Die Einnahme von Nahrungseränzung ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

Heilpflanze

Bruchkraut

Autor

Hilde Sonntag
Expertin für Heilkräuter
Bruchkraut

enthaltene
Wirkstoffe

zu behandelnde
Symptome

17

recherchierte
Studien

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Wirkstoffe

behandelnde
Symptome

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17

recherchierte
Studien

Was ist Bruchkraut?

Bruchkraut, auch bekannt unter dem Namen Herniaria glabra L., ist eine Pflanze, die im Gegensatz zu vielen ihrer Artgenossen auf dem Boden liegend wächst. Sie ist eine ungewöhnlich niedrige Pflanze, die charakteristische kleine Blätter ausbildet. Die krautige Pflanze hat die Hauptsaison ihrer Blütezeit zwischen Juni und September. Durch die rasche Anpassung des Krautes an die hiesigen klimatischen Bedingungen findet man das Kraut mittlerweile fast im gesamten Mitteleuropa. In der Heilfpflanzenkunde wird auch das behaare Bruchkraut, das so genannte Herniaria hirsuta L., verwendet. Gesammelt werden in beiden Fällen aber die oberirdisch wachsenden Pflanzenteile beider Pflanze.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Bruchkraut einnehmen?

Die Wirkungsweisen des Krautes sind ebenso vielfältig wie unterschiedlich. Im Bereich der Lungenerkrankungen wird ihm eine krampflösende Wirkung zugestanden. Es wirkt sich positiv auf krampfende und angespannte Bronchien aus, so dass sich diese leichter wieder entspannen können. Diese Entspannung führt beim Patienten dazu, dass es ihm leichter fällt wieder Luft zu holen und gleichmäßiger zu atmen.

Ebenso wird dem Kraut nachgesagt, dass es vorbeugend gegen Entzündungen der menschlichen Blase wirken soll. Insbesondere Frauen, deren Harnröhre wesentlich kürzer ist, als die Harnröhre männlicher Mitmenschen, leiden häufig unter diesen Erkrankungen. Diesen, oft chronischen Erkrankungen, kann durch die Behandlung mit Bruchkraut vorgebeugt werden.

In der Alternativmedizin wird das Kraut ebenso zur Behandlung von Nierenerkrankungen eingesetzt. Die leicht diuretische Wirkung hilft sowohl im Falle einer Nieren- als auch einer Blasenerkrankung. Hierzu gehören auch Harnsteine und Nierengrieß, aber auch einige Formen der Gelbsucht. Das Kraut gilt ebenfalls als blutreinigend und antiseptisch wirkend. So wird es häufig zur ganzheitlichen Behandlung eingesetzt.

Es gibt auch eine Empfehlung Bruchkraut bei Rheuma, Gicht und akuten Nervenentzündungen einzusetzen. Durch die entzündungshemmende Wirkung breitet sich das wohltuende Gefühl rasch im gesamten Körper aus und kann an einigen Stellen gleichzeitig wirken.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Bruchkraut?

Bruchkraut gilt als wahrer Alleskönner. Seine zahlreichen Wirkungen sind der Grund dafür, dass es in der Alternativmedizin so gerne an vielen Stellen gleichzeitig eingesetzt wird.

Das Kraut besitzt eine diuretische Wirkung und hat daher einen positiven Einfluss auf die Nierenfunktion des Körpers. Giftstoffe werden leichter und schneller ausgeschwemmt, so dass sich der Körper leichter von Entzündungen erholen kann.

Die blutreinigende Wirkung des Krautes geht ebenso auf die diuretische Wirkung zurück und ist der perfekte Mitspieler bei der Behandlung verschiedenster Krankheiten. Zusammen mit der grundsätzlich antiseptischen Wirkung des Krautes wirkt es daher ideal bei allerlei Erkrankungen der Harnwege oder der Blase.

Die entkrampfende Wirkung des Bruchkrautes zeigt sich am ehesten in der Behandlung von Lungenerkrankungen. Patienten, die vermehrt Probleme mit akut krampfenden Bronchien und der damit einhergehenden Luftnot haben, nehmen häufig Bruchkraut um dies zu lindern. In der Regel führt Bruchkraut schnell zu einer Krampflösung, so dass der Patient wieder leichter und regelmäßiger Luft bekommt.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Bruchkraut auftreten?

Die Nebenwirkungen des Krautes sind zum Teil in der Wirkungsweise des Krautes begründet. Unter anderem die harntreibende Wirkung des Krautes sorgt dafür, dass die Dosierung mit einem Arzt oder Heilpraktiker abgestimmt werden sollte. Durch den vermehrten Harndrang und die gesteigerte Urinausscheidung kann es sonst zu einer Überlastung der Nieren kommen. Bruchkraut sollte daher nicht über einen Zeitraum von über 4 Wochen in hohen Dosierungen angewandt werden.

In den bekannten Dosierungen, die meistens auch auf den Tees oder den Tinkturen beschrieben sind, ist das Kraut eine beliebte Heilpflanze. Sollte die Höchstmenge jedoch enorm überstiegen werden, so ist es möglich, dass das Kraut zu Lähmungserscheinungen führt. Diese Nebenwirkung ist zwar selten, in ihrer Dramatik aber nicht zu unterschätzen. Es sollte bei dem Auftreten von Lähmungserscheinungen nicht nur umgehend ein Arzt konsultiert, sondern selbstverständlich auch sofort mit der Einnahme des Krautes aufgehört werden.

Die Tees, die dieses Kraut beinhalten, können in seltenen Fällen zu allergischen Reaktionen und Rötungen im Mundraum führen.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Bruchkraut, bis sich erste Erfolge einstellen?

Erste positive Effekte durch die Behandlung mit Bruchkraut lassen sich bereits nach den ersten paar Tassen des Tees feststellen. Die harntreibende Wirkung setzt unmittelbar ein und hilft Giftstoffe aus dem Körper zu schwemmen. Um die Behandlung fortzusetzen sollten drei Tassen des Tees täglich getrunken werden, so dass sich die Wirkung vollständig entfalten kann.

Um die Vorbeugende Wirkung des Krautes zu nutzen ist es ratsam über einen längeren Zeitraum kleine Mengen des Krautes, entweder als Tee oder als Tinktur, anzuwenden um so eine langfristige Einnahme sicherzustellen. Hier sollte allerdings Rücksprache mit einem Alternativmediziner gehalten werden um die Belastung für die Nieren so gering wie möglich zu halten.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Bruchkraut?

Die ursprüngliche Herkunft des Krautes gilt bis heute als ungeklärt. Es ist selbst Wissenschaftlern nicht gelungen nachzuvollziehen an welchen Orten sich das Kraut ursprünglich verbreitete. Mittlerweile findet man die Pflanze weit verbreitet. Sowohl auf dem asiatischen Kontinent, als auch in Europa und Nordafrika ist sie zu finden. Da sie vergleichsweise anpassungsfähig an verschiedene Standortbedingungen ist, kann sie wohl in Afrika, als auch in Mitteleuropa wachsen, obwohl die Bedingungen ausgesprochen verschieden sind. Die Anpassungsfähigkeit dieser Pflanze macht sie außerdem sehr robust.

Es wächst häufig in Heiden oder auf Sandtrockenrasen.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Bruchkraut aus?

Bruchkraut ist eine Pflanze aus der Familie der Nelkengewächse, der so genannten, Caryophyllaceae. Es ist eine Pflanze, die sowohl ein-, zwei-, als auch mehrjährig wachsen kann. Es kann zu schwachen Verholzungen an der Basis kommen. Die gesamte Pflanze ist grün bis gelblich gefärbt. Typischerweise hat der Stängel eine Länge von 5 bis 15 Zentimetern, kann allerdings in seltenen Fällen auch 30 Zentimeter lang werden. Sowohl der Stängel als auch die Blätter sind nahezu kahl. Lediglich in wenigen Fällen finden sich dünne Wimpern auf den Blättern.

Die zwittrigen Blüten dieser Pflanze sind fünfzählig. Die Kelchblätter sind charakteristisch elliptisch und grün gefärbt. Auffällig ist, dass dem Kraut häufig die Kronblätter fehlen.

Die gesamte Pflanze wächst flächendeckend und sehr auffällig entlang des Bodens.

Trivialnamen

Unter welchen Bezeichnungen ist Bruchkraut noch bekannt?

Bruchkraut ist im Volksmund unter zahlreichen anderen Namen bekannt. Hierzu zählen beispielsweise Dürrkraut, Harnkraut oder Jungfernkraut. Diese Namen spiegeln einige der zahlreichen Wirkungen des Krautes wider. Christenweiß oder Passionsblümchen sind zwei weitere Namen, die der Volksmund dieser Pflanze häufig gibt.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Bruchkraut enthalten?

Die Pflanze enthält Flavonoide, Saponine und Cumarine. Diese Zusammenstellung macht die Pflanze einzigartig und ausgesprochen nützlich aus Heilpflanze. Ebenso enthält die Pflanze eine große Menge an Gerbstoffen, die beispielsweise für die diuretische Wirkung der Pflanze eine große Rolle spielen.

Des weiteren enthält das Kraut Medicagensäure, Hydroymedicagensäure und verschiedene ätherische Öle.

Ähnliche Heilpflanzen

Gibt es ähnliche Heilpflanzen, die wirken wie Bruchkraut?

Bruchkraut ist durch seine Wirkung eine vergleichsweise einzigartige Pflanze. Die diuretische Wirkung, gemeinsam mit der blutreinigenden Wirkung und der krampflösenden Wirkung, findet sich in der Form gemeinsam nicht noch einmal in der Pflanzenwelt. Allerdings ist es möglich die einzelnen Wirkungsweisen mit Hilfe von anderen Pflanzen therapeutisch zu erreichen.

Die diuretische Wirkung der Pflanze kann zum Beispiel durch Fabianakraut ersetzt werden. Dieses Kraut wirkt ähnlich harntreibend und hilft dem Körper dabei, überflüssige Bakterien auszuschwemmen.

Fabianakraut besitzt ebenso eine blutreinigende Wirkung, die für den Körper auch vorbeugend von großem Nutzen sein kann.

Die krampflösende Wirkung kann beispielsweise durch Gänsefingerkraut ersetzt werden.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Bruchkraut am Markt zu kaufen?

Bruchkraut wird meistens als Tee getrunken. Seine harntreibende Wirkung entfaltet es am besten in Form eines Tees und auch die vorbeugende Wirkung, wird auf diese Wege am einfachsten erreicht. Es ist ratsam den Tee allerdings nicht mit kochendem, sondern mit bereits etwas erkaltetem Wasser aufzugießen, da sonst einige nützliche Inhaltsstoffe verbrennen.

Am Markt zu kaufen gibt es allerdings auch Tinkturen mit Bruchkraut, die unter anderem für die Inhalation geeignet sind. Durch die Inhalation kann das Kraut seine krampflösende Wirkung auf die Bronchien schnell und einfach entfalten.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Bruchkraut als NEM?

Bruchkraut ist kein typisches Nahrungsergänzungsmittel im herkömmlichen Sinne. Es wird in der Alternativmedizin als Heilmittel und daher als Nahrungsmittel eingesetzt. In einigen Fällen kann es auch erfolgversprechend sein dieses Kraut vorbeugend und über einen längeren Zeitraum einzunehmen. In Form von Tees sollte eine Verzehrmenge von 4 Tassen täglich nicht überschritten werden, da sonst eine Überforderung der Nieren droht.

Sollte das Kraut vorbeugend gegen Harnwegs- und Blasenerkrankungen eingenommen werden, ist es ratsam, vor Beginn der Einnahme einen Arzt oder Heilpraktiker zu konsultieren. Um die vorbeugende Wirkung zu entfalten reichen oft schon kleinste Mengen des Krautes aus, so dass die harntreibende Wirkung und die damit einhergehenden Probleme der Niere umgangen werden können.

Gibt es beim Kauf von Bruchkraut etwas zu beachten?

Das Kraut gibt es von zahlreichen Anbietern in zahlreichen Shops zu kaufen. Es ist wichtig, dass darauf Wert gelegt wird, dass die importierten Blätter und Sprossanteile so rein wie möglich sind. Sowohl als Tee, aber auch als Tinktur ist es ratsam, auf unnötige Zusätze zu verzichten. Durch den Verzicht auf Zusatzstoffe kann das Kraut seine heilende Wirkung ideal entfalten.

Es ist ebenso denkbar, dass die Blätter selbst gesammelt werden um dafür eigens einen Tee herzustellen. Dafür ist es wichtig, dass sich das nötige Fachwissen angeeignet wird, um die Differenzierung der Pflanze von anderen Pflanzen, vorzunehmen. Die Blätter der Pflanze können nämlich schnell mit Thymian verwechselt werden. Dies wäre zwar nicht gefährlich, aber auch nicht besonders nützlich.

Studien zu Bruchkraut

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