MikronÀhrstoffe

Inhaltsverzeichnis

Alles ĂŒber MikronĂ€hrstoffe

MikronĂ€hrstoffe haben fĂŒr unseren Körper in vielen Bereichen eine enorme Bedeutung, sie werden fĂŒr das Immunsystem, den Zellschutz und den Stoffwechsel benötigt.

FĂŒr eine optimale Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen braucht es eine vielfĂ€ltige und vernĂŒnftige ErnĂ€hrung.

Was die einzelnen MikronĂ€hrstoffe sind, wofĂŒr und wieviel wir davon brauchen, wollen wir Ihnen im folgenden Artikel nĂ€her bringen.

WAS SIND MIKRONÄHRSTOFFE?

Bei den MikronĂ€hrstoffen handelt es sich um Stoffe, die zwar dem Körper keine Energie liefern, aber in kleinsten Mengen essentiell fĂŒr wichtige Stoffwechselprozesse sind. Dazu zĂ€hlen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. MikronĂ€hrstoffe sind entscheidend fĂŒr das Funktionieren unseres Immunsystems und wirken als RadikalfĂ€nger zum Schutz der Zellen.

Im Gegensatz zu den MikronÀhrstoffen stehen die energieliefernden MakronÀhrstoffe, zu denen Fette, Kohlehydrate und Proteine zÀhlen.

 

WELCHE MIKRONÄHRSTOFFE GIBT ES?

Vitamine

Wasserlösliche Vitamine:

Vitamin C Das farblose, sauer schmeckende Vitamin C, die AscorbinsĂ€ure, gehört zu den bekanntesten Vitaminen. AscorbinsĂ€ure fungiert als wichtiges Antioxidans, verbessert die Aufnahme von Eisen, spielt eine große Rolle bei der Bildung von Kollagen, dem Knochen- und Knorpelgewebe, fördert die Wundheilung und sorgt fĂŒr starke AbwehrkrĂ€fte gegen Infekte. Vitamin C kann nicht gespeichert werden, deshalb muss es tĂ€glich zugefĂŒhrt werden. Gesunde Erwachsene benötigen tĂ€glich ca. 100 mg. Raucher, Schwangere und kranke Personen, mehr. Viel Vitamin C finden sich in ZitrusfrĂŒchten, Brokkoli, Paprika, Kiwis, Petersilie und grĂŒnen Blattsalaten.

Vitamin B1 Thiamin, wie Vitamin B1 genannt wird, ist fĂŒr den Abbau der Kohlehydrate notwendig. Außerdem ist es an der Energiebereitstellung fĂŒr Herz und Gehirn beteiligt. Frauen nach dem Wechsel profitieren, laut Studien, besonders an B-Vitaminen, indem sowohl lhr Immunsystem, als auch ihre GedĂ€chtnisleistung damit gestĂ€rkt wird. Thiamin sollte in einer Dosis von 1 bis 1,2 mg tĂ€glich fĂŒr Erwachsene dem Körper bereitgestellt werden. Diese Menge kann z.B. durch 100g Schweinefleisch, 200g Haferflocken, 300 g Thunfisch oder 200g Wildreis gedeckt werden.

Vitamin B2 Das gelbliche Riboflavin spielt eine wichtige Rolle im Energiestoffwechsel und wird bei MĂŒdigkeit, Leistungsmangel, MigrĂ€ne, depressiven ZustĂ€nden, Defiziten in der Atmungskette und NervenschĂ€den therapeutisch eingesetzt. Senioren benötigen dieses Vitamin zur Vorbeugung gegen AugenschĂ€den, wie z.B. Katarakt. Tierische Quellen sind Eier, Fleisch, Fisch und Milchprodukte (KĂ€se). An pflanzlichen Lebensmittel warten Mandeln, Vollkorkprodukte und Weizenkeime mit nennenswerten Mengen auf. Der tĂ€gliche Bedarf an Vitamin B2 liegt bei ca. 1,5 mg. Diabetiker, Leistungssportler und Stressgeplagte haben einen höheren Bedarf.

Vitamin B6 Die wichtigsten Formen dieses Vitamin B-Komplexes sind Pyridoxin, Pyridoxal und Pyridoxamin. Vitamin B6 ist besonders fĂŒr den AminosĂ€uren-Stoffwechsel von Bedeutung. Man sollte ca.1,5 mg tĂ€glich des MikronĂ€hrstoffes zu sich nehmen. Ausreichende Mengen stecken in Vollkorngetreide, NĂŒssen, Kartoffeln, Karotten, HĂŒlsenfrĂŒchten und in Fleisch.

Vitamin B12 Cobalamin, oder Vitamin B12, ist fĂŒr unsere Erbsubstanz, das Funktionieren des Nervensystem und fĂŒr die aktive Bereitstellung der so wichtigen FolsĂ€ure entscheidend. Außerdem ist es an den EntgiftungsvorgĂ€ngen im Körper beteiligt und fĂŒr den Energiestoffwechsel zustĂ€ndig. Empfohlen wird eine Dosis von 0,003 mg Vitamin B12 pro Tag. Das Vitamin findet man nur in tierischen Lebensmitteln z.B. in Fisch, Fleisch, Eiern und in der Milch.

Biotin Vitamin H (Biotin) gehört zu den B-Vitaminen und ist innerhalb der Gruppe von Enzymen bei der Verarbeitung von Protein, Eiweiß und Fett von Bedeutung. Botin sorgt fĂŒr schöne gesunde Haare und Haut. 30 bis 60 Mikrogramm werden fĂŒr einen erwachsenen Menschen empfohlen. Wer NĂŒsse, Haferflocken, Leber, Sojaprodukte und ungeschĂ€lten Reis ißt, nimmt genĂŒgend Vitamin H zu sich.

Folat Die FolsĂ€ure, hat eine wesentliche Aufgabe an der Zellbildung und Zellteilung, an der Bildung von roten und weißen Blutkörperchen und leistet einen maßgeblichen Anteil beim Homocysteinabbau (Homocystein stellt einen Risikofaktor fĂŒr Arteriosklerose, Schlaganfall oder Herzinfarkt dar).

Folate finden sich hauptsĂ€chlich in Eiern, Leber, Brokkoli, HĂŒlsenfrĂŒchten und Vollkornprodukten. 400 Mikrogramm sind die empfohlene Dosis, Schwangere brauchen 600 Mikrogramm.

Niacin ist auch unter der Bezeichnung Vitamin B3, NikotinsĂ€ure oder Vitamin PP bekannt und ist hauptsĂ€chlich in tierischen Produkten zu finden. Dieses Vitamin kann der Körper aus Tryptophan, einer AminosĂ€ure, selbst herstellen. Es hat eine Bedeutung im Stoffwechsel, insbesondere im Aufbau und Abbau von Kohlehydraten, Fetten und Eiweiß, aber auch im Abbau des fĂŒr uns schlechten LDL-Cholesterins. Niacin spielt auch fĂŒr das Funktionieren des Immunsystems eine Rolle. 15 – 20 mg davon benötigt unser Körper pro Tag.

PantothensÀure Das Vitamin B5 ist an fast allen StoffwechselvorgÀngen beteiligt. Eine bedeutende Funktion kommt dem MikronÀhrstoff in der körpereigenen Abwehr und dem Aufbau gesunder Haut, Haaren und NÀgel zu. Der tÀgliche Bedarf liegt bei 6 mg. PantothensÀure kommt in vielen Nahrungsmitteln vor, ein Mangel daran ist selten.

Fettlösliche Vitamine:

Vitamin A kann entweder aus tierischen Produkten als Retinol bezogen werden oder im Darm aus Vitamin-A Vorstufen (Betacarotinen) gebildet werden.

Dem Vitamin A kommen folgende wichtige Aufgaben zu:

– Erhalt der Sehkraft (Nachtblindheit)

– Infektabwehr

– Aufbau und Gesunderhaltung des Haut-, sowie des Knorpel- und Knochengewebes

– antioxidative Wirkung zum Zellschutz

– essentiell fĂŒr die Fortpflanzung (gesundes Sperma, Plazenta- und Embryonalentwicklung)

– wichtig fĂŒr normales Wachstum der Kinder

Die empfohlene tĂ€gliche Dosisvon Vitamin A liegt bei 1 mg, fĂŒr die Vorstufe als Betacarotin gelten 2-4 mg als ausreichend. Reich an Vitamin A sind Butter, Eigelb, Leber, Fisch, Milch und KĂ€se. Betacarotine kommen in pflanzlichen Produkten, wie rotem oder gelbem Obst und GemĂŒse vor.

Vitamin D (Colecalciferol) FĂŒr die ausreichende, körpereigene Bildung von Vitamin D, mĂŒssen wir uns regelmĂ€ĂŸig dem Sonnenlicht aussetzen. In der Nahrung ist das Sonnenvitamin, außer im Eigelb, fettreichen Fisch, in der Milch und im Lebertran, kaum enthalten. Der MikronĂ€hrstoff ist fĂŒr stabile Knochen und einen guten Kalziumspiegel entscheidend. DarĂŒber hinaus unterstĂŒtzt Vitamin D das Immunsystem und den Hormonstatus.

Senioren, Personen,die sich kaum im Freien bewegen und alle, die in unseren Breiten wÀhrend der kalten Jahreszeit wenig Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind, wird die Einnahme eines Supplements mit 400 bis 800 IE von Vitamin D empfohlen. Idealerweise nimmt man dabei eine Kombination von Vitamin D3 und Vitamin K2 ein, da sich beide in ihren Aufgaben ergÀnzen und die Aufnahme der MikronÀhrstoffe im Körper damit leichter erfolgt.

Durch lĂ€ngeren Vitamin D Mangel können Infektionen der oberen Atemwege, Augenerkrankungen, Bluthochdruck, DarmentzĂŒndungen und Autoimmunerkrankungen begĂŒnstigt werden.

Vitamin E Das Tocopherol gehört zu den wichtigsten Antioxidantien. Als freier RadikalfĂ€nger schĂŒtzt es uns vor ZellschĂ€den, zu frĂŒhen Alterserscheinungen, Herz-Kreislauferkrankungen und Arteriosklerose. Der MikronĂ€hrstoff ist in hochwertigen pflanzlichen Ölen, in NĂŒssen und Mandeln zu finden. Erwachsene benötigen tĂ€glich ca. 15 mg Vitamin E. Personen mit gestörter Fettaufnahme und immunschwache Personen entsprechend mehr.

Vitamin K Hauptaufgabe des Koagulationsvitamins ( daher das K) ist die Blutgerinnung. Zudem ist dieses Vitamin fĂŒr die Gesundheit unserer Knochen entscheidend. Besonders viel Vitamin K ist in grĂŒnem GemĂŒse, Sauerkraut und Pflanzenölen enthalten. 60- 80 Mikrogramm werden als Tagesdosis empfohlen. Personen, die viel Alkohol konsumieren oder Patienten mit Fettstoffwechselstörungen profitieren von einer grĂ¶ĂŸeren Menge.

Mineralstoffe

Natrium Das Alkalimetall ist zusammen mit Chlor Bestandteil unseres Salzes. Der Hauptanteil des in unserem Körper vorhandenen Natriums ist als Reserve von plötzlichem Natriumverlust durch starkes Schwitzen, Erbrechen oder Durchfall vorgesehen.

Unsere tĂ€gliche Natriumaufnahme, hauptsĂ€chlich aus Kochsalz, liegt bei ca. 160 mmil pro Tag. Bei Naturvölkern liegt die Salzaufnahme deutlich niedriger, was erklĂ€rt warum es dort keine Bluthochdruckpatienten gibt. Natrium und Kalium sind gemeinsam fĂŒr den Informationsaustausch zwischen den Zellen zustĂ€ndig. Diabetiker, Personen, die Verletzungen oder Verbrennungen aufweisen, aber auch Patienten, die Antidepressiva oder sedative Medikamente einnehmen mĂŒssen, weisen oftmals einen zu niedrigen Natriumspiegel auf. Zu viel Natrium haben Personen, die wenig trinken, Fieber haben oder Glukokortikoide einnehmen mĂŒssen.

Kalium Der MikronĂ€hrstoff Kalium spielt eine entscheidende Rolle bei der Übertragung von elektrischen Impulsen ans Herz bzw. an die Nerven- und Muskelzellen.

Kalium, der Gegenspieler des Natriums, regelt auch den Wasser- und Elektrolyt-Haushalt. DarĂŒber hinaus ist Kalium fĂŒr das SĂ€ure-Basengleichgewicht zustĂ€ndig. 3500 mg Kalium werden tĂ€glich benötigt, was meist problemlos durch die ErnĂ€hrung abgedeckt wird. Kalium ist in Bananen, Kartoffeln, NĂŒssen, Fischen, Vollkorkprodukten und Trockenobst vorhanden. Zuviel Kalzium im Blut (HyperkaliĂ€mie) besteht bei Patienten mit Niereninsuffizienz, schweren Infektionen oder Verbrennungen. Dies kann zu Herzversagen fĂŒhren.

Calcium Milch und deren Produkte (KĂ€se, Joghurt, Butter) sind die Hauptlieferanten dieses Knochenminerals. Calcium ist der wichtigste Mineralstoff unseres Körpers. 1kg Calcium im Körper befinden sich in unseren ZĂ€hnen, aber hauptsĂ€chlich in unserem Skelett. Der Stoff trĂ€gt zu einer gesunden Muskelfunktion bei und ist fĂŒr die SignalĂŒbertragung zwischen den einzelnen Zellen der Nerven zustĂ€ndig. Des weiteren wird ausreichend Calcium zum Erhalt der ZĂ€hne, fĂŒr stabile Knochen und den Energiestoffwechsel benötigt. Der Bedarf an Calcium betrĂ€gt durchschnittlich 900 mg tĂ€glich.

Magnesium Der Mineralstoff Magnesium ist in NĂŒssen, grĂŒnem GemĂŒse, Obst, Vollkornprodukten, Bohnen, Fisch, Fleisch und Milch zu finden. Magnesium hat vielseitige Aufgaben im Körper, im besonderen ist es fĂŒr die Übertragung der Nervenreize an die Muskeln zustĂ€ndig. 400g Magnesium sollten wir tĂ€glich ĂŒber die Nahrung beziehen.

Chronische DarmentzĂŒndungen, Diabetes, SchilddrĂŒsenĂŒberfunktion, zu einseitige ErnĂ€hrung und zuviel Alkohol kann zu einem niedrigen Magnesiumspiegel fĂŒhren. Zittern, Herzbeschwerden und KrĂ€mpfe sind die Folge.

Phosphor Gute Phosphatlieferanten sind Milchprodukte, Fleisch und Fisch, aber auch Zerealien, Obst und GemĂŒse, sowie Kartoffeln. Normalerweise benötigt ein Erwachsener pro Tag ca. 1000 mg davon. Phosphor ist am Energieumsatz in den ZĂ€hnen, Knochen und in den Zellen beteiligt und fĂŒr einen ausgeglichenen SĂ€ure-Basen-Haushalt zustĂ€ndig. Wer eine DiĂ€t macht, magensĂŒchtig ist oder ein Nierenleiden hat, kann mitunter zu wenig Phosphor aufweisen.

Spurenelemente

Eisen Der MikronĂ€hrstoff Eisen wird hauptsĂ€chlich fĂŒr den Transport von Sauerstoff und der Speicherung desselben in den Muskeln benötigt. Das Spurenelement ist reichlich in Fleisch und Fisch zu finden. Eisen aus tierischen Produkten, kann vom Körper leichter aufgenommen werden, als aus pflanzlichen Nahrungsmitteln, wie etwa Erbsen, Spinat oder HĂŒlsenfrĂŒchte. Als Tagesbedarf wird 10–15 mg Eisen angegeben.

Eine Unterversorgung kommt vor allem durch Blutverluste oder in Zeiten eines hohen Bedarfs ( Schwangerschaft, Wachstumsphasen) vor. Vitamin C hilft bei der Aufnahme von Eisen.

Zink Der essentielle MikronĂ€hrstoff Zink aktiviert am Stoffwechselprozess von Zucker, Fett und Eiweiß, beteiligte Enzyme. Das Spurenelement ist auch in der Wachstumsphase fĂŒr die Zellteilung von enormer Bedeutung. Zink ist essentiell bei der Wundheilung (Zinksalben), fĂŒr die normale Funktion des Immunsystems und fĂŒr das Hormongleichgewicht. In den Knochen, der Haut und den Haaren sind ungefĂ€hr 2 Gramm Zink gespeichert. Der tĂ€gliche Bedarf liegt um die 10 – 15 mg. Pflanzliche Zinklieferanten sind KĂŒrbiskerne, Sonnenblumenkerne, Haferflocken, NĂŒsse und Linsen. Von den tierischen Produkten können Austern, Leber und Rindfleisch zur Zinkversorgung beitragen.

Selen ist bekannt fĂŒr seine zellschĂŒtzende Wirkung, aber auch bedeutsam fĂŒr unsere Fruchtbarkeit. Es hilft beim Abbau von schĂ€dlichem Quecksilber. Außerdem sorgt es fĂŒr Regulationsreaktionen im Rahmen des SchilddrĂŒsenstoffwechsels. Der MikronĂ€hrstoff Selen ist besonders reichlich in Fleisch und Fisch, Eiern, in Milchprodukten, NĂŒssen und Zerealien enthalten. Der Referenzwert betrĂ€gt 60- 70 Mikrogramm Selen pro Tag.

Unter Selenmangel leiden vor allem Veganer, was sich durch blasse Haut und schwache NĂ€gel zeigt.

Mangan findet man vor allem in HĂŒlsenfrĂŒchten, NĂŒssen, Vollkorkprodukten, im Tee und im GemĂŒse. Es aktiviert vor allem Enzyme und wird fĂŒr den Aufbau des Knorpel- und Bindegewebes benötigt. Ein Mangel tritt selten auf. Der tĂ€gliche Bedarf am MikronĂ€hrstoff Mangan betrĂ€gt zwischen zwei und fĂŒnf mg. Ein hoher Mangan Überschuss kann bei Leberkrankheiten oder Herzkrankheiten vorkommen und fĂŒhrt zu schweren Krankheitsbildern im Bereich des Magens und des Darmes, im Nervensystem oder in der Lunge.

Kupfer Das Spurenelement ist in Fleisch, GemĂŒse, Kakao, Schokolade, NĂŒssen und GemĂŒse enthalten. Es kommt auch im Trinkwasser vor. Ein erhöhter Blutkupferspiegel kann auf EntzĂŒndungen oder bestimmte Krebserkrankungen hinweisen. Kupfer, als MikronĂ€hrstoff ist fĂŒr die Bildung der roten Blutkörperchen, die Nerven und ein gesundes Immunsystem wichtig.

Chrom trĂ€gt zur Regulation von Glukose in unserem Körper bei und hilft als Co-Assistent des Insulins den Blutzuckerspiegel im Gleichgewicht zu halten. Im Fettstoffwechsel kann Chrom bei der Senkung des Gesamtcholesterins helfen. TĂ€glich sollten dem Körper 50- 100 Mikrogramm zugefĂŒhrt werden. Chrom kommt in ausreichender Menge sowohl in vielen tierischen, als auch in pflanzlichen Nahrungsmitteln vor. Ein Mangel an diesem MikronĂ€hrstoff tritt oft im Rahmen der Zuckerkrankheit (Diabetes) und bei einseitiger ErnĂ€hrung von Ă€lteren Menschen auf.

Jod soll in der geringen Menge von 200 Mikrogramm mit der Nahrung aufgenommen werden, In der SchilddrĂŒse befindet sich ein Jodspeicher. Jod ist fĂŒr das Nervensystem, die Produktion der SchilddrĂŒsenhormone, den Energiestoffwechsel und unsere kognitiven GehirnfĂ€higkeiten essentiell. Einen Jodmangel erkennt man an einer SchilddrĂŒsenunterfunktion mit nachlassender Leistung des GedĂ€chtnisses, starkem KĂ€lteempfinden und anhaltender Antriebslosigkeit. In Europa wird dem Körper oft zu wenig an Jod mit der Nahrung zugefĂŒhrt, daher sollte man jodiertes Salz verwenden. Ansonsten enthalten nur Fische, Algen, Brokkoli und Skitake-Pilze genĂŒgende Mengen dieses MikronĂ€hrstoffes.

FUNKTIONEN VON MIKRONÄHRSTOFFEN

Alle MikronÀhrstoffe sind an den Grundfunktionen unseres Körpers beteiligt. Nur ihr Zusammenspiel bewirkt ein optimales Funktionieren des gesamten Stoffwechsels, des Nervensystems, des Zellwachstums und der Neubildung von Haut, Knorpel und Knochen.

VORKOMMEN VON MIKRONÄHRSTOFFEN

MikronÀhrstoffe in Lebensmitteln

Bei ausgewogener, gesunder ErnĂ€hrung, insbesondere der tĂ€glich empfohlenen 5 Portionen an Obst und GemĂŒse, KrĂ€utern, Vollkorkprodukten oder Superfoods, werden dem Körper durch die Nahrungsmittel, ausreichende Mengen an MikronĂ€hrstoffen zugefĂŒhrt. Bei geringen Defiziten können wir auch auf unsere Depots, in den Muskeln, den Knochen oder in den ZĂ€hnen zurĂŒckgreifen. Einige wenige MikronĂ€hrstoffe kann unser Körper auch synthetisch herstellen, dabei verbraucht er allerdings andere Vitamine oder Mineralstoffe.

Bei langanhaltendem Stress, im Falle von akuten Krankheiten oder dem hauptsĂ€chlichen Konsum von heute ĂŒblichen Fertigprodukten, Fast-Food, ĂŒberzuckerten GetrĂ€nken, Naschereien oder Chips kommt es langfristig zu einem Mangel an MikronĂ€hrstoffen.

Zu bedenken ist auch, dass durch die teils langen Transportwege viele Vitalstoffe verloren gehen und das Obst und GemĂŒse zum Teil unreif geerntet wurde. Deshalb sind Nahrungsmitteln aus der Region, vorteilhafter. Sogenannte Superfoods, wie Chia-Samen, Beeren, Quinoa, Gerstengras oder Chlorella enthalten besonders viele MikronĂ€hrstoffe.

MikronÀhrstoffe als NahrungsergÀnzung

Akute Mangelerkrankungen wie Skorbut, gibt es in Europa eher selten. Es kommt aber hĂ€ufig zu diffusen MangelzustĂ€nden, wie schwaches Immunsystem, Konzentrationsmangel, NervositĂ€t, oder Energielosigkeit. Eine monatelange Unterversorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen kann allerdings z.B. zur Blutarmut oder Entkalkung von ZĂ€hnen und Knochen fĂŒhren.

NahrungsergĂ€nzungsmittel in Form von synthetisch hergestellten Multivitamintabletten sind zwar besser als nichts, es ist aber nicht bekannt, inwieweit diese vom Körper gĂ€nzlich aufgenommen werden können. NatĂŒrliche Nahrungsmittel, insbesondere Superfoods, beinhalten Vitamine und Mineralstoffe in optimaler Konzentration und in einer fĂŒr den Körper idealen Verwertbarkeit.

WAS PASSIERT BEI UNTERVERSORGUNG VON MIKRONÄHRSTOFFEN?

Die Ursache fĂŒr Mangelerscheinungen liegt meist in schlechter ErnĂ€hrung. Wer wenig Obst und GemĂŒse ißt, eine DiĂ€t hĂ€lt oder durch die Einnahme bestimmter Medikamente einen erhöhten Verbrauch an Vitaminen oder Mineralstoffen hat, sollte sein Defizit durch ein NahrungsergĂ€nzungsmittel ausgleichen oder Superfoods in seine ErnĂ€hrung aufnehmen.

Um eine Unterversorgung von MikronĂ€hrstoffen zu vermeiden, kann man sich an den Referenzwerten fĂŒr die NĂ€hrstoffzufuhr orientieren.

Ein hoher Vitamin C Mangel Ă€ußert sich im Extremfall in Skorbut. Bei Kindern, die zu wenig AscorbinsĂ€ure erhalten, sind Wachstumsstörungen bekannt. In spĂ€teren Lebensjahren kann sich erst chronische MĂŒdigkeit, InfektanfĂ€lligkeit, spĂ€ter eine Neigung zu Blutungen oder schlecht heilende Wunden zeigen.

Ein Mangel an Vitamin A kann zur ImmunschwĂ€che und zu AugenschĂ€den, insbesondere zur Nachtblindheit fĂŒhren.

Vitamin D Mangel fĂŒhrt zu Störungen des Calcium- und Phosphatstoffwechsel und damit, besonders im höheren Lebensalter, zum Abbau der KnochenstabilitĂ€t.

Zuwenig Vitamin K löst Störungen der Blutgerinnung aus.

Defizite an B-Vitaminen Ă€ußern sich durch HerzmuskelschwĂ€che, EntzĂŒndungen der Mundschleimhaut, HautverĂ€nderungen und neurologischen Problemen.

FolsĂ€uremangel kann fatale Folgen fĂŒr den Embryo (Neuralrohrdefekt) nach sich ziehen.

Appetitlosigkeit, Haarausfall und HautentzĂŒndungen können durch einen Mangel am Mineralstoff Zink entstehen. Seelenmangel birgt das Risiko von Muskelfunktionsstörungen.

Kalium fĂŒhrt sowohl bei zu geringer Zufuhr, als auch durch zu hohe Gaben, zu Funktionsstörungen der Muskel und des Herzen. Einige Medikamente, wie z.B. CortisonprĂ€parate, können einen Kaliummamgel auslösen.

Ein Zuviel an Kupfer kann zu einer Leberzirrhose fĂŒhren.

WAS PASSIERT BEI EINER ÜBERVERSORGUNG VON MIKRONÄHRSTOFFEN?

Eine permanente Überversorgung mit einigen Vitaminen oder Mineralstoffen kann andere wichtige MikronĂ€hrstoffe verdrĂ€ngen und ebenfalls krankheitsfördernd wirken. Es kommt also wie bei allem, auf die richtige Dosis und das richtige MischungsverhĂ€ltnis an.

Sehr hohe Gaben von Vitamin A ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum lösen Kopfschmerzen aus und können im Extremfall zu LeberschĂ€den fĂŒhren.

Eine stĂ€ndige zu hohe Vitamin D Einnahme, kann Übelkeit und Erbrechen auslösen und langfristig Nierensteine begĂŒnstigen. Eine Vitamin D Einnahme lohnt sich speziell in den sonnenarmen Wintermonaten, im FrĂŒhling und Sommer wird das Vitamin, sofern man sich öfter der Sonne aussetzt, vom Körper selbst gebildet.

Die stÀndige Zufuhr von zu viel Natrium bewirkt Bluthochdruck. Der Körper versucht dann Natrium auszuscheiden, was den gleichzeitigen Verlust von Calcium zur Folge hat.

Ein zu hoher Natriumanteil findet sich in fast allen Fertigprodukten und konservierten Speisen.

MagnesiumĂŒberdosierungen können Durchfall auslösen.

Wer schreibt hier eigentlich?

Peter Erwin
  • Chefredakteur fĂŒr NĂ€hrstoffe empfiehlt

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Quellen zu diesem Beitrag
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