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Was ist Bertram?

Bei Bertram (auch als Anacyclus pyrethrum bezeichnet) handelt es sich um eine Pflanzenart, der zur Gattung der Ringblumen gehört und gleichzeitig zur Familie der KorbblĂŒtler. Die Pflanze kommt in Mittel- und SĂŒdeuropa und in Nordafrika und teilweise auch im Kaukasus vor. Einige Gebiete sind SĂŒd-Spanien, Nord-Marokko sowie Nord-Algerien und dort wĂ€chst er auf Weisen und Waldlichtungen in einer Höhe von 400 bis 3.100 Meter. Von dem Ă€ußeren Erscheinungsbild her kann man diese Pflanze mit der Kamille vergleichen. Im Unterschied zur Kamille, handelt es sich hierbei jedoch um eine scharf schmeckende Pflanze.

Hier wachsen die Stengel zum Teil am Boden entlang und erheben sich dann danach in die Senkrechte nach oben. Die Wachstumshöhen betragen hier nur 2 bis 5 Zentimeter und die Breite kann bis zu 40 Zentimeter ausmachen. Das Aussehen der BlĂ€tter ist graugrĂŒn, rosettig und zweifach fiederschnittig. Sie sind an den Boden angedrĂŒckt und verfĂŒgen ĂŒber eine LĂ€nge von bis zu 10 Zentimeter. Bei jedem Stengel ist eine BlĂŒte mit einem gelben Körbchen und weisen ZungenblĂŒten vorhanden. Die FrĂŒchte sind stark zusammengedrĂŒckt. Die BlĂŒtezeit ist von Mai bis August.

Als Heilpflanze wird hier die Wurzel von Bertram verwendet und dann beispielsweise zu Pulver verarbeitet. Ebenfalls gibt es diese Heilpflanze auch in Form von einem normalen Tee, in Salbenform oder auch als Tinktur oder in Tabletten- oder Kapsel-Form zum Einnehmen.

Hilfreich ist diese Heilpflanze wegen seiner sÀftereinigenden sowie verdauungsfördernden Wirkung und hilft auch bei Magenproblemen, Herzleiden sowie Lungenleiden.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Bertram einnehmen?

Dieses Heilmittel steigert die Verwertung und Bekömmlichkeit von Nahrungsstoffen, die sich in den Lebensmitteln befinden. Somit steht hier ein Gesundheits- sowie Verdauungsmittel als Ausgleich bei einer FehlernĂ€hrung zur VerfĂŒgung und kann als GewĂŒrz in der KĂŒche verwendet werden.

Im Körper haben die NĂ€hrstoffe zugeordnete Zielorte, welche diese jedoch nicht immer erreichen. Der Grund liegt darin, dass eingeschrĂ€nkte Resorptionsmöglichkeiten zum Teil im Körper vorhanden sind, die eine optimale Aufnahme nicht ermöglichen. Mit Hilfe dieser Heilpflanze ist es möglich, die Resorptionsmöglichkeiten zu fördern, wenn eine regelmĂ€ĂŸige Einnahme erfolgt. Diese Substanz regt bei einer regelmĂ€ĂŸigen Einnahme die VerdauungssĂ€fte von BauspeicheldrĂŒse und Leber an. Dadurch erfolgt eine effiziente Aufnahme von Vitalstoffen durch die Darmschleim- und durch die Magenhaut.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Bertram?

In dieser Heilsubstanz ist eine grĂ¶ĂŸere Anzahl von wohltuenden Inhaltsstoffe enthalten, die vorrangig bei der Verdauung wirken. Außerdem wirken sie entzĂŒndungshemmend und die Einnahme fĂŒhrt auch zur StĂ€rkung des Immun- und Nervensystems.

Dabei ist hier Pyrethrin (Pellitorin) enthalten. Dadurch wird die Speichelfluss angeregt und die EntzĂŒndungsprozesse im Körper werden gemildert. Ebenfalls findet man Anacylin. Anacylin schĂŒtzt vor Infektionen und beeinflusst positiv den Gehirnstoffwechsel. Außerdem sind hier pflanzliche Harze enthalten, welche die GĂ€rung sowie den FĂ€ulnisprozess unterbinden und eine Wundheilung unterstĂŒtzten. Bei den enthaltenen Stoffen Inulin und Beta-Blucan handelt es sich um Ballaststoffe, durch die eine StĂ€rkung der Darmflora erfolgt. ZusĂ€tzlich wird die Verdauungsleistung im Darm gefördert und eine Senkung des Cholesterinspiegels dadurch eingeleitet.

Die hier aufgefĂŒhrten Inhaltsstoffe der Wurzel verfĂŒgen einzeln bereits ĂŒber eine starke Wirkung. Deshalb darf hier nicht ĂŒberdosiert werden. Deshalb sollte diese Substanz mit Bedacht angewandt werden und wenn Fragen vorhanden sind oder Symptome, die negativ auftreten, entstehen, sollte der Hausarzt eingeschaltet werden.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Bertram auftreten?

Es sind aktuell keine gesicherten Aussagen vorhanden, ob bei der Einnahme Nebenwirkungen auftreten. Wenn, wie bereits erwĂ€hnt, hier fortlaufende Überdosierungen eingenommen werden, können hier Hautreizungen sowie auch Hautrötungen auftreten.

Frauen in der Schwangerschaft und wÀhrend der Stillzeit sollten auf die Einnahme wÀhrend dieser Zeit verzichten. Auch ist es möglich, dass bei Personen, die stark empfindliche auf Pflanzen dieser Gattung reagieren, allergische Reaktionen auftreten können. Deshalb sollte man, wenn man zu diesem Personenkreis gehört, vor der Einnahme den Hausarzt befragen.

Was Wechselwirkungen mit der Einnahme von anderen Medikamenten anbelangt, so gibt es auch hierzu keine verlÀssliche öffentliche Informationen. Deshalb sollten die Personen, die andere Medikamente einnehmen, hier den Haus- oder Facharzt zur Vorsicht konsultieren.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Bertram, bis sich erste Erfolge einstellen?

Die Anwendungsdauer hÀngt hier von individuellen Faktoren, wie Gesundheitszustand, Alter und weiteren Punkten ab. Deshalb sollte hier ebenfalls vor einer Einnahme auch entweder mit einem Arzt oder Apotheker gesprochen werden.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Bertram ?

Bertram als Pflanze ist in Arabien, SĂŒdspanien, Marokko, Algerien sowie zum Teil im Kaukasus heimisch. In Frankreich war sie ursprĂŒnglich nicht heimisch und hat sich dort jedoch aufgrund von dem Einfluss durch Menschen etabliert. In Mitteleuropa kommt die Pflanze nur in Form von AnbaubestĂ€nden vor. Hildegard von Bingen war die Person, welche diese Pflanze als HeilgewĂ€chs zur Verwendung fĂŒr die tĂ€gliche ErnĂ€hrung empfohlen hat.

Was Deutschland anbelangt, so war der Ursprung als Heilpflanze in ThĂŒringen in Form von ZuchtbestĂ€nden entstanden. Dabei hat sich diese Zuchtpflanze rein optisch von den wild wachsenden AusfĂŒhrungen nur dadurch unterschieden, dass sie einjĂ€hrig geblĂŒht hat und eine schmalere Wurzel sowie helles Laub hatte. Deshalb wird hier auch von dem „deutscher AusfĂŒhrung“ gesprochen. Dann gibt es noch die Römische und marokkanische AusfĂŒhrung. Auch der Estragon, die Sumpf-Scharfgabe sowie der Baldrian werden zum ‘Teil dieser Pflanzenart zugeordnet.

Die Weiterverarbeitung als Heilmittel bei Bertram erfolgt hauptsÀchlich bei den Wurzelteilen.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Bertram aus?

Diese Pflanze wĂ€chst aus einer Pfahlwurzel heraus. Hier sind mehrere kleine Haarwurzeln vorhanden, bis es beim Wurzelschopf zu einer Verformung als Rosette kommt. Die KörblĂŒten richten sich auch Schritt fĂŒr Schritt auf. Die BlĂŒtezeit ist im Zeitraum von Mai bis August. Die Pflanze erreicht eine Höhe von 30 bis 40 Zentimeter. Sie wĂ€chst gerne auf sonnigen, aber auch mageren bis mĂ€ĂŸig nahrhaften Böden. Die Vermehrung erfolgt durch Aussaat. Die BlĂŒten, die an den jeweiligen StĂ€ngeln wachsen, verfĂŒgen ĂŒber gelbe Körbchen und bestehen auch aus weißen ZungenblĂŒten (hier wird auch von StrahlenblĂŒten gesprochen). Ebenso gibt es auch eine grĂ¶ĂŸere Anzahl von RöhrenblĂŒten (hier spricht man auch von ScheibenblĂŒten). Zur Weiterverarbeitung werden dann im Herbst ausschließlich die Wurzeln der Pflanzen verwendet.

Trivialnamen

Unter welchen Namen ist Bertram noch bekannt?

Bertram wird auch als Anacyclus pyrethrum bezeichnet.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Bertram enthalten?

Die natĂŒrlichen und heilenden Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze von Bertram sind Pellitorin, Pyrethrin, Gerbstoffe, Ă€therische Öle, Inulin sowie abwehrsteigernde Verbindungen aus Zucker. Die Wurzel wird hauptsĂ€chlich als Tinktur und Pulver verwendet. Ebenfalls erfolgt die Anwendung in Form von Salben, Kapseln, Tabletten und Tees. Dabei wird dafĂŒr die Wurzel erst im 2. Wachstumszyklus der Pflanze verarbeitet, wenn diese dann am Beginn der VerkĂŒmmerung angelangt ist. Wenn dann 2 Messerspitzen von dem Pulver in eine Tasse Tee gegeben werden und dieser dann getrunken wird, hilft dies auch bei Verstopfung und Rheumatismus.

Ähnliche Heilpflanzen

Gibt es Àhnliche Heilpflanzen, die wirken wie Bertram?

Eine Alternative zu Bertram ist Galgant, was die Wirkung anbelangt. Die Pflanze gehört zur Familie der IngwergewĂ€chse. Die Pflanze wĂ€chst an der ErdoberflĂ€che mit LaubblĂ€ttern und weißen BlĂŒten. Im Erdinneren bildet sich eine Sprossachse. Dieser Teil wird bis zu 1 Meter lang und 2 Zentimeter dick. Hier wird auch von Rhizomen gesprochen, die ĂŒber eine durchscheinende Haut mit dunklen Ringen verfĂŒgen. Von außen hat dies eine Ähnlichkeit mit Ingwer. Galgant kommt ursprĂŒnglich aus Thailand und China. In der heutigen Zeit wird die Pflanze in Malaysia, Indonesien und Thailand sowie Indochina angebaut. Dazu wird ein feuchtes und tropisches Klima benötigt. Die Rhizome werden nach Monaten des Wachstums dann zum Verkauf und Verbrauch ausgegraben.

Dieses Heilmittel hat aufgrund seine SchÀrfte eine wÀrmebildende Wirkung und hilft bei Magen-Darm-Beschwerden und hilft auch bei Herzschmerzen.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Bertram am Markt zu kaufen?

Bertram wird heute verstĂ€rkt ĂŒber den KrĂ€uterhandel als GewĂŒrz in Pulverform angeboten. Wenn dadurch die tĂ€gliche Verdauung unterstĂŒtzt werden soll, ist es sinnvoll bis zu 2 Messerspitzen von diesem GewĂŒrz in das Essen zu mischen. Auch kann davon 2 Messerspitzen von diesem Pulver in eine Tasse von zum Beispiel Brennessel-Tee gegeben werden. Auch das unterstĂŒtzt die Verdauung. Ebenfalls hilft das auch bei rheumatischen Erkrankungen ZusĂ€tzlich wird diese Substanz auch in Form einer Tinktur oder auch in Salbenform angeboten und ist auf dem Markt erhĂ€ltlich. Im KrĂ€uterhandel gibt es auch Teile der Wurzel am StĂŒck zu kaufen. Dabei besteht hier auch die Möglichkeit, aus Teilen der Wurzel zusammen mit Branntwein eine eigene Tinktur herzustellen. Eine solche Mischung sollte dann ungefĂ€hr 2 Wochen bei WĂ€rme gezogen werden und dann sollte die FlĂŒssigkeit abgeseiht werden. Danach kann man dann tĂ€glich 15 bis 20 Tropfen zur UnterstĂŒtzung der Verdauung zu sich nehmen. Die Pulverform gibt es auch in einer Tabletten oder Kapseln-AusfĂŒhrung.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Bertram als NEM?

Wenn Betram als Beigabe bei einer anderen Tee-Art verwendet wird, so sollten hier in der Regel jeweils pro Teezubereitung 2 Messerspitzen des Pulvers dort beigefĂŒgt werden. Wenn dann der Pulver zu Kapseln oder Tabletten verarbeitet ist, sollten hier tĂ€glich 3 Mal 3 Tabletten oder Kapseln mit viel FlĂŒssigkeit zu einer jeweiligen Mahlzeit eingenommen werden. in einer solchen Kapsel sind dann ungefĂ€hr 70 bis 75 Prozent Bertramwurzel und ungefĂ€hr 25 Prozent fĂŒr die KapselhĂŒlle. wie zum Beispiel Hydorxypropylmethylcellulose (pflanzlicher Natur, enthalten. Bei der Einnahme von 3 Kapseln sind es in der Regel ungefĂ€hr dann tĂ€glich 2.500 bis 2.700 Bertramwurzel-Teile, die man zu sich nimmt.

Gibt es beim Kauf von Bertram etwas zu beachten?

Hierbei sollte beachtet werden, dass man sich genau an die vom Hersteller vorgegebene Menge hÀlt, damit es hier nicht zu gesundheitlichen Problemen kommt. Wenn noch weitere Medikamente eingenommen werden, ist es sinnvoll, sich vor der Entscheidung zur Einnahme mit dem Hausarzt in Verbindung zu setzen und mit ihm die weitere Vorgehensweise absprechen.

Unsere Produkt-Empfehlung fĂŒr Bertram
Hilde Sonntag
  • Expertin fĂŒr HeilkrĂ€uter empfiehlt

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Quellen zu diesem Beitrag
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