Die Einnahme von Nahrungseränzung ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

Magazin

Nootropika

Autor
Sabrina Laidner
Expertin für Ayurveda
enthaltene
Wirkstoffe
behandelnde
Symptome
zu behandelnde
Symptome
recherchierte
Studien

Konzentriertes Arbeiten, eine hohe Merkfähigkeit und Leistungsbereitschaft sind heute unabdingbar. Eine funktionierende Hirnleistung ist hierfür essenziell. Nootropika können die Gedächtnisleistung positiv beeinflussen und lassen das Gehirn weniger schnell altern. Folgend gehen wir genauer auf die einzelnen Arten und Wirkungsweisen von Nootropika ein.

Was sind Nootropika?

Nootropika werden auch als Nootropics bezeichnet. Es handelt sich um gehirnverstärkende Medikamente. Diese sollen das Gedächtnis verbessern. Das Wort stammt ursprünglich aus dem griechischen „Noo“ und bedeutet das Gleiche wie „Veränderung“ oder „Geist“. Nootropika haben zum Ziel die Aufmerksamkeit und die Hirnfunktion maßgeblich zu verbessern.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Nootropika einnehmen?

Nootropika können für unterschiedliche Zwecke eingenommen werden. Folgend gehen wir genauer auf die Einsatzzwecke ein.

Unterstützung des Hirnwachstums

Nootropika können das Nervenwachstum im Gehirn erhöhen. Außerdem können sich durch das Wachstum der Nervenzellen, die Gehirnzellen besser regulieren. Gerade bei bereits bestehenden Schäden ist das von besonderem Vorteil.

Zudem führt das Wachstum zu einer Steigerung von Neuronen. Hierdurch kann sich wesentlich besser an Stresssituationen angepasst werden. Auch die kognitive Denkfähigkeit wird erhöht.

Regulation der Neurotransmitter

Nootropiks können Neurotransmitter regulieren. Sie können also die Stimmung im Hirn maßgeblich beeinflussen. Hierunter fallen Chemikalien wie Dopamin, Acetylcholin, GABA, Serotonin, Glutamat, Gapa und Adrenalin.

Patienten fühlen sich durch die Einnahme entspannter, können sich besser konzentrieren und sind weniger gestresst. Außerdem können Nootropiks die Ausschüttung von Serotonin erhöhen. Das verbessert nicht nur die Stimmung, auch die Schlafqualität wird positiv beeinflusst. Zudem werden Stresshormone, wie Cortisol, durch die Einnahme reduziert.

Neuroprotektion

Nootropiks haben neuroprotektive Vorteile. Dass bedeutet, sie schützen das Hirn vor frühzeitiger Alterung. So wir das Hirn auch in zunehmendem Alter gesund gehalten. Ältere Patienten, mit leichten Hirnschäden, konnten durch die Einnahme von Ashwagandha, den Prozess der Informationsgewinnung, deutlich verbessern.

Positiver Einfluss auf den Blutfluss

Auch der Blutfluss, im gesamten Gehirn kann sich verbessern. Sauerstoff und andere wichtige Nährstoffe können besser in das Hirn transportiert werden. Das beugt geistiger Ermüdung und anderen Krankheiten vor.

Vor allem Ginseng kann die Blutzirkulation, laut Studien, im Hirn deutlich verbessern. Das liegt daran, dass die Stickstoffmonoxidwerte im Blut erhöht werden können. Das dehnt die Blutgefäße, sodass Blut besser fließen kann.

Entzündungshemmende Wirkstoffe

Nootropika sind voller Antioxidantien. Diese können Entzündungen im Hirn reduzieren. Vor allem Ginkgo Biloba kann Entzündungen in Bereichen des Hirns reduzieren, die für Gedächtnis und Lernen zuständig sind.

Positiven Einfluss auf die Stimmung

Nootropiks verbessern unter anderem die kognitiven Funktionen. Hierdurch lässt sich die Stimmung verbessern und auch Ängste reduzieren. Eine verminderte Angst führt zu besseren Testergebnissen im Kurz- und Langzeitgedächtnis.

Positiven Einfluss auf Müdigkeit

Nootropika können bestimmte Rezeptoren im Hirn blockieren und wirken hierdurch gegen Müdigkeit. Dass führt zu einer Steigerung der Arbeitsleistung.

Verbesserte Argumentation und Kreativität

Ein Teil der Nootropika verbessert das Denken und die Kreativität im Allgemeinen.

Allerdings können bisher noch zu wenige Aussagen über die Langzeitwirkung getätigt werden. Das liegt schlichtweg an einem Mangel an Studienergebnissen.

Wirkung

Welche Wirkung versprechen Nootropika?

Man unterscheidet unterschiedliche Arten von Gehirnverstärkern. Einmal gibt es natürliche Präparate wie Ginkgo Biloba, Kreatin oder Phenibut und künstliche Wirkstoffe, welche verschreibungspflichtig sind. Hierzu zählen beispielsweise Präparate wie Adderall oder rezeptfreie Präparate wie Noopept.

Nootropiks haben zum Ziel die Neuronen im Gehirn ausreichend vor Giftstoffen zu schützen. Durch Giftstoffe können Neuronen altern und geschädigt werden. Neuronen haben eine stimulierende Funktion und können den Blut- und Sauerstofffluss erhöhen.

Hierdurch verbessern sich die Aufmerksamkeit und andere kognitive Funktionen.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Nootropika auftreten?

Gerade stimulierende Nootropika, wie Kaffee oder grüner Tee, können bei Überdosierung zu Herzrasen und Kreislaufproblemen führen. Auch Bluthochdruck ist keine Seltenheit.

Wer das natürliche Nootropikum Vitamin D substituiert, sollte darauf achten, sich an die empfohlene Dosis zu halten. Das Medikament ist fettlöslich und kann nicht über den Urin ausgeschieden werden.

Alle anderen synthetischen Präparate, sollten stets nach Packungsbeilage eingenommen werden. Eine Überdosierung kann zu Herzrasen, Übelkeit und Panikattacken führen. Besprechen Sie die Einnahme synthetischer Produkte in jedem Fall mit Ihrem Arzt. Einzelne Medikamente sind verschreibungspflichtig.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Nootropika, bis sich erste Erfolge einstellen?

Die Anwendungsdauer ist abhängig von dem jeweiligen Präparat. Die meisten Präparate verfügen über eine sofortige Wirkung, nach einer halbstündigen Einwirkzeit. Je nachdem, ob das Medikament fett- oder wasserlöslich ist, unterscheiden sich die empfohlenen Dosen und Einwirkzeiten deutlich.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Nootropika ?

Woher das Nootropikum stammt, ist davon abhängig, ob es sich um ein natürliches oder medizinisches Präparat handelt. Folgend gehen wir genauer auf die Herkunft der natürlichen Nootropika ein.

Ginkgo Biloba

Ginkgo Biloba wird aus dem Ginkgo Baum gewonnen. Ursprünglich stammt der Baum aus China, wird aber heute europaweit angebaut. Vor allem in Ostasien wird der Baum auch als Tempelbaum verwendet. Die essbaren Samen gelten hier als besonders beliebt.

Ashwagandha

Ashwagandha wird als indischer Ginseng bezeichnet. Dabei handelt es sich um ein exotisches, indisches Kraut, das häufig in der ayurvedischen Medizin Einsatz findet.

Rosenwurz – Rhodiola Rosea

Rosenwurz zählt zu der Familie der Dickblattgewächse. Der Wurzelextrakt verspricht eine besonders gesundheitsfördernde Wirkung. Rosenwurz wächst auf feuchten Böden in der gesamten Fjellregion. Auch auf Moorböden ist Rosenwurz häufig zu finden.

Vitamin D

Vitamin D ist das natürlichste Nootropikum überhaupt und wird durch die Sonne produziert. Ein Mangel entsteht meist im Winter und kann zu Depressionen führen.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Nootropika aus?

Auch das Ausgangsprodukt unterscheidet sich danach, ob es sich um medizinisches oder pflanzliches Nahrungsergänzungsmittel handelt. Natürliche Präparate werden meist aus Ashwaganda, Rosenwurz und dem Ginkgo produziert. Auch Vitamin D zählt als natürliches Nootropikum.

Trivialnamen

Unter welchen Bezeichnungen ist Nootropika noch bekannt?

Basiert das Präparat auf pflanzlicher Basis, ist Nootropika auch unter Ashwaghanda, Rosenwurz und Ginkgo bekannt. Synthetische Präparate werden meist als Racetame bezeichnet.

Darunter fallen beispielsweise Noopept oder Piracetam. Ein weiteres natürliches Produkt ist Cholin, was häufig mit anderen Nahrungsergänzungsmitteln kombiniert wird.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Nootropika enthalten?

Die Inhaltsstoffe variieren, je nach Produkt stark. Chemische Mittel wie Noopept bestehen beispielsweise aus den Aminosäuren Glycin und Prolin. Außerdem enthalten zahlreiche synthetische Präparate Serotonin und Dopamin. Die Stoffe wirken stimmungsaufhellend und bewusstseinsfördernd.

Die natürlichen Präparate, wie Ginseng und Ashwagandha, enthalten in der Regel kaum Zusätze, vor allem wenn diese in Pulverform eingenommen werden.

Ähnliche Superfoods

Gibt es ähnliche Superfoods, die wirken wie Nootropika?

Es gibt zahlreiche natürliche Nootropika, welche eine ähnliche Wirkung wie synthetische Präparate versprechen.

B-Vitamine

Es gibt auch zahlreiche natürliche Vitamine, welche die Gedächtnisfähigkeit und Konzentration steigern. Hierzu zählen beispielsweise die B-Vitamine. B-Vitamine sind für den Gehirnstoffwechsel essenziell, weil sie eine beruhigende und ausgleichende Funktion übernehmen.

Vitamin D

Ein weiteres natürliches Nootropikum ist Vitamin D, welches auch als Sonnenvitamin bezeichnet wird. Es ist unter anderem für die Bildung von Serotonin zuständig.

Stimulierende Nootropika

Daneben gibt es noch stimulierende Nootropika, welche sich ebenfalls positiv auf die Gedächtnisfähigkeit auswirken.Hierzu zählt beispielsweise Kaffee. Stimulanzien wirken aber nur auf kurze Zeit und gehen meist mit Nebenwirkungen einher. Sie sind demnach kein adäquater Ersatz für tatsächliche Nootropika. Auch Guarana und grüner Tee zählen zu den stimulierenden Nootropika.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Nootropika am Markt zu kaufen?

Synthetische Präparate sind meist in Tablettenform auf dem Markt erhältlich. Natürliche Mittel, wie Ginseng oder Ashwaghanda, werden hingegen häufig in Pulverform angeboten. Das Pulver ist besonders beliebt, da es in Getränke eingerührt werden kann und der eigentliche Geschmack weitestgehend verloren geht.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Nootropika als NEM?

Die Dosierung hängt stets von der Halbwertszeit der Nahrungsergänzungsmittel ab. Wenn die Halbwertszeit besonders lange ist, können zwei große Dosen über den Tag verteilt eingenommen werden.

Nootropika mit kurzer Halbwertszeit, wie zum Beispiel Aniracetam haben eine Wirkung von zwei Stunden. Hier empfiehlt es sich, mehrmals täglich, mehrere kleine Dosen einzunehmen.

Es ist durchaus ratsam, zunächst mit einer kleinen Dosis zu beginnen und diese zu erhöhen. So kann ausgeschlossen werden, dass Nebenwirkungen entstehen. Folgend gehen wir auf unterschiedliche Dosierung jeweiliger Präparate ein.

Piracetam

Piracetam wird in Mengen zwischen 400 und 800 Milligramm angeboten. Um positive Effekte zu erzielen, wird eine Mindestmenge von 4 Gramm täglich empfohlen. Nur so lassen sich alle Vorteile nutzen. Die typische Dosierung reicht von 2 bis 4,8 Gramm täglich. Diese sollte zwei bis drei Mal täglich eingenommen werden.

Aniracetam

Aniracetam ist konzentriert und kann in kleinen Mengen verwendet werden. Die empfohlene Dosis liegt zwischen 1 und 2 Gramm täglich. Das Medikament ist fettlöslich und hat demnach eine kurze Wirkungszeit.

Wer keine positive Wirkung verspürt, sollte das Präparat alle zwei Stunden in einer 1-Gramm-Dosis zu sich nehmen.

Cholin

Meist wird das Notropikum der Wahl mit Cholin-Präparaten kombiniert. Beliebte Cholin-Präparate sind beispielsweise Alpha GPC und Citicoline. Die Präparate sind in den Dosierungen zwischen 100 und 500 Milligramm vertreten. Die Dosierung von Cholin richtet sich stets nach der Menge der kombinierten Nahrungsergänzungsmittel.

Gibt es beim Kauf von Nootropika etwas zu beachten?

Es stellt sich vorab die Frage, ob ein natürliches oder synthetisches Präparat benötigt wird. Natürliche Präparate gehen meist mit weniger Nebenwirkungen einher, versprechen aber teilweise eine geringere Wirkung.

Natürliche Präparate wie Ashwaghanda werden für gewöhnlich in Pulverform veräußert. Hier empfiehlt es sich, auf eine hohe Bioverfügbarkeit zu achten.

Des Weiteren sollte das Produkt frei von Schadstoffen sein. Bei synthetischen Präparaten darf stets auf die Inhaltsstoffe geachtet werden. Vor allem Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien müssen ein besonderes Augenmerk darauf legen.

Fazit: Nootropics haben einen bedeutenden Effekt auf die Leistungsfähigkeit unseres Gehirns. Die Konzentration und Merkfähigkeit, bei kontinuierlicher Einnahme, wird maßgeblich gesteigert. Auf dem Markt sind natürliche und synthetische Präparate vorhanden. Welches Produkt am wirksamsten ist, muss jeder individuell entscheiden. Auch stimulierende Nootropics, wie Guarana und Koffein, können eine kurzzeitige Leistungssteigerung versprechen.

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