Die Einnahme von Nahrungseränzung ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

Heilpflanze

Bitterklee

Autor

Gertrud Winkelmair
Chefredaktion Superfoods
Bitterklee

enthaltene
Wirkstoffe

zu behandelnde
Symptome

18

recherchierte
Studien

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behandelnde
Symptome

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18

recherchierte
Studien

Was ist Bitterklee?

Der Bitterklee, auch Fiberklee genannt, ist eine Sumpf- oder Wasserpflanze. Sie gehört zu den Fiberkleegewächsen und ist auf der Nordhalbkugel verbreitet. Mit dem gewöhnlichen Klee ist das Heilkraut nicht verwandt. Der Bitterklee wächst in Mooren oder Sümpfen sowie am Ufer. Gesammelt werden kann der Klee in der Zeit von Mai bis Juni.

Schon im 19. Jahrhundert kam dieser in der Medizin als harn- und schweißförderndes sowie wurmtreibendes und stärkendes Heilmittel vor. Zur späteren Zeit wurde Bitterklee dann als Appetitanreger und zur Verdauungsförderung genutzt. Da das Heilkraut auch Fiberklee genannt wird, dachte man lange Zeit, dass es eine fibersenkende Wirkung besäße, dies wurde in der modernen Medizin jedoch widerlegt.

In England war der Fieberklee sogar ein Ersatz für Hopfen zum Bier brauen und in Lappland wurde das Pulver der Wurzel zum Brotbacken genutzt.

Die Heilpflanze wird bis heute für Weidetiere, die an einer Magen-Darm-Erkrankung leiden, eingesetzt. Das frische Kraut wird direkt zugeführt oder durch einen zubereiteten Tee verabreicht.

2020 wurde die Heilpflanze von der Loki Schmidt Stiftung zur Blume des Jahres gekürt. Damit soll auf die Bedrohung der Moorlandschaften, die sehr wichtig für unser Klima sind, aufmerksam gemacht werden.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Bitterklee einnehmen?

Der Bitterklee hat ein weites Spektrum der Heilung. So wird er bei Verdauungsproblemen, Blähungen und Appetitlosigkeit eingesetzt. Auch bei Blutarmut, Ekzemen, Gallenbeschwerden, Gelbsucht, Gastritis und Gicht erzielt er eine Heilung. Zusätzlich wirken die Inhaltstoffe positiv auf Infektionen, Leberbeschwerden, Magenschmerzen, Husten und sogar der Muskelschwäche.

Wer an Ohrenschmerzen leidet oder Rheuma, kann ebenfalls das Heilkraut einnehmen.

Eine Einnahme sollte jedoch nicht erfolgen, bei Geschwüren des Zwölffingerdarms oder des Magens. Denn in diesem Fall können die Beschwerden durch die Anregung der Magensäureproduktion verschlechtert werden. Ansonsten ist der Bitterklee eine wirklich wertvolle Heilpflanze, die bei vielen Erkrankungen enorm helfen kann.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Bitterklee?

Durch die enthaltenen Bitterstoffe wird der Magensaft angeregt, somit erzielt die Pflanze den positiven Effekt der Verdauungsförderung und unterstützt jegliche Organe die zur Verdauung von Nahrung gehören. Der Bitterklee wirkt krampflösend, blutreinigend, blutvermehrend, harntreibend und entzündungshemmend. Durch die Gerbstoffe des Bitterklees werden ihm auch antimikrobielle Eigenschaften nachgewiesen.

Die Betulinsäure, die in den Wurzeln entdeckt wurde, kann sogar Zellen des schwarzen Hautkrebses und Neuroblastome hemmen, dies wurde jedoch nur im Labor getestet.

Für Arzneimittel werden die Blätter, das Kraut und die Wurzeln verwendet.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Bitterklee auftreten?

Da der Bitterklee zu den leicht giftigen Pflanzen gehört, kann sie bei einer Überdosierung zu Erbrechen, Durchfall oder auch Kopfschmerzen führen. Die leicht toxische Wirkung, durch den Inhaltsstoff Alkaloid Gentianin kann bei zu großen Mengen sehr stark abführend wirken.

Nicht aufgenommen werden, sollten diese Bitterstoffe bei Entzündungen der Gallenwege, Gallenblasenentzündung, Morbus Crohn oder auch Reizdarm. Ebenso nicht in der Schwangerschaft oder Stillzeit.

Aus den genannten Gründen unbedingt die Packungsbeilage lesen oder mit dem Arzt sprechen, sonst kann das Gegenteil der Fall sein.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Bitterklee, bis sich erste Erfolge einstellen?

Von einem frisch gebrühten Bitterkleetee, der aus getrockneten Bitterkleeblättern besteht, sollte nicht mehr als dreimal am Tag eine Tasse davon getrunken werden. Hierbei darauf achten, nicht mehr als einen Teelöffel der Blätter, dies wären ungefähr 0,5 bis 1 g, zu nutzen. Getrunken werden muss eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten, so kann sich die reflektorische Wirkung im Mund über die Geschmacksrezeptoren voll entfalten. Bei akuten Beschwerden, dürfte nach ein paar wenigen Tagen Besserung in Sicht sein. Falls die Erkrankung weiteranhält, den Arzt zur Rate ziehen, immerhin ist der Bitterklee leicht giftig und Bedarf keiner Überdosierung.

Des Weiteren können Fieberkleeblätter in Form von Kapseln, Tropfen oder auch Pulver eingenommen werden. Diese Produkte enthalten meist eine Kombination aus mehreren Heilpflanzen. Oft werden Kapseln als Nahrungsergänzung eingenommen, diese kann über einen längeren Zeitraum erfolgen. Die ersten Verbesserungen werden durchaus nach ein paar Tagen oder Wochen sichtbar.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Bitterklee?

Genau bestimmen lässt sich die Herkunft des Bitterklees nicht, es wird jedoch angenommen, dass er in Nordeuropa seine Anfänge hatte. Heute ist die Pflanze auf der gesamten Nordhalbkugel anzutreffen, dazu gehören Kanada, Russland, USA und Skandinavien. Auch in Mitteleuropa wächst sie in Sümpfen, Teichen und Mooren. Die Heilpflanze wird ebenso oft an kleineren Seen oder Wassergräben gefunden. Mittlerweile steht das Heilmittel jedoch unter Naturschutz, da es wild nur noch selten gesehen wird. Sobald das Kraut aber wächst, benötigt es keine Pflege, denn das Fieberklee wächst wie ein Unkraut an Teichrändern oder am Ufer.

Die Blätter der Pflanze sind in der Blüte zwischen Mai und Juni erntereif, in dieser Zeit sind sie am frischesten und entfalten die volle Wirkung. Die Blätter sollten mit einem Stück Blattstiel abgeschnitten werden. Trocknen können sie am besten an der frischen Luft an einem schattigen Platz. Bei lichtgeschützter Lagerung sind die getrockneten Bitterkleeblätter durchaus 3 Jahre haltbar.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Bitterklee aus?

Das Ausgangsprodukt ist eine mehrjährige bis zu 30 cm hohe Heilpflanze. Der Fieberklee besteht aus großen, dreiteiligen Blättern, die den normalen Kleeblättern sehr ähnlich sind. Die einzelnen Blätter sind unbehaart, meist glattrandig und können bis zu 10 cm lang werden. Außerdem wird das Heilkraut von weißen Blüten geschmückt, die meist einen Durchmesser von 1,5 cm vorweisen. Chemisch betrachtet gleicht das auch genannte Wasserfieberkraut tatsächlich den Enziangewächsen. Durch die enthaltenen Bitterstoffe, ist die Pflanze auch sehr bitter im Geschmack. Es kann vorkommen, dass der Fieberklee im Herbst sogar ein zweites Mal blüht.

Trivialnamen

Unter welchen Bezeichnungen ist Bitterklee noch bekannt?

Der wissenschaftliche Name des Bitterklees ist Menyanthes trifoliata L. Umgangssprachlich wird meist Bachgräslein, Biberklee, Bitterblatt oder auch Butterklee zur Heilpflanze gesagt. Des Weiteren kennt man die Pflanze unter den Namen Dreiblatt, Magenklee, Monatsblume, Moosklee, Wasserfieberkraut oder auch Zottelblume. Mit den Jahren wurden unzählige Bezeichnungen entwickelt, so wird der unterschiedlich bezeichnete Klee in vielen Regionen in den Dialekt miteingeschlossen.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Bitterklee enthalten?

Der Bitterklee wirkt unter anderem durch das enthaltene Scopoletin krampflösend. Gerbstoffe wie Iridoiden und Terpenen sind, wie bereits erwähnt, antimikrobiell. Dazu kommen Inhaltsstoffe wie Alkaloide, Mineralien, Tannine, Flavonoide und auch fettes Öl. Zusätzlich sind Bitterstoffe wie Swerosid, Foliamenthin, oder auch Menthialfolin zu finden.

Auch die Wurzeln vollbringen eine positive Wirkung durch Loganin, Triterpene und Triterpensaponine.

Ähnliche Heilpflanzen

Gibt es ähnliche Heilpflanzen, die wirken wie Bitterklee?

Ähnliche Heilmittel sind das Tausendgüldenkraut, die Enzianwurzel oder der Beifuß. Hinzu kommt die Ringelblume, der Wermut, Salbei und Quendel. Alle fördern durch die enthaltenen Bittertstoffe die Magensaft- und Speichelsekretion. Magen- und Darmbeschwerden werden vor allem auch von der Galgantwurzel, Ingwer und dem Enzian behoben. Gegebenenfalls kann auch Ingwer oder Melisse dazu gezogen werden. Meist werden in Teemischungen einige der genannten Pflanzen kombiniert und ergeben so die gewünschte Heilung.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Bitterklee am Markt zu kaufen?

Als Einnahmeformen können der Bitterkleetee, das Gurgelwasser aus frischem Teeauszug, Tinkturen, Tropfen, Kapseln oder auch Pulver gekauft werden. In der Homöopathie bewährten sich immer wieder die Globuli, also Streukügelchen Trifolii fibrii. Diese werden bei Magen-Darm-Beschwerden, durch verdorbene Speisen oder auch bei Kopfschmerzen eingesetzt. Die Potenz beginnt bei D1.

Die erwähnte Tinktur dient zur Appetit- und Verdauungsförderung. Wer ein Gurgelwasser benötigt kann einen Teeauszug gegen fiebrige Halsleiden gurgeln. Beliebt sind ebenso Umschläge, die mit frischem Saft oder Tee gegen Hautkrankheiten helfen.

Auch in Kräuterlikören oder Schnäpsen sind die besagten Stoffe des Bitterklees enthalten.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Bitterklee als NEM?

Zuerst einmal sind die meisten Nahrungsergänzungen eine Kombination aus mehreren Heilpflanzen. Des Öfteren kann man in Form von Bittertropfen, Kapseln oder Tees, das Wohlbefinden verbessern und neben der ausgewogenen Ernährung den Körper ein wenig unterstützen.

Nimmt man Tropfen zu sich, können dreimal täglich 25 Tropfen eingenommen werden. Inhaltsstoffe sind meist bis zu 15 sorgfältig ausgewählte Naturkräuter und deren Bitterstoffe.

Ein gekaufter Tee aus den kombinierten Kräutern kann nach Belieben verzehrt werden.

Wer Pulver für Smoothies, Salate oder auch diverse Speisen kaufen möchte, kann 10g pro Tag zu den täglichen Mahlzeiten hinzugeben. Gesprochen wird in diesem Fall auch von einer Kombination mehrerer Kräuter und nicht allein dem Bitterklee.

Die orale Einnahme von einer Kapsel kann dreimal täglich geschehen. Meist sind in einer Dose um die 90 Kapseln enthalten.

Gibt es beim Kauf von Bitterklee etwas zu beachten?

Definitiv sollte beim Kauf darauf geachtet werden, dass die Produkte ohne künstliche Aromastoffe und ohne Zuckerzusatz hergestellt werden. Außerdem sollten die Inhaltsstoffe bei beispielsweise einer Packung Tee auf Pestizide und Schwermetalle geprüft werden. Die Qualität steht hier an höchster Stelle. Oft werden die Produkte direkt in Deutschland produziert, dies steht ebenfalls für einen hohen Standard, um lange Herstellungs- und Transportwege zu vermeiden. Des Öfteren sind die Produkte auch laktose- und glutenfrei sowie von veganer Herstellung.

Wer den Bitterklee als Gartenpflanze kaufen möchte, sollte darauf achten, dass die Erde in den Blumentöpfen nass ist, denn bei Trockenheit, kann die Pflanze bereits Schaden erlitten haben. Dann kann es sein, dass sie im Garten wenig später abstirbt. Erwerben kann man den Bitterklee in Bau-und Gartenmärkten und sollte wenn möglich am Gartenteich angebaut werden.

Vorsicht: Für diejenigen, die selbst sammeln wollen, gibt es leider schlechte Nachrichten. Da der Bitterklee unter Naturschutz steht, darf in der Natur nicht mehr gesammelt werden.

Studien zu Bitterklee

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