Die Einnahme von Nahrungseränzung ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

Heilpflanze

Bertram

Autor

Hilde Sonntag
Expertin für Heilkräuter
Bertram

enthaltene
Wirkstoffe

zu behandelnde
Symptome

30

recherchierte
Studien

enthaltene
Wirkstoffe

behandelnde
Symptome

zu behandelnde
Symptome

30

recherchierte
Studien

Was ist Bertram?

Bei Bertram (auch als Anacyclus pyrethrum bezeichnet) handelt es sich um eine Pflanzenart, der zur Gattung der Ringblumen gehört und gleichzeitig zur Familie der Korbblütler. Die Pflanze kommt in Mittel- und Südeuropa und in Nordafrika und teilweise auch im Kaukasus vor. Einige Gebiete sind Süd-Spanien, Nord-Marokko sowie Nord-Algerien und dort wächst er auf Weisen und Waldlichtungen in einer Höhe von 400 bis 3.100 Meter. Von dem äußeren Erscheinungsbild her kann man diese Pflanze mit der Kamille vergleichen. Im Unterschied zur Kamille, handelt es sich hierbei jedoch um eine scharf schmeckende Pflanze.

Hier wachsen die Stengel zum Teil am Boden entlang und erheben sich dann danach in die Senkrechte nach oben. Die Wachstumshöhen betragen hier nur 2 bis 5 Zentimeter und die Breite kann bis zu 40 Zentimeter ausmachen. Das Aussehen der Blätter ist graugrün, rosettig und zweifach fiederschnittig. Sie sind an den Boden angedrückt und verfügen über eine Länge von bis zu 10 Zentimeter. Bei jedem Stengel ist eine Blüte mit einem gelben Körbchen und weisen Zungenblüten vorhanden. Die Früchte sind stark zusammengedrückt. Die Blütezeit ist von Mai bis August.

Als Heilpflanze wird hier die Wurzel von Bertram verwendet und dann beispielsweise zu Pulver verarbeitet. Ebenfalls gibt es diese Heilpflanze auch in Form von einem normalen Tee, in Salbenform oder auch als Tinktur oder in Tabletten- oder Kapsel-Form zum Einnehmen.

Hilfreich ist diese Heilpflanze wegen seiner säftereinigenden sowie verdauungsfördernden Wirkung und hilft auch bei Magenproblemen, Herzleiden sowie Lungenleiden.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Bertram einnehmen?

Dieses Heilmittel steigert die Verwertung und Bekömmlichkeit von Nahrungsstoffen, die sich in den Lebensmitteln befinden. Somit steht hier ein Gesundheits- sowie Verdauungsmittel als Ausgleich bei einer Fehlernährung zur Verfügung und kann als Gewürz in der Küche verwendet werden.

Im Körper haben die Nährstoffe zugeordnete Zielorte, welche diese jedoch nicht immer erreichen. Der Grund liegt darin, dass eingeschränkte Resorptionsmöglichkeiten zum Teil im Körper vorhanden sind, die eine optimale Aufnahme nicht ermöglichen. Mit Hilfe dieser Heilpflanze ist es möglich, die Resorptionsmöglichkeiten zu fördern, wenn eine regelmäßige Einnahme erfolgt. Diese Substanz regt bei einer regelmäßigen Einnahme die Verdauungssäfte von Bauspeicheldrüse und Leber an. Dadurch erfolgt eine effiziente Aufnahme von Vitalstoffen durch die Darmschleim- und durch die Magenhaut.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Bertram?

In dieser Heilsubstanz ist eine größere Anzahl von wohltuenden Inhaltsstoffe enthalten, die vorrangig bei der Verdauung wirken. Außerdem wirken sie entzündungshemmend und die Einnahme führt auch zur Stärkung des Immun- und Nervensystems.

Dabei ist hier Pyrethrin (Pellitorin) enthalten. Dadurch wird die Speichelfluss angeregt und die Entzündungsprozesse im Körper werden gemildert. Ebenfalls findet man Anacylin. Anacylin schützt vor Infektionen und beeinflusst positiv den Gehirnstoffwechsel. Außerdem sind hier pflanzliche Harze enthalten, welche die Gärung sowie den Fäulnisprozess unterbinden und eine Wundheilung unterstützten. Bei den enthaltenen Stoffen Inulin und Beta-Blucan handelt es sich um Ballaststoffe, durch die eine Stärkung der Darmflora erfolgt. Zusätzlich wird die Verdauungsleistung im Darm gefördert und eine Senkung des Cholesterinspiegels dadurch eingeleitet.

Die hier aufgeführten Inhaltsstoffe der Wurzel verfügen einzeln bereits über eine starke Wirkung. Deshalb darf hier nicht überdosiert werden. Deshalb sollte diese Substanz mit Bedacht angewandt werden und wenn Fragen vorhanden sind oder Symptome, die negativ auftreten, entstehen, sollte der Hausarzt eingeschaltet werden.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Bertram auftreten?

Es sind aktuell keine gesicherten Aussagen vorhanden, ob bei der Einnahme Nebenwirkungen auftreten. Wenn, wie bereits erwähnt, hier fortlaufende Überdosierungen eingenommen werden, können hier Hautreizungen sowie auch Hautrötungen auftreten.

Frauen in der Schwangerschaft und während der Stillzeit sollten auf die Einnahme während dieser Zeit verzichten. Auch ist es möglich, dass bei Personen, die stark empfindliche auf Pflanzen dieser Gattung reagieren, allergische Reaktionen auftreten können. Deshalb sollte man, wenn man zu diesem Personenkreis gehört, vor der Einnahme den Hausarzt befragen.

Was Wechselwirkungen mit der Einnahme von anderen Medikamenten anbelangt, so gibt es auch hierzu keine verlässliche öffentliche Informationen. Deshalb sollten die Personen, die andere Medikamente einnehmen, hier den Haus- oder Facharzt zur Vorsicht konsultieren.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Bertram, bis sich erste Erfolge einstellen?

Die Anwendungsdauer hängt hier von individuellen Faktoren, wie Gesundheitszustand, Alter und weiteren Punkten ab. Deshalb sollte hier ebenfalls vor einer Einnahme auch entweder mit einem Arzt oder Apotheker gesprochen werden.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Bertram ?

Bertram als Pflanze ist in Arabien, Südspanien, Marokko, Algerien sowie zum Teil im Kaukasus heimisch. In Frankreich war sie ursprünglich nicht heimisch und hat sich dort jedoch aufgrund von dem Einfluss durch Menschen etabliert. In Mitteleuropa kommt die Pflanze nur in Form von Anbaubeständen vor. Hildegard von Bingen war die Person, welche diese Pflanze als Heilgewächs zur Verwendung für die tägliche Ernährung empfohlen hat.

Was Deutschland anbelangt, so war der Ursprung als Heilpflanze in Thüringen in Form von Zuchtbeständen entstanden. Dabei hat sich diese Zuchtpflanze rein optisch von den wild wachsenden Ausführungen nur dadurch unterschieden, dass sie einjährig geblüht hat und eine schmalere Wurzel sowie helles Laub hatte. Deshalb wird hier auch von dem „deutscher Ausführung“ gesprochen. Dann gibt es noch die Römische und marokkanische Ausführung. Auch der Estragon, die Sumpf-Scharfgabe sowie der Baldrian werden zum ‘Teil dieser Pflanzenart zugeordnet.

Die Weiterverarbeitung als Heilmittel bei Bertram erfolgt hauptsächlich bei den Wurzelteilen.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Bertram aus?

Diese Pflanze wächst aus einer Pfahlwurzel heraus. Hier sind mehrere kleine Haarwurzeln vorhanden, bis es beim Wurzelschopf zu einer Verformung als Rosette kommt. Die Körblüten richten sich auch Schritt für Schritt auf. Die Blütezeit ist im Zeitraum von Mai bis August. Die Pflanze erreicht eine Höhe von 30 bis 40 Zentimeter. Sie wächst gerne auf sonnigen, aber auch mageren bis mäßig nahrhaften Böden. Die Vermehrung erfolgt durch Aussaat. Die Blüten, die an den jeweiligen Stängeln wachsen, verfügen über gelbe Körbchen und bestehen auch aus weißen Zungenblüten (hier wird auch von Strahlenblüten gesprochen). Ebenso gibt es auch eine größere Anzahl von Röhrenblüten (hier spricht man auch von Scheibenblüten). Zur Weiterverarbeitung werden dann im Herbst ausschließlich die Wurzeln der Pflanzen verwendet.

Trivialnamen

Unter welchen Namen ist Bertram noch bekannt?

Bertram wird auch als Anacyclus pyrethrum bezeichnet.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Bertram enthalten?

Die natürlichen und heilenden Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze von Bertram sind Pellitorin, Pyrethrin, Gerbstoffe, ätherische Öle, Inulin sowie abwehrsteigernde Verbindungen aus Zucker. Die Wurzel wird hauptsächlich als Tinktur und Pulver verwendet. Ebenfalls erfolgt die Anwendung in Form von Salben, Kapseln, Tabletten und Tees. Dabei wird dafür die Wurzel erst im 2. Wachstumszyklus der Pflanze verarbeitet, wenn diese dann am Beginn der Verkümmerung angelangt ist. Wenn dann 2 Messerspitzen von dem Pulver in eine Tasse Tee gegeben werden und dieser dann getrunken wird, hilft dies auch bei Verstopfung und Rheumatismus.

Ähnliche Heilpflanzen

Gibt es ähnliche Heilpflanzen, die wirken wie Bertram?

Eine Alternative zu Bertram ist Galgant, was die Wirkung anbelangt. Die Pflanze gehört zur Familie der Ingwergewächse. Die Pflanze wächst an der Erdoberfläche mit Laubblättern und weißen Blüten. Im Erdinneren bildet sich eine Sprossachse. Dieser Teil wird bis zu 1 Meter lang und 2 Zentimeter dick. Hier wird auch von Rhizomen gesprochen, die über eine durchscheinende Haut mit dunklen Ringen verfügen. Von außen hat dies eine Ähnlichkeit mit Ingwer. Galgant kommt ursprünglich aus Thailand und China. In der heutigen Zeit wird die Pflanze in Malaysia, Indonesien und Thailand sowie Indochina angebaut. Dazu wird ein feuchtes und tropisches Klima benötigt. Die Rhizome werden nach Monaten des Wachstums dann zum Verkauf und Verbrauch ausgegraben.

Dieses Heilmittel hat aufgrund seine Schärfte eine wärmebildende Wirkung und hilft bei Magen-Darm-Beschwerden und hilft auch bei Herzschmerzen.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Bertram am Markt zu kaufen?

Bertram wird heute verstärkt über den Kräuterhandel als Gewürz in Pulverform angeboten. Wenn dadurch die tägliche Verdauung unterstützt werden soll, ist es sinnvoll bis zu 2 Messerspitzen von diesem Gewürz in das Essen zu mischen. Auch kann davon 2 Messerspitzen von diesem Pulver in eine Tasse von zum Beispiel Brennessel-Tee gegeben werden. Auch das unterstützt die Verdauung. Ebenfalls hilft das auch bei rheumatischen Erkrankungen Zusätzlich wird diese Substanz auch in Form einer Tinktur oder auch in Salbenform angeboten und ist auf dem Markt erhältlich. Im Kräuterhandel gibt es auch Teile der Wurzel am Stück zu kaufen. Dabei besteht hier auch die Möglichkeit, aus Teilen der Wurzel zusammen mit Branntwein eine eigene Tinktur herzustellen. Eine solche Mischung sollte dann ungefähr 2 Wochen bei Wärme gezogen werden und dann sollte die Flüssigkeit abgeseiht werden. Danach kann man dann täglich 15 bis 20 Tropfen zur Unterstützung der Verdauung zu sich nehmen. Die Pulverform gibt es auch in einer Tabletten oder Kapseln-Ausführung.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Bertram als NEM?

Wenn Betram als Beigabe bei einer anderen Tee-Art verwendet wird, so sollten hier in der Regel jeweils pro Teezubereitung 2 Messerspitzen des Pulvers dort beigefügt werden. Wenn dann der Pulver zu Kapseln oder Tabletten verarbeitet ist, sollten hier täglich 3 Mal 3 Tabletten oder Kapseln mit viel Flüssigkeit zu einer jeweiligen Mahlzeit eingenommen werden. in einer solchen Kapsel sind dann ungefähr 70 bis 75 Prozent Bertramwurzel und ungefähr 25 Prozent für die Kapselhülle. wie zum Beispiel Hydorxypropylmethylcellulose (pflanzlicher Natur, enthalten. Bei der Einnahme von 3 Kapseln sind es in der Regel ungefähr dann täglich 2.500 bis 2.700 Bertramwurzel-Teile, die man zu sich nimmt.

Gibt es beim Kauf von Bertram etwas zu beachten?

Hierbei sollte beachtet werden, dass man sich genau an die vom Hersteller vorgegebene Menge hält, damit es hier nicht zu gesundheitlichen Problemen kommt. Wenn noch weitere Medikamente eingenommen werden, ist es sinnvoll, sich vor der Entscheidung zur Einnahme mit dem Hausarzt in Verbindung zu setzen und mit ihm die weitere Vorgehensweise absprechen.

Studien zu Bertram

Passende Beiträge

173 Superfoods auf über 1000 Seiten!

Kostenloses Ebook sichern

173 Superfoods auf über 1000 Seiten!

Jetzt das kostenlose Ebook sichern