Die Einnahme von Nahrungseränzung ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

Superfood

Mikroalgenöl

Autor

Sabrina Laidner
Expertin für Ayurveda
Mikroalgenöl

enthaltene
Wirkstoffe

zu behandelnde
Symptome

recherchierte
Studien

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Wirkstoffe

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Symptome

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Studien

Omega-3-Fettsäuren sind essenziell für den menschlichen Organismus. Sie sind an der Bildung von Hormonen beteiligt und stützen Gehirn und Herz in deren Funktion. Nur wenige Menschen können den Omega-3-Bedarf auf natürliche Weise stillen. Supplemente wie Mikroalgenöl sind eine tolle Möglichkeit den Bedarf zu decken. Folgend gehen wir genauer auf alle relevanten Eigenschaften ein.

Was ist Mikroalgenöl?

Mikroalgenöl ist voller wertvoller Fettsäuren und die vegane Alternative zu Fischöl. Der Hauptbestandteil der Mikroalge sind Omega-3-Fettsäuren. Diese sind für den menschlichen Organismus essenziell.

Algenöl ist in Form von Kapseln, Ölmischungen oder in Lebensmitteln enthalten. Das Öl wird dabei aus der Mikroalge gewonnen. Hierfür wird die Alge mithilfe von Lösungsmitteln aufbereitet. Durch die Behandlung gehen unerwünschte Stoffe verloren und wichtige Fettsäuren bleiben erhalten.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Mikroalgenöl einnehmen?

Da der Körper relevante Fettsäuren, wie Omega-3, nur in geringen Mengen herstellen kann, ist die Substitution für viele Menschen empfehlenswert. Wer sich überwiegend von Fisch ernährt, kann darauf verzichten. Gerade für Veganer ist das Supplement ideal geeignet.

Omega-3 kann auch über Pflanzenöle aufgenommen werden, allerdings ist die Versorgung nicht optimal und ausreichend. In der Nahrung finden sich drei Fettsäuren: Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA)sind in erster Linie in Kaltwasserfischen zu finden. Alpha-Linolensäure (ALA) befindet sich überwiegend in Pflanzenölen. Da der Körper Alpha-Linolensäure nur teilweise zu EPA und DHA umwandeln kann, leiden die meisten Menschen in Deutschland an einem erheblichen Mangel an Omega-3. Auch Öle wie Leinöl können nur bis zu maximal fünf Prozent umgewandelt werden.

Um unser System aufrecht zu erhalten, sind Omega-3-Fettsäuren sehr wichtig. Sie unterstützen das Gehirn und das Herz in deren Funktionen. Auch ein normaler Blutdruck benötigt einen ausgeglichenen Omega-3-Spiegel. Die unterschiedlichen Fettsäuren übernehmen folgende Funktionen:

ALA: zuständig für den Erhalt eines normalen Cholesterinspiegels

DHA: zuständig für den Erhalt eines normalen Triglyceridspiegel und einer normalen Hirnfunktion

EPA: Erhalt eines normalen Cholesterinspiegels und eines normalen Blutdrucks

Ein Mangel zeigt sich in der Regel in Müdigkeit, Konzentrationsproblemen, Hautproblemen und einer allgemeinen Muskelschwäche.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Mikroalgenöl?

Algenöl enthält die relevanten Fettsäuren Omega-3 und Docosahexaensäure. Beide Fettsäuren sind essenziell für Zellen, Gelenke und Hormone.Da unser Körper die Fettsäuren nur begrenzt herstellen kann, ist eine Substitution durchaus sinnvoll. Die Kombination der beiden Fettsäuren findet sich ausschließlich in Algen und Seefischen wieder. Fische enthalten diese Fettsäuren, da sie sich über Algen ernähren. Konzentriertes Mikroalgenöl ist eine ideale Quelle für die Fettsäuren.

Algenöl enthält einen sehr hohen Gehalt an wertvollen Fettsäuren. Omega-3 ist für den Menschen essenziell. Es unterstützt die Zellerneuerung und ist entzündungshemmend. Unser Körper kann diese Fettsäuren auch über heimische Lebensmittel aufnehmen. Das sind zum Beispiel Leinsamen, Walnüsse, Hanfsamen oder Hanföl. Wer einen erhöhten Bedarf an Omega-3 hat, beispielsweise wer an chronischen Entzündungen leidet, der kann auf Mikroalgenöl zurückgreifen.

Auch wer an rheumatischen Beschwerden leidet, profitiert von dem Öl.

Omega-3-Fettsäuren können über eine fettreiche Mahlzeit besonders gut aufgenommen werden. Die Aufnahme, ist je nach Mensch, völlig unterschiedlich. Der Omega-3 Spiegel kann über das Blutbild gemessen werden. Der ideale Anteil liegt zwischen acht und 11 Prozent.

Mikroalgenöl gut für das Herz und die Gefäße

Entzündungen spielen bei zahlreichen Erkrankungen eine wichtige Rolle. Beispielsweise bei Arteriosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Studien haben bereits gezeigt, dass Menschen mit einem hohen Anteil an Omega-3 Werten im Blut seltener an oben erwähnten Krankheiten erleiden. Nahrungsergänzungsmittel wie Mikroalgenöl können dabei helfen, den Bedarf an Omega-3 zu decken.

Mikroalgenöl gut fürs Gehirn

Die Funktionsfähigkeit unserer Nervenzellen ist davon abhängig, über welchen Anteil an gesunden Fettsäuren diese verfügen. Auch in der Kindheit sind die Omega-3 Fettsäuren von besonderer Bedeutung. Menschen, die häufig Seefisch konsumieren, erkranken weitaus seltener an Alzheimer. Das zeigt sich auch in mehreren Studien. In Studien wurden in einen Joghurt, neben Omega-3, weitere Vitamine wie Selen und Cholin gemischt. Bei Patienten mit Demenz im Anfangsstadium, die täglich von diesem Joghurt konsumierten, verlangsamte sich der Verlust an Gehirnsubstanz täglich.

Positiver Einfluss auf Entzündungen

Fetter Seefisch und Leinöl sind Teil der entzündungshemmenden Lebensmittel. Gerade wer an Rheuma erkrankt, profitiert von den Omega-3-Fettsäuren im Mikroalgenöl.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Mikroalgenöl auftreten?

Hohe Mengen an Mikroalgenöl und Omega-3-Fettsäuren können zu Nebenwirkungen führen, wie ein erhöhter Cholesterinspiegel oder ein schwaches Immunsystem. Deshalb sollten die Dosierung und die Dauer der Einnahme stets mit dem Arzt besprochen werden.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Mikroalgenöl, bis sich erste Erfolge einstellen?

Der Effekt von Mikroalgenöl zeigt sich meist schon innerhalb weniger Stunden nach der Einnahme. Wer an Müdigkeit leidet, fühlt sich durch das Präparat meist auf Anhieb lebhafter. Daher sollte man Mikroalgenöl nicht unmittelbar vor dem Schlafen einnehmen. Natürlich zeigt sich ein positiver Effekt auf den Cholesterinspiegel oder chronischen Erkrankungen erst über längere Zeit.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Mikroalgenöl?

Die Alge wird häufig in künstlichem Meerwasser kultiviert und im Anschluss in wässriger Umgebung fermentiert. Das Rohöl wird mittels einer Zentrifuge gewonnen. Das Verfahren ist vor allem für die Fettsäuren besonders schonend.

Das Öl sollte in jedem Fall vor einer möglichen Oxidation geschützt werden. Der Geschmack wird ansonsten negativ beeinflusst und auch die Wirkung geht verloren. Der Frischewert von Algenöl ist mit 11 besonders niedrig. Je niedriger der Wert, desto frischer das Produkt. Die Kultivierung der Algen sollte schadstoffarm erfolgen. Moderne Anlagen können das Öl besonders gut filtern.

Mikroalgenöl stammt ursprünglich aus den Mangrowäldern an den tropischen Küsten. Hier werden diese gezüchtet.

Das Öl wird sorgfältig aus der Mikroalge gewonnen. Diese werden mit Lösungsmitteln bearbeitet, um etwaige Schadstoffe zu entfernen. Essenzielle Fettsäuren bleiben durch die Behandlung allerdings erhalten.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Mikroalgenöl aus?

Das Öl der Mikroalge ist sehr speziell. Es wird auch als Schizochytrium bezeichnet. Es ist gekennzeichnet durch einen hohen Anteil an DHA und EPA. Die Meeresmikroalge befindet sich in den Mangrowäldern an der tropischen Küste. Die Algen werden nachhaltig und besonders umweltfreundlich, zu großen Mengen in Biofermentern gezüchtet.

So kann das Ökosystem geschont werden, wodurch Fische- und Krillbestände nicht negativ beeinflusst werden.

Trivialnamen

Unter welchen Bezeichnungen ist Mikroalgenöl noch bekannt?

Mikroalgenöl wird häufig als Omega-3-Präparat bezeichnet. Zudem lautet die Originalbezeichnung Schizochytrium.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Mikroalgenöl enthalten?

Algenöl besteht in erster Linie aus Omega-3 Fettsäuren. Diese zählen zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Gesättigte Fettsäuren sind sehr träge und mit Wasserstoff gesättigt, ungesättigte Fettsäuren verfügen über mehrere Doppelbindungen zwischen den Kohlenstoffatomen. Die Anzahl der Doppelbindungen ist ausschlaggebend dafür, ob es sich um einfache oder mehrfach ungesättigte Fettsäuren handelt.

Ähnliche Superfoods

Gibt es ähnliche Superfoods, die wirken wie Mikroalgenöl?

Die wohl beste Alternative zu Mikroalgenöl ist eine Ernährung reich an Omega-3 Fettsäuren.Dazu zählen vegane Lebensmittel, welche einen hohen Anteil an Omega-3 haben, wie beispielsweise Hülsenfrüchte, Kichererbse, Bohnen, grünes Gemüse, Kohl, Kräuter oder Wildpflanzen. Liegt ein gravierender Omega-3 Mangel vor, sind Supplemente wie Mikroalgenöl aber in jedem Fall zu empfehlen.

Des Weiteren können anstelle von Mikroalgenöl auch Omega-3 Präparate auf Basis von Leinöl konsumiert werden. Das ist die wohl ökologischste Variante, da diese ausschließlich aus pflanzlichen Stoffen bestehen. Leinöl Präparate sind meist weitaus günstiger als Mikroalgenöl-Präparate.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Mikroalgenöl am Markt zu kaufen?

Algenöl ist in Form von Tropfen und Kapseln erhältlich. Wer keinen Fischgeschmack bevorzugt, sollte auf Kapseln zurückgreifen.

Diese sind meist mit Zitronengeschmack angereichert. Mikroalgenöl-Präparate enthalten meist die richtige Menge an DHA und EPA. Diese Fettsäuren sind gerade für Veganer essenziell.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Mikroalgenöl als NEM?

Die richtige Dosierung ist von zahlreichen Faktoren abhängig, beispielsweise auch von dem Körpergewicht. Zudem sollte unterschieden werden, ob das Präparat zusätzlich eingenommen wird, oder ein Mangel vorliegt. Ein Mangel lässt sich über einen Bluttest feststellen.

Die täglich empfohlene Menge an Omega-3 bei Dragees liegt bei circa 500 Milligramm.

Gibt es beim Kauf von Mikroalgenöl etwas zu beachten?

In jedem Fall sollte das Präparat über die richtige Menge an DHA und EPA verfügen. Das ist bei Mikroalgen aber in den meisten Fällen gegeben. Oftmals kommen rein pflanzliche Produkte nicht auf die empfohlene Menge.

Zudem muss man sich darüber im Klaren sein dass Tropfen einen wesentlich intensiveren Fischgeschmack annehmen als Kapseln. Im Idealfall stammen die Kapseln aus biologischem Anbau und verfügen über nur wenige Inhalts- und Zusatzstoffe. Auf Konservierungsstoffe sollte in jedem Fall verzichtet werden. Wer sich vegan ernährt, muss in jedem Fall etwaige Inhaltsstoffe genauer betrachten.

Auf den EPA Wert achten

EPA ist wichtig für die Vermeidung von Entzündungsprozessen im Körper. Damit EPA gebildet werden kann, wird Omega-3 benötigt.

Ein hoher Anteil an Omega-3-Fettsäuren hemmt gleichzeitig die Bildung der Omega-6 Fettsäure Arachidonsäure. Omega-6 Fettsäuren sind das Ausgangsprodukt für zahlreiche entzündungsfördernde Hormone.

Fazit 

Algenöl versorgt unseren Körper effizient mit Omega-3. Omega-3 ist für den menschlichen Organismus unverzichtbar. Omega-3 ist stark entzündungshemmend und an zahlreichen, wichtigen Prozessen im Körper beteiligt. Da die meisten Menschen zu wenig fettreichen Fisch konsumieren, leidet der größte Teil an einem Omega-3 Mangel. Daher ist es sinnvoll, mit Mikroalgenöl zu ergänzen. Das Präparat sollte aus ökologischem Anbau stammen und biologisch hergestellt sein. Wer an einer chronischen Erkrankung wie Rheuma oder Fibromyalgie leidet, profitiert von der Einnahme laut Studien besonders.

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