Die Einnahme von NahrungserĂ€nzung ist kein Ersatz fĂŒr eine ausgewogene ErnĂ€hrung.

Heilpflanze

Amarant

Autor

Hilde Sonntag
Expertin fĂŒr HeilkrĂ€uter

enthaltene
Wirkstoffe

zu behandelnde
Symptome

recherchierte
Studien

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Symptome

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Was ist Amarant?

Amarant ist eine der am lĂ€ngsten bestehenden Nutz- und Heilpflanzen auf der Welt. Daher ist die Pflanze auch auf der ganzen Welt mit ĂŒber 70 Arten verbreitet. Sie stellt eine Art innerhalb der FuchsschwanzgewĂ€chsfamilie dar und ist unter mehreren Namen bekannt. Zum Essen wird am meisten der Samen und die BlĂ€tter des Heilkrautes genutzt.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Amarant einnehmen?

Amarant wird nicht umsonst auch als „Heilkraut“ bezeichnet. Es hat nĂ€mlich vielfĂ€ltige, gesundheitsfördernde und krankheitslindernde Wirkungen. Gerade Menschne, die an einer GlutenunvertrĂ€glicheit leiden, nehmen das getreideĂ€hnliche PflanzengewĂ€chs oft ein. Da es nicht zur Klasse des Getreides zĂ€hlt, sondern ein „Pseudogetreide“ darstellt, ist es bei Zölliakie besonders geeignet. Die BlĂ€tter der Pflanze können aber auch als normale GemĂŒsebeilage oder im Salat Verwendung finden. Durch den leicht spinatĂ€hnlichen Geschmack, verfeinern sie so manches Gericht. Auch bei einer veganen ErnĂ€hurngsweise bietet das Amaranth viele NĂ€hrstoffquellen und ist zudem noch reich an verschiedensten AminosĂ€uren, die essentiell fĂŒr den menschlichen Körper sind. Daneben liefert die Heilpflanze aber auch Magensium und Calcium, zwei Mineralstoffe, die fĂŒr die körperliche Gesundheit sorgen. Gerade in der indianischen Medizin findet das GewĂ€chs viele Anwendungsmöglichkeiten und wird bei bestimmten Heilzwecken angewendet. Dies zeigt, wie vielfĂ€ltig anwendbar das getreideĂ€hnliche GewĂ€chs ist. Daher wird im Folgenden nun genauer auf die Wirkung der Plfanze bei bestimmten Beschwerden oder Krankheiten eingegangen.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Amarant?

AminosĂ€uren, Eiweiß und sĂ€mtliche Mineral- und NĂ€hrstoffe liefert das Amarant. Zudem muss erwĂ€hnt werden, dass Amarant sich gerade fĂŒr Menschen, die eine besondere ErnĂ€hrungsweise einhalten (mĂŒssen), besonders geeignet sind. ZunĂ€chst seien daher Diabetiker geannnt. Bei dieser ErnĂ€hrungsweise muss besonders darauf geachtet werden, dass eine langsame Abgabe des Zuckers ins Blut geschehen muss. Da das Amarant reich an komplexen Kohlenhydraten und Ballaststoffen ist, bietet es sich fĂŒr Diabetiker besonders an. Aber auch eine vegane ErnĂ€hrungsweise profitiert vom Amarant aus GrĂŒnden der hohen Eiweißdichte und des Eisens, das das getreideĂ€hniche Produkt liefert.

Aber nicht nur fĂŒr Personengruppen mit spezieller ErnĂ€hrungsweise, sondern fĂŒr alle Menschen ist das Amarant geeignet, da es eine Vielzahl an esentiellen FettsĂ€uren liefert. Dazu zĂ€hlen die gesundheitsfördernden Omega 3- und Omega 6- FettsĂ€uren. Desweitern liefert das Amaranth Lecithin, das wichtig fĂŒr Nerven und Gehirn ist. Neben den genannnten ungesĂ€ttigten FettsĂ€uren, dem hohen Anteil an Magnesium und Calcium, liefert das Amaranth eine wichtige AminosĂ€ure: das Lysin. Diese kann sich krebsschĂŒtzend und krebshemmend im Organismus auswirken. Lysin wirkt sich zudem positiv auf Knochen und Haut aus, da es fĂŒr StabilitĂ€t und StĂ€rke sorgt. Das Lysin macht die Bildung von Kollagen erst mĂ€glich und dieses sorgt dafĂŒr, dass Knochen, Bindegewebe und Haut straff bleiben, zudem schĂŒtzt es vor Sprödheit. Der hohe Eisengehalt der Pflanze wirkt sich außerdem gerade bei Schwangeren, Vegetariern oder Menschen mit Eisenmangel positiv aus. Amaranth liefert nĂ€mlich neben dem Eisen auch noch Zink und

wird in der indianischen Medizin hauptsĂ€chlich aufgrund seiner blutdrucksenkenden und entzĂŒndungshemmenden Wirkung eingesetzt. Zudem wird es bei den Indianern auch bei ZahnfleischentzĂŒndungen oder sogar bei Karies eingesetzt und zeigt erstaunlich positive Wirkung.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Amarant auftreten?

Da das Amaranth als besonders gut vertrĂ€glich und leicht verdaulich bezeichnet werden kann, hat es wenig bis gar keine Nebenwirkungen. Jedoch können die Inhaltsstoffe des Krauts vom menschlichen Körper sehr gut aufgenommen und verarbeitet werden, ohne dass dabei unangenehme Nebenwirkungen auftreten. Auch fĂŒr Kinder ist das GewĂ€chs sehr gut vertrĂ€glich, ein Grund heirfĂŒr sind die sehr kleinen StĂ€rkekörner der Pflanze, die das Verdauen erleichtern. Auch wenn das GewĂ€chs OxalsĂ€ure in geringen Mengen innehat, ist dies unschĂ€dlich und wirkt sich in keinster Weise schlecht auf den Körper oder in Form von Wechslewirkungen im Körper aus.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Amarant, bis sich erste Erfolge einstellen?

Gerade in Bereichen des Blutstillens oder bei EntzĂŒndungen im Mundbereich, sowie bei Anwendungen auf der Haut, stellt sich normalerweise sehr schnell eine positive Wirkung ein. Dies geschieht meist schon nach wenigen Stunden oder Tagen, nach denen eine Besserung oder gar ein Stillstand der Beschwerden ersichtlich wird. Aber bei Beschwerden, die einen Eisenmangel oder Magen-Darmbeschwerden, sowie MigrĂ€ne als Ursache haben, muss man die Anwendung mit der Heilpflanze ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum anhalten. Hierbei ist es jedoch wichtig, je komplexer und schwerwiegender die gesundheitlichen Beschwerden sind, bei der Einnahme immer RĂŒcksprache mit einem Arzt oder einer anderen medizinischen Person zu halten.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Amarant ?

Das GewĂ€chs, das auch als „Inkakorn“ oder als „Wunderkorn“ bezeichnet wird, stammt aus Amerika, meistens aus dem sĂŒdlichen Bereich des Kontinents. Daher war und ist es bei den Azteken und Inkavölekern besonders beliebt. Auch die Indianer haben das Amranth als festen Bestandteil in der Medizin aufgenommen. Vor allem in den LĂ€ndern wie Mexiko, Peru oder auch in Nepal wird das Amaranth angebaut und fĂŒhlt sich dort auch klimatisch sehr wohl. Jedoch wird die Pflanze aufgrund der großen Beliebtheit mittlerweilse weit ĂŒber die Grenze Amerikas hinaus angebaut. Wichtig fĂŒr die Pflanze ist lediglich ein nicht zu kĂŒhles Klima und ein feuchter, nicht zu kalter Boden. Hinsichtlich der Beschaffenheit des Bodens ist das Amaranth anspruchslos, was den Anbau und auch Abbau erleichtert.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Amarant aus?

Durch die Artenvielfalt sehen die Pflanzen des Amaranths auch etwas unterschiedlich aus. Vor allem an den BlĂ€ttern und BlĂŒtenstĂ€nden (manchen sind hĂ€ngend, andere stehend) wird dies deutlich. Die Sorten der einjĂ€hrigen Sommerpflanze erreichen in der Regel eine GrĂ¶ĂŸe bis maximal 120 Zentimeter. Ihre StĂ€ngel sind hellgrĂŒn bis rötlich. Die StĂ€ngel sind desweiteren oben leicht behaart.

Die BlĂ€tter des Amaranths verlaufen meist am StĂ€ngel entlang spiralförmig. Die BlĂ€tter sind circa 20 Zentimeter lang und acht Zentimeter breit. Der Stiel des Blattes ist gefurcht, der Rand des Blattes dagegen glatt. Meist sind die BĂ€tter grĂŒnfarben, manche Sorten des Amaranths fĂ€rben sich auch rötlich.

Amaranthus caudatus, wie die Pflanze mit lateinischem Namen heißt, blĂŒht von Juni bis in den Oktober hinein. Die BlĂŒten leuchten meist in dunklem Purpur. Es gibt aber auch Sorten, die mit gelben, rosa oder grĂŒnen BlĂŒtentönen blĂŒhen.

Der Samen der BlĂŒte ist etwa ein Millimeter lang, schwarz oder von heller Farbe mit einem lila Rand.

Trivialnamen

Unter welchen Namen ist Amarant noch bekannt?

In der Botanik oder auch im deutschsprachigen Raum nennt man die Pflanze Fuchsschwanz, je nach Art bekommt sie dann noch einen lateinischen Beinamen. Auch der lateinische Name der Klasse bedeutet ĂŒbersetzt Fuchschwanz (Amaranthaceae). Manchmak schreibt man das GewĂ€chs auch „Amaranth“. Die Samen sind unter dem Namen „Kiwicha“ bekannt. Die Azteken nannten den Samen auch „huautli“.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Amarant enthalten?

Die Vielzahl der NĂ€hrstoffe der kleinen Samen des Amarants ist beachtlich. 100 Gramm Amarant decken schon mehr als 1/5 des Bedarfs an Kohlehydraten, Energie, Fett und Eiweiß eines Erwachsenen pro Tag. Zudem ist das Produkt guten-, histamin-, und cholesterinfrei. Daher stellt der Amarant gerade fĂŒr Menschen mit NahrungsmittelunvertrĂ€glichkeiten eine große Bereicherung und eine leckere Alternative zu Getreideprodukten dar.

Ballaststoffe und gesunde Fette sind im Amarant in großer Menge vorhanden. DafĂŒr sind weniger Kohlenhydrate enthalten, nur 55-60 Gramm auf 100 Gramm des Produkts (im Gegensatz zu 71 Gramm Kohlenhydrate beim Weizen). Durch die Ballaststoffdichte sĂ€ttigt der Amaranth gut und ist zudem noch figurfreundlich. Amaranth enthĂ€lt sowohl idie Omega-3-FettsĂ€ure als auch die LinolsĂ€ure (Omega-6-FettsĂ€ure). Dies sind beides ungesĂ€ttigte, essentielle FettsĂ€uren, die der Körper zum Überleben benötigt, jeodch nicht selbst herstellen kann. Ebenfalls enthalten im Amarant ist Lecitin, was wichtig fĂŒr Gehirn und Nervenfunktionen ist.

Ähnliche Heilpflanzen

Gibt es Àhnliche Heilpflanzen, die wirken wie Amarant?

Der große Vorteil des Amarants ist die Glutenarmut. Trotz dessen kann er und werden vor allem die Samen wie Getreideprodukte verwendet. Beispielhaft in MĂŒslis, als Snack oder aber zum Backen sowie als Beilage, Ă€hnlich wie Reis. Das „Pseudogetreide“ Amarant stammt damit nicht aus der Familie der SĂŒĂŸgrĂ€ser wie das Weizen, der Dinkel oder der Roggen. Weitere Pseudegetreidesorten sind Quinoa oder Hanfsamen, sowie Buchweizen.

Zusamnegefasst: Quinoa, Buchweizen und Amarant sehen aus wie Getreide, lassen sich so verwenden, sind aber keines Getreidesorten.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Amarant am Markt zu kaufen?

Amarant git es mittlerweile nahezu in jedem Supermarkt zu kaufen. Meist findet man das Produkt in Form der unbehandelten Samen oder als gepuffte Variante vor. Beides wird hĂ€ufig in MĂŒsli, Brei oder zum Backen und Kochen verwendet. Es gibt aber auch Amrantöl oder Amarantmehl, das sowohl schmackhaft nussig, wie auch die Gesundheit fördernd ist.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Amarant als NEM?

Als NahrungsergĂ€nzungsmittel wird das Amaranth eher seltener verwendet, ist aber erhĂ€ltlich. Meist handelt es sich um ein NahrungsergĂ€nzungsmittel in Kapselform oder der Pulverform. Von den Kapseln ist, wenn nichts anderes auf der Verpackung steht, meist eine Kapsel pro Tag einzunehmen. Das Pulver wird, so wie auf der PAckungsbeilage oder nach Ă€rztlicher Verordnung, teelöffelweise in eine Mahlzeit gemischt oder in FlĂŒssigkeit aufgelöst, eingenommen.

Gibt es beim Kauf von Amarant etwas zu beachten?

Wie bei allen NahrungsergĂ€nzungsmitteln sollte man immer auf Zertifizierungen, Herkunft und SchĂ€dlingsfreiheit, die auf dem Produkt vermerkt sind, achten. Das natĂŒrliche Amarant sowie in gepuffter, zerkleinerter oder in mehliger Form, kann man bedenkenlos verarbeitet und gegessen werden. Am besten bevorzugen Sie Produkte, die aus ökologisch, biologischer Landwirtschaft stammen.

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