Die Einnahme von Nahrungseränzung ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

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Heilpflanze

Germer

Autor

Sabrina Laidner
Expertin für Ayurveda
Germer

enthaltene
Wirkstoffe

zu behandelnde
Symptome

30

recherchierte
Studien

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behandelnde
Symptome

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Die Germerpflanze ist eine traditionelle Heilpflanze. Es gibt schwarzen und weißen Germerwuchs, die beide zu den traditionellen Räucherpflanzen gehören. Schwarzgermer gehört zu den ältesten Heilpflanzen, die in der Volksmedizin genutzt wurden. Er ist giftig, weswegen er heute ausschließlich in homöopathischer Verdünnung produziert wird und so auch eingenommen werden sollte. Hier finden Sie alle Informationen zu der Pflanze, ihrer Herkunft, der Anwendung und ihren positiven Wirkungen auf den Körper.

Was ist Germer?

Es handelt sich um eine mehrjährige, kräftige und üppige Pflanze mit einer Höhe von bis zu 1,5 m. Die Wurzeln sind bis zu 10 cm lang und rangen aus einem 5-8 cm langen Wurzelstock heraus.

Diese scharf und bitter schmeckende Pflanze ist besonders giftig und kann unter Umständen schädlich für das Herz sein.

Auf dem rund 1,5 m hohen runden Stiel befinden sich ledrige, dicke, hellgrüne Blätter, im unteren Teil breit oval, in im oberen Teil kleiner, lanzettlich und am Blattstiel nach unten hängend.

Die hellgrünen Blüten sind zahlreich und bilden gebündelte Blütenstände.

Die Frucht ist der Pflanze ist eine längliche Kapsel mit einem rissigen Deckel auf der Oberseite und 3 Septen voller bläulich-brauner Samen. Es verursacht eine starke Speichelsekretion im Mund und der Staub von den trockenen Blättern verursacht unkontrollierbares Niesen, weshalb man diese Pflanze auch nur verdünnt einnehmen sollte. Der schwarze und weiße Germer wachsen vermehrt im Gebirge, sie mögen es nass und kalt.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Germer einnehmen?

Bereits Hippokrates verwendete den Schwarzgermer bei akuten Erkrankungen mit hohem Blutdruck und rheumatischen Schmerzen.

Die alten Völker verwendeten Zubereitungen aus Germerwurzel für Pfeile und später als Heilmittel gegen Ungeziefer. In den Alpen wird mit Schnupftabak vermischtes Germerpulver zum Schnauben verwendet.

Heute wird er als homöopathisches Präparat in Form von Tinktur genutzt, aber auch in der Veterinärmedizin zur äußerlichen Anwendung vor Ort bei der Behandlung von schmerzhaften Stellen oder Wunden bei Tieren.

Der Schwarzgermer wird alternativ in der Medizin eingesetzt bei chronischen Bleivergiftungen der Nieren, bei der Behandlung von Pickeln und Hautausschlägen. Sie könen aber noch andere Beschwerden damit lindern:

Hautunreinheiten und -krankheiten wie Juckreiz, eitrige Wunden, verschiedene Allergien der Huat. Auch gegen Läuse und Flöhe kann diese Heilpflanze hefen.

Die entspannende Wirkung ist vorteilhaft für Menschen, die Muskelschmerzen und- verspannungen haben, insbesondere Gesichtsnerven oder Trigeminusnerven können mit Scchwarzgermer behandelt werden. Auch bei Gelenkschmerzen schaffen Sie schnell Abhilfe mit dieser Heilpflanze.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Germer?

Es wird äußerlich gegen Ungeziefer angewendet, insbesondere gegen Läuse im Haar. Da es jedoch durch Krusten ins Blut gelangt und Vergiftungen verursacht, ist es besser, ein anderes harmloses Mittel gegen Läuse und Flöhe zu verwenden.

Heutzutage ist die interne Anwendung aufgrund der Toxizität völlig ausgeschlossen, obwohl die Pflanze normalerweise nicht allein, sondern in Mischungen mit Reserpin, Rutin, Knoblauch, Mistel usw. angewendet wurde, um die Blutgefäße zu erweitern und den Blutdruck zu senken. Es hat in homöopathisch verdünnten Dosen eine entspannende und beruhigende Wirkung auf das Herz.

Das Pulver und der Extrakt werden aus den Wurzeln hergestellt, aber da die Dosen so gering sind, dass sie zu Hause schwer zu messen sind, kann nur ein Apotheker diese Medikamente herstellen. Eine geeignetere Form des Arzneimittels ist eine Tinktur, von der beispielsweise 20 bis 30 Tropfen eingenommen werden.

Zur äußerlichen Anwendung wird die Germerpflanze gegen Schmerzen auf der Haut, in den Gelenken und Muskeln in Form von Salbe empfohlen. Diese wird ganz einfach auf die betroffene Stele aufgetragen.

Der Weißgermer wird verwendet als: Analgetikum, Antiepileptikum, Anthelminthikum, Antineuralgiemittel, Antirheumatikum, Dermetikum, Expektorans, Hypnotikum, Insektizid, Kosmetikum, Abführmittel, Mykozid, Beruhigungsmittel.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Germer auftreten?

Da es sich bei schwarzem und weißem Germer um eine giftige Pflanze handelt, darf diese nicht auf eigene Faust gepflückt, verarbeitet oder eingenommen werden. Die Nebenwirkungen für den Körper können sehr ernst sein. Bei kleineren Mengen kommt es zu Übelkeit und Brechreiz, während große Mengen zu Herzkreislaufstörungen führen können. Richtig gemischt und homöopathisch verdünnt hingegen, ist der Germer eine Heilpflanze, die vielseitig eingesetzt werden kann. Die Salbe ist nicht giftig. Selbst wenn man eine größere Menge auf betroffene Stellen auf der Haut aufträgt, löst das im schlimmsten Fall eine Rötung aus. Beachten Sie jedoch, dass mit dieser Pflanze nicht zu spaßen ist. Besorgen Sie diese Heilpflanze nur in eigens dafür eingerichteten Läden oder Apotheken, wo man sich mit der Menge und vor allem der richtigen Mischung dieser Pflanze ausreichend auskennt.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Germer, bis sich erste Erfolge einstellen?

Abhängig davon in welcher Form die schwarze und weiße Germerüflanze eingenommen wird, unterscheidet sich auch die nötige Anwendungszeit, bevor Sie die ersten Veränderungen bemerken. So ist es bei der Tinktur üblich, 20-30 Tropfen am Tag zu konsumieren, das heißt, 6 Mal am Tag 4-5 Tropfen zur Mahlzeit oder einem Glas Wasser einzunehmen. Die Salbe wird hingegen zweimal am Tag (am besten morgens und abends) auf die betroffene Stelle aufgetragen und sorgt in der Regel direkt für Erleichterung. Und dann gibt es da noch das konzentrierte Pulver aus Germerwurzeln. Das aus trockenen Schoten hergestellte Pulver wird gegen melancholische Zustände, Darmkrämpfe, Asthma, Rheuma und Ischias, Schüttelfrost und fibrotische Zustände verabreicht. Heute wird in der herkömmlichen Medizin nicht mehr mit Germerwurzel gearbeitet,

während sich die Homöopathie immer noch auf die positiven Wirkungen dieser Heilpflanze verlässt. Dennoch müssen Sie sich ausnahmslos an die vorgegebene Dosis halten und dürfen diese auch nicht erhöhen, wenn Sie der Meinung sind, dass sie nicht wie erwartet wirkt.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Germer?

Die Germerpflanze wächst in Berglangschaften. Das Gebirge mit einer Höhe von etwa 2000 m über dem Meeresspiegel ist die ideale Umgebung für Germergewüchs. Er bevorzugt Bergwiesen. Diese Heilpflanze ist besonders in Europa und Asien weit verbreitet. Er wächst am häufigsten in Gruppen in schattigen Gebieten wo es sehr feucht ist. Der Weißgermer wächst auch in wäldlichen Gebieten sehr oft, er mag es zwischen Steinen und in Büschen zu wachsen. Diese Heilpflanze wächst von Juli bis September am besten und wird dann gepflückt, sobald sie blüht. Der gesamte Wurzelstock wird zusammen mit den Wurzeln ausgegraben. Die Knollen werden mit einem Messer abgeschnitten und ind den Boden zurückgesteckt, so dass die Pflanze weiter aus ihnen herauswachsen kann und so ihr Aussterben verhindert wird.

Nach der Berührung mit dieser Pflanze sollten die Hände dreimal gut mit warmem Wasser und Seife gewaschen und Augen, Nase und Mund nicht mit den Händen berührt werden.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Germer aus?

Die Wurzel des schwarzen und weißen Germer wurde früher als schnelles Mittel gegen Läuse und Flöhe genutzt. Außer als Angriffswaffe in Form von Pfeilen, wurden die Blätter sehr oft auch als Gift eingesetzt. Germerblätter können tödlich sein, weswegen die Pflanze lieber nicht mit den Händen angefasst werden sollte. Bei der Verarbeitung in der Homöopathie wird das Extrakt verdünnt und darf nur als fertiges Produkt genutzt werden. Besonders der Wurzelstock dieser Heilpflanze wird in der alternativen Medizin sehr oft eingesetzt. Die Blätter werden sehr oft zu Tabak gemischt und verleihen den Konsumenten ein wohltuendes und entspannendes Gefühl. Germer wirkt sich allgemein positiv auf das Gemüt aus. Er wurde früher auch gegen Kopfschmerzen und Schwindel genommen. Heute wird die Heilpflanze nur noch innerhalb der Homöopathie eingesetzt. Die Wurzel der Pflanze wird zu einer Tinktur verarbeitet, die für Brechreiz verabreicht wird. So kommt es, dass Schwarzgermer, obwohl er giftig ist, bei Vergiftungen durch andere Pflanzen eingesetzt werden kann. Er verursacht in größeren mengen sofort Brechreiz, was bei einer Vergiftung Leben retten kann.

Trivialnamen

Unter welchen Bezeichnungen ist Germer noch bekannt?

Schwarzer und weißer Germer haben sowohl wissenschaftliche Bezeichnungen, als auch Volksnamen, die abhängig vom Gebiet sehr unterschiedlich sind. Die wissenschaftliche Bezeichnung sind Veratrum album (weißer Germer ) und Veratrum nigrum (schwarzer Germer).

Der weiße Germer trägt folgende Namen sehr oft:

Germele, Gerbere, Germäder, Lauskraut, Chäfer, Hematwurzen, Hammerwurz, Wendedocken, Hemad, Oldocke, Görbela und viele andere Volksnamen.

Schwarzer Germer wird auch als Nieswurz, Nieswurzel, Germara, Hematwurzn, Lusworz (in der Schweiz), Kauswurzel, , Brechwurz, Hemmern oder Hematn bezeichnet.

Früher nannte man den Germer am häufigsten Nieswurzel, weil das Einnehmen der Pflanze direkt zum Niesen führte. Heute werden hingegen meist die wissenschaftlichen Bezeichnungen Veratrum album und Veratrum nigrum genutzt.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Germer enthalten?

Der schwarze und weiße Germer gehören zu der Familie der Germergewächse, wissenschaftlich als Melanthiaceae bezeichnet. Diese Pflanzen enthalten Alkaloide, Germarin, Protoveratrin und, was für die Homöopathie besonders wichtig ist, Beta-Sitosterol. Alkaloide sind in großen mengen giftig für den Körper. Daher sollte Germer nur in der Apotheke gemischt oder als fertiges Produkt besorgt werden. Germer wird zum größten Teil im Frühling gepflückt, wenn es blüht. Alternativ sollte die Pflanze im Herbst genutzt werden nicht aber den Sommer über. Durch die hohen Temperaturen in den Sommermonaten können die Inhaltsstoffe im Germer besonders giftig sein (auch in kleinen Mengen).

In der Wurzel der Germerpflanze befinden sich toxische Wirkstoffe wie Protoveratrin und Germerin, die zu der Gruppe der Alkaloide gehören. Je höher sich das Gebiet befindet, in dem die Heilpflanze wächst, desto höher ist auch der Anteil der giftigen Alkaloide in der Wurzel. Daher dienen für medizinische Zwecke auch eher Germerpflanzen, die in wäldichen Gebieten und auf Wiesen wachsen. Die Pflanzen, die auf einer Höhe von etwa 2000m über dem Meeresspiegel wachsen, sind besonders giftig.

Ähnliche Heilpflanzen

Gibt es ähnliche Heilpflanzen, die wirken wie Germer?

Da man schwarzen und weißen Germer früher besonders bei Laus- und Flohbefall als Heilmittel genutzt hat kann man hier sagen dass Thymian eine ähnliche Wirkung hat. Bei der Bekämpfung von Schwindel wirkt die Ginkgo Pflanze ähnlich wirkt und das Schwindelgefühl lindert.

Andere pflanzen, die eine ähnliche Wirkung wie schwarzer und weißer Germer aufweisen, sind:

  • Ingwer
  • Melisse
  • Nelken
  • Muskat in Kombination mit Zitrone
  • Immenblatt

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Germer am Markt zu kaufen?

Schwarzer und weißer Germer wird meistens als Pulver konsumiert. Das Pulver wird aus der Wurzel der Pflanze hergestellt. Die Wirkung setzt nur wenige Minuten nach der Einnahme ein. Richtig dosiert kann das Pulver bei folgenden Beschwerden helfen:

Asthma, Kopfschmerzen, Übelkeit, Verspannungen, Gelenk- und Muskelschmerzen. Rheuma, aber auch Depressionen, Stimmungsschwankungen. Schlafstörungen und Reizbarkeit. Germer wirkt beruhigend.

Für die äußerliche Anwendung gibt es Germer in Form einer Salbe. Diese wird bei allergischen Reaktion, Unreinheiten verschiedener Art und Rötungen eingesetzt. Die Germersalbe beruhigt die gereizte Stelle auf der Haut und bekämpft den Schmerz.

Eine weitere Einnahmeform sind die Tropfen. Die Germertropfen sind jedoch sehr hoch konzentriert und wirken sehr stark. Es werden 20-30 Tropfen am Tag empfohlen. Diese sollten Sie jedoch ausschließlich in der Apotheke besorgen. Aufgrund der hohen Giftigkeit der Pflanze sollten Sie keine Risiken beim Kauf eingehen.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Germer als NEM?

Abhängig davon, wofür Sie Germer einnehmen möchten, unterschiedet sich auch die empfohlene Dosis. Die Tinktur (Tropfen) wird in einer Menge von maximal 20-30 Tropfen am Tag eingenommen. Mindestens 5-6 Mal pro Tag je 5-6 Tropfen in der Mahlzeit reichen aus und sind auch die empfohlene Dosis. Vorher sollte man sich dennoch mit dem Hausarzt 0beraten, bevor man die Einnahme von Germer beginnt.

Das Pulver, das aus der Wurzel der Heilpflanze gewonnen wird, muss besonders sorgfältig dosiert werden. Es wirkt schleimlösend und schmerzstillend. Das Pulver wird in der Homöopathie gegen Kopfschmerzen und Schwindel eingesetzt.

Neben der Tinktur und dem Pulver gibt es noch die Salbe, die abhängig von der Schwere der Hautprobleme genutzt wird. Sie wird in einer dünnen Schicht auf die betroffene Stelle aufgetragem ,jedoch in keinem Fall mehr als 2 Mal pro Tag (am besten morgens und abends).

Gibt es beim Kauf von Germer etwas zu beachten?

Beim Kauf der Germerpflanze sollten Sie besonders darauf achten, wo das Produkt herkommt. Da sowohl die Wurzel, als auch die Blätter der Pflanze verarbeitet werden, müssen Sie noch vor dem Kauf des fertigen Produkts wissen, welche Einnahmeform Sie benötigen.

Das Germerpulver löst Schleim, weswegen es sehr häufig bei Asthma genutzt wird, aber auch bei starkem Husten. Germertropfen hingegen können zu Brechreiz führen und werden meist bei Vergiftungen in größeren mengen

verabreicht. Die Salbe kaufen Sie nur zur äußerlichen Anwendung. Unabhängig davon, welche Form der Pflanze Sie wählen, beachten Sie stets die Hinweise auf der Verpackung und halten Sie sich an die vorgeschriebene Dosis.

Studien zu Germer

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