Die Einnahme von Nahrungseränzung ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

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Superfood

Nachtkerze

Autor

Gertrud Winkelmair
Chefredaktion Superfoods
Nachtkerze

enthaltene
Wirkstoffe

zu behandelnde
Symptome

30

recherchierte
Studien

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Symptome

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Was ist Nachtkerze?

In der Botanik als Oenothera biennis bekannt – der Volksmund nennt sie Nachtkerze. Eine Pflanzenart, welche in der Familie der Nachtkerzengewächse diegrößte Bekanntheit erlangte. Unter anderem wegen dem gleichnamigen Nachtkerzenöl. Es gelang ihr, um 1620 herum, als Zierpflanze aus Nordamerika nach Europa einzureisen. Anschließend begannen die rasche Verbreitung und die Anerkennung als Heilpflanze. Sodass heute vom Laien gar nicht mehr erkannt wird, dass sie bei uns keinesfalls heimisch ist. Wir schauen uns heute die Nachtkerzen-Pflanze an und was sie so besonders macht.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Nachtkerze einnehmen?

Als Heilpflanze genießt die Nachtkerze unter den nordamerikanischen Ureinwohnern ein hohes Ansehen. Seit jeher zerkleinern sie die Samen zu einem Brei und verzehren diesen. In der Hoffnung auf eine heilsame Wirkung.

Heute wird vor allem das berühmte Nachtkerzenöl aus den Samen gewonnen. Damit lässt sich eine Neurodermitis natürlich behandeln. Die Naturheilkunde nutzt das Öl aber auch bei Bluthochdruck, Migräne, Heuschnupfen, Rheuma sowie Migräne. Während die Anwendung bei einer Neurodermitis auf der Haut erfolgt, kommt es je nach Beschwerden auch zum Verzehr vom Öl.

Frauen sollen dank Nachtkerzenöl leichter durch die Wechseljahre kommen und zuvor ihre Menstruationsbeschwerden lindern können. Neben dem Menschen, finden bestimmte Arten der Nachtkerze auch für die Pflege sowie Behandlung von Haustieren ihre Verwendung.

Darüber hinaus besteht eine Nutzung in der Kosmetik. Die Inhaltsstoffe der Nachtkerze beruhigen die Haut. Insbesondere wenn diese trocken ist und unangenehm spannt.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Nachtkerze?

Unter den vielen Arten von Kräutern wird die Nachtkerze bzw. deren Öl gern zur Beruhigung der Haut verwendet. Manche Hautärzte empfehlen das Extrakt bei Neurodermitis. Weshalb es in ausgewählten Lotionen und Cremes enthalten ist. Äußerlich angewandt, soll ebenso ein positiver Effekt bei Ekzemen bestehen. Generell sagt man der Nachtkerze, bei Beschwerden auf der Haut helfen zu können.

In den Samen sind Wirkstoffe enthalten, welche Entzündungen hemmen und ggf. Juckreiz lindern können. Die Gamma-Linolensäure kann die Abwehrkräfte unterstützen, sowie die Produktion weißer Blutkörperchen anregen.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Nachtkerze auftreten?

Unverträglichkeiten können bei allen Pflanzen auftreten. Zum Glück existieren zur Nachtkerze bzw. deren Öl nur wenige Berichte. Manche schreiben über Kopfschmerzen und/oder Übelkeit als Nebenwirkungen. Zu viel vom Öl und der Magen-Darm-Trakt kann schmerzen. Diese gilt es ernst zu nehmen und die Einnahme sollte zumindest pausiert werden. Bis dies mit dem Arzt abgeklärt ist.

Bei kosmetischen Produkten mit Linolsäure und Linolensäure aus Nachtkerzenöl ist auf die Verpackungsbeilage zu achten.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Nachtkerze, bis sich erste Erfolge einstellen?

Die zur Familie der Onagraceae gehörende Pflanze kann unterschiedlich verwendet werden. Auf der Haut ist meistens eine durchgehende Anwendung zulässig. Als Nahrungsergänzung sollte zunächst geschaut werden, wo ein Mangel in der Ernährung vorliegt. Solange sich die benannten Nebenwirkungen nicht zeigen, darf das Öl der Nachtkerze in moderaten Mengen verzehrt werden.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Nachtkerze?

Die Oenothera biennis entspringt dem nordamerikanischen Raum. Als Gemeine Nachtkerze schaffte es sie im 17. Jahrhundert nach Europa. Da die Pflanze nur wenig Pflege bedarf, um ihre Blütezeit zu erreichen, konnte sie sich sehr leicht verbreiten. Bspw. besteht eine Dokumentation, welche den Anbau der Nachtkerze im Jahr 1623 in Paris beweist. Doch lange Zeit wurde sie als reine Zierpflanze verstanden. Ihre Nutzung als Heilpflanze begann erst später.

Zwischenzeitlich hatte man erkannt, dass die Wurzeln der Nachtkerze als Gemüse dienen. Aufgrund ihrer weiten Verbreitung, verstanden Menschen sie aber vor allem als Unkraut im Garten. Dabei kann sie wertvolle Inhaltsstoffe liefern und die Pflanze ist fast vollständig essbar. Wobei geschaut werden muss, ob es sich um die Gemeine Nachtkerze oder eine ihrer vielen Unterarten handelt.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Nachtkerze aus?

Als krautartige Pflanze von der Natur vorgesehen, gedeiht sie zwei Jahre an ihremStandort. In dieser Zeit steht sie farbenfroh in ihrer Blüte und strebt ihre Vermehrung an. Eine Nachtkerzen-Pflanze kann bis zu 1,8 Meter groß werden. Im ersten Jahr formen ihre Blätter eine Rosette, welche dicht über dem Boden verweilt. Das Jahr darauf nutzt die Pflanze für den rötlichen Stängel.

Aus den grünen Blüteknospen gehen gelbe Blätter hervor. Bei entsprechender Reife bilden sich Kapselfrüchte von bis zu 4 Zentimeter aus. Darin verborgen liegen die höchstens zwei Millimeter großen Samen. Um gut gedeihen zu können,bevorzugt die Oenothera biennis einen trockenen sowie kalkhaltigen Standort. Der Boden muss nicht zwingend nährstoffreich sein.

Wie bereits erwähnt, kann fast die gesamte Pflanze gegessen werden. Sie sollte daher nicht als Unkraut, sondern Gemüse betrachtet werden. Nahrhaft sind dabeivor allem die Blätter und Wurzeln. Ihre Erntezeit liegt im Oktober, sodass sie bei guter Lagerung ein wichtiges Lebensmittel im Winter darstellt. Der richtige Erntezeitpunkt ist entscheidend, da die Wurzeln ansonsten verholzen.

Für Nahrungsergänzungen sowie die Kosmetik werden die Blüten, Samen und Blätter genutzt. Da sie recht anspruchslos wächst, ist ein Anbau im eigenen Garten zumeist mühelos möglich.

Trivialnamen

Unter welchen Bezeichnungen ist Nachtkerze noch bekannt?

Weltweit fährt sie in der Wissenschaft unter dem Namen Oenothera biennis. Weil die Pflanze zur Familie der Nachtkerzengewächse zählt, kommt ihr Fachbegriff Onagraceae ins Spiel. Darüber hinaus erlangte die Pflanze im Volksmund zahlreiche Spitznamen. Darunter Gelber Nachtschatten, Nachtblume, Eierblume, Gelbe Rapunzel, Rapontika, Rübenwurzel, Schinkenkraut und Schinkenwurz. Aberauch Rapunzelsellerie, Weinblume sowie Weinkraut.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Nachtkerze enthalten?

Aus den Samen lässt sich ein hoher Anteil an Linolsäure gewinnen. Hinzu kommt eine nennenswerte Menge an Gamma-Linolensäure. Darüber hinaus liefert die Gemeine Nachtkerze bei oraler Einnahme Vitamin E sowie mehrfach ungesättigte Fettsäuren.

Enthaltene Vitamine und Mineralstoffe

pro 100g / 100 mlNRV¹)
Vitamin E 1333 mg11108,33 %
*Da es sich um ein Naturprodukt handelt, können diese Werte leicht abweichen.

Ähnliche Superfoods

Gibt es ähnliche Superfoods, die wirken wie Nachtkerze?

Es geht hierbei vorrangig um die Linolsäure. Interessant sind dabei Heilpflanzen und Kräuter wie die Akelei und das Kürbiskernextrakt. Was die Linolensäure betrifft, findet sich diese in vergleichbarer Menge in Mikroalgenöl, Sacha Inchisowie Borretschöl.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Nachtkerze am Markt zu kaufen?

Vereinzelt sind die Samen, Blüten und Wurzeln in roher Form erhältlich. Meistens wird jedoch ein Extrakt aus der Oenothera biennis gezogen, um dieses in Kapselnabzufüllen. Alternativ wird das Nachtkerzenöl gekauft und findet darüber seine individuelle Verwendung.

Ferner zeigt die Pharmaindustrie seit vielen Jahren ein reges Interesse am Nachtkerzen-Öl bzw. dessen Fettsäuren. Hier bitten wir aber um Rücksprache mitdem behandelnden Arzt. In Tabletten-Form kann die Konzentration der Wirkstoffedeutlich höher sein.

Auf dem Markt sind viele Produkte mit dem Extrakt der Nachtkerze erhältlich. Bspw. als Körpermilch und Lotion. Das Nachtkerzen-Öl wird für den Körper sowie die Gesichtspflege beworben.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Nachtkerze als NEM?

Beim reinen Öl der Nachtkerze besteht keine konkrete Verzehrempfehlung. Als Kapseln ist die Konzentration der Wirkstoffe entscheidend. Meistens werden ein bis zwei Kapseln pro Tag als unbedenklich eingestuft.

Gibt es beim Kauf von Nachtkerze etwas zu beachten?

Hier gilt es zunächst abzuklären, welche Bestandteile der Pflanze verwendet wurden. Das Öl wird aus den Samen gewonnen, doch ebenso können auch die Blüten, Blätter und Wurzeln ihre Verwendung finden.

Im zweiten Schritt geht es um die Reinheit des Produktes. Handelt es sich um ein 100%iges Nachtkerzenöl in Bio-Qualität oder wurde es gestreckt? Gerade in Hinblick auf die Linolsäure und Linolensäure ist dies sehr wichtig. Bei Kapseln werden gerne noch Vitamine hinzugesetzt. Ob dies gewollt ist, hängt vom Verbraucher ab. Fest steht, je reiner das Nachtkerzenöl, desto teurer darf es pro 100ml sein.

Studien zu Nachtkerze

Nährwerte pro 100g

Energie3696 kJ /
899 kcal
Fett98 g
Davon gesättigte Fettsäuren8 g

*Da es sich um ein Naturprodukt handelt, können diese Werte leicht abweichen.

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