Was ist Trikatu?

Aus dem Sanskrit bedeutet Trikatu so viel wie „die drei scharfen GewĂŒrze“. Die Übersetzung erklĂ€rt die Bestandteile der GewĂŒrzmischung sehr gut, denn sie beinhaltet die zwei Pfefferarten, langer und schwarzer Pfeffer, sowie getrockneten Ingwer. Alle drei sind in gleichen Mengen fein zermahlen in Trikatu enthalten.

Trikatu kommt ursprĂŒnglich aus dem Ayurveda, der indischen Heilkunst, ist dort eine der bedeutendsten GewĂŒrzmischungen und ist Teil dessen ErnĂ€hrungslehre. Durch seine besonderen Wirkstoffe ist es auch als Superfood bekannt und diese wurden sogar medizinisch nachgewiesen. In der westlichen Welt findet es bereits seit Jahren Anklang.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Trikatu einnehmen?

Um das Superfood Trikatu zu sich zu nehmen, mĂŒssen nicht zwingend Symptome vorliegen. Es wirkt unterstĂŒtzend auf Körper und Geist und kann regelmĂ€ĂŸig eingenommen werden. Vor allem bei der Verdauung ist es ein hilfreiches Mittel. Wer unter Verdauungsstörungen oder kurzfristig unter BlĂ€hungen leidet, sollte zu Trikatu greifen. Bei Kopfschmerzen oder sogar MigrĂ€ne sowie Durchblutungsstörungen ist das GewĂŒrzgemisch von Bedeutung. Gleichzeitig ist es fĂŒr Menschen geeignet, die permanent oder sporadisch unter Stress stehen.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Trikatu?

Aus ayurvedischer Sicht greift es in die drei Doshas, den Lebensenergien ein. Eine davon ist Kapha, das Struktur- und StabilitĂ€tsprinzip, das zwar wichtig ist, aber nicht ĂŒbermĂ€ĂŸig vorhanden sein soll. Trikatu sorgt fĂŒr mehr Lockerheit. Aufgrund der scharfen Inhaltsstoffe wird das Pitta-Dosha erhöht, das bedeutet, der Stoffwechsel wird angeregt. Das Vata, das Bewegungsprinzip wird, wie das Kapha verringert.

Generell gilt im Ayurveda, die Verdauung- sowie das Atmungssystem zu verbessern. Trikatu hilft dabei, dass andere Wirkstoffe und NÀhrstoffe sich besser im Körper freisetzen und die volle NÀhrstoffausschöpfung erzielen. Sollte eine ErkÀltung sowie Kopfschmerzen vorliegen, dann ist das Drei-KrÀuter-Gemisch, eine gute Medizin.

Außerdem hilft es bei der Schmerzlinderung und wirkt antibiotisch. Durch den erhitzenden Effekt öffnet es sĂ€mtliche KanĂ€le im Körper wie den Blutkreislauf und ist dazu entschleimend. Ihm wird nachgesagt, dass es ein kleines Aphrodisiakum sein soll.

Der Gedanke dahinter, warum sie zusammenkommen, ist der: Alle drei GewĂŒrze, langer und schwarzer Pfeffer, sowie Ingwer haben fĂŒr sich starke Wirkstoffe. Mischt man alle zusammen, verstĂ€rkt sich der Effekt und das macht Trikatu zum Superfood.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Trikatu auftreten?

Das Heilmittel besitzt keine Nebenwirkungen. Sollte jemand zu viel davon nehmen, kommt es vielleicht zu kleinen Beschwerden wie Schwindel oder Überlkeit. Daher sollte die Menge stets klein bleiben.

Im Zusammenhang mit Medikamenten kann es negative Reize auslösen. Welche das sind, sollte im Vorfeld recherchiert werden.

Schwangeren Frauen sowie Menschen mit einer anfÀlligen Magen-Darm-Schleimhaut sollten davon keinen Gebrauch nehmen.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Trikatu, bis sich erste Erfolge einstellen?

Bereits nach der ersten Einnahme macht sich das GewĂŒrz-Trio bemerkbar. Trotzdem soll dies dauerhaft geschehen und nicht unterbrochen werden, damit es die volle Wirkung erreicht. Ansonsten wĂŒrde bloß der scharfe Geschmack als WĂŒrze fĂŒr die Speisen dienen.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Trikatu ?

Da das Superfood der indischen Ayurvedaheilkunst entstammt, kommt es aus Indien, aber auch aus den angrenzenden LÀndern Nepal und Sri Lanka. Das Ursprungsland von langem Pfeffer und schwarzen Pfeffer war tatsÀchlich Indien. Schwarzer Pfeffer ist heutzutage die am meist gebrÀuchliche Pfefferart, langer Pfeffer hingegen ist eine RaritÀt und selten zu kaufen und somit auch teurer. In der Vergangenheit sah es anders aus. Vor der Entdeckung des schwarzen oder auch echten Pfeffers in Europa war der auch unter Stangenpfeffer bekannte lange Pfeffer hoch begehrt. Die Herkunft von Ingwer ist nicht eindeutig nachzuweisen.

Tatsache ist, dass alle drei Zutaten von Trikatu neben vieler anderer Regionen noch immer Indien ein Anbaugebiet ist. Die StrĂ€ucher des seltenen langen Pfeffers sind nur in SĂŒdindien und Nepal zu finden. Beim schwarzen Pfeffer sind wesentlich mehr LĂ€nder Produzenten, neben Indien, Malaysia, Indonesien, Vietnam und Brasilien. LĂ€nder wie Indien, Sri Lanka, Indonesien, Vietnam und SĂŒdamerika gehören zu den Hauptproduzenten von Ingwer, aber auch große Industrienationen wie Japan, China, Australien und Frankreich.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Trikatu aus?

Bei den beiden Pfeffersorten sind es die FrĂŒchte, die in Trikatu gemahlen hineinkommen. Im Fall des langen Pfeffers sind es die Stangen und beim schwarzen oder echten Pfeffers, die bekannten Körner. Mehrere Körner hĂ€ngen auf traubenĂ€hnlich zusammen und sind SteinfrĂŒchte.

Der Pflanzenteil des Ingwers, der fĂŒr die Mischung verantwortlich ist, ist die Wurzelknolle oder Rhizom genannt. Sie wird aus der Erde geerntet und ebenfalls fein gemahlen.

Trivialnamen

Unter welchen Bezeichnungen ist Trikatu noch bekannt?

FĂŒr diesen ayurvedischen HeilkrĂ€utermix gibt es nur die Bezeichnung Trikatu. Unter diesen Namen ist es auf der ganzen Welt erhĂ€ltlich. Lediglich im Chinesischen wird es Bi Bo genannt.

Die drei Zutaten hingegen tragen verschiedene Namen. Piper longum ist der lateinische Begriff fĂŒr den langen oder schwarzen Pfeffer, der indische Name dafĂŒr ist Pippali. Sucht man den schwarzen Pfeffer im GeschĂ€ft, ist es möglich, dass er unter Maricha zu finden ist oder im Latein unter Piper Nigrum. Beim GewĂŒrz Ingwer wird man oft beim indischen Namen Shunthi fĂŒndig. Die lateinische Aussprache dafĂŒr ist Zingeber officinalis.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Trikatu enthalten?

Der ausschlaggebende Wirkstoff von beiden Pfeffersorten des Trikatu ist Piperin. Stangenpfeffer hat sogar einen höheren Prozentwert als der echte Pfeffer. Dieser sorgt nicht nur fĂŒr die SchĂ€rfe, sondern fĂŒr die heilende Wirkung, und zwar das Verdauungssystem anzuregen und Stress zu mindern. Außerdem sorgt er dafĂŒr, dass sich NĂ€hrstoffe anderer Lebensmittel im Körper besser verteilen und ihre BioverfĂŒgbarkeit besser zur Geltung kommen. Piperlongumin, ist ein Stoff, den nur der lange Pfeffer besitzt, das Krebszellen verringert oder erst gar nicht entstehen lĂ€sst.

Ingwer enthĂ€lt nicht nur viele Vitamine und Spurenelemente, sondern wie Pfeffer eine große Menge an Ă€therischen Ölen wie Borneol und Cineol. Das was der lange Pfeffer mehr an Piperin hat, hat er dafĂŒr weniger an Ă€therischen Ölen, als der schwarze Pfeffer. Diese wie auch das Gingerol verleihen dem Ingwer die SchĂ€rfe und gute Abwehrstoffe. Flavonoide wirken Krebs vorbeugend, entzĂŒndungshemmend und antioxidativ.

In der indischen GewĂŒrzmischung sind außerdem adaptogene Pflanzenstoffe enthalten, die selten in Pflanzen vorkommen. Diese sinken den Stresspegel nach unten. Piperin sowie die in der Ingwerwurzel enthaltenen Inhaltsstoffe sind dafĂŒr verantwortlich, alle drei GewĂŒrze gemischt verstĂ€rken diese Wirkung noch mehr.

Ähnliche Superfoods

Gibt es Àhnliche Superfoods, die wirken wie Trikatu?

Es gibt kein anderes Superfood, das Trikatu ersetzen könnte und alle Wirkstoffe vereint. Doch es gibt verschiedene Superfoods, die die vereinzelt gleiche Wirkung erzielen.

Was die Verdauung betrifft, ist Hanfsamen ein gutes Mittel. Es regt ebenfalls die Verdauung an und hilft bei Verstopfungen und BlÀhungen. Chiasamen fördert genauso die Darmfunktion.

Die adaptogene Maca-Wurzel mindert den Stresspegel und sorgt fĂŒr einen ausgeglichenen Hormonhaushalt. Das hat sie ebenso wie Trikatu viele Spurenelemente und Vitamine enthalten.

Den Apfel kennt jeder und wer hÀtte es gedacht: Er ist ein Superfood. Er besitzt wie das scharfe Gemisch verdauungsanregende Stoffe. In seinem Fall die Cellulose.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Trikatu am Markt zu kaufen?

Zum WĂŒrzen von Speisen empfiehlt sich das Pulver zu kaufen. Anstatt Pulver ist manchmal das Wort Churna zu finden.

Als Heilmittel gibt es mehrere Möglichkeiten, um es dem Körper zuzufĂŒhren. Wenn man das Pulver nimmt, sollte man es zusammen mit anderen Lebensmittel zu sich nehmen, aufgrund es extrem scharfen Geschmacks. Diese können sein Honig oder Wasser. Eine weitere Möglichkeit ist Ghee, Butterschmalz, das in Indien und Pakistan hĂ€ufig zum Einsatz kommt. In den Tee mit einer Brise Zimt lĂ€sst sich Trikatu gut trinken.

Nimmt man das Extrakt als Kapselform, dann sollte das immer nach den Mahlzeiten erfolgen. DafĂŒr ist lediglich warmes Wasser nötig.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Trikatu als NEM?

Bei Pulver oder Churna sollte der Richtwert zwischen ein bis maximal drei Mal tĂ€glich nicht ĂŒberschritten werden. Die Menge pro Einnahme ist dabei ein Viertel bis ein halber Teelöffel.

Nimmt man das Heilmittel in Kapselform, dann ist die Menge von Herstellung unterschiedlich. Die Menge in einer Kapsel kann unterschiedlich ausfallen. Meistens steht in der Beschreibung von zwei bis vier Kapseln pro Anwendung. Eingenommen wird ungefĂ€hr zweimal am Tag, und das immer nach einer Hauptmahlzeit mit viel FlĂŒssigkeit, am besten Wasser.

Gibt es beim Kauf von Trikatu etwas zu beachten?

Sollte der Interessent von Trikatu verschriebene Medikamente zu sich nehmen, ist ihm zu empfehlen, das mit dem Arzt im Vorhinein zu besprechen. Nicht jede Arznei wirkt gleich.

Frauen, die das scharfe Superfood, kaufen wollen, sollten darauf achten, dass wÀhrend der Einnahme keine Schwangerschaft vorliegt.

Chronisch erkrankten Menschen von Magen oder Darm sollten davon absehen, das Heilmittel zu sich zu nehmen.

Eine Überlegung ist vor dem Kauf, in welcher Form man Trikatu einnimmt. Menschen mit einem empfindlichen Rachen sind Kapseln zu empfehlen anstatt das Pulver.

Unsere Produkt-Empfehlung fĂŒr Trikatu
Sven GrĂŒnder

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