Was ist IslÀndisches Moos?

Das islÀndische Moos (oder auch Hitschhornflechte oder Fiebermoos) gehört, anders als der Name vermuten lÀsst, nicht zu der Gattung der Moose sondern zÀhlt zu den FlechtengewÀchsen. Es ist ein Mischorganismus aus Pilzen und Algen, was bedeutet, dass hier zwei verschiedene Organismen in Symbiose miteinander leben. Die Bezeichnung Moos stammt lediglich aus einer Zeit, in welcher es die Unterscheidung zwischen Flechten und Moosen noch nicht gab.

Es kommt in der arktischen Zone und den kĂŒhleren Breiten der Nordhalbkugel (zum Beispiel in Island oder Norwegen) vor.

Die Flechte, die im Gegensatz zu Moosen immer auf dem Erdboden wÀchst, lÀsst sich an ihrem strauchartigen Wuchs und ihren geweihartig verzweigten Trieben erkennen.

Die etwa eine handbreit hoch wachsende Pflanze wĂ€chst oft ĂŒber große FlĂ€chen und wird daher auch Felsengras genannt.

Als pflanzliches Heilmittel wurde islĂ€ndisches Moos ca im 17. Jahrhundert von den IslĂ€ndern entdeckt. Danach wurde das Wissen ĂŒber die Heilpflanze in ganz Europa verbreitet.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man IslÀndisches Moos einnehmen?

Da die Pflanze eine antibiotische und Schleimhaut schĂŒtzende Wirkung hat, wird das Mittel gerne bei entzĂŒndlichen Atmenwegserkrankungen sowie Husten oder Halsschmerzen eingesetzt.

Das Heilmittel hilft außerdem bei Magen- Darm Beschwerden und wird gerne bei MagenschleimhautentzĂŒndungen oder entzĂŒndlichen VerĂ€nderungen des Darmes genutzt.

Bei einer Magen- Darm Infektionen kann es die Verbreitung der Erreger eindÀmmen und den Genesungsprozess beschleunigen. Es soll auch gegen Appetitlosigkeit und Verdauungsstörungen helfen.

Das Moos kann, als Tee aufgebrĂŒht, wirksam gegen Akne oder andere EntzĂŒndungen der Haut (zum Beispiel bei chronischen Wunden) wirken.

Bei Erschöpfung oder SchwÀchezustÀnden kann ein Tee aus islÀndischem Moos zu mehr VitalitÀt verhelfen.

Neigt man zu schuppiger Kopfhaut kann das Mittel als Zusatz im Schampoo oder als aufgebrĂŒhter Sud helfen.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht IslÀndisches Moos?

Wie bereits teilweise angedeutet kann das islÀndische Moos viele positive Eigenschaften auf den Körper haben.

Durch seine antibakterielle Wirkung kann es gegen eine Reihe entzĂŒndlicher Prozesse

im Organismus (SchleimhautentzĂŒndungen oder Infektionen) eingesetzt werden und so den Heilungsprozess beschleunigen.

Die enthaltenen Schleimstoffe legen sich als schĂŒtzende Schicht auf die SchleimhĂ€ute von Mund, Hals, Rachen und Bronchien. Dies hat einen beruhigenden Effekt auf gereizte SchleimhĂ€ute. Weiterhin kann es als natĂŒrlicher Hustenstiller verwendet werden.

Die bereits genannten Schleimstoffe legen sich bei Einnahme auch auf die SchleimhĂ€ute von Magen und Darm und können so EntzĂŒndungen eindĂ€mmen.

Das islÀndische Moos wirkt nachweislich gegen Appetitlosigkeit und regt die Verdauung an.

Es kann außerdem belebend bei SchwĂ€che oder Abgeschlagenheit wirken.

Durch seine antibakterielle Wirkung kann es außerdem gegen EntzĂŒndungen der Haut wirksam sein und wird manchmal sogar als Deodorant benutzt.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von IslÀndisches Moos auftreten?

Wissenschaftler warnen davor, das Moos selbst in der freien Natur zu sammeln, da die Pflanze durch den Reaktorunfall in Tschernobyl unter UmstÀnden noch radioaktiv verseucht sein kann.

PrÀparate aus der Apotheke können jedoch unbedenklich konsumiert werden, da die Herkunft und Verarbeitung streng kontrolliert werden.

Ansonsten gilt das Heilmittel als eines der am unbedenklichsten pflanzlichen PrÀparate und hat laut wissenschaftlichen Studien keine bekannten Nebenwirkungen.

Es kann somit auch in der Schwangerschaft und Stillzeit bedenkenlos eingenommen werden.

NatĂŒrlich sollte bei einer UnvertrĂ€glichkeit des Mittels von einer Einnahme abgesehen werden. Bei einer Verarbeitung in SĂ€ften oder Pastillen sollte auch auf UnvertrĂ€glichkeiten gegen andere enthaltene Stoffe geachtet werden.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind bisher nicht bekannt.

Auch ĂŒber die Zubereitung sollte man sich im Voraus genau informieren, um einen grĂ¶ĂŸtmöglichen Nutzen aus der Heilpflanze ziehen zu können.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von IslÀndisches Moos, bis sich erste Erfolge einstellen?

IslÀndisches Moos wird in verschiedenen Formen verabreicht. Die wohl hÀufigste Darreichung erfolgt als Saft (zum Beispiel Hustensaft) oder als Pastille zum lutschen.

Meist stellt sich ein erster Therapieerfolg bei diesen PrĂ€paraten schon nach den ersten Einnahmen ein, da es sich sofort beruhigend und entzĂŒndungshemmend auf die gereizten SchleimhĂ€ute legt. Trockener Husten kann sich nach den ersten regelmĂ€ĂŸigen Einnahmen eines Hustensaftes mit der Heilpflanze bessern. Er sollte jedoch noch ca 3-4 tage nach abklingen der Symptome weiter eingenommen werden.

Die Pastillen bewirken in der Regel bereits bei den ersten Anwendungen eine Linderung bei Symptomen wie Halsschmerzen oder Reizhusten und können je nach Bedarf konsumiert werden. Es können ĂŒber einen unbegrenzten Zeitraum 1-2 Pastillen mehrmals tĂ€glich gelutscht werden. Sollten die Symptome nach 14 Tagen aber nicht abklingen, so sollte spĂ€testens dann ein Arzt konsultiert werden.

Die Heilpflanze kann auch als Creme oder Salbe verwendet werden, jedoch ist nicht nachgewiesen, ab wann ein positiver Effekt zu verzeichnen ist. Es wird empfohlen, diese ĂŒber mehrere Wochen regelmĂ€ĂŸig aufzutragen.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von IslÀndisches Moos ?

IslÀndisches Moos kommt in der Regel nur in bestimmten Gegenden wie Mooren, Gebirgen oder Tundren vor, da es gut mit NÀhrstoffarmen Bedingungen zurecht kommt.

Da die Luftverschmutzung in der NĂ€he von Siedlungen recht hoch ist, ist ihr Vorkommen hier eher seltener.

Meist wird die Pflanze als Wildblume geerntet,was bedeutet, dass kein kontrollierter Anbau stattfindet.

In Deutschland gilt die Pflanze sogar als bedroht und darf nicht geerntet werden.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von IslÀndisches Moos aus?

Das islÀndische Moos wird nach der Ernte im SpÀtsommer an einem abgedunkelten Ort zum Trocknen gelagert.

Das Endprodukt wird spÀter oft nur grob zerkleinert und weiterverkauft.

Es Ă€hnelt nach dem trocknen und zerkleinern tatsĂ€cjlich kleinen, weißen Geweihen.

Teilweise wird die Pflanze aber so weit zerkleinert, dass als Endprodukt ein feines Pulver entsteht (zum Beispiel zum BefĂŒllen von Kapseln oder zum Einmischen In Salben).

Das Pulver hat eine eher grÀuliche, unscheinbare Farbe.

Trivialnamen

Unter welchen Bezeichnungen ist IslÀndisches Moos noch bekannt?

Der wohl bekannteste Handelsname von islÀndischem Moos ist das Isla Moos (Pastillen).

Achtermoos verkauft das Produkt geschnitten als Aufguss fĂŒr Tee. Es wird hier als islĂ€ndisches Moos oder Bio islĂ€ndisches Moos verkauft.

Ansonsten bieten tetesept oder Klosterfrau das Heilmittel als Hustensaft oder Hustenstiller an.

Auch unter dem Namen Iceland Moss ist das Produkt zu finden.

Da das Produkt teilweise mit anderen Heilpflanzen kombiniert wird, wird es manchmal nur als Zusatzstoff aufgefĂŒhrt. Online Anbieter zeigen diese Produkte jedoch auch unter islĂ€ndischem Moos aus.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in IslÀndisches Moos enthalten?

Wie in vielen anderen Superfoods, die heutzutage immer mehr an Interessenten gewinnen, beinhaltet auch das bekannte Moos einige wichtige NĂ€hrstoffe, die zu einer gesunden Lebensweise beitragen und eine natĂŒrliche Heilung fördern können.

Folgende Inhaltsstoffe sind in diesem Vorzufinden:

-Vitamin A

-Vitamn B 1

-Vitamin B 12

-Jod

-Schleimstoffe (schleimbildenden Polysacchariden)

-Glucane

-FlechtensÀure

Teilweise wird das islÀndische Moos mit anderen NÀhrstoffen oder Heilpflanzen kombiniert, um die Wirkung nochmals zu optimieren.

Ähnliche Superfoods

Gibt es Àhnliche Superfoods, die wirken wie IslÀndisches Moos?

IslÀndisches Moos zahlt heut zutage zu den so genannten Superfoods.

Superfoods zeichnen sich vor allem durch ihren hohen Inhalt von NÀhrstoffen aus und tragen zu einer gesunden, ausgewogenen ErnÀhrung bei.

Es gibt noch andere Pflanzen, die effizient gegen Husten eingesetzt werden können, wie zum Beispiel Eibisch, Spitzwegerich, Huflattich oder Königskerze, diesen hat das islÀndische Moos den Rang im Laufe der Zeit jedoch abgelaufen.

Ein anderes Superfood, das eventuell mit dem Moos vergleichbar ist, ist der Rettich.

Das GewĂ€chs aus der Familie der KreuzblĂŒtler schmeckt nicht nur gut, es fördert auch die Gesundheit.

So kann er sich, vermischt mit Honig oder als Tee aufgegossen, als Hustenstiller eignen. Weiterhin wurde beim Verzehr des GewÀchses eine positive Wirkung auf die Darmflora nachgewiesen.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es IslÀndisches Moos am Markt zu kaufen?

Das islÀndische Moos ist in verschiedenen Formen auf dem Markt erhÀltlich.

Meist wird es nach dem Trocknen nur grob zerkleinert und als Aufguss fĂŒr Tee vertrieben.

Das Produkt wird aber auch in Pulverform angeboten und kann so in Salben verarbeitet oder in Kapseln verschlossen genutzt werden.

Die wohl bekanntesten Formen, in denen das Produkt angeboten wird, sind der hustenstillende Saft und die Lutschpastillen.

Als Zusatz im Honig erfreut sich die Pflanze ebenfalls großer Beliebtheit

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von IslÀndisches Moos als NEM?

Da das Produkt keinerlei nachgewiesene Nebenwirkungen hat, gibt es zur Zeit keine Verzehrempfehlung bzw ist keine nachweisliche Überdosierung möglich.

Manche Produktanbieter empfehlen eine Tagesdosis von 4-6 Gramm tĂ€glich, jedoch ist dies lediglich eine Empfehlung und kann wissenschaftlich nicht begrĂŒndet werden.

Da das Mittel aber oft mit anderen PrĂ€paraten oder Pflanzenstoffen kombiniert wird, sollte bei den Zusatzstoffen auf die Verzehrempehlung geachtet werden, da diese eine bestimmte Tagesdosis gegebenenfalls nicht ĂŒberschreiten dĂŒrfen.

Gibt es beim Kauf von IslÀndisches Moos etwas zu beachten?

Zu beachten ist beim Kauf des Produktes vor allem, wo genau es produziert wurde und ob die Herstellung von geeigneten Personen ĂŒberwacht wurde.

Es sollte sich um einen seriösen Anbieter handeln, da es wie bereits oben angegeben, zu einer radioaktiven Belastung der Pflanze gekommen sein könnte.

Dann sollte das Produkt natĂŒrlich unter keinen UmstĂ€nden konsumiert werden.

Es sollte außerdem berĂŒcksichtigt werden, wie das Produkt verwendet bzw zubereitet werden werden muss, um die bestmögliche Wirkung zu erzielen.

Hierzu ist es gut bereits im Vorfeld zu wissen, gegen welche Symptome man sich eine Linderung verspricht. Anhand dieser Kriterien kann dann ein geeignetes Produkt gekauft werden.

Ein weiterer zu beachtender Punkt ist, ob in dem Endprodukt reines islÀndisches Moos enthalten sein soll oder ob der Wirkstoff mit einem anderen kombiniert sein darf.

FĂŒr manche Menschen sind GerĂŒche oder GeschmĂ€cker unangenehm. Hier bietet es sich an, das Mittel in einer anderen Form einzunehmen, zum Beispiel als Kapsel.

BezĂŒglich negativer Wirkungen ist bei diesem Produkt nichts zu beachten.

Unsere Produkt-Empfehlung fĂŒr IslĂ€ndisches Moos
Hilde Sonntag
  • Expertin fĂŒr HeilkrĂ€uter empfiehlt

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Quellen zu diesem Beitrag
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