Die Einnahme von Nahrungseränzung ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

Heilpflanze

Bucco

Autor

Sven Gründer
Experte Männergesundheit
Bucco

enthaltene
Wirkstoffe

zu behandelnde
Symptome

30

recherchierte
Studien

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Symptome

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Was ist Bucco?

Der Bucco, mit wissenschaftlichem Namen Agasthosma betulina, gehört zur Familie der Rautengewächse. Bucco ist ein Strauch, der bis zu zwei Metern hoch werden kann. Er hat hellgrüne bis gelbgrüne, steife Blätter, die ungefähr zwei Zentimeter lang und ein Zentimeter breit sind. Die Äste des Strauches sind rau und rotbraun mit vier Längsfurchen. Bucco hat weiße bis rosa Blüten. Er wächst auf sandigen Hügeln und Abhängen auf einer Höhe von 300 bis 700 Metern.

Aus den Blättern des Strauches wird Öl gewonnen, das in der Parfümherstellung benutzt wird. Wegen seines den Geist und die Sinne anregenden Aromas wird das Öl auch in Duftlampen und Raumbefeuchtungsanlagen verwendet. Auch in der Lebensmittelindustrie werden Buccoblätter-Extrakte zur Aromatisierung von Getränken und Süßigkeiten benutzt.

Wegen des Aromas werden die Buccoblätter auch oft Teemischungen hinzugefügt.

Das ätherische Pflanzenöl wird durch Wasserdestillation gewonnen und ist als Cassis-Aroma bekannt. Es hat einen hohen Anteil an Monoterpenen und Flavonoiden.

Die Pflanze wurde von den Hottentotten in Südafrika schon vor sehr langer Zeit benutzt. Sie soll unter anderem gegen Infektionen der Harnwege und gegen Prostata- und Nierenbeschwerden helfen. 1821 wurde sie in Europa eingeführt, wo sie in England als Zierpflanze kultiviert wurde. Sie setzte aber keine Samen und war durch Stecklinge nur sehr schwer zu vermehren. Daher verschwand sie wieder aus den Gärten.

In Deutschland werden Buccoblätter seit 1825 angewendet, wofür der Drogist Jobst aus Stuttgart verantwortlich zeichnet. Er veröffentlichte die Erfahrungen des in Südafrika lebenden Arztes Richard Reece mit der Pflanze.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Bucco einnehmen?

Bucco wirkt bei entzündlichen Erkrankungen der Harnorgane und der Geschlechtsorgane. Das Mittel wird bei Cystitis, Blasengries, Urethrareizung, Urethritis gonorrhoica, Gonorrhoe (einer sexuell übertragbaren bakteriellen Infektionskrankheit, die umgangssprachlich auch Tripper genannt wird), Prostataaffektionen und Wassersucht (Hydrops) angewendet. Da Bucco eine krampflösende Eigenschaft besitzt, kann sein Öl Magenkrämpfe und Menstruationsbeschwerden lindern.

Äußerlich angewendet hilft Bucco-Öl bei Hauterkrankungen und kleineren Wunden und Verletzungen. Zur Behandlung von Magenbeschwerden wird das Öl oft in Kombination mit anderen Natur-Arzneien wie Hopfen, Melisse und Johanniskraut eingesetzt.

Weiterhin wird das Mittel bei Rheuma, anomaler Gicht und chronischen, passiven Metrorrhagien (Vaginalblutungen außerhalb der Periode) angewendet.

In der Aromatherapie nützt das ätherische Buccoblätter-Öl vor allem aufgrund seiner günstigen Wirkung auf die Seele. Es wird als wohltuend, ausgleichend und beruhigend beschrieben. Es stellt das Gleichgewicht der Psyche wieder her und bringt den Betroffenen in Einklang mit sich selbst. Das Öl wird zur Verstärkung der Wirkung oft mit Zitrusdüften, Minze oder Rosmarin kombiniert.

In der Homöopathie werden Bucco-Präparate in Form von Globuli oder in flüssiger Form zur Behandlung von eitrig, schleimigen Absonderungen der Harnröhre, bei chronisch entzündetem Nierenbecken, Nierensteinen und Blasenkatarrh angewendet. Auch anhaltender Harndrang, eitriger Harngrieß, Prostata-Beschwerden und Scheidenausfluss (Fluor vaginalis) fallen unter die homöopatischen Anwendungsgebiete von Bucco-Präpraten.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Bucco?

Die Blätter des Buccostrauches schmecken stark nach Minze und Rosmarin. Als Teeaufguss werden sie gegen Magenkrämpfe, Rheumatismus, Harnwegerkrankungen, Gonorrhoe und ähnliche eingesetzt. Die sog. Kaptinktur gegen Cholera enthielt ebenfalls Buccoblätter.

Laut dem Buch „Medical Plants“ von Bently und Trimen aus dem Jahr 1880 wurden Buccoblätter hauptsächlich bei chronischem Blasenkatarrh, Urethrareizungen, Prostatsaffektionen und Blasengrieß angewendet. Auch bei chronischem Rheuma, bei Dyspepsie, Wassersucht und verschiedenen Hautkrankheiten wurden sie angewendet.

Auch bei Buchheim im Lehrbuch der Arzneimittel von 1856 und bei Clarus im Handbuch der spez. Arzneimittel von 1860 wurden die Buccoblätter zur Heilung von Urethritis gonorrhoica erwähnt.

Als Mittel gegen anomale Gicht es von Koch dringend empfohlen. Rigaer Ärzte setzten es auch gegen Cholera ein. In Arzneidrogen aus dem Jahr 1909 von Zörnig werden Buccoblätter als Antispasmodikum bezeichnet.

Neben ätherischem Öl, in dem sich Diosphenol befindet, enthalten die Blätter auch ein Glykosid Dismin, ferner Hesperidin, wie Wehmer 1931 in die Pflanzenstoffe schreibt. In dem Lehrbuch der Physiopharmakognosie schreibt Wasicky 1929 dem Diosphenol eine diuretische und entzündungshemmende Wirkung zu.

Im Handbuch der pharm. Praxis aus dem Jahr 1930 schreibt Haber den Buccoblättern eine ähnliche Wirkung wie Bärentraubenblättern zu.

Bucco in Form von Tee oder Tropfen ist wirksam gegen Blasenentzündungen und wirkt sich positiv auf die Nieren und Harnwege aus.

Bei äußeren Verletzungen und zur Behandlung der Symptome von rheumatischen Beschwerden wird sog. „Bucco-Essig“ oder die am Markt erhältlich Salbe empfohlen.

Es kann zusammenfassend gesagt werden, dass es keine gesicherte Wirksamkeit von Buccoblättern gibt. Die Wirksamkeit laut Erfahrungsheilkunde zeigt, dass Buccoblätter bei Infektionen im Bereich der ableitenden Harnwege, bei Blasen- und Nierenentzündungen helfen könne.

Für die Wirksamkeit von Buccoblättern gibt es zwar noch keine Beweise zur Wirksamkeit, aber es hat sich Potenzial gezeigt bei:

  • Ödemen – wirkt entwässernd
  • Reizblase
  • Rheuma-Beschwerden – verschafft Linderung
  • Verdauungsbeschwerden – geringfügige Wirkung
  • Verletzungen und Wunden

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Bucco auftreten?

Eine Überdosierung mit Bucco, wenn es nüchtern eingenommen wird, kann Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten liegen keine Informationen vor.

Es muss allerdings darauf hingewiesen werden, dass die Inhaltsstoffe der Buccoblätter bei einigen Menschen Allergien hervorrufen können. Vor allem die Inhaltsstoffe Limonen und seine Oxidationsprodukte, ebenso wie das ebenfalls enthaltene Pulegon können im Verdauungstrakt und auf der Haut Reizungen hervorrufen.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Bucco, bis sich erste Erfolge einstellen?

Da von Bucco keine gefährlichen Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen bekannt sind, kann er bei Beschwerden bedenkenlos über einen längeren Zeitraum eingenommen werden.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Bucco?

Ursprünglich kam Bucco nur in den Bergen der westlichen Kapprovinz in Südafrika vor. Er war bei den Ureinwohnern von Südafrika, den KhoiSan, ein Allheilmittel. Heute wird die Pflanze in zunehmendem Maße angebaut und wird dadurch auch bekannter. Viele Arten können auch bei uns kultiviert werden. In Europa findet Bucco bei Gichtkrankheiten Anwendung. Da die Extrakte einen starken Eigengeruch besitzen, werden sie in der Parfümherstellung verwendet. Dazu werden Blätter und gelegentlich ganze Zweige gesammelt und getrocknet. Anschließend werden die Wirkstoffe mit Wasser/Alkohol extrahiert und gefiltert.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Bucco aus?

Der Bucco ist ein Strauch, der bis zu zwei Meter hoch werden kann. Er ist stark verästelt. Seine Zweige haben eine purpurrote bis orange Farbe. Die harten lederartigen Blätter sind hellgrün und sind kreuzweise und gegenständig angeordnet. Sie Blätter haben eine ovale Form und sind 9 bis 20 Millimeter lang und 7 bis 13 Millimeter breit und sind an der Spitze etwas gebogen. Der Rand ist ungleichmäßig gezähnt. In jeder Einbuchtung befindet sich eine Öldrüse. Die Blüten wachsen einzeln in den Blattwinkeln und haben kurze Stiele. Die Blumenkrone hat fünf weiße Blätter. Der Blütenboden ist becherförmig und grün. Aus den Blüten bilden sich Fruchtkapseln, die nach außen bauschig sind und weiche Stacheln haben. In jeder Kapsel befindet sich ein bohnenförmiger schwarzer Samen. Die Blütezeit liegt zwischen den Monaten Mai und Juli. Die Pflanze kommt nur im Kaplande, im Norden und Nordosten von Kapstadt vor.

Trivialnamen

Unter welchen Bezeichnungen ist Bucco noch bekannt?

Bucco, mit wissenschaftlichem Namen Agathosma betuline, ist auch unter den Namen Buchu, Bukko oder Bukkostrauch bekannt.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Bucco enthalten?

In Bucco sind die folgenden Wirkstoffe enthalten:

  • ätherisches Öl (2,5 %): Limonen, Isomenthon, Diosphenol (=Burosmacampher) und Terpinen-4-ol als Hauptinhaltsstoffe
  • schwefelhaltige Nebenverbindungen: wie 8-Mercapto-p-methan-3-on mit dem Geruch nach Schwarzen Johannisbeeren
  • Schleimstoffe
  • Harz
  • Flavonoide, vorwiegend Diosmin.

Ähnliche Heilpflanzen

Gibt es ähnliche Heilpflanzen, die wirken wie Bucco?

Gegen Harnwegsinfektionen werden die folgenden Heilkräuter/Heilpflanzen eingesetzt:

  • Bärentraube
  • Heidelbeere
  • Liebstöckl
  • Bei Prostatabeschwerden sollen die folgenden Heilkräuter/Heilpflanzen helfen:
  • Heidekraut
  • Pappelrinde
  • Hopfen
  • Mannstreukraut
  • Weidenröschenkraut
  • Sumachwurzelrinde

Sehr gut bewährt haben sich auch Kombi-Präparate aus Brennnessel und Sägepalme.

Bei Nierenbeschwerden haben sich die folgenden Heilkräuter/Heilpflanzen bewährt:

  • Löwenzahnwurzel
  • Petersilie
  • Brennnessel
  • Schachtelhalm
  • Ingwer
  • Kurkuma
  • Sellerie

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Bucco am Markt zu kaufen?

Bucco ist in Form von Tropfen, Tinktur, ätherischen Öl oder als Tee erhältlich.

Buccoblätter werden Kräutertees und Nahrungsmitteln als Geschmackskomponente beigesetzt. Sie haben das Aroma von Schwarzen Johannisbeeren.

Wenn man eine handvoll Buccoblätter mit Brandy mischt, erhält man nach etwa vier Stunden einen Magenlikör.

Für eine Tasse Tee verwendet man einen Teelöffel (1,1 g) Buccoblätter.

Auch als Salbe zur Wundbehandlung sind Buccoblätter im Handel erhältlich.

In der Homöopathie werden Buccoblätter in Form von Globuli oder als flüssige Lösung in vielen unterschiedlichen Potenzen angeboten.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Bucco als NEM?

Die übliche Dosis von Bucco ist, wie folgt:

  • 2 g der Blätter
  • 2-4 cm³ der Tinktur
  • 2 Teelöffel voll (= 2,2 g) zum kalten Auszug.
  • 1 Tablette der Pflanzenverreibung „Teep“ drei- bis viermal täglich

Die „Teep“-Zubereitung ist auf 50 % Pflanzensubstanz eingestellt, d. h. 1 Tablette enthält 0,125 g Buccoblätter.

In der Homöopathie: dil. D 2-3, dreimal täglich 10 Tropfen.

Maximaldosis: Nicht festgesetzt.

Vom Buccoblätter Tee dürfen täglich bis zu drei Tassen getrunken werden.

Gibt es beim Kauf von Bucco etwas zu beachten?

Beim Kauf von Produkten aus Buccoblättern sollten sie auf Arzneiqualität achten. Dadurch wird sichergestellt, dass der Tee keine Schwermetalle, Pestizide, Herbizide und bakterielle Verunreinigungen enthält. Außerdem sollten die Blätter von Pflanzen aus kontrolliertem biologischen Anbau stammen.

Der Tee sollte nach den Anweisungen auf der Verpackung zubereitet werden. Sie sollten sich auch auf die auf der Verpackung angegebene Verzehrmenge halten, die meistens bei drei Tassen pro Tag liegt.

Salbe aus Bucco ist zum Auftragen auf die Haut bestimmt. Nach Öffnen der Salbe ist sie sechs Monate lang haltbar. Sie sollte nicht über 25 Grad und lichtgeschützt gelagert werden.

Tropfen oder Tinktur aus Bucco ist zum Einnehmen oder nach Verdünnen, zum Auftragen auf die unversehrte Haut bestimmt. Die Tropfen und die Tinktur enthalten Alkohol. Die Tinktur ist nach Öffnen 24 Monate lang haltbar. Sie kann nach einiger Zeit trüb werden, was jedoch die Qualität und die Wirkung nicht beeinträchtigt. Sie sollte nicht über 25 Grad und lichtgeschützt aufbewahrt werden.

Studien zu Bucco

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