Die Einnahme von Nahrungseränzung ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

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Heilpflanze

Wundklee

Autor

Hilde Sonntag
Expertin für Heilkräuter
Wundklee

enthaltene
Wirkstoffe

zu behandelnde
Symptome

30

recherchierte
Studien

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behandelnde
Symptome

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Was ist Wundklee?

Anthyllis vulneraria, der offizielle botanische Name des Wundklees, ist eine traditionelle Heilpflanze, die im ganzen europäischen Raum und über seine Grenzen hinaus bekannt ist. Generell ist es eine sehr anspruchslose Pflanze, die gerne an Feldwegen und kalkarmen, trockenen Böden wächst. Es ist aber auch ein Kraut, das unglaublich viel Nährstoffe an den Boden zurück gibt. Dennoch ist ein Rückgang im Vorkommen des Wundklees zu beobachten, dass der modernen Landwirtschaft und ihrem Düngeverhalten angelastet wird. Auch als Heilmittel verliert es mehr und mehr an Bedeutung. Heutzutage wird dazu geraten, dass, möchte man von den Heilwirkungen des Wundklees profitieren und diese nutzen, man sich ein Pflänzchen im eigenen Garten zieht.

Der Wundklee gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler und hat optisch eine große Ähnlichkeit mit Schmetterlingsblütlern, unterscheidet sich von diesen aber durch seine recht großen Endblättchen. Die Blüten sind meistens gelb. Im Gebirge hingegen auch schon mal rot oder orange. Die Pflanze wird bis zu 40 cm und blüht mehrjährig. Dies dann in der Regel zwischen Mai und September.

Als Heilkraut werden sowohl die Blüten, Blätter als auch das Kraut verwendet und dies entweder frisch oder getrocknet. Doch dazu im Folgenden mehr.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Wundklee einnehmen?

Die Verwendung des Wundklees ist sehr vielfältig. Der Saft frisch geernteter Blätter hilft unmittelbar bei kleineren Wunden und Hautverletzungen, so wie Schürfwunden. Dazu wird der Saft aus den Blättern einfach auf die entsprechende Hautpartie geträufelt. Auch gegen Lippenherpes kommt der Saft frisch gepresster Blätter zum Einsatz. Befindet man sich auf einer längeren Wanderung und der Schuh drückt, so hilft ein Wundpflaster aus frisch

gequetschtem Wundkleekraut. Grundsätzlich hilft das Kraut bei schlecht heilenden Wunden und auch bei solchen, die stark eitern.

Doch auch, um seinem Körper grundsätzlich etwas Gutes zu tun, ist der Wundklee hilfreich. Denn die frischen Blüten verfeinern nicht nur einen schmackhaften Salat, sie regen dazu auch noch den Stoffwechsel an und stärken Magen und Darm.

Am bekanntesten ist wohl die Zubereitung des Wundklees als Teeaufguss. Hierzu nimmt man in der Regel 1 EL getrocknete Blüten und gießt diese mit 250ml kochendem Wasser auf. Der Tee muss anschließend 15 Minuten ziehen. Nur so können sich alle Heilstoffe im Wasser auflösen. Ein solcher Tee hilft, sofern man mit ihm gurgelt, bei jeglichen Erkrankungen im Hals-, Mund- und Rachenraum. Aber auch bei Husten und Darmbeschwerden kann der Tee zwei Mal täglich über längere Zeit getrunken werden. Ebenfalls hilft der Teeaufguss auch zur Behandlung von äußerlichen Wunden, die schwer heilen oder eitern. In einem solchen Fall kann ein feuchter Umschlag verwendet werden.

Wundklee wirkt auch als Salbe und zwar wenn der Saft oder getrocknete Blüten mit Schweineschmalz vermischt werden. Diese Salbe kann ebenfalls zur äußerlichen Anwendung bei schwer heilenden Wunden eingesetzt werden.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Wundklee?

Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass das Heilkraut antibakteriell, wundheilend, magenstärkend und hustenstillend wird. Dafür verantwortlich sind die in der Heilpflanze enthaltenen Inhaltsstoffe Saponine, Gerbsäure, Catechine sowie verschiedene Flavonoide und Schleimstoffe. Es ist die Gesamtheit all diese Stoffe, die dazu beitragen, dass der Wundklee ein so umfassendes Heilspektrum hat.

Die Saponinen wirken vornehmlich adstringierend, was bedeutet, dass Blutungen gestillt werden und sich offene Wunden schneller schließen können. Die Zellengeneration wird angekurbelt.

Auch wurde nachgewiesen, dass das Heilkraut reich an Lysin ist. Was bedeutet dies für uns? Verfügt unser Körper über zu wenig Lysin, so wird unser Immunsystem geschwächt. Dies passiert häufig, wenn wir uns zu großem Stress oder anderen Belastungen gegenübersehen. Dieser Umstand ist für einen potentiellen Ausbruch von Viren förderlich, der sich in Form von Lippenherpes niederschlagen kann. Der Saft der Wundkleeblätter auf unsre Lippen getupft verhindert dies.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Wundklee auftreten?

Eine überaus erfreuliche Nachricht: Bei der Einnahme des traditionellen Heilkrauts sind bislang keine Nebenwirkungen bekannt. Dennoch ist seine Verwendung nicht ohne Bedenken und sollte auch einmal kurz mit dem zuständigen Hausarzt abgeklärt werden.

Doch bei Wanderungen und dabei entstehenden Blasen kann man bedenkenlos an den Wegesrand zu einer Hand voll Wundklee greifen und sich eine schützende Kompresse aus gequetschtem Wundkleekraut machen.

Überschreitet man die Tagesdosis von zwei Tassen leckerem, aber durchaus bitter schmeckenden Tee nicht, so muss ebenfalls mit keinerlei Nebenwirkungen gerechnet werden.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Wundklee, bis sich erste Erfolge einstellen?

Eigentlich wirkt der Wundklee unmittelbar. Läuft man sich bei einer Wanderung die Füße wund, so hilft unmittelbar eine Kompresse aus gequetschtem Kraut, um sowohl weiteres Scheuern zu verhindern als auch um Entzündungen vorzubeugen. Gleiches gilt für eine Tropfen frisch gepresstem Wundkleesafts für die Lippen.

Auch beim Gurgeln mit Wundkleetee beginnen sich Entzündungen, Kratzen und anderen Empfindsamkeit im Mund- und Rachenraum zurückzubilden. Als reinigenden und kräftigen Tee für den Magen-Darm-Trakt, der mehr vorbeugende Effekte hat, ist dieser durchaus regelmäßig zu konsumieren.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Wundklee?

Die Heilpflanze ist ein Wildwuchs und wächst vornehmlich am Wegesrand, der voll in der Sonne steht. Sie ist im ganzen europäischen Raum beheimatet und stellenweise sogar in Nordafrika und auch Vorderasien zu finden. Sie wächst bis in einer Höhenlage von 3000 Metern.

In den gebirgigeren Regionen ist der Wundklee auch heute noch anzutreffen. Denn hier wird er nicht durch die Landwirtschaft zerstört. Denn das Heilkraut braucht wenig zum Wachsen und Gedeihen … und schon garnicht die vielen Düngungen, die von der Landwirtschaft auf die Felder getragen werden.

Daher findet man heute auch nur noch selten den gelben Schmetterlingsblütler am Wegesrand und sollte selbst im Garten oder auf dem Balkon sich ein Pflänzchen ziehen. Geerntet werden können dann Blätter, Blüten und Kraut in der Zeit zwischen Mai und August. Einmal gepflanzt und groß gezogen hat man dann auch viele Jahre etwas von der schön blühenden, Hummeln anlockenden, heilenden Pflanze.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Wundklee aus?

Ein bisschen krautig sieht der Apotherklee, wie er auch gerne genannt wird, schon aus. Ganze 40 cm wird die Pflanze hoch und an ihrem Ende Drohnen kleine, gelbe, kelchförmige Blüten, deren Spitzen leicht rötlich sind. Die Blütenköpfe sind von Hochblättern umgeben.

Trivialnamen

Unter welchen Bezeichnungen ist Wundklee noch bekannt?

Da diese traditionelle Heilpflanze eine durchaus lange Geschichte hat, ist es auch nicht verwunderlich, dass sich viele Namen für die krautige Pflanze gefunden haben. Ihr offizieller botanische Name lautet Anthyllis vulneraria. Im Volksmund ist das Heilkraut unter vielerlei Bezeichnungen bekannt, so u.a. als Apothekerklee, Bärenklee, Bartklee, Gelber Klee, Hasenklee, Katzenklee, Russischer Klee, Schreiklee, Sommerklee, Tannenklee oder Wollklee. Aber die Heilpflanze wird auch Bärenpratzen, Frauenkäppchen, Frauenkapperl, Gichtbleaml, Goldkopf, Goldknopf, Katzenbratzerl, Kretzenkraut, Schafszähn, Schüpfli, Traubenkörpferl, Watteblume und Wundkraut genannt.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Wundklee enthalten?

Die im Wundklee enthaltene Kombination aus den Wirkstoffen Saponin, Gerbsäure, Catechin und diverse Flavonoide ist der Grund, warum dem Wundkraut so zahlreiche Heilwirkungen nachgesagt werden. Die jeweiligen Stoffe wirken in ihrer Gesamtheit, nicht aber einzeln für sich genommen.

Ebenfalls im Apothekerklee enthaltenen ist jede Menge Lysin; ein Wirkstoff der dazu beiträgt, dass unser Immunsystem gestärkt wird und die Ausbreitung von Viren im Keim erstickt werden kann.

Ähnliche Heilpflanzen

Gibt es ähnliche Heilpflanzen, die wirken wie Wundklee?

Sicherlich gibt es einige Heilpflanzen, die als Alternative zum Wundklee verwendet werden können. Für Schürfwunden, offene Blasen oder andere Wunden eignen sich z.B. auch Blüten der Ringelblume, Spitzwegerich oder Birkenrinde. Beginnender Herpes kann u.a. mit Honig, Teebaumöl, Aloe Vera und Zitronenmelisse Einhalt geboten werden.

Ein Kraut, dass allerdings genau die gleichen Heilwirkungen wie Wundklee hat, ist nicht bekannt. Aber heilende Alternativen aus der Natur für die einzelnen Beschwerden gibt es schon.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Wundklee am Markt zu kaufen?

Da besonders die frische Zubereitung einzelner Heilprodukte mit Wundklee vielversprechend ist, bietet es sich am besten an eine eigene Wundklee-Pflanze im Garten oder auf dem Balkon zu kultivieren. So hat man bei Bedarf immer gleich frische Blätter, Blüten und Kraut griffbereit.

Ansonsten kann der Sommerklee in Form getrockneter Blüten als Tee käuflich erworben werden. Aber auch als homöopathische Globoli wird der Apothekerklee verarbeitet. Auch als Salbe und Tinktur ist der Apothekerklee erhältlich.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Wundklee als NEM?

Da dem Sommerklee keine Nebenwirkungen nachgesagt werden, gibt es auch keine Begrenzung im Verzehr. Möchte man jedoch eine Teekur machen, so sollte diese kontinuierlich über 14 Tage erfolgen. Diese hilft bei sehr hartnäckigem Husten und auch gemeinen Darmirritationen.

Soll der Apothekerklee als Tee konsumiert werden, so wird 1 TL Blüten mit 125 ml heißem Wasser aufgesetzt. Der Tee darf dann gut 5 Minuten ziehen, kann mit etwas Honig gesüßt und anschließend getrunken werden. Zur akuten Bekämpfung von Husten und Kratzer im Hals werden 2 Tassen pro Tag empfohlen.

Möchte man hingegen einen Sud zur Wundreinigung aufsetzen, so sind 2 EL Blüten mit 1 l kaltem Wasser zu mischen. Diese Mischung wird erhitzt und für gut 3 Minuten gekocht. Anschließend ausgesiebt und abgekühlt, kann dieser Sud wohl zum Gurgeln als auch für Kompressen zur Wundbehandlung verwendet werden.

Zur Herstellung einer Salbe kann einfaches Schweinefett verwendet werden. In dieses werden ebenfalls einige Löffel getrockneten Wundklees eingeknetet. Für die Tinktur mischt man im Verhältnis 1 zu 5 getrocknetem Sommerklee und Alkohol und lässt diese Mischung für 2 Wochen stehen. Danach sollten die Pflanzenteile ausgesiebt werden und die Tinktur in einer dunklen Flasche gelagert werden.

Gibt es beim Kauf von Wundklee etwas zu beachten?

Im Prinzip nein. Die in Deutschland und Europa vorherrschenden strengen Auflagen zu Herstellung und Verkauf von Produkten mit heilender Wirkung stellen sicher, dass mit jedem im Handel gekauften Wundklee-Produkts Qualität verkauft wird.

Studien zu Wundklee

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