Share on facebook
Facebook
Share on pinterest
Pinterest
Share on telegram
Telegram
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
Email
Share on print
Ausdrucken

Was ist BĂ€rlapp?

BĂ€rlapp ist ein Heilkraut und als alternativmedizinische Zubereitung in mehreren Formen im Handel erhĂ€ltlich. Die Sporen der Pflanze werden auch fĂŒr die Herstellung von Feuerwerk, sogenanntem Blitzpulver und auch fĂŒr das Feuerspucken benötigt. Die Verwendung von diesem Heilkraut ist sehr sagenumwoben. Es heißt, dass schon die keltischen Druiden dieses Heilkraut fĂŒr rituelle Zwecke sammelten. Allerdings brauten die Druiden darauf vermutlich keinen Zaubertrank, denn dann unter anderem Helden wie Asterix und Obelix dazu nutzten, um die Römer zu besiegen! BĂ€rlapp umfasst nicht nur eine Pflanze. Es handelt sich um eine ganze Familie von GewĂ€chsen, die um die 400 Arten umfasst. Eine der bekanntesten Arte ist der KeulenbĂ€rlapp. Der Name der Pflanze stammt im Übrigen aus der Althochdeutschen Sprache, in der „lapp“ so viel bedeutet wie Hand bzw. Pranke. Vermutlich erhielt die Pflanze entsprechend ihren Namen wegen dem Äußeren seiner BlĂ€tter, die an BĂ€renpranken erinnern. Die Gattung wurde Carl von LinnĂ© katalogisiert. Insgesamt sind heute rund 40 bzw. 60 BĂ€rlapparten bekannt. Diese Pflanzenart ist schon seit Urzeiten bekannt. Man vermutet, dass es sich um eine Urzeitpflanze handelt, die schon seit der Karbonzeit gibt, also mehr als 300 Millionen Jahre lang. Als Vorfahren der Pflanzen gelten die SchuppenbĂ€ume und die SiegelbĂ€ume.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man BĂ€rlapp einnehmen?

Der KeulenbĂ€rlapp kann bei AtemwegsentzĂŒndungen und auch bei Störungen des Leber-Galle-Systems verwendet werden. Linderung verschaffen kann das Heilkraut auch bei verschiedenen Hauterkrankungen. Und auch beim Symptom von einem „schweren GemĂŒt“ kann das Heilkraut dabei helfen diese Verstimmungen zu beheben. Aus homöopathischer Sicht gesehen ist der BĂ€rlapp ein Heilmittel, welches sich auf den gesamten Körper auswirken wird. Vor allem angewandt werden kann das Kraut auch bei chronischen Erkrankungen. Letztlich kann das Kraut den gesamten Organismus stĂ€rken und auch wieder stabilisieren. Vor allem gilt das bei Erkrankungen von Nieren und von Leber. Wunden, KrĂ€mpfe und auch rheumatische Beschwerden lassen sich mit der Hilfe von diesem Heilkraut auch lindern. Lindern lassen sich durch die homöopathische Verwendung von diesem Heilkraut auch Leberfunktionsstörungen sowie Gallen- und Nierensteinen und auch Stauungen in den Venen im Bauchraum und in den Beinen. Angewandt werden kann das Heilkraut auch bei Gicht. Verwendung findet das Heilkraut im Rahmen der Homöopathie auch bei einer Leberstauung, bei Krampfadern und bei VöllegefĂŒhl oder Appetitlosigkeit, bei Kurzatmigkeit und bei Kehlkopfreizungen und auch bei EntzĂŒndungen der Ă€ußeren Geschlechtsteile.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht BĂ€rlapp?

Allgemein werden BĂ€rlapp eine ganze Reihe von Wirkweisen zugesprochen. Hierzu gehört vor allem, dass er harntreibend wirkt, aber auch den Stoffwechsel anregt und schmerzlindernd und appetitanregend wirkt. Weitere Wirkweisen, die dem Kraut zugestanden werden, sind emetisch (also Erbrechen auslösend) und piscizid, also toxisch sowie fiebersenkend und letztlich auch reizend. Zudem hat dieses Heilkraut auch eine kĂŒhlende Wirkweise, wobei das Kraut als leicht giftig gilt. Diese bekannte leicht giftige Wirkung hat auch den Grund, weil das Kraut im Rahmen der modernen Pflanzenheilkunde keine Rolle spielt. Bei vielen Naturvölkern spielt dieses Heilkraut dennoch eine sehr große Rolle. Viele Naturvölker sind nĂ€mlich trotz der in diesem Kraut enthaltenen Giftstoffe – da sie davon keine Ahnung haben und dies fĂŒr sie entsprechend auch keine Rolle spielt – von der Heilkraft der Pflanze ĂŒberzeugt und nutzen diese zur Wundheilung.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von BÀrlapp auftreten?

Mit der Hilfe von BÀrlapp scheint sich zwar so manches Unwohlsein bekÀmpfen zu lassen. Allerdings sollte man nie vergessen, dass das Kraut als giftig gilt. Aus diesem Grund sollte es im Rahmen der homöopathischen Anwendungen nur unter der Aufsicht des Fachmanns verabreicht werden, vor allem wenn es sich um hohe Potenzen handelt.

Falsch angewandt bzw. in zu hohen Dosen angewandt kann das Heilkraut sehr schnell zu starkem Durchfall fĂŒhren, aber auch zu Reizungen der SchleimhĂ€ute und zu Erbrechen.

Da keine gesicherten Erkenntnisse ĂŒber die Wirkungen und Nebenwirkungen von diesem Heilkraut vorliegen, sollte darauf geachtet werden, dass bei Schwangerschaft, in der Stillzeit und bei SĂ€uglingen und Kindern unter zwölf Jahren möglichst auf eine Anwendung von diesem Heilkraut verzichtet wird.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von BĂ€rlapp, bis sich erste Erfolge einstellen?

Bis die Wirkung von diesem Heilkraut einsetzt, dauert es in der Regel nicht lange. Die Beschwerden, die mit diesem Heilkraut behandelt werden können, erfordern in der Regel schnelles Handeln. So kann BĂ€rlapp tatsĂ€chlich recht schnell dafĂŒr sorgen, dass das Fieber senkt. Und auch bei Stauungen in den Venen im Bauchraum und in den Beinen können die PrĂ€parate, die dieses Heilkraut enthalten, fĂŒr eine recht schnelle Entspannung sorgen. Letztlich ist es aber so, dass das Heilkraut schon seit langer Zeit in der Schulmedizin keine Rolle mehr spielt. Aus diesem Grund ist auch nicht vorgesehen, dass an diesem Heilkraut eine ganze Reihe von Forschungsarbeiten durchgefĂŒhrt werden. Diese sind in der Regel auf wirklich bedeutsame HeilkrĂ€uter beschrĂ€nkt, die auch in der Schulmedizin eine mehr oder weniger große Rolle spielen.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von BĂ€rlapp ?

Von den zahlreichen BĂ€rlapparten ist der KeulenbĂ€rlapp in Mitteleuropa sehr stark verbreitet. Die Pflanze wĂ€chst vor allen auf kalkfreien kargen Böden, vorzugsweise in NadelwĂ€ldern, aber auch in Heiden und auf Magerrasen. Anzutreffen ist die Pflanze auch in LaubwĂ€ldern. Dort, wo nur Schatten ist, wĂ€chst die Pflanze nicht. Dies trifft auch auf Orte zu, an denen eine hohe Feuchtigkeit herrscht. Außer in Mitteleuropa ist die Pflanze auch in Nordeuropa anzutreffen sowie in Asien, in Russland und in Nordamerika. Und selbst in tropischen Gebieten wie Afrika findet die Pflanze optimale Wuchsbedingungen. In den Alpen ist die Pflanze bis auf Höhe bis 1800 Meter verbreitet. In Deutschland steht die Pflanze auf der Roten Liste und gilt daher als gefĂ€hrdet. Die am hĂ€ufigsten in Europa verbreiteten Arten sind der KeulenbĂ€rlapp und der KolbenbĂ€rlapp.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von BĂ€rlapp aus?

Charakteristisch fĂŒr diese Pflanze ist, dass sie aus einem 0,5 und 4 Meter langen Spross besteht, der am Boden kriecht. Diese SeitenĂ€ste dieser Pflanze stehen aufrecht. Die Pflanzen verfĂŒgen ĂŒber nadelige BlĂ€ttchen, die sehr dicht sind. Die Ähren bestehen aus spezialisierten BlĂ€ttchen. In deren Achseln sitzen die SporenbehĂ€lter. Die Sporen haben im Vergleich zu den ĂŒbrigen Bestandteilen des Krauts keine Alkaloide. Daher kann davon ausgegangen werden, dass die Sporen ĂŒber keine toxische Wirkung verfĂŒgen. Kategorisiert ist die Pflanze als

Kriechstaude. In einem Alter von 10 bis 15 Jahren erreichen die Pflanzen ihre Geschlechtsreife. Die Pflanze stĂ¶ĂŸt die Sporen in gelben Wolken aus. Diese werden vom Wind ausgebreitet und haben eine Flugweite von ca. 300 km oder sogar auch mehr. Die Sporen sind im Oktober reif.

Trivialnamen

Unter welchen Namen ist BĂ€rlapp noch bekannt?

Von BĂ€rlapp gibt es ca. 40 bis 60 Arten, die zur Unterfamilie gehören. Der botanische Name von dieser Pflanze ist Lycopodium clavatum. Man nennt die Pflanze aber auch Wolfsklaue, da die dichtbeblĂ€tterten Zweige aussehen aus der Ferne wie ein Tierfuß. Weitere verbreitete Bezeichnung fĂŒr die Pflanze sind Alpenmehl, Chrampfchrut, aber auch Darmfraß sowie Erdschwefel. Bezeichnet wird die Pflanze auch als Felsschwefel, als GĂ€beli, als GĂŒrtelkraut, als Hexenkraut und als Hexenmehl sowie als Luuschrut, als Moosfarn und Schlangenmoos, aber auch als Teufelsklauen. Weitere Bezeichnungen sind VollenschĂŒbel und Waldstaub sowie Zigeunerkraut.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in BĂ€rlapp enthalten?

BĂ€rlapp enthĂ€lt Lycopodin, aber auch Clavotoxin sowie Clavatin und sogenanntes fettes Öl. Ebenfalls enthalten sind organische SĂ€uren und Glycerin, aber auch Palmitin. Die Pflanze enthĂ€lt auch Arachin und Stearin, ebenso wie ZitronensĂ€ure und HydrokaffeesĂ€ure. Enthalten ist zudem ApfelsĂ€ure.

Ähnliche Heilpflanzen

Gibt es Àhnliche Heilpflanzen, die wirken wie BÀrlapp?

Neben BĂ€rlapp gibt es noch viele weitere HeilkrĂ€uter, die eine Ă€hnliche Wirkung haben und auch in der Schulmedizin keine bzw. kaum eine Rolle spielen, dafĂŒr aber in Homöopathie verwendet werden. Einige haben mit diesem Heilkraut auch gemein, dass es in Europa nur noch wenig verbreitet ist. Zu den fiebersenkenden HeilkrĂ€utern gehört unter anderem Eisenkraut.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es BĂ€rlapp am Markt zu kaufen?

Das Heilkraut gibt es unter anderem in Puderform zu kaufen. In Apotheken wird dieses Puder zum BestĂ€uben zubereiteter Tabletten verwendet. Das Puder kann auch fĂŒr einen Teeaufguss verwendet werden. Doch aus den getrockneten Pflanzenextrakten dieser Pflanze kann eine Teezubereitung hergestellt werden. Gewonnen wird das Extrakt aus den Sporen der Pflanze, die reich sind an sogenannten fetten Ölen. Neben Puder gibt es auch Pulver aus diesem Kraut zu kaufen. Dieses hat vor allem eine kĂŒhlende Wirkung, zum Beispiel bei EntzĂŒndungen der Haut.

FĂŒr einen Tee aus dem Kraut werden zum Beispiel ein oder zwei gestrichene Teelöffel BĂ€rlapp benötigt, die mit ca. 250 Millilitern kochendem Wasser vermengt werden. Den Aufguss muss man nur eine halbe Minute ziehen lassen. Die Pflanzenteile werden dann ĂŒber ein Sieb abgegossen. Der Tee sollte schluckweise getrunken werden.

Eine BĂ€rlappkraut Auflage stellt man selbst aus den getrockneten Pflanzenteilen her. Diese fĂŒllt man in ein LeinensĂ€ckchen, bindet es zu und legt dieses auf die betroffene Stelle.

Als Sitzbad kann man den Sud aus den Pflanzenteilen ebenfalls verwenden. DafĂŒr verwendet man 100 Gramm getrocknetes Heilkraut, das man ĂŒber Nacht in Wasser ansetzt. Danach siebt man die Pflanzenteile ab und kippt den Sud ins Badewasser. Die Badewanne sollte vollstĂ€ndig gefĂŒllt werden, um die gezielte Mischung zu erhalten.

Beigemischt sein kann das Heilkraut auch noch weiteren HeilkrÀutern, die zu Tabletten gepresst wurden. ErhÀltlich sind ist das Heilkraut auch in Form von Globuli und Tropfen.

Tropfen und auch Tabletten sowie Globuli werden im Rahmen der Homöopathie in den Potenzen D12 bis D30 verabreicht.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von BĂ€rlapp als NEM?

Da in Bezug auf dieses Heilkraut kaum wissenschaftliche Erkenntnisse vorhanden sind, wie genau das Heilkraut wirkt, muss hier bei den PrÀparaten, die dieses Heilkraut enthalten, genau auf die Dosierung geachtet werden.

Bei der Einnahme von einem Teeaufguss mit BĂ€rlauch sollte darauf geachtet werden, dass dieser nur schluckweise getrunken wird und dass dieser eine halbe Stunde vor dem FrĂŒhstĂŒck eingenommen wird. Und zwar nur eine Tasse. Wenn mit diesem Heilkraut eine Leberzirrhose oder eine bösartige Lebererkrankung bekĂ€mpft werden können, kann die Dosierung tĂ€glich auch bei zwei Tassen liegen.

Bei den anderen PrÀparaten, die im Rahmen der Selbstbehandlung verwendet werden können, ist es erforderlich bzw. ratsam, dass stets die Dosieranleitung sehr gut durchgelesen wird.

Gibt es beim Kauf von BĂ€rlapp etwas zu beachten?

Die Verwendung von diesem Heilkraut ist höchst umstritten. Sogar einige Homöopathen sind der Meinung, dass das Heilkraut nur bzw. ausschließlich im Rahmen der Homöopathie brauchbar ist bzw. angewandt werden sollte. Letztlich kann es sein, dass eine zu hohe Dosierung eine Gefahr fĂŒr die Gesundheit darstellt. Viele Naturheilpraktiker sind indes der Auffassung, dass das Heilkraut zum Beispiel in Form von Auflagen und von SitzbĂ€dern in Bezug auf seine Wirkung ĂŒberzeugt.

GrundsĂ€tzlich ist es so, dass BĂ€rlapp unverarbeitet, also von Hand gesammelt und getrocknet kaum noch verwendet. In Deutschland und in Österreich steht das Kraut unter strengem Naturschutz. Aus diesem Grund darf man hierzulande auch gar nicht so einfach losgehen und das Kraut sammeln.

Unsere Produkt-Empfehlung fĂŒr BĂ€rlapp
Hilde Sonntag

Passende BeitrÀge aus unserem Magazin

Superfoods
Tai Ginseng

Tai Ginseng ist ein beliebtes Energetikum aus dem ostasiatischen Raum, das Körper und Geist in Schwung bringt und das Herz-Kreislauf-System …

mehr lesen
Superfood Liste

Über 250 Superfoods!

Superfoods Kategorien
Quellen zu diesem Beitrag
  • Quelle 1
  • Quelle 2