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Bereits seit 1625 wird die Wirkung der südamerikanischen Heilpflanze „Copaiba“ sehr geschätzt. Die Heilpflanze kommt in vielen verschiedenen Varianten in ganz Lateinamerika, den Westindischen Inseln sowie Afrika vor. In Brasilien kennt jedes Kind Copaiba. Heutzutage wird das Öl noch genauso geerntet wie vor Hunderten von Jahren. Die Menschen schätzen nach wie vor die hervorragende und beeindruckende Wirkung dieser Heilpflanze. Geerntet wird nach wie vor wie damals.

Was ist Copaiba?

Dabei handelt es sich um eine Heilpflanze, die aus Brasilien stammt, die aber in ganz Lateinamerika bekannt ist. Dieser Baum gehört zur Gattung der Copaifera. Aus dem klebrigen Harz der Pflanze wird das ätherische Copaiba-Öl sowie der Copaiba-Balsam gewonnen. Copaiba Naturheilmittel werden seit Jahrhunderten bei verschiedenen Gesundheitsproblemen der Atemwege, Harnwege oder Haut erfolgreich eingesetzt.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Copaiba einnehmen?

Es wird als Expektorant und Antiseptikum angewandt. Bei Bronchitis, chronischen Durchfall, Zystitis, Hämorrhoiden, Harnwegserkrankungen oder starker Akne ist Copaiba-Öl genau das Richtige. Bei jeder Art von Entzündungen oder Schmerzen. Copaiba-Öl kann zusätzlich in kleinen Dosen verwendet werden. Grundsätzlich sollte aber bei chronischen Krankheiten oder bestehenden Beschwerden der behandelnde Arzt vor der Einnahme konsultiert werden.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Copaiba?

Diverse Untersuchungen und Studien haben gezeigt, dass Copaiba äußerst antiseptische und entzündungshemmende Eigenschaften besitzt. Copaiba-Öl wird überall dort eingesetzt, wo vor allem Entzündungen die Auslöser einer Erkrankung waren. Das ist so gut wie bei allen chronischen oder schwerwiegenden Krankheiten der Fall.

Copaiba-Öl wird als Neuroprotektivum bei Entzündungen des Nervensystems eingesetzt. Es wirkt daher äußerst günstig auf das Nervensystem und somit gegen Schmerzen. Das brasilianische Naturheilmittel wird vor allem gegen starke, chronische Schmerzen, wie zum Beispiel bei Arthritis erfolgreich eingesetzt. Darüber hinaus bei Schlaganfällen, Rückenmarks- und Hirnverletzungen. 2017 wurde die extrem schmerzstillende Wirkung anlässlich einer medizinischen Studie bei Patienten mit chronischer Arthritis festgestellt und dokumentiert.

Deshalb wird Copaiba-Ă–l auch sehr gerne in der Aromatherapie eingesetzt. Nach einem anstrengenden Tag oder bei viel Stress wirken ein paar Tropfen des Ă–ls in den Diffusor Wunder. Es riecht angenehm, aromatisch und entspannt.

Es wurde darüber hinaus festgestellt, dass bei vorbeugender Verabreichung des Copaiba-Öls Leberschäden reduziert werden konnten. Wird es jedoch nach der Gabe von z. B. Paracetamol verabreicht, verstärkt es sogar die Leberschädigung. Nachgewiesen wurde dies durch die Messung der Bilirubin-Werte der Leber. In der Zahnmedizin wird Copaiba-Öl zur natürlichen Versiegelung des Wurzelkanals verwendet. Darüber hinaus wirkt es äußerst effektiv gegen Karies und Entzündungen in der Mundhöhle.

Akne ist lästig, unschön und mindert das Selbstwertgefühl. Copaiba-Öl hat sich auch bei Hauterkrankungen durch seine heilende, regenerative, antiseptische und entzündungshemmende Wirkung als äußerst erfolgreiches Heilmittel erwiesen. Es sollte jedoch aufgrund der starken Wirksamkeit immer nur als „Beimengung“ zum Beispiel mit Gesichtscreme oder Hamamelis verwendet werden.

Copaiba wird wirkungsvoll auch in der Kosmetik zur Behandlung von Schwangerschaftsstreifen oder Narben eingesetzt. Das Öl verbessert zudem die Elastizität der Haut.

Der holzige, süße Duft hat eine äußerst entspannende Wirkung und wird daher gerne in Diffusoren zur Verbesserung der Raumluft verwendet. Somit dient es auch als Einschlafhilfe.

Darüber hinaus wird Copaiba aufgrund der stark antibakteriellen Wirkung innerlich zur Stärkung des Immunsystems verwendet.

Studien an Mäusen haben gezeigt, dass es eine positive Wirkung auf MS haben könnte. Die Forschung ist in diesem Bereich noch im Anfangsstadium. Daher gibt es hier noch nicht genügend wissenschaftliche Beweise für die Wirkung. Tatsache ist jedoch, dass die Menschen und Ärzte in Südamerika, vor allem in Brasilien, es schon immer bei Autoimmunkrankheiten und chronischen Schmerzen erfolgreich einsetzen.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Copaiba auftreten?

Bei ätherischen Ölen kann es immer zu Hautüberempfindlichkeiten kommen. Deshalb ist die Verdünnung mit einem Trägeröl wie Mandel- oder Kokosnussöl ratsam. Copaiba-Öl lässt sich darüber hinaus sehr gut mit

• Rosenöl,

• Zedernholz-Öl,

• Zitronenöl, Orangenöl,

• Jasminöl,

• Vanilleöl,

• Muskatellersalbei-Öl oder

• Ylang-Ylang-Öl

kombinieren. Es sollte zunächst an einer kleinen Körperstelle auf Verträglichkeit getestet werden. Bei übermäßiger Verwendung können Nebenwirkungen wie Leistenschmerzen, Schlaflosigkeit, Tremor, Durchfall, Erbrechen oder Hautausschlag auftreten. Auf der Haut kann es zu Juckreiz und Rötungen kommen. Allergien sind eher selten.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Copaiba, bis sich erste Erfolge einstellen?

Jeder Mensch ist anders, daher wirken sowohl Medikamente als auch Naturheilmittel anders und unterschiedlich schnell. Copaiba-Öl wirkt jedoch bei allen Menschen relativ rasch, innerhalb von einer bis 3 Stunden. Dies gilt für das Einschlafen, die Beruhigung oder Juckreiz. Bei schweren Erkrankungen, wie zum Beispiel Akne oder Arthritis dauert es schon ein paar Tage bis eine länger anhaltende Wirkung eintritt.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Copaiba ?

Der Copaiba-Baum wächst in der Region des Amazonas in Brasilien. Ähnlich wie bei der Gewinnung des natürlichen Kautschuks, werden auch bei der Gewinnung des Copaiba Harzes und der ätherischen Öle Kerben (Oleoresin) in die Rinde geschnitten und der Saft in Bechern aufgefangen. Die ätherischen Öle werden anschließend mit Wasserdampf aus dem Oleoresin herausdestilliert. Die Gewinnung obliegt fast ausschließlich Kleinbauern. Der Baum wird dabei nicht geschädigt.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Copaiba aus?

Dabei handelt es sich um zähes, klebriges Baumharz, das holzig, süßlich duftet. Die Farbe ist klar bzw. hell- bis goldgelb – in Südamerika. Auf den westindischen Inseln ist es dunkel und sehr dick. Das Copaiba Baumharz enthält die ätherischen Öle. Es wird direkt von der Baumrinde abgezapft und weiterverarbeitet.

Trivialnamen

Unter welchen Bezeichnungen ist Copaiba noch bekannt?

Copaiba wird auch noch als Copahu oder Copaifera bezeichnet. Der Baum gehört zur Gattung der Johannisbrotgewächse und kommt sowohl in Afrika als auch auf den Westindischen Inseln vor. Darüber hinaus wird Copaiba Balsam auch als Jesuiterbalsam (Balsamum Copaivae) bezeichnet. Im 19. Jahrhundert war es in Europa bei Drogisten weitverbreitet. Bei Daniellia oliveri oder Dniellia thurifera handelt es sich um die afrikanische Variante.

Die sĂĽdamerikanische Sorte ist qualitativ hochwertiger und ist die einzige Variante, die fĂĽr medizinische Zwecke geeignet ist. Der westindische Copaiba Balsam wird nur fĂĽr technische Zwecke verwendet. Das heiĂźt mit westindischem Copaiba werden Firnisse, Lacke und Seifen hergestellt. Der Unterschied zwischen den beiden Sorten ist signifikant. Die Farbe des sĂĽdamerikanischen Balsams ist klar, hell- bis goldgelb und riecht sehr angenehm sĂĽĂźlich-holzig. Die westindische Sorte ist dick und trĂĽb und riecht stark nach Terpentin.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Copaiba enthalten?

Der Hauptinhaltsstoff ist das Beta-Caryophyllen (BCP). Dieser Stoff kommt auch in Cannabis vor. β-Caryophyllen zählt zu den CB2-Cannabinoiden. Diese wirken entzündungshemmend. Viele gleichartige Substanzen basieren zwar auf diesen CB2-Rezeptor, haben jedoch keinen Einfluss auf den CB1-Rezeptor. Daher kommt es zu keiner berauschenden Wirkung, wie zum Beispiel bei Cannabis. Seit Sergio Rasmann von der Universität von Neuchâtel 2005 diese Tatsache entdeckt hat, wird daran gedacht, diesen Naturstoff bei der Entwicklung neuer Arzneistoffe zu verwenden. Die Wirkung ist somit äußerst entzündungshemmend und schmerzstillend.

Ă„hnliche Superfoods

Gibt es ähnliche Superfoods, die wirken wie Copaiba?

Die ätherischen Öle des schwarzen Pfeffers haben ähnliche Wirkung. Beruhigend auf das angespannte Nervensystem bewirkt Copaiba eine starke Verbesserung des Hautbildes. Gelbwurz, Ingwer, Zwiebel haben ähnliche Wirkung. Sie sind stark entzündungshemmend und besonders hilfreich bei Atemwegserkrankungen. Darüber hinaus hat Cannabis ebenfalls eine ähnliche Wirkung.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Copaiba am Markt zu kaufen?

Aufgrund des angenehmen Duftes wird Copaiba-Öl oft Parfums beigemengt. Darüber hinaus wird es als Öl in Fläschchen für Diffusor verkauft. Die Darreichung in Tropfenform ist auch eine gängige Form des Verkaufs. Aber auch in Haut- oder Sonnencremes ist Copaiba häufig zu finden. Manches Mal wird es als Nahrungsergänzungsmittel in Kapselform dargereicht.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Copaiba als NEM?

Für die innerliche Anwendung werden nicht mehr als je 2 Tropfen dreimal pro Tag empfohlen (NEM). Diese sollten in Wasser, kühlem Tee mit einem Teelöffel Honig eingenommen werden. Eine höhere Dosis kann zu Magenschmerzen, Schlaflosigkeit und Durchfall führen.

Gibt es beim Kauf von Copaiba etwas zu beachten?

Ätherische Öle verflüchtigen sich leicht. Daher ist es immer wichtig, dass die Fläschchen gut verschlossen sind. Beim Kauf sollte die Verpackung neu (intakt) sein. Zugelassene Produkte müssen immer die Zusammensetzung auf der Verpackung tragen. Dosierungen sind ebenfalls anzuführen. Der Hersteller mit Adresse muss aus der Verpackung ersichtlich sein. Cremes, Parfums oder Tropfen, die diesen Inhaltsstoff enthalten, müssen dies auch in der Beschreibung und der Verpackung erkennen lassen. Einige dieser Produkte werden auch in Apotheken angeboten. Das Preis-Leistungs-Verhältnis spielt bei Naturheilmitteln eine große Rolle. Mittel, die in der Apotheke angeboten werden, sind meistens weitaus teurer als dasselbe Produkt, das im Drogeriemarkt angeboten wird.

In Zeiten des Internets können die Produkte durchaus im Internet erworben werden. Entscheidend ist jedoch, dass die Plattform sehr bekannt ist und es viele Bewertungen der Produkte gibt. Viele gute, unterschiedliche Bewertungen sowie eine gute Auffindbarkeit der Webseite garantieren gute Produkte und die Seriosität des Anbieters. Preisvergleiche lohnen sich immer. Gerade bei hochpreisigen Produkten. Bei Copaiba ist aufgrund des Herstellungsverfahrens, der Herkunft sowie des hohen Mehrwerts (Nachhaltigkeit, reines Naturprodukt, hoher Grad an Wirksamkeit) der Premiumplatz durchaus berechtigt. Copaiba-Öl gilt als der stärkste entzündungshemmende Wirkstoff weltweit.

Gerichte mit Copaiba!

Wie in Südamerika üblich, werden ätherische Öle wie ein Gewürz verwendet. Ein Tropfen Copaiba-Öl kann zum Beispiel Erdnussbutter, Nutella, etc. beigemengt werden und als Brotaufstrich gegessen werden. Darüber hinaus werden 2 – 3 Tropfen Copaiba-Öl gerne in diverse Teigsorten für kleine und größere Kuchen gemengt. Das können auch Cupcakes sein, die süße Zutaten wie Vanille, Joghurt, Nüsse, Erdnussbutter, Honig, etc. enthalten. Darüber hinaus wird ein Tropfen Copaiba-Öl auch gerne in Marinaden für Salate gemengt.

Wichtig: Aufgrund der starken Wirksamkeit muss mit Copaiba vorsichtig umgegangen werden. Zum einen weil es stark aromatisch ist, zum anderen, weil die Wirksamkeit ebenso heftig ist. Für die Haut darf es nur anderen Ölen oder Salben beigemischt und dann verwendet werden. In Diffusoren wird es immer in Kombination mit anderen ätherischen Ölen verwendet. Darüber hinaus wird es in Europa auch als Roll-on-Stift oder Badewannenzusatz verwendet. – Natürlich eben wegen der Stärke nicht in reiner Form, sondern in Kombination!

Tipp: Sollten Ihre Beschwerden weiterhin anhalten, sollten Sie auf alle Fälle Ihren Arzt aufsuchen. Beginnen Sie vorsichtig mit einem Tropfen Copaiba-Öl und verwenden Sie höchstens 3 Tropfen. Bei abgepackten Produkten beachten Sie die Hinweise auf den Verpackungen. Auch wenn es sich dabei um ein reines Naturprodukt handelt, enthält es doch hochwirksame Natursubstanzen.

Unsere Produkt-Empfehlung fĂĽr Copaiba
Gertrud Winkelmair
  • Chefredakteurin fĂĽr Superfoods empfiehlt

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Quellen zu diesem Beitrag
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