Die Einnahme von NahrungserĂ€nzung ist kein Ersatz fĂŒr eine ausgewogene ErnĂ€hrung.

Superfood

Boswellia Serrata

Autor

Peter Erwin
Chefredakteur NĂ€hrstoffe
Boswellia Serrata

enthaltene
Wirkstoffe

zu behandelnde
Symptome

recherchierte
Studien

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Symptome

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Was ist Boswellia Serrata?

Boswellia Serrata ist die botanische Bezeichnung des indischen Weihrauchbaumes, und benennt gleichzeitig auch das Harz der Pflanze. Neben Serrata gibt es weitere Weihraucharten, wie zum Beispiel Boswellia carterii, Boswellia sacra oder Boswellia frereana, deren Harz je nach Ursprung und Standort des Baumes unterschiedliche Zusammensetzungen aufweisen. In der Phytotherapie und als NahrungsergĂ€nzungsmittel kommt jedoch in erster Linie der indische Weihrauch zum Einsatz.

Es wird ausschließlich das Harz des Weihrauchbaumes angewandt. Der indische Weihrauch zeichnet sich hierbei insbesondere durch seine entzĂŒndungshemmenden Eigenschaften aus. Die gesundheitsförderliche Wirkung des Harzes wurde bereits in zahlreichen wissenschaftlichen Studien untersucht und belegt. Sie war jedoch bereits schon bei den alten Ägyptern und Indern bestens bekannt, wo Weihrauch als Heilmittel, zur Desinfektion, als RĂ€ucherwerk oder zum Einbalsamieren genutzt wurde.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Boswellia Serrata einnehmen?

Das Harz sollte eingenommen werden wenn bereits eine Krankheit vorliegt bei der es indiziert ist. In der Regel wird der Extrakt oral mehrmals tĂ€glich eingenommen, wobei sich eine Einnahme zu den Mahlzeiten empfiehlt. In jedem Fall sollte man sich an die Einnahmeempfehlung auf der Packung oder die Anweisung von Arzt, Apotheker oder Heilpraktiker halten. Weihrauch kann auch Hunden und Katzen bei entzĂŒndlichen Beschwerden des Bewegungsapparates gegeben werden.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Boswellia Serrata?

Der indische Weihrauch wird bei vielen Krankheiten, bei denen EntzĂŒndungen eine Rolle spielen, eingesetzt. ZunĂ€chst sei jedoch darauf hingewiesen, dass die positiven Auswirkungen auf folgende Krankheiten durch die Einnahme des Extraktes von Boswellia Serrata erzielt werden.

Auch das Ă€therische Öl des indischen Weihrauchs besitzt eine gesundheitsförderliche Wirkung, jedoch unterscheidet sich diese teilweise fundamental von der des Extraktes. Im Extrakt sind sĂ€mtliche Wirkstoffe des Harzes, im Ă€therischen Öl nur ein Teil davon. Die hochwirksame BoswelliasĂ€ure, die die Leukotrienbiosynthese hemmt was entzĂŒndliche Prozesse im Körper positiv beeinflusst, ist im Ă€therischen Öl nicht vorhanden.

Die stark entzĂŒndungshemmende Wirkung ist der grĂ¶ĂŸte Vorzug des indischen Weihrauchs. Er hemmt das Enzym 5-Lipoxygenase, welches bei der Entstehung von EntzĂŒndungen im Körper beteiligt ist. Boswellia Serrata fördert zudem die Bildung körpereigener entzĂŒndungshemmender Stoffe und beschleunigt die Heilung von Infektionen.

Die Wirkungsweise und Wirkkraft des Harzes ist Ă€hnlich der von Kortison, jedoch treten bedeutend weniger Nebenwirkungen auf. Indischer Weihrauch wird unter anderem bei chronischen EntzĂŒndungen wie Polyarthritis, Rheuma, entzĂŒndlichen Darmerkrankungen, Asthma, chronischen Cluster-Kopfschmerzen, Fibromyalgie, Gicht und Borreliose eingesetzt. Möglicherweise kann er den Verlust von Knorpel verhindern.

Ein ganz wichtiges Einsatzgebiet wo der indischen Weihrauch immer mehr zur Geltung kommt ist die Krebstherapie. Er wirkt immunsupprimierend, immunregulierend, antikarzinogen und zudem schmerzstillend, was ihn zu einem wichtigen UnterstĂŒtzer gerade auch nach einer Strahlen- oder Chemotherapie macht.

Der Extrakt wird auch prĂ€ventiv bei erhöhtem Risiko von Gehirntumoren, Brustkrebs, Darmkrebs, BauchspeicheldrĂŒsenkrebs, Prostatakrebs und Magenkrebs eingesetzt. Ebenso hat der indische Weihrauch einen positiven Effekt auf Autoimmunkrankheiten und kann diese gegebenenfalls sogar verhindern.

Das Ă€therisches Öl hingegen wird gerne wegen seines beruhigenden, erdenden Effekts auf die Psyche angewandt. Zudem wirkt es sich wohltuend auf die Bronchien aus, und als Bestandteil von Cremes und Salben ist es segensreich fĂŒr alternde und gestresste Haut.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Boswellia Serrata auftreten?

Der indische Weihrauch ist ein sehr sicheres Mittel, Nebenwirkungen treten nur selten auf und sind in der Regel eher harmlos. So kann es unter UmstÀnden zu Magen-Darm-Beschwerden oder Allergien kommen.

Insbesondere Schwangere sollten jedoch in jedem Fall eine Einnahme mit ihrem Arzt oder Heilpraktiker vorher absprechen. Auch ist Vorsicht geboten wenn nicht-steroidale EntzĂŒndungshemmer wie Ibuprofen, Diclofenac oder Aspirin eingenommen werden, da es mit diesen Stoffen zu Wechselwirkungen kommen kann.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Boswellia Serrata, bis sich erste Erfolge einstellen?

Es kann durchaus eine etwas lĂ€ngere Zeit dauern bis Boswellia Serrata seine volle Wirkung zeigt, wobei natĂŒrlich bereits spĂ€testens nach einigen Wochen erste Erfolge spĂŒrbar sein sollten. Wie schnell sich ein positiver Effekt einstellt ist unter anderem abhĂ€ngig von der Schwere der Krankheit, der generellen Konstitution und der QualitĂ€t des Produkts.

Bei innerlicher Anwendung sollte das Harz nicht lĂ€nger als sechs Monate ununterbrochen eingenommen werden. Bei Ă€ußerlicher Applikation liegt die maximale Anwendungsdauer bei 30 Tagen.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Boswellia Serrata?

Weihrauch ist in einigen Teilen der afrikanischen und asiatischen Kontinente beheimatet. Boswellia Serrata kommt aus Indien. Der Weihrauch wÀchst dort in kargen und unwirtlichen Gebieten, die oft felsenreich und trocken sind. Er gedeiht in Lagen bis 1200 Meter.

WeihrauchbĂ€ume können bis zu acht Meter hoch werden. Bevor das Harz geerntet werden kann muss der Baum ein Alter von mindestens acht bis zehn Jahren erreicht haben. Die Ernte beginnt in der Regel Ende MĂ€rz oder Anfang April. Um an das Harz zu gelangen wird das Holz an Stamm und Ästen eingeritzt. Dadurch tritt Saft aus und erstarrt an der Luft zu Harz.

Die kleinen Klumpen werden per Hand abgesammelt. Die erste Ernte ist jedoch wertlos, erst nach etwa drei Wochen zeigt sich allmÀhlich eine Verbesserung der QualitÀt. Diese wird dann von Ernte zu Ernte immer besser. Der Ertrag liegt bei zwei bis zehn Kilogramm pro Baum.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Boswellia Serrata aus?

Das Ausgangsprodukt ist ein Harz von weißlicher, hellgelber, rötlicher bis hin zu brĂ€unlicher FĂ€rbung. Je klarer das Harz ist desto höher ist die QualitĂ€t. Das Harz liegt in kleinen Tropfen oder KrĂŒmeln vor, die selten viel grĂ¶ĂŸer als eine Erbse sind. Daraus wird schließlich der Weihrauchextrakt gewonnen.

Trivialnamen

Unter welchen Bezeichnungen ist Boswellia Serrata noch bekannt?

Boswellia Serrata ist auch bekannt als Indischer Weihrauch oder Boswelliaharz. Das Harz wird auch als Olibanum bezeichnet.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Boswellia Serrata enthalten?

Der Indische Weihrauch enthĂ€lt etwa 200 verschieden Inhaltsstoffe. FĂŒnf bis zehn Prozent davon sind Ă€therische Öle, die vor allem reich an Monoterpenen sind. Zu den nennenswerten Inhaltsstoffen kommen zudem noch Gerbstoffe hinzu und natĂŒrlich die BoswelliasĂ€ure. Das Harz hat einen durchschnittlichen Gehalt von fĂŒnf bis acht Prozent BoswelliasĂ€ure, die fĂŒr die entzĂŒndungshemmende Wirkung eine entscheidende Rolle spielt.

Ähnliche Superfoods

Gibt es Àhnliche Superfoods, die wirken wie Boswellia Serrata?

Ein sehr bekanntes Superfood mit ganz Ă€hnlicher Wirkung wie der Indische Weihrauch ist Kurkuma. Das goldgelbe Pulver welches aus der Wurzel hergestellt wird gilt als sehr guter EntzĂŒndungshemmer und wirkt sich positiv auf das Immunsystem aus.

Weihrauch und Kurkuma werden beide fĂŒr die gleichen Krankheiten und Disbalancen des Körpers angewendet und es ist durchaus möglich, dass eine gemeinsame Anwendung zu einem starken Synergieeffekt fĂŒhren kann. Daher ist es als vorteilhaft anzusehen die Einnahme von Indischem Weihrauch mit Kurkuma-Gaben zu unterstĂŒtzen.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Boswellia Serrata am Markt zu kaufen?

Die gÀngigste Einnahmeform von Indischem Weihrauch ist als Extrakt in Kapseln. Auch die Einnahme des Harzes direkt ist möglich. Zudem ist auch intravenöse Zufuhr des Wirkstoffes möglich.

Der Vorteil besteht darin, dass sich die Menge exakter dosieren lĂ€sst als bei oraler Einnahme, jedoch ist letztere weitaus einfacher zu handhaben im alltĂ€glichen Gebrauch. Neben der innerlichen Anwendung ist auch Ă€ußerliche Anwendung in Form von Creme und Salben möglich. Hier ist unbedingt darauf zu achten ob das Produkt Weihrauchextrakt oder Ă€therisches Weihrauchöl enthĂ€lt.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Boswellia Serrata als NEM?

Die tÀgliche Verzehrmenge von Indischem Weihrauch schwankt je nach Produkt und der darin enthaltenen Menge an BoswelliasÀure. Zudem kann sie je nach Art der Krankheit, persönlicher Konstitution, Gewicht und Alter höher oder niedriger liegen. Im allgemeinen lÀsst sich sagen, dass bei einem Gehalt von rund 60% BoswelliasÀure durchschnittlich 300-400 mg drei mal tÀglich verabreicht werden sollten.

Je nach StĂ€rke der EntzĂŒndung sollte die tĂ€gliche Einnahme bei mindestens 600 mg und maximal 1500 mg liegen, in bestimmten FĂ€llen gegebenenfalls auch darĂŒber. Dies sollte in jedem Fall mit einem Arzt oder Heilpraktiker abgesprochen sein. Generell sollte man sich an die Verzehrempfehlung auf der Produktverpackung halten. Ätherische Öle sollten nie innerlich ohne die Begleitung durch einen fachkundigen Aromatherapeuten eingenommen werden, da dies im schlimmsten Fall zu schweren Verletzungen fĂŒhren kann.

Gibt es beim Kauf von Boswellia Serrata etwas zu beachten?

Ganz wichtig ist es darauf zu achten, das es sich wirklich um Boswellia Serrata oder den Extrakt davon handelt und nicht um eine andere Weihrauchart. Zwar können auch diese eine gesundheitsförderliche Wirkung haben, jedoch nicht in dem Umfang wie es bei dem Indischen Weihrauch der Fall ist.

FĂŒr den medizinischen Zweck kommt nur die indische Variante infrage. Entscheidend ist auch der Gehalt an BoswelliasĂ€ure. Je mehr davon in dem Produkt vorhanden ist, desto reiner und effektiver ist es. Es sollte mindestens 37% BoswelliasĂ€ure beinhalten, gĂ€ngige Produkte haben in der Regel einen Gehalt von 60 – 65%, besonders hochwertige von bis zu 80%.

Des weiteren ist insbesondere bei Cremes und Salben darauf zu achten, dass das Produkt Weihrauchextrakt und nicht Ă€therisches Weihrauchöl enthĂ€lt, sofern die gewĂŒnschte Wirkung die des Extraktes ist. Ätherisches Weihrauchöl ist zwar wohltuend fĂŒr die Haut, enthĂ€lt jedoch keine BoswelliasĂ€ure.

Generell ist auf eine gute QualitĂ€t des Produktes zu achten. Da die Nachfrage stetig steigt, wird oftmals auch die qualitativ eigentlich nicht zu gebrauchende erste Ernte verkauft und verarbeitet. Auch kann es bei minderwertigen Produkten zu weiteren Verunreinigungen kommen. Ein weiterer wichtiger Aspekt sind die Anbaubedingungen. Um der Nachfrage gerecht zu werden wird der Natur oft mehr entnommen als sie auf Dauer verkraften kann. Nachhaltige und faire Bedingen fĂŒr Natur und Mensch sollten daher ebenfalls ein wichtiges Entscheidungskriterium sein.

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