Was ist Gurmar?

Auf jeden Fall ist der Wirkstoff bei Weitem keine Neuentdeckung. In der traditionellen und der ayurvedischen Medizin wird es bereits seit Jahrtausenden eingesetzt. Der Wirkstoff wird aus den BlĂ€ttern der Pflanze Gymnema sylvestre, einer Pflanze aus der Familie der SeidenpflanzengewĂ€chse gewonnen. Die Rank- oder Schlingpflanze ist an ihren schmalen, langgezogenen BlĂ€ttern erkennbar. In erster Linie werden die BlĂ€tter der Pflanze fĂŒr Extrakte genutzt. In der traditionellen Medizin werden auch die Wurzeln verwendet. Die Pflanze findet in Deutschland keine geeigneten Wachstumsbedingungen und wird daher auch hier nicht angebaut.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Gurmar einnehmen?

Die Einsatzbereiche von Gurmar sind vielfĂ€ltig. Bekanntheit hat der Wirkstoff durch seine Wirksamkeit bei der Senkung des Blutzuckers erlangt. Zahlreiche Studien haben die Wirksamkeit bei der Senkung des Blutzuckers nachgewiesen. Patienten mit Diabetes konnten ihre herkömmlichen Medikamente teilweise reduzieren. Auch bei der Gewichtsreduzierung ist es ein hilfreiches natĂŒrliches Mittel. Neben diesen beiden Einsatzbereichen gibt es jedoch noch zahlreiche weitere Probleme, bei denen der Wirkstoff eine Lösung oder Hilfe bieten kann. Es senkt den Blutzuckerspiegel und hilft damit Herz- und Kreislauferkrankungen vorzubeugen. Eine der hĂ€ufigsten Krankheiten der heutigen Zeit. Die Einsatzbereiche des Wirkstoffs aus den BlĂ€ttern der Pflanze Gymnema sylvestre zusammengefasst:

  • erhöhter Blutzuckerspiegel
  • Diabetes Typ 1 und Typ 2
  • Gewichtsreduzierung
  • Abhilfe beim metabolischen Syndrom
  • erhöhter Cholesterinspiegel
  • bei Husten
  • bei Malaria
  • harntreibend
  • Laxativ, also abfĂŒhrend
  • Anregung der Verdauung
  • als Antioxidans
  • weist antibakterielle Eigenschaften aus
  • bei Krebs
  • Steigerung des Immunsystems

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Gurmar?

Der aus den BlĂ€ttern der Pflanze Gymnema sylvestre gewonnene Wirkstoff hat durch seine zahlreichen Inhaltsstoffe unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten und Wirkungsweisen. Eine der Hauptwirkungen ist die Blockade des sĂŒĂŸen Geschmacks von Zucker. Jedoch nicht nur der Geschmack von Zucker wird blockiert, dies gilt auch fĂŒr die kĂŒnstlichen SĂŒĂŸstoffe wie Aspartam, Cyclamat und Saccharin. Verantwortlich fĂŒr diese Wirkung sind die GymnemasĂ€uren. Sie zĂ€hlen zu den Triterpen-Glycosiden und unterdrĂŒcken den sĂŒĂŸen Geschmack, wĂ€hrend andere Aromen nicht durch die Einnahme des Wirkstoffes nicht beeinflusst werden. Es verbindet sich mit den Geschmacksrezeptoren der Zunge und verhindert so die Interaktion mit Zucker. Gleichzeitig wird der Insulinspiegel im Blut erhöht. Dies geschieht durch die Hemmung eines speziellen Enzyms, so wird mehr Insulin freigesetzt. Durch eine Synthese mit dem PrĂ€proinsulin, eines VorlĂ€ufers des Insulins, wird ein gleichbleibendes Niveau bei den gespeicherten InsulinvorrĂ€ten erreicht. Eine zusĂ€tzliche Aktivierung der Mechanismen, die fĂŒr einen erhöhten Glukoseverbrauch sorgen, helfen den Blutzuckerspiegel deutlich zu senken. ZusĂ€tzlich hilft der Wirkstoff, die Zellen, die durch Diabetes geschĂ€digt wurden, wieder zu regenerieren. Dies gilt fĂŒr Diabetes Typ 1, Typ 2 oder generell erhöhten Blutzuckerwerten. Diese Wirkung wurde bereits durch zahlreiche klinische Studien bestĂ€tigt.

Eine weitere positive Eigenschaft des Wirkstoffs ist die Reduzierung der Blutfette. Die Aufnahme von Fetten und Glukose wird reduziert. Der Fettstoffwechsel wird verbessert und der Triglyceridspiegel sowie der Gesamtcholesterinspiegel gesenkt. Wobei das gute Cholesterin, das HDL-Cholesterin, erhalten bleibt. Die enthaltenen Phytosterine sorgen fĂŒr die Senkung des Cholesterinspiegels. Sie hemmen die Resorption von Nahrungscholesterol im DĂŒnndarm. Des Weiteren wird diesen Stoffen eine antikanzerogene Wirkung nachgesagt. Die Senkung des Cholesterinspiegels ist ein wesentlicher Beitrag zum Schutz vor Herzkrankheiten und Arterienverkalkung, der Arteriosklerose.

Die Gewichtsreduktion mithilfe des Superfoods wird durch eine Reduktion der Fettaufnahme erreicht. der Wirkstoff verhindert die AktivitĂ€ten der BauchspeicheldrĂŒsen-Lipase. Dies ist ein Enzym, das das Fett abbauen kann, damit eine Aufnahme im Darm ermöglicht wird. Diese AktivitĂ€t wird durch den Wirkstoff verhindert und somit einer Fettleibigkeit vorgebeugt.

Durch die enthaltenen phenolischen Verbindungen wirkt der aus den BlÀttern der Pflanze Gymnema sylvestre gewonnene Wirkstoff auch als Antioxidans. Diese Verbindungen hemmen die Oxidation von Fett und verhindern somit den oxidativen Stress.

Den Herzglykosiden und Flavonoiden verdankt der Wirkstoff eine antibakterielle Wirkung. Verschiedene Bakterien, wie Staphyoccus aureus, E. coli, Salmonella typhimurium, Candida albicans und einige weitere können abgetötet werden. Inhaltsstoffe wie Lupeol und Phytosterine können eine antikanzerogene Wirkung haben. Das Wachstum von Tumorzellen kann gehemmt werden. Bei der Heilung von Krebs soll Gurmar ebenfalls positive Auswirkungen gezeigt haben. Des Weiteren werden die Makrophagen durch den Wirkstoff stimuliert. Hierdurch wird eine Immunantwort erzeugt und es werden reaktive Sauerstoffspezies produziert. Eine Stimulierung der B- und T-Zellen wird ebenfalls vermutet.

Der Wirkstoff Luteolin wirkt entzĂŒndungshemmend und antioxidativ. Er gehört zur Gruppe der gelben Pflanzenfarbstoffe, den Flavonen. Dem Luteolin wird auch eine krebsvorbeugende und krebshemmende Wirkung nachgesagt, eindeutige Nachweise liegen hierfĂŒr bis dato jedoch nicht vor. Anthrachinon erhöht die Darmperistaltik und sorgen so fĂŒr eine verminderte Resorption. Gurmar hilft so bei Verstopfung.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Gurmar auftreten?

Bis dato sind keine Nebenwirkungen von Gurmar bekannt. Die angegebene Höchstdosierung sollte nicht ĂŒberschritten werden. Die Auswirkungen auf den Blutzucker können auch durchaus ein schĂ€dliches Niveau erreichen. Wenn der Blutzucker zu weit absinkt, kann dies zu Verwirrung, SchwĂ€che, Verlust der Muskelkontrolle und Schwindel fĂŒhren. Kindern, Schwangeren und Frauen in der Stillzeit wird von der Einnahme von Gurmar abgeraten. Diese drei Gruppen sind bis heute nicht ausreichend erforscht bezĂŒglich der Auswirkungen einer Einnahme von Gurmar. Diabetiker, die Gurmar einnehmen, sollten ihren Blutzuckerspiegel regelmĂ€ĂŸig ĂŒberprĂŒfen und ĂŒberwachen. Da der Wirkstoff den Blutzuckerspiegel beeinflusst, sollte ungefĂ€hr zwei Wochen vor einer Operation die Einnahme von Gurmar unterbrochen werden. Die Blutergebnisse könnten ansonsten beeinflusst werden.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Gurmar, bis sich erste Erfolge einstellen?

Generell wird die Einnahme von Gurmar ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum empfohlen. Der Stoffwechsel muss sich umstellen und regenerieren und das dauert seine Zeit. Bei der Einnahme des Wirkstoffes als Pulver, das in Wasser aufgelöst wird, macht sich die Wirkung im Mund bereits nach kĂŒrzester Zeit bemerkbar. Die Blockierung der Geschmacksnerven fĂŒr SĂŒĂŸes ist sofort spĂŒrbar und hĂ€lt ungefĂ€hr ein bis zwei Stunden an. Danach wird der Geschmack von SĂŒĂŸem wieder wahrgenommen.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Gurmar ?

Das immergrĂŒne RankengewĂ€chs Gymnema sylvestre ist in Zentral- und SĂŒdindien, Sri Lanka und SĂŒdafrika beheimatet. Dort wird die Pflanze auch an- und abgebaut, um Extrakte zu erhalten.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Gurmar aus?

Das Ausgangsprodukt von Gurmar ist die immergrĂŒne Rankpflanze aus der Familie der SeidenpflanzengewĂ€chse. Die SeidenpflanzengewĂ€chse sind wiederum eine Unterfamilie der HundsgiftgewĂ€chse. Der botanische Name lautet Gymnema sylvestre. Die Pflanze wĂ€chst bevorzugt auf Lehmböden und kann bis in die Baumkronen reichen. UngefĂ€hr fĂŒnf Zentimeter lang sind die schlanken, lĂ€nglichen und blassgrĂŒnen BlĂ€tter. Die gelben, kleinen BlĂŒten der Pflanze sind in Dolden angeordnet. Die BlĂ€tter können gekaut oder zu einem Extrakt verarbeitet werden.

Trivialnamen

Unter welchen Bezeichnungen ist Gurmar noch bekannt?

FĂŒr Gumar gibt es zahlreiche weitere Namen, wie Gudmar, Meshashringi, Meshashringi, Gurmari, Gurmarbooti, Chakkarakolli und Kavali, je nachdem, aus welchem Sprachkreis die Bezeichnung stammt.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Gurmar enthalten?

Folgende Inhaltsstoffe sollten nach bisherigem Stand der Forschung in Gurmar enthalten sein: Gymnemaside A-D, GymneminsĂ€ure V-Z sowie A-D, Gymnemaside I-VII, Gymnemagenin, Gymnemoside a-f, AminobuttersĂ€ure, Pentatriacontan, Conduritol-A, WeinsĂ€ure, Gymnestrogenin, Gymnamosaponine, Nonacosan, Alanin, Alpha- und Beta Chlorophyll, Lupeo, ß-Amyrin, Betain, Cholin, Adenin, Valin, Isoleucin, das Alkaloid Gymnamin, Gypenosid, AmeisensĂ€ure, d-Quercitol, Hentriacontan, ButtersĂ€ure, Tritriacontan, Stigmasterol, Inositol, Gymnemagenin.

Ähnliche Superfoods

Gibt es Àhnliche Superfoods, die wirken wie Gurmar?

Gurmar ist mit seinen Wirkungen einzigartig. Kein anderes Superfood bietet die gleiche oder eine Àhnliche Wirkung wie dieser Wirkstoff. Insbesondere die Wirkung auf den Blutzuckerspiegel wird von keinem anderen Superfood erreicht. Es gibt zwar einige Superfoods, die Àhnliche Wirkungen in den Einzelbereichen aufweisen, jedoch keines mit einem Àhnlichen kombinierten Einsatzbereich. Es existieren Superfoods, die den Cholesterinspiegel senken oder bei der Gewichtsreduktion helfen, jedoch nicht so erfolgreich bei der Reduktion des Blutzuckers.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Gurmar am Markt zu kaufen?

Gurmar gibt es in zahlreichen Varianten zu kaufen. Es ist als Tabletten, als Kapseln, als Tee und in Pulverform. Das Pulver und der Tee bieten den Vorteil, dass es in Wasser aufgelöst werden kann. Durch langsames SpĂŒlen des Mundes und anschließendes Hinunterschlucken werden die Geschmacksrezeptoren im Mund bereits blockiert. Es zeigt sich eine sehr schnelle Wirkung. Kapseln und Tabletten bieten den Vorteil, dass sie geschmacksneutral sind. Sie können leicht eingenommen und mitgenommen werden.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Gurmar als NEM?

Als Verzehrempfehlung von Gurmar als NahrungsergÀnzungsmittel wird eine Dosis von zwei bis sechs Gramm empfohlen. Im Allgemeinen entspricht dies einer Einnahme von zwei Kapseln beziehungsweise 2 Tabletten pro Tag. Die von den einzelnen Herstellern angegebenen Verzehrempfehlungen sollten auf jeden Fall eingehalten werden. Insbesondere ist hier noch einmal darauf hinzuweisen, dass eine lÀngerfristige Einnahme des Wirkstoffes erforderlich ist, um Resultate zu erzielen.

Gibt es beim Kauf von Gurmar etwas zu beachten?

Wie bei jedem NahrungsergĂ€nzungsmittel sollte auch bei Gurmar auf die Reinheit und die Inhaltsstoffe geachtet werden. Vor dem Kauf des aus den BlĂ€ttern der Pflanze Gymnema sylvestre hergestellten Wirkstoffes muss sich jeder ĂŒberlegen, welche Darreichungsform fĂŒr ihn geeignet ist. Menschen, die viel unterwegs sind, kommen vermutlich mit Kapseln und Tabletten besser zurecht, da diese einfach mitgenommen werden können. Wer gerne Tee trinkt, kann auf Tee zurĂŒckgreifen. Diejenigen, die eine sehr schnelle Wirkung erreichen möchten, sollten sich fĂŒr Pulver entscheiden. Die Rezeptoren fĂŒr sĂŒĂŸ werden besonders schnell außer Gefecht gesetzt, wenn man das aufgelöste Pulver ein wenig im Mund hin- und herbewegt, bevor man es hinunterschluckt. Generell empfiehlt es sich, die Einnahme von NahrungsergĂ€nzungsmitteln mit dem Arzt abzusprechen. Dies gilt insbesondere fĂŒr Menschen, bei denen bereits eine Erkrankung vorliegt.

Unsere Produkt-Empfehlung fĂŒr Gurmar
Hilde Sonntag

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