Die Einnahme von Nahrungseränzung ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

Heilpflanze

Löwenzahnpulver

Autor

Hilde Sonntag
Expertin für Heilkräuter
Löwenzahnpulver

enthaltene
Wirkstoffe

zu behandelnde
Symptome

30

recherchierte
Studien

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Wirkstoffe

behandelnde
Symptome

zu behandelnde
Symptome

30

recherchierte
Studien

Was ist Löwenzahnpulver?

öwenzahnpulver wird aus den Blüten, Blättern und der Wurzel der Pflanze gewonnen. Nach schonender Trocknung der Pflanzenteile werden diese pulverisiert und zu verschiedenen Produkten verarbeitet.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Löwenzahnpulver einnehmen?

Durch sein breites Spektrum an Inhaltsstoffen, kann das Extrakt bei einer Vielzahl von Erkrankungen eingesetzt werden.

Durch seine blutreinigenden und harntreibenden Eigenschaften eignet es sich zur Linderung von Rheuma und Gicht. Auch ist es ein gutes pflanzliches Mittel bei Blasenentzündung zur Ausschwemmung von Bakterien. Zudem findet es Anwendung um Gallen-, Blasen und Nierensteinen vorzubeugen.

Das flüssige Extrakt aus der Löwenzahnwurzel und der alkoholische Extrakt aus der Pflanze senkt den Blutzuckerspiegel. Es eignet sich hervorragend als Kombinationspräparat bei Diabetes mellitus.

Löwenzahnpulver reinigt und entsäuert das Blut und die Lymphe. Es regt den Stoffwechsel an und entgiftet den menschlichen Organismus.

Äußerliche Anwendung des Pulvers bei Hauterkrankungen

Bei Warzen, Hühneraugen und Furunkeln wird das Präparat schon lange in der traditionellen Heilkunde verwendet.

Durch seine antientzündlichen, schmerzlindernden und feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften dient es außerdem der Behandlung von chronischen Hauterkrankungen wie Schuppenflechte, Akne und Ekzemen.

Außerdem wird Löwenzahnpulver bei Erkrankungen des Bewegungsapparates eingesetzt. Durch seine schmerzlindernden und stoffwechselanregenden Eigenschaften wird er zur Behandlung von Fibromyalgie, Arthrose, Schmerzen in Muskeln und Sehnen, sowie bei Gicht und Rheuma angewendet.

Löwenzahn für den Magen-Darm-Trakt

Löwenzahnpulver regt die Verdauung an, sodass eine raschere und effektivere Aufnahme der Nährstoffe durch die Darmflora erfolgen kann.

Es eignet sich daher bei Verdauungsbeschwerden wie Verstopfung, Blähungen und Völlegefühl.

Die appetithemmende Wirkung des Löwenzahnpulvers dient zur Unterstützung bei Diäten.

Das Präparat entschlackt und reinigt den Darm. So kann das Extrakt, beispielsweise nach einer Antibiotikatherapie, wieder zu einer stabilen Darmflora verhelfen.

Durch die Senkung der Blutfettwerte wie Cholesterin und Triglyceriden nimmt die Substanz positiven Einfluss auf das Gefäß- und Herzkreislauf-System. Es vermindert Ablagerungen an der Gefäßwand und beugt Arteriosklerose vor. Das Risiko von Gefäßverschlüssen, Herzinfarkt oder Schlaganfall kann somit dezimiert werden.

Löwenzahnpulver in der Krebstherapie

Studien belegen, dass der im Pulver sekundär enthaltene Wirkstoff Salvestrol, Krebszellen abtötet.

So wurde im International Journal of Oncology eine Studie veröffentlicht. Es wurde festgestellt, dass das Pulver, extrahiert aus dem Löwenzahnblatt, Brustkrebs- und Prostatakrebszellen beträchtlich reduziert, beziehungsweise komplett abtötet.

Weitere Forschungen ergaben, dass Löwenzahnpulver aus der Wurzel gewonnen, gegen die Metastasierung von Krebszellen wirkt. Eine in-vitro Studie zeigte, dass Löwenzahnpulver Leukämiezellen reifen lässt. Das bedeutet, dass aus unreifen Krebszellen gesunde Zellen heranwachsen.

Außerdem regt Löwenzahnextrakt das im menschlichen Körper befindliche Enzym Caspase an. Es lässt Leukämiezellen absterben, hat aber keinen Einfluss auf gesunde Zellen.

Auch wurde das Löwenzahnwurzelextrakt in Bezug auf bösartige Tumoren im Magen-Darm-Trakt untersucht. Es stellte sich heraus, dass das Extrakt bei Darm- und Pankreaskrebs das Wachstum der Tumorzellen hemmt, indem es die Mitochondrien abtötet.

Bei Hautkrebs(Melanom) konnte Löwenzahnwurzelpulver in Kombination mit dem Antitype-II-Diabetikum Metformin kombiniert den Stoffwechsel der Zelle stören, so dass diese zerstört wurde.

Ebenso war ein selektives Absterben aggressiver und resistenter Lungenkrebszellen zu beobachten.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Löwenzahnpulver?

Das natürliche Heilmittel zeichnet sich durch seine harntreibenden und krampflösenden Eigenschaften aus. Es wirkt Entzündungen entgegen und regt den Stoffwechsel an. Außerdem tötet das Präparat Bakterien und Pilze ab. In der Tumortherapie ist es ein effektives Mittel zum Abtöten bösartiger Zellen.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Löwenzahnpulver auftreten?

n richtiger Dosierung ist Löwenzahnpulver gut verträglich.

Bei empfindlichen Magen kann es in Einfällen zu Reizungen der Magenschleimhaut kommen. Menschen mit einer Allergie auf Korbblütler wie Beifuß oder Kamille, sollten das Präparat meiden.

Bei bestimmten Erkrankungen des Verdauungstraktes wie Darmverschluss, Entzündungen der Gallenblase, Gallenblasenempyem oder Gallensteinen, sollte die Substanz nur in Rücksprache mit einem Arzt konsumiert werden.

Zudem beeinträchtigt Löwenzahnpulver die Wirkung von Ciprofloxacin.

Schwangerschaft, Stillzeit und Kinder

Das Extrakt ist für schwangere und stillende Mütter in richtiger Dosierung unbedenklich. Bei Kindern sollte es aufgrund der enthaltenen Bitterstoffe nicht angewendet werden.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Löwenzahnpulver, bis sich erste Erfolge einstellen?

Bereits bei Beginn der Einnahme des Pulvers wirken sich seine wertvollen Inhaltsstoffe positiv auf den Körper aus. Wichtig ist die regelmäßige Einnahme, damit die Substanz im Blutkreislauf ihr volles Wirkungsspektrum entfalten kann.

Die Einnahme von Löwenzahnpulver erfolgt 3xtäglich, 30 Minuten vor den Mahlzeiten über einen Zeitraum von 1 Monat.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Löwenzahnpulver ?

Löwenzahn stammt vermutlich aus Zentralasien und breitete sich von dort bis nach Europa aus. Heute ist die robuste Pflanze weltweit anzutreffen.

Wild wachsend kann man den Löwenzahn fast überall finden. Er wächst sowohl in ländlichen Gebieten als auch in den Gebirgsregionen.

Der kommerzielle Anbau von Löwenzahn erfolgt auf Feldern in Belgien, Italien, der Schweiz und Frankreich. In Deutschland wird er im Saarland und in der Pfalz angebaut.

Er liebt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Besonders gut gedeiht er auf nährstoffreichen und humusreichen Böden mit guter Wasserdrainage.

Die Aussaat von Löwenzahn erfolgt vorzugsweise im Frühjahr. Löwenzahn zählt zu den Pflanzen der Lichtkeimer und sollte deshalb oberflächlich(maximal 1cm tief) ausgesät werden.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Löwenzahnpulver aus?

Der gewöhnliche Löwenzahn(Taraxacum officinale) gehört zur Familie der Korbblütler. Verwandt ist die Pflanze mit den Cichorien.

Der Löwenzahn ist eine mehrjährige Nutz- und Heilpflanze mit starken Pfahlwurzeln. Je nach Bodenqualität und Standort wird er zwischen 15 und 45cm hoch.

Er besitzt dunkel- bis hellgrüne, gezackte Blätter. In den Gefäßen der Blätter und im Stängel befindet sich eine milchige Flüssigkeit mit bitteren Geschmack. Diese schützt die Pflanze vor Krankheiten und Wildfraß.

Die Blüten des Löwenzahns sehen wie ein kleiner Blütenkorb aus, der von ca. 200 bis 300 Zungenblüten gebildet wird. Die Blütezeit der Pflanze ist zwischen April bis Anfang Juli. Aus den gelben Zungenbluten bilden sich Achänenfrüchte mit ihren Samen aus. Die Samen werden mit dem Wind verbreitet. Die Früchte sehen wie ein Fallschirm aus, und da man sie leicht wegpusten kann, nennt sich der Löwenzahn auch Pusteblume.

Trivialnamen

Unter welchen Bezeichnungen ist Löwenzahnpulver noch bekannt?

Der lateinische Name des Löwenzahnes ist Taraxacum officiale. Umgangssprachlich ist er als Butter-, Kuh- oder Pusteblume bekannt.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Löwenzahnpulver enthalten?

ie wichtigsten Inhaltsstoffe sind:

– die Bitterstoffe wie Taraxacin, Eudesmolide und Sesquiterpene

– Phenolcarbonsäuren

– Triterpene

– Flavonoide

– hochdosiertes Kalium

De Weiteren enthält das Naturheilmittel Proteine, Fett, Vitamine, Inulin, Mineralstoffe(Natrium, Magnesium, Calcium, Eisen, Phosphor, Kupfer und Zink.

Die Bitterstoffe

Bitterstoffe wirken auf den menschlichen Organismus Verdauungsfördernd, entgiftend und entzündungshemmend.

Sie fördern die Gallenproduktion und aktivieren Nieren, Pankreas, Milz und die Leberfunktion. Durch das Zusammenspiel der einzelnen Organe wird der Körper entschlackt. Sie wirken Obstipation entgegen und regulieren damit das Körpergewicht.

Phenolcarbonsäuren

Phenolcarbonsäuren besitzen eine antioxtidative und anticancerogene Wirkung. Zudem zählen sie zu den pflanzlichen Antibiotika.

Die Triterpene

Terpene gehören zu den sekundären pflanzlichen Stoffen. Durch diese Substanzen wird eine Tumorhemmung erreicht, indem sie auf den Energiehaushalt dieser Zellen einwirken.

Die Flavonoide

Durch die entgiftenden und entzündungshemmenden Eigenschaften stärken sie das Immunsystem und töten Mikroorganismen ab.

Die Mineralstoffe

Kalium gehört wie Kalzium, Magnesium und Natrium zu den Elektrolyten. Sie sorgen für eine gleichmäßige Verteilung von Körperflüssigkeiten in unseren Zellen und damit für einen stabilen Blutdruck. Kalium versorgt die Muskel- und Nervenzellen mit elektrischen Impulsen. Dadurch kann einer Erkrankung wie Arthrose vorgebeugt werden. Auch dem durch Cortison entstehenden Kaliummangel kann durch die Einnahme von Löwenzahnpulver entgegengewirkt werden.

Eisen fördert die Bildung von Hämoglobin im Blut. Das Protein ist für die Sauerstoffversorgung im menschliche Körper essentiell.

Phosphor sorgt für gesunde Knochen und Zähne durch einen gesunden Energiestoffwechsel.

Kupfer ist ebenfalls blutbildend und sorgt für ein gesundes Zellwachstum.

Zink ist ein essentielles Spurenelement. Es stärkt das Immunsystem und fördert die Eiweißsynthese.

Die Vitamine

Vitamine werden für einen stabilen Stoffwechsel benötigt. Sie sorgen für den Ab- und Umbau von Kohlenhydraten, Proteinen und Mineralstoffen. Außerdem benötigt sie der menschliche Körper zur Energiegewinnung.

Das Fructan Inulin

Inulin dient bei der Therapie von Diabetes mellitus als Kohlehydratersatz. Das Polysaccharid nimmt keinen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel. Es fördert das Wachstum der gesunden Darmbakterien und somit die Verdauung. Als Nahrungsergänzungsmittel wird es zum Abnehmen eingesetzt.

Ähnliche Superfoods

Gibt es ähnliche Superfoods, die wirken wie Löwenzahnpulver?

Ähnliche Eigenschaften wie Löwenzahn haben die Engelwurz, Scharfgarbe, Wegwarte, der Wermut und Ingwer.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Löwenzahnpulver am Markt zu kaufen?

Zur inneren Anwendung steht das Produkt in Form von Kapseln, Tabletten, Dragees, Saft und Tinkturen zur Verfügung.

Zur äußeren Behandlung werden Aufgüsse, Tinkturen, Salben und Lotionen angewandt.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Löwenzahnpulver als NEM?

Bei Aufgüssen beträgt die Dosierung 1 EL Pulver auf eine Tasse Wasser.

In Form von Tinkturen werden 3x täglich 10-15 Tropfen eingenommen.

Bei der Zubereitung von Tee wird 1-3g der Substanz in kalten Wasser angesetzt und aufgekocht. Anschließend sollte der Tee 10 Minuten ziehen und durch ein Teesieb gestrichen werden. Die Tagesdosis beträgt 2x täglich eine Tasse Tee.

Bei Kapseln, Dragees und Tabletten werden 3x täglich 2 Stück mit einem Glas Wasser eingenommen.

50ml Löwenzahnsaft wird 2-3x täglich unverdünnt und vor den Mahlzeiten eingenommen. Der maximale Zeitraum der Einnahme beträgt 2 Wochen.

Wird Löwenzahnpulver direkt in Speisen wie Müsli oder Joghurt eingerührt, beträgt die Dosis ebenfalls 1EL des Pulvers.

Die äußere Anwendung von Löwenzahnextrakt kann durch das Auftragen von Salben und Lotionen erfolgen. Die Präparate werden gleichmäßig auf die zu behandelnden Hautstellen aufgetragen und mit einer Kompresse abgedeckt. Das Ganze wird mit einer Mullbinde fixiert und sollte über mehrere Stunden(am besten über Nacht)einwirken.

Dosierung von Löwenzahnpulver bei Tieren

Das Extrakt hat sich auch bei Haustieren zur Therapie bei Verdauungsbeschwerden manifestiert.

Kleintiere wie Hamster, Meerschweinchen und Kaninchen benötigen nur wenige Milligramm Pulver.

Hund und Katzen werden einige Gramm verabreicht, wobei bei Pferden bis zu 25 mg benötigt werden.

Lagerung von Löwenzahlpulver

Löwenzahnpulver ist kühl und trocken zu lagern.

Gibt es beim Kauf von Löwenzahnpulver etwas zu beachten?

Beim Kauf des Produktes ist auf die Namensbezeichnung Taraxacum officinale zu achten.

Es gibt unterschiedliche Sorten von Löwenzahnpräparaten zu kaufen, allerdings mit abgeschwächten oder anderem Wirkungsspektrum.

Zudem wird zwischen losen Pulver und Pulver in Kapselform unterschieden. Beide dienen als Nahrungsergänzungsmittel. In Kapselform ist eine unkomplizierte Einnahme möglich.

Kriterien beim Kauf von Löwenzahnpulver sind unter anderem:

1. Das Anwendungsgebiet

In welcher Form das Pulver gekauft wird hängt davon ab, wofür es angewendet wird.

2. Welche Inhaltsstoffe sind in Kapselhüllen enthalten?

Bei veganer und vegetarischer Ernährung ist auf die Inhaltsstoffe in der Kapselhülle zu achten. Es werden auch Kapselhüllen mit tierischer Gelantine produziert. Zudem sind Kapseln auf pflanzlicher Basis glutenfrei.

3. Zusatzstoffe

Löwenzahnpulver sollte möglichst natürlich sein. Vor allem beim Kauf in Form von Kapseln ist es ratsam darauf zu achten, dass keine Zusatz und Füllstoffe enthalten sind.

4. Qualität

Es empfiehlt sich, ein in der europäischen Union hergestelltes Pulver, mit Qualitätssiegel für biologischen Anbau zu kaufen. Zusätzlich werden in der EU alle Sicherheitsstandards dieser Produkte streng kontrolliert.

Löwenzahnpulver in größeren Mengen gekauft ist meist zu einem günstigeren Preis erhältlich.

Studien zu Löwenzahnpulver

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