Was ist LavendelblĂŒten?

Lavendel ist schon seit Jahrtausenden fĂŒr seine heilenden KrĂ€fte bekannt. Selbst in der Bibel wird Lavendel in Hinsicht auf seine pflegende Wirkung erwĂ€hnt. Auch schon die Ägypter und Römer haben auf die heilenden KrĂ€fte der LavendelblĂŒten geschwört.

Lavendel ist nicht nur wegen seiner prachtvollen krĂ€ftigen Farbe und dem angenehmen und typischen Geruch eine beliebte Pflanze, sondern auch wegen seiner beruhigenden Wirkung. Auch zur Dekoration verwenden viele Leute getrocknete LavendelblĂŒten oder fĂŒr kleine DuftsĂ€ckchen, die man in den Kleiderschrank legt, damit die WĂ€sche lange schön frisch duftet.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man LavendelblĂŒten einnehmen?

Wer unter innerer Unruhe leidet, wen Schlafstörungen quĂ€len oder wer unter andauernden Magen- und Darmbeschwerden leidet, der sollte die Einnahme von Lavendel ausprobieren bevor er zu starken Medikamenten greift. Auch bei Kreislaufproblemen schafft Lavendel Abhilfe. Inzwischen haben einige Studien sogar herausgefunden, dass die beruhigende Wirkung von Lavendel Patienten bei leichten Angst- und Panikstörungen geholfen hat ein normales Leben fĂŒhren zu können. Ihm wird ebenfalls eine antibakterielle Wirkung zugeschrieben, die sich vor allem bei Hautpilzen und Nagelpilzen mittlerweile als sehr bewĂ€hrt herausgestellt hat. Auch um Schnittverletzungen schnell behandeln zu können, sollte man Lavendelcreme oder Öl zuhause haben.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht LavendelblĂŒten?

Lavendel ist vor allem bekannt fĂŒr seine beruhigende Wirkung. Bei Stress wirkt Lavendel beruhigend auf die Psyche ein. Dadurch werden Stresssymptome von emotionalen oder körperlichen Belastungen, wie innere Unruhe oder NervositĂ€t abgemildert. Auch körperliche und emotionale Folgen, die aufgrund von Stress entstehen, wie Schlafstörungen, Depressionen, MigrĂ€ne, Magenprobleme oder Erschöpfungserscheinungen, werden durch die Einnahme von LavendelblĂŒten deutlich gemindert. In vielen FĂ€llen gingen die Beschwerden der Patienten vollstĂ€ndig zurĂŒck.

Gerade heutzutage, bedingt durch zu viel Sitzen am Arbeitsplatz und fehlender Bewegung als Ausgleich, kommt es oft zu schmerzhaften Verspannungen, die zu Nackenschmerzen, RĂŒckenschmerzen oder Kopfschmerzen fĂŒhren können. Auch dort schafft Lavendel Abhilfe, indem er die Verspannungen mildert und die Schmerzen hemmt. Gerade wĂ€hrend der Menstruation leiden viele Frauen unter starken KrĂ€mpfen. Lavendel wird eine krampflösende Wirkung zugesprochen, weswegen man ihn hĂ€ufig als Bestandteil von Schmerztabletten fĂŒr Menstuationsbeschwerden findet.

In der Alternativen Medizin wird Lavendel gerne zur BekĂ€mpfung von Magen-Darm-Beschwerden genutzt. Er soll gegen BlĂ€hungen wirken, aber bei einem Reizmagen deutlich spĂŒrbare Verbesserungen bringen.

Werden LavendelblĂŒten zu Lavendelöl verarbeitet, können ihre wund-heilenden KrĂ€fte auch bei SchĂŒrfwunden und Schnittwunden eingesetzt werden. Da Lavendel eine antibakterielle Wirkung hat, kann er verhindern, dass sich offene Wunden entzĂŒnden oder die EntzĂŒndung hemmen. Auch bei Erkrankungen, die die Atemwege betreffen, hilft Lavendel fĂŒr ein besseres Durchatmen. Ob Husten, Bronchitis oder Halsschmerzen, Lavendel legt sich beruhigend und mildernd ĂŒber die Schmerzen, sodass der Körper besser zur Ruhe kommen kann, was fĂŒr eine Heilung wichtig ist. Unter den Heilpraktikern wird Lavendel gerne verwendet, um Gelenkbeschwerden oder auch Zahnschmerzen zu behandeln.

Oft werden Produkte von Lavendel auch in Insekten-abwehrenden Mitteln gefunden. Lavendel wird nachgesagt, dass er Insekten vertreiben soll. Die getrockneten LavendelblĂŒten findet man ebenfalls gerne in kleinen DuftsĂ€ckchen, die in den Kleiderschrank gelegt werden, um die WĂ€sche frisch zu halten.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von LavendelblĂŒten auftreten?

WĂ€hrend der Einnahme von Lavendel sollte man erst mit niedrigen Dosierungen beginnen, da Allergien gegen die Ă€therischen Öle der LavendelblĂŒten auftreten können. Man sollte somit bei auftretendem Juckreiz, Hautirritationen oder Ă€hnlichen Allergieerscheinungen die Einnahme oder den Auftrag absetzen und mit einem Arzt abklĂ€ren, ob es einen Zusammenhang zwischen der Einnahme von Lavendel und den Allergieerscheinungen gibt.

Außerdem sollte man keine hohen Dosen von Lavendel konsumieren, wenn lĂ€ngere Autofahrten bevorstehen. Aufgrund seiner beruhigenden und in höheren Dosierungen schlĂ€frig machenden Wirkung, verlĂ€ngert er die Reaktionszeit des Körpers, worauf Autofahrer achten sollten.

Generell gilt, dass Lavendel in sĂ€mtlichen Formen nicht bei Kleinkindern angewendet werden sollte. Es gab bereits FĂ€lle, bei denen Kleinkinder AtemlĂ€hmungen durch Lavendelöl erlitten haben. SelbstverstĂ€ndlich sind dies große AusnahmefĂ€lle, aber dennoch können sie vorkommen.

Zudem sollte Lavendelöl auf keinen Fall auf SchleimhÀute aufgetragen werden, zum Beispiel der Augenpartie, da es Àtzend und reizend wirken kann.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von LavendelblĂŒten, bis sich erste Erfolge einstellen?

Wie bei allen pflanzlichen Mitten gilt: Die Wirkung tritt nicht von heute auf morgen auf. Auch bei der Einnahme von verarbeiteten LavendelblĂŒten, egal in welcher Form sie konsumiert werden, muss eine regelmĂ€ĂŸige und dauerhafte Einnahme erfolgen, bis Verbesserungen der Beschweren eintreten. Viele Leute, die Schlafstörungen behandeln wollen berichten, dass sich bereits nach 10-14 Tagen tĂ€glicher Einnahme ihre Einschlaf- und Durchschlafstörungen verbessert haben. Nach ca. einem Monat regelmĂ€ĂŸiger Einnahme ist die Wirkung des Lavendels konstant und spĂŒrbare Linderungen von körperlichen oder psychischen Beschwerden werden vermerkt.

Bei der Verwendung von LavendelblĂŒten als Heilsalbe merkt man innerhalb von wenigen Tagen bereits eine Verbesserung von SchĂŒrf- oder Schnittwunden.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von LavendelblĂŒten ?

UrsprĂŒnglich beheimatet war der Lavendel vor allem in den Mittelmeerregionen, wie SĂŒdfrankreich, Griechenland, Italien und der AdriakĂŒste. Er ist vor allem in höher gelagerten Regionen zu finden. Gerade in Frankreich wird er in großem Umfang zum wertvollen Lavendelöl weiterverarbeitet, welches auch als Rohstoff fĂŒr die Herstellung von ParfĂŒm dient.

Lavendel kommt zwar ebenfalls in sehr vielen Teilen von Europa vor, wird aber dort eher als Zierpflanze genutzt, als fĂŒr den großförmigen Abbau zur Weiterverwendung.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von LavendelblĂŒten aus?

Die Lavendelpflanze ist ein StrauchgewĂ€chs. Ihre BlĂ€tter wirken grĂ€ulich und sind befilzt. Ein Lavendelstrauch erreicht Wuchshöhen von bis zu 100cm. Seltene Pflanzen erreichen sogar eine GrĂ¶ĂŸe von bis zu 200cm. Die Lavendelpflanze blĂŒht von Juni bis August. Die Zweige des Lavendels sind stark verĂ€stet. Die Zweige stehen aufrecht. Im August erfolgt ebenfalls die Ernte. Die LavendelblĂŒten können auch schon im Juli geerntet werden. Besonders bekannt ist der Lavendel fĂŒr seine krĂ€ftig violettfarbenen BlĂŒten. Die BlĂŒten befindet sich jeweils an den Enden von den 10-15cm langen StĂ€ngeln.

Trivialnamen

Unter welchen Bezeichnungen ist LavendelblĂŒten noch bekannt?

Lavendel wird im deutschen Raum auch hĂ€ufig unter den Namen Echter Lavendel, Kleiner Speik oder Lavander gefĂŒhrt. Er wird aber auch als Narden, SpikatblĂŒte, Hirnkraut und NervenkrĂ€utlein sowie Spitznarde bezeichnet.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in LavendelblĂŒten enthalten?

Insgesamt beinhaltet eine Lavendelpflanze mehr als 2000 Wirkstoffe. Bisher ist nur eine Bruchteil davon wissenschaftlich erforscht. In dem wertvollen Lavendelöl sind bisher rund 200 Inhaltsstoffe wissenschaftlich nachgewiesen.

Zu den bedeutsamsten Inhaltsstoffen des Ă€therischen Lavendelöls zĂ€hlen das Linalool und Linalylazetat. Diese zĂ€hlen beide zu den Monoterpenen. Monoterpene wirken im menschlichen Organismus sehr schnell, weswegen sich die Wirkung des Lavendels im Körper schnell einstellt. Das Linalylazetat verleiht dem Lavendel ĂŒbrigens seinen typischen Duft und ist fĂŒr die heilende Wirkung der wichtigste Inhaltsstoff.

Ebenfalls enthÀlt Lavendel Gerbstoffe, Glykosid und Saponin.

Die Gerbstoffe sind fĂŒr die entzĂŒndungshemmende und desinfizierende Wirkung des Lavendels verantwortlich. Saponin soll das das Immunsystem stĂ€rken, sogar gegen Cholesterin und Vergiftungen helfen.

Ähnliche Superfoods

Gibt es Ă€hnliche Superfoods, die wirken wie LavendelblĂŒten?

Ginseng entfaltet ebenfalls wie Lavendel eine beruhigende Wirkung auf den Körper und die Psyche. Außerdem soll Ginseng genau wie Lavendel Schlafstörungen behandeln.

Aber auch die Zitronenmelisse ist fĂŒr ihre entspannende Wirkung bekannt. Sie soll Abhilfe bei Stress schaffen und hilft ebenfalls bei Schlafproblemen.

Vor allem Àhnelt der Baldrian der Wirkung der Lavendelpflanze. Baldrian ist das wohl bekannteste pflanzliche PrÀperat, wenn es um die schnelle Linderung von Stress und Schlaflosigkeit geht. Aber auch bei Magen-Darm-Beschwerden sowie ErschöpfungszustÀnden soll Baldrian helfen.

Auch das Johanniskraut soll die gleichen Beschwerden wie der Lavendel beheben. Etwas anders als die LavendelblĂŒten hat das Johanniskraut aber keine beruhigende Wirkung, sondern wirkt stimmungsaufhellend und behebt somit ebenfalls Stress- und AngstzustĂ€nde, die Schlafstörungen oder Schmerzen auslösen können.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es LavendelblĂŒten am Markt zu kaufen?

Die wohl bekannteste Form der LavendelblĂŒten ist das Lavendelöl, welches aus den BlĂŒten gewonnen wird. Das Öl dient zum Auftragen auf die Haut, damit sich der beruhigende Duft schön entfaltet, oder auch als Massageöl. Lavendel wird aber auch gerne zu Cremes, BadezusĂ€tzen oder Hygieneprodukten wie Seife verarbeitet.

Ebenfalls gibt es Lavendel in Kapselform zum Schlucken, damit die Wirkung von Innen heraus in Kraft tritt. Lavendel gibt es aber auch als Lutschtabletten, die vor allem einen entzĂŒndungshemmende Wirkung im Hals haben. Es gibt aber auch Lavendeltees, die ebenfalls eine beruhigende Wirkung haben und vor dem Schlafengehen verzehrt werden.

Gerne werden die getrockneten LavendelblĂŒten aber auch in DuftsĂ€ckchen eingefĂŒllt, damit die WĂ€sche im Kleiderschrank lĂ€nger frisch bleibt.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von LavendelblĂŒten als NEM?

Von dem Ă€therischen Lavendelöl sollten tĂ€glich nicht mehr als etwa 4 Tropfen, was ungefĂ€hr 80mg entspricht, eingenommen werden. Bei LavendelblĂŒten, die als Tee getrunken werden wollen, sollte man nicht mehr als 2 Teelöffel pro Tasse verwenden.

GrundsÀtzlich lÀsst sich sagen, dass die Einnahmemenge vom der jeweiligen Einnahmeform abhÀngig ist und es auf das hergestellte PrÀperat ankommt. In vielen Kapseln ist bereits eine hochdosierte Menge vom Lavendel enthalten, sodass eine einzige Kapsel am Tag die benötigte Versorgung schon abdeckt, um den Beschwerden Abhilfe zu schaffen.

Gibt es beim Kauf von LavendelblĂŒten etwas zu beachten?

Wer regelmĂ€ĂŸig Medikamente zu sich nimmt, sollte vor der Einnahme von Lavendel, diese unbedingt mit seinem Arzt besprechen, damit es zu keinen unerwĂŒnschten Wechselwirkungen oder sogar Wirkungsherabsetzungen kommt. Bisher sind keine offiziellen Wechselwirkungen bekannt, allerdings sollte man lieber auf Nummer sicher gehen und die Einnahme Ă€rztlich abklĂ€ren lassen.

Zu beachten ist ebenfalls, dass das Lavendelöl des Speik- und Schopflavendels in hohen Dosierungen eine giftige Wirkung entfalten kann. Auch generell kann Lavendel beim Verzehr von großen Mengen zu Magenschmerzen fĂŒhren, weshalb man die empfohlene Dosierung niemals ĂŒberschreiten sollte.

Bevor man Lavendel zu sich nimmt wird es geraten einen Allergietest durchzufĂŒhren. Diesen Test kann man ganz problemlos selbst durchfĂŒhren. Dazu gibt man eine kleine Menge vom Lavendelöl auf ein Wattepad und klebt dieses mit einem Pflaster an der Innenseite eines Armes fest. Wenn nach 24 Stunden keine Reaktionen auftreten, wie gerötete oder juckende Haut, dann kann man das Lavendelöl ohne Probleme verwenden und nutzen. Wichtig ist, dass das Lavendelöl nicht in Kontakt mit den SchleimhĂ€uten gerĂ€t, da es dort zu Reizungen und VerĂ€tzungen fĂŒhren kann, die anschließend Ă€rztlich behandelt werden mĂŒssen.

Bei Kindern, insbesondere sehr kleinen, sollte komplett auf eine Verwendung von jeweiligen Lavendelprodukten unterlassen werden, da es in seltenen FÀllen bereits zu starken allergischen Reaktionen und AtemstillstÀnden kam.

Unsere Produkt-Empfehlung fĂŒr LavendelblĂŒten
Hilde Sonntag
  • Expertin fĂŒr HeilkrĂ€uter empfiehlt

Passende BeitrÀge aus unserem Magazin

Heilpflanzen
Knoblauchsrauke

Bei der Knoblauchsrauke handelt es sich um eine Pflanzenart aus der Familie der KreuzblĂŒtler, die in Europa weit verbreitet ist. …

mehr lesen
Superfood Liste

Über 250 Superfoods!

Superfoods Kategorien
Quellen zu diesem Beitrag
  • Quelle 1
  • Quelle 2