Die Einnahme von Nahrungseränzung ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

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Heilpflanze

Wiesenschaumkraut

Autor

Gertrud Winkelmair
Chefredaktion Superfoods
Wiesenschaumkraut

enthaltene
Wirkstoffe

zu behandelnde
Symptome

16

recherchierte
Studien

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Wirkstoffe

behandelnde
Symptome

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16

recherchierte
Studien

Was ist Wiesenschaumkraut?

Das Wiesenschaumkraut ist einer der Familien der Kreuzblütengewächse zuzuordnen. Genauer gehört es zur Gattung der Schaumkräuter. Zu finden ist es vor allem auf feuchten, nährstoffreichen Wiesen mit weißen bis zart-violetten Blüten. Anzutreffen ist es vor allem ab Ende April bis Mitte Mai häufiger als in anderen Monaten.

Nicht nur als Zierpflanze, sondern auch als Heilmittel und Lebensmittel kommt das Wiesenschaumkraut zur Anwendung. Im Jahre 2006 wurde es zur Pflanze des Jahres gewählt.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Wiesenschaumkraut einnehmen?

Geschmacklich ähnelt das Wiesenschaumkraut Kresse und wird im Bereich der Speisenzubereitung bzw. Ernährung oftmals als Ergänzung zum Salat oder in Suppen verwendet.

Wenn das Gewächs als Heilpflanze betrachtet wird, so kann es vor allem bei Beschwerden wie etwa Gallenerkrankungen, Bronchitis, Blutarmut, Frühjahrmüdigkeit, Hautproblemen, Gicht, Unterleibsschmerzen oder Rheuma eine positive Wirkung haben.

In den Anwendungsfällen der Lebensmittel, aber auch als Heilpflanze sollte man jedoch darauf achten, die Pflanze nur in Maßen zu verzehren. Hierbei spielt keine Rolle, in welcher Form das Gewächs eingenommen wird.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Wiesenschaumkraut?

Wie bereits angesprochen, kann das Kreuzblütengewächs bei einer Vielzahl von Beschwerden zur Linderung der Symptome oder zur Behandlung eingesetzt werden. Diese werden im Anschluss nochmals näher erläutert.

Blutreinigende Wirkung

Bei der Verwendung von Wiesenschaumkraut als Tee oder als Lebensmittel in der Suppe oder im Salat sowie als Brotaufstrich wird die Blutreinigung unseres Körpers im Frühjahr nach dem Winter verstärkt angeregt. Hierfür sind vor allem der Inhaltsstoff Senfölglykosid verantwortlich.

Stärkung der Leber und Nieren

Durch die Einnahme der Heilpflanze kommt es zu einer Anregung der Nieren und der Leber. Dies hat zur Folge, dass der Körper entschlackt wird. Dies ist vor allem deswegen der Fall, da die Pflanze harntreibend und verdauungsfördernd wirkt. Ferner kann das Immunsystem gestärkt werden. Die enthaltenen Bitterstoffe regen die Leber an, verstärkt zu arbeiten.

Behandlung von Hautausschlägen

Manche Hautausschläge können auch durch die entschlackende Wirkung behandelt werden. Hierfür empfiehlt es sich jedoch, Rücksprache mit dem Hautarzt oder Apotheker zu halten.

Frühjahrsmüdigkeit

Frühjahrsmüdigkeit kann mit der weit verbreiteten Heilpflanze auch behandelt werden. Dies ist vor allem auf die Inhaltsstoffe Kalium, Magnesium oder Eisen – kurz gesagt Mineralien – zurückzuführen. Hierbei hilft die Einnahme der Pflanze dabei, schneller über die Müdigkeit hinwegzukommen und stärkt zusätzlich den Körper.

Beruhigung der Nerven und Verkrampfungslösung

Bei Verkrampfungen oder aber auch zur Beruhigung der Nerven kann das Trinken eines Tees aus Wiesenschaumkraut Abhilfe schaffen. Zwei Teelöffel

Kraut werden hierfür mit 1/4 Liter kochenden bzw. heißen Wasser übergossen und zehn Minuten ziehen gelassen. Danach werden die Blätter wieder abgeseiht und der Tee kann getrunken werden. Um eine Wirkung verzeichnen zu können, sollten mehrere Tassen getrunken werden.

Rheumatische- oder Gichtbeschwerden

Gegen Rheumaschmerzen oder Beschwerden, die aufgrund einer Gichterkrankung auftreten, können aufgelegte Wickel helfen. Hierfür bereitet man wie bereits oben beschrieben einen Tee aus der Heilpflanze zu und tränkt anschließend ein Leintuch oder Ähnliches damit. Anschließend wird das Leintuch zusammengelegt und auf die entsprechenden, schmerzenden Stellen aufgelegt.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Wiesenschaumkraut auftreten?

Grundsätzlich sind bei dem Verzehr von Wiesenschaumkraut im normalen Mengen keinerlei Nebenwirkungen bekannt. Bei einem übermäßigen Konsum des Gewächses kann es jedoch zu Reizungen der Magenschleimhaut kommen. Im Zweifel sollte bei fertigen Produkten die Packungsbeilage durchgelesen und die Angaben befolgt bzw. der Hausarzt oder Apotheker konsultiert werden.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Wiesenschaumkraut, bis sich erste Erfolge einstellen?

Die Anwendungsdauer, bis eine positive, verbesserte oder heilende Wirkung des Wiesenschaumkrautes bemerkbar ist, hängt von einigen Faktoren ab und kann nicht pauschal beantwortet werden.

Einerseits hängt die Wirkung vom Körper eines jeden Menschen ab und wie dieser auf die Heilpflanze reagiert. Außerdem ist auch die Erkrankung oder die Beschwerde selbst bzw. dessen Ausprägung ausschlaggebend dafür, wie schnell eine Wirkung beobachtet werden kann. So kann eine Tasse Tee alleine eine Verkrampfung unter Umständen nicht lösen, wenn aber eine Zeit lang einige Tassen Tee getrunken werden, kann dies durchaus schneller der Fall sein.

Aber auch bei der Anwendung als Auflage in Form eines Wickels können Schmerzlinderungen schnell oder weniger schnell bemerkbar sein. Bei der Behandlung von Ausschlägen dauert es einige Zeit, bis eine Wirkung sichtbar wird.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Wiesenschaumkraut?

Das Verbreitungsgebiet des Wiesenschaumkrautes reicht von der arktischen Klimazone in Nordamerika oder Nordasien bis nach Europa. So kommt die Pflanze ebenso in Russland, der Mongolei, Kasachstan, Korea, Japan und dem westlichen Tibet vor wie auch in den Provinzen Ontario, Neufundland oder British Columbia in Kanada. Aber auch in den Bundesstaaten Indiana, Massachusetts, Maine, Michigan, New Jersey, Ohio, New York, Vermont oder Connecticut in den Vereinigten Staaten von Amerika trifft man die Pflanze an.

Der Großteil der Populationen sind sogenannte Neopythen aus Europa. Es wurden aber im Laufe der Zeit auch Populationen entdeckt, die ursprünglich auch im Norden Amerikas heimisch waren. Die oben angeführten Gebiete des Vorkommens der Pflanze sind nur ein Ausschnitt – die gesamte Auflistung bereitzustellen würde den Rahmen dieses Artikels sprengen.

Der Standort der Pflanze kann als frische, feuchte Wiesen, aber auch Auenwälder beschrieben werden. Trotz der doch weiten Verbreitung der Pflanze geht der Bestand an Feuchtwiesen immer mehr zurück, weswegen das Wiesenschaumkraut etwa in einigen Bundesländern Deutschlands wie etwa Mecklenburg-Vorpommern oder Sachsen-Anhalt aufgrund des drastischen Rückgangs des Bestands als eine gefährdete Art eingestuft wurde und auf der Roten Liste Status 3 zugesprochen bekommen hat.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Wiesenschaumkraut aus?

Im Allgemeinen ist das Wiesenschaumkraut eine ausdauernde, krautige Pflanze, welche auch grün überwintert. Die Wuchshöhe misst bis zu 60 Zentimeter. Zum Überleben benötigt die Pflanze einen feuchten Untergrund, obgleich sie zu den ausdauernden Pflanzen gezählt wird. Die unteren Stängel-Blätter weisen keine Stiele vor.

Der Stiel des Gewächses an sich ist hohl und rundlich. Die Blüten können weiß, rosa oder zart-violett sein. Die Staubbeutel der Blüten sind gelb. Bis zu 40 Millimeter lange Schoten beinhalten hellbraune, längliche Samen, welche in der Reifezeit aus diesen bis zu zwei Meter weit springen. Die Wurzeln des Wiesenschaumkrautes sind dünn und kriechend.

Die Fortpflanzung des Gewächses geht einerseits geschlechtlich, also durch das Verteilen von Samen, andererseits aber auch ungeschlechtlich vonstatten. Ungeschlechtliche Fortpflanzung meint in diesem Zusammenhang, dass Grundblätter zu Boden fallen können und es am Berührungsort mit der Erde zur Bildung von Ablegern mit Wurzeln kommt. So ist es für die Heilpflanze besonders leicht, sich zu vermehren.

Trivialnamen

Unter welchen Bezeichnungen ist Wiesenschaumkraut noch bekannt?

Das Wiesenschaumkraut wird oftmals auch als Wasserkraut, Wilde Kresse, Bachkresse, Kuckucksblume oder Gauchblume bezeichnet. Der lateinische Name der Pflanze lautet Cardamine pratensis. Überdies gibt es für das Gewächs je nach Land oder Provinz viele weitere volkstümliche Namen.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Wiesenschaumkraut enthalten?

Zu den besonderen Inhaltsstoffen der Pflanze werden etwa Eisen und Bitterstoffe, aber auch ätherische Öle, Glykoside, Schwefel, Magnesium, Senfölglykoside und Vitamin C gezählt. Daher hat das Kreuzblütengewächs beruhigende, antibakterielle, stoffwechselanregende, blutreinigende und verdauungsfördernde Eigenschaften vorzuweisen und kommt sowohl als Nahrungsmittel an sich, aber auch im Zuge von Behandlungen gewisser Symptome zur Anwendung.

Ähnliche Heilpflanzen

Gibt es ähnliche Heilpflanzen, die wirken wie Wiesenschaumkraut?

Ähnliche Inhaltsstoffe hat beispielsweise die Brunnenkresse vorzuweisen, welche auch mit dem Wiesenschaumkraut verwandt ist. Auch dieser wird eine heilende Wirkung im Zusammenhang mit einer Vielzahl von Erkrankungen und Beschwerden wie etwa Rheuma, Nervenschwäche, Verdauungsprobleme, bei Hautkrankheiten, Gicht oder Bronchitis nachgesagt.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Wiesenschaumkraut am Markt zu kaufen?

Am Markt ist die Heilpflanze vor allem in Form eines Tees, also getrocknete Blätter zu kaufen. Alternativ kann man auch frische Blätter sammeln und in Form eines gepressten Saftes anwenden bzw. einnehmen.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Wiesenschaumkraut als NEM?

In Form von Tee sind einige Tassen täglich für eine entsprechende Behandlung durchaus in Ordnung. Dennoch sollte man im Zweifelsfalle auf die Packungsbeilage des Herstellers beim jeweiligen Produkt achten. Dies ist vor allem deswegen der Fall, da im Falle einer Überdosierung – besonders über einen längeren Zeitraum hinweg – die Möglichkeit besteht, dass die Magenschleimhaut gereizt wird.

Dies wäre wiederum nicht im Sinne der Verwendung der Heilpflanze, da man diese zu sich nimmt, um eine bereits vorherrsche Beschwerde oder Erkrankung zu lindern oder zu behandeln, nicht aber, um neue Beschwerden hervorzurufen. Wenn man Wiesenschaumkraut in Form von direkt gepressten Saft von nicht getrockneten, frischen Blättern zu sich nimmt, ist die Konzentration womöglich höher. Dreimal täglich einen Esslöffel einzunehmen stellt hier einen guten Richtwert der maximal zu empfehlenden Menge des Gewächs dar.

Im Zweifelsfalle sollte man mit einem Arzt oder Apotheker Rücksprache halten oder frei nach dem Motto „Weniger ist mehr“ dosieren.

Gibt es beim Kauf von Wiesenschaumkraut etwas zu beachten?

Beim Kauf von Tee, welcher aus der Heilpflanze hergestellt wurde, ist vor allem zu beachten, dass es sich bei dem gewählten Produkt um ein qualitativ hochwertiges Produkt handelt. Hierbei kann man in der Regel davon ausgehen, wenn es sich bei dem Anbieter um einen namhaften handelt. Ansonsten könnte man, vor allem wenn man ein so natürliches Produkt wie möglich wünscht, darauf achten, dass keine Zusatzstoffe oder andere nicht unbedingt notwendige Inhaltsstoffe beigemengt sind.

Beim Sammeln des Gewächses in der Natur – was jedoch nicht direkt mit dem Kauf von Produkten verbunden ist – sollte man darauf achten, wirklich nur Wiesenschaumkraut zu sammeln. Hier kann es nämlich mitunter sein, dass man aus Versehen auch Pflanzen sammelt, die unter Umständen giftige Inhaltsstoffe vorweisen.

Studien zu Wiesenschaumkraut

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