Die Einnahme von Nahrungseränzung ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

Wirkstoff

Honokiol

Autor

Peter Erwin
Chefredakteur Nährstoffe

enthaltene
Wirkstoffe

zu behandelnde
Symptome

recherchierte
Studien

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Symptome

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Was ist Honokiol?

Honokiol ist ein aromatischer sekundärer Pflanzenstoff, der aus der Rinde, den Samen und auch den Blättern des Magnoloienbaumes gewonnen wird. Bereits seit über 2000 Jahren wird dieser pflanzliche Wirkstoff in der chinesischen Medizin zur Behandlung unterschiedlicher Symptome und Krankheiten eingesetzt. Auch in unserer modernen westlichen Medizin findet der Wirkstoff vermehrt Einzug bei der Behandlung diverser Leiden. Doch nicht nur in der Medizin wird von dem Wirkstoff de Honokiols profitiert, auch in der Kosmetik macht man sich die wirkungsvollen Effekte des Magnolienextrakts zu nutzen.

Diverse Studien haben belegt, dass es sich bei Honokiol um eine pleiotrope Verbindung handelt. Was das bedeutet? Dass dieser sekundäre Pflanzenstoff in unterschiedlicher Form Wirkungen auf unseren Körper, Organismus und damit auf unsere Gesundheit nehmen kann. Es bedeutet ebenfalls, dass Honokiol sowohl oral, parenteral (Injektion) als auch topisch (äußerliche Anwendung auf der Haut) seine Wirkung entfalten kann. Dieser Vielfältigkeit an Einsatzmöglichkeiten ist es zu schulden, dass Honokiol ein großes Potential zur Behandlung von Erkrankungen des Magen-Darm-Systems, des zentralen Nervensystems und auch des Herz-Kreislauf-Systems nachgesagt werden. Denn es wirkt antioxidativ, entzündungshemmend und soll sogar Effekte auf die Tumorentwicklung und -entstehung haben.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Honokiol einnehmen?

In der traditionellen chinesischen Medizin werden Präparate mit Honokiol vornehmlich zur Behandlung von Angstzuständen und affektiven Störungen verwendet. Ebenfalls kommt es als Analgetikum, also als schmerzstillendes Mittel, zum Einsatz. Hinzu kommt die Bekämpfung von leichtem Schnupfen und Verkühlung sowie leichtem Kopfschmerzen durch Honokiol. Immerhin wird diesem nachgesagt, dass es die Zirkulation unseres Blutes verbessere. Selbst Schmerzen im Unterleib und Magen kann mit Honokiol Abhilfe geschaffen werden.

Im Westen findet sich dieser pflanzliche Wirkstoff vornehmlich in Kosmetika, denn der positive Effekt der antibakteriellen und antiinflammatorischen Wirkung des Magnolienextrakts auf unsere Haut ist durch zahlreiche Studien belegt. Hautschäden, die durch eine zu intensive UV-Strahlung entstehen und zu verfrühter Hautalterung führen, können durch Honokiol aufgehoben werden. Ebenfalls hilft der Pflanzenstoff gegen Akne-Bakterien. Meist wird er hier als Creme oder Salbe topisch aufgetragen.

Als Mittel zur Bekämpfung von Anspannungen, Stress und Angstzuständen hilft die Einnahme von Kapseln. Ein netter Nebeneffekt ist dabei, dass man durch die Einahme der Honokiol-Kapsel nicht mit Schläfrigkeit, Müdigkeit oder einen potentiellen Abhängigkeit zu rechnen hat.

Da sich der sekundäre Pflanzenstoff als äußerst aromatisch und duftend erwiesen hat, wird seit jeher mit einem Aufguss aus Blüten, Rinde und Samen des Magnolienbaumes ein Tee aufgebrüht, der gegen Mundgeruch hilft. Außerdem hilft das Gurgeln mit diesem Tee bei Halsschmerzen.

Auch wenn dem Honokiol zahlreiche weitere Wirkungsweisen auf unseren Körper nachgesagt werden, so befindet sich die westliche Forschung noch am Anfang diesen pflanzlichen Wirkstoff zu erkunden. Im asiatischen Raum wird viel mit diversen Extrakten des Magnolienbaumes im medizinischen Bereich gearbeitet. Doch Extrakte aus der Blüte weisen z.B. einen anderen prozentualen Gehalt von Honokiol auf als die Rinde. Auch die jeweilige Zubereitungsform spielt eine zentrale Rolle, damit der Wirkstoff gesundheitsförderlich genutzt werden kann. Hier wissen unsere Mediziner und Wissenschaftler einfach zu wenig.

Daher beschränkt sich die gefahrlose und für uns förderliche Nutzung von Präparaten auf die Behandlung von 1) Angstzuständen, 2) zur Reinigung und Regenerierung der Haut sowie 3) bei Mundgeruch und Zahnschmerzen.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Honokiol?

Hier ist gleich zu Beginn eine wichtige Unterscheidung zu treffen … und zwar wird der Wirkstoff oral als Kapsel eingenommen, als Creme oder Salbe auf die Haut aufgetragen oder in Form von Tee zum Gurgeln des Mund- und Rachenraumes verwendet?. Denn davon ist auch seine Wirkungsweise abhängig.

Beginnen wir mit der Wirkungsweise von Salben und Cremes, extrahiert aus der Magnolienrinde: Wird unsere Haut angegriffen oder ist durch Entzündungen oder Schwellungen geschwächt, hilft die heilende Wirkung des Honokiols diese Beschwerden aktiv zu bekämpfen. Ebenfalls hat es einen reinigenden Effekt, denn Honokiol wirkt antibakteriell, sodass Bakterien absterben. Dies wiederum führt dazu, dass besonders Akne in seiner Entstehung eingedämmt wird. Dies alles schafft das Honokiol dadurch, dass es sogenannte freie Radikale neutralisiert und beschädigte Hautzellen in ihrer Regeneration unterstützt. Der Effekt für unsere Haut? Ein gesunder, strahlender Teint, bei dem unsere Haut schön straff und prall aussieht und auch ist.

Nimmt man es als Kapsel ein, um Stress, Anspannungen und auch Angstzustände zu reduzieren, so wirkt das Honokiol positiv auf unsere Neurotransmitter im Gehirn. So können unsere Gehirnfunktionen geschützt, normalisiert und auch moduliert werden. Beengende Angstgefühle werden abgeschwächt, ohne dass man müde oder träge wird. Das Honokiol setzt also genau da an, wo es soll … nicht mehr und nicht weniger.

Als Tee aufgegossen ist Honokiol selten in reiner Form erhält. Vielmehr ist er ein Bestandteil einer Teemischung. Das starke Aroma der getrockneten Rinde des Magnolienbaumes gibt uns einen frischen Atem, während der im Honokiol enthaltene antibakterielle Wirkstoff dafür Sorge trägt, dass Keime und Bakterien im Mund- und Rachenraum abgetötet werden. So schützen wir zum einen unsere Zähne vor Karies, als auch bereits vorhandene Entzündungen am Zahnfleisch oder im Rachenraum in ihrer Heilung bekräftigt werden.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Honokiol auftreten?

Bedenken wir, dass Extrakte aus der Rinde, den Samen und der Blüte des Magnolienbaumes bereits seit mehr als 2000 Jahren in der chinesischen Medizin zum Einsatz kommen, so wundert es nicht, dass Honokiol ein sehr kleines Nebenwirkungsprofil aufweist. Der Wirkstoff scheint sehr gut verträglich zu sein. Entgegen vieler anderer Antidepressive z.B. wirkt Honokiol nicht abhängigkeitsförderlich. Es reduziert lediglich Gefühle der Angst.

Allerdings haben Studien an Ratten gezeigt, dass eine zu hohe Konzentration des Honokiols statt förderliche eher toxische Wirkung haben kann. Dies aber auch nur dann, wenn der Wirkstoff intravenös gespritzt wird.

Dennoch ist zu raten, dass eine Verwendung des Magnolienextrakts – als Tee, Kapsel oder auch Salbe – immer im Vorfeld mit einem behandelten Arzt zu besprechen ist. Denn Vorsicht ist besser als Nachsicht … und so gut ist der Wirkstoff immerhin auch noch nicht erforscht.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Honokiol, bis sich erste Erfolge einstellen?

Generell ist davon auszugehen, dass sich der Wirkstoff unmittelbar entfaltet, sobald er in Form von Tee, Kapsel oder Salbe verwendet wird. Daraus ableitend ist auch mit einem unmittelbaren Effekt zu rechnen. Angstzustände sollten sich unmittelbar nach Einnahme weniger stark spüren lassen. Zahnschmerzen sollten betäubt sein. Der Mundgeruch sollte verschwinden und auch die Haut sollte sich nach der ersten Anwendung sauberer, reiner und gesünder anfühlen. Für eine erfolgsversprechende Behandlung von Akne allerdings ist eine regelmäßigere Anwendung zu empfehlen, bis sich eine deutliche Besserung des Hautbildes feststellen lässt. Die Anwendungsdauer variiert dabei stark und ist abhängig vom jeweiligen Hautbild und der Hautempfindlichkeit.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Honokiol ?

Der Magnolienbaum ist im asiatischen wie auch nordamerikanischen Raum beheimatet. Hier wird er seit mehr als 2000 Jahren kultiviert und seine einzelnen Bestandteile als Medizin genutzt. In den Westen kam der Magnolienbaum aber erst im 18. Jahrhundert und hier auch vornehmlich nur als Ziergewächs, so wie wir den Magnolienbaum auch heute noch schätzen.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Honokiol aus?

Der Wirkstoff ist in unterschiedlicher Konzentration sowohl in den Samen, der Rinde als auch den Blüten des Magnolienbaumes vorhanden. Die größte Konzentration ist in getrockneter Rinde zu finden.

Um die Rinde zu nutzen, werden in der Regel in der Zeit von Mai bis Juni Bäume im Alter von 20 Jahren gefällt und diese in einem Erdloch legt, wo sie mit Reisstroh bedeckt werden, um so für gut 4 tage zu trocknen. Erst dann wird die Rinde abgezogen, auseinander gerollt und zum weiteren Trocknen an die Luft gelegt. Blüten und Samenkapseln werden – je nach Sorte – gepflückt und ebenfalls getrocknet.

Alle drei getrockneten Produkte werden anschlieĂźend pulverisiert und heutzutage zu Kapseln oder Salben weiter verarbeitet.

Trivialnamen

Unter welchen Namen ist Honokiol noch bekannt?

Da der Pflanzenstoff in den meisten Fällen immer mit seinem Pendant Magnolol extrahiert und verarbeitet wird, ist der gängigste Name Magnolienrindenextrakt oder einfach nur Magnolienextrakt. In der Chemie trägt der Wirkstoff die unkomplizierte Bezeichnung 3´,5-Diallyl-2,4´-biphenyldiol.

Ă„hnliche Wirkstoffe

Gibt es ähnliche Wirkstoffe, die wirken wie Honokiol?

Da das Magnolienextrakt in seiner Verwendung immer noch vornehmlich auf den asiatischen Raum beschränkt ist, gibt es auch zahlreiche Äquivalente in der westlichen Medizin und dies sowohl als reine Naturprodukte als auch als Synthetika. Eine Liste ähnlicher Wirkstoffe aufzuführen, würde die Dimensionen dieses Artikels sprengen. Dennoch seien einige in der Natur vorkommenden Heilmittel aus unserem geographischen Raum hier aufzuführen.

Gegen Zahnschmerzen und auch Entzündungen im Mund- und Rachenraum haben sich z.B. getrocknete Nelken bewährt. Gegen Angstzustände hilft Baldrian, Lavendel oder auch Johanniskraut. Gegen Aknebakterien hingegen haben sich Ringelblumen und Kamille bewährt.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Honokiol am Markt zu kaufen?

In der gängigsten Form ist das Magnolienextrakt in Form von Kapseln oder Tinkturen bei uns erhältlich. In der Regel findet man diese in gut sortierten Drogeriemärkten, Reformhäusern oder einfach beim Onlinehandel. Beim Tee muss man einfach genauer hinschauen. Denn viele Beruhigungstees enthalten einen prozentualen Anteil getrockneter Magnolienrinde.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Honokiol als NEM?

Entscheidet man sich für den Kauf von Magnolien-Kapseln oder Tinkturen, so kommt mit diesen eine Verzehrempfehlung einher. Je nach Konzeptration des Honokiols wird zu einer Einnahme von einer oder zwei Kapseln pro Tag geraten. Auch als Tee sollte manscht mehr als ein oder zwei Tassen pro Tag trinken. Das Gesicht bzw. die Haut mit einer Tinktur zu reinigen, um Aknebakterien abzutöten, wird ebenfalls ein bis zwei Mal pro Tag empfohlen.

Gibt es beim Kauf von Honokiol etwas zu beachten?

Grundsätzlich gilt, wie bei jedem anderen Präparat auch, auf die Konzentration der Wirkstoffe zu achten. Diese müssen ausgezeichnet werden und nach ihr richtet sich auch die Dosis der Einnahme. Manche Kapseln sind daher zwei Mal täglich einzunehmen, während bei einer höheren Konzentration schon eine einzige Kapsel pro Tag ausreicht.

Bezüglich des Magnolienextrakts bestimmt auch hier die Konzentration die Qualität. Allerdings ist anzumerken, dass die Komponenten sehr einfach und leicht aus der Rinde, den Samenkapseln und den Blüten zu extrahieren ist, sodass eigentlich immer eine Wirksamkeit garantiert werden kann. Dafür sorgen auch die hohen deutschen Standards, die zu erfüllen sind, bevor pflanzliche Gesundheitspräparate in den Verkauf dürfen.

Dennoch gilt eine Einnahme immer mit dem Hausarzt abzuklären.

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