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Was ist Kaempferol?

Kaempferol¬†ist ein nat√ľrliches Flavonoid. Es entsteht bei der Oxidation von Pelargonidin. Pelargonidin ist ein Pflanzenfarbstoff, der zum Beispiel f√ľr die orangene Farbe mancher Bl√ľten zust√§ndig ist. Das Flavonoid kommt in vielen Fr√ľchten und Gem√ľsen vor, darunter: Grapefruit, rote Weintrauben, Passionsblume, Ginkgo,¬†Brokkoli, Rosenkohl,¬†√Ąpfel, Tomaten, gr√ľne Bohnen, gr√ľner Tee,¬†Kartoffeln, K√ľrbis, Zwiebeln, Gurken,¬†Salat, Pfirsichen, Himbeeren,¬†Brombeeren, Spinat, Rosmarin, Aloe Vera, Endivie, Gew√ľrzlilien und einigen anderen mehr …

Die Glykoside¬†des Flavonoids k√∂nnen aus Pflanzen gewonnen werden. Glycoside sind chemische Verbindungen von Alkoholen mit Zucker. Eine Biosynthese des Stoffs kann aus Phenylalanin erfolgen. Phenylalanin ist eine Aminos√§ure, die f√ľr den Menschen essentiell ist, da sie ma√ügeblich am Eiwei√üaufbau innerhalb des K√∂rpers beteiligt ist.

Kaempferol ist auch ein pflanzliches √Ėstrogen. Es wird vermutet, dass es Krebszellen t√∂ten kann. Zu diesem Zweck laufen zahlreiche Studien. Auch gibt es Hinweise, dass sich das pflanzliche √Ėstrogen positiv auf eine Osteoporose nach der Menopause auswirken k√∂nnte. Des Weiteren wirkt es antientz√ľndlich, antimikrobiell, kardioprotektiv, neuroprotektiv, analgetisch und anxiolytisch.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Kaempferol einnehmen?

Mit Kaempferol k√∂nnen Arteriosklerose, kardiovaskul√§re Erkrankungen und teilweise auch Krebserkrankungen behandelt werden. Es konnte nachgewesen werden, dass das Flavonoid Tumorzellen der Brust, der Lunge und auch Leuk√§miezellen reduzieren kann. Es beg√ľnstigt den nat√ľrlichen Zelltod, wodurch die Krebszellen absterben. Ebenso verhindert es eine Neubildung.

Da das Flavonoid ein pflanzliches √Ėstrogen ist, kann es im menschlichen K√∂rper an die √Ėstrogenrezeptoren andocken und die Aussch√ľttung von √Ėstrogenen steigern oder vermindern. So k√∂nnen pflanzliche √Ėstrogene direkt in den menschlichen Hormonhaushalt eingreifen. Es wird vermutet, dass der Stoff auch Knochenschwund bei Frauen nach der Menopause aufhalten kann.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Kaempferol?

Flavonoide sind ausschlie√ülich in den oberirdischen Teilen einer Pflanze enthalten. Sie k√∂nnen innerhalb der Pflanze verschiedene Aufgaben √ľbernehmen, wie zum Beispiel einen UV-Schutz herzustellen oder Best√§uber anzulocken. Durch ihre schlechte Verdaubarkeit k√∂nnen sie die T√§tigkeit des Darmes anregen. Pflanzen k√∂nnen au√üerdem durch Flavonoide, zum Beispiel durch einen schlechten Geschmack, Sch√§dlinge vertreiben. So √§hnlich ist die Wirkung auch im menschlichen K√∂rper, denn Flavonoide wehren freie Radikale ab und k√∂nnen auch Metalle im K√∂rper binden. Sie √ľbernehmen somit eine zugleich sch√ľtzende als auch reinigende Funktion im K√∂rper. Sie k√∂nnen medizinisch bei Herzbeschwerden, Leberbeschwerden, Durchblutungsst√∂rungen, bei Depressionen, Allergien und bei Venenleiden eingesetzt werden.

Kaempferol ist eines der Flavonoide, das bisher am besten untersucht wurde und gute Dienste bei der Entwicklung neuer Medikamente leistet. Bisher bekannte Wirkungen des Flavonoids auf den menschlichen K√∂rper sind: Antioxidation, Entz√ľndungshemmung, Senkung des Blutdrucks, Abbau von Fett, Hemmung von Krebszellen und eine antibakterielle Wirkung.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Kaempferol auftreten?

Bisher sind keine Nebenwirkungen von Produkten bekannt, die Kaempferol enthalten. Trotzdem sollten die jeweiligen angegebenen Verzehrempfehlungen der einzelnen Produkte nicht √ľberschritten werden.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Kaempferol, bis sich erste Erfolge einstellen?

Das Flavonoid muss √ľber mehrere Wochen eingenommen werden, bevor erste Erfolge der Anwendung sichtbar werden k√∂nnen. Produkte, die Kaempferol enthalten k√∂nnen auch bedenkenlos √ľber l√§ngere Zeitr√§ume eingenommen werden. Wissenschaftliche Untersuchungen konnten nachweisen, dass die Wirkung einiger Flavonoide etwa sechs Stunden nach der Einnahme im K√∂rper beginnt.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Kaempferol ?

Kaempferol kommt in vielen verschiedenen Obst- und Gem√ľsesorten vor, die je nach Art weltweit angebaut werden k√∂nnen. Bestimmte Zitrusfr√ľchte, die eher im Mittelmeerraum beheimatet sind enthalten das Flavonoid, aber auch ‚Äěganz normale‚Äú Obst- und Gem√ľsesorten, wie zum Beispiel Kartoffeln, √Ąpfel, Gurken, viele Sorten von Beeren oder Tomaten.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Kaempferol aus?

Es gibt eine ganze Menge von Obst- und Gem√ľsesorten, die das Flavonoid enthalten. Das Flavonoid kommt zum Beispiel in Himbeeren und Brombeeren vor, in bestimmten Kohlsorten, in Zitrusfr√ľchten, Salaten und auch in manchen Gew√ľrzen, wie Rosmarin oder der Gew√ľrzlilie.

Trivialnamen

Unter welchen Namen ist Kaempferol noch bekannt?

Es gibt keine weiteren Bezeichnungen von Kaempferol. Der Stoff ist ein pflanzliches √Ėstrogen, das zu den Flavonoiden geh√∂rt. Flavonoide kommen als Farbstoffe in Pflanzen vor.

Funktionsweise‚Äč

Wie ist die Funktionsweise von Kaempferol?

Die Funktionsweise von Kaempferol und anderer Flavonoide ist bisher nur im Ansatz erforscht worden. Es konnte bewiesen werden, dass die Stoffe bei der Bek√§mpfung von Krankheiten helfen k√∂nnen, √ľber die effektive Wirkung ist allerdings nur wenig bekannt. Innerhalb der Forschungen fand man heraus, dass sich die Wirkungen der pflanzlichen Stoffe bei unterschiedlichen Spezies stark unterscheiden k√∂nnen. Hinweise auf Toxizit√§t von Flavonoiden wurden bisher keine gefunden. Es kann also nicht schaden, dem Organismus genug davon zuzuf√ľhren. Eine wichtige Eigenschaft des Flavonoids ist es, freie Radikale zu binden. Freie Radikale bedeuten f√ľr den K√∂rper Stress und sie sind ma√ügeblich am Alterungsprozess beteiligt.

Flavonoide sorgen innerhalb einer Pflanze f√ľr ihren Schutz. Das bedeutet zum Beispiel, dass Weintrauben nicht schimmeln oder gegen die Sonne einen UV-Schutz besitzen. Sie sch√ľtzen auch das Erbgut und sorgen daf√ľr, dass der Sauerstoffaustausch und der Wasserhaushalt einwandfrei funktionieren. Offenbar k√∂nnen Kaempferol und andere Flavonoide im menschlichen K√∂rper die gleichen Aufgaben √ľbernehmen.

√Ąhnliche Wirkstoffe

Gibt es ähnliche Wirkstoffe, die wirken wie Kaempferol?

Ja, es gibt neben Kaempferol noch etwa 8.000 anderer Flavonoide, die ähnlich wirken. Flavonoide können in sieben Gruppen eingeteilt werden. Es gibt die Flavonole, zu denen auch Kaemferol gehört, aber zum Beispiel auch Quercetin oder Rutin. Des Weiteren gibt es die Flavone, wie Luteolin oder Apigenin, die Flavanole, wie Catechin oder Theaflavin, die Flavanone mit Hesperetin oder Naringenin, die Flavanole, wie Taxifolin, die Isoflavonoide mit Genistein oder Daidzein und die Anthocyanidine mit zum Beispiel Malvidin oder Peonidin.

Quercetin geh√∂rt ebenfalls in die Gatting der Flavonoide und ist ein gelber, nat√ľrlicher Farbstoff. Es entsteht aus der Oxidation von Cyanidin. In der Natur kommt es als Glycosid vor, einer Verbindung von Alkoholen mit Zucker. Quercetin kommt in vielen pflanzlichen Nahrungsmitteln vor, wie zum Beispiel in √Ąpfeln, Zwiebeln, Brokkoli oder gr√ľnen Bohnen. Bei der Zubereitung der Nahrungsmittel kann es allerdings auch zerst√∂rt werden. Wer Flavonoide wie Quercetin oder Kaempferol aufnehmen m√∂chte, sollte auf das Sch√§len von Obst oder Gem√ľse verzichten, denn vor allem in den bunten Schalen der Lebensmittel ist die Konzentration dieser Stoffe hoch. Quercetin kommt auch in der Schale von roten Trauben vor, deswegen besitzt Rotwein ebenso einen hohen Gehalt des Flavonoids. Einen hohen Quercetin-Gehalt besitzen auch Kapern, Heidelbeeren, Liebst√∂ckel, Schnittlauch, verschiedene Zitrusfr√ľchte, Kirschen, Gr√ľnkohl, Himbeeren und schwarze Johannisbeeren, Preiselbeeren, Brombeeren, Sanddorn und die Kr√§henbeere.

Quercetin wird, wie viele Flavonoide bisher noch wissenschaftlich erforscht. Bis heute wurde herausgefunden, dass es bei starkem Konsum Muskelkater lindern kann und die Leistung von Sportlern signifikant erhöhen kann. Auch hat es genauso wie Kaempferol antioxidative Wirkungen, ist also ein Fänger von freien Radikalen im Körper. Der genaue Ablauf des Vorgangs im Körper ist auch hier noch nicht eindeutig wissenschaftlich herausgefunden worden. Eine toxische Wirkung des Flavonoids konnte nicht nachgewiesen werden, ganz im Gegenteil: Auch Quercetin kann das Wachstum von Krebszellen stoppen und wirkt gegen Gicht, das es die Xanthinoxidase hemmt. Xanthinoxidase ist ein Stoff, der an den Stoffwechselvorgängen in der Niere und in der Leber beteiligt ist.

Das Flavonoid Rutin bildet sich in Pflanzen zum Schutz gegen die UV-Strahlung. Es ist ebenfalls ein Farbstoff. Auch Rutin besitzt antioxidative Eigenschaften. Rutin wirkt vor allem in den Blutgef√§√üen und im Darm. In seiner reinen Form ist Rutin ein hellgelbes Pulver, das sich besser in Alkohol als in Wasser l√∂sen l√§sst. Bei einer Schmelzung von Rutin entsteht Quercetin, was die enge Verwandtschaft der beiden Stoffe zeigt. Rutin kann ebenso wie Kaempferol Metalle im K√∂rper binden und f√ľr ihren Abtransport sorgen. Es hilft also beim k√∂rperlichen Reinigungsprozess. Es bindet vor allem Eisen, Aluminium und Kupfer.

Pflanzen, die h√∂her √ľber dem Meeresspiegel wachsen, als andere, enthalten normalerweise h√∂here Konzentrationen an Rutin, da mit steigender H√∂he auch ein h√∂herer UV-Schutz n√∂tig ist. Innerhalb der Pflanze sorgt das Flavonoid auch f√ľr eine antimikrobielle Wirkung. Pflanzen, die einen sehr hohen Gehalt an Rutin aufweisen, sind zum Beispiel das wilde Stiefm√ľtterchen, der japanische Schnurbaum, der echte Buchweizen, die wei√üe Maulbeere, der kanadische Holunder, der Wasserpfeffer, die Petersilie oder auch das Johanniskraut.

Rutin in seiner reinen Form wird zumeist aus China oder Brasilien importiert, da es in den größten Mengen aus dem japanischen Schnurbaum und einer Urwaldpflanze, die in Brasilien wächst, extrahiert werden kann. Auch im Buchweizen gibt es eine hohe Konzentration an Rutin, doch der Gehalt variiert je nach Intensität der UV-Strahlung, der die Pflanze ausgesetzt war. Rutin ist bereits seit dem Jahr 1842 bekannt. Damals wurde es zur Venenbehandlung eingesetzt und aus Weinlaub gewonnen. Später stellte sich allerdings heraus, dass einige Pflanzen höhere Konzentrationen an Rutin enthalten als Weinlaub.

Rutin wird vom menschlichen K√∂rper nicht in den Blutkreislauf aufgenommen. Es wird √ľber die Darmflora abgebaut. Die Wirkung des Flavonoids im K√∂rper kann nach etwa 6 Stunden beginnen, nachdem es zugef√ľhrt wurde. Rutin wird teilweise im K√∂rper zu Quercetin umgebaut. Dies geschieht im Darm und in der Leber.

Rutin besitzt, wie viele andere Flavonoide auch, nachweislich eine hemmende Wirkung auf das Wachstum von Krebszellen. Ebenso konnte in einer Studie die positive Wirkung bei Schwangerschafts√∂demen nachgewiesen werden. Auch Gef√§√ükrankheiten lassen sich mit Rutin behandeln. In Tierversuchen wurde herausgefunden, dass es entz√ľndungshemmend wirkt.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Kaempferol am Markt zu kaufen?

Flavonoide werden oft in hochkonzentrierter Form in Arzneimitteln eingesetzt. Diese Arzneimittel k√∂nnen zum Beispiel Grapefruit, Gingko, Passionsblume oder auch gr√ľnen Tee enthalten. Innerhalb dieser pflanzlichen Arzneimittel k√∂nnen verschiedene Formen unterschieden werden, wie zum Beispiel die Herz-Kreislaufmittel, die Diuretika, die Spasmolytika, der Lebermedikamente, Venenmittel oder auch Psychopharmaka.

Des Weiteren gibt es Nahrungserg√§nzungsmittel meist als Mischformen unterschiedlicher Wirkstoffe mit Kaempferol in Form von Tabletten, Pulver, Tinkturen, Tropfen, Globuli oder auch S√§ften. Eine weitere M√∂glichkeit ist es, bestimmte Flavonoide √ľber Tees zu sich zu nehmen. Hier w√§re ein Beispiel f√ľr einen Kaempferol-haltigen Tee der gr√ľne Tee.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Kaempferol als NEM?

Bei Nahrungsergänzungsmitteln wird pro Tag eine Zufuhr von Flavonoiden von 30 mg empfohlen.

Gibt es beim Kauf von Kaempferol etwas zu beachten?

Es ist schwierig, Produkte zu finden, in denen explizit Kaempferol enthalten ist. Eine bessere Strategie ist es also, Produkte zu suchen, die zum Beispiel Grapefruitextrakte oder Extrakte aus gr√ľnem Tee enthalten. Auch sind viele Produkte Mischprodukte, die unterschiedliche Flavonoide enthalten. Leichter ist es allerdings, Produkte zu finden, die √§hnliche Flavonoide wie Kaempferol enthalten. Eine Suche nach Produkten mit Quercetin zum Beispiel, liefert eine breitere Auswahl.

Unsere Produkt-Empfehlung f√ľr Kaempferol
Peter Erwin
  • Chefredakteur f√ľr N√§hrstoffe empfiehlt

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