Die Einnahme von Nahrungseränzung ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

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Heilpflanze

Xanthium

Autor

Gertrud Winkelmair
Chefredaktion Superfoods
Xanthium

enthaltene
Wirkstoffe

zu behandelnde
Symptome

30

recherchierte
Studien

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Wirkstoffe

behandelnde
Symptome

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30

recherchierte
Studien

Was ist Xanthium?

Bei Xanthium strumarium (auch als „Gewöhnliche Spitzklette“ in der Umgangssprache bezeichnet) handelt es sich um eine einjährige Pflanze, der zur Familie der Korbblütler gehört. Die Bezeichnung „Xanthium“ wurde aus dem Wort „xanthos“ (hierbei handelt es sich um ein griechisches Wort) abgeleitet und übersetzt bedeutet es gelb. Dabei wird auf die Tatsache zurückgegriffen, dass in früheren Zeiträumen aus den Blättern dieser Pflanze gelber Farbstoff gewonnen wurde.

Dabei handelt es sich bei Xanthium um eine Klettenart. Die Stängel der Pflanze sind behaart, die Blüten sehen wir kleine Kletten aus und die Blätter sind dreieckig. Die Pflanze wird dadurch verbreitet, weil durch den Klettereffekt zum Beispiel die Blüten an vorbeilaufenden Tieren, die dann diese weiter tragen, hängen bleiben. Die Pflanze ist leicht giftig und wenn man sie berührt, kann dies zu Ausschlägen auf der Haut führen. Auch wirkt die Pflanze fungizid und antibakeriell. Von einer Selbstbehandlung ist hier jedoch aufgrund der Giftigkeit strikt abzuraten.

Anwendungsgebiet

Wann sollte man Xanthium einnehmen?

Xanthium kommt als Heilpflanze bei unterschiedlichen Krankheiten zum Einsatz. Dabei waren auch Laborversuche erfolgreich und haben bewiesen, dass sie wirksam gegen Tryponosomen (eine Art von Parasiten, welche die afrikanische Schlafkrankheit sowie die Chagas-Krankheit auslösen können) ist. Somit führt der in der Pflanze enthaltende Inhaltsstoff zum Absterben von Parasiten. Dabei wirken hier als Inhaltsstoffe Xanthinin, Xanthin, Xanthanol, Kaffeesäure sowie Carboxyatractylosid. Somit entsteht eine antibakterielle sowie fungizide Wirkung. Deshalb hilft diese Pflanze auch bei Entzündungen der Nasennebenhöhlen.

Diese Pflanzenart wird in der traditionellen Chinesischen Heilmedizin (TCM) auch unter dem Namen Cang ER Zi eingesetzt. Durch die antibakterielle Wirkung werden hier festsitzende Sekrete, die sich in den Nasennebenhöhlen befinden, heraus gelöst. Ebenso wird dort diese Heilpflanze auch bei Beschwerden, wie Zahnschmerzen, Kopfschmerzen oder Druckschmerzen, verwendet. Ebenso ist sie auch bei Krätze oder Rheuma hilfreich.

Wirkung

Welche Wirkung verspricht Xanthium?

Wenn mit der Pflanze ein Mensch direkt in Kontakt kommt, können Ausschläge entstehen. Die leichte Giftwirkung entsteht dann durch den in der Pflanze enthaltenen Inhaltsstoff Glykosid Carboxyatractylosid.

Aufgrund der Jod-Gehaltes, welches in der Pflanze vorhanden ist, hilft sie auch bei einer eventuellen Unterfunktion der Schildkrise. In der chinesischen Heilmedizin wird diese Kletterpflanze auch aufgrund ihrer schweißtreibenden und antibakteriellen Wirkung gegen unterschiedliche Hautkrankheiten verwendet. Der Saft der frischen Kräuter hilft auch bei Zahnschmerzen. Die Wurzeln der Pflanze helfen bei Durchfall. In Form von Pulver können die Kräuter auch zu einer Tinktur verarbeitet und gegen Dermatitis, Ekzeme oder Furunkel zum Einsatz kommen und angewandt werden.

Außerdem können sie auch gegen Lungenkrebs eingesetzt werden. Wenn es jedoch bei den Schilddrüsenproblemen zu starken Beschwerden kommt, muss dies unbedingt mit einem Arzt abgeklärt werden.

Zusätzlich hilft dieser Naturstoff bei der Behandlung von Schmerzen sowie Entzündungen in Sehnen und Bändern.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Xanthium auftreten?

Xanthium sollte auf keinen in Selbstmedikation angewandt werden. Hier könnten bei einer entsprechenden Überdosierung Darm- und Magenschmerzen, Herzklopfen, Zittern und Reizbarkeit, Atemstillstand, beschleunigter Atem, Bluterbrechen, Ausschläge und weitere Nebenwirkungen auftreten. Deshalb sollte vor der Einnahme ein Arzt konsultiert werden.

Ebenfalls sollte eine Anwendung während einer Schwangerschaft sowie während der Stillzeit nicht erfolgen. Hier besteht die Gefahr, dass dann auch Nebenwirkungen beim ungeborenen oder gestillten Kind auftreten können.

Ebenso ist bei einer Einnahme nach Vorgabe auch die Wechselwirkung auf andere Medikamente zur berücksichtigen. Hier sollte vorher unbedingt ebenfalls ein Arzt konsultiert werden.

Anwendungsdauer

Wie lange ist die Anwendungsdauer von Xanthium, bis sich erste Erfolge einstellen?

Aufgrund der Gefahr, dass es hier zu Vergiftungserscheinungen kommen kann, sollte Xanthium nur in Absprache mit einem Arzt zum Einsatz kommen, weil hier eine Reihe von umfangreichen Nebenwirkungen entstehen könnte. Ebenfalls muss mit mArzt die genaue Anwendungsdauer abgesprochen werden.

Herkunft

Wo liegt die Herkunft von Xanthium?

Ursprünglich stammt Xanthium aus Nordamerika. Heutzutage ist es jedoch weltweit verbreitet. Man trifft es sowohl in Mitteleuropa als auch in Indien an. Da die Pflanze, wie erwähnt, weltweit vorhanden ist, gibt es auch weltweit dort entsprechende Anbaugebiete. In der traditionellen Chinesischen Medizin werden die Blätter dieser Pflanze sowie die Früchte eingesetzt.

Die Sammelzeit der Blätter erstreckt sich auf den Zeitraum zwischen Juli und Oktober und die Blütenernte erfolgt im Herbst. Dabei werden nach der Einsammlung zunächst die gesamten oberen Pflanzenteile abgeschnitten und getrocknet. Im nächsten Schritt erfolgt dann die Entfernung der Stengel und Blätter. Danach erfolgt die Röstung der Früchte. Diese werden jedoch vor diesem Schritt von den auf den Früchten vorhandenen Stacheln befreit und gereinigt. In einem weiteren Schritte folgt dann eine weitere Zerkleinerung für weitere Zubereitungen.

Ausgangsprodukt

Wie sieht das Ausgangsprodukt von Xanthium aus?

Bei dieser Heilpflanze handelt es sich um eine einjährige Pflanze. Die krautige Pflanze hat eine ungefähr Wuchshöhe von 10 bis 80 Zentimeter. Dabei sitzen die bis zu 12 Zentimeter langen Blätter, die von der Form her herzförmig sind, an den behaarten Stengeln. Die Farbe der Blüten ist grünlich, aber etwas unauffällig. Die Blüten verfügen über eine Vielzahl von kleinen Stacheln, die dann auch den bekannten Kletteffekt verursachen. Auf derselben Pflanze gibt es sowohl weibliche als auch männliche Blütenkörbchen. Die Verbreitungsweise der Pflanze erfolgt dadurch, dass die Blüten aufgrund der vorhandenen Kletten an vorbei gehenden Tieren dann hängen bleiben und dadurch erfolgt dann auf diese Weise die Verbreitung in andere Bereiche.

Trivialnamen

Unter welchen Bezeichnungen ist Xanthium noch bekannt?

Bei Xanthium wird in der Umgangssprache auch von der „Gewöhnlichen Spitzklette“ gesprochen.

Inhaltsstoffe

Welche Inhaltsstoffe sind in Xanthium enthalten?

Was die Inhaltsstoffe anbelangt, so sind hier ätherische Öle, fette Öl-Arten, organische Säuren (dazu gehört zum Beispiel auch die Kaffeesäure), Tannine sowie Xanthine enthalten.

Dadurch entstehen hauptsächlich 2 Wirkungen, und zwar eine fungizide sowie antibakterielle Wirkung gegen Pilze und Bakterien. Aber die Inhaltsstoffe dieser Pflanze sind zusätzlich aber auch hautreizend und giftig. Bereits eine bloße Berührung kann hier zu Ausschlägen auf der Haut führen. Der Giftstoff, der hier enthalten ist, die der Inhaltsstoff Carboxyatractylosid. Hierbei handelt es sich um ein natürliches und giftiges Glykosid. Aus diesem Grund darf dieser Inhaltsstoff nicht unter Anleitung von einem Arzt eingesetzt und eingenommen werden.

Ähnliche Heilpflanzen

Gibt es ähnliche Heilpflanzen, die wirken wie Xanthium?

Eine Alternative zu Xanthium ist die Große Klette (Acrtium lappa). Diese Pflanze ist in Europa (außer auf der iberischen Halbinsel, in Irland,in Schottland sowie in Nord Skandinavien) heimisch. Ebenso gibt es sie auch in einigen Ländern in Südostasien sowie in Australien und in Nordamerika.

Die Pflanze ist auf dem Brachland, an Bahndämmen, an Wegerändern, in Auengebieten sowie an Zäunen auf nährstoffreichen und einem lehmartigen Böden anzutreffen. Als Heilpflanze wirkt sie antiviral, anti-oxidativ sowie phyto-östrogen. Dabei wird dafür die Wurzel der Pflanze eingesetzt. In Form von Wurzelöl wird sie für die Behandlung von Hautirritation, Rheuma, Haarausfall sowie Erkrankungen der Leber verwendet.

Neben der Ölausführung gibt es hierzu auch Tinkturen und Tee sowie Salben. Außerdem kann diese Wurzel auch als Gemüseersatz in Form von Wildgemüse verarbeitet werden. Was die Tee-Ausführung angelangt, so wird dieser als Kaltauszug hergestellt, welcher nach einem 5-stündigen Ziehen dann kurz aufgekocht werden kann.

Eine weitere Alternative von der Art her ist die Filzige Klette (auch als Arctium tomentosum bekannt). Sie ist ebenfalls in Europa, aber auch in Zentralasien, in Sibirien sowie in China anzutreffen. In Nordamerika ist sie dort eingeschleppt worden. Diese Pflanze siedelt an nährstoffreichen, kalkhaltigen und nicht zu trockenen Böden auf dem Ödland, an Feld- und Wegrändern sowie entlang von Ufern von Gewässern. Ihre Wirkung als Heilpflanze kann jedoch nicht mit den oben erwähnten Möglichkeiten verglichen werden.

Einnahmeformen

In welcher Einnahmeform gibt es Xanthium am Markt zu kaufen?

Da es hierbei bei Berührung zu einem Hautausschlag kommen kann und diese Substanz leicht giftig ist, sollte hier eine Selbstbehandlung nicht vorgenommen werden. Von naturheilkundigen Ärzten wird dieses Naturheilmittel bei Problemen bei den Bronchien und bei den Entzündungen der Nasennebenhöhlen verwendet. Ebenfalls kommt es bei einigen Hauterkrankungen, bei Kopf- und Zahnschmerzen sowie rheumatischen Schmerzen der Gelenke auf ärztliche Anordnung hin zum Einsatz. Die entsprechende Einnahmeform (als Nahrungsergänzungsmittel oder auch in Tee- oder Tinktur-Form) muss von Arzt angegeben und vorgegeben werden.

Hierbei darf aber auf keinen Fall die vom verschreibenden Arzt vorgegebene Menge wegen der Gefahr der Vergiftungsmöglichkeit überschritten werden.

Verzehrempfehlung

Wie hoch ist die Verzehrempfehlung von Xanthium als NEM?

Die Verzehrempfehlung hängt von der vom Arzt hier verordneten Einnahmemenge ab. Wie bereits mehrmals erwähnt, darf hier unter keinen Umständen auf eigene Faust eine Selbstbehandlung vorgenommen werden, weil die Gefahr von Vergiftungserscheinungen hier vorhanden ist.

Ebenfalls dürfen auch aus diesem Grund die vom Arzt vorgegebenen Mengen nicht überschritten und müssen streng eingehalten werden, weil hier sonst erhebliche gesundheitliche Schäden auftreten können. Bei schwangeren und stillenden Frauen ist die Einnahme untersagt, weil hier auch noch eine zusätzliche Gefahr in der Form vorhanden ist, dass ein noch nicht geborenes Kind oder das Baby ebenfalls gesundheitliche Schäden davon tragen kann. Außerdem darf diese Substanz nicht in der Reichweite von Kleinkindern aus den oben bereits mehrmals geschilderten Gründen aufbewahrt werden.

Gibt es beim Kauf von Xanthium etwas zu beachten?

Da, wie bereits mehrmals erwähnt, es hier zu Vergiftungserscheinungen kommen kann, sollte dieser Naturstoff nur in Absprache mit dem Hausarzt oder mit einem behandelnden Arzt verwendet werden. Ebenso ist unbedingt die vom Arzt dann verordnete Einnahmemenge strikt einzuhalten, um hier dann durch eine eventuelle Überdosis schwerwiegende Erkrankungen zu vermeiden.

Wenn zusätzliche Medikamente eingenommen werden, ist dies ebenfalls mit dem Arzt abzustimmen. Auch dürfen schwangere und stillende Frauen grundsätzlich diese Substanz nicht einnehmen.

Studien zu Xanthium

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