anwendung durch das Einnehmen muss jedoch meistens ärztlich verschrieben werden, denn schon geringe Mengen enthalten gefährliche Giftstoffe.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Campher?

Campher kann durch Salben äußerlich und durch Tabletten, Tropfen oder Dragees innerlich angewandt werden. Die Verteilung der Salbe auf der Oberfläche von erkrankten Körperpartien kurbelt die Durchblutung an und wirkt somit Entzündungen entgegen. Bei einer äußeren Anwendung wirkt die Substanz reizend und gleichzeitig stimulierend. Bei dem Auftragen der Salbe werden die Nervenenden aktiviert und die betroffene Stelle betäubt sich, sodass der Schmerz gelindert wird. Gleichzeitig wird die behandelte Stelle mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt und der Heilungsprozess beschleunigt sich.

Die innere Wirkung kann erklärt werden durch den Effekt auf die Blutgefäße, denn durch die Einnahme des Wirkstoffs wird dem Widerstand in den Adern entgegengewirkt und der Kreislauf regeneriert sich. Bei einer Inhalation genießen die Atemwege eine Abkühlung, können sich entspannen und die Bronchien werden wieder aktiv. Die reizende Wirkung setzt bei den Nerven an, wird weitergeleitet und somit wird die Entzündung geheilt und der Husten lässt nach.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Campher auftreten?

Nicht nur bei einer Überdosis, sondern auch bei Unverträglichkeiten können Nebenwirkungen auftreten. Der Wirkstoff kann einen starken Effekt auslösen, der sich beispielsweise in Unruhe, Übelkeit, Schwindel, Angstzuständen, Aufregungen, Hitzewallungen oder Kopfschmerzen äußern kann. Zusätzlich kann das Kurzzeitgedächtnis gestört werden. Diese Störung ist zwar kurzfristig, kann aber drastische Nachwirkungen hinterlassen. Bei einer Unverträglichkeit sind nicht selten Patienten beobachtbar, die unter Dämmerung-Zuständen und panischen Anfällen leiden. Manche Menschen reagieren nicht nur empfindlich, sondern auch allergisch auf den Kontakt mit Campher.

Bei einer Anwendung in Form einer Salbe oder Creme können sich Hautirritationen oder Ekzeme sichtbar machen.

Bei einer Überdosierung haben Patienten mit großen Risiken zu kämpfen, wie zum Beispiel epileptische Anfälle, Panikattacken, Atemnot, Brennen im Mundraum, Erbrechen, Atemlähmung oder Nervenschäden. Außerdem ist eine Verkrampfung der Bronchialmuskulatur nicht auszuschließen. Falls diese Reaktionen des Körpers nicht behandelt werden, kann eine Überdosis zu Tod oder Koma führen.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Campher, bis sich erste Erfolge einstellen?

Die Zeit, die vergehen muss, um die ersten Effekte der Anwendung genießen zu können, ist nicht lange. Das Auftragen der Salbe oder das Inhalieren des Wirkstoffes hat schon wegen des angenehmen Geruchs eine positive Auswirkung. Die Salbe entfaltet meistens direkt eine kühlende Wirkung und sorgt für Entspannung beim Hautkontakt. Die Nervenreaktion, die durch den Kontakt von Campher und den Nervenenden ausgelöst wird, beträgt manchmal nur eine halbe bis eine Stunde. Auch die Inhalation ist ähnlich schnell. Kälterezeptoren, die sich an der Oberfläche befinden, werden gereizt und die Atmung wird erleichtert. Darauf folgt die Lösung der Sekrete in den Atemwegen und das Husten wird weiger. Die Patienten wollen schnell bei dem Abklang der Wirkung erneut inhalieren, allerdings darf die vorgeschriebene Dosierung nicht überschritten werden.

Die innere Einnahme wirkt in einigen Stunden und bei manchen Patienten sogar in weniger als einer Stunde.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Campher?

Der Kampferbaum, aus dem der Campher gewonnen wird, hat seine Heimat im Fernen Osten. Er wird kultiviert in Indien, Sri Lanka, China, Taiwan, Japan, Korea, Vietnam, Ostafrika und in subtropischen Gebieten. Der Kampferbaum hat seinen Ursprung in Asien, speziell in China und in Taiwan.

Die Bäume, die um ein halbes Jahrhundert lang alt sind, haben die größte Konzentration an Campher. Der Wirkstoff ist in jedem Pflanzenteil erhältlich, allerdings ist das Vorkommen am höchsten in der Wurzel, im unteren Stammabschnitt und in der Rinde.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Campher aus?

Der Kampferbaum kann bis zu 30 Metern hoch werden. Die Blätter haben eine spezielle Form, die man als eiförmig und zugespitzt beschreiben kann. Die Spitze der Blätter weist eine leichte Abrundung auf. Außerdem ist die Blattoberseite gelb-grün bis dunkelgrün und die Unterseite hält sich in mattgrünen Tönen. Die Blattstiele sind zwei bis vier Zentimeter lang, während die Blattspreite eine Länge von sechs bis zwölf Zentimetern aufweist. Außerdem sind sie zwei bis sechs Zentimeter breit.

Der Baum gehört zu der Kategorie der immergrünen Bäume und kann einen Durchmesser von durchschnittlich drei Metern erreichen. Tatsächlich kommen auch Arten vor, die einen Durchschnitt von sieben Metern aufweisen. Diese Bäume sind allerdings sehr alt und existieren manchmal schon seit 1500 Jahren. Unter idealen Bedingungen erreicht der Kampferbaum eine Höhe von fünf Metern und der Stamm wird in dieser Zeitspanne bis zu 12 Zentimetern dick. In 50 bis 60 Jahren kann man, bei optimalen Lebensumständen, von einer Größe von 30 Metern rechnen.

Alle Pflanzenteile weisen zusätzlich den typischen Geruch von Campher auf.

Trivialnamen

Unter welchen Bezeichnungen ist Campher noch bekannt?

Campher wird auch als Kampfer, 1,7,7-Trimethyl-bicy-clo[2.2.1.]heptan-2-on, Cinnamomum camphora oder Bornan-2-on bezeichnet.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Campher enthalten?

Die Konzentration der Inhaltsstoffe und die allgemeine Zusammensetzung variieren je nach Ausprägung, Alter, Klima, Standort und geografischen Bedingungen des Baumes. Grundsätzlich gilt, kann Kampferöl aus dem gesamten Baum gewonnen werden. Dieses Öl besteht aus Sesquiterpenen, auch genannt Campherenon, Campherenol oder Campheraderivate. 25 % der Blätter setzt sich aus Kampfer zusammen.

Das genannte Öl enthält Eugenol, Laurolitsin, 8-Limonen, Camphen, Carvacrol, Orthoden, alpha-Pinen, Reticulin, Safranal, Safrol und Cineol.

Ähnliche Heilpflanzen

Gibt es ähnliche Heilpflanzen, die wirken wie Campher?

Es gibt einige Alternativen, die genau wie Campher betäubend wirken. Eine Mischung von Lidocain und Prilocain im gleichen Verhältnis entsteht ein Feststoff, der wie Campher in die Haut eindringen kann. Er dockt an den Nervenenden an, die die Signale an das Gehirn weiterleiten.

Wintergrünöl, welches mit dem gleichen Verfahren wie Campher gewonnen wird, hat ebenfalls eine krampflösende Wirkung und wird zur Linderung von Gelenk- und Muskelschmerzen genutzt. Die Anwendung löst eine Kettenreaktion der Nerven aus, die durch die Aktivierung eines transienten Rezeptoren beginnt und für eine Kältereaktion sorgt. Außerdem findet Wintergrün auch Anwendung bei Rheuma, denn es kann bis zu den Geweben eindringen und somit die Durchblutung an betroffenen Stellen ankurbeln.

Kamillenöl ist ein ebenfalls entzündungshemmendes ätherisches Öl, weil durch die Anwendung der Widerstand zwischen den Blutgefäßen und der Muskulatur ausgeglichen werden kann. Es folgt eine Entspannung der behandelten Stelle. Zusätzlich kann es auch inhaliert werden, um die Atemwege von festgesetzten Sekreten zu befreien.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Campher am Markt zu kaufen?

Die Anwendung von Campher kann innerlich und äußerlich erfolgen, weil der Feststoff in verschiedenen Ausführungen verarbeitet wird. Die häufigste Anwendung findet er in Form von ätherischem Öl oder als Salbe, die auf gezielt auf die zu behandelnde Stelle aufgetragen werden muss. Des Weiteren sind Cremes, Spiritus und Inhalationslösungen erwerbbar. Campher findet auch großen Einsatz als Badezusatz oder als Aufguss in der Sauna.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Campher als NEM?

Grundsätzlich gilt bei allen Nahrungsergänzungsmitteln eine Besprechung mit dem Arzt. Bei Campher ist diese Beratung unabdingbar, weil der Stoff eine harte Reaktion auslösen kann und das Risiko besteht, dass zahlreiche Nebenwirkungen auftreten. Der Gesundheitszustand kann sich also bei falscher Einnahme verschlechtern. Die Dosierung hängt auch von der Einnahmeform ab.

Bereits 0,2 Gramm führt zu einer Vergiftungsgefahr und kann Atemstillstände verursachen. Die Dosierung beim Inhalieren muss also vom Arzt vorgeschrieben werden. Kampferöl für die innere Anwendung, bei beispielsweise niedrigem Blutdruck, kann durch fünf bis zehn Tropfen erfolgen. Diese Menge kann bis zu zweimal am Tag eingenommen werden. Campher wird auch viel in Kombination mit Alkohol eingesetzt, zum Beispiel als Kampferspiritus. Diese kann bis zu viermal am Tag auf die betroffenen Muskelstellen angewandt werden.

Eine Behandlung von Schwangeren und Kindern unter sechs Jahren ist komplett ausgeschlossen. Die tödliche Dosis für Erwachsene beträgt 7,0 bis 20,0 Gramm.

Gibt es beim Kauf von Campher etwas zu beachten?

Bei dem Erwerb von Campher sollte man darauf achten, wie hoch die Konzentration ist. Campher ist zwar in Drogerien erwerbbar, allerdings muss die Packung sorgfältig durchgelesen werden. Bei einer niedrigen Konzentration werden wahrscheinlich keine Erfolge bei der Behandlung spürbar. Bei Apotheken ist der Stoff in purer Form zu kaufen und bei einer richtigen Befolgung der ärztlichen Empfehlung gibt es auch keine Risiken.

Außerdem ist die Form der Einnahme und das Ziel auch ausschlaggebend. Falls der Stoff als Salbe genutzt werden soll, sollte er auch als Salbe gekauft werden und nicht zu Hause selber hergestellt werden. Die Verarbeitung zur Salbe erfolgt nämlich durch die Ergänzung von anderen Inhaltsstoffen, damit die äußere Anwendung gelingen kann. Dasselbe gilt für Aufgüsse im Bad oder in der Sauna, weil der Stoff erst mit einer Ergänzung seine Wirkung entfalten kann.

Studien zu Campher

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