Die Einnahme von Nahrungseränzung ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

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Heilpflanze

Zahnwurz

Autor

Hilde Sonntag
Expertin für Heilkräuter
Zahnwurz

enthaltene
Wirkstoffe

zu behandelnde
Symptome

30

recherchierte
Studien

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Wirkstoffe

behandelnde
Symptome

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30

recherchierte
Studien

Was ist Zahnwurz?

Die Zahnwurz ist eine Pflanze, die zur Familie der Kreuzblütengewürze gehört. Die Zahnwurz Geführt wurde dieser Pflanze früher als eigene Gattung Dentaria innerhalb der Familie der Kreuzblütler. Dieser Name macht Sinn. Die Blüten und auch die Laubblätter von diesem Kraut können roh und auch gegart verzehrt werden. Die Pflanzenteile besitzen einen kohlartigen Geschmack. Dieser ist zwar vergleichbar mit Radieschen oder mit Rettich bzw. von der Schärfe her zwischen diesen beiden Gewächsen angesiedelt. Nicht so scharf wie Rettich schmeckt das Kraut, wenn es roh gegessen wird. Ein bisschen weniger schärfer noch schmeckt die Zahnwurz, wenn sie gegart verzehrt wird. Gut vergleichbar ist dieses Kraut auch mit Rucola und mit Kresse. Verzehrt werden können von dieser Pflanze im Übrigen alle Bestandteile.

Es gibt verschiedene Arten der Pflanzen. Die bekanntesten Vertreter der Pflanzenart sin die Finger- und die Zwiebelzahnwurz. Eine weitere bekannte und sehr breitete Art ist die Fiederzahnwurz. Die verschiedenen Arten unterscheiden sich hinsichtlich der Farbe der Blüte und auch hinsichtlich der Anzahl der Blätter, nicht hinsichtlich der Inhaltsstoffe und entsprechend auch nicht der Wirkung. Einige der Arten von dieser Pflanze können auch direkt verzehrt werden. Das Behaarte Schaumkraut wird zum Beispiel auch als Salat oder als Salatgewürz verwendet. Das Kraut verleiht dem Salat dann einen scharf-bitteren Geschmack.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Zahnwurz einnehmen?

Angewandt wird dieses Heilkraut bei Gallenbeschwerden und auch bei einer Leberschwäche. Zudem ist das Kraut auch in der Lage bei mentaler Schwäche dem Körper wieder auf die Sprünge zu helfen. Das heißt, dieses Kraut kann auch der mentalen Stärkung dienen. Eingesetzt wird das Kraut auch bei rheumatischen Beschwerden und wenn Kinder zahnen. Für Eltern ist somit dieses Kraut eine richtige Erleichterung und verschafft ihren eine ruhige Nacht. Wer Schwangerschaftsstreifen hat, der kann sich aus dieser Pflanze auch eine Salbe herstellen. Dazu benötigt wird auch Beinwohl und Ringelblume.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Zahnwurz?

Zahnwurz wirkt blutreinigend und hat auch eine recht milde, aber dennoch harntreibende Wirkung. Dieses Heilkraut wirkt auch schmerzstillend. Hervorragend wirkt das Kraut gegen Zahnschmerzen und kann auch Husten lindern. Das Heilkraut wirkt zudem keimhemmend, also „antibiotisch“, und zwar auch gegen Viren und gegen pathogene Pilze und teils sogar stark antibakteriell. Aufgrund dieser Wirkeigenschaft kann das Kraut auch bei einer Blasenentzündung eingesetzt werden. Und die gleiche Wirkung hat das Kraut auch bei Atemwegsinfekten.

Zahnwurz wirkt auch blutgerinnend und verbessert das Hautbild. Hier bewirkt das Heilkraut praktisch eine Reinigung von innen. Eine sogenannte Schleimspülung ist auch möglich mit der Hilfe von diesem Kraut. Diese Wirkung hat das Kraut auf Lunge und auch auf die Harnwege. Eine stark krebshemmende Wirkung wird diesem Kraut ebenfalls nachgesagt. Denn das Kraut wirkt offenbar regulierend auf die Zellteilung. Darüber hinaus ist das Kraut auch cholesterinregulierend und wirkt antithrombotisch und es verbessert auch die Fließeigenschaften des Blutes. Blutdruckregulierend ist dieses Kraut ebenfalls. Zudem können die darin enthaltenen Wirkstoffe die Knochen stärken und auch das Bindegewebe. Zudem hilft das Kraut auch bei Durchfall und bei Blähungen sowie Verstopfungen.

Auch wenn die Wirkung von den enthaltenen Wirkstoffe dieser Pflanze noch nicht wissenschaftlich erforscht wurde, kann gesagt werden, dass die Heilwirkungen wohl vor allem außer auf den enthaltenen Senfölglykosiden beruhen, wie auch auf dem reichlich enthaltenen Vitamin C. Beide Wirkstoffe haben zum Beispiel eine anregende Wirkung auf Leber und auf die Nieren.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Zahnwurz auftreten?

Nebenwirkungen auf den menschlichen Körper bei der Anwendung von diesem Heilkraut sind keine bekannt. Dies trifft jedoch nur auf die direkten Nebenwirkungen durch die Einnahme zu. Direkt durch die Inhaltsstoffe, vor allem durch die in dieser Pflanze enthaltenen Senföle kann die Jodaufnahme durch die Nahrung reduziert werden. Es ist nicht auszuschließen, dass dadurch ein Jodmangel entsteht. Es kann sogar infolge dieser durch die Wirkstoffe in dieser Pflanze hervorgerufenen Nebenwirkungen zu einer krankhaften Vergrößerung der Schilddrüse kommen. Das heißt, es kann ein Kropf entstehen. Dies ist allerdings nur eine Folge des Verzehrs von dieser Pflanze in aller Regelmäßigkeit und über viele Jahre hinweg, zudem müsste gleichzeitig auch eine große Menge an Kohlgemüse über einen längeren Zeitraum verzehrt werden.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Zahnwurz, bis sich erste Erfolge einstellen?

Wie bei anderen Heilkräutern ist es nicht möglich zu sagen, wie lange die genaue Verzehrdauer beträgt, damit die in diesem Heilkraut enthaltenen Wirkstoffe ihre volle Wirkung erzielen. Genaue Untersuchungen dazu gibt es nicht. Wird Zahnwurz gegen das Zahnen bei kleinen Kindern eingesetzt, setzt eine recht schnelle Wirkung ein. Wenn andere Wirkungen erreicht werden sollen, kann es länger dauern bis die Wirkung erzielt wird.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Zahnwurz?

Die Pflanze wächst in ganz Mitteleuropa, aber auch in Südskandinavien und auch im Kaukasus. Eher selten verbreitet ist die Pflanze in der Schweiz. Die Pflanze wächst überwiegend in Buchenwäldern. Anzutreffen ist die Pflanze auch in Frankreich, im Süden von Großbritannien. In Deutschland ist die Zahnwurz recht stark verbreitet. In einigen Gegenden kommt die Pflanze gar nicht vor. Große Vorkommen gibt es in der Rhön, wo sie auf Basaltschutthängen und auf Muschelkalkuntergrund wächst. Die Pflanze mag vor allem Lehmböden, aber auch Mullböden und andere frische und nährstoffreiche Böden. Ein sehr bedeutsames Vorkommen findet sich am Růžovský vrch (früher Rosenberg) in Tschechien. In den Alpen wächst die Pflanze bis auf Höhen von ca. 1430 Metern.

Gesammelt werden die Blüten der Pflanze von April bis Juni und die Wurzeln von Juni bis August. Die Blüten werden dabei behutsam gepflückt.

Als Zierpflanze wird die auch Schaumkraut genannte Pflanze durch Aussaat von Samen vermehrt. Die Pflanze selbst lässt sich durch Teilung im Frühjahr und auch im Herbst vermehren. Die Pflanze kann auch im Topf über Winter draußen stehen gelassen werden. Denn die Pflanze gilt als frosthart.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Zahnwurz aus?

Die Zahnwurz wird häufig mit dem verwandten Wiesenschaumkraut verwechselt. Grund dafür ist, dass beide Pflanzen über blassviolette und kreuzförmige Blüte verfügen. Die oft auch als Zwiebel im Namenszusatz bezeichnete Pflanze rührt daher, dass die Zahnwurz über schwärzlich-grüne Kugeln verfügt. Diese erscheinen zur Blütezeit in den Blattachseln. Im Laufe ihres Lebens kann diese Pflanze eine Größe von 60 Zentimetern erreichen. Die Stängel sind dabei aufrecht und unverzweigt. Im unteren Bereich ist der Stängel der Pflanze kahl. Die Einzelblätter verfügen über einen gesägten Rand und sitzen im oberen Bereich der Stängel. Wenn die Pflanze in voller Blüte steht, zeigt sich ein doldenartiger Blütenstand von zwölf Blüten. Die Blüten der Fingerzahnwurz sind

nicht blassviolett, sondern gelb. Andere Arten dieser Pflanze haben auch andere Blütenstände. Eines der weiteren Unterscheidungsmerkmale ist die Anzahl der Blätter. Es gibt fünf- und auch neunblättrige Arten. Der Wurzelstock der Pflanze kann bis zu 10 cm lang werden.

Wer die Pflanze gerne in seinem Garten kultvieren möchte, der kann dies tun. Allerdings muss der Boden, auf dem sie steht, immer feucht gehalten werden. Völlig austrocknen darf die Pflanze nicht. In einem Steingarten oder auf dem Balkon ist die Pflanze mit Sicherheit ein Blickfang.

Trivialnamen

Unter welchen Bezeichnungen ist Zahnwurz noch bekannt?

Bekannt ist diese Pflanze außer unter Zahnwurz je nach ihrer Art noch unter den Namen Zwiebelschaumkraut und der lateinischen Bezeichnung Cardamine bulbifera. Zudem sind Namen wie Korallenwurz und Schuppenwurz sowie Zahnkraut und Dreiackerwurz sowie Dentaria bulbifera sowie Dentaria minor geläufig. Geläufig sind auch Bezeichnungen für diese Pflanze wie Scharnigkl oder großer Bergsanikel sowie Dreyblettericht und Sonnigl und auch Zahnkraut.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Zahnwurz enthalten?

Die Zahnwurz enthält unter anderem Senfölglykoside und Bitterstoffe. Es sind vor allem die Senföle, die für die positiven Effekte von dieser Pflanze verantwortlich sind. Enthalten ist in den Pflanzenteilen auch sehr viel Vitamin C. Dies trifft auf alle Arten dieser Pflanze zu. Enthalten sind zudem in den Pflanzenteilen viele Mineralstoffe, unter anderem Kalzium, Magnesium und auch Kalium sowie das Spurenelement Eisen.

Ähnliche Heilpflanzen

Gibt es ähnliche Heilpflanzen, die wirken wie Zahnwurz?

Senföl ist in noch weiteren Kräutern enthalten, die auch als Superfood gelten. Hierzu gehören Kresse und auch Meerrettich. Vor allem das Kraut der Kapuzinerkresse ist durchaus mit der Zahnwurz vergleichbar. Das Kraut enthält 0,1 Prozent. Der Kapuzinerkresse werden daher positive Eigenschaften zugeschrieben wie bakteriostatisch und virustatisch und antimykotisch bis hin zu hyperämisierend.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Zahnwurz am Markt zu kaufen?

Zahnwurz wird in der Regel in Kombination mit noch weiteren Heilkräutern in verschiedenen Heilkräuter Mischungen verwendet. Hierzu gehören Iriswurzel und Beisswurzel. Erhältlich sind diese Mischungen in verschiedenen Packungsmengen, und zwar im Bereich von 50 Gramm bis 1000 Gramm. Angeboten wird die Pflanze zudem ebenfalls in verschiedenen Mischungen auch als Salbe. Angeboten werden zudem auch Tropfen aus den Blüten der Pflanze. Daraus kann wiederum eine Essenz hergestellt werden. Dafür benötigt man zwei bis sieben Tropfen der Essenz und 20 Milliliter Brandwein. Aus den Wurzelmischungen kann auch ein Tee aufgegossen werden.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Zahnwurz als NEM?

Es gibt keine genaue Dosieranleitung für die Zahnwurz Präparate. Für Tropfen gibt es eine Dosieranleitung. Und zwar lautet diese: Dreimal täglich können 10 Tropfen eingenommen werden, und zwar immer mit einem Glas Wasser. Zum Trinken dieser Mixtur sollte man sich Zeit nehmen.

Salben und auch andere Präparate, in denen diese Pflanze enthalten ist, sollte nicht in so großen Mengen verwendet werden. Bei Salben, die die Wirkstoffe von dieser Pflanze enthalten, gibt es auch eine Dosieranleitung. Da die enthaltenen Wirkstoffe den Magen und die Nieren reizen können, sollte letztlich auch der Genuss von einem Teeaufguß aus den Pflanzenteilen nur in geringen Mengen erfolgen.

Gibt es beim Kauf von Zahnwurz etwas zu beachten?

Im Rahmen der Selbstdosierung von dieser Heilpflanze sollte große Vorsicht geboten sein. Aus diesem Grund sollte der Arzt oder der Apotheker zurate gezogen werden, wenn man sich unsicher ist in Bezug auf die Anwendungen und die Dosierung.

Studien zu Zahnwurz

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