Die Einnahme von Nahrungseränzung ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

Superfood

Goji

Autor

Gertrud Winkelmair
Chefredaktion Superfoods
Goji

enthaltene
Wirkstoffe

zu behandelnde
Symptome

30

recherchierte
Studien

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Symptome

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Was ist Goji?

Die Goji ist eine kleine, leuchtend rote Beere aus der Pflanzengattung der Bocksdorne innerhalb der Familie der Nachtschattengewächse. Die etwa vier bis 20 Millimeter länglichen, eiförmigen Beeren wachsen an sommergrünen Sträuchern, mit einer Wuchshöhe zwischen zwei bis vier Meter. Die Blütezeit der Sträucher ist von Juni bis spätestens September.

Die Früchte reifen von August bis Oktober, wobei jede Frucht bis zu 20 Samen enthalten kann.

Der Geschmack der Beeren wird oft als süßlich-sauer, manchmal auch herb und bitter beschrieben. Jedoch hat das Anbaugebiet signifikante Auswirkungen auf den Geschmack und hängt unmittelbar mit der Sonneneinwirkung auf die Früchte zusammen. Kurz lässt sich sagen: Je mehr Sonne die Früchte abgekommen haben, desto süßer sind sie zumeist.

In Geschäften findet man sie meist im getrocknetem Zustand, seltener frisch.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Goji einnehmen?

Die Anwendungsmöglichkeiten von Goji sind vielfältig. Dabei kann die Beere zur jeder Tageszeit und ergänzend zur normalen Ernährung eingenommen werden. Lediglich Patienten, die bereits blutverdünnende Medikamente wie z.B. Marcumar einnehmen oder genetische Schwierigkeiten mit dem Blutkreislauf haben, sollten mit der Einnahme vorsichtig sein, da die Inhaltsstoffe der Goji den Blutfluss fördern.

Davon ab kann Goji vollkommen unbedenklich in den alltäglichen Speiseplan derer eingebaut werden, die ihrem Immunsystem etwas Gutes tun und Erkrankungen vorbeugen wollen.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Goji?

Im fernen Osten, insbesondere in China, ist die vielfältige und gesundheitsfördernde Wirkung von Goji schon seit Jahrtausenden bekannt. Doch auch im Westen wird ihr mannigfaltiger Nutzen durch zahlreiche klinische Studien bestätigt. Dank ihres reichhaltigen Mineralstoffkomplexes wirkt die Goji etwa als rein natürliches Antiaging-Mittel, das die Haut strafft und verjüngt.

In Verbindung dazu unterstützt die Beere das Abnehmen und die Regulierung des Cholesterinspiegels. Zudem soll Goji den Blutzuckerspiegel senken und Diabetes vorbeugen. In Langzeitbehandlung wird sie zur Behandlung von Krebs beziehungsweise zur Krebsvorsorge verwendet.

Des Weiteren wird Goji nachgesagt eine stimmungsaufhellende Wirkung zu haben sowie das gesamte Verdauungssystem, einschließlich der Leber zu unterstützen. Auch bei der direkten Behandlung von Augenerkrankungen, wie etwa Glaukomen, wird Goji insbesondere in der chinesischen Medizin verwendet.

Generell soll die Beere die Sehkraft verbessern, da die durchblutungsfördernde Wirkung auch den Augapfel besser mit Blut versorgen soll. Ergänzend dazu gibt es Untersuchungen, die zu bestätigen scheinen, dass die Inhaltsstoffe der Pflanze die Denkkraft und die allgemeine Gehirnaktivtät fördern. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass von einer allgemein förderlichen Wirkung für das gesamte Immunsystem ausgegangen wird.

Diese kräftigende und belebende Wirkung wird vor allem in der traditionellen chinesischen Medizin mit einer Potenzsteigernden Wirkung in Verbindung gebracht.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Goji auftreten?

Beim Verzehr von Gojibeeren gibt es keine bekannten Nebenwirkungen. Lediglich bei übermäßigem Genuss kann eine abführende Wirkung eintreten. Die Tatsache, dass Gojibeeren sehr viele Mineralien und Vitamine enthalten macht einen exzessiven Konsum logischerweise sinnlos, da der menschliche Körper diese Inhaltsstoffe nur begrenzt aufnehmen und verarbeiten kann. Überschüsse werden ungenutzt wieder ausgeschieden.

Wie bereits erwähnt sollte die Einnahme von Goji bei Patienten, die blutverdünnende Medikamente einnehmen oder bei genetischen Erkrankungen wie Hämophilie zumindest mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden, da insbesondere durch Einnahme von Goji-Saft, diese Wirkung stark erhöht werden kann.

Es kann zu Blutungen unter der Haut, in der Nase oder dem Verdauungstrakt kommen.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Goji, bis sich erste Erfolge einstellen?

Studien zufolge treten erste Erfolge schon relativ bald nach der ersten Einnahme von Goji Produkten auf. So wirkten die Produkte bei vielen Probanden bereits nach kurzer Zeit. Bereits nach wenigen Tagen berichteten viele Studienteilnehmer über eine verbesserte Konzentration, weniger Müdigkeit und verbesserter Stimmung. So lässt sich festhalten, dass erste Wirkungen recht zügig, laut Studienergebnissen spätestens aber nach bis zu 15 Tagen eintreten.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Goji?

Da es sich bei Gojibeeren um recht robuste und wetterfeste Pflanzen handelt, können sie nahezu überall angebaut werden. Trotzdem bevorzugt der Strauch wärmere und sonnige Gebiete. Ursprünglich kommt das Nachtschattengewächs aus China,genauer gesagt aus Ningxia, wo die Pflanze seit über 5000 Jahren vielfältig genutzt wird.

Von dort aus verbreitete sich das Bocksdorngewächs über ganz Asien, nach Europa bis hin zu Nordafrika und Australien sowie Neuseeland. In Europa findet das Gewächs meist als Zierpflanze Verwendung und seine medizinischen Vorteile sind dort mehr oder weniger in Vergessenheit geraten.

Neben China ist der Gojistrauch sehr stark in der inneren Mongolei verbreitet. So ergibt es bei diesen idealen klimatischen Bedingungen auch Sinn, dass er vor allem dort an- und abgebaut wird. Außerhalb von Asien wird die Pflanze vor allem in wärmeren Ländern wie Spanien, Italien, Portugal, aber auch in Südamerika angebaut.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Goji aus?

Die möglichen Produkte, die sich aus Gojibeeren herstellen lassen sind ebenso vielfältig wie die gesundheitsfördernden Wirkungen der Beere. In unseren Breitengraden findet man am ehesten Saft aus Gojibeeren oder getrocknete Früchte in den Ladenregalen. Online lassen sich aber ohne weiteres Produkte wie Pulver, Chutney, Marmelade, Tee oder auch Kapseln erwerben. Auch als Bestandteil von Müsli oder Fruchtmischungen ist die Beere beliebt. Chutney, Gelee und Marmelade lassen sich sogar recht leicht selbst herstellen.

Trivialnamen

Unter welchen Bezeichnungen ist Goji noch bekannt?

Der Name Goji kommt, wie sollte es auch anders sein, aus dem Chinesischen. Doch die Pflanze hört auf viele Namen. Allen voran auf ihren biologischer Namen „Lycium Barbarum“.

In Europa ist sie unter anderem als Gemeiner Bocksdorn oder Teufelszwirn bekannt. Jedoch wird dieser Name der nützlichen Pflanze nicht gerecht, da sie so sehr leicht mit der gleichnamigen, parasitären Schlingpflanze Teufelszwirn, auch Hexenzwirn genannt, verwechselt werden kann. Am geläufigsten dürfte die Bezeichnung Wolfsbeere oder Chinesische Wolfsbeere sein.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Goji enthalten?

Wie nicht anders zu erwarten sind in den kleinen Früchtchen zahlreiche förderliche und gesunde Inhaltsstoffe in erstaunlich hoher Konzentration enthalten. Der Vitamingehalt etwa sticht besonders hervor. In Sachen Vitamin C hält die Gojibeere problemlos mit anderen Früchten mit, übertrifft den von Orangen sogar.

Was das Thema Vitamin B angeht, können nicht viele Früchte mit der Wolfsbeere konkurrieren. So findet man in ihr beispielsweise Vitamin B1, B2, B3 und Vitamin B5. An Provitamin A mangelt es ebenfalls nicht. Zusammen ergeben sich daraus viele hochwirksame Antioxidanzien. Für eine Frucht enthält die Goji zudem überraschend viel Protein, immerhin etwa 15,3 g auf 100 Gramm.

Wichtige Aminosäuren wie Leucin und Arginin finden sich ebenso in der Frucht. Zwar ist in den Beeren verhältnismäßig viel Zucker, dieser setzt sich aber aus wertvollen Polysachariden zusammen. Diese komplexen, an die Proteine gebundenen Kohlehydrate unterstützen die Darmflora sowie angeblich das Immunsystem und machen längerfristig satt. Obendrein befinden sich hochwertige essenzielle Fettsäuren wie Alpha-Linolensäure, Oleinsäure, Palmitoleinsäure und Stearinsäure, die sich vor allem in den Kernen der Beere befinden.

Doch das ist offenbar noch nicht alles. Neben wichtigen Mineralstoffen wie Calcium, Kalium, Phosphor und Magnesium stecken hochwertige Spurenelemente wie z.B. Zink, Eisen, Mangan, Kupfer, Chrom und Selen in der kleinen, roten Wunderbeere. Um das Ganze abzurunden wohnen der Goji noch sekundäre Pflanzenstoffe inne, die besonders gut darin sind die sogenannten freien Radikale zu bekämpfen, die im dringenden Verdacht stehen Krebserkrankungen zu begünstigen.

Ähnliche Superfoods

Gibt es ähnliche Superfoods, die wirken wie Goji?

Eines steht fest: Die Gojibeere ist sicherlich nicht das einzige Superfood da draußen.

Eine gute Alternative sind etwa Açai-Beeren, die einen ähnlich hohen Anteil an antioxidativen Wirkstoffen enthalten. Wer lange Transportwege von exotischen Früchten vermeiden möchte, wird auch regional fündig. Wenn es um wertvolle Fette und Fettsäuren geht, bieten sich etwa Walnüsse als gute Alternative an. Aber auch schwarze Johannisbeeren, Leinsamen, Rote Beete, Rotkohl, blaue Weintrauben, Hafer und Hirse sind gute Quellen für sekundäre Pflanzenstoffe beziehungsweise hochwertige und komplexe Kohlenhydrate.

Allerdings enthalten nicht viele Lebensmittel eine so vielfältige Zusammensetzung an Nährstoffen wie die Gojibeere. Eine kombinierte Ernährung aus den genannten Alternativen sollte aber dank der guten ganzjährigen Verfügbarkeit und des günstigen Preises problemlos möglich sein.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Goji am Markt zu kaufen?

Der oft bittere und saure Geschmack der Gojibeere dürfte nicht jedermanns Sache sein. Für diesen Fall gibt es aber geschmacksneutrale Kapseln, Pillen und Presslinge in hoher Konzentration zu kaufen, die sich leicht einnehmen lassen. Der Vorteil daran ist, dass sich so eine immer gleiche Dosierung gewährleisten lässt. Alternativ gibt es aber auch Getränkepulver und Tees aus Goji, die aber nicht selten übermäßig gezuckert sind. Hier sollte man die Inhaltsangaben genau studieren.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Goji als NEM?

Eine Überdosierung mit Goji ist praktisch nicht möglich. Da eine komplette Nährstoffaufnahme aber nur bis zu einem gewissen Grad gewährleistet werden kann, weil ein Überschuss an Vitaminen und Mineralien einfach ungenutzt ausgeschieden wird, gibt es trotzdem generelle Verzehrempfehlungen. Als maximale Dosis werden etwa 50 Gramm empfohlen.

Viele Empfehlungen reichen von einer Handvoll bis hin zu 20 oder 30 Gramm. Jedoch muss man beachten, dass die zu empfehlende Tagesdosis sich auch nach Körpergröße und Gewicht des Konsumenten richtet. Dabei muss man Goji nicht unbedingt als Nahrungsergänzungsmittel betrachten, sondern kann die Frucht ganz unkompliziert in den alltäglichen Speiseplan integrieren.

Gibt es beim Kauf von Goji etwas zu beachten?

Möchte man auf frische Früchte zurückgreifen, sollte man unbedingt darauf achten Bio-Früchte zu kaufen, um eine Belastung mit Pestiziden und Chemikalien zu vermeiden. Das Anbaugebiet spielt ebenfalls keine unwichtige Rolle. Wie zuvor erwähnt haben die klimatischen Bedingungen unmittelbare Auswirkungen auf den Geschmack und die allgemeine Qualität der Beeren.

Je wärmer und sonniger das Ursprungsland, desto besser. Mittlerweile gibt es auch viele Produzenten innerhalb Europas, die mittels chinesischem Saatgut und entsprechenden Regulierungen qualitativ hochwertige Bio-Früchte produzieren. Zwar könnte man Gojibeeren auch im heimischen Garten anpflanzen, allerdings dürfte der Geschmack der Früchte dann zu wünschen übrig lassen.

Ebenso ist unbedingt zu berücksichtigen nur vollends ausgereifte Früchte zu verzehren, da unreife Beeren zum einen nicht schmecken und zum anderem eine erhöhte Konzentration am Giftstoff Atropin enthalten, der auch in der Tollkirsche vorkommt, das bei übermäßigen Verzehr gesundheitsschädlich sein kann. Auf reife Beeren trifft das natürlich nicht zu.

Da Gojibeeren zurzeit voll im Trend liegen, ist die Nachfrage sehr hoch. Unglücklicherweise treibt das auch den Preis nach oben. Dies führt leider auch dazu, dass viele unseriöse Händler, in der Hoffnung schnelles Geld machen zu können, minderwertige Beeren auf den Markt schmeißen. Hier hilft ebenfalls das Biosiegel.

Produkte aus der Gojibeere werden generell nur aus vollreifen Beeren gewonnen. Wer ganz auf Nummer sicher gehen möchte, greift am Besten auf sonnengereifte und luftgetrocknete Beeren zurück. Die sind obendrein noch lange haltbar. Aber auch hier gilt: Ist kein Biosiegel drauf, besser die Finger davon lassen!

Studien zu Goji

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