Die Einnahme von Nahrungseränzung ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

Wirkstoff

Quercetin

Autor

Peter Erwin
Chefredakteur Nährstoffe
Quercetin

enthaltene
Wirkstoffe

zu behandelnde
Symptome

recherchierte
Studien

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Was ist Quercetin?

Quercetin ist ein sekundärer Pflanzenstoff, der zur Gruppe der Polyphenole gezählt wird. Das Polyphenol ist ein natürlich gelber Pflanzenfarbstoff, dem eine Vielzahl physiologisch positiver Effekte auf den menschlichen Körper zugeordnet werden können. Medizinische Studien konnten eine entzündungshemmende Wirkung nachweisen. Weitere Testergebnisse aus medizinischen Forschung belegen, dass Quercetin an Krebszellen andockt und diese in deren Wachstum behindert. Daneben ist der Pflanzenstoff auf weitere gesundheitsfördernde Eigenschaften untersucht worden. Fast immer zeichneten sich positive Ergebnisse ab.

Quercetin ist ein Phytoöstrogen, also ein rein pflanzliches Hormon, das wasserlöslich ist. Diese Eigenschaften zeichnen das Hormon als Flavonoid aus.

Flavonoide arbeiten als Antioxidans im Körper: Sie binden freie Radikale und sind für das Recycling aufgebrauchter Reserven zuständig. Quercetin ist aber eine absolute Ausnahme, denn es besitzt die Fähigkeit, verbrauchten Reserven zu reanimieren.

In der Natur ist dieses Hormon weit verbreitet, sodass wir uns gar nicht bewusst sind, mit dem Pflanzenstoff fast täglich in Kontakt zu stehen. Das ist Grund genug, um noch einmal genauer hinzuschauen, und das pflanzliche Hormon als auch dessen Wirkung auf unseren Körper vorzustellen.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Quercetin einnehmen?

Intensive Forschung an sekundären Bestandteilen von Pflanzen wird mit jedem veröffentlichten Endbericht spannender.

Einige Erkenntnisse überraschen selbst die erfahrensten Forscher: Eine Studie eröffnete, das Quercetin zwar zur Gruppe der Polyphenole gezählt wird. Doch anders als seine Gruppenkollegen, bindet es keine Zuckermoleküle an sich. An dieser Stelle wurden Hydroxylgruppen gefunden, die eine hohe antioxidative Eigenschaft besitzen und in der Lage forscher die Frage, ob sich eine antihistamine Eigenschaft der Wirkstoffe nachweisen lässt. Und tatsächlich publizierte eine japanischen Studie, dass Quercetin auch als Antihistamin bei Heuschnupfen und Allergien helfen kann.

Neben diesen Eigenschaften konnten Forschungen einen Effekt auf die Symptome und deren Linderung für folgende Erkrankungen festhalten:

  • bei Heuschnupfen, Asthma, Entzündungen des Rachenraumes und bei Sinusitis,
  • bei Entzündungen der Atemwege und daraus resultierender Beschwerden,
  • bei Thrombose, Durchblutungsstörungen, Bluthochdruck und bei Herzrhythmusstörungen,
  • bei Augenkrankheiten,
  • bei Diabetes mellitus und
  • bei Krebs (bei Zugabe des pflanzlichen Hormons blockierte dieses das Wachstum einiger Krebszellen effektiv, vor allem bei Prostata-Krebszellen.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Quercetin?

Eine Studie der Universität Neapel publizierte, dass der Pflanzenstoff entzündungshemmende Eigenschaften besitzt. Die Wissenschaftler bestätigten eine senkende Wirkung sog. Entzündungsparameter, nach der Gabe des Hormons. Diese Parameter sind Stoffe, die eine Entzündung im Körper einleiten und sie in ihrer Intensität ausprägen. Das untersuchte pflanzliche Hormon ist in der Lage, diese Stoffe zu binden und auszuschalten.

Die italienischen Forscher vermuteten auch eine antihistamine Wirkung des pflanzlichen Stoffes. Diese Idee wurde in einer japanischen Forschung nicht nur weitergeführt, sondern auch als Tatsache dargestellt:

Das Hormon hemmt Rezeptoren, die eine allergische Körperreaktion auf äußere Reize provozieren und einleiten.

-Weitere Studien fokussierten ihre Forschung auf die Frage, inwieweit der Pflanzenstoff Thrombosen entgegenwirkt. Das veröffentlichte Ergebnis: Dieses Pflanzenhormon ist antithrombotisch. Es fördert eine gesunde Durchblutung und blockiert Gruppierungen von roten Blutkörperchen, die meistens als Ursache einer Thrombose gelten.

Und schließlich untersuchen heutige Forschungen die Fähigkeit des Stoffes blockierend auf gefährliche Substanzen zu reagiere, sodass auch folgende Wirkungen erkannt wurden:

– bei Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen: Der Pflanzenstoff reagiert auf das Muskelgewebe des Menschen durch entspannungsfreundliche Effekte, sodass Bluthochdruck gesenkt wird und das Muskelgewebe des Herzens ruhiger wird.

– als vorbeugende Maßnahme gegen Langzeitschäden bei Diabetes: Das Hormon blockiert ein schädliches Enzym, das Sorbitol im Blutkreislauf anreichert. Sorbitol ist eine bestimmte Zuckerart, die Folgeschäden, wie etwa neuropathische Leiden, Venenverkalkung oder Blindheit bei Diabetikern auslösen kann.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Quercetin auftreten?

Zwar äußern sich zahlreiche Untersuchungen zum Wirkstoff und seinen starken Eigenschaften, auf den menschlichen Körper einzuwirken. Dafür fehlt es umso mehr an Richtwerten und Dosierungsempfehlungen, die bei der Einnahme durch Konsumenten beachtet werden sollten.

Damit geht auch einher, dass potenziell auftretende Nebenwirkungen noch nicht eindeutig beschrieben und untersucht wurden.

Einige Mediziner geben zu bedenken, dass Wechselwirkungen zu erwarten sind, wenn …

– Antibiotika eingenommen wird: Antibiotika könnten in ihrer Wirkung durch das pflanzliche Hormon beeinflusst werden.

– Cyclosporin eingenommen wird: Dieses Medikament ist ein Immunsuppressiva und wird über die Leber abgebaut. Der pflanzliche Wirkstoff kann den Abbau des Medikaments durch die Leber verlangsamen. Das Cyclosporin wird dadurch nicht richtig abgebaut, die Wirkung desselben erhöht sich um ein Vielfaches. In gleicher Weise steigt das Risiko für Nebenwirkungen.

Zwar ist sich die medizinische Fachwelt in diversen Foren darüber einig, dass der Pflanzenstoff keine bis wenig Nebenwirkungen, selbst bei hoher Dosierung, zeigen wird.

In eben diesen Foren berichten Konsumenten aber auch über Kopfschmerzen, Übelkeit und einem unangenehmen kribbelnden Gefühl in den Armen und Beinen. Hier sei nochmals darauf verwiesen, dass eine Korrelation zwischen der Einnahme des Wirkstoffes und den genannten Symptomen nicht eindeutig nachgewiesen wurde.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Quercetin, bis sich erste Erfolge einstellen?

Eine amerikanische Studie untersuchte den Zusammenhang eines gesteigertem Leistungsniveaus von Fahrradfahrern, sofern diese über einen vorher definierten Zeitraum den Wirkstoff einnahmen. Das Ergebnis: Bereits nach sieben Tagen ließen sich signifikante Verbesserungen der Ausdauer und Muskelleistung festhalten.

Eine andere Forschung aus den USA konnte nachweisen, dass sich Rentner im Alter von 65 bis 89 Jahren, die das Präparat täglich einnahmen, körperlich mehr bewegten, als Gleichaltrige, denen das Mittel nicht gegeben wurde. Hier zeigte sich etwa ab dem dritten Tag nach Einnahmebeginn ein gesteigerter Bewegungsdrang.

Je nach Dosierungsart, die im Regelfall zwischen 200 mg bis zu 2000 mg täglich betragen kann, und dem Anwendungsbereich zeigen sich erste Erfolge durch eine Intervention mit dem Wirkstoff in unterschiedlicher Form. Wer zum Beispiel Quercetin als Antihistaminikum verwendet, kann davon ausgehen, dass sich eine Linderung der Symptome innerhalb von 30 Minuten einstellen wird.

Insgesamt wird beobachtet, dass der Wirkstoff relativ schell vom Körper aufgenommen wird, sodass erste Erfolge bereits nach einer Stunde, spätestens aber nach 7 Tagen beobachtet werden.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Quercetin ?

Quercetin ist ein pflanzlicher Wirkstoff und ist der Gruppe sogenannter Bioflavonoide zugeordnet. Aufgrund der Eigenschaft, einen Einfluss auf die gelbe Pigmentierung von Pflanzen nehmen zu können ist er als sekundärer Pflanzenstoff bekannt. Sekundäre Pflanzenstoffe sind im menschlichen Körper nicht enthalten, wir können diesen auch nicht selber produzieren. Sie sind auch nicht lebensnotwendig, spielen aber, wie weiter oben ausgeführt, eine tragende Rolle im Ablauf diverser Stoffwechselprozesse.

In der Natur sind diese Stoffe vielfach in Pflanzen vertreten. Unbewusst kommen wir mit ihnen täglich in Kontakt und konsumieren sogar sehr hohe Mengen davon, ohne dies selbst zu merken.

Die Stoffe sind zum Beispiel in Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und in Kräutern versteckt. Zwei Vertreter der Pflanzen reichern diese Hormone besonders gerne an: In Zwiebeln und Äpfeln ließen sich hohe Konzentrationen solcher Stoffe, direkt unter der Apfelschale oder in den oberen Schichten von Zwiebeln finden. Daneben fühlt sich dieses Flavonoid in Weintrauben besonders wohl. Hier sorgt es für die charakteristische Färbung der Traube. Und schließlich findet sich der Stoff auch in den Weinfässern wieder, in denen zumeist ein ins gelbliche Farbspektrum schimmernder Wein heranreift.

Andere Lebensmittel mit einem hohen Anteil des Wirkstoffs sind:

  • Kapern: mit etwa 1800 mg pro Kilogramm bilden sie die absolute Führung
  • Liebstöckel: mit ca. 1700 mg pro Kilogramm
  • Zwiebel: mit ca. 230 mg bis 460 mg pro Kilogramm
  • Äpfel: mit ca. 20 mg bis 450 mg pro Kilogramm, abhängig von der Sorte
  • Schnittlauch: mit ca. 225 mg pro Kilogramm

Wer mit dem Gedanken spielt, den Wirkstoff für sich ausprobieren zu wollen, muss keineswegs ein Kilo Kapern und mehr essen.

Es gibt ein übergrosses Angebot von industriell gefertigten Bioflavonoiden. Sie sind zumeist in hoch dosierter Form, vorwiegend über das Internet zu erwerben.

Bei der Produktion dieser Präparate müssen Hersteller amtliche Vorschriften beachten und die Extraktion des Wirkstoffes nach gewissen Kriterien erfüllen. Die Endprodukte unterliegen somit strengen Qualitätskontrollen und sind nach nationalen Vorschriften produziert worden.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Quercetin aus?

Quercetin in seiner natürlichen Erscheinungsform besitzt ein relativ einheitliches Phenylchroman-Grundgerüst, an das drei Ringe angeheftet sind, die so bezeichneten Hydroxylgruppen. Die Struktur kann zahlreiche weitere Verbindungen eingehen, wodurch eine enorme Diversität von Flavonoiden vorherrscht. Als Bestandteil einer Pflanze können Flavonoide in den meisten Fällen am mittleren Ring der Pflanze nachgewiesen werden. Hier gehen sie oft eine Verbindung mit Zuckermolekülen ein.

Trivialnamen

Unter welchen Namen ist Quercetin noch bekannt?

Im Fachbereich der Chemie ist Quercetin auch unter diesen Namen bekannt:

  • Xanthaurin
  • Cyanidanol
  • Cyanidenolon 1522
  • 3,3′,4′,5,7-Pentahydroxyflavon
  • 3′,4′,5,7-Tetrahydroxyflavon-3-ol
  • 2-(3,4-Dihydroxyphenyl)-3,5,7-trihydroxy-4H-1-benzopyran-4-on

Weitere Bezeichnungen oder Äquivalente sind nicht bekannt.

Funktionsweise​

Wie ist die Funktionsweise von Quercetin?

Generell zeigen alle Polyphenole eine ähnliche Wirkung auf den menschlichen Körper:

Sie sind unterstützend in Abläufe des menschlichen Stoffwechsels eingebunden.

Als natürlicher Farbstoff unterscheidet sich dieser Wirkstoff hingegen von weiteren Vertretern seiner Gruppe. Äquivalente Wirkstoffe lassen sich aber trotzdem ausfindig machen, sodass wir zwei Alternativen zum Quercetin vorstellen können …

Ähnliche Wirkstoffe

Gibt es ähnliche Wirkstoffe, die wirken wie Quercetin?

1. Kurkumin:

Wie der Name bereits vermuten lässt, wird dieser Wirkstoff, den man auch unter dem Namen „gelbes Gold“ kennt, aus der Kurkuma-Wurzel gezogen. Als intensiv gelber Naturfarbstoff hat Kurkumin insbesondere eine entzündungshemmende Wirkung. Kurkumin findet oft Verwendung bei chronischen Entzündungen von Gelenken, so zum Beispiel in der Therapie von Arthrose.

2. OPC (Extrakte des Traubenkerns):

Aus Traubenkernen und roten Weinreben gewonnen, gehört OPC zur Gruppe der Polyphenole und weist antioxidative Eigenschaften als auch positive Effekte auf das Herz-Kreislauf-System. OPC bindet Radikale an sich und sorgt für deren Entsorgung. Hier darf auch die antimikrobielle Leistung von OPC betont werden: OPC erkennt Krankheitserreger frühzeitig und verhindert deren Vermehrung.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Quercetin am Markt zu kaufen?

Das Bioflavonoid ist auf dem Markt in drei verschiedenen Varianten erhältlich und unterscheiden sich nur hinsichtlich der Struktur.

Fertige Präparate werden sowohl als Kapsel, als Pulver oder als flüssiger Extrakt, in hoch dosierter Konzentration angeboten.

Die Wirkung der unterschiedlichen Produkte ist stets gleich, wobei die Produkte strengen Vorschriften und Richtlinien genügen müssen, bevor sie verkauft werden dürfen. Gute Produkte zeichnen sich vor allem durch bestimmte Gütesiegel aus. Diese werden im letzten Abschnitt genauer beschrieben.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Quercetin als NEM?

Dazu gibt es, selbst in den hier erwähnten Studien, keine direkten Anhaltspunkte oder Weisungen.

Im Normalfall wird Quercetin zweimal pro Tag eingenommen, meistens am Morgen und am Abend, sodass sich ein konstanter Spiegel des Wirkstoffs aufbauen kann. Pro Tag sind Dosierungen von bis zu 2000 mg vertretbar. Mehr als 2000 mg pro Tag zu konsumieren, sollte vorab mit einem Arzt besprochen werden. Im Allgemeinen wird jedoch empfohlen pro Tag etwas 1000 mg einzunehmen.

In Form von Tabletten oder Kapseln, die größtenteils mit 500 mg pro Kapsel erhältlich sind, liesse sich zum Beispiel dieses Dossier-Schema umsetzen: 1-0-1 (1 Kapsel am Morgen, am Mittag keine, eine Kapsel am Abend).

Empfehlungen zur Dossierung werden auch vom Hersteller in der Packungsbeilage herausgegeben. Da der Hersteller sein Produkt kennt, sollte diesem Ratschlag gefolgt werden, sofern keine andere Meinung dazu vorherrscht.

Gibt es beim Kauf von Quercetin etwas zu beachten?

Auf dem großen Markt und der vielfältigen Produktpalette zu Quercetin verliert man schnell den Überblick. Hinzu kommt, dass Billigprodukte teilweise nicht von qualitativ Hochwertigen unterschieden werden können.

Gute Produkte zeichnen sich durch eine hochwertig, qualitative Produktion aus, die an nationale Vorschriften und Weisungen zur Extraktion von Stoffen angepasst ist.

Im Detail bedeutet dies:

– auf Zusatzstoffe muss bei der Extraktion und beim Produktionsprozess gänzlich verzichtet werden

– gute Produkte weisen eine mindestens 98 % Konzentration von Quercetin nach

– alle angebotenen Waren zeichnen sich durch das Siegel vegan aus

– Die Hersteller geben Hinweise zur Verzehrempfehlung als auch zu potenziellen Gefahren und Nebenwirkungen

– gute Produkte erkennt man an positiven Kundenrückmeldungen

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