Die Einnahme von Nahrungseränzung ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

Alge

Isländisches Moos

Autor

Hilde Sonntag
Expertin für Heilkräuter
Isländisches Moos

enthaltene
Wirkstoffe

zu behandelnde
Symptome

30

recherchierte
Studien

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Symptome

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30

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Studien

Was ist Isländisches Moos?

Das isländische Moos (oder auch Hitschhornflechte oder Fiebermoos) gehört, anders als der Name vermuten lässt, nicht zu der Gattung der Moose sondern zählt zu den Flechtengewächsen. Es ist ein Mischorganismus aus Pilzen und Algen, was bedeutet, dass hier zwei verschiedene Organismen in Symbiose miteinander leben. Die Bezeichnung Moos stammt lediglich aus einer Zeit, in welcher es die Unterscheidung zwischen Flechten und Moosen noch nicht gab.

Es kommt in der arktischen Zone und den kühleren Breiten der Nordhalbkugel (zum Beispiel in Island oder Norwegen) vor.

Die Flechte, die im Gegensatz zu Moosen immer auf dem Erdboden wächst, lässt sich an ihrem strauchartigen Wuchs und ihren geweihartig verzweigten Trieben erkennen.

Die etwa eine handbreit hoch wachsende Pflanze wächst oft über große Flächen und wird daher auch Felsengras genannt.

Als pflanzliches Heilmittel wurde isländisches Moos ca. im 17. Jahrhundert von den Isländern entdeckt. Danach wurde das Wissen über die Heilpflanze in ganz Europa verbreitet.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Isländisches Moos einnehmen?

Da die Pflanze eine antibiotische und Schleimhaut schützende Wirkung hat, wird das Mittel gerne bei entzündlichen Atmenwegserkrankungen sowie Husten oder Halsschmerzen eingesetzt.

Das Heilmittel hilft außerdem bei Magen- Darm Beschwerden und wird gerne bei Magenschleimhautentzündungen oder entzündlichen Veränderungen des Darmes genutzt.

Bei einer Magen- Darm Infektionen kann es die Verbreitung der Erreger eindämmen und den Genesungsprozess beschleunigen. Es soll auch gegen Appetitlosigkeit und Verdauungsstörungen helfen.

Das Moos kann, als Tee aufgebrüht, wirksam gegen Akne oder andere Entzündungen der Haut (zum Beispiel bei chronischen Wunden) wirken.

Bei Erschöpfung oder Schwächezuständen kann ein Tee aus isländischem Moos zu mehr Vitalität verhelfen.

Neigt man zu schuppiger Kopfhaut kann das Mittel als Zusatz im Schampoo oder als aufgebrühter Sud helfen.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Isländisches Moos?

Wie bereits teilweise angedeutet kann das isländische Moos viele positive Eigenschaften auf den Körper haben.

Durch seine antibakterielle Wirkung kann es gegen eine Reihe entzündlicher Prozesse

im Organismus (Schleimhautentzündungen oder Infektionen) eingesetzt werden und so den Heilungsprozess beschleunigen.

Die enthaltenen Schleimstoffe legen sich als schützende Schicht auf die Schleimhäute von Mund, Hals, Rachen und Bronchien. Dies hat einen beruhigenden Effekt auf gereizte Schleimhäute. Weiterhin kann es als natürlicher Hustenstiller verwendet werden.

Die bereits genannten Schleimstoffe legen sich bei Einnahme auch auf die Schleimhäute von Magen und Darm und können so Entzündungen eindämmen.

Das isländische Moos wirkt nachweislich gegen Appetitlosigkeit und regt die Verdauung an.

Es kann außerdem belebend bei Schwäche oder Abgeschlagenheit wirken.

Durch seine antibakterielle Wirkung kann es außerdem gegen Entzündungen der Haut wirksam sein und wird manchmal sogar als Deodorant benutzt.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Isländischem Moos auftreten?

Wissenschaftler warnen davor, das Moos selbst in der freien Natur zu sammeln, da die Pflanze durch den Reaktorunfall in Tschernobyl unter Umständen noch radioaktiv verseucht sein kann.

Präparate aus der Apotheke können jedoch unbedenklich konsumiert werden, da die Herkunft und Verarbeitung streng kontrolliert werden.

Ansonsten gilt das Heilmittel als eines der am unbedenklichsten pflanzlichen Präparate und hat laut wissenschaftlichen Studien keine bekannten Nebenwirkungen.

Es kann somit auch in der Schwangerschaft und Stillzeit bedenkenlos eingenommen werden.

Natürlich sollte bei einer Unverträglichkeit des Mittels von einer Einnahme abgesehen werden. Bei einer Verarbeitung in Säften oder Pastillen sollte auch auf Unverträglichkeiten gegen andere enthaltene Stoffe geachtet werden.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind bisher nicht bekannt.

Auch über die Zubereitung sollte man sich im Voraus genau informieren, um einen größtmöglichen Nutzen aus der Heilpflanze ziehen zu können.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Isländischem Moos, bis sich erste Erfolge einstellen?

Isländisches Moos wird in verschiedenen Formen verabreicht. Die wohl häufigste Darreichung erfolgt als Saft (zum Beispiel Hustensaft) oder als Pastille zum lutschen.

Meist stellt sich ein erster Therapieerfolg bei diesen Präparaten schon nach den ersten Einnahmen ein, da es sich sofort beruhigend und entzündungshemmend auf die gereizten Schleimhäute legt. Trockener Husten kann sich nach den ersten regelmäßigen Einnahmen eines Hustensaftes mit der Heilpflanze bessern. Er sollte jedoch noch ca 3-4 tage nach abklingen der Symptome weiter eingenommen werden.

Die Pastillen bewirken in der Regel bereits bei den ersten Anwendungen eine Linderung bei Symptomen wie Halsschmerzen oder Reizhusten und können je nach Bedarf konsumiert werden. Es können über einen unbegrenzten Zeitraum 1-2 Pastillen mehrmals täglich gelutscht werden. Sollten die Symptome nach 14 Tagen aber nicht abklingen, so sollte spätestens dann ein Arzt konsultiert werden.

Die Heilpflanze kann auch als Creme oder Salbe verwendet werden, jedoch ist nicht nachgewiesen, ab wann ein positiver Effekt zu verzeichnen ist. Es wird empfohlen, diese über mehrere Wochen regelmäßig aufzutragen.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Isländischem Moos?

Isländisches Moos kommt in der Regel nur in bestimmten Gegenden wie Mooren, Gebirgen oder Tundren vor, da es gut mit Nährstoffarmen Bedingungen zurecht kommt.

Da die Luftverschmutzung in der Nähe von Siedlungen recht hoch ist, ist ihr Vorkommen hier eher seltener.

Meist wird die Pflanze als Wildblume geerntet,was bedeutet, dass kein kontrollierter Anbau stattfindet.

In Deutschland gilt die Pflanze sogar als bedroht und darf nicht geerntet werden.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Isländischem Moos aus?

Das isländische Moos wird nach der Ernte im Spätsommer an einem abgedunkelten Ort zum Trocknen gelagert.

Das Endprodukt wird später oft nur grob zerkleinert und weiterverkauft.

Es ähnelt nach dem trocknen und zerkleinern tatsäcjlich kleinen, weißen Geweihen.

Teilweise wird die Pflanze aber so weit zerkleinert, dass als Endprodukt ein feines Pulver entsteht (zum Beispiel zum Befüllen von Kapseln oder zum Einmischen In Salben).

Das Pulver hat eine eher gräuliche, unscheinbare Farbe.

Trivialnamen

Unter welchen Bezeichnungen ist Isländisches Moos noch bekannt?

Der wohl bekannteste Handelsname von isländischem Moos ist das Isla Moos (Pastillen).

Achtermoos verkauft das Produkt geschnitten als Aufguss für Tee. Es wird hier als isländisches Moos oder Bio isländisches Moos verkauft.

Ansonsten bieten tetesept oder Klosterfrau das Heilmittel als Hustensaft oder Hustenstiller an.

Auch unter dem Namen Iceland Moss ist das Produkt zu finden.

Da das Produkt teilweise mit anderen Heilpflanzen kombiniert wird, wird es manchmal nur als Zusatzstoff aufgeführt. Online Anbieter zeigen diese Produkte jedoch auch unter isländischem Moos aus.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Isländischem Moos enthalten?

Wie in vielen anderen Superfoods, die heutzutage immer mehr an Interessenten gewinnen, beinhaltet auch das bekannte Moos einige wichtige Nährstoffe, die zu einer gesunden Lebensweise beitragen und eine natürliche Heilung fördern können.

Folgende Inhaltsstoffe sind in diesem Vorzufinden:

  • Vitamin A
  • Vitamn B 1
  • Vitamin B 12
  • Jod
  • Schleimstoffe (schleimbildenden Polysacchariden)
  • Glucane
  • Flechtensäure

Teilweise wird das isländische Moos mit anderen Nährstoffen oder Heilpflanzen kombiniert, um die Wirkung nochmals zu optimieren.

Ähnliche Superfoods

Gibt es ähnliche Superfoods, die wirken wie Isländisches Moos?

Isländisches Moos zahlt heut zutage zu den so genannten Superfoods.

Superfoods zeichnen sich vor allem durch ihren hohen Inhalt von Nährstoffen aus und tragen zu einer gesunden, ausgewogenen Ernährung bei.

Es gibt noch andere Pflanzen, die effizient gegen Husten eingesetzt werden können, wie zum Beispiel Eibisch, Spitzwegerich, Huflattich oder Königskerze, diesen hat das isländische Moos den Rang im Laufe der Zeit jedoch abgelaufen.

Ein anderes Superfood, das eventuell mit dem Moos vergleichbar ist, ist der Rettich.

Das Gewächs aus der Familie der Kreuzblütler schmeckt nicht nur gut, es fördert auch die Gesundheit.

So kann er sich, vermischt mit Honig oder als Tee aufgegossen, als Hustenstiller eignen. Weiterhin wurde beim Verzehr des Gewächses eine positive Wirkung auf die Darmflora nachgewiesen.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Isländisches Moos am Markt zu kaufen?

Das isländische Moos ist in verschiedenen Formen auf dem Markt erhältlich.

Meist wird es nach dem Trocknen nur grob zerkleinert und als Aufguss für Tee vertrieben.

Das Produkt wird aber auch in Pulverform angeboten und kann so in Salben verarbeitet oder in Kapseln verschlossen genutzt werden.

Die wohl bekanntesten Formen, in denen das Produkt angeboten wird, sind der hustenstillende Saft und die Lutschpastillen.

Als Zusatz im Honig erfreut sich die Pflanze ebenfalls großer Beliebtheit.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Isländischem Moos als NEM?

Da das Produkt keinerlei nachgewiesene Nebenwirkungen hat, gibt es zur Zeit keine Verzehrempfehlung bzw ist keine nachweisliche Überdosierung möglich.

Manche Produktanbieter empfehlen eine Tagesdosis von 4-6 Gramm täglich, jedoch ist dies lediglich eine Empfehlung und kann wissenschaftlich nicht begründet werden.

Da das Mittel aber oft mit anderen Präparaten oder Pflanzenstoffen kombiniert wird, sollte bei den Zusatzstoffen auf die Verzehrempfehlung geachtet werden, da diese eine bestimmte Tagesdosis gegebenenfalls nicht überschreiten dürfen.

Gibt es beim Kauf von Isländischem Moos etwas zu beachten?

Zu beachten ist beim Kauf des Produktes vor allem, wo genau es produziert wurde und ob die Herstellung von geeigneten Personen überwacht wurde.

Es sollte sich um einen seriösen Anbieter handeln, da es wie bereits oben angegeben, zu einer radioaktiven Belastung der Pflanze gekommen sein könnte.

Dann sollte das Produkt natürlich unter keinen Umständen konsumiert werden.

Es sollte außerdem berücksichtigt werden, wie das Produkt verwendet bzw zubereitet werden werden muss, um die bestmögliche Wirkung zu erzielen.

Hierzu ist es gut bereits im Vorfeld zu wissen, gegen welche Symptome man sich eine Linderung verspricht. Anhand dieser Kriterien kann dann ein geeignetes Produkt gekauft werden.

Ein weiterer zu beachtender Punkt ist, ob in dem Endprodukt reines isländisches Moos enthalten sein soll oder ob der Wirkstoff mit einem anderen kombiniert sein darf.

Für manche Menschen sind Gerüche oder Geschmäcker unangenehm. Hier bietet es sich an, das Mittel in einer anderen Form einzunehmen, zum Beispiel als Kapsel.

Bezüglich negativer Wirkungen ist bei diesem Produkt nichts zu beachten.

Studien zu Isländisches Moos

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