Die Einnahme von Nahrungseränzung ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

Superfood

Brokkoliextrakt

Autor

Sabrina Laidner
Expertin für Ayurveda
Brokkoliextrakt

enthaltene
Wirkstoffe

zu behandelnde
Symptome

30

recherchierte
Studien

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Wirkstoffe

behandelnde
Symptome

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30

recherchierte
Studien

Was ist Brokkoliextrakt?

Der Begriff Extrakt kommt aus dem Lateinischen „extrahere“ und bedeutet herausziehen oder entnehmen. Ein Extrakt entsteht durch ein Trennverfahren mithilfe eines festen, flüssigen oder gasförmigen Extraktionsmittels, wobei bestimmte Komponenten aus einem festen, flüssigen oder gasförmigen Stoff, dem Extraktionsgut, herausgezogen werden. In diesem Fall ist das Extraktionsgut das Gemüse Brokkoli. Der herausgelöste Stoff wird als Extrakt oder Auszug, Aufguss, Infus oder Tee bezeichnet. Man unterscheidet Extraktformen wie

  • Fluidextrakte,
  • Tinkturen,
  • zähflüssige (Spissum) Extrakte,
  • Trockenextrakte.

Pflanzliche Arzneimittel beinhalten Pflanzen, Pflanzenteile oder besondere Zubereitungsformen daraus, die mit prophylaktischen oder therapeutischen Indikationen versehen sind. Alle pflanzlichen Arzneimittel mit medizinischer Indikation müssen eine amtliche Zulassung besitzen.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Brokkoliextrakt einnehmen?

Brokkoliextrakt kann bei vielen medizinischen Indikationen hilfreich sein. Man spricht Brokkoli, bzw. dessen Inhaltsstoff Sulforaphan positive Wirkung in der Krebstherapie, bei Arthritis oder Atemwegserkrankungen zu.

Brokkoliextrakt ist nicht nur indikativ einzunehmen, sondern auch präventiv. Brokkoli produziert Senföle, die Sulforaphane. Man kann sich mit dem Extrakt an Tagen versorgen, wo kein Brokkoli oder dessen Sprossen verfügbar sind.

Viele wissenschaftliche Studien zeigen die Vorteile von Brokkoli für die menschliche Gesundheit auf. Allerdings sind die Forschungen auf diesem Gebiet noch nicht voll ausgereift, was weitere Untersuchungen erforderlich macht.

Brokkoli enthält potente Antioxidantien

Antioxidantien sind Moleküle, die durch freie Radikale hervorgerufene Zellschäden neutralisieren oder hemmen. Dadurch werden Entzündungen reduziert und der allgemeine Gesundheitsschutz verbessert.

Das starke Oxidans Sulforaphan reduziert Blutzucker, den Cholesterinspiegel, den oxidativen Stress und verhindert die Entwicklung chronischer Erkrankungen. Es sind auch messbare Mengen der Antioxidantien Lutein und Zeaxanthin nachweisbar, die Zellschäden an den Augen vorbeugen können.

Brokkoli enthält bioaktive Verbindungen

Diese bioaktiven Verbindungen reduzieren nachweislich Entzündungen im Körpergewebe. Kaempferol, ein Flavonoid, zeigt in Studien eine starke entzündungshemmende Wirkung.

Brokkoli kann vor bestimmten Krebsarten schützen

Der Verzehr von Kreuzblütlergemüse wie Brokkoli etc. kann vor bestimmten Krebsarten schützen wie beispielsweise Brustkrebs, Prostatakrebs, Magenkrebs, Darmkrebs, Nierenkrebs oder Blasenkrebs.

Brokkoli kann die Herzgesundheit unterstützen

Als Hauptrisikofaktoren für Herzerkrankungen gelten erhöhte LDL-Cholesterin- und Triglyceridwerte. Laut Studie verbesserten sich diese negativen Werte bei Patienten nach einer Behandlung mit pulverförmigen Brokkolikeimersatz. Die guten HDL-Cholesterinwerte jedoch wurde erhöht.

Es wird angenommen, dass spezifischen Antioxidantien die Gefahr eines Herzinfarktes vermindern können. Eine zusätzliche Aufnahme ballaststoffreicher Nahrung wie Brokkoli vermindert das Risiko eines Infarktes.

Antioxidantien und Ballaststoffe unterstützen die Blutzuckerkontrolle

Das ist besonders für Menschen mit Diabetes wichtig. Nach einer Humanstudie führte der tägliche Verzehr von Brokkolisprossen über einen Monat zu einer verminderten Insulinresistenz von Typ-2-Diabetikern. Brokkoli kann den Blutzuckerspiegel kontrollieren und senken.

Brokkoli fördert die gesunde Verdauung

Brokkoli besitzt einen hohen Gehalt an Ballaststoffen und Antioxidantien, die die Verdauung unterstützen und für eine gesunde Darmfunktion sorgen. Das Vorhandensein gesunder Darmbakterien ist wichtig für die Verdauungsgesundheit. Eine Humanstudie erwies leichteren Stuhlgang bei Menschen, die Brokkoli aßen, als bei anderen Personen der Kontrollgruppe.

Brokkoli kann den mentalen Rückgang verlangsamen und fördert die Gehirnfunktion

Das ergab eine Studie an 960 älteren Personen, die täglich pro Tag eine Portion dunkelgrünes Gemüse wie Brokkoli zu sich nahmen. Die Häufigkeit von Hirnverletzungen verringerte sich und Entzündungen des Nervengewebes nach einem Schlaganfall reduzierten sich. Allerdings beschränken sich hier die Forschungsergebnisse zunächst nur auf Tierversuche.

Brokkoli kann den Alterungsprozess verlangsamen

Der Alterungsprozess wird auf reduzierte Stoffwechselfunktionen und auf den oxidativen Stress zurückgeführt. Die Ernährungsqualität übt dabei eine wichtige Funktion aus. Sie entscheidet mit über genetische Veranlagung und die Entwicklung altersbedingter Krankheiten. Dank Sulforaphan wird die Erhöhung der Expression von Antioxidansgenen verlangsamt.

Der Vitamin C-Gehalt von Brokkoli sorgt für ein gesundes Immunsystem

Vitamin C ist der wichtigste Nährstoff für die Immunfunktion. Die tägliche Zufuhr von 100-200 mg Vitamin C verhindert wirkungsvoll bestimmte Infektionen. Eine Portion von 78 g, etwa eine halbe Tasse, Brokkoli sorgt bereits für 84 % der FEI. ( Forschungkreis der Ernährungsindustrie)

Brokkoli unterstützt die Zahn- und Mundgesundheit

Brokkoli gilt als gute Quelle für Vitamin C und Kalzium. Kaempferol spielt dazu eine Rolle bei der Prävention von Parodontitis. Das Sulforaphan ergab laut Untersuchungen eine Verringerung des Risikos für Mundkrebs. Einige Behauptungen gehen dahin, dass roher Brokkoli Plaque manuell entfernt und die Zähne aufhellt.

Brokkoli kann gesunde Gelenke und Knochen fördern

Brokkoli ist eine Quelle für Vitamin K und Kalzium, die für den Erhalt von gesunden starken Knochen wichtig sind. Dasselbe gilt für Phosphor, Zink, Vitamin A und Vitamin C. Einer Reagenzglasstudie zufolge kann das Sulforaphan auch Arthrose vorbeugen helfen.

Brokkoli unterstützt mit seinem Nährstoffgehalt eine gesunde Schwangerschaft

Brokkoli enthält Nährstoffe, die besonders für die fetale Entwicklung von Bedeutung sind. Dazu gehören vor allem B-Vitamine wie B9 als Folsäure. Folsäure sorgt für die gesunde Entwicklung des fetalen Gehirns und des Rückenmarks.

Brokkoli kann die Haut vor Sonnenschäden schützen

Die bioaktiven Verbindungen im Brokkoli schützen vor zu viel UV-Strahlung. Kleinere Humanstudien zeigten eine bedeutende Schutzwirkung des Brokkoliextraktes gegen Krebsentstehung und Hautschäden nach Sonneneinstrahlung.  

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Brokkoliextrakt?

Die entzündungshemmende und keimhemmende Wirkung von Sulforaphane ist mit einem Antibiotika vergleichbar. Senföle können laut Studien 13 Bakterienstämme hemmen sowie Viren und Pilze. Eine Studie der Uni Freiburg zeigt, dass Senföle gegen den Staphylococcus aureus aktiv vorgehen. Dieser MRSA ist gegen die meisten Antibiotika resistent. Wissenschaftlich erwiesen ist der Einsatz von Brokkoli-Sulforaphanen gegen den Helicobacter pylori. Sulforaphane vervierfachen die Wirkung zweier Enzyme, die vor Entzündungen und oxidativen Schäden bewahren. Eine US-Studie zeigt den Erfolg bereits nach einer Woche Behandlung, wo bei einem Drittel der behandelten Patienten die Keime vollständig eliminiert wurden. Eine andere Studie zeigte deutlich die Herabsetzung der Keimlast. Nach Absetzung der Brokkolisprossen stieg die Keimlast wieder auf das Ursprungsniveau an. Hier ist es ratsam, über eine längere Zeit eine hohe Tagesdosis von 200 mg anzuwenden.

Sulforaphan wird in den folgenden Gebieten eingesetzt oder ist bzw. war Gegenstand von Forschungsarbeiten:

  • Asthma und Heuschnupfen,
  • Alzheimer,
  • Arthrose,
  • Autismus,
  • Darmschutz und Morbus Crohn,
  • Diabetes 2,
  • Übergewicht,
  • Immunsystem,
  • Alterungsprozesse,
  • Haarausfall, Haarwachstum,
  • anitoxidative Wirkung,
  • Helicobacter pylori,
  • Krebs,
  • Hautkrebs,
  • Muskelaufbau,
  • weitere Studien etc.

Asthma und Heuschnupfen

Brokkoli fördert biologisch die antioxidante Reaktion beim Menschen. Testpersonen bildeten nach Verzehr dreimal mehr antioxydante Enzyme in der Nase. Brokkoli unterstützt die Bildung von Enzymen, die die Atemwege vor Entzündungen schützen z. B. Nasenschleimhaut, Asthma oder COPD.

Alzheimer

Es existieren Studien bezüglich der Wirkung von Sulforaphanen auf bestimmte Rezeptoren zum Schutz vor Alzheimer.

Arthrose

Sulforaphan blockiert laut wissenschaftlicher Studie die Enzyme, die für Zerstörung von Gewebe verantwortlich sind. Die Zerstörung des Knorpels wird verlangsamt und Entzündungen werden gehemmt. Sulforaphan schützt vor der mit Arthritis einhergehenden Zerstörung des Knorpels.

Autismus

Laut Theorie sind eine mangelnde Versorgung mit Energie und ein starker oxidativer Stress für autistische Störungen verantwortlich. Eine

wissenschaftliche Studie bestätigte eine Verbesserung bzgl. Autismus.

Darmschutz und Morbus Crohn

Sulforaphan schützt gemäß wissenschaftlicher Studie die Darmschleimhaut vor chronischen Entzündungen. Es regt die Darmzellen zur Bildung von Polypeptid HBD-2 an, das antimikrobielle Eigenschaften besitzt und in den Wänden des Magen-Darm-Traktes angesiedelt ist.

In Verbindung mit Morbus Crohn ist HBD-2 wenig ausgebildet. Sulforaphan wirkt auch gegen ein breites Spektrum von Candida und anderen Krankheitserregern. Auch auf eine Colitis ulcerosa wirkt sich Sulforaphan günstig aus, indem es hilft, der Ausbildung des Leaky Gut Syndroms als Ursache chronischer Entzündungen vorzubeugen.

Diabetes 2

Sulforaphan hemmt die Bildung von Glukose in der Leber. Brokkoli-Sprossen-Extrakt senkt nachweislich den Blutzucker übergewichtiger Typ-2 Diabetiker, wo allein Metformin den Blutzucker nicht senken konnte.

Übergewicht

Als hilfreiches Potenzial erweis sich Sulforaphan laut einer wissenschaftlichen Studien bei Adipositas und Insulinresistenz durch Veränderung des Fettgewebes aus. Es handelte sich um eine tierische Versuchsuntersuchung.

Immunsystem

Sulforaphan hat sich laut Studie als wirksam gegen freie Radikale erwiesen. Der Wirkstoff aktiviert anitoxidative Enzyme und Gene, was zur Umkehr negativer Auswirkungen durch freie Radikale führt. Sulforaphan kann die Aktivität der natürlichen Killerzellen erheblich steigern und unterstützt die Bildung von Antikörpern.

Alterungsprozesse

Laut einer Studie könnte der Einsatz von Sulforaphan gegen Alterung möglich sein.

Haarausfall, Haarwachstum

Die Empfindlichkeit der Haarwurzeln gegen das Hormon Dihydrotestosteron nimmt mit zunehmenden Alter zu. DHT schädigt die Haarfollikel und verkürzen die Wachstumsphase. Eine Behandlung mit Sulforaphan erhöht das 3a-Hydroxasteroid dehydrogenase in der Leber, wodurch DHT im Blut schneller abgebaut wird. Aus Tierversuchen nahm man eine positive Wirkung auf die Androgene Alopezie an.

Andioxidative Wirkung

Sulforaphan geht sogar noch strategischer als Vitamin C oder E gegen freie Radikale vor. Es aktiviert körpereigene Enzyme in der Leber, die die freien Radikale neutralisieren. Freie Radikale sind reaktionsaktive Sauerstoffmoleküle, die für zahlreiche Beschwerden und Krankheiten wie Immunschwäche, Verdauungsstörungen oder lebensbedrohliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen verantwortlich sind.

Die Schuppenflechte gehört zu den Autoimmunkrankheiten. Sie ist eine chronisch entzündliche Erkrankung und wird ebenfalls mit Antioxidantien bekämpft.

Heliobacter pylori

Diese Bakterie siedelt sich im Magen an und kann das Magenkrebsrisiko erhöhen. Wissenschaftler wiesen nach, dass nach achtwöchiger Ernährung von täglich 70 g frischen Brokkolisprossen die Keimlast wesentlich gesenkt wurde. Helicobacter ist oft auch Auslöser von Gastritis. In einer kleinen Studie konnte auch bei dieser Erkrankung eine Besserung nach Einnahme von Brokkolisprossen.

Krebs

Verschiedene Studien belegen die positiven Effekte von Sulforaphan bezüglich Krebs. Eine Antikrebs-Wirkung zeigt sich beim verstärkten Konsum von Kreuzblütengewächsen beispielsweise bei Lungenkrebs, Brustkrebs, Prostatakrebs oder Darmkrebs.

Sulforaphan greift in die Zellteilung ein und zerstört bestimmte Stoffe. Die Teilung des Zellkerns wird verhindert. Beispiele und Studien gibt es hierfür bei Pankreaskarzinom, Dickdarmkrebs, Brustkrebs, Leukämie, Prostata und Blasenkrebs.

Bei Hautkrebs läuft derzeit eine Studie über die Wirksamkeit von Brokkolisprossen zur Hautkrebsvorbeugung mit Suforaphan-Kapseln aus Brokkolisprossen-Extrakt.

Muskelaufbau

Eine Studie untersuchte an Satellitenzellen durch die Gabe von Sulforaphan verschiedener Dosierungen die Wirksamkeit. Sulforaphan erhöhte die Vitalität der Zellen und verringerte die Produktion von Myostatin, das den Muskelaufbau hemmt.

Weitere Studien sind aktiv bezüglich Sulforaphan und Schizophrenie, Hautalterung, UV-Strahlung, Wechselwirkungen von Medikamenten und Mukoviszidose.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Brokkoliextrakt auftreten?

Wie bei vielen anderen Kohlsorten auch muss evtl. mit Blähungen gerechnet werden. Wissenschaftlichen Studien zufolge wurden bei Krebspatienten mit einer Tagesdosis von 90 mg keine offensichtlichen Nebenwirkungen nachgewiesen.

Sulforaphan ist antioxidativ, beeinflusst aber nachweislich eine Chemotherapie nicht negativ. Die Studien für Senföl jedoch verweisen auf das Gegenteil. Es bedarf weiterer Untersuchungen für konkrete Aussagen diesbezüglich.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Brokkoliextrakt, bis sich erste Erfolge einstellen?

Über die Anwendungsdauer ist keine nennenswerte Information verfügbar. Wie bei allen Nahrungsergänzungsmittel ist die Einnahme von der normalen Ernährung abhängig und als Ergänzung zu sehen. Bei den geschilderten therapeutischen Medikationen abhängig von der Art der Erkrankung ist Bokkoliextrakt als Unterstützung laut wissenschaftlicher belegter Studien zu empfehlen.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Brokkoliextrakt?

Brokkoli stammt ursprünglich aus Kleinasien und wurde in Italien zuerst bekannt. Er gelangte im 16. Jahrhundert nach Frankreich. In England wurde Brokkoli als italienischer Spargel bekannt. Im 18. Jahrhundert gelangte er zu Zeiten des Präsidenten Jefferson als Versuchspflanze in die USA.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Brokkoliextrakt aus?

Brokkoli ist der Ausgangsstoff von Brokkoliextrakt. Brokkoli ist mit Blumenkohl verwandt und gehört als Gemüsepflanze zur Familie der Kreuzblütengewächse. Er besteht aus kleinen Röschen ähnlich dem Blumenkohl. Die Blütenknospen sind gut ausgebildet aber noch nicht voll entwickelt.

Der Kopf des Kohls weist eine tiefgrüne bis blaugrüne Farbe auf. Die Vegetationsperiode beträgt 14 bis 15 Wochen. Geerntet wird Brokkoli, wenn die mittlere Blume ausgebildet aber noch geschlossen ist. Die Brokkoli werden Blättern und 10 bis 15 cm langen Stil abgeschnitten. Ein Standardbrokkoli von etwa 500 g enthalt etwa 55 mg Sulforaphan.

Es sind auch spezielle gezüchtete Brokkolisorten bekannt, die bis zu 200 mg Sulforaphan enthalten sollen. Senföle sind normalerweise in einer inaktiven Vorstufe in den genannten Gemüsesorten enthalten. Erst durch Aktivierung, das heißt, Zerschneiden, Beißen, Kauen etc. oder andere mechanischen Beeinflussung, können sie aktiviert werden. Anschließend kommt ein Enzym zum Einsatz, das aus den Rohstoffen Sulforaphan herstellt wird.

Bei dem Enzym handelt es sich um Myrosinase, das die Senföle in die aktive wirksame Form verwandelt. Wenn beim Menschen die Darmflora nicht geschädigt ist, übernehmen die Darmbakterien die Arbeit und stellen Myrosinase her. Allerdings ist auch die Myrosinase sehr hitzemepfindlich und verträgt keine Temperaturen über 45 °C, was bei der Zubereitung dieses Gemüses beachtet werden sollte.

Von Brokkoli sind 3 Hauptformen bekannt:

  • Kalabrischer Brokkoli,
  • Brokkolisprossen,
  • lila Blumenkohl.

Trivialnamen

Unter welchen Bezeichnungen ist Brokkoliextrakt noch bekannt?

Der lateinische Name von Brokkoli ist Brassica oleracea var. italica und wird auch Bröckelkohl, Spargelkohl, Winterblumenkohl oder Sprossenkohl genannt.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Brokkoliextrakt enthalten?

Brokkoli Sprossen beispielsweise enthalten Mineralstoffe bzw. Spurenelemente wie Kalium, Kalzium, Phosphor, Zink und Eisen. Hinzu kommen die Vitamine B1, B2, B6, E und Ascorbinsäure und Carotin. Sulforaphan ist in Form von Glucoraphanin in der Brokkolipflanze enthalten. Allein eine Tasse roher Brokkoli von 91 Gramm enthält:

  • Kohlenhydrate: 6 g,
  • Protein: 2,6 g,
  • Fett: 0,3 g,
  • Ballaststoffe: 2,4 g,
  • Vitamin C: 135 % der RDA,
  • Vitamin A: 11 % der RDA,
  • Vitamin K: 116 % der RDA,
  • Folsäure: 14 % der RDA,
  • Kalium: 8 % der RDA,
  • Phosphor: 6 % der RDA,
  • Selen: 3 % des RDA.

Die verschiedenen Zubereitungsmethoden verändern allerdings die Nährstoffzusammensetzung und vermindert besonders Vitamin C. Das Dämpfen empfiehlt sich als die schonendste Methode mit den geringsten Auswirkungen.

Für Kapseln gelten beispielsweise folgende Inhaltsstoffe:

2 Kapseln enthalten:

  • 250 mg Brassica oleracea italica Extrakt standardisiert auf 10 % Glucoraphanin,
  • 150 mg Brassica oleracea italica pullulant, standardisiert auf 1,6 % Glucorphanin und 0,6 % Sulforaphan,
  • 100 mg Brassica oleracea italika 100 mg Herba Extrakt (Senf), Extrakt mit 4,5 % Glucosinoates und 0,3 % Sulforaphan.

Zusatzstoffe:

  • mikrokristalline Cellulose,
  • Trennmittel.

Zutaten:

  • Brokkolisamen, Brokkolisprossen, Brokkoli als ganze Pflanze,
  • Füllstoff als mikrokristalline Cellulose,
  • Kapselhülle als Cellulose,
  • Trennmittel.

Ähnliche Superfoods

Gibt es ähnliche Superfoods, die wirken wie Brokkoliextrakt?

Der Wirkstoff Sulforaphan ist nicht nur in Brokkoli, sondern auch in Rosenkohl und Blumenkohl reichlich vorhanden. Sulforaphan wird aus Glucoarphanin hergestellt, der nicht nur in Brokkoli, sondern auch in Blumenkohl, Kresse, Radieschen und Rucola vorkommt. Sulforaphan ist als sekundärer Pflanzenstoff in Kreuzblütlern e nthalten. Zu den Kreuzblütengewächsen gehören u. a.:

  • Kohlsorten wie Brokkoli, Blumenkohl, Rosenkohl, Weißkohl, Chinakohl,Kohlrabi und nach Weiterverarbeitung Sauerkraut,
  • Kresse, Kapuzinerkresse, Brunnenkresse,
  • Rettich, Meerrettich, Radieschen, Wasabi,
  • Ruccola,
  • Raps, Senf,
  • Steckrüben, Weißrüben.

Da Brokkoli eine natürliche antibiotische Wirkung nachgesagt wird, gilt das ebenso für Kamille, Kapuzinerkresse, Salbei, Knoblauch oder Thymian und deren Produkte als Nahrungsergänzungsmittel.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Brokkoliextrakt am Markt zu kaufen?

Man findet Brokkoliextrakt in Form von Kapseln, Tabletten und Pulver in unterschiedlichen Dosierungen auf dem Markt.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Brokkoliextrakt als NEM?

Für Brokkoli gilt als Empfehlung zu präventiven Zwecken die Einnahme von 5 bis 15 mg Sulforaphan täglich. Therapeutisch kann eine Erhöhung auf 30 mg erforderlich sein. Nach Studien am Universitätsklinikum Heidelberg wurden Krebspatienten 90 mg Sulforaphan verabreicht.

In einem 750 mg Brokkoli sind etwa die tägliche Mindestmenge von 30 mg enthalten. Der Brokkoli muss möglichst vom Bioanbau stammen und frisch, fest und dunkelgrün ausschauen. Bereits aufgeblühter überlagerter Brokkoli enthält nur noch geringe Mengen an Sulforaphan.

Die Zubereitung sollte schonend mit Meersalz, Kurkuma mit Olivenöl, Leinöl oder Hanföl erfolgen oder im Salat mit Blattsalat, Kräutern, Gemüse, Avocado und Sonnenblumen- oder Kürbiskernen serviert werden. Das ergibt eine sättigende vitalstoff- und sulforaphanreiche Low-Carb-Mahlzeit. Als NEM für diejenigen, die nicht gern Brokkoli essen, gibt es Präparate aus natürlichen Brokkolisprossen zum Beispiel in Pulverform. Hier reichen für 55 mg Sulforaphan bereits 3 g täglich.

Ein höheres Kapselprodukt liefert eine Tagesdosis von 100 mg Sulforaphan. Auf dem Markt sind die unterschiedlichsten Produkte erhältlich, wo je nach Inhaltsangaben die tägliche Verzehrmenge eingehalten werden kann. Größtenteils verteilen sich die Einnahmen auf 1 bis 2 Kapseln täglich während oder vor den Mahlzeiten.

Gibt es beim Kauf von Brokkoliextrakt etwas zu beachten?

Brokkoliextrakt kann in Reformhäusern, Bioläden und im Internet erworben werden. Es sollte darauf geachtet werden, dass das NEM aus schonender Herstellung stammt und frei ist von Zusatzstoffen und Konservierungsmitteln. Empfehlenswert ist auch ein Brokkoliextrakt, das neben dem Sulforaphan auch das Aktiv-Enzym Myrosinase enthält, sodass der Darm nicht erst die Herstellung vornehmen muss.

Sinnvoll ist auch Quercetin als Schutzstoff. Zu beachten ist, dass die Herstellung möglichst unter 40 °C stattfinden und die Einnahme nicht mit zu heißer Flüssigkeit erfolgen sollte.

Studien zu Brokkoliextrakt

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