Was ist Tulsi?

Tulsi ist ein in Indien vorkommendes Basilikum, auch als heiliges Basilikum oder Königsbasilikum bezeichnet. Es gehört zur Familie der LippenblĂŒtler und kommt im tropischen und subtropischen Raum Asiens bis in den Norden Australiens vor. Tulsi wird in der Medizin zum Beispiel als Tee aber auch als Kapseln oder Tropfen in Form von NahrungsergĂ€nzungsmittel verwendet. Und auch in der KĂŒche ist Tulsi anerkannt. Die meisten kennen es in diesem Bereich wahrscheinlich eher als Thai- Basilikum. Gerade in der thailĂ€ndischen KĂŒche ist das heilige Basilikum ein viel verwendetes GewĂŒrz. Es ist unter anderem in einer GewĂŒrzmischung namens Horapa enthalten. Auch in vielen Currys wird es verwendet und bei der Zubereitung von Fleisch spielt es eine große Rolle.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Tulsi einnehmen?

Das indische Basilikum ist in den letzten Jahren auch in Europa und Deutschland angekommen und bekannt geworden. In der asiatischen Naturheilkunde wird es seit Jahrhunderten verwendet. Die BlĂ€tter enthalten eine Menge Wirkstoffe, die bei psychischen Beschwerden aber auch bei EntzĂŒndungen angewendet werden können. Außerdem hat das heilige Basilikum eine belebende Wirkung und hilft gegen alle Formen von Stress, was heute sogar wissenschaftlich bestĂ€tigt ist. Das Kraut bietet ein großes Spektrum an Wirkstoffen und kann daher auch zur Behandlung von vielen anderen Beschwerden eingesetzt werden. Darunter zĂ€hlen zum Beispiel Lungenbeschwerden, Asthma, Grippe und grippale Infekte, Fieber, Stress, Vergesslichkeit, nervöse UnruhezustĂ€nde, MĂŒdigkeit, Kopfschmerzen, Insektenstiche und EntzĂŒndungen im Mund-, Rachen- und Halsbereich.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Tulsi?

Heiliges Basilikum ist eine aromatische Pflanze die schon sehr lange angewendet wird. Das als Königs- Basilikum oder indisches Basilikum bezeichnete GewĂ€chs wird gegen verschiedenste Beschwerden angewendet. Tulsiextrakte wirken antioxidativ, entzĂŒndungshemmend, stressmindern, und antiasthmatisch. Außerdem schĂŒtzt Tulsi bei regelmĂ€ĂŸiger Einnahme die Leben und wirkt zum Beispiel bei ErkĂ€ltungen auswurffördernd. Auch das Gehirn profitiert von Tulsi, es verbessert die GedĂ€chtnisleistung und steigert die MerkfĂ€higkeit. Außerdem ist der Extrakt blutdrucksenkend, leistungssteigern und schweißtreibend und soll Tumore hemmen und vor Strahlung schĂŒtzen können.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Tulsi auftreten?

Indischen Basilikum wird im Allgemeinen als sehr gut vertrĂ€glich beschrieben. Allerdings gibt es keine medizinischen Belege oder wissenschaftliche Studien zur Langzeitanwendung von Tulsi. Die Empfehlung heißt daher, das Produkt nicht lĂ€nger als 6 Wochen einzunehmen. Auch Risikopatienten wie Menschen mit akuten Verletzungen, OP- Patienten und Schwangere und stillende Frauen sollten das indische Basilikum nicht einnehmen. Das Basilikum enthĂ€lt unter anderem Inhaltsstoffe die die Blutgerinnung verlangsamen, was dazu fĂŒhrt, dass auch die Wundheilung verzögert ist.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Tulsi, bis sich erste Erfolge einstellen?

Die genaue Anwendungsdauer von indischem Basilikum variiert je nach Beschwerde. Um genaue Informationen zur Einnahme zu bekommen sollte man sich vor dem Einsatz von einem Arzt oder in der Apotheke beraten lassen. Studien haben allerdings ergeben, dass das Basilikum in der Lage ist, Gelenkschwellungen und Schmerzen bei Arthritis Patienten um 73 Prozent innerhalb von 24 Stunden abzuschwĂ€chen. Allerdings können die Einnahme und die Dauer der Wirkung je nach Patient variieren. Ohne Beratung geht also gar nichts. Im Zweifelsfall sollte man die NahrungsergĂ€nzungsmittel auf jeden Fall nicht lĂ€nger als 6 Wochen am StĂŒck einnehmen und die angeratene Verwendungsmenge auch nicht ĂŒberschreiten.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Tulsi ?

Heutzutage ist bekannt, dass das GewĂ€chs vom indischen Subkontinent stammt und dort auch schon seit Jahrtausenden geerntet und angewendet wird. Heutzutage erstreckt sich das Wachstumsgebiet ĂŒber SĂŒdost- und SĂŒdwestasien und auch im Norden von Australien ist das heilige Basilikum zu finden. Die grĂ¶ĂŸten WildbestĂ€nde der Pflanze gibt es in Myanmar, Kambodscha, Bangladesch, im SĂŒdwesten Chinas und natĂŒrlich in Indien. Hier sind die Bedingungen optimal, da Tulsi eine Pflanze ist die sich an die tropischen und subtropischen Regionen angepasst hat. Sie wĂ€chst auch in Bergregionen in Höhen von bis zu 1800 Meter. Auch in Europa und Deutschland wird die Pflanze bei GĂ€rtnern immer beliebter. Allerdings ist es nicht so ganz einfach die Pflanze in unserer Region zu kultivieren.

Die Aussaat von Tulsi ist in Form von Samenkörnern wesentlich schwieriger als beim Anpflanzen von Zöglingen. Tulsi braucht durchschnittliche Temperaturen von 20 Grad, da es nicht KĂ€ltevertrĂ€glich ist. In unseren Gebieten sollte man Tulsi also wenn ĂŒberhaupt, frĂŒhestens im Somme ins Freiland setzen. Besser geeignet ist allerdings eine KĂŒbelzucht in einem GewĂ€chshaus oder in der Wohnung. Benutzt man Samenkerne, sollte man darauf achten, die Kerne nur mit einer SprĂŒhflasche zu bewĂ€ssern um sie nicht durch StaunĂ€sse zu zerstören. Die Keimzeit des heiligen Basilikums kann sich bis zu 20 Tage hinauszögern. Außerdem hat Tulsi im Gegensatz zu anderen KrĂ€utern einen sehr hohen NĂ€hrstoffbedarf. Man sollte hier also mit KrĂ€uterdĂŒnger oder Komposterde arbeiten. Und auch der Wasserbedarf von Tulsi ist höher als der von anderen KrĂ€utern. Die Wurzeln von Tulsi mĂŒssen immer leicht feucht sein, allerdings muss „der nasse Fuß“ also StaunĂ€sse im KĂŒbel unbedingt vermieden werden.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Tulsi aus?

Indisches Basilikum ist ein LippenblĂŒtler und gehört zu den Krautpflanzen und ebenfalls auch zur Familie des uns bekannten Basilikums. Innerhalb der Gattung Basilikum gibt es bis heute 60 verschiedene Arten. Tulsi ist eine Pflanze die bis zu 1 Meter hoch wird. Sie ist unserem Basilikum und Zitronenmelisse sehr Ă€hnlich vom Aufbau her. Gerade StĂ€ngel mit feinen Zweigen, eine verholzte Basis und gegenstĂ€ndig angeordnete LaubblĂ€tter beschreiben diese Pflanze sehr gut.

Trivialnamen

Unter welchen Bezeichnungen ist Tulsi noch bekannt?

Tulsi ist in der Botanik unter seinem Lateinischen Namen Ocimum sanctum bekannt. Das bedeutet so viel wie heiliges Basilikum. Außerdem werden ihm die Namen indisches Basilikum und Königsbasilikum zugeschrieben.

Tulsi in der Religion

FĂŒr viele Hindus ist die Tulsi Pflanze als heiliges Kraut (was ihm wahrscheinlich auch den Namen heiliges Basilikum einbrachte) und wird bei religiösen Zeremonien verwendet. Um Tulsi ranken sich viele Legenden und es spielt seit Jahrtausenden eine große Rolle in der asiatischen Medizin. Tulsi wird auch in vielen Geschichten und Sagen genannt. Einmal reprĂ€sentiert es die Gegenwart von Vishnus und symbolisiert göttlichen Schutz. Die Menschen pflanzen das heilige Basilikum deswegen sogar an ihren HĂ€usern. Gerade bei glĂ€ubigen Hindus steht Tulsi am Eingang oder im Innenhof um das Haus und seine Bewohner zu schĂŒtzen. Eingerahmt von bunten und bemalten Steinen bildet dieser Bereich eine Art Altar.

In Vrindavan, einem historischen Waldgebiet in dem angeblich der Gott Krishna wĂ€hrend seiner Jugend gelebt haben soll, stehen wilde Tulsi- StrĂ€ucher. Die BlĂ€tter dieser StrĂ€ucher dienen den Hindus als Opfergabe. Laut den Hindus ist Tulsi wegen seiner heilenden KrĂ€fte die pflanzliche Gestalt von Gott. Nach dem hinduistischen Glauben ist Tulsi so stark, dass es sogar die schlimmsten SĂŒnden von der Seele waschen kann. Auch bei Gottesdiensten die zu Ehren von Vishnu abgehalten werden, ist das heilige Basilikum als Opfergabe nicht wegzudenken. Vishnus AnhĂ€nger schnitzen sich auch aus den Ästen des Tulsi kleine Kugeln die sie zu einer Kette verarbeiten. Diese wird uns Halskette oder als Gebetskette getragen und verwendet. Und auch in den Tod begleitet die Hindus das heilige Basilikum. Den Toten wird ein Blatt unter die Zunge gelegt, oder bei der Beerdigung werden einzelne BlĂ€tter mit ins Feuer geworfen.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Tulsi enthalten?

Im heiligen Basilikum vereinen sich unter anderem folgende Inhaltsstoffe. Ätherische Öle in Form von Eugenol, Cineol, Estragol, Bisabolen und Elemen. Außerdem enthĂ€lt die Pflanze Gerbstoffe wie zum Beispiel RosmarinsĂ€ure, Flavonoide wie Apigenin und Cirsimarin. Und Saponine, Carotinoiden und Polyphenole.

Ähnliche Superfoods

Gibt es Àhnliche Superfoods, die wirken wie Tulsi?

Da das heilige Basilikum einen sehr großen Anwendungsbereich hat kann man viele KrĂ€uter und GemĂŒse sowie Obstsorten als „Àhnlich“ ansehen. NatĂŒrlich sind auch alle Basilikumsorten vergleichbar. Allerdings ist kein anderes Lebensmittel so vielseitig einsetzbar. Man könnte allerdings sehr leicht mehrere KrĂ€uter und Lebensmittel kombinieren um das vielseitige Wirkungsfeld abzudecken. Sein breiter Behandlungskreis und die schnelle Wirkung machen das heilige Basilikum einzigartig.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Tulsi am Markt zu kaufen?

Das Basilikum gibt es in frischer Form als Pflanze fĂŒr den Gartenbereich. Außerdem kann man die Heilpflanze als Tee, als Kapseln, als Öl und in Pulver- und Tropfenform erwerben.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Tulsi als NEM?

Beim heiligen Basilikum liegt die Verzehrempfehlung in Tablettenform fĂŒr Erwachsene bei 1 Tablette maximal 2 Mal am Tag mit Wasser. Diese Empfehlung sollte auch nicht ĂŒberschritten werden.

In Teeform kann man bei akuten Beschwerden wie zum Beispiel ErkĂ€ltungen oder Rachen-, Hals- oder MundentzĂŒndungen 1 bis 3 Tassen am Tag zu sich nehmen. Je Tasse sollte man 2 Teelöffel getrocknete BlĂ€tter mit 200ml heißem Wasser aufgießen und ca. 10 Minuten ziehen lassen.

Gibt es beim Kauf von Tulsi etwas zu beachten?

Das heilige Basilikum erfreut sich auch in Europa und in Deutschland immer grĂ¶ĂŸerer Bekanntheit und Beliebtheit. Als Superfood und Detoxkraut wird es in den Medien als Wunderwaffe hochgehoben. Und auch im Bereich der GĂ€rtner erfreut sich Tulsi an immer mehr Interesse.

Mit etwas GlĂŒck bekommt man Online oder im Fachmarkt fĂŒr Pflanzen immer mal Frischpflanzen zu kaufen. Möchte man den Anbau also ausprobieren, sollte man die Augen offen halten.

In getrockneter Form oder als Kapseln, Öl oder Liquid bekommt man das Produkt in einigen Drogerien und Im Internet zu kaufen. Die Preise sind hier jedoch nicht wirklich gĂŒnstig. 100 Gramm kosten bei guter QualitĂ€t um die 10 Euro.

Beim Kauf ist darauf zu achten, dass das Produkt ein Bio Siegel enthÀlt und kontrolliert verarbeitet wird.

Unsere Produkt-Empfehlung fĂŒr Tulsi
Hilde Sonntag

Passende BeitrÀge aus unserem Magazin

Heilpflanzen
Schafgarbe

Pflanzen der Schafgarbe-Familie – Achillea – sind nicht nur bei den Namen gebenden Vierbeinern besonders beliebt. Am Wegesrand und auf …

mehr lesen
Superfood Liste

Über 250 Superfoods!

Superfoods Kategorien
Quellen zu diesem Beitrag
  • Quelle 1
  • Quelle 2