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Was ist Angosturabaum?

Der Angosturabaum w√§chst in S√ľdamerika und kann bis zu 20 Meter hoch werden. Er besitzt Bl√§tter, die denen der Kastanie √§hneln, allerdings ein wenig schm√§ler sind. Die Pflanze bl√ľht in einer Dolde, die wei√ü oder in einem hellen Violett gef√§rbt sein kann. Manche Arten kommen auch in Form von B√ľschen vor. Die Rinde von Angostura enth√§lt viele Bitterstoffe und wird auch in Lik√∂ren verarbeitet. Die Bitterstoffe sollen die Verdauung unterst√ľtzen. In S√ľdamerika werden die Extrakte der Pflanze auch bei Fieber verwendet. Der Angosturabaum geh√∂rt zu den Rautengew√§chsen.

Die Rautengew√§chse geh√∂ren zu den Seifenbaumartigen und umfassen etwa 180 Gattungen und gut 2.000 verschiedene Arten. In den meisten F√§llen handelt es sich bei den Rautengew√§chsen, wie beim Angosturabaum auch, um B√§ume oder Str√§ucher. Nur wenige Arten kommen als krautige Pflanzen vor. Sie k√∂nnen sowohl laubabwerfend als auch immergr√ľn sein. Die meisten Rautengew√§chse enthalten √§therische √Ėle. Die Laubbl√§tter haben grunds√§tzlich einen Stiel. Die √§therischen √Ėle befinden sich haupts√§chlich in den Bl√§ttern, die oft punktiert sind. Rautengew√§chse haben kleine Bl√ľten und k√∂nnen ganz unterschiedliche Arten von Fr√ľchten, wie Steinfr√ľchte, Kapselfr√ľchte oder auch Balgfr√ľchte ausbilden.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Angosturabaum einnehmen?

Extrakte aus der Rinde des Angosturabaums werden bei fiebrigen Erkrankungen, bei Verdauungsschwäche, Magenbeschwerden, Schmerzen, Rheuma, Artrose, Übelkeit und Durchfall eingesetzt.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Angosturabaum?

Extrakte aus der Angosturabaumrinde wirken st√§rkend und aufbauend, fiebersenkend, heilungsbeschleunigend, verdauungsf√∂rdernd, sowie magen- und darmberuhigend. Der Angosturabaum ist als volkst√ľmliches Heilmittel schon sehr alt. Die urspr√ľngliche hom√∂opathische Tinktur aus der Rinde des Baumes bestand dabei vor allem aus Alkaloiden und √§therischen √Ėlen. In der modernen Hom√∂opathie wird der Extrakt aus dem Angosturabaum auch bei bestimmten Arten von Rheuma eingesetzt, bei der Patienten Schmerzen im Bereich der Wirbels√§ule, vor allem im unteren R√ľcken haben. Die Pflanze kann helfen Muskelschmerzen zu lindern und Steifigkeit des K√∂rpers zu l√∂sen. Auch wird sie zur Behandlung von Arthrose eingesetzt. Bei einer Arthrose sind vor allem stark beanspruchte Gelenke, wie Knie oder H√ľfte betroffen. Die Inhaltsstoffe der Heilpflanze sind zwar teilweise bereits bekannt, wie die Pflanze genau wirkt, muss aber noch erforscht werden.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Angosturabaum auftreten?

Es sind bisher keine Nebenwirkungen f√ľr die Einnahme von Extrakten aus dem Angosturabaum bekannt. Allerdings sollten Menschen, die unter Allergien leiden besonders bei der Einnahme von pflanzlichen Mitteln vorsichtig sein, denn gerade diese Mittel k√∂nnen √∂fter allergieausl√∂send sein.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Angosturabaum, bis sich erste Erfolge einstellen?

√úber die Anwendungsdauer bis es zu den ersten Erfolgen kommt, ist bisher ebenfalls nichts bekannt. Vermutlich sollten Extrakte aus dem Angosturabaum bei akuten Erkrankungen ein paar Tage eingenommen werden, bis sich eine Besserung zeigt. Bei chronischen Krankheiten wird die Anwendungsdauer wohl bei einigen Wochen liegen.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Angosturabaum ?

Der Angosturabaum kommt aus S√ľdamerika, genauer gesagt aus Venezuela, Guayana oder auch dem Orinoko-Gebiet. Die Pflanze ist bisher nur dort beheimatet. Ihre Wirkstoffe werden auch in Bitterlik√∂ren verarbeitet. Die Bitterstoffe k√∂nnen allerdings auch aus anderen Arten von Pflanzen gewonnen werden, deshalb ist anzunehmen, dass es bisher keinen professionellen Anbau von Angostura gibt. Auch eine offizielle medizinische Verwendung von Angosturaextrakten gibt es im Moment noch nicht.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Angosturabaum aus?

Der Angosturabaum kann bis zu 20 Meter hoch werden und besitzt Bl√§tter mit Stielen, an denen dreiteilige Bl√§tter h√§ngen, die so √§hnlich aussehen wie die Bl√§tter des Kastanienbaumes. Seine Bl√ľten entwickelt der Baum in Dolden, die wei√ü oder hellviolett bl√ľhen. In selteneren F√§llen kann Angostura auch als Busch wachsen. Medizinisch verwendet wird nur die Rinde des Baumes.

Trivialnamen

Unter welchen Namen ist Angosturabaum noch bekannt?

F√ľr den Angosturabaum gibt es zwei verschiedene lateinische Bezeichnungen. Man nennt ihn auch Galipea officinalis oder Cusparia febrifuga. Volkst√ľmliche Namen sind keine bekannt.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Angosturabaum enthalten?

In der Rinde des Angosturabaums befinden sich Alkaloide, Bitterstoffe, Angosturin, Glykoside, Pinene und √§therische √Ėle.

Alkaloide wirken nachweislich auf den tierischen, als auch auf den menschlichen Stoffwechsel. Sie sind chemisch heterogene, organische Verbindungen, die Stickstoff enthalten und oft alkalisch sind. Es gibt √ľber 10.000 verschiedene Stoffe, die in die Gruppe der Alkaloide geh√∂ren. Urspr√ľnglich bezeichnete der Begriff Alkaloide nur aus Pflanzen stammende basische Stoffe. Sp√§ter konnte herausgefunden werden, dass Alkaloide auch in Pilzen oder Tieren vorkommen. Die meisten Alkaloide sind giftig und schmecken bitter. Sie werden f√ľr den Grundstoffwechsel zur Erhaltung der k√∂rperlichen Funktionen zwar nicht ben√∂tigt, haben aber eine wichtige Funktion innerhalb der Pflanze, was die Verteidigung gegen Fressfeinde angeht. Das erste Alkaloid, das von Menschen entdeckt wurde, war das Morphin, das im Schlafmohn gefunden wurde. Seit dem Jahr 1827 werden die Stoffe industriell produziert.

Die meisten Alkaloide besitzen eine starke medizinische Wirksamkeit. Einige werden erst im K√∂rper wirksam, nachdem sie durch Enzyme umgewandelt wurden. Der Darm absorbiert die Stoffe schnell und fast vollst√§ndig. Sie sind gut in Fett zu l√∂sen und k√∂nnen daher die Blut-Hirn-Schranke leicht √ľberwinden. Ihre Wirkung findet an den Zellmembranen statt. Sie k√∂nnen mit Neurotransmittern und Rezeptoren reagieren und Ionenkan√§le beeinflussen. Einige dieser Stoffe k√∂nnen auch innerhalb der Zellen wirken.

Bitterstoffe werden schon seit Jahrtausenden in der ayurvedischen, chinesischen und europ√§ischen Medizin vor allem zur Behandlung von Leberbeschwerden, Gallenbeschwerden und Magen-Darm-Krankheiten eingesetzt. Bitterstoffe sind keine chemisch einheitliche Gruppe. Sie lassen sich aus medizinischer Sicht in f√ľnf Gruppen einteilen: die Amara pura, die Amara aromatica, die Amara acria, die Amara adstringentia und die Amara mucilaginosa. Amara pura kommen zum Beispiel im Gelben Enzian vor, der einer der wichtigsten Lieferanten von Arzneimitteln mit Bitterstoffen ist, da er sehr starke Wirkstoffe enth√§lt. Amara pura kommen au√üerdem auch im Bitterklee, in der Chinarinde, im Tausendg√ľldenkraut und in der afrikanischen Teufelskralle vor. Die Amara aromatica enthalten vor allem √§therische √Ėle. Sie wirken daher krampfl√∂send, antimikrobiell und entz√ľndungshemmend. Sie finden sich im L√∂wenzahn, in der Schafgarbe, in Beifuss oder auch in Wermut. Amara Adria sind scharfe Bitterstoffe, die zum Beispiel in Ingwer oder Senf vorkommen. Die Amara adstringentia wirken zusammenziehend und wundheilend. Bei den Amara mucilaginosa handelt es sich um Schleimstoffe, die festsitzenden Schleim verfl√ľssigen und damit l√∂sen k√∂nnen.

Bitterstoffe wirken appetitanregend und stimulieren die Produktion von Bauchspeichelsekret, Speichel, Lebersekret, Gallensekret und Magensaft. Diese K√∂rperfl√ľssigkeiten enthalten Enzyme, die dabei helfen, das Essen zu verdauen. Deswegen wirken sich Bitterstoffe positiv auf die Verdauung aus. Zudem wird die Durchblutung des Magens gesteigert und die Darmbewegungen werden verbessert. Des Weiteren √ľben die Stoffe eine kr√§ftigende Wirkung auf den ganzen Organismus aus. Sie k√∂nnen neue Energie geben und M√ľdigkeit bek√§mpfen, bei Hautkrankheiten helfen, Fettstoffwechselst√∂rungen g√ľnstig beeinflussen und Herz-Kreislaufbeschwerden und Depressionen mildern.

Glycoside sind Stoffe, die in der Natur häufig vorkommen und eine große Breite an biologischen Funktionen aufweisen. Es bestehen umfangreiche Unterklassen, die sich oft in Bezug auf Eigenschaften wie Giftigkeit, Eignung zur medizinischen Verwendung oder andere unterscheiden. Eine spezielle Gruppe der Glycoside sind die sekundären Pflanzenstoffe. Die Pflanze kann mit ihrer Hilfe giftige Stoffe in ungiftige umwandeln und speichern. Zu den medizinisch wirksamen Glycosiden gehören zum Beispiel auch die Flavonoide, die in vielen pflanzlichen Medikamenten verwendet werden.

Pinene sind Kohlenwasserstoffe, die ein Bestandteil √§therischer √Ėle sind. Sie kommen unter anderem in Fichtennadeln, Fenchel, Dill, Koriander oder K√ľmmel vor. Sie liegen als klare Fl√ľssigkeit vor und haben einen √§hnlichen Geruch wie Terpentin, sind wenig fl√ľchtig, aber entz√ľndlich. Produkte, die Pinene enthalten sind vor allem f√ľr Allergiker nur unter Vorsicht anzuwenden, denn Oxidationsprodukte von Pinenen enthalten Ascaridol, das als allergieausl√∂send bekannt ist. Pinene werden auch als Aromastoffe in Lebensmitteln verwendet. Einige der Stoffe k√∂nnen Augenreizungen hervorrufen, toxische Wirkungen haben und deshalb gesundheitssch√§dlich sein. Auf der anderen Seite k√∂nnen manche dieser Stoffe aber auch antientz√ľndlich und antimikrobiell wirken.

√Ątherische √Ėle sind leicht fl√ľchtig und entz√ľndlich. Sie bestehen aus organischen Stoffen, die ineinander l√∂slich sind, wie Ester, Alkohole, Terpenene und Ketone. Sie k√∂nnen sowohl durch Destillation, als auch durch Auspressen von Pflanzen gewonnen werden. Sie dienen den Pflanzen dazu, Insekten anzulocken und Sch√§dlinge abzuwehren. √Ątherische √Ėle k√∂nnen ohne R√ľckst√§nde verdunsten. Viele pflanzliche Arzneimittel enthalten √§therische √Ėle. Zum Beispiel wird Menthol oder Eukalyptus bei Erk√§ltungen zur L√∂sung von Schleim eingesetzt. Fenchel, Anis oder K√ľmmel k√∂nnen bei Beschwerden im Magen-Darm-Bereich helfen. Salbei oder Kamille werden bei Entz√ľndungen im Mund eingesetzt. Die Wirkungen aller dieser Pflanzen kann auf ihren hohen Gehalt an √§therischen √Ėlen zur√ľckgef√ľhrt werden. Auch in der Aromatherapie werden sie eingesetzt, um zum Beispiel Befindlichkeitsst√∂rungen zu behandeln. √Ątherische √Ėle sollten nur stark verd√ľnnt angewendet werden, denn sie reizen die Haut und k√∂nnen auch Allergien ausl√∂sen. Die Stoffe k√∂nnen leicht, zum Beispiel nur √ľber den Kontakt mit der Haut oder durch Einatmen in den menschlichen K√∂rper gelangen. Sie wirken nicht nur auf die Gef√ľhle, sondern auch auf das vegetative Nervensystem, auf das Immunsystem und auf die Produktion von Hormonen.

√Ąhnliche Heilpflanzen

Gibt es ähnliche Heilpflanzen, die wirken wie Angosturabaum?

Heilpflanzen, die √§hnlich wirken, wie Angosturabaum sind zum Beispiel Fenchel oder Wermut. Der Fenchel enth√§lt Wirkstoffe, die bei Verdauungsbeschwerden, Bl√§hungen, V√∂llegef√ľhl und leichten Kr√§mpfen im Magen-Darm-Bereich helfen k√∂nnen. Er ist au√üerdem ein gutes Mittel gegen Erk√§ltungsbeschwerden, wie Atemwegserkrankungen und Husten. Seine Wirkung kommt zu einem guten Teil aus den √§therischen √Ėlen, die er enth√§lt. Das √§therische √Ėl im Fenchel enth√§lt s√ľ√üliche und bittere Anteile. Auch die Flavonoide, die im Fenchel enthalten sind, tragen zu seiner Wirkung bei. Flavonoide sind sekund√§re Pflanzenstoffe, die antioxidative Eigenschaften haben. Alle diese Inhaltsstoffe im Fenchel lindern im Zusammenspiel Kr√§mpfe und l√∂sen Schleim. Teilweise wird die Heilpflanze auch bei Menstruationsbeschwerden eingesetzt.

Der Wermut ist ein seit der Antike verwendetes Heilmittel. Er soll den Appetit f√∂rdern, die Verdauung verbessern, Abhilfe bei Menstruationsbeschwerden schaffen, bei Kopfschmerzen helfen und Entz√ľndungen lindern. Seine verdauungsf√∂rdernde Wirkung erh√§lt der Wermut durch die in ihm enthaltenen Bitterstoffe. Er kann als Tee zubereitet werden oder in Form von pflanzlichen Medikamenten eingenommen werden. Er kann auch als Gew√ľrz zu fettigen Speisen verwendet werden, um sie besser verdaulich zu machen. Die Hom√∂opathie nutzt die Pflanze zur Beruhigung und Stabilisierung bei Erregungszust√§nden und bei Kr√§mpfen.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Angosturabaum am Markt zu kaufen?

Es gibt bisher keine Nahrungsergänzungsmittel mit Extrakten aus Angostura zu kaufen. Bestellt werden können ausschließlich die getrocknete Rinde der Pflanze oder auch Globuli.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Angosturabaum als NEM?

√úber eine Verzehrempfehlung von Extrakten aus der Rinde des Angosturabaums ist bisher nichts bekannt. Wahrscheinlich auch deshalb, weil die Arzneipflanze aus S√ľdamerika stammt, bei uns nicht traditionell verwendet wird und bisher keine Nahrungserg√§nzungsmittel oder offiziellen Arzneimittel auf dem Markt sind. Was die Globulin mit Angostura angeht, so werden drei Mal t√§glich je 3 Globulin eingenommen.

Gibt es beim Kauf von Angosturabaum etwas zu beachten?

Aufgrund fehlender Produkte mit Angosturarinde gibt es nichts Spezielles zu beachten. Grunds√§tzlich gilt beim Kauf von Nahrungserg√§nzungsmitteln, dass auf die Dosierung der Produkte zu achten ist, denn sie sagt viel √ľber ihre Qualit√§t aus. Au√üerdem sollte √ľberpr√ľft werden, ob die Produkte kontrolliert wurden. Das ist vor allem bei Mitteln aus dem Ausland wichtig, die √ľber das Internet bestellt werden. Im besten Fall sollten m√∂glichst naturbelassene Mittel bevorzugt werden.

Unsere Produkt-Empfehlung f√ľr Angosturabaum
Hilde Sonntag
  • Expertin f√ľr Heilkr√§uter empfiehlt

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