Die Einnahme von Nahrungseränzung ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

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Heilpflanze

Zistrose

Autor

Sabrina Laidner
Expertin für Ayurveda
Zistrose

enthaltene
Wirkstoffe

zu behandelnde
Symptome

30

recherchierte
Studien

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behandelnde
Symptome

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30

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Studien

Was ist Zistrose?

Die Zistrosen (lateinisch Cistus) gehören nicht zu den Rosen sondern zu den malvenartigen Pflanzen. Sie kommen nur in den subtropischen und mediterranen Regionen der Erde vor und sind kleine verzweigte Sträucher, die häufig in der sogenannten Macchie oder Garigue, einer Strauchheide-Vegetation, vorkommen. Ihre leicht klebrigen Blätter schwitzen teilweise ein spezielles Harz, das Ladabum, aus. Dieses Harz war schon den alten Phöniziern und Ägyptern bekannt, die daraus Räucherwerk, Parfüm und Cremes herstellten. Auch für religiöse Rituale und als Grab-Beigaben fand die Zistrose Verwendung. Sie war aber auch immer schon eine sehr wirksame Heilpflanze. Heute sind noch viele andere positive Wirkungen der erstaunlichen Pflanze bekannt. Es gibt mehr als 20 verschiedene Arten von Zistrosen. Am wirksamsten gelten die graubehaarte Cistus incanus, die Cistus monspeliensis und die Cistus laurifolius. Aber auch fast alle anderen Zistrosenarten gelten als wirksame Heilpflanzen.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Zistrose einnehmen?

Das Wirkungsfeld der Zistrose ist sehr breit. Sie hat positive Wirkungen bei verschiedensten Beschwerden und Krankheiten. Zistrosen helfen zum Beispiel gegen Entzündungen der Mundschleimhaut und des Zahnfleisches und gegen Parodontose, gegen alle Arten von Hautproblemen wie Dermatosen und Akne, aber auch gegen Hämmorrhoiden, gegen Pilzerkrankungen und gegen verschieden virale und bakterielle Erkrankungen. Sie sind wirkungsvoll bei grippalen Infekten, bei Diabetes, bei Magen-und Darmerkrankungen, bei Herzerkrankungen und sollen sogar vorbeugend gegen Alzheimer und anderen Demenzerkrankungen und gegen bestimmte Krebserkrankungen wirken und ein starkes Antioxidans sein.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Zistrose?

Die Pflanze hilft gegen viele Leiden. Sie wirkt unter anderem: entzündungshemmend, antibakteriell, antviral, pilzhemmend, wundheilungsfördernd, blutstillend juckreizlindernd und die Gefäße schützend. Dadurch ergibt sich ein sehr breitwirkendes Anwendungsspektrum.

Obwohl noch längst nicht alles erforscht ist, was die heilenden Bestandteile der Zistrosen können, hat sich in der Praxis ihre positive Wirkung doch immer wieder gezeigt. Und es gibt auch schon einige sehr vielversprechende wissenschaftliche Studien, die die Wirkungen belegen. Durch die entzündungshemmende und zusammenziehende Wirkung kann die Zistrose Wunden, Akne und Geschwüre heilen, Neurodermitis und Psoriasis lindern, aber auch Fältchen mildern und das Hautbild verbessern.

Die pilzfeindlichen Wirkstoffe der Pflanze wirken zum Beispiel sehr gut bei Scheidenpilz und Fußpilz. bei Schorf sowie bei Windel-Dermatosen. Zistrosen-Tee innerlich angewendet kann Durchfälle stoppen und beruhigend auf eine gereizte Magenschleimhaut oder einen gereizten Darm wirken. Das liegt in erster Linie an der krampflösenden Wirkung einiger Inhaltsstoffe der Pflanze. Sie wirkt ganz besonders bei der so genannten glatten Muskulatur, die Magen und Darmwände auskleidet. Die Flavanoide der Zistrose dämpfen auch die Darmmotorik und verhindern so unangenehme Bauchkrämpfe.

Im Jahr 2009 wurde bei einer wissenschaftlichen Studie nachgewiesen, dass Zistrosen auch bei Patienten, die unter eine viralen Erkältung der oberen Atemwege litten, die Dauer der Erkrankung deutlich verringerten und die Krankheitssymptome minderten. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Polyphenole der Zistrose sich offenbar wie ein Film um die Erkältungsviren legten und auf diese Weise die Anheftung der Viren an die Wirtszellen verhindern können. Der hohe Gehalt an Polyphenolen wirkt darüber hinaus grundsätzlich stärkend auf das gesamte Immunsystem und auf das Herz. Regelmäßiger Gebrauch der Heilpflanze kann wahrscheinlich die so genannten Freien Radikale neutralisieren und so ebenfalls der Krebsprophylaxe dienen. Außerdem kann Zistrose bei der Ausleitung von Schwermetallen und Giften aus dem Körper hilfreich sein.

Ein anderes sehr interessantes Forschungsgebiet, bei dem Zistrosenöl möglicherweise auch eine sehr positive Rolle spielen könnte, ist die durch Zecken hervorgerufene Borreliose und die Zeckenabwehr.

Eine andere Studie hat gezeigt, dass die in den Zistrosen nachgewiesenen Wirkstoffe die Acetylcholinesterase und die Butyrylcholinesterase hemmen können. Diese beiden Enzyme sind daran beteiligt, dass es zu demenziellen Veränderungen im Gehirn kommt. Deshalb scheint die Pflanze auch bei Alzheimer und anderen Demenzformen eine positive Wirkung zu haben, die Erkrankung zu verhindern oder zumindest ihren zeitlichen Verlauf günstig beeinflussen zu können.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Zistrose auftreten?

Im allgemeinen sind Zistrose-Präparate sehr gut verträglich und haben kaum Nebenwirkungen. In ganz seltenen Fällen kann es trotzdem zu Magen-und Darmproblemen, zu Übelkeit und zu Schwindel kommen. Auch allergische Reaktionen wurden in sehr seltenen Ausnahmefällen schon beobachtet. In einem solchen Fall muss die Einnahme natürlich gestoppt und der behandelnde Arzt zu Rate gezogen werden.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Zistrose, bis sich erste Erfolge einstellen?

Wie bei allen Heilpflanzen zeigt sich auch bei der Zistrose die heilende Wirkung nicht sofort. Man muss die entsprechenden Präparate schon einige Tage, manchmal sogar Wochen hindurch regelmäßig anwenden, um eine positive Entwicklung zu spüren.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Zistrose?

Zistrosen wachsen hauptsächlich rund ums Mittelmeer in Italien, in Spanien, in Griechenland, in Südfrankreich, auf Malta, den Balearen und Zypern, in Marokko, Tunesien, Algerien und Ägypten, aber auch auf den Kanarischen Inseln und in Portugal. Sie lieben nährstoffarme steinige Böden und die Wärme. In größerem Stil in Kultur angebaut wird die Zistrose nicht, sie wächst wild und zur Zierde auch in Parks und Gärten. Zur Verwendung als Heilkraut werden in erster Linie die Blätter von Hand gepflückt und anschließend getrocknet. Zur Teeherstellung werden aber auch die frischen Triebe, die Blüten und zum Teil die frisch verholzte Stängelstücke mit verwendet.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Zistrose aus?

Sie wächst als kleiner Strauch und wird in der Regel zwischen 30 und 90 cm hoch. Es gibt aber auch Exemplare, die über 1 Meter hoch werden. Die Laubblätter sind klein, lanzettlich und behaart. Ihre Farbe ist graugrün, sie fühlen sich bei den meisten Arten leicht klebrig an. Die Zistrosen-Blüten ähneln in Größe und Form denen der einfachen Heckenrosen, obwohl Zistrosen keine Rosen sind. Die Blütenfarbe ist überwiegend rosa, manchmal auch violett, bei einigen Arten auch gelblich oder weiß. . Ein hervorspringendes Merkmal sind die auffälligen gelben Staubgefäße.

Die Zistrosen blühen in ihrer Heimat vom Frühjahr bis in den Sommer hinein. Jede Blüte hält nur einen einzigen Tag. In Mitteleuropa und Westeuropa werden Zistrosen-Sträucher vor allem in Kübeln gezogen. Obwohl die Pflanze mehrjährig ist, lässt sie sich bei uns nur schwer im Freiland überwintern. Wenn doch, dann geht das nur in sehr günstigen frostarmen Lagen und mit einem entsprechenden Winterschutz. Die sich aus den Blüten bildenden Kapselfrüchte sind unscheinbar, klein und bräunlich. Sie tragen mehrere kräftige kantige Samen. Eine Besonderheit der Pflanze besteht darin, dass ihre Wurzeln so gut wie nicht brennbar sind. Das hilft ihr, die vielen Brände, die die trockene Mittelmeerregion im Sommer heimsuchen können, besser zu überstehen. Eine andere Eigenart der Pflanze besteht darin, dass sie in heißen Sommern einfach ihre Blätter einklappen kann und so Monate lang auf den nächsten Regen und auf Kühle wartet.

Trivialnamen

Unter welchen Bezeichnungen ist Zistrose noch bekannt?

Regionale Trivialnamen hat die Zistrose nicht, aber je nach Aussehen, Vorkommen und Unterart verschiedene Beinamen. So gibt es zum Beispiel die kretische Zistrose, die kanarische Zistrose, aber auch die lorbeerblättrige, die krause, die pappelblättrige, die salbeiblättrige, die graubehaarte, die Purpur-Zistrose und die Lack-Zistrose.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Zistrose enthalten?

Die aus den Blättern, Trieben und Blüten gewonnenen heilenden Inhaltsstoffe sind in erster Linie ätherische Öle wie das Cineol und das Eugenol. Außerdem enthält die Pflanze Polyphenole und Flavonoide. Bei den Polyphenolen sind besonders das Epicatechin, das Epigallocatechin, sowie die Gallussäure und die Elagsäure von Bedeutung.

Ähnliche Heilpflanzen

Gibt es ähnliche Heilpflanzen, die wirken wie Zistrose?

Ähnliche Wirkungen gegen Entzündungen und gegen Hautschäden haben zum Beispiel die Ringelblume, die Kamille, die Melisse, der Salbei und die Afrikanische Teufelskralle. Viel Apigenin enthalten Gemüsearten wie zum Beispiel der Sellerie, und Naringenin ist in großer Menge zum Beispiel auch in Pampelmusen, Orangen und Granatäpfeln enthalten.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Zistrose am Markt zu kaufen?

Am häufigsten wird aus den Blättern, den jungen Trieben und noch grünen Stängelteilen ein Tee bereitet. Die getrockneten Pflanzenteile werden dafür mit kochend heißem Wasser übergossen. Dieser Tee kann getrunken aber auch zu Umschlägen und für Waschungen verwendet werden. Darüber hinaus gibt es Salben und Cremes, Mundwasser und Mundsprays mit Zistrosen-Zusatz, Zistrosen-Extrakt, Zistrosen-Öl, aber auch Lutschtabletten, Kapseln und Dragees.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Zistrose als NEM?

Für die Teezubereitung übergießt man für 1 Tasse ungefähr 10 Gramm getrocknete Zistrose mit kochendem Wasser und lässt den Tee zwischen 5 und 10 Minuten ziehen, bevor er trinkfertig ist. Für Umschläge, für Kompressen, Sitzbäder und Waschungen kann der Tee stärker gekocht und dann mit Wasser verdünnt werden. Eine Überdosierung ist hier praktisch nicht möglich. Bei den Fertigprodukten und bei innerlicher Anwendung richtet man sich am besten nach den jeweiligen Einnahmeempfehlungen.

Gibt es beim Kauf von Zistrose etwas zu beachten?

Wie bei allen Heilpflanzen und Superfoods ist es natürlich wichtig, ein Präparat zu kaufen, dessen Anbau, Ernte, Herstellung, Verarbeitung und Versand entsprechend kontrolliert werden, auf dessen Inhaltsstoffe man sich als Anwender verlassen kann. Zistrosen-Produkte sollten deshalb am besten in der Apotheke, in Reformhaus oder im Bio-Laden sowie in gut sortierten Drogeriemärkten gekauft und übers Internet nur bei renommierten Anbietern bestellt werden. Offenen Tee, der keine Deklaration zu Herkunft und Inhalt ersehen lässt, sollte sicherheitshalber nicht verwendet werden. Bei ihnen besteht unter anderem die Gefahr, dass sie Verunreinigungen oder Pyrrolizidinalkaloide enthalten, die häufiger Anwendung zu Leberschäden führen können. Weil das besonders bei maschineller Ernte passiert, sollte in jedem Fall darauf geachtet werden, dass der Cistrosen-Tee wild und handgepflückt ist.

Studien zu Zistrose

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