Die Einnahme von Nahrungseränzung ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

Wirkstoff

Pektin

Autor

Peter Erwin
Chefredakteur Nährstoffe
Pektin

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Symptome

recherchierte
Studien

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Was ist Pektin?

Jeder mag gern Konfitüre oder Fruchtgummi. Doch was steckt in den süßen Naschereien? Neben Früchten und Zucker, die Zutat Pektin. Denn erst Pektin macht aus einem fruchtigen Saft die eine gummiartige Masse, die es ermöglicht, haltbare Konfitüren und formbare Süßigkeiten herzustellen. Der so wichtige Bestandteil Pektin wurde schon vor über 200 Jahren von dem französischen Apotheker und Chemiker L.-N. Vauquelin durch Zufall entdeckt. Er stellte nämlich 1790 fest, das seine Fruchtsäfte immer wieder über eine bestimmte Festigkeit verfügten, die er eigentlich nicht beabsichtig hatte und über die er sich wunderte. 34 Jahre später, im Jahre 1924 gab der Botaniker H. Braconnot der Zutat den Namen Pektinsäure. Nochmals hundert Jahre später wurde von den Gelehrten G. G. Schneider und H. Bock die Formel für Pektin aufgestellt. Seitdem wird Pektinsäure zum Gelieren verwandt. Aber es braucht fast zweihundert Jahre, ehe wiederrum von Chemikern in der Lebensmittelindustrie erkannt wurde, wie nützlich der Stoff für die Herstellung von vielen Produkten war. Seitdem hat die Pektinsäure ihren praktischen Nutzen in der Verarbeitung von Lebensmitteln. Viele Jahre und viele Entdeckungen waren nötig, um Pektinpulver für uns Menschen nutzbar zu machen.

Pektinsäure kommt in allen Zellen von Pflanzen vor, denn erst Pektinstoffe verleihen den Pflanzen ihre Stabilität. Pektinsäure kann als Ballaststoff von unserm Körper wieder problemlos ausgeschieden werden, zusätzlich übernehmen sie während der Quellung im Darm eine reinigende Funktion. Ein hoher Bestand an Pektinen findet sich in den Resten von Äpfel nach der Pressung für Säfte, aber auch in den Schalen von Citrusfrüchten und Rüben. Wir finden das Pektin beim täglichen Einkauf auf der Zutatenliste von Lebensmittel als Geliermittel unter der E-Nummer 440.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Pektin einnehmen?

Pektinstoffe besitzen viele positive Eigenschaften für den menschlichen Körper, daher sind sie sehr gesund. Ihre für die Pflanzen förderlichen Eigenschaft sind auch für uns gesund. Beispielsweise senken sie den Blutcholesterinspiegel und sorgen durch die Senkung der pH-Werte im Dickdarm für eine gesunde Darmflora. Diabetiker profieren von der Einnahme von Pektinen, da zu Gelee verdickte Flüssigkeiten die Aufnahme von Zuckern verzögern können und ihre langkettigen Kohlenhydrate positiv auf den Blutzuckerspiegel wirken. Daher sollten Menschen mit hohen oder erhöhten Blutzuckerwerten eher zu Produkten greifen, die Pektinsäure enthalten. Eingenommen helfen Pektinstoffe gegen Hungergefühle, da sie durch die Quellung im Darm und Magen für eine stete Sättigung sorgen. Da ihre gesunde Wirkung für unseren Magen, den Darm und die Blutwerte bewiesen ist und sie keine negativen Nebenwirkungen besitzen, ist eine zusätzliche Einnahme der Pektinstoffe empfehlenswert.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Pektin?

Pektinstoff ist ein völlig gefahrloser Zusatzstoff, daher gib es für seinen Einsatz keine Beschränkungen in der Einnahme für den Menschen für die jeweilige Höchstmenge. Pektine sind lösliche Ballaststoffe mit hochkomplexen Kohlenhydraten, die Wasser binden. Ihre Eigenschaft stark aufzuquellen fördert die Verdauung und hilft beim Abnehmen, da sich schnell ein Gefühl der Sättigung einstellt. Pektine binden außerdem die Säuren in der Galle, wodurch sie deren zur Gesunderhaltung beitragen. Bei der Aufnahme aus dem Darm senken sie außerdem den Cholesterinspiegel. Vor allen die Pektine aus den Früchten, wie Äpfel, Johannisbeeren, Stachelbeeren und Zitrusfrüchten sind stark gesundheitsfördernd für den Menschen, denn sie wirken wie Ballaststoffe, wenn sie mit reichlich Wasser eingenommen werden. Außerdem wirken Pektinstoffe auf den Körper entschlagend, helfen gegen Arteriosklerose, stimulieren die Blutgerinnung und die Wundheilung, zudem binden sie Schwermetalle und radioaktives Material. Inzwischen legen viele wissenschaftliche Studien die gesundheitsfördernde Wirkung des Zusatzstoffes dar.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Pektin auftreten?

Bisher wurden in Studien und Test keinerlei negativen Auswirkungen bei der Einnahme von Pektinstoffen auf den Menschen festgestellt.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Pektin, bis sich erste Erfolge einstellen?

Schon nach kurzer Dauer, zwei bis drei Wochen, der zusätzlichen Einnahme von Pektinsäure stabilisiert sich das Gewicht. Menschen, die außerdem auf gesunde Mahlzeiten achten, können schnell eine Reduktion des Gewichts durch die zusätzliche Einnahme von Pektinstoffen erreichen. Denn es trägt durch seine Quellfunktion aktiv zur Gewichtsreduktion bei. Schöner und gesunder Nebeneffekt, der Zuckerspiegel normalisiert sich und der schlechte Wert für das Cholesterin sinkt. Auch wenn wir Äpfel und gesunde Früchte essen, nehmen wir die nützlichen Petkine in den Körper auf, jedoch nicht in ausreichender Menge. Gerade Menschen, die erhöhte Werte für Zucker und Cholesterin aufweisen, Probleme mit der Galle haben oder allgemein gesundheitlich nicht auf der Höhe sind, profitieren von der Einnahme von Pektinstoffen. Bereits nach dreiwöchiger Einnahme wurden bei getesteten Personen viele positive Effekte auf den Körper festgestellt.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Pektin ?

Aufgrund seiner nützlichen Fähigkeit, durch die Bindung von Wasser Gelee zu bilden, sowie stark zu quellen, werden sie heute als ein wertvoller Bestandteil in der Produktion von Lebensmitteln eingesetzt. Deshalb werden Pektinstoffe als das Mittel für das Gelieren-, Verdicken- und Stabilisierung genutzt. Heißes Wasser hilft dabei, die Pektine aus den Schalen von Äpfeln, Aprikosen, Johannisbeeren und den Schnitzeln von Zuckerrüben zu lösen, denn erst dann können sie verarbeitet und modifiziert werden. Unreife Äpfel und Zitronen enthalten eine große Menge an Pektinen, dass ein natürliches Mittel für den Vorgang des Gelierens ist. Seine Bestandteile sorgen beispielsweise in unserem Gelierzucker dafür, dass die gekochten Himbeeren und Zucker im Sommer erst zu Konfitüre werden und damit haltbar gemacht werden. Pektinstoffe sind eine gute Alternative für Gelatine. Gelatine wird aus den Nebenprodukten bei der tierischen Schlachtung gewonnen, daher wird es weder von Veganern noch aus religiösen Gründen gegessen, während Pektine rein pflanzlich sind. Pflanzliche Pektinstoffe wird heute von viele Menschen akzeptiert und in Speisen eingenommen. Viele Hersteller haben die Vorteile von Pektin erkannt und nutzen es für die Produktion, denn die Zielgruppe der potenziellen Käufer wird viel größer durch den Einsatz von Pektinstoffen. Für Konfitüre wird inzwischen nur noch pflanzliches Pektin als Geliermittel verwendet. Zudem wird Pektin genauso fest wie Gelatine, das zeigt sich auch darin, das pflanzliche Pektine als Stoff für den Bau von Zellwänden in den Pflanzen dienen. Die Lebensmittelindustrie nutzt die stabilisierende Eigenschaft, die Flüssigkeiten in gelartigen Zustand versetzt.

Das Wort Pektos stammt aus dem im Griechischen und bedeutet erstarren. Chemisch gesehen sind Pektinstoffe langkettige Kohlenhydrate, die mit Methanol verestert wurden. Produkte, die E 440 enthalten, sind in Desserts, Puddingpulver, Speiseeis, Tortenguss, Gelierzucker, Dauerbackwaren, Mayonnaise, Ketchup, Marmeladen, Konfitüre und fettreduzierten Lebensmittel enthalten.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Pektin aus?

Früchte und die Schalen bilden das Ausgangsprodukt für die Pektinstoffe. Dabei werden vor allem Früchte mit einem hohen Anteil an harten oder zähen Stoffen sowie nicht voll ausgereift Früchte genutzt. In der Lebensmittelindustrie werden daher vorwiegend Äpfel, Quitten, Blaubeeren, Johannisbeeren, Preiselbeeren und Stachelbeeren für die Verarbeitung verwendet. Nachdem die Früchte filtriert und gewaschen wurden, werden sie getrocknet und zermahlen, so dass das Endprodukt ein weiß gräuliches Pektinpulver ist.

Trivialnamen

Unter welchen Namen ist Pektin noch bekannt?

Käufer und Käuferinnen finden das Pektinpulver auf den Inhaltsangaben von Lebensmitteln und in der Liste für Zusatzstoffe unter der Bezeichnung E 440. In vielen Reformhäusern und in Apotheken wird das verarbeitete Pektinpulver auch als Füllstoff, Geliermittel, Stabilisator bezeichnet. Weitere Namen unter denen sich die Pektinstoffen als Ergänzungsmittel für die Nahrung finden lassen, sind Pectinum, Pectin, Apfelpektin, Citruspektin, Zitruspektin und Apfelpulver.

Funktionsweise​

Wie ist die Funktionsweise von Pektin?

Pektinstoffe funktionieren indem sie in Verbindung mit Wasser aufquellen und so für uns ihre nützliche Wirkung entfalten. Daher kommt die Pektinsäure immer häufiger in der Lebensmittelindustrie zum Einsatz. Da Wissenschaftler und Ärzte erkannt haben, wie gut Pektinpulver zur Entschlackung und für die verbesserte Verdauung genutzt werden kann, wird es inzwischen als auch eine gesunde Ergänzung zur Nahrung angeboten. Die vielen positiven Eigenschaften werden hier für die Gesunderhaltung des Menschen genutzt, da das ballaststoffhaltige Pektinpulver äußerst positiv und verbessernd auf den Lipidstoffwechsel, das schlechte Cholesterin, unsere Verdauung und die Funktionen des Darmes wirken.

Ähnliche Wirkstoffe

Gibt es ähnliche Wirkstoffe, die wirken wie Pektin?

Wie wir inzwischen wissen, gehören die Pektinstoffe zu den Ballaststoffen. Der Vorteil der Verarbeitung und des anschließenden Einsatzes von Pektinpulver als Nahrungsergänzungsmittel liegt in der Förderung sowie in der Unterstützung der gesunden Verdauung und weiteren gesunden Inhaltsstoffen, wie dem wichtigen Vitamin C und Calcium. Einige weitere Produkte, die auf dem Markt angeboten werden, wirken dabei ganz ähnlich, dazu gehören das Artischocken Extrakt, die Liponsäure oder das Curcumin. All diese Stoffe fördern die Verdauung, dienen der Unterstützung des menschlichen Immunsystems und wirken gleichzeitig als Antioxidans, das die Zellen schützt und unterstützt. Darüber hinaus verfügt das Curcumin, das nicht nur als Nahrungsergänzungsmittel sondern auch als Gewürz verkauft wird, über viele hilfreiche Eigenschaften für die Gelenke und den Verdauungstrakt.

Ein anderes hochwirksames Nahrungsergänzungsmittel sind Shiitake Kapseln, die aus einem Vitalpilz gewonnen werden. Das Ergänzungsmittel Shiitake-Pulver enthält nicht nur Vitamine und Mineralstoffe, sondern auch eine Vielzahl von organischen Substanzen, wie beispielweise Glutamate, Aminosäuren, Peptide, Lentinan, das Alkaloid Eritadenin und organische Säuren. Lentinan gilt inzwischen als effizienter Stimulator für unser Immunsystem.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Pektin am Markt zu kaufen?

Pektinpulver wird seit einigen Jahren in Form von Tabletten, Kapseln, Pulver, Flocken, Saft und als Trinkampullen, Kombipräparat sowie als Komplex zur Einnahme als Nahrungsergänzungsmittel angeboten. Es kostet im Internet und im stationären Handel zwischen 8.- € und bis 80.- €, je nach Anbieter, Menge und Reinheit. Auch im Fachhandel und in Apotheken wird der Stoff inzwischen verkauft. Nicht zu vergessen ist, dass die Pektinstoffe ja auch in zahlreichen industriell verarbeiteten Lebensmitteln enthalten sind, wie in Marmeladen, in Tortengüssen und in Gelierzuckern.

So wird reines Pektinpulver als ein NEM Produkt im Handel und Online verkauft, da es viele Ballaststoffe und Pflanzenextrakte enthält. Es gibt beispielweise Apfelpektin Flocken von pro natura, Gentiana Lutea E radice D 2 Globuli, PektiClean von Dr. Reinwald, ein funktionales Ballaststoff-Lebensmittel, reines Apfelpektin zum Trinken in Ampullen, Apfelpektin Kapseln von der ALLPHARM Vertriebs GmbH. Im Internet bieten viele Hersteller verarbeitetes Pektinpulver an, das sein Gehalt an Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen sehr gesund ist. Es wird dadurch zu einem wertvollen NEM für unsere Ernährung.

Neben dem Einsatz von Pektinstoffen in der Lebensmittelindustrie sowie in der Herstellung von Produkten zur Nahrungsergänzung, werden die Stoffe inzwischen auch Cremes, Shampoos oder Salben zugesetzt, denn auch die Kosmetikindustrie hat ihren Nutzen für den Menschen in der Pflege erkannt. Da die vielen gesunden Eigenschaften von Pektinstoffen auch der Haut und dem Haar zugutekommen. Immer mehr wissenschaftliche Studien kommen zu dem Ergebnis, wie hochwertig die vielseitigen Pektinstoffe für uns sind.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Pektin als NEM?

Darin sind sich alle Hersteller und Apotheker relativ einig, sie empfehlen dem Käufer oder der Käuferin täglich zwei mal zwei Tabletten oder Kapsel mit einem großem Glas Wasser einzunehmen. Letztendlich hängt die Höhe der Einnahme aber auch von der Konzentration des Pektinstoffs in dem jeweiligen NEM ab. Werden zwei Kapseln über zwei Tage eingenommen, verlangsamt dies die Entleerung des Magens und des Darms, wodurch sich der Mensch länger satt fühlt und weniger Hunger verspürt. In einer Studie wurde getestet, wie und ob das Pektinpulver Menschen beim Fasten unterstützt. 74 normal gewichtige Probanden wurde für zwei 2 Tage unterschiedlich hohe Formen von Pektindosierungen verabreicht. Während andere Probanden in der Nebenstudie keine zusätzlichen Mahlzeiten mit Pektinkapseln- oder Pulver erhielten. In der ersten Studie führte das Pektinergänzungsmittel in der Dosierung von rund 5 Gramm zu einem gesteigerten Gefühl der Sättigung, wodurch weniger Nahrung aufgenommen wurde.

Gibt es beim Kauf von Pektin etwas zu beachten?

Äpfel gehören schon seit Jahrhunderten zu den beliebten und gern gegessen Obstsorten. Denn ein Apfel ist preiswert, es gibt ihn zu jeder Jahreszeit zu kaufen, er schmeckt lecker und bietet eine Vielzahl an Vitaminen und Nährstoffen. Aber wir können nicht so viele Äpfel essen, dass die in ihnen enthaltene Pektinstoffe in höherer Menge unserem Körper zur Verfügung stehen. Deshalb werden im Online Handel und in Reformhäusern sowie in Apotheken viele Nahrungsergänzungsmittel mit dem gesunden Pektinwirkstoff angeboten. Aber letztendlich wirken auch Pektinsäure unterschiedlich, je nach Zusammensetzung des Herstellers. Das Nahrungsergänzungsmittel eignet sich für alle Vegetarier und Veganer und Menschen, die eine Diät durchführen möchten. Daher werden Apfelpektinkapseln und Pektintabletten häufig als ein Nahrungsergänzungsmittel angeboten, das beim Abnehmen hilft. Bewiesen ist, dass es die Fettverbrennung und die Verdauung angekurbelt.

Wichtig für den Käufer ist, dass die Pektinkapseln möglichst schonend hergestellt wurden, hier empfiehlt sich der Kauf von Ampullen und Tabletten, die durch natürliche Fermentation gefertigt wurden. Generell sollten nur Kapseln erworben werden, die weder Laktose, Soja noch Gluten, Fructose und künstliche Zusatzstoffe sowie künstliche Aromastoffe enthalten. Magnesiumstearat und Siliciumdioxid haben nichts in NEM zu suchen. Alle Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung, doch sie können helfen, uns gesund zu erhalten und liefern viele wertvolle Zusatzstoffe für unseren Körper.

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