Die Einnahme von Nahrungseränzung ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

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Superfood

Paradieskörner

Autor

Sabrina Laidner
Expertin für Ayurveda
Paradieskörner

enthaltene
Wirkstoffe

zu behandelnde
Symptome

30

recherchierte
Studien

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Symptome

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Was sind Paradieskörner?

Wer kennt den Begriff „Pfefferküste“ in Westafrika? Das ist schon ein bisschen verwirrend. Denn Pfeffer ist ein Gewürz, das ursprünglich aus Indien stammt. An der Westküste von Afrika fand man letztlich aber auch ein Gewürz, das dem Pfeffer sehr ähnlich ist. Man nannte es Paradieskörner.

Bekannt ist dieses Gewürz in Europa bzw. in Spanien und in Portugal schon seit dem 15. Jahrhundert. Damals war der Seeweg nach Indien noch unbekannt und dieses Gewürz eines der meistgenutzten Gewürze zur damaligen Zeit. Im Mittelalter geriet das Gewürz nahezu in Vergessenheit. Erst in jüngster Zeit ist es wieder mehr und mehr in vielen Küchen zu finden.

Dieses Gewürz verfügt über einen feinen Geschmack. Und zwar schmeckt das Gewürz nicht nur nach Pfeffer, sondern auch nach Kardamom und hat auch Noten von Zimt und Ingwer zu bieten. Wenn man es einmal roh kostet, dann fühlt man sich wie im Paradies. So viel zum Namen.

Dieses Gewürz ist ein wahres Superfood. Denn mit dem Gewürz kann man nicht nur Speisen verfeinern. Gelagert werden sollte das Gewürz kühl und trocken und vor allem lichtgeschützt. Das Gewürz kann man zermahlen erhalten, wie auch in ganzen Körpern. Am besten lagert man die Körner im Ganzen und mahlt sie nach Bedarf.

Der Geschmack dieser Körner hinterlässt im Mund einen Genuss von pfefferartiger Schärfe gepaart mit einem fruchtigen Aroma. Der Geschmack erinnert sehr stark an ein Glühweingewürz. Die Paradieskörner gehören zu den Ingwergewächsen. Die frischen Früchte können verzehrt werden. Aus den Samen wird ätherisches Öl gewonnen. Die Rhizome sowie die gesamte Pflanze können ebenfalls medizinisch verwendet werden. Dieses Naturprodukt zählt zur Familie der Zingiberaceae, also zu den Ingwergewächsen.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Paradieskörner einnehmen?

Paradieskörner können natürlich als ganz normales Gewürz in der Küche verwendet werden. Sehr gut passt dieses Gewürz zu Lammfleisch, Geflügel, zu Kartoffeln, zu Gemüse, vor allem zu Kürbis und zu Auberginen. Auch Yams und Maniok kann damit gewürzt werden. Wird das gewürzte Gericht zu lange gekocht, verflüchtigt sich das Aroma schnell. Auch in der Kombination mit Schwarzen Pfeffer und Kubebenpfeffer kann dieses Gewürz zusätzlich verwendet werden. Kombinieren kann man dieses Gewürz auch mit Kumin, Muskat, Nelke, mit Piment und Zimt.

Außer für die Zubereitung von Speisen kann dieses Gewürz auch für die Herstellung von Likör verwendet werden. Und auch in der Parfümindustrie kommen diese würzigen Samen zum Einsatz. Zudem findet man dieses Gewürz auch in einigen Fertigmischungen für Glühwein und für Lebkuchen.

In der afrikanischen Naturheilkunde wird das Ingwergewächs vielseitig verwendet. Man verwendet es dort zum Beispiel bei Hautproblemen, bei Koliken, Gastritis, bei Zahnschmerzen und sogar bei Knochenbrüchen, ebenso wie bei Geschlechtskrankheiten, bei Herpes, bei Rheuma und sogar zur Krebsbehandlung.

Verwendet wird hierzu eine Tinktur, die aus den ätherischen Ölen der Körner gewonnen wird. In einigen Gegenden von Westafrika trinkt man diese Tinktur sogar und verwendet dieses Naturprodukt als Aphrodisiakum. Auch wer in den westafrikanischen Ländern einen schönen Hautteint haben möchte, greift sehr häufig zu diesem Naturprodukt.

Wirkung

Welche Wirkung versprechen Paradieskörner?

Paradieskörnern wird eine stimulierende Wirkung nachgesagt. Dies soll vor allem zutreffen, wenn das Gewürz für die Herstellung von Likör verwendet wurde.

Das Gewürz wirkt zudem anregend auf den Kreislauf und es wärmt.

In der Medizin der Staaten in Westafrika werden die Paradieskörner bis heute in den jeweiligen Volksmedizinen eingesetzt. Dort werden vor allem die ätherischen Öle sehr geschätzt für ihre Wirkung. Denn die enthaltenen ätherischen Öle von diesem Gewürz wirken antimikrobiell und entzündungshemmend. Zudem wird diesem Gewürz auch eine antibakterielle Wirkung nachgesagt.

Auf die Verdauung hat das Gewürz ebenfalls eine gute Wirkung. Wissenschaftliche Studien über dieses in Europa inzwischen eher unbekannt gewordene Gewürz, gibt es bisher nur wenige. Aus Westafrika gibt es zudem keine ausreichenden Informationen über die Wirksamkeit von diesem Gewürz auf die Gesundheit.

In der Volksmedizin der westafrikanischen Länder, wo dieses Naturprodukt heimisch ist, wird vor allem dessen entzündungshemmende Wirkung geschätzt. Zudem wird das Naturprodukt geschätzt, weil ihm auch nachgesagt wird, dass es die mikrobielle Hautflora ausgleichen soll. Dafür gibt es ebenfalls keine wissenschaftlichen Belege.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Paradieskörner auftreten?

Die Verwendung von diesem Gewürz ist für die meisten Erwachsenen unbedenklich. Es kann jedoch vereinzelt zu Reizungen des Magens, des Darms und des Harntrakts kommen.

Da über die Verwendung und die Wirkung von diesem Gewürz nicht sehr viele Studien vorliegen, ist auch nicht genug bekannt über die Verwendung von diesem Gewürz während der Schwangerschaft und der Stillzeit. Schwangere und Stillende sollten daher besser auf den Verzehr von diesem Gewürz verzichten.

Informationen über Wechselwirkungen von Paradieskörnern mit Medikamenten oder mit anderen Heilkräutern oder Nahrungsergänzungsmitteln gibt es nicht.

Auch der Geschmack könnte für einige Nutzer gewöhnungsbedürftig sein. Vor allem der herbe Nachgeschmack könnte doch recht ungewohnt sein. Menschen, die keine Schärfe mögen oder nicht vertragen, sollten dieses Gewürz zum Kochen nicht verwenden.

Nebenwirkungen treten in der Regel nur dann auf, wenn eine leichte Überdosierung vorliegt. Die Überdosierung bemerkt man allerdings meist auch gleich am Geschmack. Denn beim Kochen wird die Schärfe des Gewürzes zwar etwas minimiert, scharf ist die mit diesem Gewürz zubereitete Speise dennoch.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Paradieskörner, bis sich erste Erfolge einstellen?

Da sehr wenig über die Wirkung der Paradieskörner als Gewürz oder Tinktur in Form von ätherischem Öl bekannt, kann über die Wirksamkeit innerhalb einer bestimmten Anwendungsdauer keine Aussage getroffen werden. Es liegen hierfür zu wenige Informationen vor und auch kaum Studien.

Werden die Paradieskörner gekaut, wie das in Westafrika üblich ist, setzt die wohltuende Wärme, für die das Gewürz bekannt ist, umgehend ein.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Paradieskörnern?

Paradieskörner sind die Früchte einer Pflanze, die im tropischen Westafrika am Golf von Guinea beheimatet ist. Angebaut wird diese Pflanze auch in den afrikanischen Ländern Togo, Nigeria, Ghana, der Elfenbeinküste, Kamerun und Liberia. Die Küstenregion dieser Länder wird im Volksmund auch Pfefferküste genannt. Der kommerzielle Anbau von diesem Gewürz findet vornehmlich in Ghana statt. Das Gewürz hat dort jedoch keine große Exportbedeutung.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Paradieskörner aus?

Die Körner gedeihen an der Pflanze, die den Namen Aframomum melegueta trägt, in einer Kapselfrucht. Diese Früchte bilden sich aus den trompetenförmigen Blüten der Pflanze. Die Kapselfrüchte haben eine Länge von 10 cm und enthalten 60 bis 100 der kleinen Samen. Diese haben eine Größe von 2 mm.

Die Pflanze selbst ist krautig und gilt als ausdauernd. Die Körner sind eigentlich die Samen und haben sowohl von der Größe, wie auch von der Form her Ähnlichkeit mit den Kardamonsamen. Die Samen haben allerdings eine rotbraune Farbe. Gemahlen nimmt das Korn dann eine graue Farbe an.

Die Paradieskörner werden direkt von der ca. 1,5 m großen Pflanze geerntet. Nach der Ernte werden die Körner getrocknet und abgepackt. Und genauso gelangen Sie in den Handel.

Trivialnamen

Unter welchen Bezeichnungen ist Paradieskörner noch bekannt?

Paradieskörner werden auch als Grana paradisi, Graines de paradis, Malaguette, Poivre de Guinée, Maniguette sowie Malagueta, Aframomum, Pimienta de malagueta, Kamerun-Kardamom, Melequetapeffer oder Guineapfeffer bezeichnet. Die englische Bezeichnung von diesem Naturprodukt ist Grains of Paradise. Eine weitere deutsche Bezeichnung von diesem Naturprodukt lautet Malagettapfeffer. Weitere englische Bezeichnungen sind Guinea grains, Melegueta pepper, Afrika kakulesi und Alligator pepper.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Paradieskörner enthalten?

Das ätherische Öl der Paradies¬körner besteht aus den Sesquiterpenkohlenwasserstoffen Humulen, α- und β-Caryophyllen. Diese beiden Bestandteile machen 83 Prozent aus. Darüber hinaus sind in den ätherischen Ölen auch Oxiden enthalten zu 9 Prozent.

Für den scharfen Geschmack von diesem Gewürz sind Hydroxyarylketone verantwortlich. Diese sind eng mit den Scharfstoffen von Ingwer verwandt. Es gibt dabei je nach Anbaugebiet verschiedene Hydroxyarylketone, die hier wirken. Je nach Anbaugebiet unterscheiden sich diese sehr stark voneinander.

Enthaltene Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente

pro 100g / 100 mlNRV¹)
Calcium 10 mg1,25 %
Natrium19 mg1,27%
*Da es sich um ein Naturprodukt handelt, können diese Werte leicht abweichen.

Ähnliche Superfoods

Gibt es ähnliche Superfoods, die wirken wie Paradieskörner?

Vergleichbar mit diesem Superfood ist Ingwer und natürlich auch der indische Pfeffer. Sollte einmal der Kauf der Paradieskörner vergessen worden sein oder die noch vorhandene Menge zum Würzen von einem Gericht nicht ausreichen, kann als Ersatz auch eine Mischung aus Schwarzen Pfeffer und Kardamom verwendet werden. Diese beiden Gewürze sind in der Kombination vom Geschmack her dann ähnlich diesem aus Westafrika stammenden Gewürz.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Paradieskörner am Markt zu kaufen?

Angeboten werden die Paradieskörner im Handel als ganze Körner. Es gibt hier verschiedene Packungsgrößen, die auf dem Markt angeboten werden. So können sie frisch gemahlen und für das Würzen von Speisen verwendet werden. In Pulverform entfaltet dieses Naturprodukt sehr schnell sein Aroma. Es ist jedoch wichtig, dass das frisch gemahlene Pulver erst gegen Ende des Kochvorgangs hinzugefügt wird. Die Körner werden vor dem Zermahlen kurz ohne Fett leicht angeröstet.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Paradieskörner als NEM?

Wer das Pfeffergewürz herausschmecken möchte, der sollte beim Kochen schon eher großzügig bei der Dosierung umgehen. Die Schärfe verfliegt zum Teil, wenn das feingemahlene Pulver noch eine Weile aufgekocht wird. Es ist wichtig, dass zwischendurch immer wieder etwas abgeschmeckt wird. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass selbst in der Freundesrunde und der eigenen Familienrunde die Geschmäcker was die Schärfe angeht, sehr verschieden sind.

Die angemessene Dosierung mit Paradieskörner hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Hierzu gehören das Alter und der Gesundheitszustand und letztlich der Geschmack. Es gibt aktuell keine verlässlichen wissenschaftlichen Daten darüber, wie hoch die Dosierung sein sollte. Es ist daher sehr wichtig, dass man sich an die Dosierungsanleitung auf dem Etikett hält. Die Dosiervorgabe kann von Hersteller zu Hersteller variieren.

Gibt es beim Kauf von Paradieskörner etwas zu beachten?

Paradieskörner können in Gewürzläden und im Internet gekauft werden. Die Körner sind ungemahlen und müssen unbedingt kühl, trocken und lichtgeschützt gelagert werden. Wenn die Verpackung immer wieder gut verschlossen und entsprechend gelagert wird, hält dieses Naturprodukt zwei bis drei Jahre seine Qualität.

Das Produkt ist vegan und ohne Geschmacksverstärker. Die Körner werden auch ungeschwefelt angeboten. Um die Körner letztlich verzehrfertig zuzubereiten ist es erforderlich, dass man sich eine Gewürzmühle anschafft.

Studien zu Paradieskörner

Nährwerte pro 100g

Energie21 kJ /
5 kcal
Kohlenhydrate0 g
Eiweiß / Protein0 g

*Da es sich um ein Naturprodukt handelt, können diese Werte leicht abweichen.

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