Nootropika

Inhaltsverzeichnis

Konzentriertes Arbeiten, eine hohe MerkfĂ€higkeit und Leistungsbereitschaft sind heute unabdingbar. Eine funktionierende Hirnleistung ist hierfĂŒr essenziell. Nootropika können die GedĂ€chtnisleistung positiv beeinflussen und lassen das Gehirn weniger schnell altern. Folgend gehen wir genauer auf die einzelnen Arten und Wirkungsweisen von Nootropika ein.

Was sind Nootropika?

Nootropika werden auch als Nootropics bezeichnet. Es handelt sich um gehirnverstĂ€rkende Medikamente. Diese sollen das GedĂ€chtnis verbessern. Das Wort stammt ursprĂŒnglich aus dem griechischen „Noo“ und bedeutet das Gleiche wie „VerĂ€nderung“ oder „Geist“. Nootropika haben zum Ziel die Aufmerksamkeit und die Hirnfunktion maßgeblich zu verbessern.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Nootropika einnehmen?

Nootropika können fĂŒr unterschiedliche Zwecke eingenommen werden. Folgend gehen wir genauer auf die Einsatzzwecke ein.

UnterstĂŒtzung des Hirnwachstums

Nootropika können das Nervenwachstum im Gehirn erhöhen. Außerdem können sich durch das Wachstum der Nervenzellen, die Gehirnzellen besser regulieren. Gerade bei bereits bestehenden SchĂ€den ist das von besonderem Vorteil.

Zudem fĂŒhrt das Wachstum zu einer Steigerung von Neuronen. Hierdurch kann sich wesentlich besser an Stresssituationen angepasst werden. Auch die kognitive DenkfĂ€higkeit wird erhöht.

Regulation der Neurotransmitter

Nootropiks können Neurotransmitter regulieren. Sie können also die Stimmung im Hirn maßgeblich beeinflussen. Hierunter fallen Chemikalien wie Dopamin, Acetylcholin, GABA, Serotonin, Glutamat, Gapa und Adrenalin.

Patienten fĂŒhlen sich durch die Einnahme entspannter, können sich besser konzentrieren und sind weniger gestresst. Außerdem können Nootropiks die AusschĂŒttung von Serotonin erhöhen. Das verbessert nicht nur die Stimmung, auch die SchlafqualitĂ€t wird positiv beeinflusst. Zudem werden Stresshormone, wie Cortisol, durch die Einnahme reduziert.

Neuroprotektion

Nootropiks haben neuroprotektive Vorteile. Dass bedeutet, sie schĂŒtzen das Hirn vor frĂŒhzeitiger Alterung. So wir das Hirn auch in zunehmendem Alter gesund gehalten. Ältere Patienten, mit leichten HirnschĂ€den, konnten durch die Einnahme von Ashwagandha, den Prozess der Informationsgewinnung, deutlich verbessern.

Positiver Einfluss auf den Blutfluss

Auch der Blutfluss, im gesamten Gehirn kann sich verbessern. Sauerstoff und andere wichtige NĂ€hrstoffe können besser in das Hirn transportiert werden. Das beugt geistiger ErmĂŒdung und anderen Krankheiten vor.

Vor allem Ginseng kann die Blutzirkulation, laut Studien, im Hirn deutlich verbessern. Das liegt daran, dass die Stickstoffmonoxidwerte im Blut erhöht werden können. Das dehnt die BlutgefĂ€ĂŸe, sodass Blut besser fließen kann.

EntzĂŒndungshemmende Wirkstoffe

Nootropika sind voller Antioxidantien. Diese können EntzĂŒndungen im Hirn reduzieren. Vor allem Ginkgo Biloba kann EntzĂŒndungen in Bereichen des Hirns reduzieren, die fĂŒr GedĂ€chtnis und Lernen zustĂ€ndig sind.

Positiven Einfluss auf die Stimmung

Nootropiks verbessern unter anderem die kognitiven Funktionen. Hierdurch lĂ€sst sich die Stimmung verbessern und auch Ängste reduzieren. Eine verminderte Angst fĂŒhrt zu besseren Testergebnissen im Kurz- und LangzeitgedĂ€chtnis.

Positiven Einfluss auf MĂŒdigkeit

Nootropika können bestimmte Rezeptoren im Hirn blockieren und wirken hierdurch gegen MĂŒdigkeit. Dass fĂŒhrt zu einer Steigerung der Arbeitsleistung.

Verbesserte Argumentation und KreativitÀt

Ein Teil der Nootropika verbessert das Denken und die KreativitÀt im Allgemeinen.

Allerdings können bisher noch zu wenige Aussagen ĂŒber die Langzeitwirkung getĂ€tigt werden. Das liegt schlichtweg an einem Mangel an Studienergebnissen.

Wirkung

Welche Wirkung versprechen Nootropika?

Man unterscheidet unterschiedliche Arten von GehirnverstĂ€rkern. Einmal gibt es natĂŒrliche PrĂ€parate wie Ginkgo Biloba, Kreatin oder Phenibut und kĂŒnstliche Wirkstoffe, welche verschreibungspflichtig sind. Hierzu zĂ€hlen beispielsweise PrĂ€parate wie Adderall oder rezeptfreie PrĂ€parate wie Noopept.

Nootropiks haben zum Ziel die Neuronen im Gehirn ausreichend vor Giftstoffen zu schĂŒtzen. Durch Giftstoffe können Neuronen altern und geschĂ€digt werden. Neuronen haben eine stimulierende Funktion und können den Blut- und Sauerstofffluss erhöhen.

Hierdurch verbessern sich die Aufmerksamkeit und andere kognitive Funktionen.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Nootropika auftreten?

Gerade stimulierende Nootropika, wie Kaffee oder grĂŒner Tee, können bei Überdosierung zu Herzrasen und Kreislaufproblemen fĂŒhren. Auch Bluthochdruck ist keine Seltenheit.

Wer das natĂŒrliche Nootropikum Vitamin D substituiert, sollte darauf achten, sich an die empfohlene Dosis zu halten. Das Medikament ist fettlöslich und kann nicht ĂŒber den Urin ausgeschieden werden.

Alle anderen synthetischen PrĂ€parate, sollten stets nach Packungsbeilage eingenommen werden. Eine Überdosierung kann zu Herzrasen, Übelkeit und Panikattacken fĂŒhren. Besprechen Sie die Einnahme synthetischer Produkte in jedem Fall mit Ihrem Arzt. Einzelne Medikamente sind verschreibungspflichtig.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Nootropika, bis sich erste Erfolge einstellen?

Die Anwendungsdauer ist abhĂ€ngig von dem jeweiligen PrĂ€parat. Die meisten PrĂ€parate verfĂŒgen ĂŒber eine sofortige Wirkung, nach einer halbstĂŒndigen Einwirkzeit. Je nachdem, ob das Medikament fett- oder wasserlöslich ist, unterscheiden sich die empfohlenen Dosen und Einwirkzeiten deutlich.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Nootropika ?

Woher das Nootropikum stammt, ist davon abhĂ€ngig, ob es sich um ein natĂŒrliches oder medizinisches PrĂ€parat handelt. Folgend gehen wir genauer auf die Herkunft der natĂŒrlichen Nootropika ein.

Ginkgo Biloba

Ginkgo Biloba wird aus dem Ginkgo Baum gewonnen. UrsprĂŒnglich stammt der Baum aus China, wird aber heute europaweit angebaut. Vor allem in Ostasien wird der Baum auch als Tempelbaum verwendet. Die essbaren Samen gelten hier als besonders beliebt.

Ashwagandha

Ashwagandha wird als indischer Ginseng bezeichnet. Dabei handelt es sich um ein exotisches, indisches Kraut, das hÀufig in der ayurvedischen Medizin Einsatz findet.

Rosenwurz – Rhodiola Rosea

Rosenwurz zÀhlt zu der Familie der DickblattgewÀchse. Der Wurzelextrakt verspricht eine besonders gesundheitsfördernde Wirkung. Rosenwurz wÀchst auf feuchten Böden in der gesamten Fjellregion. Auch auf Moorböden ist Rosenwurz hÀufig zu finden.

Vitamin D

Vitamin D ist das natĂŒrlichste Nootropikum ĂŒberhaupt und wird durch die Sonne produziert. Ein Mangel entsteht meist im Winter und kann zu Depressionen fĂŒhren.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Nootropika aus?

Auch das Ausgangsprodukt unterscheidet sich danach, ob es sich um medizinisches oder pflanzliches NahrungsergĂ€nzungsmittel handelt. NatĂŒrliche PrĂ€parate werden meist aus Ashwaganda, Rosenwurz und dem Ginkgo produziert. Auch Vitamin D zĂ€hlt als natĂŒrliches Nootropikum.

Trivialnamen

Unter welchen Bezeichnungen ist Nootropika noch bekannt?

Basiert das PrÀparat auf pflanzlicher Basis, ist Nootropika auch unter Ashwaghanda, Rosenwurz und Ginkgo bekannt. Synthetische PrÀparate werden meist als Racetame bezeichnet.

Darunter fallen beispielsweise Noopept oder Piracetam. Ein weiteres natĂŒrliches Produkt ist Cholin, was hĂ€ufig mit anderen NahrungsergĂ€nzungsmitteln kombiniert wird.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Nootropika enthalten?

Die Inhaltsstoffe variieren, je nach Produkt stark. Chemische Mittel wie Noopept bestehen beispielsweise aus den AminosĂ€uren Glycin und Prolin. Außerdem enthalten zahlreiche synthetische PrĂ€parate Serotonin und Dopamin. Die Stoffe wirken stimmungsaufhellend und bewusstseinsfördernd.

Die natĂŒrlichen PrĂ€parate, wie Ginseng und Ashwagandha, enthalten in der Regel kaum ZusĂ€tze, vor allem wenn diese in Pulverform eingenommen werden.

Ähnliche Superfoods

Gibt es Àhnliche Superfoods, die wirken wie Nootropika?

Es gibt zahlreiche natĂŒrliche Nootropika, welche eine Ă€hnliche Wirkung wie synthetische PrĂ€parate versprechen.

B-Vitamine

Es gibt auch zahlreiche natĂŒrliche Vitamine, welche die GedĂ€chtnisfĂ€higkeit und Konzentration steigern. Hierzu zĂ€hlen beispielsweise die B-Vitamine. B-Vitamine sind fĂŒr den Gehirnstoffwechsel essenziell, weil sie eine beruhigende und ausgleichende Funktion ĂŒbernehmen.

Vitamin D

Ein weiteres natĂŒrliches Nootropikum ist Vitamin D, welches auch als Sonnenvitamin bezeichnet wird. Es ist unter anderem fĂŒr die Bildung von Serotonin zustĂ€ndig.

Stimulierende Nootropika

Daneben gibt es noch stimulierende Nootropika, welche sich ebenfalls positiv auf die GedĂ€chtnisfĂ€higkeit auswirken.Hierzu zĂ€hlt beispielsweise Kaffee. Stimulanzien wirken aber nur auf kurze Zeit und gehen meist mit Nebenwirkungen einher. Sie sind demnach kein adĂ€quater Ersatz fĂŒr tatsĂ€chliche Nootropika. Auch Guarana und grĂŒner Tee zĂ€hlen zu den stimulierenden Nootropika.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Nootropika am Markt zu kaufen?

Synthetische PrĂ€parate sind meist in Tablettenform auf dem Markt erhĂ€ltlich. NatĂŒrliche Mittel, wie Ginseng oder Ashwaghanda, werden hingegen hĂ€ufig in Pulverform angeboten. Das Pulver ist besonders beliebt, da es in GetrĂ€nke eingerĂŒhrt werden kann und der eigentliche Geschmack weitestgehend verloren geht.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Nootropika als NEM?

Die Dosierung hĂ€ngt stets von der Halbwertszeit der NahrungsergĂ€nzungsmittel ab. Wenn die Halbwertszeit besonders lange ist, können zwei große Dosen ĂŒber den Tag verteilt eingenommen werden.

Nootropika mit kurzer Halbwertszeit, wie zum Beispiel Aniracetam haben eine Wirkung von zwei Stunden. Hier empfiehlt es sich, mehrmals tÀglich, mehrere kleine Dosen einzunehmen.

Es ist durchaus ratsam, zunÀchst mit einer kleinen Dosis zu beginnen und diese zu erhöhen. So kann ausgeschlossen werden, dass Nebenwirkungen entstehen. Folgend gehen wir auf unterschiedliche Dosierung jeweiliger PrÀparate ein.

Piracetam

Piracetam wird in Mengen zwischen 400 und 800 Milligramm angeboten. Um positive Effekte zu erzielen, wird eine Mindestmenge von 4 Gramm tÀglich empfohlen. Nur so lassen sich alle Vorteile nutzen. Die typische Dosierung reicht von 2 bis 4,8 Gramm tÀglich. Diese sollte zwei bis drei Mal tÀglich eingenommen werden.

Aniracetam

Aniracetam ist konzentriert und kann in kleinen Mengen verwendet werden. Die empfohlene Dosis liegt zwischen 1 und 2 Gramm tÀglich. Das Medikament ist fettlöslich und hat demnach eine kurze Wirkungszeit.

Wer keine positive Wirkung verspĂŒrt, sollte das PrĂ€parat alle zwei Stunden in einer 1-Gramm-Dosis zu sich nehmen.

Cholin

Meist wird das Notropikum der Wahl mit Cholin-PrÀparaten kombiniert. Beliebte Cholin-PrÀparate sind beispielsweise Alpha GPC und Citicoline. Die PrÀparate sind in den Dosierungen zwischen 100 und 500 Milligramm vertreten. Die Dosierung von Cholin richtet sich stets nach der Menge der kombinierten NahrungsergÀnzungsmittel.

Gibt es beim Kauf von Nootropika etwas zu beachten?

Es stellt sich vorab die Frage, ob ein natĂŒrliches oder synthetisches PrĂ€parat benötigt wird. NatĂŒrliche PrĂ€parate gehen meist mit weniger Nebenwirkungen einher, versprechen aber teilweise eine geringere Wirkung.

NatĂŒrliche PrĂ€parate wie Ashwaghanda werden fĂŒr gewöhnlich in Pulverform verĂ€ußert. Hier empfiehlt es sich, auf eine hohe BioverfĂŒgbarkeit zu achten.

Des Weiteren sollte das Produkt frei von Schadstoffen sein. Bei synthetischen PrĂ€paraten darf stets auf die Inhaltsstoffe geachtet werden. Vor allem Menschen mit NahrungsmittelunvertrĂ€glichkeiten und Allergien mĂŒssen ein besonderes Augenmerk darauf legen.

Fazit: Nootropics haben einen bedeutenden Effekt auf die LeistungsfĂ€higkeit unseres Gehirns. Die Konzentration und MerkfĂ€higkeit, bei kontinuierlicher Einnahme, wird maßgeblich gesteigert. Auf dem Markt sind natĂŒrliche und synthetische PrĂ€parate vorhanden. Welches Produkt am wirksamsten ist, muss jeder individuell entscheiden. Auch stimulierende Nootropics, wie Guarana und Koffein, können eine kurzzeitige Leistungssteigerung versprechen.

Wer schreibt hier eigentlich?

Sabrina Laidner
  • Expertin fĂŒr Ayurveda empfiehlt

Passende BeitrÀge aus unserem Magazin

Superfoods
Muira Puama

Muira puama das Holz aus dem die TrĂ€ume sind? Bomba Bahiana ist ein Vitamindrink den sie in Brasilien an Ecke …

mehr lesen
Superfood Liste

Über 250 Superfoods!

Superfoods Kategorien
Quellen zu diesem Beitrag
  • Quelle 1
  • Quelle 2