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Was ist Tropin?

Tropin oder Troponine bestehen aus drei Proteinkomplexen. Diese kommen im Herzmuskel vor. Jeder Komplex besitzt drei Untereinheiten. Die Untereinheit C dient der Bindung von Kalzium und T ist für die Bindung von Tropomyosin zuständig. Der I-Komplex bindet Actin. Die drei Eiweißkomplexe kommen nur in Herzmuskelzellen vor. Deshalb werden sie zu den Biomarkern gezählt.

In der Natur kommen Tropanole werden von Tropin abgeleitet. Eine weitere Ableitung sind die Tropanalkaloide. Diese finden sich in den Nachtschattengewächsen. Dazu gehören Tollkirsche (Atropa belladonna), Bilsenkraut (Hyoscyamus niger), alle Arten des Stechapfels (Datura spec.) sowie ind er Andenbeere (Physalis peruviana). Tropin kommt natürlich auch in Rotholzgewächsen vor. Der Stechapfel wird auch noch Tollkraut, Rauapfel, Donnerkugel und Pferdegut genannt.

Am gängigsten ist die Verwendung von Tropin der Tollkirsch, auch als „Bellla donna“ bezeichnet. Die Bezeichnung stammt aus dem 16. Jahrhundert, da die Tollkirsche in dieser Zeit als Kosmetikum eingesetzt wurde. Die Frauen bekamen durch die enthaltenen Alkaloide größere Pupillen. Tollkirsche ist an sich hoch-toxisch. In geringen Mengen wird es für medizinische Zweck eingesetzt. Eine zu hohe Dosis in die Augen kann allerdings zu erheblichen Sehproblemen bzw. bis zur Erblindung führen.

Nachtschattengewächse sind entweder zur Gänze toxisch oder besitzen Pflanzenteile, die giftig sind. Auch die allseits bekannte Kartoffel zählt dazu. Alle Pflanzenteile der Kartoffel über der Erde sind giftig.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Tropin einnehmen?

Da es sich um eines der giftigsten Inhaltsstoffe überhaupt handelt, sollte dieser Wirkstoff nur nach Rücksprache mit dem Arzt und in der vorgeschriebenen Dosierung eingenommen werden. Bei Asthma und krampfartigen Schmerzen (Darm, Gebärmutter und Bronchien) ist Tropin sehr zu empfehlen.

Für medizinische Zwecke wird Tropin synthetisch verändert. Im Sport werden Nachtschattengewächse sowohl wegen des Tropins als der enthaltenen Steroide häufig im Bereich Bodybuilding eingesetzt. 6 Kapseln eine Stunde vor dem Training mit reichlich Flüssigkeit eingenommen, sollen die Muskeln aufbauen. Die beste Art, Muskeln aufzubauen ist immer noch, ausgewogene Ernährung und vernünftige sportliche Betätigung in frischer Luft.

Synthetisch verändertes Tropin wird in der Notfall- und Intensivmedizin und Anästhesie erfolgreich eingesetzt. Bei Bradykardie (zu niedrige Herzfrequenz) oder bei fehlender Effektivität der Herztätigkeit ist die Verabreichung von Atropin angezeigt. Darüber hinaus wird dann ein Herzschrittmacher eingesetzt.

In der Notfallmedizin wird Atropin bei Herzstillstand direkt ins Herz gespritzt. Stimmt das wirklich (Filme)? Das Herz ist der größte Muskel, den wir Menschen haben. Je nachdem, wie Medikamente verabreicht werden, wirken sie unterschiedlich schnell. Bei einem Herzstillstand geht es darum, dass der Herzmuskel so rasch wie möglich wieder den normalen „Betriebsrhythmus“ aufnehmen soll. Und das geschieht am besten durch direkte Stimulation (Defibrillator, Atropin). Muskeln arbeiten mittels Anspannung und Entspannung.

Wird der Stoffwechsel gestört (Vitaminmangel, Mangel an Spurenelementen und Mineralien) kommt es zu Muskelkrämpfen. Oft reicht schon die Gabe von Magnesium.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Tropin?

Tropanol wirkt richtig dosiert, krampflösend, mildert Missempfindungen, Erregungszustände, Nervenentzündungen, akute Kopf- und Nervenschmerzen sowie Schwindelanfälle. Krampfartige Schmerzen im Darm, der Gebärmutter oder den Bronchien wird Tropanol ebenfalls sehr gerne eingesetzt. Die Wirkung sollte nach einer halben Stunde eintreten und dauert ca. vier Stunden an.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Tropin auftreten?

Bei einer Überdosierung treten Symptome einer Intoxikation auf. Diese zeigen sich relativ rasch und äußern sich in

• Heiserkeit, Schleimhauttrockenheit, Mundtrockenheit, Schluckbeschwerden,

• Harnretentin, Darmatonie, Obstipation, Übelkeit, Erbrechen,

• Exantheme, Hyperthermie, Flush,

• extreme Agitation,

• Müdigkeit,

• extreme Halluzinationen bis hin zur Selbstverletzung,

• Herzrhythmusstörungen, Tachykardie, Hypotonie,

• Ataxie,

• Verwirrtheit, Desorientierung, Amnesie,

• Mydriasis, Akkommodationsstörungen,

• Hyperventilation,

• Krampfanfälle,

• Koma,

• fulminante Hepatitis,

• Rhabdomyolyse sowie

• Atemlähmung.

Vorsicht: Schwangere und Stillende sollten Tropin auf keinen Fall einnehmen (Muttermilch, Plazenta)!

Da es bei einer Vergiftung immer auf die Dosis, die Art des Giftes, zum Beispiel Tropanol von der Tollkirsche oder vom Stechapfel, sowie dem jeweiligen Allgemeinzustand des Betroffenen abhängt, wird nach den Symptomen therapiert. In allen Fällen werden jedoch die Vitalparameter überwacht, Aktivkohle als Pulver oder Suspension (Entgiftung) sowie das entsprechende Antidot verabreicht. In schweren Fällen wird Physostigmin eingesetzt.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Tropin, bis sich erste Erfolge einstellen?

Innerhalb einer halben Stunde sollte es zu einer leichten Besserung kommen. Je nach Art des Tropanols und der betroffenen Person kann die Wirkung auch vier Stunden oder ein paar Tage andauern. Wird Atropin gespritzt, tritt die Wirkung sofort ein. Meistens wird Atropin direkt ins Herz gespritzt.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Tropin ?

Tropanol ist ein sehr starkes Alkaloid (Gift), dass natürlich in der Tollkirsche, dem Stechapfel und der Andenbeere vorkommt. Heutzutage wird es für pharmazeutische Zwecke angebaut. Viele Naturvölker bauen die Pflanzen noch heute zur Beruhigung und Entspannung an, da sie stark berauschend wirken. Tropanol gilt auch als Halluzinogen.

Die Andenbeere wächst auch in Europa sehr gut. In jeder guten Gärtnerei oder im Online-Gartencenter sind Aussaat-Samen erhältlich. Darüber hinaus sind Andenbeeren in jedem Supermarkt als frische Frucht erhältlich. Die mehrjährigen Früchte sind jedoch nicht winterhart. Die Kapstachlbeere wie sie oft genannt wird, stammt aus Südamerika, wird aber in Indien, Südamerika, Afrika und auf der Insel Java, Australien, Kenia, Neuseeland, den USA und Südfrankreich angebaut. Erntezeit ist zwischen Dezember und Juli. Die Früchte reifen nicht nach. In Afrika werden die Blätter als natürliches Pflaster zur Wundheilung eingesetzt. Häufig wird diese Art des Tropanols gegen Durchfall eingesetzt. Kapstachelbeere wird sie deswegen genannt, weil sie Seefahrer nach Südafrika gebracht haben, wo sie heute noch kultiviert wird. In Peru heißt die Frucht Awaymantu, das ist die Alte Quechua Bezeichnung für Andenbeere.

Schlafbeere ebenfalls aus der Familie der Nachtschattengewächse. Sie wird wegen ihrer guten Wirksamkeit auch als indischer Ginseng bezeichnet und kommt im gesamten Mittelmeerraum, Afrika, Asien, auf Mauritius und den Kapverdischen Inseln vor. Die Wurzeln enthalten die Alkaloide (Anahygrin, Cuscohygrin, Anaferin, Nicotin, Tropin, Withasomnin, Withanaloide (Steroidlactone! – Smniferanolid, Somniwithanolid, Withaferin A und Wahtasomniferanolid).

Die Schlafbeere wird hauptsächlich in der indischen Medizin (Ayurveda) eingesetzt. Laut Erfahrungsberichten wird sie erfolgreich gegen Altersbeschwerden, Impotenz, Entzündungen; Aphrodisiakum sowie gegen Schlaflosigkeit eingesetzt. In westlichen Ländern wird die Schlafbeere als kräftigendes Nahrungsergänzungsmittel (KSM-66 Ashwagandha) angeboten. Diese Art von Tropanol wird unter dem Namen „Ashwagandha“ als Nahrungsergänzungsmittel angeboten.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Tropin aus?

Der Stechapfel ist eine einjährige, europäische Pflanze, die bis zu 1,2 m hoch werden kann. Die Stängel sind kahl und die Blätter unregelmäßig spitz und eiförmig. Die Pflanze blüht zwischen Juni und Oktober. Diese sind trompetenförmig und weiß. Die Kapseln mit den Samen, die zur Gewinnung des Tropins verwendet werden, stammen von der Blüte.

Die Tollkirsche ist in ganz Europa verbreitet. Die Stängel und Blätter sind behaart. Die Blüten sind violett, glockenförmig und drei Zentimeter groß. Die Beeren schwarz und glänzend. Die gesamte Pflanze (Wurzeln, Blätter, Sprossachsen, Früchte) sind extrem giftig. In den Blättern ist die Konzentration von Atropin am höchsten.

Die Andenbeere, Andenkirsche, Peruanische Blasenkirsche oder Kapstachelbeere kann bis zu zwei Meter hoch werden. Die Früchte reifen in einer Art Ballon heran. Die Pflanze gehört zu den toxischen Nachtschattengewächsen. Aber nur die grünen Pflanzenteile sind giftig und werden als Rauschmittel verwendet. Die gelben Früchte sind essbar und schmecken wie Ananas.

Trivialnamen

Unter welchen Namen ist Tropin noch bekannt?

Tropin wird auch Troponin oder Tropanol genannt.

Funktionsweise​

Wie ist die Funktionsweise von Tropin?

Atropin blockiert die Rezeptoren und somit den Parasympathikus. Der Sympathikus stärkt und kurbelt Herzschlag, Atmung und den Stoffwechsel an. Der Parasympathikus lähmt diese. Zu hoch dosiert kommt es meistens zur Lähmung der Atmung.

Ă„hnliche Wirkstoffe

Gibt es ähnliche Wirkstoffe, die wirken wie Tropin?

Hyoscyamin, Belladonin oder Scopolamin sind ebenfalls Wirkstoffe des Stechapfels oder der Tollkirsche. Dabei handelt es sich um hochgiftige Alkaloide.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Tropin am Markt zu kaufen?

Tropanol wird in Online-Apotheken in Form von Tropen und Globuli angeboten. Im Bodybuilding Bereich wird Tropin (Wachstum der Muskeln) ebenfalls eingesetzt. Auch hier sollte vorher ein Arzt zurate gezogen zu werden. In der Apotheke wird synthetisch verändertes Tropin in Form von Zäpfchen, Tabletten oder Tropfen angeboten.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Tropin als NEM?

Da Tropanol ein hoch toxischer Wirkstoff ist und eine Überdosierung sogar zum Tod führen kann, ist die Empfehlung auf der Verpackung unbedingt einzuhalten. Synthethisch verändertes Tropanol, wie zum Beispiel für Globuli oder Tropfen, ist hoch wirksam, aber weitaus weniger gefährlich wie die Früchte der Tollkirsche. Aber auch hier sind die angegebenen und empfohlenen Dosen einzuhalten.

Die Dosierung richtet sich nach der Form der Verabreichung sowie der Anwendung. AuĂźerdem bringt es ĂĽberhaupt nichts, die Dosis zu steigern. Im Sport wird oft davon ausgegangen, dass eine Steigerung der Dosis automatisch auch ein besseres Ergebnis liefern muss. Dem ist leider nicht so. Das Gegenteil ist der Fall. Zahlreiche nationale und internationale Studien belegen das eindeutig.

Gibt es beim Kauf von Tropin etwas zu beachten?

Bei all jenen Wirkstoffen, die toxisch sind, ist höchste Vorsicht geboten. Die Verpackung sollte nicht beschädigt sein. Werden Präparate übers Internet von einer renommierten Plattform oder bei einer Online-Apotheke bestellt, besteht die Sicherheit, dass es sich um hochwertige Produkte handelt. Bei Tropfen sollten die Drehverschlüsse nicht „gebrochen“ sein. Die Globulifläschchen sollten voll sein. Synthetische verändertes Tropin wird in Form von Tropfen, Tabletten, Kapseln oder Zäpfchen verordnet. Es wird strengstens empfohlen, nur die vorgeschriebene Dosis einzunehmen. Darüber hinaus kann Tropin in Kombination mit anderen ähnlich wirkenden Medikamenten die Wirkung verstärken. Dazu zählen alle Antiallergika, Antidepressiva, Antipsychotika sowie Mittel gegen ADHS, Parkinson, Herzrhythmusstörungen und die Schlafkrankheit.

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Peter Erwin
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Quellen zu diesem Beitrag
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