Die Einnahme von Nahrungseränzung ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

Wirkstoff

Rutin

Autor

Peter Erwin
Chefredakteur Nährstoffe
Rutin

enthaltene
Wirkstoffe

zu behandelnde
Symptome

recherchierte
Studien

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Was ist Rutin?

Im Allgemeinen versteht man unter Rutin einen Pflanzenstoff, der nicht nur antientzündlich, sondern auch antioxidativ wirkt. So werden nicht nur die Haut, sondern auch die Zellen und das Bindegewebe geschützt.

Es gibt grundsätzlich das natürlich vorkommende Rutin, überdies gibt es Abkömmlinge des Bioflavonoid, welche als Troxerutin und Oxerutin bezeichnet werden. Die Wirkung ist dabei sehr ähnlich. Alle diese Stoffe werden unter dem Namen Hydroxyethylrutoside zusammengefasst. Erzeugt werden diese Rutoside aus dem natürlichen Rutin auf chemischen Weg.

Allgemein betrachtet gehört der Wirkstoff hingegen der Mineralien und Vitamine nicht zu den lebenswichtigen Nährstoffen. Wie viele andere sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe hat Rutin viele gesundheitsfördernde Wirkungen. Dies ist mitunter auch ein Grund, warum genügend viel Gemüse, Obst und Tee bei einer gesunden Ernährung nicht fehlen sollten.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Rutin einnehmen?

Rutin einzunehmen empfiehlt sich bei einer Vielzahl an Beschwerden und Krankheiten. So etwa eignet sich die Einnahme des Pflanzenstoffes bei Bluthochdruck, Entzündungen, Infektionen, Gewebeschäden, Entgiftung von Quecksilber, Krebs, Blutverdünnung und vieles mehr.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Rutin?

Wie bereits kurz angeführt, hat Rutin eine antioxidative und antientzündliche Wirkung im Körper. So kann das Körpergewebe abgeschirmt und so verschiedene Angreifer abgewehrt werden. Die Folge ist, dass der sekundäre Pflanzenstoff breitgefächerte Anwendungsgebiete vorzuweisen hat und bei mehreren Krankheitsprozessen eingesetzt werden kann.

Im Nachfolgenden sind die Anwendungen von Rutin bei verschiedenen Krankheiten und Beschwerden und deren Wirkungen angeführt. Diese gelten als Hinweise, da es in vielen Bereichen noch keinen endgültigen wissenschaftlichen oder medizinischen Beleg für die Wirkung des Pflanzenstoffes gibt.

Gewebeschäden

Die Folge von vielen verschiedenen Erkrankungen kann etwa die Zerstörung des Gewebezusammenhaltes durch körpereigene Enzyme sein. Hier kann die Verwendung des Pflanzenstoffes die Alterung elastischer Gewebe-Elemente sowie die Enzyme, die für den Abbau von Gewebe verantwortlich sind, hemmen. Außerdem wird der Aufbau von sich in der Haut befindlichen elastischen Kollagen-Fasern gefördert. Zudem kann Rutin Blutgefäße widerstandfähiger machen.

Entzündungen

Bei Entzündungen kann es zu oxidativem Stress durch Radikale und Gewebeschäden kommen. Hier kann die Einnahme des sekundären Pflanzenstoffes Entzündungen lindern. In der Vergangenheit konnte auch eine positive Auswirkung auf Entzündungen allergischer Natur und deren Folgen in Form von Schmerzen sowie Arteriosklerose, also eine Gewebeänderung beobachtet werden.

Infektionen

Gegen verschiedene Viren, Pilze, aber auch krankheitserregende Bakterien kommt der sekundäre Pflanzenstoff in Laborexperimenten zur Anwendung.

Stoffwechsel

Blutfette und Blutzuckerwerte können durch den sekundären Pflanzenstoff verbessert werden, generell kann außerdem eine Verringerung von Schäden im Gewebe, hervorgerufen etwa durch Sauerstoffmangel, hohen Blutzucker oder oxidiertes Cholesterin, beobachtet werden.

Entgiftung von Quecksilber

Der Bestandteil Quercetin, welcher in dem Stoff enthalten ist, kann Quecksilber im Körper zunächst binden und entgiften. Daher wird auch eine Wirkung bei anderen Schwermetallen angenommen.

Blutverdünnung

Auch eine senkende Eigenschaft auf die Blutgerinnung, also faktisch eine Blutverdünnung, kann bei der Einnahme von Rutin verzeichnet werden. So kann hier einer Verstopfung von Gefäßen, sogenannten Thrombosen, entgegengewirkt werden.

Bluthochdruck

Studien, welche an Tieren vorgenommen wurden, kamen zu dem Ergebnis, dass der sekundäre Pflanzenstoff eine positive Wirkung gegen Bluthochdruck hervorruft. So konnte der Blutdruck auf natürliche Weise reguliert und die Herzfrequenz gesenkt werden.

Krebs

Nicht nur dieser, sondern auch andere sekundäre Pflanzenstoffe werden zu den krebsvorbeugenden Naturstoffen gezählt. Sie können Radikale abfangen, welche Schäden an der DNA auslösen und so Krebs fördern würden. Es konnte in der Vergangenheit außerdem beobachtet werden, dass Pflanzenstoffe die Zellteilung bei bestimmten Krebsarten vermindern kann. Hier gibt es zahlreiche, auch neu initiierte Studien und Forschungen zum vermehrten Einsatz des Stoffes gegen Krebserkrankungen.

Nerven

Empfindliches Gewebe, also Nerven, wird durch das fortgeschrittene Alter oder Sauerstoffmangel (beispielsweise Schlaganfälle und Alzheimer) geschädigt. Diese Schädigungsprozesse können von Rutin gehemmt werden und schützen so Augen, Nerven und das Gehirn.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Rutin auftreten?

Zunächst sollte die Frage der Möglichkeit einer Überdosierung beantwortet werden. In den bisher durchgeführten Studien erwies sich der sekundäre Pflanzenstoff nicht nur als effektiv, sondern auch als sicher. Daher sind de facto keine Überdosierungen bekannt. Probanden haben bei bestimmen Studien bis zu 4.000 mg Rutin vertragen, ohne dass dabei Nebenwirkungen oder Beschwerden entstanden sind.

Dennoch kann es in selten Fällen bei der Einnahme des Pflanzenstoffes zu Nebenwirkungen oder Beschwerden kommen. So ist etwa Hautausschlag, Juckreiz, aber auch Verdauungstrakt-Beschwerden, Kopfschmerzen, Schwindel und Müdigkeit in einigen wenigen Fällen beobachtet worden. Nach Absetzen der Einnahme von Rutin klingen diese Beschwerden jedoch wieder ab.

Auch sind Allergien gegen diesen Pflanzenstoff äußerst selten.

Im Zuge unterschiedlicher Studien kamen Rutoside, also Rutin, Troxerutin und Oxerutin, zur Anwendung. Hierbei hat es jedoch keinerlei Anlass am Zweifel der Sicherheit durch die Einnahme dieser Stoffe gegeben. Bei Krampfadern oder Hämorrhoiden wurden die Pflanzenstoffe eingesetzt.

Allgemein kann jedoch keine Empfehlung der Einnahmen des sekundären Pflanzenstoffes während einer Schwangerschaft ausgesprochen werden, weil zu wenige Studien durchgeführt wurden Daher sollte während der Zeit der Schwangerschaft, aber auch wenn man beabsichtigt Präparate des Pflanzenstoffes während des Stillens oder an Kinder zu verabreichen immer vorab einen Arzt konsultieren, da es auch für diese zwei Anwendungsgruppen noch keine oder nicht ausreichend viele Studien gibt.

Ausgeschieden wird der sekundäre Pflanzenstoff über die Nieren und Leber. Bei schweren Erkrankungen dieser Organe ist daher absolute Vorsicht geboten. Ohne eine Konsultierung des Arztes ist die Einnahme von Rutin-Präparaten absolut nicht empfehlenswert.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Rutin, bis sich erste Erfolge einstellen?

Die Dauer einer Anwendung oder Therapie dauert in der Regel vier bis acht Wochen. Erst dann können mitunter die ersten Ergebnisse und Erfolge beobachtet werden.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Rutin ?

Nachdem Rutin ein sekundärer Pflanzenstoff ist, kommt dieser auch nur im Reich der Pflanzen vor. Dabei gibt es zahlreiche Pflanzen, die reich an diesem Stoff sind. Diese bilden unterschiedlich viel dieses sekundären Pflanzenstoffes. Die Pflanzen benötigen Rutin vor allem als Schutz- und Farbstoff.

Pflanzliche Lebensmittel, wie etwa die Schalen von Zitrusfrüchten, Spargel, Feigen, Äpfeln und Kirschen, sowie Beeren, grünem und schwarzem Tee und Buchweizen, enthalten den Pflanzenstoff. Zu den besten Lieferanten des sekundären Pflanzenstoffes zählen die weiße Maulbeere, echter Buchweizen, der japanische Schnurbaum, Petersilie und die oberen Teile von Johanniskraut.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Rutin aus?

Das Ausgangsprodukt des Stoffes ist ein Pulver im blassen Gelb bis Gelb. Es ist schwer in Wasser, jedoch gut in heißen Alkohol löslich. An der Luft ist der sekundäre Pflanzenstoff sehr stabil. Außerdem hat er eine antioxidative Wirkung.

Trivialnamen

Unter welchen Namen ist Rutin noch bekannt?

Rutin ist auch unter den Namen Sophorin, Rutosid, Quercetin-3-O-rutinosid oder Quercetin-3-O-glucorhamnosid bekannt.

Funktionsweise​

Wie ist die Funktionsweise von Rutin?

Wie bereits angesprochen, kann der Pflanzenstoff bei einer Vielzahl von Erkrankungen oder Beschwerden zur Anwendung kommen. Dies ist vor allem wegen der allgemein guten Verträglichkeit und der antientzündlichen und antioxidativen Wirkung der Fall. Dies bedeutet nicht, dass Krankheiten oder Beschwerden dadurch zwingend behandelt werden, sondern lediglich, dass die Beschwerden etwa gelindert oder die Ausprägung einer Krankheit verlangsamt werden kann.

Unter antientzündlich versteht man im Allgemeinen einerseits die körpereigene, aber auch die therapeutische Entzündungshemmung bzw. -abschwächung. Hierbei wird die Ursache der entsprechenden Entzündung nicht beseitigt, sondern lediglich geschwächt.

Die sogenannte antioxidative Wirkung bedeutet, dass eine chemische Verbindung dafür sorgt, dass die Oxidation von Substanzen einerseits verlangsamt, andererseits sogar ganz verhindert wird. Damit haben antioxidative Stoffe eine große Bedeutung. Daher kommen Stoffe, die so wirken, sehr oft auf natürlichem Wege in Lebensmitteln vor, werden aber auch bei der Herstellung von Lebensmittel verwendet. Überdies werden die sogenannten Antioxidantien auch bei der Herstellung von Arzneimitteln, aber auch Bedarfsgegenständen, Kosmetika und Gebrauchsmaterialien herangezogen.

Ähnliche Wirkstoffe

Gibt es ähnliche Wirkstoffe, die wirken wie Rutin?

Grundsätzlich kann die Wirkung des sekundären Pflanzenstoffes auch bei anderen Flavonioden verzeichnet werden. Dabei handelt es sich um eine Gruppe von Naturstoffen. Diese gehören wiederum zu dem Großteil der Blütenfarbstoffen von Pflanzen. Im natürlichen Vorkommen gibt es rund 8.000 Verbindungen mit unterschiedlichen Oxidationsstufen.

Im Allgemeinen kommen Flavoniode in Pflanzen als sekundäre Pflanzenstoffe vor. So stellen sie einen Bestandteil der Nahrung der Menschen dar. Den sekundären Pflanzenstoffen werden vor allem antioxidative Eigenschaften zugeschrieben, weswegen es auch der Fall ist, dass zahlreiche Pflanzen, in denen diese Stoffe vorkommen, auch im Bereich der Medizin zur Anwendung kommen.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Rutin am Markt zu kaufen?

Grundsätzlich kommt der sekundäre Pflanzenstoff in einer Vielzahl verschiedener Lebensmittel vor. Die enthaltenen Mengen können aber schwanken, daher ist für eine gezielte Therapie einer Beschwerde die Einnahme von Präparaten empfohlen. Auf eine pflanzenreiche Ernährung ist dennoch nicht zu verzichten. Zu den Mahlzeiten sollten diese Präparate mit ausreichend Wasser eingenommen werden. Diese gibt es in Form von Tabletten, Kapsel und Tropfen. Außerdem enthalten die im Handel erhältlichen Präparate Rutin in reiner Form oder Abkömmlinge, sowie in Kombination mit anderen Wirkstoffen wie beispielsweise Enzyme und Vitamin C.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Rutin als NEM?

Die maximale Verzehrmenge des Pflanzenstoffes als Nahrungsergänzungsmittel variiert je nachdem, zu welchem Zweck dieses eingenommen wird. Bei Venenbeschwerden sind 100 mg pro Tag empfohlen, in manchen Fällen beträgt die empfohlene Tagesdosis 200 mg.

Gibt es beim Kauf von Rutin etwas zu beachten?

Ein gutes Präparat erkennt man beim Kauf vor allem an der für den Anwendungszweck ausreichenden Dosierung. Etwa bei Venenbeschwerden ist eine Tagesdosis von 100 mg empfohlen. Ferner kann man ein gutes Produkt daran erkennen, dass es frei an Geschmacks- und Farb- sowie weiteren Zusatzstoffen ist und keine technischen Hilfsstoffe enthalten sind.

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