Die Einnahme von Nahrungseränzung ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

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Heilpflanze

Wiesen-Bärenklau

Autor

Gertrud Winkelmair
Chefredaktion Superfoods
Wiesen-Bärenklau

enthaltene
Wirkstoffe

zu behandelnde
Symptome

30

recherchierte
Studien

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behandelnde
Symptome

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Was ist Wiesen-Bärenklau?

Der Wiesen-Bärenklau wird auch der Gemeine Bärenklau genannt und gehört zur Familie der Doldenblütler. Die Pflanze ist in Europa heimisch. Der Name der Pflanze leitet sich von ihrem Aussehen ab. Die Blätter sind behaart und ähneln Tierfüßen. Es handelt sich um eine robuste und krautige Pflanze, die bis zu 1,5 Meter hoch werden kann. Sie hat einen dicken Stiel, ist stark verzweigt und weist tiefe Wurzeln auf. Der Bärenklau enthält viele ätherische Öle und verströmt einen unangenehmen Geruch. Die Blüten wachsen reichlich in doppelten Dolden, sind weiß, bis leicht grün oder hellrosa. Der Bärenklau blüht in den Monaten von Juni bis Oktober. Die Samen reifen in den Monaten von Juli bis September und werden durch den Wind, durch Wasser und durch Tiere verbreitet. Die Pflanze wird von verschiedenen Insekten, wie Mücken, Fliegen, Schmetterlingen oder auch Käfern bestäubt. Auch dient sie vielen Raupen als Futter, aus denen später Schmetterlinge werden.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Wiesen-Bärenklau einnehmen?

Bärenklau kann sowohl innerlich, als auch äußerlich angewendet werden. Er wirkt gegen Bluthochdruck, Atemwegserkrankungen, Blasenentzündungen und Impotenz und hat eine verdauungsfördernde Wirkung. Die wichtigsten Inhaltsstoffe der Pflanze sind Furocumarine und ätherische Öle. Es werden vor allem die Wurzeln, die Blätter und die Früchte der Pflanze medizinisch verwendet. Nach dem Sammeln der Pflanze sollte sie möglichst schnell in der Sonne getrocknet werden. Bärenklau wirkt anregend, aphrodisiakisch, blutdrucksenkend, regulierend auf die Menstruation und ist magenwirksam und verdauungsfördernd.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Wiesen-Bärenklau?

Wiesen-Bärenklau wirkt beruhigend, schleimlösend, harntreibend, gegen Atemwegserkrankungen wie Husten oder Asthma, verdauungsfördernd, gegen Blähungen und Durchfall, bei Gelbsucht, Blasenentzündung, bei Nierensteinen, Menstruationsbeschwerden und gegen Bettnässen. Er kann auch allergische Reaktionen der Haut auslösen. In seiner Anwendung ist der Bärenklau dem Engelwurz ähnlich, ist allerdings weniger bekannt. Es gibt die Wirkstoffe in Form von Tee oder Tinktur. Bärenklau ist schleimlösend und beruhigend, die enthaltenen ätherischen Öle wirken befreiend auf die Atemwege. Die Pflanze hat eine stärkende Wirkung auf die Verdauungsorgane und kann gegen Blähungen und Durchfall eingesetzt werden. Auch stärkt sie die Verdauung allgemein und hilft bei Blasenentzündungen und Nierensteine. Die jungen Blätter und Triebe können als Gemüse oder als Salat gegessen werden und erinnern an Spargel. Die Wurzeln der Pflanze können auch gekocht werden. Auch die älteren Stiele können geschält und entweder roh oder gekocht gegessen werden.

Wiesen-Bärenklau enthält Pimpinellin, Furocumarin und Xanthotoxin. Furocumarin ist der Stoff, der die Haut verbrennen kann, besonders wenn er mit Sonnenlicht in Verbindung kommt. Unter anderem deshalb kann der Bärenklau auch zur Behandlung von Hautkrankheiten, wie Schuppenflechte eingesetzt werden. Auch das Xanthotoxin besitzt eine lindernde Wirkung bei Hauterkrankungen. Pimpinellin kann ebenfalls Licht absorbieren, wirkt antioxidativ und wird in der Krebstherapie eingesetzt. Zudem hat es eine gefäßerweiternde Wirkung. Die ätherischen Öle im Bärenklau wirken als Schleimlöser, beruhigend und harntreibend.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Wiesen-Bärenklau auftreten?

Der Wiesen-Bärenklau kann schwere Hautausschläge und Verbrennungen auslösen, deshalb sollte er nicht oder nur mit Handschuhen selbst gesammelt werden. Ansonsten sind keine Nebenwirkungen des Bärenklaus bekannt.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Wiesen-Bärenklau, bis sich erste Erfolge einstellen?

Über die Anwendungsdauer des Wiesen-Bärenklaus ist nichts bekannt, da es keine Produkte zu kaufen gibt, in denen die Pflanze verarbeitet ist. Vermutlich wird sich seine beruhigende Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt aber bereits nach wenigen Stunden einstellen. Gleiches gilt für die Wirkung bei Erkältungskrankheiten.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Wiesen-Bärenklau?

Der Wiesen-Bärenklau wächst in Staudenfluren und Fettwiesen, sowie an Ufern, Gräben, in Hochstaudenfluren und Auenwäldern. Er benötigt lockere, feuchte Böden und ist eine Halblichtpflanze. Wo der Bärenklau vorkommt, wird außerdem stickstoffhaltiger Boden angezeigt. Es handelt sich um eine Pflanzenart, die viele verschiedene Formen aufweisen kann. Es gibt neun Unterarten, zwei davon kommen in der Türkei vor, fünf in Nordafrika. In Deutschland wachsen drei verschiedene Arten von Bärenklau: der Bergwiesen-Bärenklau, der Grünblühende Wiesen-Bärenklau und der Gewöhnliche Wiesen-Bärenklau. Der Gewöhnliche Wiesen-Bärenklau kommt vor allem in Europa und in der Türkei vor. Über einen Anbau der Pflanze für die Verwendung als Heilpflanze ist bisher nichts bekannt.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Wiesen-Bärenklau aus?

Der Bärenklau gehört zu den Doldenblütlern und kommt in ganz Europa vor. Die Blätter sind auffällig groß, die Stängel hohl und behaart. Die Pflanze kann eine Höhe von bis zu 1,5 Metern erreichen, sie ist ausdauernd und krautig. Ihre Wurzeln verankern sich bis tief ins Erdreich. Da der Bärenklau viele ätherische Öle enthält, besitzt er einen unangenehmen Geruch. Die außergewöhnlich große Blattscheide der Pflanze dient dazu, die neu wachsenden Knospen zu schützen. Der Wiesen-Bärenklau bildet viele kleine, weiße Blüten aus, die sich in doppelten Dolden anordnen. Die Blüten sind zwittrig. Der Nektar der Pflanze ist für die meisten Insekten leicht zu erreichen, da er offen in der Blüte liegt. Die Pflanze blüht in den Sommermonaten und bildet ihre Samen im Spätsommer aus. Der Bärenklau kann auch als Halbrosettenpflanze bezeichnet werden. Die Bestäubung findet durch Insekten statt, die Samen verbreiten sich mit dem Wind, dem Regen oder durch Tiere.

Die Heilpflanze wächst in Auenwäldern, an Ufern von Flüssen, in Gräben oder auch auf Wiesen und bevorzugt lockeren, feuchten, stickstoffhaltigen Boden. Es handelt sich um eine Pflanze, die gerne im Schatten wächst. Es gibt sehr viele verschiedene Arten von Bärenklau. In Deutschland kommen drei Arten davon vor.

Trivialnamen

Unter welchen Bezeichnungen ist Wiesen-Bärenklau noch bekannt?

Der Wiesen-Bärenklau wird auch Echter Bärenklau, Bärentatze oder Gemeiner Bärenklau genannt.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Wiesen-Bärenklau enthalten?

Die Pflanze enthält ätherische Öle, Pimpinellin, Xanthotoxin und Furocumarin. Furocumarin kann Reizungen und Schwellungen der Haut verursachen. Wenn es mit UV-Licht zusammenkommt, kann es Verbrennungen auslösen. Der Stoff ist sowohl in den Wurzeln der Pflanze und in den Früchten enthalten. Je unreifer die Früchte sind, umso höher ist ihr Gehalt an Furocumarin. Der Wiesen-Bärenklau kann zwar gut als Tierfutter verwendet werden, doch auch hier kann die Pflanze Hautirritationen auslösen.

Xanthotoxin kann zur Behandlung von Hauterkrankungen, wie der Schuppenflechte eingesetzt werden. Der Stoff entwickelt eine erhöhte Wirkung, wenn er mit UV-Licht bestrahlt wird. Für alle Säugetiere ist er giftig. Des Weiteren hat er in hoher Dosierung auch eine hautschädigende Wirkung, wie Furocumarin. Er kann die DNA schädigen und Krebs auslösen, gehört zu den sekundären Pflanzenstoffen und ist innerhalb der Pflanze eine Art Abwehrstoff. Für Pimpinellin gelten die gleichen Eigenschaften, wie für die anderen beiden Stoffe.

Ähnliche Heilpflanzen

Gibt es ähnliche Heilpflanzen, die wirken wie Wiesen-Bärenklau?

Ähnlich wie der Wiesen-Bärenklau wirken zum Beispiel Kümmel oder auch Anis.

Die ersten Aufzeichnungen über den Kümmel als Heilpflanze gibt es bereits im Jahr 1550 v. Chr., was den Kümmel zu einer der ältesten Heilpflanzen überhaupt macht. Hauptsächlich wurde er zur Linderung von Magen-Darm-Beschwerden, bei Krämpfen und bei Atemwegserkrankungen eingesetzt. Bis heute gilt der Kümmel als Beigabe zu bestimmten Speisen als verdauungsförderndes Gewürz. Der Kümmel gehört wie der Bärenklau auch zu den Doldengewächsen. Er ist mit Fenchel, Koriander und Anis verwandt. Er kommt vor allem in Europa und Asien vor und wächst auf Wiesen und an Wegrändern. Klar zu unterscheiden ist die Pflanze vom Kreuzkümmel und dem Schwarzkümmel, die zu anderen Pflanzenfamilien gehören.

Die Kümmel-Pflanze kann bis zu einem Meter hoch werden, hat stark verzweigte Stängel und ihre Blätter weisen manchmal eine rote Farbe auf. Sie ist zweijährig und die Blüten treiben erst im zweiten Jahr im Mai und Juni aus. Die Früchte bilden sich im Juni und im Juli. Der einzige Teil des Kümmels, der medizinisch verwendet wird, sind die Früchte. Aus ihnen kann auch Kümmelöl gepresst werden. Die innere Anwendung der Extrakte aus den Samen erfolgt bei Beschwerden mit der Verdauung, bei Krämpfen im Magen-Darm-Bereich, bei Blähungen und nervösem Magen. Sie dienen auch bei Stillenden dazu, um die Milchproduktion anzuregen, die Menstruation positiv zu beeinflussen und auch dazu, den Magen zu beruhigen. Das ätherische Öl aus dem Kümmel kann außerdem in Mundspülungen und als Badezusatz verwendet werden.

Im Kümmel-Öl ist Carbon enthalten, das antimikrobiell wirkt. Auch eine Wirkung gegen Pilzinfektionen ist möglich. Auf die Produktion von Gallensaft wirkt Carbon ebenfalls anregend. Nebenwirkungen sind zwar keine bekannt, eine dauerhafte Anwendung von Kümmelöl in sehr hohen Dosen kann allerdings zu Leber- oder Nierenschäden führen.

Der Anis wird bei Atemwegserkrankungen und Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Er gehört auch zu den Doldengewächsen. Er ist schleimfördernd und hustenlindernd und kann Blähungen lindern. Seine medizinischen Wirkungen sind wissenschaftlich anerkannt. Er wirkt auch gut bei Entzündungen der Bronchien, bei Schmerzen im oberen Bauch, Sodbrennen und Blähungen. Auch bekämpft er Übelkeit und Erbrechen. Wie der Kümmel auch, kann er den Milchfluss bei stillenden Müttern begünstigen, denn Ansi enthält Estragol und Photoanethol, das östrogenähnlich ist. Es entsteht vor allem, wenn Anis in Öl gepresst wird und mit Licht in Verbindung kommt. Die getrockneten Samen der Pflanze besitzen einen Anteil an ätherischen Ölen von bis zu 5%. Der typische Geschmack des Gewürzes kommt vom Inhaltsstoff trans-Anethol, des Weiteren sind, neben dem bereits erwähnten Estragol, Anisketon, Anissäure und Anisaldehyd enthalten. Alle diese Inhaltsstoffe haben eine schleimfördernde Wirkung, sind krampflösend, blähungslindernd und antimikrobiell. Die Wirkung des Anis ist allerdings weniger stark als die des Kümmels.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Wiesen-Bärenklau am Markt zu kaufen?

Wiesen-Bärenklau kann nicht in Form von Nahrungsergänzungsmitteln am Markt gekauft werden. Das einzige Produkt mit Wiesen-Bärenklau, das erhältlich ist, sind Bachblüten. Wer die Pflanze in der Natur sammelt, sollte vorsichtig sein, denn sie kann schwere Hautreizungen und Verbrennungen verursachen.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Wiesen-Bärenklau als NEM?

Über eine Verzehrempfehlung von Wiesen-Bärenklau ist nichts bekannt. Die Pflanze wird bisher nicht in Produkten verkauft oder medizinisch genutzt.

Gibt es beim Kauf von Wiesen-Bärenklau etwas zu beachten?

Nein, beim Kauf gibt es nichts zu beachten, weil es keine Produkte gibt, die Extrakte aus der Pflanze enthalten. Grundsätzlich gilt beim Kauf von Produkten mit pflanzlichen Wirkstoffen, dass auf die Dosierung der Inhaltsstoffe geachtet werden muss und ebenso auf eine schonende Verarbeitung. Zudem sollten Produkte aus dem Inland bevorzugt werden, da sie normalerweise strenger kontrolliert sind als ausländische Produkte.

Studien zu Wiesen-Bärenklau

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