Kurkuma, Gewürz und Medikament?

Jamu, so heißt das traditionelle indonesische Heilmittel das seit 4000 Jahren zum Schutz vor Atemwegserkrankungen oder akut gegen jede Art von Infektionen eingesetzt wird. Ihr Hauptbestandteil ist das als Gewürz berühmt gewordene Kurkuma. Auch in der traditionellen chinesischen Medizin wird Kurkuma sogar schon seit 5000 Jahren gegen Magenprobleme und Infektionen verwendet. In Indien wurde die Pflanze die in der Lage ist die ganze Küche gelb zu färben sogar als Heilig verehrt. Kurkuma, lateinisch Kurkume longa ist auch unter den Pseudonymen Gelbwurz oder chinesische Wurzel bekannt. Die aromatische Wurzelknolle stammt von der Kurkumapflanze. Curcuma wird den Ingwergewächsen zugeordnet und stammt ursprünglich aus dem Südosten Asiens, wird heutzutage aber auch in Indien und Südamerika angepflanzt. In der Küche wird Kurkuma meist als fein gemahlenes Pulver verwendet. Es ist ein Hauptbestandteil fast alle Currygerichte und Sorten. Kurkuma duftet leicht nach Ingwer und schmeckt würzig.

Hier ein Gewürz in Asien ein Heilmittel

Bis in die 60er Jahre war die heilende Wirkung des Kurkuma hier fast vollständig unbekannt und vor allem unerforscht. Das Kurkuma fristete ein karges Dasein in den Gewürzregalen der Hausfrauen der westlichen Welt, während Asien angeblich sogar Krebsleiden damit behandelt werden. Wir schreiben hier ausdrücklich angeblich, da wir uns mit den nachgewiesenen Wirkungen und dem Wirkmechanismus erst im späteren Teil des Artikels beschäftigen.
Kurkuma hat in der aryvedischen Medizin einen festen Platz, es wird in dieser traditionellen indischen Medizin seit Jahrhunderten erfolgreich gegen die verschiedensten Krankheitsbilder eingesetzt. Kurkuma wirkt allgemein bekannt auf die Magensaftproduktion und die Verdauung ein, seine entzündungshemmende Wirkung sorgt für eine solidere Verdauung und weniger Risiko für Magenschleimhautentzündungen. Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Druckgefühl im Magen und Darmbereich oder eine verlangsamte Verdauung werden durch mehr Magen und Gallensaft bekämpft. Da die Wirkstoffe in Kurkuma fettlöslich sind wirkt Kurkuma bei fettreichen Speisen besonders gut.

In der westlichen Medizin wird Kurkuma auch zur unterstützenden Behandlung von zu hohen Blutfettwerten eingesetzt. Wer dauerhaft deutlich zu hohen Cholesterinspiegel hat, dessen Risiko für einen Schlaganfall oder einen späteren Herzanfall kann dramatisch ansteigen. Da die zur Behandlung von hohem Blutdruck eingesetzten Medikamente, die Statine haben aber starke Nebenwirkungen. Die Ursachen für hohen Blutdruck sind zahlreich und reichen von Stress und zu unausgewogener Ernährung bis hin zu genetischer Präposition durch Vererbung. Es gibt genug Studien über Kurkuma und Kurkumin die aufzeigen das der HDL und LDL Cholesterin durch die Einnahme signifikant beeinflusst wird.

Darauf kommt es an

Der Hauptwirkstoff in Kurkuma ist das Curcumin. Grundsätzlich ist Curcumin ein intensiv gelblicher Farbstoff, mit der Bezeichnung E100 der zur Färbung von Nahrungsmittel als Lebensmittelzusatzstoff verwendet wird. Das gelbe Pulver bildet die Basis von Currypulvern und wurde früher zum Färben von Textilien eingesetzt. In der westlichen Medizin machte zunächst die verdauungsfördernde später auch die antienzündliche Wirkung von sich reden. Curcumin soll hier bei ähnlich Entzündungshemmend wie Iuprofen wirken, allerdings ohne Toxizität oder Nebenwirkungen

Aus der Sicht der Wissenschaft

Nun ja, das hört sich alles beeindruckend an und klingt sogar etwas zu gut um wahr zu sein. Aber was sagen den unsere westlichen Forscher aus dem Bereich der Medizin zu all den Wirkungen dieser heiligen Pflanze? Wir haben uns sowohl für Kurkuma als auch für Kurkumin die Studienlage angeschaut und bewertet. Wir werden ihnen verschiedene Studien und unsere Interpretation der Ergebnisse präsentieren damit sie sich einen Überblick verschaffen können.

Kurkumin verbessert die Nierenfunktion und den Blutdruck!

Bei Patienten die an der Autoimmunkrankheit Lupus leiden, konnte einer Verbesserung der Nierenfunktion und des Blutdruckes festgestellt werden. Die Einnahme von Kurkumin als ergänzende, sichere Therapie gesehen.

…supplementation can decrease proteinuria, hematuria, and systolic blood pressure in patients suffering from relapsing or refractory lupus nephritis and can be used as an adjuvant safe therapy for such patients.

Kurkumin kann die Symptome von Alzheimer abschwächen!

In einer Fallstudie wurde die Wirkung von Kurkuma auf Menschen mit Alzheimer getestet, die Ergebnisse waren erstaunlich. Eine der Personen konnte sich nach Jahren das erste Mal wieder an seine Familie erinnern. Die Forscher schreiben das die Fälle eine signifikante Verbesserung bei Patienten mit Alzheimer (AD) und das eine Behandlung mit Kurkumin Vorteile bieten wird.

The present cases suggest a significant improvement of the behavioral symptoms in the AD with the turmeric treatment, leading to probable benefit of the use of turmeric in individuals with the AD with BPSD.

Kurkumin senkt den Cholesterinspiegel

Eine Studie an Patienten mit akuten Herzkreiskauf Patienten beschäftigte sich mit der Auswirkung von geringen Dosen Kurkumin auf den HDL und LDL Cholesterinspiegel und kam zu dem Ergebnis, das schon diese geringe Menge ausreichend ist um den Cholesterinspiegel positiv zu beeinflussen.

the administration of low-dose curcumin showed a trend of reduction in total cholesterol level and LDL cholesterol level in ACS patients.

Kurkumin lindert die Leiden von Arteriosklerosepatienten

Eine Studie mit Patienten die unter der Blutgefässerkrankung Mikroangiopathie leiden zeigte auf das Kurkumin diese Auswirkung lindert und die Situation der Patienten deutlich verbesserte.

Meriva was, in general, well tolerated, and these preliminary findings suggest the usefulness of this curcumin formulation for the management of diabetic microangiopathy…

Kurkumin hilft gegen Krebs!

In vielen Studien wird immer wieder gezeigt und erwähnt das Kurkumin effektiv das Wachstum von Krebszellen hemmt, hierfür gibt es diverse verschiedene Studien die wir hier Zusammenfassend bearbeiten wollen. Zuerst einmal wirkt Kurkumin dadurch das bestimmte Enzyme wie Cyclooxygenase-2 oder Lipoxygenase gehemmt werden aktiv gegen Entzündungen. Durch weitere Reaktionen mit verschiedenen Enzymen wirkt aber auch aktiv auf die Wucherung von Krebszellen ein. Es werden einfach bestimmte Enzyme gehemmt die Krebszellen daran hindern zu sterben. Durch das Hemmen dieser Enzyme sterben Krebszellen wie auch normale Zellen mit der Zeit ab und verschwinden. Ein extremes Beispiel: In Kombination mit Quercetin könnten vorhanden Darmpolypen um fast 50% in ihrer Größe reduziert werden, die Anzahl der Polypen sogar um 60%.

Curcumin (Cur), a natural product, exerts promising anti-cancer activities against various cancer types.

The combination of curcumin and quercetin appears to reduce the number and size of ileal and rectal adenomas in patients with FAP without appreciable toxicity.

The mean percent decrease in the number and size of polyps from baseline was 60.4% (P < .05) and 50.9% (P < .05), respectively. Minimal adverse side effects and no laboratory abnormalities were noted.

Overall, our results indicate that curcumin, which is a pharmacologically safe compound, has a therapeutic potential in preventing breast cancer metastasis possibly through suppression of NF-kappaB and NF-kappaB-regulated gene products.

Kurkuma hat erwiesenermaßen keine Nebenwirkungen

In fast sämtlichen Studien wurde erwähnt wie sicher und nicht schädlich Kurkuma und sein Wirkstoff Kurkumin sind. Es gibt also kein Risiko bei der Verwendung von Kurkuma oder Kurkumin. Allerdings sollten sie beachten das noch keine Tests an Schwangeren und stillenden Mütter durchgeführt wurden, wir empfehlen diesen Personen Kurkuma bis zum Abstillen nicht zu verwenden. Für alle anderen Personen ab 18 Jahren ist Kurkuma ein sicheres Produkt.

Wie sollte ich Kurkuma einnehmen

Bei Produkten ohne Piperin, die meist als Gewürz verkauft werden sollten sie 2g Jeweils nach den Mahlzeiten einnehmen. Für die Dosierung der Produkte halten sie sich bitte an die Angaben des Herstellers auf der Packung. Bei reinen Kurkuminprodukten empfehlen sich für die geläufigen Beschwerden wie Verdauungsproblemen zur Verbesserung der Gallenfunktion und zur Senkung des Cholesterinspiegel Dosierungen von ca. 250-300mg täglich. Die Dosierung kann auf zwei Gaben aufgeteilt werden. Zur Vorbeugung und Bekämpfung von Krebs oder zur Verringerung der Alzheimer Symptome ist eine Mengenangabe schwierig da die Studien mit sehr speziellen Formen von Kurkumin durchgeführt wurden. Hier scheinen aber Dosierungen im Bereich von mehreren Gramm angebracht. Verwenden Sie die Produkte entsprechend der Herstellerempfehlung, Dosierungen bis 8g gelten als sicher. Bevorzugen Sie Produkte die Piperin enthalten. Piperin kann die Bioverfügbarkeit, also die Quote mit der Kurkuma vom Körper aufgenommen wird, um bis zu 2000% verbessern. Eine Produkt mit Piperin ist also ratsam aber nicht nötig.

Ist Kurkuma Empfehlenswert?

Was soll man gegen ein seit mehreren tausend Jahren verwendetes Mittel das seine Wirksamkeit in Studien bewiesen hat sagen? Nicht nur seine Verwendung zur Behandlung verschiedenster Symptome die seit so vielen Hundert Jahren stattfindet, sondern vor allem seine Wirkung in wissenschaftlichen Studien spricht für Kurkuma. Ob sie nun einfach vorbeugend gegen hohen Blutdruck kämpfen wolle oder mit erhöhten Cholesterin zu kämpfen haben, Kurkuma und sein wichtiger Inhaltsstoff Kurkumin können helfen. Auch zur Verbesserung der Verdauung oder einfach zu Unterstützung der Nieren und Gallenfunktion eignet sich Kurkuma hervorragend. Lassen Sie sich nicht davon irritieren das sie Kurkuma hauptsächlich aus dem Gewürzregal des Supermarktes kennen. Kurkuma ist nicht nur ein Gewürz, der darin enthaltene Wirkstoff wird wie wir im Studienabsatz lesen können, als ein wichtiger der Bestandteil zukünftiger Krebstherapien gesehen. Man muss fairerweise sagen das die konkrete Anwendung bei der Therapie von Krebs und Alzheimer noch in den Kinderschuhen steckt, die Dosierung für diese Zwecke muss extrem hoch sein, da Kurkumin aber nur sehr schlecht aufgenommen wird sind in diesem Bereich noch weitere Forschungen notwendig sind. Für die von uns empfohlenen Beschwerden wie Verdauungsprobleme, Blutdruck und Cholesterin ist die Aufnahme aber bei entsprechender Dosierung ausreichend.

Quellen