Die Einnahme von Nahrungseränzung ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

Superfood

Blutweiderich

Autor

Hilde Sonntag
Expertin für Heilkräuter
Blutweiderich

enthaltene
Wirkstoffe

zu behandelnde
Symptome

16

recherchierte
Studien

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behandelnde
Symptome

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16

recherchierte
Studien

Was ist Blutweiderich?

Der Blutweiderich, mit wissenschaftlichem Name Lythrum salicaria, gehört zur Familie der Weiderichgewächse (Lathoraceae). Er ist eine langlebige krautige Pflanze, die bis zu zwei Meter erreichen kann. Er wächst in feuchten Gebieten, oft am Rand von Weihern. Sehr auffällig sind seine roten Blüten, die in den Monaten Juni bis September in Form von Ähren erscheinen.

Schon vor langer Zeit wurde der Blutweiderich in der Naturheilkunde verwendet, ist heute aber so gut wie unbekannt. Plinius setzte die Pflanze gegen Hautkrankheiten ein, während der Heiler, Dioskurides , ihn als Heilmittel gegen Ruhr empfahl. Seine roten Blüten wurden auch als blutstillendes Mittel verwendet. Den roten Blüten verdankt er auch seinen Namen. Seit dem 16. Jahrhundert ist er bei uns als Heilpflanze bekannt. Er wird frisch und getrocknet angewendet und besitzt aufgrund seines hohen Gerbstoffgehaltes adstringierende und blutstillende Eigenschaften. Er ist ein gutes Mittel gegen Durchfall und Magen- und Darmentzündungen. Die jungen Sprossen und das Mark der Stängel können gekocht als Gemüse verzehrt werden. Aus den Blättern wird Tee gemacht. Die roten Blüten der Pflanze dienten als Farbe für Lebensmittel. Außerdem wurde die Pflanze zum Gerben von Leder und zur Haltbarmachung von Holz verwendet.

Die Pflanze ist für Schwebfliegen, Bienen und Schmetterlinge ein wichtiger Nektarspender. Sie dient auch als wichtige Futterpflanze für die Raupen der Nachtpfauenaugen.

Jede Pflanze kann bis zu drei Millionen Samen produzieren. Diese werden durch Wind und Wasser weiter ausgebreitet. Die Samen besitzen Schleimhaare, mit denen sie sich an Wasservögeln festsetzen, die sie ebenfalls ausbreiten. Sie keimen im nächsten Frühjahr auf nahezu allen ausreichend feuchten Böden.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Blutweiderich einnehmen?

Blutweiderich wurde in der Volksmedizin bei Durchfall, Blutfluss und Ruhr eingesetzt. Die Pflanze besitzt dank der in ihr enthaltenen Gerbstoffe stark adstringierende, bakterizide, blutstillende und harntreibende Eigenschaften.

In einer Studie zur Ernährung der Landbevölkerung des Mittelmeerraumes wurde festgestellt, dass die Pflanze eine schützende Wirkung gegen Typ 2 Diabetes hat.

Bis ins 19. Jahrhundert wurde die Pflanze gegen Cholera eingesetzt. Heute findet sie als Heilpflanze kaum noch Verwendung. Das getrocknete Pulver aus den Blättern der Pflanze soll bei Nasenbluten und die zerkauten Stängel bei akutem Zahnfleischbluten Abhilfe schaffen. Ein Tee lindert Halsschmerzen. Ein Sitzbad mit der Heilpflanze kann schmerzende Hämorrhoiden lindern. Da er eine ziemlich milde Heilpflanze ist, wird er auch gegen Durchfall eingesetzt.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Blutweiderich?

Dem Blutweiderich wird nachgesagt, dass er eine zusammenziehende (adstringierende), antibakterielle, blutstillende und Blutzuckersenkende Wirkung haben soll. Er kann bei folgenden Beschwerden Anwendung finden:

  • Ausschläge
  • Blutungen nach der Geburt
  • Diabetes (unterstützend)
  • Durchfall
  • Ekzeme
  • Halsschmerzen
  • Hauterkrankungen
  • Husten
  • leichten inneren Blutungen
  • Jucken
  • Nasenbluten
  • Scheidenentzündungen
  • Scheidenjucken
  • starken Menstruationsblutungen
  • Verdauungsschwäche
  • Weißfluss
  • Wunden
  • Zahnfleischbluten

Vom Blutweiderich werden die Blüten und die Blätter benutzt. Man kann aus ihnen Tees oder Tinkturen herstellen.

Für Tee verwendet man einen Teelöffel Blüten und übergießt sie mit kochendem Wasser. Der Tee sollte 15 Minuten lang ziehen und dann ab geseiht werden.

Für eine Tinktur nimmt man 50 Gramm getrocknetes und zerkleinertes Kraut und übergießt es mit 250 ml Kornschnaps. Diese Mischung lässt man zwei Wochen lang, vorzugsweise an einer warmen Stelle, ziehen, wobei man sie täglich schüttelt. Danach wird die Mischung gefiltert. Der Rückstand wird mit eben so viel abgekochtem, ausgekühltem Wasser aufgegossen, ebenfalls gefiltert. Das Kraut wird ausgepresst und das Ausgepresste wird mit dem Wasser und dem Alkoholauszug gemischt.

Hinweis: Da die Wirksamkeit der Pflanze bisher nicht ausreichend erforscht ist, sollten Sie sich auf keinen Fall auf die beschriebenen Wirkungen verlassen, sondern bei gesundheitlichen Beschwerden immer einen Arzt aufsuchen.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Blutweiderich auftreten?

Der Blutweiderich ist nicht ausreichend erforscht, um über seine Unbedenklichkeit und Wirksamkeit eindeutige Aussagen zu machen. Es sind allerdings bisher keine Nebenwirkungen bekannt.

Mögliche Heilwirkungen dieser Pflanze sollten nicht als Handlungsempfehlungen angesehen werden. Auf jeden Fall sollte immer mit einem Arzt Rücksprache gehalten werden.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Blutweiderich, bis sich erste Erfolge einstellen?

Da beim Blutweiderich keine Nebenwirkungen bekannt sind, kann er bei Bedarf bedenkenlos als Tee oder als Tinktur eingesetzt werden. Beides sollte so lange eingesetzt werden, bis die Beschwerden behoben sind. Wenn auf die Blutzuckersenkende Wirkung der Pflanze Wert gelegt wird, sollte der Tee über einen längeren Zeitraum und bei Bedarf dauerhaft getrunken werden.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Blutweiderich?

Blutweiderich findet man an Uferböschungen, Gräben und Sümpfen bis zu Höhenlagen von 1400 Metern. Er ist überall in Europa und Asien heimisch. Im 19. Jahrhundert wurde er als Neophyt in Nordamerika eingeführt. Dort breitete er sich sehr stark aus. Er hat aber nachweislich keine einheimischen Pflanzenarten verdrängt.

Die Pflanze kann in der Natur gesammelt werden. Sie lässt sich aber auch gut im Garten anpflanzen, solange für ausreichend Feuchtigkeit gesorgt ist.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Blutweiderich aus?

Er ist eine langlebige krautige Pflanze, die bis zu zwei Metern hoch und bis zu 1,5 Meter breit werden kann. Aus ihrem Rhizom wachsen bis zu 50 aufrechte, teilweise verzweigte vier oder mehr kantige Stängel heraus. Die Blätter des Blutweiderichs sitzen entweder zu dritt, zu zweit gegenständig oder wechselständig an den Stängeln. Sie sind länglich oval geformt und sind unten abgerundet. Die Blätter sind leicht behaart und auf der unteren Seite sind die Nerven deutlich sichtbar. Die Blütezeit reicht von Juni bis September. Bis zu hundert und mehr Blüten sind ährenförmig angeordnet und sind purpurrot. Aus den Blüten entwickeln sich Kapselfrüchte, die bei Reife aufspringen.

Trivialnamen

Unter welchen Bezeichnungen ist Blutweiderich noch bekannt?

Der Blutweiderich, mit wissenschaftlichem Namen Lythrum salicaria, ist auch bekannt unter den Namen Ähren-Weiderich, Blutkraut, Brauner Weiderich, Gemeiner Weiderich, Partike, Rosen-Weiderich, Roter Weiderich und Stolzer Heinrich.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Blutweiderich enthalten?

Der Blutweiderich enthält Pectine, Harze und ätherische Öle, außerdem Gerbstoffe, die Flavone Vitexin und Salicarin, Provitamin A, Kalzium und Eisen.

Die Gerbstoffe wirken adstringierend und bakterizid. Sie treiben den Harn und stillen den Blutfluss. Die Pflanze wurde gegen Durchfall, innere Blutungen, äußere Wunden und gegen übermäßige Blutungen während der Periode eingesetzt.

Die Pflanze hilft bei Darminfektionen und Magenverstimmungen durch ihre antibakteriellen Wirkstoffe. Außerdem wird sie als Hausmittel gegen Halsschmerzen eingesetzt.

Ein Absud aus der Pflanze sollte gegen Scheideninfektionen, Hauterkrankungen und Wunden helfen. Dazu wurde ein aus Blüten und Blätter gekochter Tee oder ein heißes Bad mit etwa einer Handvoll Blüten und Blättern auf drei Liter Wasser eingesetzt.

Ähnliche Superfoods

Gibt es ähnliche Heilkräuter, die wirken wie Blutweiderich?

Heilpflanzen/Heilkräuter, die eine ähnlich adstringierende und somit blutstillende Wirkung haben wie der Blutweiderich, sind:

  • Amaranth
  • Bertram
  • Eisenkraut
  • Feige
  • Hirtentäschl
  • Johanniskraut
  • Niedere Scheinbeere
  • Quitte
  • Ringelblume
  • Taubnessel
  • Zimt

Heilkräuter/Heilpflanzen mit einer antibakteriellen Wirkung und somit natürliche Antibiotika sind:

Heilkräuter/Heilpflanzen, die eine Blutzuckersenkende Wirkung haben, sind:

  • Schnittlauch
  • Basilikum
  • Kresse
  • Petersilie
  • Dill
  • Salbei
  • Koriander
  • Bohnenkraut
  • Majoran
  • Thymian
  • Zimt

Da es bei den Kräutern auf den Magnesiumgehalt ankommt, um den Blutzucker zu senken, dürfen die Kräuter nur frisch und nicht getrocknet verwendet werden. Außerdem dürfen die Kräuter nicht zu gründlich und lange gewaschen werden, weil sonst ein Teil des Magnesiums schon beim Waschen ausgeschwemmt wird.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Blutweiderich am Markt zu kaufen?

Die getrockneten Blätter und Blüten des Blutweiderich kann man im Handel getrocknet als Tee kaufen. Ansonsten sind keine Produkte mit Blutweiderich am Markt zu finden.

Die getrocknete Pflanze kann als Tee, Gurgelwasser, Sirup, Badezusatz, Umschläge, Waschungen, Tinktur und als Kräuterpulver verwendet werden.

In der Natur gesammelt werden kann die Pflanze von Juni bis August. Gesammelt werden die blühenden Triebe der Pflanze. Die Pflanze wird am besten nach unten hängend schonend getrocknet. Die getrockneten Pflanzen sollten trocken und staubfrei am besten in Leinenbeutel aufbewahrt werden.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Blutweiderich als NEM?

Da die Wirkung der Pflanze noch nicht ausreichend erforscht ist, kann keine Verzehrempfehlung abgegeben werden. Da jedoch auch keine Nebenwirkungen bekannt sind, kann davon ausgegangen werden, dass sie bei Bedarf ohne Bedenken eingesetzt werden kann.

Gibt es beim Kauf von Blutweiderich etwas zu beachten?

Blutweiderich ist im Handel nur als Tee erhältlich. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Blüten und Blätter für den Tee schonend getrocknet wurden. Der getrocknete Tee darf keine Spuren von Pilzen oder Schimmel aufweisen.

Da der Blutweiderich fast überall an feuchten Stellen in Wiesen oder in der Nähe von Gewässern wächst, kann er auch leicht selbst gesammelt werden. In den Monaten von April bis Mai können die jungen Triebe und Blätter als Zutat für Salate verwendet werden. Wenn man die Triebe in Spirituosen oder in süße Limonaden einlegt, geben sie den Getränken eine obstartigen Geschmack.

Im Mai gesammelte junge Blütenstängel können geschält als Koch- oder Pfannengemüse zubereitet werden. Wenn man sie salzt und kurz in Butter bräunt, sind sie eine ideale Beigabe zu Gerichten aus Kartoffeln.

Die Blütezeit der Pflanze liegt zwischen den Monaten Juni bis September blüht die Pflanze. Wenn man die Blüten aufkocht, kann man daraus Saft gewinnen, den man als natürliche Lebensmittelfarbe benutzen kann. Oft werden die essbaren Blüten eignen auch zur Dekoration von Nachtisch verwendet.

Frische, junge Blätter kann man auch in grünen Smoothis verarbeiten. Dabei darf die verwendete Menge ruhig etwas größer sein.

Blutweiderich ist auch als Staude für den Anbau im eigenen Garten erhältlich. Die Staude ist unkompliziert und braucht, wenn sie einmal angewachsen ist kaum weitere Pflege. Der Boden sollte allerdings feucht gehalten werden. Die Pflanze bevorzugt einen sonnigen Standort. Im Schatten blüht sie nicht so gut.

Die Pflanze kann außer im Winter das ganze Jahr über gepflanzt werden. Die Jungpflanzen sollten im Abstand von 50 Zentimetern gepflanzt werden. Da die Pflanze ziemlich genügsam ist, reicht es ihr im Frühjahr etwas Kompost zukommen zu lassen.

Seine Gerbstoffe und ätherischen Öle sorgen dafür, dass Schnecken und Blattläuse ihn verschonen. Auch andere Schädlinge sind kaum zu finden. Nur die Blattfleckenkrankheit, die an dunklen, schwarzen und scharf umrandeten Flecken auf den Blättern erkennbar ist, macht ihm zu schaffen. Diese Krankheit wird durch hohe Bodenfeuchtigkeit und Regen begünstigt. Wenn nur wenige Blätter befallen sind, können diese einfach entfernt werden. Bei starkem Befall sollte die Pflanze vernichtet werden.

Auf jeden Fall können Sie die Blätter und die Blüten der Pflanze bedenkenlos ernten und verwenden, wenn Sie sie im eigenen Garten angebaut haben, wenn Sie keine Insektizide oder Herbizide verwenden.

Studien zu Blutweiderich

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