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Was ist Asiatische Kermesbeere?

Die asiatische Kermesbeere ist eine Pflanze mit dunkelroten bis schwarzen Beeren, die etwa 1 bis 1,50 m hoch werden kann. Die Pflanze wird auch indische Kermesbeere, essbare Kermesbeere oder Asien-Kermesbeere genannt. Die Asiatische Kermesbeere gehört zur Gattung der Kermesbeeren. Ihr Ursprungsland ist SĂŒdostasien.

In Deutschland wird die asiatische Kermesbeere oft als Zierpflanze angepflanzt. Die einzelnen Teile der asiatischen Kermesbeere sind giftig, wobei die Wurzel der Pflanze am giftigsten ist. Die Triebe und BlÀtter der jungen Pflanze enthalten fast noch kein Gift, wenn die Pflanze Àlter wird, werden auch die Stengel und BlÀtter giftiger. Wenn die Beeren der Pflanze reifer werden, nimmt ihre Giftigkeit zunehmend wieder ab. Die Samen der Kermesbeere bleiben weiterhin giftig.

Die asiatische Kermesbeere ist eine Staude und wĂ€chst als krautige und ausdauernde Pflanze. Die Pflanzen werden oft höher als 1 m groß. Die BlĂŒtezeit der Pflanze liegt zwischen Juni und August. Die kleinen weißen BlĂŒtenstĂ€nde wachsen in traubigen, endstĂ€ndigen Formen. Die Beeren der Pflanze haben den Farbton rötlich purpurviolett bis tief schwarz. Die BlĂŒten und FrĂŒchte wachsen aufrecht. Die Wurzel der Pflanze ist rĂŒbenartig und verdickt. Aus ihr wĂ€chst eine hellgrĂŒne bis zartlila Pflanzenachse hervor, die starke Verzweigungen aufweist. Die grĂŒnen BlĂ€tter der Kermesbeere haben eine ovale Form und werden bis zu 26 cm groß.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Asiatische Kermesbeere einnehmen?

Das wichtigste Anwendungsgebiet fĂŒr die indische Kermesbeere ist eine Erkrankung mit Husten. Weitere Krankheiten, bei denen die Kermesbeere hilfreich sein kann, sind Infektionen durch Bakterien, NierenentzĂŒndungen, Ödeme, Furunkel, BlĂ€hungen, Infektionen mit Pilzen, Wunden, ImmunschwĂ€chekrankheiten, bronchiale Beschwerden oder auch Tumore.

Äußerlich kann die Kermesbeere bei EntzĂŒndungen der Haut, bei Gicht und Rheuma angewendet werden. In der Homöopathie werden Tinkturen und Extrakte aus der Kermesbeere genutzt. Sie helfen gegen Angina und BrustdrĂŒsenentzĂŒndung. Die indische Kermesbeere wird auch in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gerne genutzt. In der tibetischen Medizin wird die Pflanze bei Verletzungen mit Schmerzen eingesetzt.

Die Pflanze kann als Wurzelextrakt, als Tee oder als Tinktur in der Medizin genutzt werden. Bei einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit sollte die asiatische Kermesbeere nicht eingenommen werden. Außerdem sollte man wissen, dass die Pflanze potentiell giftig ist. Auch eine betĂ€ubende oder psychoaktive Wirkung auf den Menschen kann nicht ausgeschlossen werden.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Asiatische Kermesbeere?

Als Heilmittel werden bei der Asiatischen Kermesbeere die BlĂ€tter, die Beeren, die jungen Triebe und die Wurzel verwendet. Die Pflanze hat zahlreiche Inhaltsstoffe: Cyanfarbstoffe, Alpha-Spinasterol, fette Öle, Enzyme, Gamma-AminobuttersĂ€ure, Harze, Gerbstoffe, Lectine, Histamin, Lignane, Phytolaccagenin, Phytoaccoside, Phytolaccanin, Phytolaccosaponin, Phytolaccatoxin, Pokeweed-Mitogene, Triterpensaponine sowie Saponinglykoside.

Die Saponine, die in der Pflanze enthalten sind, haben eine antibakterielle und entzĂŒndungshemmende Wirkung. Saponine dienen auch dazu, das menschliche Immunsystem zu stĂ€rken. Deswegen werden PrĂ€parate, die Kermesbeere enthalten, zur Behandlung von DrĂŒsenerkrankungen und entzĂŒndlichen Erkrankungen eingesetzt. Die Pflanze wird schon seit Jahrhunderten genutzt, um EntzĂŒndungen zu behandeln.

Gleichzeitig wirken die Saponine harntreibend und schleimlösend. Sie unterstĂŒtzen den Körper dabei, dass er bestimmte Inhaltsstoffe aus dem Darm aufnehmen kann. Zugleich können sie Cholesterin binden. Außerdem haben sie eine prĂ€ventive Wirkung gegen Darmkrebs. In einer nicht zu hohen Menge wirken Saponine antibiotisch. Die Bildung von Pilzen und die Zunahme von Viren wird so verhindert. Zu viele Saponine können allerdings eine vergiftende Wirkung haben. Dies kann zu Erbrechen, Schwindel und KrĂ€mpfen im Magen-Darm-Trakt fĂŒhren.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Asiatische Kermesbeere auftreten?

Eine der Nebenwirkungen der indischen Kermesbeeren ist, dass die Pflanze potentiell giftig sein kann. DafĂŒr sorgt der Inhaltsstoff Triterpen-Saponin Phytolaccagenin. Die Amerikanische Kermesbeere ist allerdings weitaus giftiger. Die Giftstoffe finden sich konzentriert in der Wurzel und im Samen der Pflanze. Wegen der Giftigkeit sollte man die asiatische Kermesbeere nur als FertigprĂ€parat, homöopathisch oder rein Ă€ußerlich anwenden. Bei einer innerlichen Anwendung ist die Kermesbeere mit gewissen Risiken verbunden. Ältere Pflanzen sollten innerlich nicht angewendet werden, da mit dem Alter der Pflanze auch die Giftigkeit der Pflanzenteile oder der Samen ansteigt. Die Kermesbeere kann auch psychoaktiv wirken oder eine betĂ€ubende Wirkung aufweisen. Die Wurzeln und BlĂ€tter der Pflanze können ebenfalls als Brechmittel wirken.

Beim Sammeln der Pflanze sollte man darauf achten, dass die Beeren und der Wurzelsaft die Haut auch stark reizen können. Durch den Wurzelsaft können sich Blasen auf der Haut bilden. Der Saft sollte nicht in die Augen oder an die SchleimhĂ€ute gelangen. Bei der Dosierung der Pflanze sollte man sich immer von einem Arzt oder Apotheker beraten lassen, da eine nicht korrekte Dosierung unerwĂŒnschte Nebenwirkungen haben kann.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Asiatische Kermesbeere, bis sich erste Erfolge einstellen?

Die asiatische Kermesbeere wird heute teilweise in der Naturheilkunde eingesetzt. Die sicherste Verwendung der Beere ist in Form eines homöopathischen PrĂ€parats. Die Nutzer sollten sich genau an die Dosierung und Zubereitung halten, die vorgegeben ist. Hierzu sollte immer ein Arzt oder Apotheker zu Rat gezogen werden. Der Arzt entscheidet auch ĂŒber die Anwendungsdauer des Naturheilmittels.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Asiatische Kermesbeere ?

Die asiatische Kermesbeere stammt ursprĂŒnglich aus SĂŒdostasien. Sie wird in China, Indien, Nord- und SĂŒdkorea und in Japan angebaut. Außerdem wĂ€chst sie in Vietnam, Bhutan und Myanmar. In China wurde sie bereits in den Jahren 1000 bis 500 v. Chr. Angebaut und benutzt. Die Kermesbeere wĂ€chst auch in Afrika sowie in Nord- und SĂŒdamerika.

In Europa wird die asiatische Kermesbeere als Zierpflanze angebaut. Sie wĂ€chst auch als wilde Pflanze in GĂ€rten oder in Weinbergen. In Österreich findet man die Pflanze in Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, dem Burgenland, der Steiermark, Salzburg und in KĂ€rnten. In Deutschland kommt die Pflanze hauptsĂ€chlich in Sachsen-Anhalt und in Rheinland-Pfalz vor. Die Pflanze wĂ€chst besonders gerne an sonnigen Standorten.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Asiatische Kermesbeere aus?

Die indische Kermesbeere ist eine hĂŒbsch aussehende Pflanze. Die Kermesbeere besitzt grĂŒne Stengel und BlĂ€tter und hat dunkelrot violette bis schwarze Beeren. Die Pflanze wird etwa 1 bis 1,50 m hoch. Die verdickte Wurzelknolle Ă€hnelt einer RĂŒbe. Aus ihr wĂ€chst eine hellgrĂŒne bis grĂŒne Sprosse hervor, die sich nach oben hin in alle Richtungen verzweigt. Die BlĂ€tter der Kermesbeere sind grĂŒn und lĂ€nglich und werden bis zu 26 cm lang. Die BlĂŒtenstĂ€nde sind traubenförmig und bringen kleine weiße BlĂŒten hervor. Die unreifen Beeren sind hellgrĂŒn. Die Beeren der Pflanze besitzen Kammern und haben rötlich violette bis tief schwarze Farbe. Sie bestehen aus acht Teilsegmenten und erinnern an Brombeeren. Der Frucht- und der BlĂŒtenstand wachsen aufrecht. Die FrĂŒchte hĂ€ngen an einer maiskolbenartig aussehenden BlĂŒtenkerze. Die BlĂ€tter der Kermesbeere sind mehrfach gekerbt und sehen etwas runzlig aus.

Trivialnamen

Unter welchen Namen ist Asiatische Kermesbeere noch bekannt?

Die asiatische Kermesbeere ist auch unter den Namen Indische Kermesbeere, Asien-Kermesbeere und Essbare Kermesbeere bekannt. Der lateinische Name der Pflanze ist Phytolacca Acinosa. Die Asiatische Kermesbeere stammt aus der Gattung der Kermesbeeren (Phytolacca). Sie gehören zur Familie der KermesbeerengewĂ€chse. Diese gehören zur Ordnung der Nelkenartigen. Der englische Name der Pflanze ist Indian poke oder Indian pokeweed. Der volkstĂŒmliche Name ist auch Shang Lu.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Asiatische Kermesbeere enthalten?

Die asiatische Kermesbeere hat folgende Inhaltsstoffe: Alpha-Spinasterol, Cyanfarbstoffe, Enzyme, fettes Öl, Gamma-AminobuttersĂ€ure, Gerbstoffe, Harze, Histamin, Lectine, Lignane, Phytolaccagenin, Phytolaccanin, Phytolaccatoxin, Phytolaccosaponin, Phytolaccoside, Pokeweed-Mitogene, Saponinglykoside sowie Triterpensaponine.

Das Triterpen-Saponin Phytolaccagenin ist ein potentiell giftiger Wirkstoff. Der Giftstoff findet sich hauptsĂ€chlich in der Wurzel und im Samen der Pflanze. Die Samen enthalten außerdem Betanin und Iso-Betanin, was der Pflanze eine rötliche FĂ€rbung verleiht.

Die heilende Wirkung der Kermesbeere lĂ€sst sich in erster Linie auf die Saponine zurĂŒckfĂŒhren, die entzĂŒndungshemmend und antibakteriell wirken. Sie tragen auch zur StĂ€rkung des Immunsystems bei. Außerdem wirken Saponine antibiotisch und binden Cholesterin.

Ähnliche Heilpflanzen

Gibt es Àhnliche Heilpflanzen, die wirken wie Asiatische Kermesbeere?

Die rote Johannisbeere hat teilweise eine Ă€hnliche Heilwirkung wie die indische Kermesbeere. Rote Johannisbeeren wirken blutreinigend, können EntzĂŒndungen im Verdauungstrakt lindern, senken das Fieber und unterstĂŒtzen die Funktion der Leber. Brombeeren wirken ebenfalls blutreinigend und verengen die GefĂ€ĂŸe. Außerdem können sie Infektionen der Atemwege mildern. Ein andere Superfood ist die Acai-Beere. Sie stammt aus dem Amazonasgebiet und kann ebenfalls das menschliche Immunsystem stĂ€rken.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Asiatische Kermesbeere am Markt zu kaufen?

Die Beeren der Kermesbeere können in geringen Mengen verzehrt werden. Außerdem kann man die Kermesbeere als Tinktur, als Tee oder als Wurzelextrakt verwenden. Eine Tinktur aus der Kermesbeere stĂ€rkt das Immunsystem und kann innerlich gegen ImmunschwĂ€che eingesetzt werden. Äußerlich kann man eine Tinktur gegen Rheuma oder Gicht verwenden.

FĂŒr einen Tee aus Kermesbeere verwendet man 1 TL getrocknete BlĂ€tter der Beere. Die BlĂ€tter werden mit 250 ml kochendem Wasser ĂŒbergossen, anschließend sollte man den Tee 5 Minuten ziehen lassen. Der Tee hilft Ă€ußerlich gegen Hautkrankheiten und innerlich gegen Rheuma.

Aus der Wurzel der Kermesbeere kann ein homöopathisches Mittel hergestellt werden. (Phytolacca D1-D4). So wird die Kermesbeere als Globuli benutzt. Diese Mittel hilft gegen Angina, grippalen Infekt und BrustdrĂŒsenentzĂŒndung.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Asiatische Kermesbeere als NEM?

Wenn man PrÀparate mit der asiatischen Kermesbeere einnehmen möchte, sollte man sich immer an die Dosierungsanweisung eines Arztes oder Apothekers halten. Dieser kann individuell mit dem Patienten abstimmen, wie hoch die Dosis der Kermesbeere sein sollte, die verzehrt werden kann. Da die Kermesbeere einen gewissen Giftgehalt aufweist, wird von einer selbststÀndigen Herstellung der Kermesbeere als Heilmittel dringend abgeraten.

Gibt es beim Kauf von Asiatische Kermesbeere etwas zu beachten?

Wenn man Kermesbeeren kaufen möchte, um sie im privaten Garten anzupflanzen, sollte man unbedingt darauf achten, dass man die asiatische Kermesbeere kauft und nicht die amerikanische Kermesbeere. Die amerikanische Kermesbeere ist deutlich giftiger als die asiatische Kermesbeere und daher fĂŒr den Anbau im eigenen Garten nicht geeignet.

Unsere Produkt-Empfehlung fĂŒr Asiatische Kermesbeere
Hilde Sonntag

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Quellen zu diesem Beitrag
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