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Was ist Goji?

Die Goji ist eine kleine, leuchtend rote Beere aus der Pflanzengattung der Bocksdorne innerhalb der Familie der NachtschattengewĂ€chse. Die etwa vier bis 20 Millimeter lĂ€nglichen, eiförmigen Beeren wachsen an sommergrĂŒnen StrĂ€uchern, mit einer Wuchshöhe zwischen zwei bis vier Meter. Die BlĂŒtezeit der StrĂ€ucher ist von Juni bis spĂ€testens September.

Die FrĂŒchte reifen von August bis Oktober, wobei jede Frucht bis zu 20 Samen enthalten kann.

Der Geschmack der Beeren wird oft als sĂŒĂŸlich-sauer, manchmal auch herb und bitter beschrieben. Jedoch hat das Anbaugebiet signifikante Auswirkungen auf den Geschmack und hĂ€ngt unmittelbar mit der Sonneneinwirkung auf die FrĂŒchte zusammen. Kurz lĂ€sst sich sagen: Je mehr Sonne die FrĂŒchte abgekommen haben, desto sĂŒĂŸer sind sie zumeist.

In GeschÀften findet man sie meist im getrocknetem Zustand, seltener frisch.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Goji einnehmen?

Die Anwendungsmöglichkeiten von Goji sind vielfĂ€ltig. Dabei kann die Beere zur jeder Tageszeit und ergĂ€nzend zur normalen ErnĂ€hrung eingenommen werden. Lediglich Patienten, die bereits blutverdĂŒnnende Medikamente wie z.B. Marcumar einnehmen oder genetische Schwierigkeiten mit dem Blutkreislauf haben, sollten mit der Einnahme vorsichtig sein, da die Inhaltsstoffe der Goji den Blutfluss fördern. Davon ab kann Goji vollkommen unbedenklich in den alltĂ€glichen Speiseplan derer eingebaut werden, die ihrem Immunsystem etwas Gutes tun und Erkrankungen vorbeugen wollen.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Goji?

Im fernen Osten, insbesondere in China, ist die vielfĂ€ltige und gesundheitsfördernde Wirkung von Goji schon seit Jahrtausenden bekannt. Doch auch im Westen wird ihr mannigfaltiger Nutzen durch zahlreiche klinische Studien bestĂ€tigt. Dank ihres reichhaltigen Mineralstoffkomplexes wirkt die Goji etwa als rein natĂŒrliches Antiaging-Mittel, das die Haut strafft und verjĂŒngt.

In Verbindung dazu unterstĂŒtzt die Beere das Abnehmen und die Regulierung des Cholesterinspiegels. Zudem soll Goji den Blutzuckerspiegel senken und Diabetes vorbeugen. In Langzeitbehandlung wird sie zur Behandlung von Krebs beziehungsweise zur Krebsvorsorge verwendet. Des Weiteren wird Goji nachgesagt eine stimmungsaufhellende Wirkung zu haben sowie das gesamte Verdauungssystem, einschließlich der Leber zu unterstĂŒtzen. Auch bei der direkten Behandlung von Augenerkrankungen, wie etwa Glaukomen, wird Goji insbesondere in der chinesischen Medizin verwendet. Generell soll die Beere die Sehkraft verbessern, da die durchblutungsfördernde Wirkung auch den Augapfel besser mit Blut versorgen soll. ErgĂ€nzend dazu gibt es Untersuchungen, die zu bestĂ€tigen scheinen, dass die Inhaltsstoffe der Pflanze die Denkkraft und die allgemeine GehirnaktivtĂ€t fördern. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass von einer allgemein förderlichen Wirkung fĂŒr das gesamte Immunsystem ausgegangen wird.

Diese krÀftigende und belebende Wirkung wird vor allem in der traditionellen chinesischen Medizin mit einer Potenzsteigernden Wirkung in Verbindung gebracht.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Goji auftreten?

Beim Verzehr von Gojibeeren gibt es keine bekannten Nebenwirkungen. Lediglich bei ĂŒbermĂ€ĂŸigem Genuss kann eine abfĂŒhrende Wirkung eintreten. Die Tatsache, dass Gojibeeren sehr viele Mineralien und Vitamine enthalten macht einen exzessiven Konsum logischerweise sinnlos, da der menschliche Körper diese Inhaltsstoffe nur begrenzt aufnehmen und verarbeiten kann. ÜberschĂŒsse werden ungenutzt wieder ausgeschieden.

Wie bereits erwĂ€hnt sollte die Einnahme von Goji bei Patienten, die blutverdĂŒnnende Medikamente einnehmen oder bei genetischen Erkrankungen wie HĂ€mophilie zumindest mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden, da insbesondere durch Einnahme von Goji-Saft, diese Wirkung stark erhöht werden kann.

Es kann zu Blutungen unter der Haut, in der Nase oder dem Verdauungstrakt kommen.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Goji, bis sich erste Erfolge einstellen?

Studien zufolge treten erste Erfolge schon relativ bald nach der ersten Einnahme von Goji Produkten auf. So wirkten die Produkte bei vielen Probanden bereits nach kurzer Zeit. Bereits nach wenigen Tagen berichteten viele Studienteilnehmer ĂŒber eine verbesserte Konzentration, weniger MĂŒdigkeit und verbesserter Stimmung. So lĂ€sst sich festhalten, dass erste Wirkungen recht zĂŒgig, laut Studienergebnissen spĂ€testens aber nach bis zu 15 Tagen eintreten.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Goji ?

Da es sich bei Gojibeeren um recht robuste und wetterfeste Pflanzen handelt, können sie nahezu ĂŒberall angebaut werden. Trotzdem bevorzugt der Strauch wĂ€rmere und sonnige Gebiete. UrsprĂŒnglich kommt das NachtschattengewĂ€chs aus China,genauer gesagt aus Ningxia, wo die Pflanze seit ĂŒber 5000 Jahren vielfĂ€ltig genutzt wird.

Von dort aus verbreitete sich das BocksdorngewĂ€chs ĂŒber ganz Asien, nach Europa bis hin zu Nordafrika und Australien sowie Neuseeland. In Europa findet das GewĂ€chs meist als Zierpflanze Verwendung und seine medizinischen Vorteile sind dort mehr oder weniger in Vergessenheit geraten. Neben China ist der Gojistrauch sehr stark in der inneren Mongolei verbreitet. So ergibt es bei diesen idealen klimatischen Bedingungen auch Sinn, dass er vor allem dort an- und abgebaut wird. Außerhalb von Asien wird die Pflanze vor allem in wĂ€rmeren LĂ€ndern wie Spanien, Italien, Portugal, aber auch in SĂŒdamerika angebaut.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Goji aus?

Die möglichen Produkte, die sich aus Gojibeeren herstellen lassen sind ebenso vielfĂ€ltig wie die gesundheitsfördernden Wirkungen der Beere. In unseren Breitengraden findet man am ehesten Saft aus Gojibeeren oder getrocknete FrĂŒchte in den Ladenregalen. Online lassen sich aber ohne weiteres Produkte wie Pulver, Chutney, Marmelade, Tee oder auch Kapseln erwerben. Auch als Bestandteil von MĂŒsli oder Fruchtmischungen ist die Beere beliebt. Chutney, Gelee und Marmelade lassen sich sogar recht leicht selbst herstellen.

Trivialnamen

Unter welchen Bezeichnungen ist Goji noch bekannt?

Der Name Goji kommt, wie sollte es auch anders sein, aus dem Chinesischen. Doch die Pflanze hört auf viele Namen. Allen voran auf ihren biologischer Namen „Lycium Barbarum“.

In Europa ist sie unter anderem als Gemeiner Bocksdorn oder Teufelszwirn bekannt. Jedoch wird dieser Name der nĂŒtzlichen Pflanze nicht gerecht, da sie so sehr leicht mit der gleichnamigen, parasitĂ€ren Schlingpflanze Teufelszwirn, auch Hexenzwirn genannt, verwechselt werden kann. Am gelĂ€ufigsten dĂŒrfte die Bezeichnung Wolfsbeere oder Chinesische Wolfsbeere sein.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Goji enthalten?

Wie nicht anders zu erwarten sind in den kleinen FrĂŒchtchen zahlreiche förderliche und gesunde Inhaltsstoffe in erstaunlich hoher Konzentration enthalten. Der Vitamingehalt etwa sticht besonders hervor. In Sachen Vitamin C hĂ€lt die Gojibeere problemlos mit anderen FrĂŒchten mit, ĂŒbertrifft den von Orangen sogar. Was das Thema Vitamin B angeht, können nicht viele FrĂŒchte mit der Wolfsbeere konkurrieren. So findet man in ihr beispielsweise Vitamin B1, B2, B3 und Vitamin B5. An Provitamin A mangelt es ebenfalls nicht. Zusammen ergeben sich daraus viele hochwirksame Antioxidanzien. FĂŒr eine Frucht enthĂ€lt die Goji zudem ĂŒberraschend viel Protein, immerhin etwa 15,3 g auf 100 Gramm.

Wichtige AminosĂ€uren wie Leucin und Arginin finden sich ebenso in der Frucht. Zwar ist in den Beeren verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig viel Zucker, dieser setzt sich aber aus wertvollen Polysachariden zusammen. Diese komplexen, an die Proteine gebundenen Kohlehydrate unterstĂŒtzen die Darmflora sowie angeblich das Immunsystem und machen lĂ€ngerfristig satt. Obendrein befinden sich hochwertige essenzielle FettsĂ€uren wie Alpha-LinolensĂ€ure, OleinsĂ€ure, PalmitoleinsĂ€ure und StearinsĂ€ure, die sich vor allem in den Kernen der Beere befinden. Doch das ist offenbar noch nicht alles. Neben wichtigen Mineralstoffen wie Calcium, Kalium, Phosphor und Magnesium stecken hochwertige Spurenelemente wie z.B. Zink, Eisen, Mangan, Kupfer, Chrom und Selen in der kleinen, roten Wunderbeere. Um das Ganze abzurunden wohnen der Goji noch sekundĂ€re Pflanzenstoffe inne, die besonders gut darin sind die sogenannten freien Radikale zu bekĂ€mpfen, die im dringenden Verdacht stehen Krebserkrankungen zu begĂŒnstigen.

Ähnliche Superfoods

Gibt es Àhnliche Superfoods, die wirken wie Goji?

Eines steht fest: Die Gojibeere ist sicherlich nicht das einzige Superfood da draußen.

Eine gute Alternative sind etwa Açai-Beeren, die einen Ă€hnlich hohen Anteil an antioxidativen Wirkstoffen enthalten. Wer lange Transportwege von exotischen FrĂŒchten vermeiden möchte, wird auch regional fĂŒndig. Wenn es um wertvolle Fette und FettsĂ€uren geht, bieten sich etwa WalnĂŒsse als gute Alternative an. Aber auch schwarze Johannisbeeren, Leinsamen, Rote Beete, Rotkohl, blaue Weintrauben, Hafer und Hirse sind gute Quellen fĂŒr sekundĂ€re Pflanzenstoffe beziehungsweise hochwertige und komplexe Kohlenhydrate. Allerdings enthalten nicht viele Lebensmittel eine so vielfĂ€ltige Zusammensetzung an NĂ€hrstoffen wie die Gojibeere. Eine kombinierte ErnĂ€hrung aus den genannten Alternativen sollte aber dank der guten ganzjĂ€hrigen VerfĂŒgbarkeit und des gĂŒnstigen Preises problemlos möglich sein.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Goji am Markt zu kaufen?

Der oft bittere und saure Geschmack der Gojibeere dĂŒrfte nicht jedermanns Sache sein. FĂŒr diesen Fall gibt es aber geschmacksneutrale Kapseln, Pillen und Presslinge in hoher Konzentration zu kaufen, die sich leicht einnehmen lassen. Der Vorteil daran ist, dass sich so eine immer gleiche Dosierung gewĂ€hrleisten lĂ€sst. Alternativ gibt es aber auch GetrĂ€nkepulver und Tees aus Goji, die aber nicht selten ĂŒbermĂ€ĂŸig gezuckert sind. Hier sollte man die Inhaltsangaben genau studieren.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Goji als NEM?

Eine Überdosierung mit Goji ist praktisch nicht möglich. Da eine komplette NĂ€hrstoffaufnahme aber nur bis zu einem gewissen Grad gewĂ€hrleistet werden kann, weil ein Überschuss an Vitaminen und Mineralien einfach ungenutzt ausgeschieden wird, gibt es trotzdem generelle Verzehrempfehlungen. Als maximale Dosis werden etwa 50 Gramm empfohlen. Viele Empfehlungen reichen von einer Handvoll bis hin zu 20 oder 30 Gramm. Jedoch muss man beachten, dass die zu empfehlende Tagesdosis sich auch nach KörpergrĂ¶ĂŸe und Gewicht des Konsumenten richtet. Dabei muss man Goji nicht unbedingt als NahrungsergĂ€nzungsmittel betrachten, sondern kann die Frucht ganz unkompliziert in den alltĂ€glichen Speiseplan integrieren.

Gibt es beim Kauf von Goji etwas zu beachten?

Möchte man auf frische FrĂŒchte zurĂŒckgreifen, sollte man unbedingt darauf achten Bio-FrĂŒchte zu kaufen, um eine Belastung mit Pestiziden und Chemikalien zu vermeiden. Das Anbaugebiet spielt ebenfalls keine unwichtige Rolle. Wie zuvor erwĂ€hnt haben die klimatischen Bedingungen unmittelbare Auswirkungen auf den Geschmack und die allgemeine QualitĂ€t der Beeren. Je wĂ€rmer und sonniger das Ursprungsland, desto besser. Mittlerweile gibt es auch viele Produzenten innerhalb Europas, die mittels chinesischem Saatgut und entsprechenden Regulierungen qualitativ hochwertige Bio-FrĂŒchte produzieren. Zwar könnte man Gojibeeren auch im heimischen Garten anpflanzen, allerdings dĂŒrfte der Geschmack der FrĂŒchte dann zu wĂŒnschen ĂŒbrig lassen. Ebenso ist unbedingt zu berĂŒcksichtigen nur vollends ausgereifte FrĂŒchte zu verzehren, da unreife Beeren zum einen nicht schmecken und zum anderem eine erhöhte Konzentration am Giftstoff Atropin enthalten, der auch in der Tollkirsche vorkommt, das bei ĂŒbermĂ€ĂŸigen Verzehr gesundheitsschĂ€dlich sein kann. Auf reife Beeren trifft das natĂŒrlich nicht zu. Da Gojibeeren zurzeit voll im Trend liegen, ist die Nachfrage sehr hoch. UnglĂŒcklicherweise treibt das auch den Preis nach oben. Dies fĂŒhrt leider auch dazu, dass viele unseriöse HĂ€ndler, in der Hoffnung schnelles Geld machen zu können, minderwertige Beeren auf den Markt schmeißen. Hier hilft ebenfalls das Biosiegel. Produkte aus der Gojibeere werden generell nur aus vollreifen Beeren gewonnen. Wer ganz auf Nummer sicher gehen möchte, greift am Besten auf sonnengereifte und luftgetrocknete Beeren zurĂŒck. Die sind obendrein noch lange haltbar. Aber auch hier gilt: Ist kein Biosiegel drauf, besser die Finger davon lassen!

Unsere Produkt-Empfehlung fĂŒr Goji
Gertrud Winkelmair

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Quellen zu diesem Beitrag
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