Was ist Brokkoliextrakt?

Der Begriff Extrakt kommt aus dem Lateinischen „extrahere“ und bedeutet herausziehen oder entnehmen. Ein Extrakt entsteht durch ein Trennverfahren mithilfe eines festen, flĂŒssigen oder gasförmigen Extraktionsmittels, wobei bestimmte Komponenten aus einem festen, flĂŒssigen oder gasförmigen Stoff, dem Extraktionsgut, herausgezogen werden. In diesem Fall ist das Extraktionsgut das GemĂŒse Brokkoli. Der herausgelöste Stoff wird als Extrakt oder Auszug, Aufguss, Infus oder Tee bezeichnet. Man unterscheidet Extraktformen wie

  • Fluidextrakte,
  • Tinkturen,
  • zĂ€hflĂŒssige (Spissum) Extrakte,
  • Trockenextrakte.
 

Pflanzliche Arzneimittel beinhalten Pflanzen, Pflanzenteile oder besondere Zubereitungsformen daraus, die mit prophylaktischen oder therapeutischen Indikationen versehen sind. Alle pflanzlichen Arzneimittel mit medizinischer Indikation mĂŒssen eine amtliche Zulassung besitzen.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Brokkoliextrakt einnehmen?

Brokkoliextrakt kann bei vielen medizinischen Indikationen hilfreich sein. Man spricht Brokkoli, bzw. dessen Inhaltsstoff Sulforaphan positive Wirkung in der Krebstherapie, bei Arthritis oder Atemwegserkrankungen zu. Brokkoliextrakt ist nicht nur indikativ einzunehmen, sondern auch prĂ€ventiv. Brokkoli produziert Senföle, die Sulforaphane. Man kann sich mit dem Extrakt an Tagen versorgen, wo kein Brokkoli oder dessen Sprossen verfĂŒgbar sind.

Viele wissenschaftliche Studien zeigen die Vorteile von Brokkoli fĂŒr die menschliche Gesundheit auf. Allerdings sind die Forschungen auf diesem Gebiet noch nicht voll ausgereift, was weitere Untersuchungen erforderlich macht.

Brokkoli enthÀlt potente Antioxidantien

Antioxidantien sind MolekĂŒle, die durch freie Radikale hervorgerufene ZellschĂ€den neutralisieren oder hemmen. Dadurch werden EntzĂŒndungen reduziert und der allgemeine Gesundheitsschutz verbessert. Das starke Oxidans Sulforaphan reduziert Blutzucker, den Cholesterinspiegel, den oxidativen Stress und verhindert die Entwicklung chronischer Erkrankungen. Es sind auch messbare Mengen der Antioxidantien Lutein und Zeaxanthin nachweisbar, die ZellschĂ€den an den Augen vorbeugen können.

Brokkoli enthÀlt bioaktive Verbindungen

Diese bioaktiven Verbindungen reduzieren nachweislich EntzĂŒndungen im Körpergewebe. Kaempferol, ein Flavonoid, zeigt in Studien eine starke entzĂŒndungshemmende Wirkung.

Brokkoli kann vor bestimmten Krebsarten schĂŒtzen

Der Verzehr von KreuzblĂŒtlergemĂŒse wie Brokkoli etc. kann vor bestimmten Krebsarten schĂŒtzen wie beispielsweise Brustkrebs, Prostatakrebs, Magenkrebs, Darmkrebs, Nierenkrebs oder Blasenkrebs.

Brokkoli kann die Herzgesundheit unterstĂŒtzen

Als Hauptrisikofaktoren fĂŒr Herzerkrankungen gelten erhöhte LDL-Cholesterin- und Triglyceridwerte. Laut Studie verbesserten sich diese negativen Werte bei Patienten nach einer Behandlung mit pulverförmigen Brokkolikeimersatz. Die guten HDL-Cholesterinwerte jedoch wurde erhöht. Es wird angenommen, dass spezifischen Antioxidantien die Gefahr eines Herzinfarktes vermindern können. Eine zusĂ€tzliche Aufnahme ballaststoffreicher Nahrung wie Brokkoli vermindert das Risiko eines Infarktes.

Antioxidantien und Ballaststoffe unterstĂŒtzen die Blutzuckerkontrolle

Das ist besonders fĂŒr Menschen mit Diabetes wichtig. Nach einer Humanstudie fĂŒhrte der tĂ€gliche Verzehr von Brokkolisprossen ĂŒber einen Monat zu einer verminderten Insulinresistenz von Typ-2-Diabetikern. Brokkoli kann den Blutzuckerspiegel kontrollieren und senken.

Brokkoli fördert die gesunde Verdauung

Brokkoli besitzt einen hohen Gehalt an Ballaststoffen und Antioxidantien, die die Verdauung unterstĂŒtzen und fĂŒr eine gesunde Darmfunktion sorgen. Das Vorhandensein gesunder Darmbakterien ist wichtig fĂŒr die Verdauungsgesundheit. Eine Humanstudie erwies leichteren Stuhlgang bei Menschen, die Brokkoli aßen, als bei anderen Personen der Kontrollgruppe.

Brokkoli kann den mentalen RĂŒckgang verlangsamen und fördert die Gehirnfunktion

Das ergab eine Studie an 960 Ă€lteren Personen, die tĂ€glich pro Tag eine Portion dunkelgrĂŒnes GemĂŒse wie Brokkoli zu sich nahmen. Die HĂ€ufigkeit von Hirnverletzungen verringerte sich und EntzĂŒndungen des Nervengewebes nach einem Schlaganfall reduzierten sich. Allerdings beschrĂ€nken sich hier die Forschungsergebnisse zunĂ€chst nur auf Tierversuche.

Brokkoli kann den Alterungsprozess verlangsamen

Der Alterungsprozess wird auf reduzierte Stoffwechselfunktionen und auf den oxidativen Stress zurĂŒckgefĂŒhrt. Die ErnĂ€hrungsqualitĂ€t ĂŒbt dabei eine wichtige Funktion aus. Sie entscheidet mit ĂŒber genetische Veranlagung und die Entwicklung altersbedingter Krankheiten. Dank Sulforaphan wird die Erhöhung der Expression von Antioxidansgenen verlangsamt.

Der Vitamin C-Gehalt von Brokkoli sorgt fĂŒr ein gesundes Immunsystem

Vitamin C ist der wichtigste NĂ€hrstoff fĂŒr die Immunfunktion. Die tĂ€gliche Zufuhr von 100-200 mg Vitamin C verhindert wirkungsvoll bestimmte Infektionen. Eine Portion von 78 g, etwa eine halbe Tasse, Brokkoli sorgt bereits fĂŒr 84 % der FEI. ( Forschungkreis der ErnĂ€hrungsindustrie)

Brokkoli unterstĂŒtzt die Zahn- und Mundgesundheit

Brokkoli gilt als gute Quelle fĂŒr Vitamin C und Kalzium. Kaempferol spielt dazu eine Rolle bei der PrĂ€vention von Parodontitis. Das Sulforaphan ergab laut Untersuchungen eine Verringerung des Risikos fĂŒr Mundkrebs. Einige Behauptungen gehen dahin, dass roher Brokkoli Plaque manuell entfernt und die ZĂ€hne aufhellt.

Brokkoli kann gesunde Gelenke und Knochen fördern

Brokkoli ist eine Quelle fĂŒr Vitamin K und Kalzium, die fĂŒr den Erhalt von gesunden starken Knochen wichtig sind. Dasselbe gilt fĂŒr Phosphor, Zink, Vitamin A und Vitamin C. Einer Reagenzglasstudie zufolge kann das Sulforaphan auch Arthrose vorbeugen helfen.

Brokkoli unterstĂŒtzt mit seinem NĂ€hrstoffgehalt eine gesunde Schwangerschaft

Brokkoli enthĂ€lt NĂ€hrstoffe, die besonders fĂŒr die fetale Entwicklung von Bedeutung sind. Dazu gehören vor allem B-Vitamine wie B9 als FolsĂ€ure. FolsĂ€ure sorgt fĂŒr die gesunde Entwicklung des fetalen Gehirns und des RĂŒckenmarks.

Brokkoli kann die Haut vor SonnenschĂ€den schĂŒtzen

Die bioaktiven Verbindungen im Brokkoli schĂŒtzen vor zu viel UV-Strahlung. Kleinere Humanstudien zeigten eine bedeutende Schutzwirkung des Brokkoliextraktes gegen Krebsentstehung und HautschĂ€den nach Sonneneinstrahlung.  

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Brokkoliextrakt?

Die entzĂŒndungshemmende und keimhemmende Wirkung von Sulforaphane ist mit einem Antibiotika vergleichbar. Senföle können laut Studien 13 BakterienstĂ€mme hemmen sowie Viren und Pilze. Eine Studie der Uni Freiburg zeigt, dass Senföle gegen den Staphylococcus aureus aktiv vorgehen. Dieser MRSA ist gegen die meisten Antibiotika resistent. Wissenschaftlich erwiesen ist der Einsatz von Brokkoli-Sulforaphanen gegen den Helicobacter pylori. Sulforaphane vervierfachen die Wirkung zweier Enzyme, die vor EntzĂŒndungen und oxidativen SchĂ€den bewahren. Eine US-Studie zeigt den Erfolg bereits nach einer Woche Behandlung, wo bei einem Drittel der behandelten Patienten die Keime vollstĂ€ndig eliminiert wurden. Eine andere Studie zeigte deutlich die Herabsetzung der Keimlast. Nach Absetzung der Brokkolisprossen

stieg die Keimlast wieder auf das Ursprungsniveau an. Hier ist es ratsam, ĂŒber

eine lÀngere Zeit eine hohe Tagesdosis von 200 mg anzuwenden.

Sulforaphan wird in den folgenden Gebieten eingesetzt oder ist bzw. war Gegenstand von Forschungsarbeiten:

  • Asthma und Heuschnupfen,
  • Alzheimer,
  • Arthrose,
  • Autismus,
  • Darmschutz und Morbus Crohn,
  • Diabetes 2,
  • Übergewicht,
  • Immunsystem,
  • Alterungsprozesse,
  • Haarausfall, Haarwachstum,
  • anitoxidative Wirkung,
  • Helicobacter pylori,
  • Krebs,
  • Hautkrebs,
  • Muskelaufbau,
  • weitere Studien etc.
 

Asthma und Heuschnupfen

Brokkoli fördert biologisch die antioxidante Reaktion beim Menschen. Testpersonen bildeten nach Verzehr dreimal mehr antioxydante Enzyme in der Nase. Brokkoli unterstĂŒtzt die Bildung von Enzymen, die die Atemwege vor EntzĂŒndungen schĂŒtzen z. B. Nasenschleimhaut, Asthma oder COPD.

Alzheimer

Es existieren Studien bezĂŒglich der Wirkung von Sulforaphanen auf bestimmte Rezeptoren zum Schutz vor Alzheimer.

Arthrose

Sulforaphan blockiert laut wissenschaftlicher Studie die Enzyme, die fĂŒr Zerstörung von Gewebe verantwortlich sind. Die Zerstörung des Knorpels wird verlangsamt und EntzĂŒndungen werden gehemmt. Sulforaphan schĂŒtzt vor der mit

Arthritis einhergehenden Zerstörung des Knorpels.

Autismus

Laut Theorie sind eine mangelnde Versorgung mit Energie und ein starker oxidativer Stress fĂŒr autistische Störungen verantwortlich. Eine

wissenschaftliche Studie bestÀtigte eine Verbesserung bzgl. Autismus.

Darmschutz und Morbus Crohn

Sulforaphan schĂŒtzt gemĂ€ĂŸ wissenschaftlicher Studie die Darmschleimhaut vor chronischen EntzĂŒndungen. Es regt die Darmzellen zur Bildung von Polypeptid HBD-2 an, das antimikrobielle Eigenschaften besitzt und in den WĂ€nden des Magen-Darm-Traktes angesiedelt ist. In Verbindung mit Morbus Crohn ist HBD-2 wenig ausgebildet. Sulforaphan wirkt auch gegen ein breites Spektrum von Candida und anderen Krankheitserregern. Auch auf eine Colitis ulcerosa wirkt sich Sulforaphan gĂŒnstig aus, indem es hilft, der Ausbildung des Leaky Gut Syndroms als Ursache chronischer EntzĂŒndungen vorzubeugen.

Diabetes 2

Sulforaphan hemmt die Bildung von Glukose in der Leber. Brokkoli-Sprossen-Extrakt senkt nachweislich den Blutzucker ĂŒbergewichtiger Typ-2 Diabetiker, wo allein Metformin den Blutzucker nicht senken konnte.

Übergewicht

Als hilfreiches Potenzial erweis sich Sulforaphan laut einer wissenschaftlichen Studien bei Adipositas und Insulinresistenz durch VerÀnderung des Fettgewebes aus. Es handelte sich um eine tierische Versuchsuntersuchung.

Immunsystem

Sulforaphan hat sich laut Studie als wirksam gegen freie Radikale erwiesen. Der Wirkstoff aktiviert anitoxidative Enzyme und Gene, was zur Umkehr negativer Auswirkungen durch freie Radikale fĂŒhrt. Sulforaphan kann die AktivitĂ€t der natĂŒrlichen Killerzellen erheblich steigern und unterstĂŒtzt die Bildung von Antikörpern.

Alterungsprozesse

Laut einer Studie könnte der Einsatz von Sulforaphan gegen Alterung möglich sein.

Haarausfall, Haarwachstum

Die Empfindlichkeit der Haarwurzeln gegen das Hormon Dihydrotestosteron nimmt mit zunehmenden Alter zu. DHT schĂ€digt die Haarfollikel und verkĂŒrzen die Wachstumsphase. Eine Behandlung mit Sulforaphan erhöht das 3a-Hydroxasteroid dehydrogenase in der Leber, wodurch DHT im Blut schneller abgebaut wird. Aus Tierversuchen nahm man eine positive Wirkung auf die Androgene Alopezie an.

Andioxidative Wirkung

Sulforaphan geht sogar noch strategischer als Vitamin C oder E gegen freie Radikale vor. Es aktiviert körpereigene Enzyme in der Leber, die die freien Radikale neutralisieren. Freie Radikale sind reaktionsaktive SauerstoffmolekĂŒle, die fĂŒr zahlreiche Beschwerden und Krankheiten wie ImmunschwĂ€che, Verdauungsstörungen oder lebensbedrohliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen verantwortlich sind. Die Schuppenflechte gehört zu den Autoimmunkrankheiten. Sie ist eine chronisch entzĂŒndliche Erkrankung und wird ebenfalls mit Antioxidantien bekĂ€mpft.

Heliobacter pylori

Diese Bakterie siedelt sich im Magen an und kann das Magenkrebsrisiko erhöhen. Wissenschaftler wiesen nach, dass nach achtwöchiger ErnÀhrung von tÀglich 70 g frischen Brokkolisprossen die Keimlast wesentlich gesenkt wurde. Helicobacter ist oft auch Auslöser von Gastritis. In einer kleinen Studie konnte auch bei dieser Erkrankung eine Besserung nach Einnahme von Brokkolisprossen.

Krebs

Verschiedene Studien belegen die positiven Effekte von Sulforaphan bezĂŒglich Krebs. Eine Antikrebs-Wirkung zeigt sich beim verstĂ€rkten Konsum von KreuzblĂŒtengewĂ€chsen beispielsweise bei Lungenkrebs, Brustkrebs, Prostatakrebs oder Darmkrebs. Sulforaphan greift in die Zellteilung ein und zerstört bestimmte Stoffe. Die Teilung des Zellkerns wird verhindert. Beispiele und Studien gibt es hierfĂŒr bei Pankreaskarzinom, Dickdarmkrebs, Brustkrebs, LeukĂ€mie, Prostata und Blasenkrebs.

Bei Hautkrebs lĂ€uft derzeit eine Studie ĂŒber die Wirksamkeit von Brokkolisprossen zur Hautkrebsvorbeugung mit Suforaphan-Kapseln aus Brokkolisprossen-Extrakt.

Muskelaufbau

Eine Studie untersuchte an Satellitenzellen durch die Gabe von Sulforaphan verschiedener Dosierungen die Wirksamkeit. Sulforaphan erhöhte die VitalitÀt der Zellen und verringerte die Produktion von Myostatin, das den Muskelaufbau hemmt.

Weitere Studien sind aktiv bezĂŒglich Sulforaphan und Schizophrenie, Hautalterung, UV-Strahlung, Wechselwirkungen von Medikamenten und Mukoviszidose.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Brokkoliextrakt auftreten?

Wie bei vielen anderen Kohlsorten auch muss evtl. mit BlĂ€hungen gerechnet werden. Wissenschaftlichen Studien zufolge wurden bei Krebspatienten mit einer Tagesdosis von 90 mg keine offensichtlichen Nebenwirkungen nachgewiesen. Sulforaphan ist antioxidativ, beeinflusst aber nachweislich eine Chemotherapie nicht negativ. Die Studien fĂŒr Senföl jedoch verweisen auf das Gegenteil. Es bedarf weiterer Untersuchungen fĂŒr konkrete Aussagen diesbezĂŒglich.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Brokkoliextrakt, bis sich erste Erfolge einstellen?

Über die Anwendungsdauer ist keine nennenswerte Information verfĂŒgbar. Wie bei allen NahrungsergĂ€nzungsmittel ist die Einnahme von der normalen ErnĂ€hrung abhĂ€ngig und als ErgĂ€nzung zu sehen. Bei den geschilderten therapeutischen Medikationen abhĂ€ngig von der Art der Erkrankung ist Bokkoliextrakt als UnterstĂŒtzung laut wissenschaftlicher belegter Studien zu empfehlen.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Brokkoliextrakt ?

Brokkoli stammt ursprĂŒnglich aus Kleinasien und wurde in Italien zuerst bekannt. Er gelangte im 16. Jahrhundert nach Frankreich. In England wurde Brokkoli als italienischer Spargel bekannt. Im 18. Jahrhundert gelangte er zu Zeiten des PrĂ€sidenten Jefferson als Versuchspflanze in die USA.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Brokkoliextrakt aus?

Brokkoli ist der Ausgangsstoff von Brokkoliextrakt. Brokkoli ist mit Blumenkohl verwandt und gehört als GemĂŒsepflanze zur Familie der KreuzblĂŒtengewĂ€chse. Er besteht aus kleinen Röschen Ă€hnlich dem Blumenkohl. Die BlĂŒtenknospen sind gut ausgebildet aber noch nicht voll entwickelt. Der Kopf des Kohls weist eine tiefgrĂŒne bis blaugrĂŒne Farbe auf. Die Vegetationsperiode betrĂ€gt 14 bis 15 Wochen. Geerntet wird Brokkoli, wenn die mittlere Blume ausgebildet aber noch geschlossen ist. Die Brokkoli werden BlĂ€ttern und 10 bis 15 cm langen Stil abgeschnitten. Ein Standardbrokkoli von etwa 500 g enthalt etwa 55 mg Sulforaphan. Es sind auch spezielle gezĂŒchtete Brokkolisorten bekannt, die bis zu 200 mg Sulforaphan enthalten sollen. Senföle sind normalerweise in einer inaktiven Vorstufe in den genannten GemĂŒsesorten enthalten. Erst durch Aktivierung, das heißt, Zerschneiden, Beißen, Kauen etc. oder andere mechanischen Beeinflussung, können sie aktiviert werden. Anschließend kommt ein Enzym zum Einsatz, das aus den Rohstoffen Sulforaphan herstellt wird. Bei dem Enzym handelt es sich um Myrosinase, das die Senföle in die aktive wirksame Form verwandelt. Wenn beim Menschen die Darmflora nicht geschĂ€digt ist, ĂŒbernehmen die Darmbakterien die Arbeit und stellen Myrosinase her. Allerdings ist auch die Myrosinase sehr hitzemepfindlich und vertrĂ€gt keine Temperaturen ĂŒber 45 °C, was bei der Zubereitung dieses GemĂŒses beachtet werden sollte.

Von Brokkoli sind 3 Hauptformen bekannt:

  • Kalabrischer Brokkoli,
  • Brokkolisprossen,
  • lila Blumenkohl.

Trivialnamen

Unter welchen Bezeichnungen ist Brokkoliextrakt noch bekannt?

Der lateinische Name von Brokkoli ist Brassica oleracea var. italica und wird auch Bröckelkohl, Spargelkohl, Winterblumenkohl oder Sprossenkohl genannt.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Brokkoliextrakt enthalten?

Brokkoli Sprossen beispielsweise enthalten Mineralstoffe bzw. Spurenelemente wie Kalium, Kalzium, Phosphor, Zink und Eisen. Hinzu kommen die Vitamine B1, B2, B6, E und AscorbinsÀure und Carotin. Sulforaphan ist in Form von Glucoraphanin in der Brokkolipflanze enthalten. Allein eine Tasse roher Brokkoli von 91 Gramm enthÀlt:

  • Kohlenhydrate: 6 g,
  • Protein: 2,6 g,
  • Fett: 0,3 g,
  • Ballaststoffe: 2,4 g,
  • Vitamin C: 135 % der RDA,
  • Vitamin A: 11 % der RDA,
  • Vitamin K: 116 % der RDA,
  • FolsĂ€ure: 14 % der RDA,
  • Kalium: 8 % der RDA,
  • Phosphor: 6 % der RDA,
  • Selen: 3 % des RDA.
 

Die verschiedenen Zubereitungsmethoden verÀndern allerdings die NÀhrstoffzusammensetzung und vermindert besonders Vitamin C. Das DÀmpfen empfiehlt sich als die schonendste Methode mit den geringsten Auswirkungen.

FĂŒr Kapseln gelten beispielsweise folgende Inhaltsstoffe:

2 Kapseln enthalten:

  • 250 mg Brassica oleracea italica Extrakt standardisiert auf 10 % Glucoraphanin,
  • 150 mg Brassica oleracea italica pullulant, standardisiert auf 1,6 % Glucorphanin und 0,6 % Sulforaphan,
  • 100 mg Brassica oleracea italika 100 mg Herba Extrakt (Senf), Extrakt mit 4,5 % Glucosinoates und 0,3 % Sulforaphan.
 

Zusatzstoffe:

  • mikrokristalline Cellulose,
  • Trennmittel.
 

Zutaten:

  • Brokkolisamen, Brokkolisprossen, Brokkoli als ganze Pflanze,
  • FĂŒllstoff als mikrokristalline Cellulose,
  • KapselhĂŒlle als Cellulose,
  • Trennmittel.

Ähnliche Superfoods

Gibt es Àhnliche Superfoods, die wirken wie Brokkoliextrakt?

Der Wirkstoff Sulforaphan ist nicht nur in Brokkoli, sondern auch in Rosenkohl und Blumenkohl reichlich vorhanden. Sulforaphan wird aus Glucoarphanin hergestellt, der nicht nur in Brokkoli, sondern auch in Blumenkohl, Kresse, Radieschen und Rucola vorkommt. Sulforaphan ist als sekundĂ€rer Pflanzenstoff in KreuzblĂŒtlern e nthalten. Zu den KreuzblĂŒtengewĂ€chsen gehören u. a.:

  • Kohlsorten wie Brokkoli, Blumenkohl, Rosenkohl, Weißkohl, Chinakohl,

    Kohlrabi und nach Weiterverarbeitung Sauerkraut,

  • Kresse, Kapuzinerkresse, Brunnenkresse,
  • Rettich, Meerrettich, Radieschen, Wasabi,
  • Ruccola,
  • Raps, Senf,
  • SteckrĂŒben, WeißrĂŒben.
 

Da Brokkoli eine natĂŒrliche antibiotische Wirkung nachgesagt wird, gilt das ebenso fĂŒr Kamille, Kapuzinerkresse, Salbei, Knoblauch oder Thymian und deren Produkte als NahrungsergĂ€nzungsmittel.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Brokkoliextrakt am Markt zu kaufen?

Man findet Brokkoliextrakt in Form von Kapseln, Tabletten und Pulver in unterschiedlichen Dosierungen auf dem Markt.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Brokkoliextrakt als NEM?

FĂŒr Brokkoli gilt als Empfehlung zu prĂ€ventiven Zwecken die Einnahme von 5 bis 15 mg Sulforaphan tĂ€glich. Therapeutisch kann eine Erhöhung auf 30 mg erforderlich sein. Nach Studien am UniversitĂ€tsklinikum Heidelberg wurden Krebspatienten 90 mg Sulforaphan verabreicht. In einem 750 mg Brokkoli sind etwa die tĂ€gliche Mindestmenge von 30 mg enthalten. Der Brokkoli muss möglichst vom Bioanbau stammen und frisch, fest und dunkelgrĂŒn ausschauen. Bereits aufgeblĂŒhter ĂŒberlagerter Brokkoli enthĂ€lt nur noch geringe Mengen an Sulforaphan. Die Zubereitung sollte schonend mit Meersalz, Kurkuma mit Olivenöl, Leinöl oder Hanföl erfolgen oder im Salat mit Blattsalat, KrĂ€utern, GemĂŒse, Avocado und Sonnenblumen- oder KĂŒrbiskernen serviert werden. Das ergibt eine sĂ€ttigende vitalstoff- und sulforaphanreiche Low-Carb-Mahlzeit. Als NEM fĂŒr diejenigen, die nicht gern Brokkoli essen, gibt es PrĂ€parate aus natĂŒrlichen Brokkolisprossen zum Beispiel in Pulverform. Hier reichen fĂŒr 55 mg Sulforaphan bereits 3 g tĂ€glich. Ein höheres Kapselprodukt liefert eine Tagesdosis von 100 mg Sulforaphan. Auf dem Markt sind die unterschiedlichsten Produkte erhĂ€ltlich, wo je nach Inhaltsangaben die tĂ€gliche Verzehrmenge eingehalten werden kann. GrĂ¶ĂŸtenteils verteilen sich die Einnahmen auf 1 bis 2 Kapseln tĂ€glich wĂ€hrend oder vor den Mahlzeiten.

Gibt es beim Kauf von Brokkoliextrakt etwas zu beachten?

Brokkoliextrakt kann in ReformhĂ€usern, BiolĂ€den und im Internet erworben werden. Es sollte darauf geachtet werden, dass das NEM aus schonender Herstellung stammt und frei ist von Zusatzstoffen und Konservierungsmitteln. Empfehlenswert ist auch ein Brokkoliextrakt, das neben dem Sulforaphan auch das Aktiv-Enzym Myrosinase enthĂ€lt, sodass der Darm nicht erst die Herstellung vornehmen muss. Sinnvoll ist auch Quercetin als Schutzstoff. Zu beachten ist, dass die Herstellung möglichst unter 40 °C stattfinden und die Einnahme nicht mit zu heißer FlĂŒssigkeit erfolgen sollte.

Unsere Produkt-Empfehlung fĂŒr Brokkoliextrakt
Sabrina Laidner
  • Expertin fĂŒr Ayurveda empfiehlt

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Quellen zu diesem Beitrag
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