Die Einnahme von Nahrungseränzung ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

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Superfood

Hopfenextrakt

Autor

Peter Erwin
Chefredakteur Nährstoffe
Hopfenextrakt

enthaltene
Wirkstoffe

zu behandelnde
Symptome

30

recherchierte
Studien

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behandelnde
Symptome

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Was ist Hopfenextrakt?

Ein Hopfenextrakt (wird auch als Ethanol-Extrakt bezeichnet) wird aus Hopfen mit Hilfe von Alkohol gewonnen. Die Herstellung von einem solchen Extrakt erfolgt durch einen Trennungsvorgang in Zusammenhang mit einer Wasser-Alkohol-Mischung. Dabei entsteht nach der Trennung ein reines Harz-Extrakt (darin sind dann Hart- und Weichharze sowie alle Öle enthalten)und ein Tannin Extrakt (hier sind polare Substanzen sowie Polyphenole enthalten).

Das dann so gewonnene pastenartige Extrakt wird dann mit einer Lösung gemischt und dann im nächsten Schritt sprühgetrocknet. Dadurch entsteht ein Pulver oder, wenn dies nachgebessert wird, ein Granulat. Dieses Pulver oder Granulat wird dann furchtsafthaltigen Erfrischungsgetränken oder teeähnlichen Getränken, wie Eistee, zugesetzt oder zu Kapseln, Dragees, Tinktur oder Tabletten und ähnliches weiter verarbeitet.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Hopfenextrakt einnehmen?

Bei Schlafstörungen, Stress und innerer Unruhe

Hopfen und somit auch Hopfenextrakt hat eine beruhigende und ausgleichende Wirkung und hilft bei Stress, Gereiztheit sowie innerer Unruhe. Auch die Schlafstörungen (in erster Linie bei Einschlafstörungen) kann mit der Einnahme von Hopfen nach der Naturheilkunde abgemildert oder verhindert werden. Dies gilt vor allen Dingen in Kombination mit Baldrian. Dabei muss hier jedoch auch beachtet werden, dass die Hopfen-Wirkung bei Schlafproblemen nicht sofort nach der ersten Einnahme erfolgt. Die Wirkung stellt sich erst nach einigen, Wochen (2 bis 4 Wochen) ein.

Auch gibt es eine beruhigende Wirkung auf das beim Menschen vorhandene zentrale Nervensystem. Auch positive Wirkungen entstehen bei Angstzuständen, innerer Unruhe oder bei Depressionen. Hopfen erzeugt, wenn es als Schlafmittel verwendet wird, keine Tagesmüdigkeit. Deshalb ist dann die Einnahme von einem Hopfenextrakt eine vernünftige und gute Alternative für die normalen chemischen Beruhigungsmittel.

Bei stressbedingten Problemen bei der Verdauung und bei nervösen Beschwerden

Die entkrampfende und beruhigende Wirkung von Hopfen hilft auch bei Magen-Darmbeschwerden, die aufgrund von Nervosität, entstehen. Gerade hier kann Hopfenextrakt in Kapsel-Form bei Darm- oder Magenkrämpfen hilfreich sein. Ebenso kommt Hopfen auch bei Appetitlosigkeit, bei Reizdarm oder bei Verstopfung als pflanzliches Heilmittel zum Einsatz. Zusätzlich kann ein Hopfenextrakt auch bei nervösen Beschwerden, wie zum Beispiel Migräne, Herzklopfen oder nervöse Herzbeschwerden, helfen.

Bei Hormonstörungen und bei Wechseljahresbeschwerden

Im Hopfen sind auch östrogenähnliche Pflanzenstoffe enthalten. Diese helfen zum Beispiel bei Hitzewallungen sowie vermehrtes Schwitzen in den Wechseljahren bei Frauen. Aber auch bei Hormonstörungen und bei einer unregelmäßigen Menstruation hilft hochdosierter Hopfenextrakt als Fertigpräparat oder als Hopfentee. Dadurch kann der Hormonhaushalt stabilisiert und normalisiert werden.

Bei einer Krebstherapie und bei einem atopischen Exzem

Es gibt seriöse Studien, die aufzeigen, dass es im Hopfen bestimmte Stoffe vorhanden sind, die bei Krebs helfen können. Hier sind bei den Studien Hinweise entstanden, dass Hopfen eventuell auch eine krebshemmende Wirkung haben könnte. Auch gibt es durch Forschungshinweise, dass Hopfen auch für eine Verbesserung des Hautbildes, wie zum Beispiel bei einem aktopischen Ekzem, sorgen könnte. Hier geht es vor allem um die Verringerung von Symptomen, wie Rötung der Haut oder wie Juckreiz.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Hopfenextrakt?

Hopfen ist im europäischen Raum bereits sein Jahrhunderten eine Medizin- und Heilpflanze. Gerade die beruhigende Wirkung beim Menschen steht hier häufig im Vordergrund. Hier entsteht beim Menschen eine Verringerung der Nervosität.

Zusätzlich verfügt Hopfen aufgrund der Dolden über eine weitere Eigenschaft und zwar wirkt Hopfen antiseptisch und tötet eine Vielzahl von Mikroorganismen und dies kommt dann auch bei der Verwendung als Extrakt in der Medizin zum Einsatz.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Hopfenextrakt auftreten?

Bei der Einnahme von Hopfen und auch bei dem Extrakt mit Hopfen sind keine Nebenwirkungen bekannt. Wenn Hopfen in roh gepflückt wird, können Schläfrigkeit, Kopfschmerzen, Gelenkbeschwerden oder auch eine Hautentzündung auftreten.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Hopfenextrakt, bis sich erste Erfolge einstellen?

Was die Anwendungsdauer anbelangt, so sollte hier vorab mit dem Hausarzt oder einen anderen behandelnden Arzt ein entsprechende Information eingeholt werden, um dann gemeinsam eine entsprechende Anwendungsdauer individuell abzusprechen.

Wenn es solches Extrakt bei Schlafproblemen eingenommen wird, stellt sich die Wirkung hier in der Regel erst nach einigen Wochen (2 bis 4 Wochen) ein.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Hopfenextrakt?

Das Grundprodukt für einen Hopfenextrakt ist der Hopfen von der Hopfen-Pflanze (wird auch als Humulus lupulus bezeichnet). Eine Hopfenpflanze kann ein Alter von bis zu 50 Jahren erreichen und ist in den gemäßigten Klimazonen der Nordhalbkugel anzutreffen. In erster Linie wird der Hopfen in diesen Klimazonen angebaut. Dabei sind hier die wichtigsten Anbauländer Deutschland, Tschechien und die USA. Dabei befindet sich das größte Anbaugebiet für Hopfen in dem Bundesland Bayern in Deutschland. In Deutschland werden ungefähr 32 verschiedene Arten von Hopfen angebaut.

Aus dem Wurzelstock in eine Höhe von ungefähr 4 bis 8 Metern wachsende Kletterpflanze bildet sich jedes Jahr neue Ranken. Dabei gehört der Hopfen zu der Hanfgewächs-Familie. Es gibt weibliche und männliche Hopfen-Pflanzen. Bei den männlichen Hopfen-Pflanzen werden Rispenblüten ausgebildet.

Bei den weiblichen Ausführungen entstehen zapfenartige Ähren. Die Hauptblütezeit liegt in den Monaten Juli bis August. Die Blätter der Hopfenpflanze sind von der Erscheinungsform her mit Weinblätter zu vergleichen. Jedoch sind diese gezackt und sind mit langen Stielen ausgestattet. Ebenfalls sind diese handgroß und gelappt. Als Frucht wird von der Hopfenpflanze her eine kleine Nuss entwickelt.

Die ersten Hopfengarten stammen ungefähr aus dem Jahr 736. Auf bayerischem Gebiet ist der Anbau von Hopfen urkundlich seit dem 9. Jahrhundert belegt. Damals war der Hauptanbaugrund die Geschmackszuführung beim Bier.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Hopfenextrakt aus?

Das Ur-Produkt für einen Hopfenextrakt ist Hopfen. Er wird aus Hopfen mit Hilfe von Alkohol gewonnen. Durch die Trennung mit Hilfe einer Alkohol-Wasser-Mischung in verschiedene Extrakt-Arten entsteht auch ein pastenartiges Extrakt, das dann mit einer Lösung gemischt und sprühgetrocknet wird. Daraus entsteht ein Pulver oder Granulat, das dann verschiedenartigen Getränken (Bier, Fruchtsäfte oder teeähnlichen Erzeugnissen) beigemischt werden kann oder dann auch in Tabletten oder Pillenform angeboten wird.

Trivialnamen

Unter welchen Bezeichnungen ist Hopfenextrakt noch bekannt?

Hier wird dann zum Teil auch in der Fachsprache von einem Ethanol-Extrakt gesprochen.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Hopfenextrakt enthalten?

Zu den dort vorhandenen Inhaltsstoffen gehören zum Beispiel Humulon, Lupulon, Humulen, Lupulin, ätherische Öle, Hopfenharz sowie Gerbsäure. Ebenso sind gesundheitsfördernde Flavonoide, wie zum Beispiel Kämpferöl, sowie Quercetin enthalten.

Ähnliche Superfoods

Gibt es ähnliche Superfoods, die wirken wie Hopfenextrakt?

Dazu gehört zum Beispiel die Kurkuma-Wurzel. Hierbei handelt sich um ein therapeutisches Gewürz, das auch als Heilmittel verwendet wird. Es wirkt entzündungshemmend und beruhigend.

Ein weiteres Superfood ist hier zum Beispiel der Granatapfel. Von den 2 der hier am meisten erforschten Stoffe in einem Granatapfel gehören die Polyphenole im Saft und die hormonwirksamen Stoffe aus den Granatapfelkernen sowie dem Öl. Die im Granatapfel enthaltenen Polyphenole können gegen Krebs eingesetzt werden. Aufgrund von Studien wirken sich gegen Leukämie, Prostatakrebs sowie Brustkrebs. Ebenfalls sorgen sie für eine Hemmung bei Metastasenbildung. Außerdem senkt der Granatapfelsaft den Blutdruck.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Hopfenextrakt am Markt zu kaufen?

Den Hopfenextrakt gibt es in Form von Kapseln, Beruhigungs-Dragees, Tinkturen oder Tabletten zum Einnehmen. Für die äußere Anwendung gibt es Hopfen-Cremes, welche Falten reduzieren sollen und Feuchtigkeit aussenden und gleichzeitig die Haut straffen.

Als Tagesdosis gilt hier als Menge 0, 5 Gramm. Bei der Tinktur wird 1 bis 2 Milliliter empfohlen. Desweiteren gibt es dann Einzelhinweise auf den jeweiligen Packungsbeilagen.

Hopfen kann auch als Beruhigungstee getrunken werden. Hier besteht auch die Möglichkeit, einen solchen Hopfentee selbst zuzubereiten. Hier sollte dann 1 Teelöffel getrockneter und geschnittener Hopfenzapfen beigemischt werden. Dieser wird mit 150 Milliliter kochendem Wasser übergossen und dann lässt man den Tee 5 bis 10 Minuten ziehen. Danach wird der abgeseiht und ist trinkfertig.

Damit man besser einschlafen kann, gibt es die Möglichkeit, ein Schlafkissen mit geschnittenen Hopfenzapfen sowie weiteren Heilkräutern auszustatten. Hier können dann neben Hopfen, auch Lavendel, Baldrian sowie Johanniskraut und Melisse verwendet werden. Dazu kann es zu einem besseren Einschlaf-Prozess und weniger Schlafstörungen kommen.

Wie bereits erwähnt, erfolgt dann auch eine Zusetzung von Hopfen oder Hopfenextrakt bei Schnaps, Limonaden oder Likören, um dann solche Getränke nochmals zusätzlich zu würzen. Ebenso kann der Extrakt auch beim Bier verwendet und zugesetzt werden.

Außerdem erfolgt der Einsatz von Hopfen oder Hopfenextrakt in der Medizin in Form von Sedierungsmittel zur Beruhigung.

Auch in Bibliotheken kommt der Hopfen zum Einsatz. Damit hier kostbare Bücher erhalten werden können, werden hier Hopfenzapfen in den Regalen hinter den Büchern ausgelegt. Sie halten dann Insekten sowie Feuchtigkeit von den Büchern fern. Nach einigen Jahren erfolgt der Austausch.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Hopfenextrakt als NEM?

Ein solcher Hopfenextrakt wird ja in Form von Dragees, Kapseln, Tabletten, Tropfen oder Tee angeboten. Ebenfalls gibt es hier auch Hopfenzapfenlösungen in Form Salben, Auflagen sowie Badezusätze zu kaufen.

Dabei beträgt hier die mittlere Tagesdosis, wenn nichts anderes zum Beispiel vom Hausarzt verordnet ist, 0,5 Gramm oder 1 – 2 Milliliter der Tinktur. Wenn ein Hopfentee zubereitet wird, kommen hier ungefähr 0,5 Gramm (1 Teelöffel enthält ungefähr 0,4 Gramm) zur Anwendung, Dazu wird siedendes Wasser benötigt und dieses Wasser läuft dann ungefähr 10 bis 15 Minuten durch das Teesieb. Dieser Tee hat dann einen bitteren Geschmack, kann dann aber auch mit Pflanzen wie Lavendel oder Melisse verfeinert werden.

Gibt es beim Kauf von Hopfenextrakt etwas zu beachten?

Wie bereits erwähnt, ist Hopfen allgemein gut verträglich. Nebenwirkungen entstehen kaum. In der Schwangerschaft sollte der Rat des Hausarztes eingeholt werden, weil hier einige Schulmediziner während der Schwangerschaft von einer Einnahme von Hopfen abraten. Wenn ein Hopfenextrakt zur Beruhigung oder als Schlafmittel eingenommen wird, sollten nicht noch zusätzlich chemische Mittel dafür eingenommen werden. Dasselbe gilt auch für Alkohol. Hier wird dann die Wirkung nur noch verstärkt.

Beim Kauf sollte unbedingt auf Reinheit geachtet werden. Ebenfalls sollte, wenn möglich, eine Abklärung mit dem Hausarzt bei der Einnahme erfolgen.

Studien zu Hopfenextrakt

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