Die Einnahme von Nahrungseränzung ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

Heilpflanze

Eberesche

Autor

Gertrud Winkelmair
Chefredaktion Superfoods
Eberesche

enthaltene
Wirkstoffe

zu behandelnde
Symptome

30

recherchierte
Studien

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Was ist Eberesche?

Die Eberesche, mit wissenschaftlichem Namen Sorbus aucuparia, wird auch Vogelbeere genannt und gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Sie ist eigentlich keine Esche. Sie erhielt den Namen Esche, weil sie ähnlich gefiederte Blätter wie die Esche hat. Die Vogelbeere ist ein Kernobstgewächs und ihre Früchte sehen aus wie winzige Äpfel. Die Vogelbeere ist ein Baum oder Strauch, der im Sommer bis zu 15 Zentimeter lange gefiederte Blätter trägt. Als Baum kann die Eberesche 5 bis 10 Meter hoch werden. Er hat einen schmalen Wuchs mit einem eher schmalen Stamm. Sie hat eine Lebenserwartung von 80 bis 100 Jahren. Der Baum hat eine glatte, gräuliche Rinde mit Korkporen. Im Alter wird die Borke rissig.

Die Vogelbeere hat hübsche weiße Blüten. Ihre Pollen werden durch Insekten verbreitet. Die Blüten haben einen leicht unangenehmen Geruch. Aus den Blüten entwickeln sich im Herbst rote Beeren, die den Samen der Pflanze enthalten. Der Baum kann sich auch über die Wurzeln vermehren.

Der Baum stellt keine großen Ansprüche an den Boden und kann auch gut in Brachflächen, wie durch Holzschlag entstandenen Lichtungen, auf still gelegten Fabrikgelände oder an Bahndämmen angepflanzt werden.

Der Baum wächst anfangs sehr schnell und blüht schon in jungen Jahren. Er braucht ausreichend Sonnenlicht, sodass er in dichteren Wäldern nicht sehr gut gedeiht. Der Baum wurzelt tief und verträgt auch harten Frost. In Gebirgslagen wird er zu Lawinensicherung in Wäldern beigemischt.

Die Vogelbeere ist für Vögel eine wichtige Nahrungsquelle. Von ihnen ernähren sich 63 Vogelarten. Somit führt die Vogelbeere die Liste der Nahrungspflanzen für Vögel an. Für Amseln, verschiedene Drosselarten, Rotkehlchen, Star und Mönchsgrasmücke ist sie die Hauptnahrungsquelle.

Die Blätter, Triebe und Knospen der Vogelbeere dienen Rothirschen, Rehen und Wildschweinen als Leckerbissen. Der Baum hat einen großen Nutzen für die Forstwirtschaft, denn sie hält die Verbiss Schäden durch Wild in Buchenverjüngungen in Grenzen.

Die Heilwirkung der Eberesche ist nicht besonders bekannt. Man verwendet die Beeren der Pflanze für Saft oder auch die Blätter und Blüten für Tee. Primär werden die Beeren der Pflanze zu Heilzwecken verwendet. Sie können zu Saft verarbeitet werden und haben einen bitteren Geschmack, wenn man sie roh verzehrt. Der aus den Beeren gewonnene Fruchtsaft sollte kurz abgekocht werden, da er ansonsten zu Durchfall und Erbrechen führen kann. Der hohe Vitamin-C-Gehalt wurde vor allem bei Erkältungen und gegen Skorbut eingesetzt. In gekochtem Zustand ist der Saft bekömmlich. In Schottland wird die Beere zu allen möglichen Gerichten verarbeitet.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Eberesche einnehmen?

Blätter und Früchte der Eberesche können bei den folgenden Beschwerden eingesetzt werden:

  • Bronchitis
  • Durchfall
  • Gallenblasenentzündung
  • Gallengangentzündung
  • Gallenproblemen
  • Gallenstauung
  • Gallensteinen
  • Grüner Star
  • Leberprobleme
  • Leberzirrhose
  • Lungenentzündung
  • Skorbut
  • Verdauungsbeschwerden
  • Verstopfung
  • Völlegefühl

Durch ihre Bitterstoffe und Gerbstoffe hilft die Eberesche bei Problemen des Verdauungssystems und der Gallenfunktion. Sie wird auch zur Regulierung der Verdauung eingesetzt, denn sie hilft sowohl gegen Durchfall als auch gegen Verstopfung.

Außerdem hilft sie gegen Bronchitis und Lungenleiden. Sie kann sogar bei Lungenentzündung hilfreich sein. Für diesen Zweck eignet sich am besten frisch gepresster Saft aus Eberesche mit Honig.

Ein weiterer Einsatzzweck der Eberesche ist der grüne Star. Ein Auszug aus der Vogelbeere hilft gegen den Augeninnendruck bei einem Glaukom (Grüner Star). Dazu wird Sorbit intravenös in die betroffene Region gespritzt. Die Wirkung ist nicht wissenschaftlich nachgewiesen, aber man kann es immerhin ausprobieren.

Bei Vitamin-C-Mangel kann die Eberesche ebenfalls helfen.

Die in den Früchten enthaltenen Tannine wirken adstringierend und helfen bei der Wundheilung und gegen Durchfall, da sie Gewebe zusammenziehen und so Blutungen eindämmen. Sie ziehen auch den Darmtrakt zusammen und helfen dadurch gegen Entzündungen des Dünndarms. Die Tannine beziehungsweise Gerbstoffe haben zudem einen harntreibenden Effekt.

Die Früchte der Vogelbeere wirken gegen Entzündungen und wurden traditionell vor allem als Mus oder Sud gegen Hämorrhoiden eingesetzt. Ein Extrakt aus der Rinde diente als Mittel gegen Entzündungen im Intimbereich.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Eberesche?

Von der Eberesche werden die Blätter und die Früchte verwendet. Die Eberesche wirkt abführend, adstringierend, harntreibend, blutstillend, reguliert die Menstruation und wirkt gegen Skorbut.

Tee aus Vogelbeere wird aus Blättern und Blüten herstellt. In Irland wird er bei Rheuma eingesetzt. Bei uns wird er bei allen Erkrankungen der Atemwege wie Bronchitis, Husten und Heiserkeit verwendet. Auch aus den Beeren kann Tee aufgebrüht werden. Die frisch geernteten Beeren werden dazu gewaschen und dann einige Tage in der Tiefkühltruhe aufbewahrt. Danach kann man sie im Backofen bei etwa 40 Grad 30 Minuten lang trocknen. Für den Tee nimmt man dann einen gestrichenen Esslöffel getrockneter Beeren und ein viertel Liter Wasser. Der Tee sollte 15 Minuten lang ziehen.

Frisch geerntet haben die Beeren einen bitteren Geschmack. Nach der Verarbeitung zu Saft oder Gelee sind sie relativ wohlschmeckend. Sie verlieren durch das Abkochen bei der Zubereitung ihren bitteren Geschmack.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Eberesche auftreten?

Die frischen Beeren der Eberesche haben bei Verzehr größerer Mengen eine schädigende Wirkung auf den menschlichen Körper. Ihr Verzehr kann zu starken Magenschmerzen, Erbrechen, Durchfall und zu einer Schädigung der Nieren führen.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Eberesche, bis sich erste Erfolge einstellen?

Wie bei allen Naturheilmitteln sollte man auch der Eberesche eine gewisse Zeit geben, damit sie ihre Wirkung entfalten kann. Saft, Marmelade, Gelee oder Tee kann ohne Bedenken in den täglichen Ernährungsplan eingebaut werden. Bei akuten Beschwerden, wie bei Verdauungsbeschwerden, Husten, bronchialen Erkrankungen und Magen-Darm-Problemen kann der Tee oder Saft so lange eingenommen werden, bis die Beschwerden abgeklungen sind. Allerdings sollten Sie immer einen Arzt befragen, bevor sie auf eine Behandlung mit Naturheilmitteln setzen.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Eberesche?

Die Eberesche ist in ganz Europa verbreitet. Im Osten ist sie bis Westsibirien zu finden und im Süden bis nach Nordspanien, Korsika, Sizilien, dem nördlichen Griechenland und Bulgarien. In Mitteleuropa ist sie weit verbreitet. Man findet sie vom norddeutschen Tiefland bis in die Alpen bis zu einer Höhe von 2 000 Metern. Am häufigsten findet man sie in den Mittelgebirgen. Für medizinische Zwecke wird die Vogelbeere überwiegend in Polen, Ungarn und Russland angebaut. Verwendet werden die Blüten, Früchte und Blätter der Pflanze.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Eberesche aus?

Die Beeren der Eberesche entwickeln sich aus doldenförmigen weißen Blüten. Im Herbst reifen die Beeren zu orange bis leuchtend hellroten Früchten heran, die aussehen wie winzige Äpfel.

Trivialnamen

Unter welchen Bezeichnungen ist Eberesche noch bekannt?

Die Eberesche, mit wissenschaftlichem Namen Sorbus aucuparia, ist auch als Vogelbeere bekannt. Andere Namen für die Eberesche sind Drosselbeere, Gimpelbeere, Amselbeere, Falsche Esche, Moosbeerbaum, Aberesche, Quitsche, Stinkesche, Wielesche, Kransvogelbeer, Haweresche, Aschitz‘n, Schmalkabeer, Judenkirsche und Krametsbeerbaum.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Eberesche enthalten?

Die Vogelbeere enthält sehr viel Vitamin C. Nach den ersten Frösten schmecken die Früchte süßer, aber der Vitamin C Gehalt nimmt ab. Außerdem ist in den Früchten das Provitamin A vorhanden. Weiterhin enthält die Vogelbeere Ascorbinsäure und zwar 0,06 bis 0,13 Prozent bei nicht bitteren Früchten und 0.035 bis 0.45 Prozent bei bitteren Früchten. Sie enthält weiterhin Parasorbinsäure, die beim Trocknen zu Sorbinsäure wird. Weiterhin enthalten sind:

  • Pektine,
  • Tannine (Gerbstoffe),
  • organische Säuren,
  • Apfelsäure,
  • Bernsteinsäure,
  • Zitronensäure,
  • Weinsteinsäure,
  • cyanogene Glykoside
  • und Zucker/Zuckeralkohol (Saccharose, Sorbit etc.).

In halbbitteren Früchten ist der Zuckergehalt um 50 Prozent niedriger, der Sorbitgehalt hingegen wesentlich höher. Die Samen wurden früher in der Volksheilkunde verwendet, denn sie wirken adstringierend. Heute wird vom Gebrauch abgeraten, da der Amygdalingehalt in den Samen hoch ist und leicht toxisch wirken kann.

Ähnliche Heilpflanzen

Gibt es ähnliche Heilpflanzen, die wirken wie Eberesche?

Gegen Bronchitis hilft das Inhalieren mit ätherischen Ölen aus Kamillenblüten, Eukalyptus oder Thymian. Gegen Magen- und Darmbeschwerden helfen die folgenden Heilpflanzen:

  • Bittere Schleifenblume
  • Blutwurz
  • Fenchel
  • Gänsefingerkraut
  • Kamille
  • Kümmel
  • Oregano
  • Schafgarbe
  • Tausendgüldenkraut
  • Weiße Taubnessel

Bei Leberproblemen helfen Knoblauch, Walnuss und Brokkoli. Bei Gallenproblemen helfen Artischocken, Bockshornklee und Löwenzahn.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Eberesche am Markt zu kaufen?

Beliebte Produkte aus Vogelbeeren sind Tinktur, Tee, Saft, Öl und Likör. Die Früchte der Eberesche kann man als Saft, Marmelade oder Gelee verzehren. Die Blüten, Früchte und die Blätter können auch als Tee verwendet werden. Beim Abkochen verlieren die Beeren etwas von ihrem bitteren Geschmack. Auch getrocknete Beeren sind im Handel erhältlich.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Eberesche als NEM?

Darüber liegen keine Erkenntnisse vor. Als Marmelade, Gelee, Saft oder als Tee kann die Vogelbeere ohne Bedenken in den täglichen Speiseplan eingebaut werden.

Gibt es beim Kauf von Eberesche etwas zu beachten?

Im Handel bieten einige Hersteller Saft, Gelee oder das schottische Chutney an. Den Saft aus den Beeren gibt es in Drogerien, Reformhäusern oder in BIO-Läden. Auch getrocknete Beeren werden im Handel angeboten. Bei Produkten aus Vogelbeere sollten die verwendeten Pflanzenteile aus kontrolliertem biologischen Anbau oder aus Wildsammlung stammen. Die Früchte und die Blätter sollten schonend getrocknet worden sein und keine Pilz- oder Schimmelsporen enthalten. Um sichere und gesunde Produkte zu erhalten, sollten sie möglichst nur in Europa oder in Deutschland produzierte Produkte kaufen, da hier die Qualitätskontrollen besonders streng sind.

Der Baum kann in der Natur gefunden werden und die Beeren im Herbst geerntet werden. Sie sollten die Vogelbeere nicht direkt am Straßenrand sammeln, da diese mit Schadstoffen von Fahrzeugen belastet sein könnten. Besser für die Ernste von Vogelbeeren sind abgelegene Wälder und Felder.

Wenn Sie die Beere der Vogelbeere für Saft, Marmelade oder Gelee verwenden wollen, sollten Sie die Früchte der Züchtung „Mährische Vogelbeere“ bevorzugen. Diese sind nicht zu bitter und eignen sich sehr gut zur Verarbeitung. Die mährische Vogelbeere ist eine kultivierte, also gezüchtete Form der Vogelbeere. Sie wird oft in Stadtgebieten an Straßen oder auf Plätzen angepflanzt.

Studien zu Eberesche

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