Die Einnahme von Nahrungseränzung ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

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Heilpflanze

Zimbelkraut

Autor

Hilde Sonntag
Expertin für Heilkräuter
Zimbelkraut

enthaltene
Wirkstoffe

zu behandelnde
Symptome

15

recherchierte
Studien

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behandelnde
Symptome

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15

recherchierte
Studien

Was ist Zimbelkraut?

Das Zimbelkraut ist eine europäische Pflanze, die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammt. Es wächst an schattigen, warmen Plätzen, wie in Mauerritzen und Felsspalten, wo es Feuchtigkeit gibt. Die Pflanze ist mehrjährig und kriechend und kann bis zu 60 cm lang und 20 cm hoch werden. Ihre Blätter sind rund und haben die Form eines Herzens. Der Stängel weist eine rötliche Farbe auf. Das Kraut blüht in einem hellen Violettton in den Monaten von Mai bis September. Die Blüten sind in etwa 1 cm groß und entwickeln im Herbst die Samen in einer Kapsel. Wenn die Samen reif werden, neigen sich die Blüten zum Boden und in den Schatten, um die Samen an Stellen frei zu setzen, wo sie gute Keimmöglichkeiten haben.

Das Zimbelkraut gehört zu den Wegerichgewächsen. Es ist pflegeleicht und kann ganze blühende Teppiche bilden, die sich über mehrere Monate auf großen Flächen ausbreiten. Es wird auch oft gepflanzt, um Mauern zu verschönern. Es kann als Salat gegessen werden, ist reich an Vitamin C und kann zu einer Verbesserung der Wundheilung beitragen. Die Pflanze wurde ursprünglich als Zierpflanze aus Italien und vom Balkan in die nördlicheren Teile Europas gebracht. Obwohl es als Zierpflanze so beliebt ist, findet es als Heilkraut kaum noch Verwendung.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Zimbelkraut einnehmen?

Zimbelkraut wurde früher zur Heilung von Skorbut eingesetzt. Die Krankheit beruht auf einem Mangel an Vitamin C. Aufgrund des hohen Gehalts der Pflanze an Vitamin C, wird klar, warum die Heilpflanze diesen Mangel beheben kann. Des Weiteren ist sie ein gutes Mittel zur Heilung von Wunden. Auch bei Hämorrhoiden, Verbrennungen und bei Entzündungen der Haut kann das Kraut gute Wirkungen haben.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Zimbelkraut?

Zimbelkraut ist entzündungshemmend, astringierend, das heißt es ist in der Lage, Gewebe zusammen zu ziehen und es fördert die Wundheilung. Gegen Skorbut wirkt es aufgrund seines hohen Gehalts an Vitamin C, denn die Krankheit ist die Auswirkung eines längeren Vitamin-C-Mangels. Es kann zu Blutungen des Zahnfleisches und Zahnausfall kommen, zu einer Schädigung des Immunsystems und einer erhöhten Anfälligkeit für Infektionen, zu Erschöpfung und einer schlechten Wundheilung, Ekzemen, ebenso zu Muskelschwund und Knochenblutungen, Entzündungen der Gelenke, Fieber, Durchfall und Schwindel. Die Krankheit kann eine Herzschwäche auslösen und tödlich verlaufen. Skorbut ist eine Krankheit, die vor allem aus einer Mangelernährung entsteht. Deshalb ist sie in den Industrieländern kaum noch vorhanden. Vitamin C ist an der Umwandlung bestimmter Aminosäuren im Körper beteiligt, mit deren Hilfe der Körper Kollagen bildet. Wenn nur schadhaftes Kollagen gebildet werden kann, kann der Körper die Strukturen seiner Gewebe nicht mehr aufrecht erhalten. Auch die Bildung von Noradrenalin, sekundärem Adrenalin und Serotonin im Körper hängt mit dem Vitamin C zusammen, daher kann es bei einem Mangel an Vitamin C auch zu Depressionen kommen.

Aufgrund seiner Inhaltsstoffe dürfte Zimbelkraut aber noch weitere Wirkungen haben, die vielleicht bisher wissenschaftlich noch nicht belegt wurden. Es enthält Bitterstoffe, die die Produktion von Speichel und Magensaft anregen und die eine positive Wirkung bei Verdauungsbeschwerden haben können. Auch können Bitterstoffe die Hautbarriere stärken. Des Weiteren enthält das Zimbelkraut sekundäre Pflanzenstoffe, die Iridoide, die eine antibakterielle Wirkung haben und Pilze abtöten können. Auch Tannine sind in der Pflanze enthalten, die nachweislich auf die Verdauung und gegen Viren wirken. Gleichmaßen enthält das Kraut Saponine, also Schleimstoffe, die in vielen pflanzlichen Medikamenten gegen Erkältungen vorkommen, da sie schleimlösende Eigenschaften besitzen.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Zimbelkraut auftreten?

Es sind keine Nebenwirkungen bekannt, die bei der Einnahme von Zimbelkraut auftreten können.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Zimbelkraut, bis sich erste Erfolge einstellen?

Auch über die Anwendungsdauer der Heilpflanze bis sich erste Erfolge einstellen, ist nichts bekannt. In den meisten Fällen kann ein Mangel an Vitamin C wohl durch andere Nahrungsmittel oder Produkte beseitigt werden, sodass die Heilpflanze hier nicht mehr zum Einsatz kommen muss. Zur Wundheilung und Bekämpfung von Entzündungen wird die Anwendungsdauer wohl einige Tage betragen, bis sich erste Erfolge einstellen.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Zimbelkraut?

Ursprünglich stammt das Kraut aus den Alpen in Norditalien und aus den Gebieten der nördlichen Adria. Bereits seit dem 16. Jahrhundert ist es aber in ganz Mitteleuropa verbreitet. Vorrangig wird es als Zierpflanze zur Verschönerung von Mauern und Felsen und in Steingärten verwendet. Zur medizinischen Verwendung wird es nicht kultiviert, es kann allerdings ziemlich einfach selbst angepflanzt werden. Die medizinisch wirksamen Bestandteile in den oberirdischen Teilen der Pflanze können in den Monaten von März bis September gesammelt werden.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Zimbelkraut aus?

Das Zimbelkraut gehört zu den Wegerichgewächsen. Es ist eine robuste und krautige Pflanze, die in Form von Fäden klettert oder herunter hängt. Ihre Stängel können bis zu 60 cm lang werden. Sie hat herzförmige bis runde Blätter, die auf der Oberseite grün, auf der Unterseite rötlich gefärbt sind. Das Innere der Blüte ist durch eine hochstehende Unterlippe geschützt, wodurch nur starke Insekten an die Pollen gelangen können. Die Blüten sind meist in einem hellen Violettton gefärbt. Das Kraut blüht von April bis September, die Samen reifen in den Monaten August und September. Die Blüten wenden sich normalerweise zum Licht, außer wenn sie ihre Samen bilden, dann neigen sie sich in Richtung Erde, dorthin wo die Samen ein potentiell günstiges Keimbett finden können. Die Pflanze wächst vor allem geschützt in Mauerritzen und Felsspalten, wo es schattig und feucht ist. Sie liebt allerdings Wärme.

Das ursprünglich aus Norditalien stammende Kraut wurde als Zierpflanze verbreitet und kommt heute in der ganzen Welt vor. Die Pflanze wird als Halblichtpflanze und als ein Anzeiger von Wärme bezeichnet. Sie wird bereits in Kräuterbüchern im Jahr 1582 erwähnt und als Heilpflanze bezeichnet. Im Jahr 1644 gab es die ersten Aufzeichnungen, die eine Ausbreitung Richtung Mitteleuropa belegten. Früher wurde das Kraut auch noch gegen andere Krankheiten eingesetzt, als nur gegen Skorbut, für die Wundheilung und gegen Entzündungen. Auch Frauenleiden wurden damit behandelt.

Das Zimbelkraut lässt sich in drei Unterarten einteilen, die Cymbalaria muralis, die Cymbalaria muralis subsp. pubescens, die nur auf Sizilien wächst und die Cymbalaria muralis subsp. visianii, die in Italien und Kroatien vorkommt. Früher zählte man die Pflanze Aufgrund ihres Aussehens zu den Braunwurzgewächsen. Erst molekulargenetische Untersuchungen konnten zeigen, dass sie in Wahrheit zu den Wegerichgewächsen gehört.

Trivialnamen

Unter welchen Bezeichnungen ist Zimbelkraut noch bekannt?

Zimbelkraut wird auch Mauer-Zimbelkraut, Zymbalkraut, Zymbelkraut, Eckiges Löwenmaul, Efeublättriges Zimbelkraut, Mauer-Leinkraut oder Eustett genannt. Seine lateinischen Namen sind Cymbalaria muralis, Linaria cymbalaria oder Antirrhinum cymbalaria. Wenn die Pflanze als Heilmittel verwendet wird, nennt man sie Lateinisch Herba cymbalariae.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Zimbelkraut enthalten?

Die Pflanze enthält Bitterstoffe, Iridoide, Tannine, Saponine und Vitamin C.

Bitterstoffe steigern die Produktion von Magen- und Gallensäften und wirken sowohl appetitanregend, als auch verdauungsfördernd. Sie wirken für Pflanzen als natürlicher Schutz vor Fressfeinden durch ihren bitteren Geschmack. Sie regen den Speichelfluss, die Magensaftproduktion und die Geschmacksknospen an. Durch Ausstoß des Hormons Gastrin wird die Bewegung von Magen und Darm zusätzlich verstärkt und die Verdauungstätigkeit somit erhöht. Angeblich sollen Bitterstoffe auch in die Haut gelangen und dort die Hautbarriere stärken.

Iridoide zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen und kommen in sehr vielen verschiedenen Arten von Pflanzen vor. Bisher sind etwa 2.500 verschiedene Arten dieser Stoffe bekannt. Iridoide befinden sich auch in Ameisensäure, woraus sie im Jahr 1956 zum ersten Mal isoliert werden konnten. Zur Gruppe der Iridoiden gehören auch Stoffe wie das Aucubin, das im Spitzwegerich vorkommt und das Loganin, das sich im Bitterklee findet. Die Stoffe dienen vor allem zum Schutz vor Fressfeinden, haben aber auch eine antibakterielle Wirkung und töten Pilze. Manche Insekten bilden die Stoffe ebenfalls, um sich vor Fressfeinden zu schützen.

Tannine sind Gerbstoffe, die in Stauden, Bäumen und Sträuchern besonders in den Tropen und Subtropen vorkommen. Sie gehören zu den pflanzlichen Sekundärstoffen und können die Verdauung über das Deaktivieren von Proteinen beeinflussen. Sie variieren sowohl in der chemischen Struktur, als auch in ihrer biologischen Aktivität. Ihre Aktivität hängt mit ihrer Bindefähigkeit an Proteine zusammen. Es gibt hydrolysierbare Tannine und kondensierte Tannine. Die hydrolisierbaren Tannine können zu Glucose oder anderen Alkoholen, zu Ellagsäure oder Gallussäure verändert werden. Tannine haben die Eigenschaft, Viren bekämpfen zu können. Sie haben gleichermaßen eine stopfende, als auch eine blähende Wirkung, können die Aufnahme bestimmter Stoffe, wie zum Beispiel Eisen durch die Darmschleimhaut verhindern und behindern die Aufnahme von Calcium.

Saponine sind pflanzliche Schleimstoffe, die im menschlichen Körper festsitzenden Schleim lösen und verflüssigen können. Sie befinden sich deshalb oft in pflanzlichen Mitteln gegen Erkältungen.

Aufgrund seiner Inhaltsstoffe müsste das Zimbelkraut auch bei Verdauungsbeschwerden und Erkältungen helfen können.

Ähnliche Heilpflanzen

Gibt es ähnliche Heilpflanzen, die wirken wie Zimbelkraut?

Beschränkt man sich in den Wirkungen des Krautes auf die offiziell angegebene Wirksamkeit bei der Wundheilung, so gibt es eine Reihe anderer Pflanzen, die ebenfalls die Wundheilung unterstützen. Dazu gehören zum Beispiel Arnika, Frauenmantel oder auch Aloe Vera.

Arnika kann zur Behandlung von Verstauchungen, Prellungen oder auch Blutergüssen verwendet werden. Sie wirkt schmerzstillend, antirheumatisch und entzündungshemmend. Die Heilpflanze hilft auch bei Entzündungen im Mundraum. Sie kann in Form von Umschlägen angewendet werden, als Öl, Tinktur oder in Salben verarbeitet. Die Pflanze enthält Gerbstoffe, Flavone, Carotin, Cholin und Substanzen, die sich positiv auf die Herzgesundheit auswirken, des Weiteren ätherische Öle, Inulin und Kieselsäure. Die entzündungshemmende Wirkung von Arnika ergibt sich vor allem aus den ätherischen Ölen.

Frauenmantel soll bei Verdauungsbeschwerden, wie Verstopfung oder Durchfall, bei Ekzemen helfen, die Wundheilung beschleunigen und eine krampflösende Wirkung haben. Die Pflanze enthält Gerbstoffe, Saponine, Bitterstoffe, ätherische Öle und Flavonoide und wird meist als Tee getrunken.

Aloe Vera wird oft zur Behandlung von Hautkrankheiten eingesetzt. Die Pflanze hat eine entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung und wird oft bei Verbrennungen oder Sonnenbrand verwendet. Des Weiteren wirkt sie auf die Verdauung und hilft gegen Verstopfungen. Aloe Vera kann als Saft, als Gel, oder in Cremes verarbeitet verabreicht werden. Eine innere Anwendung ist möglich, bis jetzt aber nicht wissenschaftlich untersucht.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Zimbelkraut am Markt zu kaufen?

Es gibt Zimbelkraut weder als Tabletten, noch als Pulver und auch nicht in Form von Tee am Markt zu kaufen. Die Pflanze kann ausschließlich als Zierpflanze erworben werden. Wird sie selbst angepflanzt, kann aus ihr ein Tee gemacht werden, der auch für Kompressen als Wundauflage benutzt werden kann. Ebenso kann ein Brei hergestellt werden. Dazu wird das Kraut einfach nur im Mörser zerstampft und der Brei anschließend auf Wunden aufgelegt.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Zimbelkraut als NEM?

Die Verzehrempfehlung von Zimbelkraut als Tee liegt bei 2 Teelöffeln Kraut auf 100 ml Wasser. Weitere Verzehrempfehlungen gibt es nicht, denn das Kraut wird weder zu medizinischen Zwecken eingesetzt, noch als Nahrungsergänzungsmittel verkauft.

Gibt es beim Kauf von Zimbelkraut etwas zu beachten?

Da es keine Produkte gibt, die Zimbelkraut als Wirkstoff enthalten, muss nichts beachtet werden. Wer möchte kann sich aber die Pflanze als Zierpflanze kaufen und sie selbst anpflanzen. Zimbelkraut ist anspruchslos und robust und lässt sich leicht selbst kultivieren.

Studien zu Zimbelkraut

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